Mit leichten Beinen durch den Sommer - Vom: 24.08.2018

Mit leichten Beinen durch den Sommer

Wenn sich das Sommerwetter von seiner schönsten Seite zeigt, klagen viele Menschen über geschwollene, schmerzende Beine. Dann brauchen die Venen Unterstützung.

Viele von uns sehen den heißen Sommermonaten mit gemischten Gefühlen entgegen. Der Grund: Sie werden von Venenproblemen geplagt, die sich jetzt verstärken. „Übermäßige Hitze führt zu einer Erweiterung der Blutgefäße mit der Folge, dass in den Beinvenen noch größere Blutmengen als normal versacken, sich der Blutfluss verlangsamt und bis dato intakte Venenklappen nicht mehr richtig schließen,“ sagt der Venenspezialist Professor Stefan Hillejan aus Hannover. Die Folge sind Beschwerden wie geschwollene, schwere Beine und Füße, oft verbunden mit Schmerzen und Spannungsgefühlen.

Dicke Beine sind nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern – ebenso wie Besenreiser und Krampfadern – oft Anzeichen einer Venenschwäche. Ein Arztbesuch sorgt für Klarheit. Mit speziellen Untersuchungen kann der Mediziner feststellen, ob und wie stark die Beinvenen geschädigt sind. Befindet sich die Venenschwäche noch im Anfangsstadium, helfen oft schon einfache Maßnahmen, die Venenarbeit gezielt zu unterstützen und eine Verschlimmerung der Beschwerden zu verhindern.

Abkühlung gefällig?

Eine Wohltat ist es jetzt im Sommer, mit kühlen Beingüssen oder Wechselduschen in den Tag zu starten. Der morgendliche Schauer erfrischt nicht nur, sondern verengt auch die Gefäße und sorgt für einen reibungslosen Blutfluss. Wichtig: Den Wasserstrahl immer von den Füßen aufwärts bewegen. Für unterwegs oder im Büro eignen sich kühlende Venengele aus der Apotheke. Direkte Sonneneinstrahlung, Saunagänge oder heiße Bäder gilt es zu vermeiden.

Beinvenen brauchen Bewegung

Top für die Venengesundheit ist Bewegung, vor allem regelmäßiger Ausdauersport. Ob Radfahren, Wandern, Walken oder spezielle Venengymnastik – das Training aktiviert die sogenannte Muskelpumpe, die bei der Beförderung des Blutes von den Beinen zurück zum Herzen eine wichtige Rolle spielt. Tipp: Im Sommer ist es ratsam, das Aktivprogramm auf die frühen Morgen- oder späteren Abendstunden zu verlegen. Denn dann steht die Sonne nicht so hoch.

Hilfe aus der Natur

Um Venenbeschwerden im Anfangsstadium zu lindern, haben sich zudem pflanzliche Therapeutika zum Einnehmen bewährt. Sie enthalten zum Beispiel Trockenextrakte aus Rosskastaniensamen oder roten Weinrebenblättern. Pflanzliche Wirkstoffe können z. B. die Venenwände von innen abdichten und Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe reduzieren. Meist stellt sich eine deutlich spürbare Beschwerdelinderung nach mehrwöchiger, regelmäßiger Einnahme ein – ein bisschen Geduld ist also gefragt.

Bei stark geschädigten Venen wird der Arzt eventuell Kompressionsstrümpfe verordnen, die von außen starken Druck auf die Gefäße ausüben und den Blutrückfluss so erleichtern. Kampfadern können operativ entfernt werden. Alternativen zu klassischen OP-Techniken sind z. B. die Verödung (Sklerotherapie) oder die Radiowellentherapie, bei der das erkrankte Gefäß durch kontrollierte Erhitzung verklebt und verschlossen wird. Minimal-invasive Eingriffe können oft ambulant und unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Wichtig ist es, sich von einem erfahrenen Facharzt für Venenleiden (Phlebologen) beraten zu lassen.

Top-Tipps für die Venen

1. Übergewicht abbauen, um die Gefäße zu entlasten und Venenproblemen vorzubeugen.

2. Beine hochlegen, um den Blutrückfluss zu unterstützen.

3. Schwimmen gehen, um den Beinvenen Bewegung zu verschaffen und sie gleichzeitig abzukühlen.

4. Pflanzliche Venenmittel einnehmen, um Beinbeschwerden zu lindern.

5. Stützstrümpfe aus der Apotheke tragen, um bei längeren Autofahrten oder Flügen keine geschwollenen Beine zu riskieren.

Quelle: www.ratgebergesund.de

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