Das Höchste der Gefühle - Vom: 31.01.2019

Das Höchste der Gefühle

Ist die Liebe nicht viel zu schön, um sie wissenschaftlich in ihre Einzelteile zu zerlegen? Wir finden: Ja! Aber neugierig sind wir trotzdem: Was passiert im Gehirn, wenn im Bauch die Schmetterlinge tanzen?

Frischverliebte können ihre Gefühle kaum in Worte fassen. Für Forscher hingegen ist die Sache klar: In den Körpern zweier Turteltäubchen tummeln sich besonders in der ersten Phase trauter Zweisamkeit die Hormone wie ein Ameisenhaufen.

Euphorischer Rausch

Wer sich am Valentinstag so glücklich wie nie zuvor fühlt, der schwelgt im Dopaminrausch. Das Glückshormon macht euphorisch und sorgt dafür, dass wir einem anderen Menschen das Herz öffnen. Dopamin ist der Botenstoff, der uns Antrieb verleiht, weil er unser Belohnungssystem im Gehirn anfeuert – ähnlich wie bei einer Droge. Das erklärt, warum Verliebte keine Minute mehr ohne den anderen sein wollen. Wir kriegen nicht genug und die erotische Anziehungskraft ist enorm. Dieses Kribbeln im Bauch verursacht das Verliebtheitshormon Phenylethylamin.

Herz voller Liebe und Leere im Kopf

Während uns Dopamin und Phenylethylamin in einen Strudel der Gefühle versetzen, verebbt ein anderer Glücksbotenstoff: Serotonin rutscht in den Keller, während wir auf Wolke 7 schweben. Wer jemals von Amors Pfeil getroffen war, kennt das: klares Denken ist kaum noch möglich. Die Gedanken kreisen nur noch um die große Liebe. Vermissen wird zum unerträglichen Gefühl.

Dauerhaftes Glück

So herzzerreißend-schön es mit der rosaroten Brille auch ist, mit der Zeit klärt sich der Blick wieder. Die Achterbahn der Gefühle schaltet einen Gang zurück. Dann schüttet das Gehirn vermehrt Oxytocin aus. Erst das Kuschelhormon macht das Glück dauerhaft perfekt. Gut, dass es für die Phasen der Liebe sogar eine wissenschaftliche Erklärung gibt. Sie zu erleben, ist jedoch das Höchste der Gefühle.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern
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