Zahngesundheit und Ernährung - Vom: 15.02.2017

Zahngesundheit und Ernährung

Die Ernährung spielt bei der Zahngesundheit eine nicht unerhebliche Rolle. Die gezielte Auswahl und Zubereitung von Lebensmitteln kann das Zähneputzen zwar nicht ersetzen, es aber sinnvoll ergänzen.

Hohe Zuckerzufuhr

Süßigkeiten und süße Getränke gehören für viele einfach dazu. Doch Süßes fördert die Bildung von Zahnbelag, dessen Bakterien zahnzerstörende Säuren produzieren. Die Entstehung von Karies wird dadurch begünstigt. Für die Zähne ist es besser, wenn Sie nur einmal am Tag etwas Süßes essen, als mehrfach über den Tag verteilt, kleine Portionen zu naschen. Die Bakterien produzieren sonst ein Vielfaches an Säure, die den Zahnschmelz ständig angreift und das Kariesrisiko stark erhöhen. Besonders klebrige Lebensmittel lagern sich an den Zähnen an. Eine leckere Alternative sind zahnfreundliche, zuckerfreie Süßigkeiten. Diese sind durch ein „Zahnmännchen mit Regenschirm“ gekennzeichnet und verursachen nachweislich keine Karies (Aktion zahnfreundlich e.V.).

Getränke

Als Getränk zu den Mahlzeiten ist Wasser eine gute Wahl. Milchprodukte sind empfehlenswert, denn sie enthalten viel Kalzium - das ist der Stoff aus dem die Zähne überwiegend bestehen. Milchprodukte wie Früchtejoghurts, die gezuckert sind oder viel Fruchtsäure enthalten, setzen jedoch dem Zahnschmelz zu. Ungünstig für die Zähne sind süße und saure Limonaden und Obstsäfte, da sie Fruchtzucker und Säuren enthalten. Diese sollten möglichst nicht über den Tag verteilt getrunken werden und der Mund anschließend mit Wasser ausgespült werden. Dauernuckeln an solchen Getränken sollte bei Babys und Kleinkindern vermieden werden, wie auch das Trinken mit Strohhalm.

Vollwertkost

Rohes Gemüse und Vollkornbrot enthalten keine für Kariesbakterien leicht verwertbaren Zucker. Das Kauen reinigt die Zahnoberflächen und regt die Speichelproduktion an. Das Zahnfleisch wird gestärkt. Obst ist gesund, doch einige Obstsorten sind aus zahnärztlicher Sicht nicht optimal. Haben die Früchte viel Fruchtzucker und sind klebrig. wie z.B. Bananen, ist dies ungünstig. Obst mit viel Fruchtsäure (Zitrusfrüchte) greift den Zahnschmelz an und fördert die Entstehung von Karies.

Zähneputzen nach dem Essen

Die Zähne sollten möglichst nach den Hauptmahlzeiten geputzt werden. Sie sollten damit aber 30 Minuten nach dem Essen warten, da viele Lebensmittel Säuren enthalten, die den Zahnschmelz aufweichen. Die durch Säure angegriffenen Zahnoberflächen werden dann zusätzlich durch den mechanischen Abrieb des Bürstens geschädigt. Der Mund kann nach den Mahlzeiten wenigstens mit Wasser ausgespült werden, damit keine Speisereste an den Zähnen kleben bleiben.

Nach dem abendlichen Zähneputzen sollte möglichst nichts mehr gegessen oder getrunken werden. Vor allem zuckerhaltige Getränke sind tabu. Nach einem nächtlichen Imbiss sollten die Zähne geputzt werden oder der Mund mit einer Mundspülung ausgespült werden.

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