Muskeln mögen Wärme - Vom: 12.12.2018

Muskeln mögen Wärme

Viel sitzen, wenig bewegen: Der Preis dafür sind Schmerzen und Verspannungen rund um die Wirbelsäule. So unterstützen Sie Ihren Rücken.

Vor allem Schreibtischtäter haben oft Rückenschmerzen. Kein Wunder: Die stützenden Muskeln des Bewegungsapparates verkümmern durch das ständige Sitzen. Der Körper sackt zusammen, Fehlbelastungen und Schieflagen spiegeln sich dauerhaft in der Haltung wieder. Langfristig hilft nur mehr Bewegung, im Akutfall sorgen bewährte Produkte aus der Apotheke für Erleichterung.

Wärme löst Verspannungen

Eine hilfreiche und angenehme Methode, verkrampfte Muskeln zu lockern: Wärme weitet die Gefäße und steigert so die Durchblutung in der behandelten Körperregion. Daraufhin verbessern sich die Sauerstoffversorgung und der Stoffwechsel der Zellen. Und damit die Versorgung mit Nährstoffen und der Abtransport von Abfallsubstanzen. Die Thermobehandlung ist daheim mit Wärmeauflagen, Rotlichtlampe oder warmen Bädern einfach anzuwenden. Entspannungsbäder mit Meersalz und Kräutern im Zusammenspiel mit dem warmen Badewasser lockern einen verspannten Rücken relativ schnell. Bewährte Zusätze für den muskulären Entspannungseffekt sind Rosmarin, Thymian, Ingwer und Wacholder. Capsaicin aus Cayennepfeffer und Chilischoten ist Bestandteil vieler Wärmepflaster. Der Wirkstoff erzeugt ein Hitzegefühl, weitet die Blutgefäße und wirkt gleichzeitig schmerzlindernd. Ähnliche Produkte erzielen eine anhaltende Wärmezufuhr durch die chemische Reaktion von Eisen und Aktivkohle mit Sauerstoff.

Salben für mehr Durchblutung

Viele Präparate zum Einreiben nutzen die wärmenden und durchblutungsfördernden Eigenschaften verschiedener Heilpflanzen – etwa von Beinwell, Kampfer und Afrikanischer Teufelskralle. Über die Haut dringen die Wirkstoffe in die Muskulatur ein und kurbeln deren Zellstoffwechsel an. Der sanfte Druck beim Einmassieren regt die Durchblutung zusätzlich an. Verhärtete und verspannte Muskeln werden wieder weich, Schmerzen lassen nach. Ergänzend können natürliche schmerzstillende Extrakte aus Weidenrinde oder Arnika für Linderung sorgen.

Aktivität mobilisiert

Die Wirbelsäule sowie die stützenden Rücken- und Bauchmuskeln sind für Bewegung gemacht. Je öfter sie gefordert werden, desto besser geht es ihnen. Immer wieder aufstehen, dehnen und spazieren gehen: So können Sie Schmerzen vorbeugen und bestehende Beschwerden lindern. Leichte Bewegung ist gerade bei Verspannungen wichtig. Gezieltes Krafttraining und Übungen stärken den Stützapparat und können Kreuzschmerzen zuvorkommen. Im Winter zumindest drinnen machbar: Möglichst oft barfuß laufen. Das trainiert eine aktive, natürliche Körperhaltung und unterstützt auch den Rücken und die Bandscheiben.

Alternative Behandlungsmethoden

Naturheilkunde, Traditionelle Chinesische Medizin, Chiropraktik und Osteopathie bieten zahlreiche manuelle Therapiemaßnahmen bei Rückenschmerzen. Massagen, gezielte Muskel- und Gelenkbehandlungen sowie Akupunktur lockern und entspannen verkrampfte Rückenpartien. Von einem erfahrenen Therapeuten eingesetzt, können sie bei langwierigen und starken Beschwerden eigene Hilfsmaßnahmen sinnvoll ergänzen.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern

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