Wie viel Pflege braucht der Mann? - Vom: 19.10.2018

Wie viel Pflege braucht der Mann?

Männerhaut tickt anders als Frauenhaut. Wo liegen die Unterschiede und welche besonderen Pflegebedürfnisse hat man(n), um noch länger faltenfrei zu sei

Straff und widerstandsfähig. Männerhaut hat viele Vorzüge. Sie ist dicker als die zarte Frauenhaut. Umwelteinflüsse prallen an ihr leicht ab. Falten kennen Männer viele Jahre lang nicht – bis der Tag X kommt. Männerhaut hat eben doch ihre Schwachstellen. Welche sind das und wie sorgt die Natur für heile Haut?

Von Poren und Talgdrüsen

Großporig und fettig. Männerhaut hat mehr Talgdrüsen und größere Poren als Frauenhaut. Verantwortlich dafür sind die Hormone. Östrogen, der weibliche Botenstoff, hemmt die Schweiß- und Talgproduktion, das männliche Pendant Testosteron regt sie an. Männerhaut neigt deshalb eher zu Unreinheiten und Akne als Frauenhaut. Der hormonelle Einfluss bestimmt den Säuregehalt der Männerhaut. Je niedriger der pH-Wert, desto mehr Angriffsfläche haben Bakterien. Basische Hautpflege aus der Apotheke schafft Abhilfe. Sie sorgt für einen Säure-Basen-Ausgleich und verfeinert das Hautbild.

Leichte Texturen

Vom Cremetiegel der Partnerin sollten Männer die Finger lassen. Frauenhaut braucht eine reichhaltige Pflege. Männer greifen besser zu leichten Texturen. In der Apotheke gibt es feuchtigkeitsspendende Fluids und Gele mit Wirkstoffen wie Aloe vera, Eibischwurzel oder Hamamelis. Sie beruhigen gestresste Haut, beseitigen Spannungsgefühle und erhöhen die Elastizität. Besonders dann, wenn der Kollagenanteil allmählich sinkt

Für die Pflege ab 40

Nahezu faltenfrei bleibt Männerhaut über viele Jahre – dank Kollagen. Männer haben mehr vom Hautstraffenden Eiweiß als Frauen. Während sich bei Frauen schon ab 20 die ersten Krähenfüße

um die Augen zeigen, ändert sich die Situation bei Männern erst ab 40. Männerhaut altert später, dafür

rasanter und gravierender. Dem natürlichen Alterungsprozess mit ausgeprägten Mimikfalten können Männer

entgegenwirken – mit Pflegeprodukten, die auf die speziellen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Pflanzliche Inhaltsstoffe wie Sheabutter und Jojobaöl binden Feuchtigkeit und machen Männerhaut weich und geschmeidig. Cremes und Lotionen mit Extrakten aus Bambus oder Gingko fördern die Durchblutung

und sorgen für frisches Aussehen – jeden Tag.

Beruhigen, kühlen, pflegen

Testosteron ist nicht nur für die Talgproduktion der Männerhaut verantwortlich. Das männliche Hormon steuert auch den Bartwuchs. Rasieren gehört für die meisten zur täglichen Hygiene dazu. Jede Rasur aber reizt die Haut aufs Neue. Deshalb gilt die Vorsichtsmaßnahme: Klinge nur in Wuchsrichtung führen.

Sonst drohen Irritationen. Rötungen und kleine Pusteln sind Zeichen von Rasurbrand. Die Haut fühlt sich trocken an und spannt. Um das zu vermeiden, hilft ein Rasierwasser mit natürlichen Inhaltsstoffen. Pflanzenextrakte aus Kamille und Myrrhe haben antibakterielle Eigenschaften. Sie beruhigen und pflegen die Haut zugleich. Aloe vera hat einen kühlenden Effekt und unterstützt die Heilung bei kleinen Schnittverletzungen. Thermalwasser beugt Entzündungen vor. Zum Abschluss rundet ein naturkosmetisches

After Shave die Rasur ab. Pflegestoffe wie Allantoin, Algenextrakte und Provitamin B5 machen Männerhaut samtig weich.

UV-Schutz nicht vergessen

Die Sonne macht auch vor der robusten Männerhaut nicht Halt. UV-Strahlen beschleunigen die Hautalterung – auch bei Männern. Ihr hoher Melatonin-Anteil schenkt ihnen zwar einen dunkleren Teint als Frauen

ihn haben, schützt aber nicht vor Falten. Die Feuchtigkeitscreme für die anspruchsvolle Männerhaut sollte im

Idealfall einen UV-Schutz mitbringen – egal in welcher Jahreszeit.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern

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