Schluss mit Schnupfen, Husten, Heiserkeit - Vom: 19.01.2019

Schluss mit Schnupfen, Husten, Heiserkeit

Tee oder Tablette? Abwarten oder ausschwitzen?

Bei Erkältungsbeschwerden hat jeder seine eigene Strategie.

Doch was hilft wirklich? Hier bekommen Sie Antworten.

Muss eine Erkältung überhaupt behandelt werden?

Das ist sinnvoll. Zum einen, um typische Beschwerden wie verstopfte Nase, Hals- oder Kopfweh zu lindern und die Dauer der Infektion bestenfalls sogar zu verkürzen. Zum anderen aber auch, um zu verhindern, dass sich die Erkältung »festsetzt« und dann möglicherweise Komplikationen wie Nasennebenhöhlen- oder Lungenentzündung nach sich zieht. Gut ist es, dem Körper Ruhe zu gönnen und die Genesung mit geeigneten Haus- und Arzneimitteln zu fördern.

Wie hilft die Natur?

Gegen Erkältungsbeschwerden sind viele Kräuter gewachsen. Zu Beginn einer Infektion können Schwitztees mit Linden- und Holunderblüten die Abwehrkräfte mobilisieren. Um Erkältungssekret zu verflüssigen und das Durchatmen zu erleichtern, bieten sich Inhalationen mit Kamillenblüten oder Eukalyptus an. Beliebt sind auch pflanzliche Schleimlöser. Bei Halsschmerzen hilft Gurgeln mit Kamille und Salbei. Wichtig zu wissen: Längst nicht alle Naturheilmittel eignen sich für jeden Erkältungsgeplagten. Lassen Sie sich deshalb in der Apotheke individuell beraten.

Was lindert Kopf- und Gliederschmerzen?

Schmerzlindernd und zugleich fieber-senkend sind Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Ibuprofen. Diese Wirkstoffe stecken häufig auch in Kombinationspräparaten, oft zusammen mit hustenstillenden oder abschwellenden Substanzen. Spezielle Erkältungstabletten und -pulver mit mehreren Wirkstoffen machen gegen unterschiedliche Beschwerden mobil. Wichtig: Kombipräparate sind nur dann sinnvoll, wenn die Wirkstoffe zum individuellen Beschwerdebild passen.

Braucht die heisere Stimme Schonung?

Unbedingt. Profis raten, bei Heiserkeit möglichst wenig zu sprechen und auf keinen Fall zu flüstern. Gut ist es, die Rachenschleimhaut zu befeuchten. Wer Halspastillen lutscht, kurbelt die Speichelproduktion an und kann zudem Hustenreiz und Halsbeschwerden lindern. Wichtig bei Halskratzen und Heiserkeit: Viel trinken.

Wie lässt sich Hustenreiz bändigen?

Trockener Reizhusten tritt oft zu Beginn und am Ende einer Erkältung auf – und nervt gewaltig. Er darf unterdrückt werden. Aus dem Pflanzenreich kommt schleimstoffhaltige Medizin infrage, etwa mit Eibisch, Spitzwegerich oder Malve. Es gibt auch einige synthetische Hustenstiller ohne Rezept. Im Gegensatz zu trockenem Husten darf produktiver mit Schleimbildung übrigens nicht unterdrückt werden. Wer davon gepeinigt wird, kann einen Hustenlöser einnehmen. Diese Medizin löst festes Sekret und erleichtert das Abhusten.

Was bringen Hausmittel?

Hausmittel haben geringe oder gar keine Nebenwirkungen und können den Genesungsprozess unterstützen. Bewährt haben sich zum Beispiel Nasenduschen mit Salzwasser und Erkältungsbäder mit ätherischen Ölen aus Eukalyptus und Fichtennadeln. Wer Fieber hat, darf jedoch nicht in die Wanne steigen. Omas Geheimtipp ist und bleibt die heiße Hühnersuppe. Wissenschaftlich bewiesen ist, dass der leckere Fitmacher entzündungshemmend wirkt, Schleimhäute abschwellen lässt und zudem die Abwehrkräfte auf Trab bringt.

Sind Antibiotika nützlich?

Bei einer einfachen Erkältung auf keinen Fall. Der Grund: Antibiotika wirken gegen Bakterien, nicht jedoch gegen Viren, die für grippale Infekte verantwortlich sind. Hinzu kommt: Eine zu häufige Verordnung und leichtfertige Einnahme von Antibiotika fördert die Entwicklung neuer, resistenter Bakterienstämme.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern
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