Ob wir frisch und erholt aussehen oder müde und abgespannt, bestimmt vor allem unsere Gesichtshaut. Leider nimmt ihr natürlicher Gehalt an Kollagen, dem strukturgebenden Eiweiß, mit zunehmendem Alter ab. Schon ab 30 verliert sie zudem an Feuchtigkeit. Neue Zellen, die für einen jugendlichen Teint sorgen, entstehen mit der Zeit immer langsamer. So kommt es, dass die Haut leider zwangsläufig trockener wird, knittert und sich in Falten legt. Lachen, staunen, Stirn runzeln: Bei jedem Gesichtsausdruck bewegen Muskeln auch unsere Hautzellen. Typische Mimikfältchen entstehen dabei. Hinzu kommen altersbedingte Falten, wenn die Schwerkraft an der zunehmend dünneren Haut zieht.  

Faltenkiller Feuchtigkeit

Anti-Aging-Produkte sollen schlaffe Zellen aufpolstern und das Hautbild erfrischen. Die meisten davon setzen auf feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe. Eine feste Hautstruktur wirkt glatter und bildet nicht so schnell Furchen. Je sensibler und trockener Ihre Haut ist, desto weniger Fett und mehr Wasser braucht sie allerdings. Wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Gesicht spannt bald nach dem Eincremen schon wieder, empfiehlt sich ein Pflegeprodukt, das mehr Wasser enthält. Dazu zählen Lotionen und Fluids. Wie eine Intensivkur wirkt ein Serum. Diese fast flüssigen Produkte sind sehr ergiebig und enthalten Wirkstoffe in hoher Konzentration. Ihre Aufgaben sind: die Zellteilung anzukurbeln, hauteigene Schutzmechanismen zu unterstützen und freie Radikale abzuwehren. Ein Serum wird nach der Gesichtsreinigung aufgetragen, unter die Tages- oder Nachtcreme. Hin und wieder sollten Sie zusätzlich alte Hautschuppen mit einem Peeling abrubbeln. So kommen die darunterliegenden frischen Zellen besser zur Geltung. Außerdem ist der Weg frei für Pflegeprodukte.  

Powerstoffe für frische Haut 

Enzyme aus Früchten pushen den Zellstoffwechsel und glätten die oberste Hautschicht. Sie beschleunigen die Auflösung verhornter Zellen und die Bildung von frischem Hautgewebe. Enzym-­Peelings gelten als besonders sanft, weil sie die Schüppchen nicht mechanisch, sondern biochemisch entfernen. Bekannte Beauty-Enzyme sind Bromelain aus der Ananas und Papain aus der Papaya.  

Antioxidantien schützen vor Angriffen durch UV-Licht, Umweltschadstoffe und daraus entstehende freie Radikale. Gegen direkte Lichtschäden helfen Carotinoide, gegen schädliche Oxidationsprozesse Polyphenole. Berühmt für seine straffenden Eigenschaften ist Coenzym Q10. Aktuell machen Granatapfel, Cranberries und Goji-Beeren als radikalfangende Schönheitszutaten Karriere.  

Vitamine – allen voran A, C und E – stärken das Kollagengerüst, besitzen antioxidative Wirkung und sorgen für eine gut funktionierende Regeneration der Zellen. Die Alterung der einzelnen Zellen verläuft langsamer, und sie werden schneller durch frische ersetzt. Vitamin C kann die Bildung des Hautfarbstoffs Melanin aufhalten und den übermäßig pigmentierten Altersflecken entgegenwirken. Eine Anti-Aging-­Frucht, die vor Vitamin C nur so strotzt und in der Hautpflege einen festen Platz hat, ist Sanddorn.  

Gamma-Linolensäure ist eine Omega-6  Fettsäure. Sie kann den Feuchtigkeitsgehalt, die Elastizität und die Festigkeit  der Haut verbessern. In der Behandlung von chronischen Erkrankungen und Ekzemen wird ihre Wirksamkeit besonders deutlich: Gamma-Linolensäure stärkt die körpereigene Barrierefunktion und lindert Juckreiz. Die Haut wird gesünder und wei­cher. Natürliche Quellen sind Borretsch-, Nachtkerzen- und Hanföl.

Pflanzliche Öle sind ein tolles Anti-Aging-Mittel. Sie schützen lang anhaltend vor Alterungserscheinungen und helfen der Haut, ihre Feuchtigkeit zu behalten. Sie beschleunigen die Reparatur und den Austausch alter Zellen. Öle liefern außerdem Vitamin E, das antioxidative und hautschützende Effekte hat. Bewährte Hautöle sind Wildrosen-, Granatapfel- und Traubenkernöl.

Bakuchiol aus den Samen der indischen Babchi-Pflanze schenkt Feuchtigkeit, reguliert die Talgproduktion und sorgt für ein glattes Hautbild. Die Heilpflanze bekämpft außerdem Bakterien und wird in der Traditionellen Chinesischen und der ayurvedischen Medizin gegen Akne eingesetzt. Bakuchiol gilt als sanftere, natürliche Alternative zum chemisch hergestellten Hautschmeichler Retinol.  

Spilanthol aus der Parakresse wirkt leicht betäubend und zieht auf diese Weise die Gesichtsmuskulatur glatt. Ähnlich wie Botox hemmt der Pflanzenstoff die minimalen Bewegungen im Gesicht und damit  die Bildung von Mimikfältchen.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

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Kerzenlicht, heißer Tee und Plätzchenbacken – das gehört zur Advents- und Winterzeit einfach dazu. Doch mit offenem Feuer und heißen Getränken steigt auch die Gefahr, sich zu verbrennen oder zu verbrühen. Vor allem kleine Kinder sind gefährdet. Einige Vorsichtsmaßnahmen helfen dabei, Unfälle zu vermeiden.

Pro Jahr werden in Deutschland rund 30.000 Kinder unter 15 Jahren mit Verbrennungen und Verbrühungen ärztlich versorgt, etwa jedes vierte davon verletzt sich so schwer, dass es stationär behandelt werden muss – so die Initiative für brandverletzte Kinder, Paulinchen e.V. „Verbrennungen und besonders Verbrühungen gehören zu den häufigsten Unfällen im Kindesalter. Besonders gefährdet sind Mädchen und Jungen im Vorschulalter. Die meisten Unfälle geschehen im zweiten Lebensjahr, wenn das Kind laufen gelernt hat und Gegenstände zu sich herunterziehen kann“, sagt Dr. Julian Bleek, Arzt in AOK-Bundesverband.

Unfallort ist dabei meist die Küche. Herd, Backofen, heiße Töpfe oder Plätzchenbleche, all das sind Gegenstände, an denen sich Kinder verbrennen können. Gefährlich sind auch elektrische Geräte mit herunterhängenden Kabeln wie Wasserkocher, Bügeleisen oder die Decke auf dem Tisch, die von den Kleinen unabsichtlich heruntergezogen wird. Kerzenlicht oder offene Flammen im Kamin sind oft besonders faszinierend. Vor allem kleine Kinder sollten daher nie mit brennenden Kerzen, Lagerfeuer oder Feuerschalen alleine gelassen werden.

Erste Hilfe leicht gemacht

Was ist zu tun, wenn sich das Kind verbrannt hat oder mit heißen Flüssigkeiten verbrüht? Dann gilt es insbesondere, durch Kühlung ein Fortdauern der Hitzewirkung im Gewebe – das sogenannte „Nachbrennen“ – zu verhindern. Hier wichtige Tipps:

Was Sie nicht tun sollten

Gerade bei höhergradigen Verbrennungen ist manch ein althergebrachter Tipp nicht empfehlenswert, denn er verschlechtert die Situation des Verletzten eher. Abzuraten ist von …

Kleines 1×1 der Vorbeugung

Die meisten Unfälle mit kleinen Kindern können verhindert werden, wenn die Großen bestimmte Vorsichtsmaßnahmen ergreifen – viele davon gelten nicht nur in der Weihnachtszeit, sondern generell!

Quelle: www.ratgebergesund.de

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WM 2022! Viele Fußballfans fiebern mit, die schönste Nebensache der Welt ist wieder Smalltalk-Thema Nummer 1. Aber ist Kicken auch gesund? Und wie viel Jubel verträgt das Herz? Wir haben nachgeforscht!

1 – Emotionen fahren Achterbahn 

Die eigene Elf anfeuern, zittern, hoffen, bangen … Wenn der Fußball rollt, kochen die Emotionen hoch. Das Feuerwerk der Gefühle lässt den Körper nicht kalt: Blutdruck und Puls klettern in die Höhe, Stresshormone werden ausgeschüttet. Das kann für Patienten mit Vorerkrankungen wie koronarer Herzkrankheit (KHK) gefährlich werden: Stress und Aufregung erhöhen das Herzinfarktrisiko. Experten raten Herzpatienten unter anderem, in spannenden Spielphasen ruhig zu atmen, die Halbzeitpause für einen Spaziergang zu nutzen, Alkohol zu meiden und sich immer bewusst zu machen: Es ist nur ein Spiel!

2 – So schmeckt die WM  

Chipstüte auf, Schokoriegel und Fruchtgummi auf den Tisch – und dann futtern bis zum Abpfiff? Es geht auch etwas gesünder: Ebenfalls gut für die Nerven, aber besser für Magen und Figur sind Knabbereien wie Nüsse und Pistazien. Hauptdarsteller auf dem Wohnzimmertisch sollten Snacks wie knackige Gemüsesticks mit leckeren Dips und Obstspieße sein. 

3 – Tore schießen im Schritttempo 

Fußballspielen hält fit! Doch wenn im fortgeschrittenen Alter schnell die Puste ausgeht, die Kraft fehlt und die Gelenke ächzen, verabschieden sich aktive Freizeitkicker meist endgültig aus der Mannschaft. Das muss aber nicht sein! Walking Football, ein noch recht junger Fußballtrend aus England, ist eine Alternative. Wichtige Regeln: Gespielt wird Sechs gegen Sechs im Gehen, Rennen ist verboten. Es darf nicht über Hüfthöhe gekickt werden, Kopfbälle sind tabu. Viele Vereine bieten die sanfte Fußballvariante bereits an. Ausprobieren lohnt sich! 

4 – Fußball ist Herzenssache   

Fußball ist hierzulande die mit Abstand populärste Sportart, doch als Präventionssport spielt er bislang kaum eine Rolle. Das soll sich künftig ändern: Wie spezieller Gesundheitsfußball – ohne Wettkampfcharakter, direkte Zweikämpfe und gefährliche Kontaktaktionen – Menschen mit erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Probleme oder bereits bestehendem Herzleiden fit machen kann, wird derzeit intensiv erforscht. Im Rahmen der neuen »MY-3F-Studie« wird beispielsweise untersucht, inwieweit Patienten mit koronarer Herzkrankheit oder nach einem Herzinfarkt von regelmäßigem Gesundheitsfußfall mit einem eigens dafür lizensierten Trainer profitieren können. 

5 – Gemeinsamkeit verbindet 

Fußball alleine gucken – das macht vielen Menschen keinen Spaß. Gemeinsam wird das Spiel noch spannender, die Fachsimpelei noch angeregter. Geselliger und lustiger ist der Fußballabend mit an­deren ohnehin. Ob mit den Nachbarn, mit guten Freuden oder, wenn das Corona-Infektionsgeschehen es zulässt, in größerer Runde: Zusammen mitzufiebern schweißt zusammen und stärkt das Wir-Gefühl. Übrigens auch bei Kollegen: Ein guter Grund, das nächste Spiel zum Teamevent zu machen. 

Vitalstoffe, Muskelfluids und Co. – Gesundes für Hobbykicker gibt es in Ihrer Apotheke.

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Mit dem Herbst kommt der Blues. Eine Symphonie aus Alltagstipps und Helfern aus der Apotheke heitert Körper und Seele auf.

Jetzt wird der Himmel immer trüber. Unsere Stimmung auch? Wissenschaftler bestätigen: Es ist der Lichtmangel in der dunklen Jahreszeit, der vielen Menschen aufs Gemüt drückt. Jeder vierte Deutsche kennt den Herbstblues, für den die Medizinwelt sogar einen Fachbegriff hat: saisonal abhängige Depression, kurz: SAD. Drei Buchstaben, die an das englische Wort »sad« erinnern und die passende Bedeutung von »traurig« haben. 

Wer an einer saisonal abhängigen Depression leidet, fühlt sich niedergeschlagen und lustlos. Morgens kommt man schlecht aus den Federn und schleppt sich müde durch den Tag. Schuld daran ist die Hormonumstellung, die mit dem Jahreszeitenwechsel zusammenhängt. Fehlt das Tageslicht, produziert der Körper weniger vom Glücksbotenstoff Serotonin. Gleichzeitig überwiegt das Schlafhormon Melatonin. Aus dieser Murmeltierlaune kommen wir in der Regel spätestens zum nächsten Frühling von allein wieder raus. So lange müssen Sie aber nicht warten. Mit unseren Tipps können Sie Ihre Hormone überlisten und SAD Adieu sagen. 

Tanken Sie Sonne!

Auch wenn es uns so erscheint: Es ist nicht durchgehend trüb. Nutzen Sie jeden Sonnenstrahl und gehen Sie raus ins Freie. Bewegung an der frischen Luft kurbelt die Serotonin-Produktion an, stärkt den Kreislauf und pusht das Immunsystem. Eng mit Serotonin verbunden ist Vitamin D, das auch als Sonnenvitamin bekannt ist und ebenfalls zur guten Laune beiträgt. Wir bilden es über die Haut und nur unter Lichteinfluss. Serotonin und Vitamin D sind das perfekte Duo, um die Stimmung zu heben und den Antrieb zu steigern – auch an tristen Tagen. 

Licht aus der Apotheke

Wird es tatsächlich tagelang nicht richtig hell? Dann überbrücken Sie die finstere Zeit mit einer Tageslichtlampe aus der Apotheke. Diese Tischleuchten haben eine Helligkeit von 10.000 Lux und können Sonnenstrahlen nahezu perfekt imitieren. Gönnen Sie sich täglich etwa eine halbe Stunde Lichttherapie – am besten frühmorgens. So kommt Farbe in den eintönigen Alltag, weil die Trägheit verschwindet und die Unternehmungslust steigt. 

Essen Sie bunt!

Herbstliches Grau in Grau braucht einen Gegenpol. Feuerrote Paprika, grasgrüner Brokkoli und Mohrrüben in leuchtendem Orange. Vitalstoffreiche Pflanzenkost versorgt Sie mit wichtigen Vitaminen und stärkt Ihre Abwehrkräfte. Bananen, Hülsenfrüchte, Nüsse, Kerne und Vollkornprodukte enthalten besonders viel vom Mineralstoff Magnesium. Das Anti-Stressmittel stärkt die Nerven und sorgt für besseren Schlaf. Außerdem steckt in diesen Lebensmitteln viel Tryptophan. Die Aminosäure gilt als Vorstufe des Glückshormons Serotonin. So macht gesundes Essen gute Laune.

Sonne für die Seele

Studien haben gezeigt: Es gibt ein pflanzliches Mittel, das der Wirkung von synthetischen Antidepressiva in nichts nachsteht und über die Gemütsschwere hinweghilft. Johanniskraut mit den sonnengelben Blüten hat erwiesenermaßen eine stimmungsaufhellende Wirkung – allerdings nur in Form von hochdosierten Präparaten. Mindestens 600 bis 900 Milligramm sollten es täglich sein. Etwas Geduld brauchen Sie auch. Erst nach einer Weile stellt sich der gewünschte Effekt ein. Nehmen Sie bereits dauerhaft Medikamente? Fragen Sie vorher Ihren Arzt. 

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Nach rechts schauen? Das linke Bein heben? Was banal klingt, bleibt für Menschen mit Rechts-Links-Schwäche ein Mysterium. Kleine Tricks können die Orientierung erleichtern. 

»Schatz, wir müssen an der Ampel rechts abbiegen«, sagt die freundliche Männerstimme auf dem Beifahrersitz. »Alles klar, Liebling«, antwortet die Fahrerin und setzt den Blinker. Ehe er protestieren kann, hat sie den Wagen auch schon links um die Kurve gelenkt – direkt in eine Sackgasse …    

Eigenwilliges Phänomen 

Kennen Sie solche Situationen? Dann sind Sie in guter Gesellschaft! Schätzungsweise 20 bis 30 Prozent der Menschen in Deutschland haben Schwierigkeiten, rechts und links zu unterscheiden. Vor allem in brenzligen und stressigen Situationen, etwa in Prüfungen oder im Straßenverkehr, kommen sie mit den Seiten durcheinander. Als Rechts-Links-Schwäche bezeichnen Experten das eigenwillige Phänomen.    

Einer Wegbeschreibung folgen? Sich beim Tanzen rechtsherum drehen? Die linke Schranktür öffnen? Für Menschen mit Rechts-Links-Schwäche sind diese alltäglichen Dinge große Herausforderungen. 

Ursache in der Kindheit

Die Wurzeln der Orientierungsstörung liegen in der Kindheit. Einer These zufolge kommt es dazu, wenn die Jüngsten einen alterstypischen Entwicklungsschritt auslassen. Robben, krabbeln, stehen, laufen – Kinder, die ein Bewegungsmuster, vor allem das Krabbeln auf allen Vieren, überspringen, haben später womöglich Defizite in der räumlichen Orientierung. Gut zu wissen: Mit mangelnder Intelligenz hat eine Rechts-Links-Schwäche nichts zu tun, das haben Studien gezeigt. Ebenfalls steht fest, dass es sich dabei nicht um ein reines Frauenproblem handelt – auch wenn Männer das gerne behaupten.

Eselsbrücken bauen 

Kluge Ratschläge wie »links ist da, wo der Daumen rechts ist« bringen Betroffene nicht weiter, verwirren eher noch mehr. Um im Alltag den Durchblick zu behalten, können jedoch einfache Tricks nützlich sein, zum Beispiel diese: 

Üben, üben, üben 

Um gegenzusteuern und das Gehirn zu schulen, bewähren sich Überkreuzübungen: Rechte Hand zum linken Knie, linke Hand zum rechten Knie – das kann nicht nur Kindern helfen, sondern auch im Erwachsenenalter von Vorteil sein. 

Apropos Kinder: Wer beim eigenen Nachwuchs oder beim Enkelkind bemerkt, dass rechts und links Bücher mit sieben Siegeln sind, kann die räumliche Wahrnehmung der Jüngsten spielerisch trainieren. Neben Überkreuzübungen soll auch Krabbeln im Vierfüßlerstand nützlich sein. Spaß machen Suchspiele: Befindet sich der Baum rechts oder links neben dir? Auf welcher Seite des Tisches steht die Kommode? Wird regelmäßig geübt, kann sich die Rechts-Links-Blockade mit der Zeit mindern. 

Die gute Nachricht: Normalerweise ist die Orientierungsstörung eher harmloser Natur, in manchen Lebenslagen kann sie allerdings zum Problem werden; so manche Führerscheinprüfung ist durch die kleine Verwechslung schon schiefgegangen.
Fatale Folgen kann die Rechts-Links-Schwäche im medizinischen Bereich haben – zum Beispiel Operationen auf der falschen Seite.  

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Fiese Krämpfe im Unterleib, ein Auf und Ab der Gefühle … viele Frauen kennen Menstruationsbeschwerden allzu gut. Fünf Tipps bringen Sie entspannter durch die »Erdbeerwoche«.

1) Weniger Salz, mehr Magnesium

Mit PMS, dem prämenstruellen Syndrom, geht’s oft schon an den Tagen vor den Tagen los: Die Brüste spannen, wir fühlen uns aufgeschwemmt, im Unterbauch zieht‘s bereits verdächtig … Um Wassereinlagerungen entgegenzuwirken, jetzt mit Salz möglichst geizen. Von einem Plus an Magnesium können Frauen hingegen profitieren: Der Mineralstoff entspannt die Muskulatur, bremst Schmerzbotenstoffe (Prostaglandine) und lindert Krämpfe. Magnesium steckt unter anderem in Nüssen, Bananen und Vollkornprodukten, kann bei erhöhtem Bedarf aber auch als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden. Fragen Sie in Ihrer Apotheke nach!

2) Ausklinken erlaubt

Die Menstruation rückt zunehmend aus der Tabuzone heraus und gilt als Phase, in der Frauen besonders auf sich achten sollten. So spricht man heute charmant von »Erdbeerwochen«, kaum mehr von Zeiten, in denen Frauen »unpässlich« oder gar »unrein« sind. Mit neuen Emojis wie dem Blutstropfen können Sie ohne große Worte darauf hinweisen und sich mal ausklinken, um mit Yoga zu entspannen oder sich einfach eine Auszeit auf dem Sofa zu gönnen.

3) Sportlich läuft’s besser

Zahlreiche Studien belegen, dass sportlich aktive Frauen seltener Regelbeschwerden haben. Bewegung ist auch während der Periode längst kein No-­Go mehr. Sie regt die Durchblutung an, wirkt krampflösend, auch auf die Muskulatur der Gebärmutter, und eine Extraportion Gute-Laune-Hormone gibt’s gratis dazu. Ob Walken, Gymnastik oder Pilates, das ist egal. Sie entscheiden, wonach Ihnen der Sinn steht!

4) Natürliche Helfer 

Wärmflasche, Kirschkernkissen oder ein Wannenbad: Wärme tut jetzt richtig gut, lockert die Muskeln und mindert den Schmerz. Als wohltuend erweisen sich auch sanfte Bauchmassagen im Uhrzeigersinn, zum Beispiel mit entkrampfendem Kamillen- oder Majoranöl. Viele schwören auf eine harmonisierende Aromatherapie mit Lavendelöl, das in der Duftlampe verdampft wird. Pflanzliche Tabletten, Tropfen oder Tees mit Mönchspfeffer wirken hormonausgleichend und können PMS- sowie Regelbeschwerden lindern. 

5) Schmerzen gezielt lindern 

Wer auf Alternativmedizin vertraut, kann den Bauchkrämpfen mit Akupressur Druck machen: Den Punkt »Milz 6«, der eine Handbreit über dem Innenknöchel des Unterschenkels liegt,  rund eine Minute auf der Stelle kreisend massieren, erst rechts-, dann linksherum. Bei starken Beschwerden bewähren sich klassische Schmerzmittel wie Paracetamol, Naproxen oder Ibuprofen. Gezielt wirken kombinierte Präparate, etwa mit Paracetamol und dem krampflösenden Wirkstoff Butylscopolamin. Ihr Apotheken-Team hilft, das passende Präparat zu finden.

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Vom Nacken bis zum Steißbein: Beschwerden an der Wirbelsäule sind ein Volksleiden. Die gute Nachricht: Viele lassen sich einfach behandeln – und manche sogar ganz vermeiden.

Eine schwere Einkaufstasche unvorsichtig gehoben oder kurz nach dem heruntergefallenen Euro gebückt, schon durchzuckt ein unbarmherziger Blitz den Rücken: Hexenschuss! Die Lumbago, wie Fachleute den plötzlichen Schmerz nennen, tritt überwiegend bei ungünstigen Hebe- und Bückbewegungen auf. Beschwerden, die wir uns künftig sparen, indem wir gewichtige Gegenstände beim Tragen nah an den Körper halten und die Last, wenn möglich, auf beide Arme verteilen. Ist ein längerer Transport erforderlich, das Gewicht statt in Taschen besser im Rucksack von A nach B bringen. Zudem sollten wir beim Tragen die Bauchmuskeln anspannen. 

Das gilt auch, wenn wir etwas Schweres auf- oder anheben; möglichst nah an den Gegenstand herantreten und ihn aus der Kraft der Oberschenkel heraus stemmen. Beugen wir uns, sollten wir immer in die Knie gehen und den Rücken dabei gerade halten. 

Sitzen & stehen

Ständiges Sitzen und Stehen belastet unsere Kehrseite ebenfalls: Wer viel Zeit im Sessel verbringt, wechselt die Haltung möglichst oft und steht zwischendurch immer mal wieder auf, um Arme und Beine zu lockern. Auch beim längeren Stehen sollten wir eine dynamische Position einnehmen und ab und an das Gewicht von einem aufs andere Bein verlagern, uns zwischendurch anlehnen und die Füße hüftbreit aufstellen. Apropos Füße: Bitte bequemes Schuhwerk tragen; hohe Absätze sorgen im Stehen dafür, dass wir ein Hohlkreuz bilden – Gift für die Lendenwirbelsäule.

Zwickt es trotz aller Vorsicht im Kreuz, gibt es einen heißen Tipp: Wärme. Sie dringt tief in das Gewebe ein, regt die Durchblutung und somit den Stoffwechsel an. Rückenschmerzen und Verspannungen lassen sich mit Wärmeanwendungen gut behandeln. 

Heiß & kalt

Zu den heißen Helfern gehören neben Körnerkissen und Infrarotlampe auch Wärmepflaster aus der Apotheke. Letztere unterscheiden sich in ihrer Wirkweise: Einige Pflaster regen mit dem Chili-Scharfstoff Capsaicin die Durchblutung an und sorgen so für ein Hitzegefühl. Andere erzeugen mithilfe einer chemischen Reaktion aus Aktivkohle und Eisen Tiefenwärme. Produkte, die auf die Kleidung statt direkt auf die Haut geklebt werden, vermeiden Hautreizungen. 

Je nach Ursache der Rückenschmerzen sollten Sie es jedoch eher cool angehen lassen, empfehlen Mediziner: Bei akuten Verletzungen, Schwellungen oder Entzündungen ist von Wärme abzuraten. Kälte ist in diesen Fällen oft die bessere Wahl. Ob Kältekompresse oder ein kühlendes Gel: Ihre Apotheke berät Sie gerne.

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Ein Zahnunfall ist schnell passiert – meistens sind die Frontzähne betroffen. Besonders ärgerlich ist es, wenn ein bleibender Zahn so stark beschädigt ist, dass er sich nicht mehr retten lässt und gezogen werden muss. Ein Sofortimplantat kann einen fehlenden Zahn sofort ersetzen. Die Zahnlücke ist dann geschlossen und niemand bemerkt Ihren Zahnunfall. 

Was ist ein Frontzahntrauma?

Zum Frontzahnbereich zählen die vier Schneidezähne und zwei Eckzähne im oberen oder unteren Kiefer. Wurden diese Zähne, umgebender Knochen oder die Weichteile durch Gewalteinwirkung verletzt, spricht man von einem Frontzahntrauma. Häufig werden die oberen Schneidezähne bei einem Unfall verletzt. 

Was ist ein Sofortimplantat?

Ein Sofortimplantat ersetzt den fehlenden Zahn – spätestens nach 48 Stunden. Dazu wird die künstliche Zahnwurzel in das leere Zahnfach eingebracht und wächst in der Folgezeit in den Kiefer ein. Es muss allerdings ein gesunder, entzündungsfreier Kieferknochen vorliegen und ein Knochenaufbau sollte nicht erforderlich sein. Sofortimplantate können einen fehlenden Zahn ersetzen, ohne dass Nachbarzähne wie bei einer Brücke beschliffen werden müssen. 

Ablauf der Sofortimplantation

Nach Entfernung des nicht mehr zu erhaltenden Zahnes unter örtlicher Betäubung wird das Sofortimplantat umgehend in das Zahnfach eingesetzt. Es hält fest im Kieferknochen, wenn es mit einem bestimmten Drehmoment befestigt wird. 

Im Frontzahnbereich wird direkt ein festes Provisorium auf dem Implantat verschraubt. Es sollte vorsichtig belastet werden. Je nach Geschwindigkeit der Heilung wird ein definitiver Zahnersatz (z. B. Krone) in der Regel nach zwei bis drei Monaten aufgesetzt. Der Behandlungszeitraum ist wesentlich kürzer als bei einer herkömmlichen Spätimplantation, und Sie vermeiden eine zweite OP zum Freilegen des eingewachsenen Implantats. 

In den folgenden Wochen und Monaten wächst das Sofortimplantat dann in den Knochen ein. Die Kaukräfte werden in den Kiefer weitergeleitet, der Kieferknochen wird natürlich belastet und bleibt erhalten. 

Wann ist ein Sofortimplantat nicht möglich?

Ein Sofortimplantat kann aus medizinischen Gründen ungeeignet sein. Der entfernte Zahn sollte keine Entzündungen und Zysten haben. Zudem muss eine ausreichende Knochenhöhe vorhanden sein, um das Implantat vollständig in den Knochen einzubringen. Außerdem ist eine Sofortimplantation in der Regel nur bei einem Zahn mit einer Zahnwurzel möglich. Liegen wie im Backenzahnbereich mehrere Zahnwurzeln vor, ist ein Sofortimplantat nur in Ausnahmefällen machbar. 

Ihr Zahnarzt prüft vorab in einer ausgiebigen Untersuchung, ob ein Sofortimplantat in Ihrem individuellen Fall möglich ist.

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Bei vielen geht der Beginn der kälteren Jahreszeit mit einem Minus an Bewegung und gesunden Speisen einher. Das nimmt nicht nur die Figur, sondern auch der Magen krumm. Beugen Sie vor!

Der Herbst ist da, es regnet und stürmt: Da verbringen wir unsere Freizeit lieber im kuschelig warmen Wohnzimmer als draußen in der Natur. Verständlich – aber auf Dauer nicht zu empfehlen. Nicht zuletzt der Magen kann empfindlich reagieren, wenn Bewegung an der frischen Luft zu kurz kommt.

Erschwerend kommt hinzu, dass gesunde Kost in der kälteren Jahreszeit oft seltener auf dem Speiseplan steht. Gute Vorsätze, sich auch in den grauen Herbst- und Wintermonaten ausgewogen und vitaminreich zu ernähren, haben zwar viele Menschen. Aber nicht selten werden diese schnell über Bord geworfen, wenn sich jetzt Halloween-Party, Martinsgans-Essen, Plätzchen backen, adventliche Kaffeekränzchen und fröhliche Weihnachtsfeiern aneinanderreihen und zu üppigem Schlemmen einladen. Zu viel Süßes und Deftiges belasten unseren Magen und können Sodbrennen in Verbindung mit Magenschmerzen, Völlegefühl und Übelkeit verursachen.

Gut für die Verdauung

Beginnen Sie deshalb am besten gleich, Ihren Magen winterfest zu machen. Worüber sich Ihr Verdauungssystem freut? Hier ein paar Tipps für jeden Tag:

• Ein Spaziergang durch den bunten Herbstwald oder später im Jahr durch die verschneite Natur sorgt für gute Laune und bringt die Verdauung auf Trab.

• Die Durchblutung und die Abwehrkräfte des Körpers werden durch den Wechsel von warmer Innen- und kalter Außenluft angekurbelt. Daher gilt: Auch bei schlechtem Wetter kurze Strecken zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen, statt mit dem Auto zu fahren.

• Statt schwerer, fettlastiger Speisen besser vitaminreiche leichte Kost mit viel Gemüse essen. Das stärkt die Abwehrkräfte und hilft der schlanken Linie.

• Chili kurbelt die Durchblutung an, insbesondere im Magen-Darm-Bereich. Auch die Schleimhäute werden besser durchblutet. Zudem enthält die Schote viel Vitamin C und wirkt antibakteriell – das sagt Krankheitserregern den Kampf an.

• Erholsamer, ausreichend langer Schlaf trägt zu einer reibungslosen Verdauung bei.

Wenn der Magen trotz ausgewogener, ballaststoffreicher Ernährung und regelmäßiger Bewegung rebelliert, sind Arzneimittel aus der Apotheke gefragt. Gut verträgliche Helfer sind pflanzliche Präparate, in denen gleich mehrere Heilpflanzen ihre wohltuende Wirkung entfalten. Bewährte Magenfreunde sind beispielsweise die bittere Schleifenblume, Pfefferminzblätter, 
Kümmelfrüchte und Kamillenblüten. Bei Sodbrennen kommen Medikamente infrage, die überschüssige Magensäure neutralisieren, gegen Blähungen helfen Entschäumer. Bitte lassen Sie sich von Ihrem Arzt und Apotheker beraten.

Eine ausgewogene, Vitamin- und Ballaststoffreiche Kost ist Balsam für den Magen.

Quelle: www.ratgebergesund.de

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Ob Harnwegsinfekt, Erkältung oder Magen-Darm-Problem: Dagegen hilft eine heilsame Tasse Tee. Diese Kräuter sollten Sie in den nächsten Wochen unbedingt griffbereit haben!

Herrlich, so ein heißer Tee an einem nasskalten Herbsttag … Doppelt wohltuend wirken Arzneitees aus der Apotheke: Sie wärmen nicht nur von innen, sie lindern gleichzeitig auch verschiedenste Wehwehchen. Etwa grippale Infekte; wer sich jetzt mit Husten herumplagt, sollte sich einen Bronchialtee »zur Brust nehmen«. Geeignete Heilpflanzen sind zum Beispiel Thymian, Spitzwegerich und Anis: Sie wirken reizlindernd, schleim- und krampflösend. Schmerzt es dagegen eher im Hals, empfiehlt sich Salbeiblättertee: Er hat antiseptische und entzündungshemmende Effekte. Neben der klassischen Anwendung als Trunk können viele Erkältungstees auch zum Inhalieren oder Gurgeln verwendet werden. 

Bestes für den Bauch 

Gegen Magen-Darm-Beschwerden sind ebenfalls diverse Teekräuter gewachsen. Mit Kamille, Fenchel, Pfefferminze und Kümmel lassen sich Bauchkrämpfe lösen, Süßholzwurzel kann bei Gastritis unterstützen, Löwenzahn fördert mit seinen Bitterstoffen Gallenfluss und Lebergesundheit. Montezumas Rache hat Sie oder Ihre Lieben heimgesucht? Ein Sud aus Brombeerblättern bremst den Durchfall aus. Heißt es hingegen »rien ne va plus« im Darm, hilft Sennesblättertee der Verdauung auf die Sprünge.

Stress & Schmerzen stoppen

Auch wenn unsere Nerven blank liegen oder wir schlecht in den Schlummer finden, lautet unser Motto: Abwarten und Tee trinken. Zutaten wie Lavendel, Melisse, Hopfen oder Passionsblume wirken beruhigend und sanft schlaffördernd, Johanniskraut hellt eine trübe Stimmung auf. Weißdorntee ist »was fürs Herz« – er kurbelt unsere Durchblutung an und stärkt die Herz-Kreislauf-Funktionen. Brennnessel und Birkenblätter bringen Linderung bei Nieren- und Harnwegsinfekten und eignen sich zum Durchspülen. 

Kleines Zubereitungs-Einmaleins

Therapietees aus Blättern, Kraut und Blüten werden meist als Aufguss zubereitet. Hierbei gießen wir die sogenannten Arzneidrogen mit kochendem oder heißem Wasser auf; die Kräuter werden nach einer gewissen Ziehzeit entfernt. Verwenden wir jedoch harte Pflanzenteile wie Wurzeln oder Rinde für den Tee, die Zutaten besser abkochen: Das heißt, sie werden mit kaltem Wasser angesetzt, erhitzt, eine Weile geköchelt und dann erst gefiltert. Enthalten die Teekräuter hitzeempfindliche Substanzen wie Schleimstoffe, einen Kaltauszug wählen: Dazu die Pflanzenteile über mehrere Stunden in kaltem Wasser ziehen lassen, anschließend abseihen und den Sud jetzt erst erwärmen. 

Tipp: Heiltees gibt es nicht nur lose, sondern auch in praktischen Filterbeuteln. Da ist die Zubereitung besonders leicht. 

Experten-Rat: Medizin zum Trinken

»Während Lebensmittel-Tees als Genussmittel dienen und ›nur‹ schmecken sollten, müssen Arzneitees vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen werden beziehungsweise von der Kommission der Europäischen Gemeinschaften oder dem Rat der Europäischen Union genehmigt sein«, sagt Silke Megens, pharmazeutisch-technische Assistentin. »Dies garantiert unter anderem, dass der Tee pharmazeutisch wirksame Inhaltsstoffe in bestimmter Konzentration enthält, was bei regelmäßigen Qualitätskontrollen überprüft wird. Ebenso gibt es für Arzneitees bestimmte Indikationen – Erkrankungen und Leiden, gegen die das Getränk zur Anwendung kommt. Und: In der Apotheke bekommen Sie zum Tee, anders als im Supermarkt, eine fachkompetente Beratung!«

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Die Tage werden kürzer und kühler. Da wird es Zeit, das Immunsystem gezielt zu unterstützen. Schließlich wollen wir im Herbst gesund bleiben.

1. Obst und Gemüse satt

Vitamine sind wie Treibstoff fürs Abwehrsystem. Reichlich stecken sie in frischen Früchten und Gemüse der Saison. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst (je eine Handvoll) täglich. Saftige Leckerbissen sind heimische Äpfel, die viele Vitalstoffe enthalten – unter anderem Vitamin C. Es unterstützt die weißen Blutkörperchen, die »Immunpolizei« unseres Körpers. Tipp: Liegt Ihnen Rohkost zu schwer im Magen, Obst und Gemüse kurz andünsten.

2. Vielfalt auf dem Teller

Das Immunsystem isst mit! Es liebt die Nährstoffvielfalt, die vollwertige Getreideprodukte, Milch, Joghurt und Käse, Fisch und mageres Fleisch (je ein- bis zweimal pro Woche) bieten. Bei Einschränkungen durch Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten oder Erkrankungen können ausgesuchte Vitalstoffkombinationen aus der Apotheke gute Dienste leisten, die es beispielsweise als Kapseln, Brausetabletten oder Trinkampullen gibt. Das Team vor Ort berät Sie gerne und kompetent! 

3. Luft und Licht tanken

Nutzen Sie die milden Herbsttage zum Spazierengehen, Wandern, Radeln… Bewegung an der frischen Luft macht auch die Abwehrkräfte mobil. Ganz nebenbei tanken wir vor dem Winter noch ein bisschen Sonne und füllen die Vitamin-D-Speicher. Der Körper bildet dieses wichtige Immunvitamin selbst, wenn UV-Strahlen auf die Haut treffen.

4. Schlafen wie ein Murmeltier

Gönnen Sie Ihrem Immunsystem sechs bis acht Stunden Schlaf. Vor allem die fleißigen T-Zellen brauchen Zeit, um sich zu regenerieren. Sie zirkulieren im Blut, suchen ­Erreger und setzen sie außer Gefecht. Schlafprobleme? Dann bewähren sich Gute-­Nacht-­Helfer wie ein entspannendes Bad oder ein Schlummertee mit Baldrian, Melisse und Hopfen. Ihre Apotheke hält eine große Auswahl an beruhigenden Heiltees bereit.

5. Trinken, auch ohne Durst

Mindestens anderthalb Liter pro Tag sind erforderlich, damit der Stoffwechsel rundläuft und die Schleimhäute in Mund und Rachen feucht bleiben. Das ist wichtig, denn schließlich zählen die Schleimhäute zur ersten Immunbarriere des Körpers. Ihre Aufgabe: Erreger wie Erkältungsviren abzuwehren. Wenn im Alter das Durstempfinden nachlässt und man das Trinken häufig vergisst, hilft dieser kleine Trick der Erinnerung auf die Sprünge: Das gesamte tägliche Flüssigkeitspensum gleich am Morgen in Wasserflaschen oder Karaffen abfüllen und gut sichtbar in der Wohnung aufstellen. 

6. Gut gelaunt & entspannt bleiben

Gönnen Sie sich Pausen und schöne Momente, etwa einen kurzen Mittagsschlaf, einen gemütlichen Nachmittagskaffee oder einen netten Plausch mit der Nachbarin. Das baut Stress ab und sorgt für gute Laune – zwei Faktoren, die das Immunsystem stärken und uns weniger anfällig für Infekte machen. 

7. Heiß oder kalt trainieren

Ob Sauna oder kalte Güsse: Temperaturreize regen die Durchblutung an, und die Abwehrzellen gelangen schneller dorthin, wo sie gebraucht werden. Tipp: Wer Saunahitze nicht (mehr) verträgt, kann auf sanftere Dampfbäder umsteigen. Und wer sich zu kalten Güssen nicht durchringen mag, ist mit Wechselduschen gut beraten.

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Es tut nicht weh, ist aber ausgesprochen nervig: Ein flatterndes Augenlid kann uns ganz schön irritieren. Die Auslöser des unangenehmen Symptoms sind vielfältig – auf einige können wir aber selbst Einfluss nehmen.

Zuck. Zuck, zuck. Zuck. Wohl fast jeder kennt dieses lästige Gefühl, das Mediziner als Faszikulation bezeichnen: Hierbei handelt es sich um einen Krampf der Faszikel genannten kleinen Muskelfaserbündel, der als leichtes Zittern unter der Haut sichtbar wird. Beim Lidzucken ist ein Nerv im Muskel, der das Auge schließt, für die unwillkürliche Bewegung verantwortlich. Er reagiert sehr sensibel, sodass schon geringe Reize genügen, um Störungen auszulösen. Die gute Nachricht: Viele davon können wir vermeiden oder reduzieren und so dem Zucken entgegenwirken.

Trockenheit triggert

Einer dieser klassischen Auslöser ist Schlafmangel; kommt unsere Nachtruhe zu kurz, sind die Augen schnell überlastet. Neben Rötungen und Trockenheit neigen wir dann auch zum Lidzucken. Die simple Lösung: längerer Schlummer. Apropos trockene Augen: Sie können ebenfalls Lidflattern verursachen. Durch bewusstes Blinzeln, etwa bei der Computer-Arbeit, und befeuchtende Augentropfen aus der Apotheke lindern Sie die Symptome. Alkohol- und Nikotinkonsum begünstigt trockene Augen; lieber darauf verzichten. Das gilt auch für Kaffee: Wer viel Koffein zu sich nimmt, erhöht Herzfrequenz, Stoffwechsel und Muskeltonus und damit die Zuck-Wahrscheinlichkeit.

Bitte beruhigen Sie sich

Zwar ist Stress nicht immer die Ursache des Augenzuckens – aber häufig. Denn bei starker Anspannung schütten wir bestimmte Hormone aus, die die Nerven reizen, insbesondere unsere empfindlichen Augennerven. Eine Entspannungstechnik wie Yoga kann helfen, ebenso ein beruhigendes pflanzliches Arzneimittel aus der Apotheke, zum Beispiel mit Baldrian, Passionsblume, Lavendel oder Hopfen. Wichtig ist zudem eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Magnesium: Ein Mangel äußert sich unter anderem in Zittern, Muskelkrämpfen – und eben Lidzucken. Nüsse, Haferflocken und Bananen liefern eine ordentliche Portion des Mineralstoffs; alternativ können Sie ein Magnesium-Präparat einnehmen. 

Vorsicht, verflixte Viren!

Allgemeine Augenerkrankungen wie Kurz-, Weit- und Alterssichtigkeit sowie eine Bindehautentzündung gehen ebenfalls häufig mit flatternden Lidern einher. Selbst eine Brille mit ungeeigneter Sehstärke gehört zu den möglichen Ursachen: Die falschen Gläser überlasten die Augen, was das Zucken hervorruft. Und: Wie Studien vermuten lassen, kann auch COVID-19 das Symptom auslösen. Waren Sie kürzlich infiziert, steckt womöglich das Coronavirus dahinter. Keine Sorge: In der Regel verschwindet das Zucken nach einer Weile.

Wann zum Arzt ?

In seltenen Fällen kann sich hinter dem Lidflattern auch eine ernsthafte Erkrankung verbergen. So tritt es nicht nur bei zu hohem Blutdruck, Schilddrüsenüberfunktion oder einem Bandscheibenvorfall auf, sondern auch bei neurologischen Leiden wie Multiple Sklerose (MS). Kommen zum anhaltenden Zucken Begleiterscheinungen wie Sehstörungen, Kopfschmerzen, Rückenprobleme oder Schwindel hinzu, sollten daher weitere Untersuchungen erfolgen.

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Warmfront, Wolkenbruch und Wirbelwind. Was macht die herbstliche Witterung nur mit uns? 

Gestern noch wärmte die goldene Oktobersonne unsere Haut, heute weht uns schon ein fieser Nieselregen ins Gesicht. Wenn das Wetter derart Achterbahn fährt, kommt der Körper oft nicht mehr mit. Dann dröhnt es im Kopf, der Kreislauf spielt verrückt und die Laune rutscht tief in den Keller. Knirschen bei Sturm und Graupel obendrein die Gelenke und zwicken die Narben, liegt es wohl auf der Hand: Das Wetter ist schuld. Alles nur Einbildung?

Keine Einbildung

Nein, sagen Experten. Wetterfühligkeit, auch Meteoropathie genannt, ist inzwischen wissenschaftlich erwiesen. Der Deutsche Wetterdienst geht davon aus, dass jeder Zweite bei gewissen Wetterlagen mit der ein oder anderen Unpässlichkeit zu kämpfen hat. Statistiken zeigen: Kündigt sich eine unangenehme Regenfront an, sind die Arztpraxen voll mit Bluthochdruck-Patienten, auch mit Menschen, die über rheumatische Beschwerden klagen. Der Grund dafür ist: Das vegetative Nervensystem reagiert, wenn sich draußen die Luftmassen verändern, und gerät dabei ins Stolpern. Die plötzliche Kälte kriecht sprichwörtlich in die Knochen, weil sich mit den sinkenden Temperaturen die Blutgefäße verengen und die Durchblutung verschlechtert. Den Gelenken fehlt es an Nähr- und Sauerstoff. Sie fühlen sich unbehaglich an. Dem Gehirn geht es nicht viel besser. Schwindel ist eine Begleiterscheinung bei Wetterfühligkeit, Konzentrationsprobleme und Kopfweh gehören ebenfalls dazu, während der graue, wolkenverhangene Himmel obendrein aufs Gemüt schlägt. Wer soll da noch zur Ruhe kommen? Schlafstörungen in der Nacht und Abgeschlagenheit am Tag geben uns ohnehin das Gefühl von sieben Tagen Regenwetter. 

Aufs Biowetter achten

Inzwischen weiß man: In den meisten Fällen ist nicht das Wetter selbst für die Symptome verantwortlich. Vielmehr sind es die extremen Schwankungen, die das sogenannte Biowetter ausmachen. Die plötzlichen Temperaturunterschiede von klirrend-kalt zu brütend-heiß, von sonnig-trocken zu stürmisch-nass – und umgekehrt – haben gewisse Einflüsse auf das Wohlbefinden. Denn der Körper braucht seine Zeit, um sich auf die neue Wetterlage einzustellen. 

Wetter-Tagebuch führen

Sensible Menschen haben ein besonderes Gespür für einen drohenden Wetterumschwung. Sie fühlen das herannahende Gewitter bereits vor dem ersten Blitz und Donner. Um nicht länger Wetterkapriolen gnadenlos ausgeliefert zu sein, kann es hilfreich sein, ein Wetter-Tagebuch zu führen. Beobachten Sie die Witterungsverhältnisse und notieren Sie Ihre Empfindungen dabei. Wer regelmäßig die Biowetter-Vorhersagen verfolgt, kann entsprechende Vorkehrungen treffen. Und die Wetterfühligen unter uns sehen auf einen Blick: Auf Regen folgt bald wieder Sonnenschein. 

Was Sie selbst tun können:

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Die Alterszahnheilkunde, auch Seniorenzahnmedizin genannt, ist ein wichtiges Thema in der Zahnarztpraxis, das angesichts des demographischen Wandels und der steigenden Lebenserwartung zunehmend an Bedeutung gewinnt. Gesunde Zähne sind wichtig für die Allgemeingesundheit und tragen viel zur Lebensqualität im Alter bei. Man kann besser essen, sprechen und sieht besser aus. Dank moderner Behandlungsmethoden ist es möglich, zunehmend mehr Zähne auch im hohen Alter zu erhalten. Besonderheiten und Begleiterkrankungen machen bei Senioren eine angepasste zahnmedizinische Betreuung erforderlich. 

Gefahr von Zahnerkrankungen steigt

Viele alte Menschen leiden an chronischen Erkrankungen wie z. B. Alzheimer, Parkinson, koronaren Herzkrankheiten und Krebs. Die Zahngesundheit tritt dann eher zurück, und der Zahnarztbesuch wird vernachlässigt. Dadurch steigt das Risiko für Zahnerkrankungen wie Parodontitis und Karies. Eine Parodontitis ist die Hauptursache für Zahnverlust. Das Zahnfleisch ist entzündet und bildet sich zurück, bis sich Zähne lockern. Durch den Rückgang des Kieferknochens kann es bis zu kompletter Zahnlosigkeit kommen.

Zahnverlust und Zahnlosigkeit

Manchmal ist ein Zahnerhalt nicht mehr möglich oder es fehlen bereits mehrere Zähne. Zahnlücken sollten schnell und dauerhaft geschlossen werden, um Fehlentwicklungen wie Gebissveränderungen und Minderung der Kaueffizienz zu vermeiden. Ihr Zahnarzt bietet Ihnen verschiedene festsitzende oder herausnehmbare Zahnersatzlösungen an. Es gibt vielfältige prothetische Leistungen, einschließlich des implantatgetragenen Zahnersatzes. Implantate geben auch Totalprothesen einen besseren Halt und sind häufig komfortabler als herausnehmbare Varianten. Welche Versorgungsform umgesetzt wird, entscheiden Sie.

Verlust der Bisshöhe

Im Laufe des Lebens können Zähne kürzer werden, durch Zähneknirschen und Abrasion geht Zahnhartsubstanz verloren. Neben dem ästhetischen Problem kann durch die Bissabsenkung auch ein falscher Biss entstehen. Die unharmonische Verzahnung von Ober- und Unterkiefer hat Auswirkungen auf die Position der Kiefergelenke. Es kann zu einer craniomandibulären Dysfunktion (CMD) kommen, mit Folgen wie Kopfschmerzen, Migräne, Nackenschmerzen, Tinnitus etc. Daher sollte eine komplette funktionelle Rekonstruktion mit Hilfe einer Schienentherapie erfolgen.  

Prävention hält Zähne und Zahnfleisch gesund

Vorbeugung ist in der reifen Lebensphase sehr wichtig. Neben der gründlichen häuslichen Zahnpflege beugt eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung Zahnerkrankungen wie Karies und Parodontitis vor. Die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt sollten wahrgenommen werden. Ihr Zahnarzt gibt Ihnen gern auf Ihre persönlichen Erkrankungsrisiken abgestimmte Tipps zur Mundhygiene, um einen vorzeitigen Zahnverlust zu vermeiden. Eine zahngesunde Ernährung ist in jedem Lebensalter empfehlenswert. 

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Dem geistigen Abbau lässt sich ganzheitlich vorbeugen – am besten mit einem rundum aktiven Lebensstil. Was gehört dazu?  

Aktiv im Alltag

Treppen steigen statt Aufzug fahren. Zu Fuß zum Einkauf und nicht mit dem Auto. Nutzen Sie jede Gelegenheit, um Ihren Alltag aktiv zu gestalten. So haben Sie gute Chancen, Ihre Mobilität zu erhalten. Schon ein 20-minütiger Spaziergang am Tag kann viel bewirken. Hund dabei? Toll! Ihr tierischer Begleiter baut Ihnen Brücken. Beim Gassigehen ins Gespräch zu kommen, ist ganz leicht, wie Studien bestätigen. Vielleicht entstehen so neue Freundschaften – zwischen Zweibeinern – und Vierbeinern auch? 

Freundschaften pflegen

Einsamkeit macht krank – körperlich und seelisch. Daher bleiben Sie offen für Begegnungen. Der regelmäßige Austausch mit anderen hilft der geistigen Fitness auf die Sprünge. Und nicht nur das: Zuhören, was der andere zu erzählen hat, lenkt von Problemen ab. Im Gegenzug das eigene Herz auszuschütten, lässt schnell spüren: Geteiltes Leid ist halbes Leid. Ob zu zweit oder im Freundeskreis: Treffen Sie sich – so oft Sie mögen – mit Gleichgesinnten zum Kaffeenachmittag, zum Spieleabend oder unternehmen Sie etwas gemeinsam. Übrigens: Neue Kontakte knüpfen sich meist von ganz allein, wenn Sie sich aktiv engagieren – in einem Ehrenamt etwa. So tun Sie anderen etwas Gutes und stärken Ihr eigenes Selbstwertgefühl. 

Fantasie beflügeln

Wer sich selbst immer wieder vor geistige Herausforderungen stellt, hilft seinen Hirnzellen auf die Sprünge und sorgt dafür, dass sich neue Synapsen bilden können – selbst im hohen Alter. Alle Tätigkeiten, die Ihre volle Konzentration verlangen, gelten als effektive Anti-Demenz-Strategien. Singen, Gesellschaftsspiele, lesen oder eine neue Sprache lernen – suchen Sie sich die Beschäftigung aus, die Ihnen am besten gefällt. Auch Rätsel und Gedächtnistrainings gehören dazu, sofern nicht bloß abgespeichertes Wissen abgefragt wird, sondern Ihre Kreativität gefragt ist. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf. Wenn Gedanken Flügel bekommen, bleibt Ihr Geist wach und wendig.

Für Körper und Geist

Was gut für den Körper ist, stärkt auch den Kopf. Bewegung hält nicht nur körperlich fit, sondern bringt auch die grauen Zellen in Schwung. Das Gehirn bekommt mehr Sauerstoff und wird besser durchblutet, wenn wir wandern, walken oder radfahren. Welchen Ausdauersport Sie bevorzugen, entscheiden Sie. Der Spaßfaktor soll schließlich nicht zu kurz kommen. Daher sind Sie in einer Fitnessgruppe doppelt gut aufgestellt. Gemeinsam die Muskeln zu kräftigen, die Balance zu trainieren und den Kreislauf zu stabilisieren, macht Freude, spornt den Ehrgeiz an und fördert soziale Kontakte! 

Raus aus der Routine

Und täglich grüßt das Murmeltier? Nicht bei Ihnen. Kommen Sie raus aus der Routine und rein in einen abwechslungsreichen Alltag. Es gibt viele Gelegenheiten, einfach mal etwas anders zu machen als gewohnt. Gehen Sie in einem »fremden« Supermarkt einkaufen, nehmen Sie einen anderen Nachhauseweg und lernen Sie Neues kennen – zum Beispiel auf Reisen, am besten in einer Gruppe. Mit den vielen unbekannten Eindrücken und Sinneswahrnehmungen füllen Sie Ihre Gedächtnisspeicher auf – Ihre Wohlfühl-Akkus auch.

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Während Kinder bis zu 400-mal pro Tag lachen, tun wir Erwachsenen es im Schnitt nur kümmerliche 15-mal. Dabei sollten wir viel öfter schmunzeln, kichern und gackern – der Laune und der Gesundheit zuliebe!

Lachen ist eine Wissenschaft: Die Gelotologie (abgeleitet vom griechischen »gelos« für Gelächter) untersucht seine Auswirkungen auf Körper und Seele. Und Forschende des Fachbereichs können bestätigen, was der Volksmund schon lange wusste: Lachen ist gesund! Mittlerweile belegen zahlreiche Untersuchungen die positiven und keineswegs lächerlichen Effekte auf den menschlichen Organismus. So intensiviert die »unwillkürliche Körperreaktion auf eine als angenehm empfundene Emotion«, wie der französische Neurologe Henri Rubinstein das Lachen beschrieb, unsere Atmung und sorgt damit für eine Sauerstoffdusche. Diese tut dem Herz-Kreislauf-System gut, befreit die Atemwege von störenden Sekreten und regt den Fettstoffwechsel an. Auch unser Schmerzempfinden sinkt und Glücksgefühle entstehen.

Kichern gegen Keime

Besonders profitieren unsere Abwehrkräfte von herzhaftem Lachen: Es lässt nicht nur unser Stresshormonlevel sinken, sondern erhöht auch die Anzahl und Aktivität der Immunzellen, wie eine Studie bewies. Antikörper der Immunglobulin-Klasse A (IgA), die in unseren Schleimhäuten vorkommen und als Schutzbarriere gegen eingedrungene Keime fungieren, steigen ebenfalls an. Nach dem Lach-Flash zeigt sich zudem Gamma-Interferon, das Virusinfektionen und Tumore ausbremst, in unserem Blut. 

Wohltuendes Workout

Wenn wir lachen, sind rund 300 Muskeln in unserem Körper aktiv, 17 davon allein im Gesicht. Brechen wir in schallendes Gelächter aus, ist das eine Art Hochleistungssport – wir merken es nicht selten am darauffolgenden Tag am Muskelkater. Der griechische Philosoph Aristoteles hatte also recht: »Lachen ist eine körperliche Übung von großem Wert für die Gesundheit.« Na, wie wär’s mit einer Trainingseinheit? 

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Die winzigen Parasiten nisten sich gern im menschlichen Haar ein und laben sich dann am Blut unserer Kopfhaut. Gefährlich sind ihre Bisse zwar nicht – aber ganz schön lästig. Umso wichtiger, sich die Insekten schnell vom Halse zu schaffen.

Zunächst mal: Kopfläuse können jeden attackieren, unabhängig von der individuellen Körperhygiene. Ein Befall ist also nicht die Folge von Unsauberkeit, sondern vielmehr von vielfältigem sozialem Austausch. Die Schädlinge vermehren und verbreiten sich schnell, in erster Linie über Körperkontakt sowie über Textilien. Das ist auch der Grund, warum Kinder besonders häufig als Wirte dienen: In Krabbelgruppe, Kita und Grundschule kuscheln die Kleinen noch viel miteinander und tauschen Mützen und Schals, aber auch Plüschtiere gern aus. So können die Tiere einfach von einem zum anderen klettern und einen größeren Ausbruch verursachen. Herrscht in der Einrichtung Ihres Kindes »Läusealarm«, sollten Sie seinen Kopf – und sicherheitshalber auch die Häupter der anderen Familienmitglieder – zunächst gründlich kontrollieren. Da ausgewachsene Läuse nur zwei bis drei Millimeter groß und graubräunlich sind, ist es gar nicht so leicht, sie im Haar zu entdecken; noch schwieriger ist es mit den »Nissen« genannten Eiern, die deutlich kleiner sind und Kopfschuppen zum Verwechseln ähnlich sehen. 

Zweifach behandeln

»Ein spezieller Läusekamm aus der Apotheke erleichtert die Suche«, weiß Silke Megens, pharmazeutisch-technische Assistentin. Mit dem engzinkigen Kamm die befeuchteten Haare Strähne für Strähne vom Haaransatz in Richtung Haarspitzen sorgfältig durchkämmen und den Läusekamm anschließend auf einem weißen Küchentuch oder Papier ausstreichen. »Durch das Auskämmen lassen sich Kopfläuse, Larven und Nissen nicht nur besser entdecken, sondern auch entfernen«, erläutert die Expertin. »Das allein reicht jedoch meist nicht aus. Am wirksamsten ist die Kombi aus gründlichem Kämmen und einer lokalen Behandlung mit Wirkstoffen wie Pyrethroiden oder Dimeticon. Erstere töten die Läuse ab, indem sie deren Nervensystem angreifen. Bei Letzterem handelt es sich um ein Silikonöl, das die Tiere umhüllt, in ihre  Atemöffnungen eindringt und sie erstickt.« Eltern sollten sich in ihrer Vor-Ort-Apotheke nach einem gut wirksamen, verträglichen und für das Alter des Nachwuchses geeigneten Anti-Läuse-Mittel erkundigen.   

Hausputz? Nicht nötig

Acht bis zehn Tage nach der ersten Anwendung sollte die Behandlung wiederholt werden, um eventuell nicht »erwischte« Nissen oder nachgeschlüpfte Larven ebenfalls zu  beseitigen. Ein Großputz der Wohnung ist nicht erforderlich: Das Waschen benutzter Bettwäsche, Schlafanzüge, Kleidung und Handtücher bei 60 Grad sowie die gründliche Reinigung von Kämmen, Bürsten und Haarspangen mit heißem Wasser und Seife genügen. »Kuscheltiere und Textilien, die nicht bei 60 Grad gewaschen werden dürfen, können Sie drei Tage in einer verschlossenen Plastiktüte lagern«, empfiehlt die PTA. »Da eine Laus ohne menschliches Blut maximal zwei Tage überleben kann, ist die Gefahr dann gebannt.« 

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Wandern, walken, joggen – milde Herbsttage laden dazu ein, etwas für die Venenfitness zu tun.  

Die Sonne wärmt noch angenehm, das Laub färbt sich allmählich herbstlich bunt … Ideal, um jetzt die Lauf- oder Wanderschuhe zu schnüren! Von einer flotten Runde durch die Natur profitiert unser gesamter Körper – ganz besonders auch die Venen.  

Mehr Muskelkraft

Unsere Venen sind ein wahres Hochleistungssystem, vor allem die Gefäße in den Beinen. Sie pumpen das Blut zum Herzen hin und arbeiten ständig gegen die Schwerkraft an. Dabei sind sie auf starke Wadenmuskeln, die sogenannte Muskelpumpe, und Venenklappen, die wie Rückschlagventile funktionieren, angewiesen. Sie verhindern, dass sich das Blut in den Beinen staut. Mit Bewegung im Alltag und Sport können wir dieses Team gezielt trainieren und einer Venenschwäche entgegenwirken. So lassen sich typische Beschwerden wie Spannungsgefühl, schwere oder schmerzende Beine, geschwollene Fesseln und Füße, Krampfadern und Besenreiser spür- und sichtbar lindern. Dreimal pro Woche Venensport reicht dafür schon, so eine Studie aus den USA.

Fit auf Schritt und Tritt 

Zu den venengesunden Sportarten gehören leichtes Joggen, Walken, Wandern und Rad­fahren. Sie aktivieren die Muskelpumpe und bringen den Blutkreislauf auf Touren. Radfahrer sollten auf eine möglichst aufrechte Sitzhaltung achten, denn ein abgeknickter Oberkörper hemmt den Blutfluss in den Bauch- und Leistengefäßen. Kurz: Ein Hollandrad eignet sich besser als ein Rennrad. Wer mal etwas anderes ausprobieren möchte, kann auch auf einer Slackline die Venen trainieren. Das Balancieren auf dem Seil mobilisiert die Wadenmuskeln ebenfalls. Probleme mit schwachen Venen? Dann auf Ball- und Kraftsportarten lieber verzichten, da harte und abrupte Stop-and-go-Bewegungen sowie schweres Heben den Druck auf die Gefäße erhöhen. 

Schlechtwetter-Programm

Wenn das Wetter nicht mehr so recht mitspielt, bieten sich Trampolinspringen, Radeln auf dem Heimtrainer und Aquajogging an. Letzteres hat noch einen weiteren Vorteil: Der Wasserdruck wirkt wie ein Kompressionsstrumpf und unterstützt den Blutfluss zurück zum Herzen. 

Aktiver Alltag  

Zusätzlich kommt es auf einen bewegten Alltag an: Möglichst viele Wege zu Fuß erledigen, lieber Treppensteigen statt Aufzug fahren, langes Sitzen und Stehen vermeiden. Lässt sich das nicht umgehen, ab und zu mit den Füßen wippen oder sie kreisen lassen. Nach langem Stehen die Beine hochlegen (über Herzhöhe), um die Venen zu entlasten. Unterstützung bietet zudem die Pflanzenmedizin: Extrakte aus rotem Weinlaub und Rosskastanie stärken die Venen, lindern Spannungsgefühl und Schwellungen. Ob als Tabletten zum Einnehmen oder als Cremes zum Einreiben der müden Beine – Ihr Apotheken-Team hält eine große Auswahl an Präparaten bereit und berät Sie kompetent.

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Je mehr Kerzen auf der Torte, desto schlechter sehen wir. Das gilt für die meisten von uns – doch wir können trotzdem viel tun, um uns den Durchblick lange zu erhalten. Diese sechs Tipps helfen dabei!

Tipp 1: Vorsorge

Viele Augenleiden sind gut behandelbar – wenn sie frühzeitig entdeckt werden. Deshalb sollten wir ab dem 50. Lebensjahr am besten jährlich, bei bereits bestehenden Erkrankungen nach Absprache auch öfter, zur augenärztlichen Kontrolle gehen.

Tipp 2: Sonnenbrille

Sonne tut gut, doch die UV-Strahlen können Augenschäden wie Horn- und Bindehautentzündungen, grauen Star und sogar Krebs hervorrufen. Um unsere Augen vor der Strahlung zu schützen, sollten wir bei intensiver Sonne eine Sonnenbrille mit der Aufschrift »UV400« oder »100 Prozent UV-Schutz« tragen: Die Kennzeichnung bedeutet, dass die Gläser die schädlichen UV-Strahlen herausfiltern.

Tipp 3: Vitalstoffe

Auch die Augen essen mit – etwa grünes Gemüse, denn darin stecken die Pflanzenfarbstoffe Zeaxanthin und Lutein. Sie schützen unsere Augen vor Zellschäden und helfen beim Farb- und Tagessehen. Betacarotin – reichlich davon enthalten Möhren, Kürbis und Paprikaschoten – unterstützt das Hell-­Dunkel-­Sehen; Vitamin C (Zitrusfrüchte, Sanddorn, Petersilie) wirkt antioxidativ. Ebenso wie das fettlösliche Vitamin E, das sich in Nüssen und Pflanzenölen findet. Beides enthält zudem Omega-3-Fettsäuren, die die Sehkraft fördern und Trockenheit entgegenwirken. Drücken Sie in Sachen Nährstoffzufuhr die Augen öfter mal zu? Dann versorgt Sie ein Kombipräparat aus der Apotheke mit wichtigen Vitalstoffen.

Tipp 4: Wellness

Gönnen Sie Ihren Augen eine Auszeit durch Palmieren: Dazu die gewölbten Hände mindestens eine Minute über die Augäpfel legen und Dunkelheit und Wärme genießen. Ebenfalls gut zur Augen-Entspannung: Akupressur. Die Mitte der Ohrläppchen 90 Sekunden sanft zwischen Zeigefinger und Daumen kneten. Den Blick in die Ferne schweifen zu lassen, entlastet unsere Augen. Und: Blinzeln Sie zwischendurch 15 Mal; das verteilt den schützenden und nährenden Tränenfilm gleichmäßig auf der Horn­haut.

Tipp 5: Blaulichtfilter

Vor dem Einschlafen noch WhatsApp checken oder einen interessanten Artikel auf dem Tablet lesen: Das ist riskant. Denn moderne Displays nutzen meist LED mit hohem Blaulichtanteil. Dieser kann jedoch Schäden an Netzhaut und Sehzellen hervorrufen. Aktivieren Sie deshalb in den Einstellungen Ihrer elektronischen Geräte den Blaulichtfilter. Er wird auch Nachtmodus oder Nightshift genannt, da er den Blauanteil des Lichts abschwächt, um die Produktion des Schlafhormons Melatonin nicht zu stören.

Tipp 6: Sport

Dass Bewegung Körper und Seele guttut, ist bekannt. Aber wussten Sie auch, dass sie die Sehkraft fördert? Wie eine Untersuchung des Berkeley National Laboratory ergab, kann Langstreckenlauf vor Katarakt (grauem Star) und altersbedingter Makuladegeneration (AMD) schützen. Durch Jogging und Schwimmen trainieren wir die Augenmuskeln, Bogenschießen und Darts stärken die visuelle Fixierungsfähigkeit, mit Tennis und Golf unterstützen wir das räumliche Sehen und die Koordination. Also dann, Handicaps verbessern!

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Zahnimplantate sind eine hochwertige Versorgung bei einem Zahnverlust. Die künstliche Zahnwurzel bildet die Basis für festsitzenden Zahnersatz wie Krone, Brücke oder Prothese. Bei einer erfolgreichen Implantation und Einheilung können die Implantate sehr lange, manchmal sogar lebenslang halten. 

Doch wie bei den regulären Zähnen ist auch bei Zahnimplantaten die richtige Pflege wichtig. Denn eine unzureichende Pflege fördert die Bildung einer Periimplantitis, einer Entzündung um das Implantat herum. Bei natürlichen Zähnen bezeichnet man die Entzündung des Zahnfleisches bzw. Zahnbetts hingegen als Parodontitis. 

Damit Sie lange Freude an Ihrem Implantat haben, geben wir Ihnen hier einige Tipps, wie Sie Ihre Zahnimplantate richtig pflegen. 

Warum müssen Zahnimplantate besonders gepflegt werden?

Natürliche Zähne sind fest im Zahnfleisch und Kiefer eingebettet. Das Zahnfleisch haftet direkt am Zahn an und bietet Schutz gegen bakterielle Infektionen. Hingegen sitzt das Implantat etwas lockerer im Zahnfleisch. So bilden sich, vor allem bei entzündetem Zahnfleisch, kleine Lücken. 

Bei mangelnder Mundhygiene können sich bakterielle Beläge (Plaque) in der Mundhöhle ansammeln. Werden diese nicht entfernt, können die Bakterien in die kleinen Zwischenräume eindringen und vom Zahnfleisch zum Kieferknochen wandern. Um die Keime zu bekämpfen, baut der Körper im Laufe der Zeit das Zahnfleischgewebe und den befallenen Knochen ab. Dies kann zu einer Lockerung des Implantats führen, im schlimmsten Fall geht das Implantat verloren. Deshalb sollten Sie Ihren implantatgetragenen Zahnersatz besonders umsichtig pflegen. 

Was sollten Sie bei der Implantatpflege beachten?

Bei der täglichen Zahnpflege sollten Sie die Zähne mit Zahnbürste und fluoridhaltiger Zahnpasta mindestens zweimal täglich gründlich reinigen und besonders die Beläge zwischen dem Implantat und dem Zahnfleisch entfernen. Gern berät Sie Ihr Zahnarztteam dazu und zeigt Ihnen die genaue Putztechnik. Die Zahnzwischenräume lassen sich z. B. mit Zahnseide oder einer Zahnzwischenraumbürste reinigen. Eine antibakterielle Mundspülung und ein Zungenreiniger runden die Pflege ab. 

Professionelle Reinigung beim Zahnarzt

Nutzen Sie regelmäßig die Professionelle Zahnreinigung (PZR) in der Zahnarztpraxis. Denn selbst bei gründlicher häuslicher Zahnpflege bilden sich mit der Zeit hartnäckige Beläge bzw. Zahnstein an Stellen, die Sie selbst schlecht oder gar nicht erreichen können. Diese werden, neben anderen prophylaktischen Maßnahmen, bei der PZR entfernt und damit wird Entzündungsherden vorgebeugt. 

Nehmen Sie ebenfalls die regelmäßigen Kontrolltermine bei Ihrem Zahnarzt wahr. Er kann Entzündungsprozesse rechtzeitig erkennen, damit frühzeitig entgegengewirkt werden kann. 

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Durch die Nase, mit dem Zwerchfell – wer clever Luft holen möchte, sollte sich auf diese Techniken verlassen: Sie versorgen unseren Organismus mit jeder Menge Sauerstoff und können bei verschiedenen Beschwerden helfen.

Die richtige Atmung ist pure Medizin: Sie kann, wie Studien belegen, Schlafstörungen und Depressionen lindern, unser Blut besser mit Sauerstoff versorgen, bei Asthma, Bronchitis und COPD helfen, Schmerzen und Sodbrennen ausbremsen. Doch auch wenn wir uns rundum gesund und fit fühlen, lässt sich mit der geeigneten Atmung unser Wohlbefinden noch verbessern. Dazu wichtig: Nasenatmung. Meist holen wir ganz unwillkürlich durch unser Riechorgan Luft, und das ist auch gut so. Denn die Nachteile der Mundatmung spüren wir, wenn wir aufgrund einer verstopften Nase dazu gezwungen sind: Der Mund wird trocken, unser Hals beginnt dabei rasch zu kratzen und Krankheitskeime haben leichteres Spiel. Saugen wir die Luft hingegen durch die Nase ein, filtern die Härchen darin nicht nur Schmutz und Staubpartikel, die Abwehrstoffe der Schleimhaut machen auch Erregern das Leben schwerer. Zudem wird die einströmende Luft so befeuchtet und temperiert, was unserer Lunge guttut.

Vollatmung = voller Erfolg

Wir sitzen mit krummem Rücken vor dem PC, tragen dazu womöglich einen einengenden BH und eine Hose, die uns im wahrsten Sinn des Wortes die Luft abschnürt. Besser: aufrechte Haltung und bequeme Kleidung. Denn so können wir von der Brust- und Schulteratmung in die Vollatmung wechseln. Erstere erkennen wir daran, dass wir kurz und flach atmen. Letztere Technik, die auch Zwerchfellatmung genannt wird, bezieht den ganzen Brust- und Bauchbereich beim Luftholen mit ein. Das ist wichtig, um das gesamte Lungenvolumen zu nutzen und die größtmögliche Sauerstoffmenge aufzunehmen. Bei flacher Atmung wird hingegen nur der obere Teil der Lunge mit O2 versorgt. Konzentrationsstörungen, Erschöpfung und Brummschädel sind häufige Folgen. Wenn Sie eine Extraportion Sauerstoff tanken möchten, sollten Sie beim Einatmen die Hände abwechselnd auf Brustkorb, Körpermitte und seitlich an die unteren Rippen legen und fühlen, wie sich das jeweilige Areal beim Luftholen ausdehnt. Fachleuten zufolge ist diese Art der Atmung die beste, um unser Blut optimal zirkulieren zu lassen. Wir werden ruhiger, ebenso die Herzfrequenz und der Blutdruck. Muskeln entspannen sich.

Zählend zur Ruhe kommen

Wenn‘s in bestimmten Situationen besonders stressig zugeht, kann die 4-7-8-Methode helfen. Ihren Namen verdankt sie einem speziellen Atem-Rhythmus: Holen Sie dabei vier Sekunden lang Luft, halten Sie sieben Sekunden den Atem an und stoßen ihn dann acht Sekunden lang aus. Das kann laut Psycholog*innen nicht nur im Akutfall Panikattacken und Ängste lindern, sondern auch beim Einschlafen helfen. Ähnliche Effekte werden der 4711-Technik zugeschrieben: Vier Sekunden lang ein- und sieben auszuatmen – und das über mindestens elf Minuten –, kann auch Migräne-Betroffenen, Lungen- und Asthmakranken Erleichterung bringen. Warum? Bei der 4711-Methode kommen Sie statt auf rund 20 nur auf rund sechs Atemzüge pro Minute. Diese entschleunigte Atmung gaukelt Ihrem Organismus einen Zustand vor, der dem Tiefschlaf ähnlich ist. So entspannen Sie ganz automatisch.

Lieber laut Luft holen

Stöhnen, Seufzen und Gähnen unterdrücken wir häufig aus Höflichkeit – dabei sind es wichtige Ergänzungen unserer Atmung. Etwa zwölfmal pro Stunde atmen wir tiefer ein und aus als üblich, und verbinden dies häufig mit einem kleinen Geräusch. „Schuld“ an Seufzern und Co. sind zwei bestimmte Neuronenanordnungen im Hirnstamm, wo unser Atemzentrum liegt: Sie lösen diese gelegentlichen Abweicher vom üblichen Atem-Rhythmus aus. Mit gutem Grund, ist sich der amerikanische Neurowissenschaftler Jack Feldman sicher: Auf diese Weise würden auch die abgelegeneren Lungenwinkel belüftet und mit Sauerstoff versorgt, zusammengefallene Lungenbläschen wieder aufgerichtet. Auch Gähnen hat enge Verbindungen zum Atemzentrum; wenn wir den Impuls verspüren, sollten wir ihm daher nachgeben. Ein bewusstes Herbeiführen kann ebenfalls hilfreich sein, um unter anderem unsere mentale Leistungsfähigkeit zu erhöhen.

Wohltuende Wechselwirkung

Um unser Köpfchen auf Zack zu bringen und die Konzentration zu steigern, eignet sich zudem die sogenannte Wechselatmung. Die Methode hat sich außerdem bewährt, um das Herz-Kreislauf-System zu stärken und eine verstopfte Nase zu befreien. Hillary Clinton benutzte die Technik einst für bessere Nerven im stressigen Wahlkampf, wie sie in ihrer Autobiographie „What happened“ gestand. Nachmachen lohnt – auch wenn sie die Präsidentschaftskandidatur verlor. Dazu aufrecht sitzend mehrmals tief Luft holen. Nach einigen Atemzügen das rechte Nasenloch mit dem Daumen zuhalten und durch das linke einatmen. Zum Ausatmen das linke Nasenloch mit dem Ring- und dem kleinen Finger verschließen und die Luft durchs rechte entweichen lassen. Mit dem rechten wieder neu einatmen, dann erneut mit dem Daumen verschließen und durchs linke Nasenloch ausatmen. Haben wir mit Atemnot zu kämpfen, ob aus Aufregung oder etwa aufgrund einer Allergie, macht uns der Kutschersitz mehr Luft. Nehmen Sie breitbeinig auf der Vorderkante eines Stuhls Platz und stützen Sie die Unterarme auf den Oberschenkeln ab. Den Oberkörper etwas vorbeugen und den Kopf bequem sinken lassen. Das entlastet und weitet Ihren Brustkorb. Diese Übung kann auch mit der „Lippenbremse“ kombiniert werden: Hierbei atmen Sie durch die Nase ein und lassen die Luft langsam durch die gespitzten Lippen entweichen. Dabei einen Ssss- oder Pfff-Laut formen.

Übrigens: Auch schlaue Helfer aus der Apotheke unterstützen uns bei der Verbesserung unserer Atemtechniken. So können Atemtrainer dazu beitragen, Ihr Lungenvolumen zu vergrößern. Die Geräte sind auch zur Bekämpfung von Kurzatmigkeit durch Atemwegserkrankungen wie COPD und Asthma geeignet. 

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

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Die dritte Jahreszeit steht in den Startlöchern; für viele von uns ist sie gedanklich mit Infekten und Trübnis verbunden. Dabei steckt in den kommenden Wochen jede Menge Gesund-Potenzial, das auch noch Laune macht!

Die Hitze ist vorüber; jetzt locken uns angenehme Temperaturen ins Freie. Und da bekommen wir nicht nur eine gute Portion klarer, reiner Herbstluft ab, sondern auch UV-Strahlen, die wir unter anderem zur Bildung von Vitamin D benötigen. Vor allem aber bietet das aktuelle Klima die besten Bedingungen für Bewegung, zum Beispiel beim Wandern. Durch raschelndes Herbstlaub kraxeln, auf Schusters Rappen die Wälder und Hügel erkunden: Aus dem belächelten Senioren-Hobby ist zu Recht ein Trendsport geworden, der Körper und Geist auf vielfältige Weise fordert und zudem Spaß bringt. 

Gesundheit to go

Wandern gilt als sanftes Ausdauertraining, das unseren gesamten Bewegungsapparat stärkt. Zudem hat es positive Effekte auf die Abwehr und den Stoffwechsel. Schon auf gerader Strecke verbrauchen wir dabei etwa 50 Kilokalorien pro Kilometer. Geht’s bergauf, können es bis zu 600 Kilokalorien pro Stunde werden! Mit den Höhenmetern beschleunigt sich außerdem unsere Herzfrequenz; gut für Pumpe und Kreislauf. Auch die Atmung profitiert, wohingegen Bluthochdruck, Übergewicht und Diabetes das Nachsehen haben: Wer regelmäßig wandert, leidet nachweislich seltener darunter.

Sind wir schon mal draußen, können wir gleich gesunde Zutaten für unseren herbstlichen Speiseplan sammeln: Pilze. Sie punkten mit jeder Menge Eiweiß, enthalten kaum Fett – ideal zum Abnehmen. Dafür strotzen die Hütchenträger vor Vitalstoffen wie Vitamin B2, B3, D, Kalium, Phosphor und Eisen. Sie verbessern unsere Nährstoffversorgung, pushen das Immunsystem und stärken die Knochen. Lecker sind sie natürlich außerdem! Frische Waldpilze aber bitte nicht roh verzehren, sondern mindestens 15 Minuten bei 70 Grad Celsius erhitzen, um unter anderem etwaige Larven des gefährlichen Fuchsbandwurms abzutöten. Und sammeln Sie natürlich nur die Pilze, die Sie ganz sicher kennen!

Beeren starkes Gemüse

Neben Schwammerln hat der Herbst auch viele Gemüsesorten zu bieten, die nicht nur auf unseren Tellern eine gute Figur machen. Grün- und Rotkohl, Kohlrabi, Rote Bete, Pastinaken, Schwarzwurzeln und Topinambur erleben zurzeit eine wahre Renaissance: Kein Wunder, schließlich überzeugen die heimischen Gewächse nicht nur mit einem vorbildlichen CO2-Abdruck, sondern auch mit guten Inhaltsstoffen. Grünkohl gilt sogar als wahres Superfood: Neben seinem hohen Vitamingehalt stecken in ihm auch jede Menge Antioxidantien, wie der Radikalfänger Betacarotin. Her mit dem aromatischen Jungbrunnen!

Zu diesen Köstlichkeiten kommt dann noch der König des Herbstes hinzu: der Kürbis. Botanisch zählt er zu den Beerenfrüchten, und aufgrund der harten Schale werden die Herbst- und Wintersorten Panzerbeere genannt. Während das ebenfalls vitaminreiche Kürbisfleisch als kalorienarm gilt, sieht das bei Kürbiskernen anders aus: Sie sind sehr gehaltvoll, dafür aber auch echte Arzneimittel. Mit ihren Phytosterolen verbessern sie Cholesterinwerte und Herzgesundheit, beeinflussen durch ihren niedrigen glykämischen Index den Blutzuckerspiegel positiv und wirken dank ihrer bioaktiven Inhaltsstoffe gutartiger Prostatavergrößerung entgegen. Zudem tragen die kleinen Knacker zur Erhaltung der gesunden Blasenfunktion bei und machen selbst Tumoren das Leben schwer: Wie Studien belegen, kann das Kerneknabbern bestimmten Krebsarten vorbeugen. Wer von der konzentrierten Wirkung der Kürbiskerne profitieren möchte, fragt in der Apotheke nach einem entsprechenden Präparat.

Ist das gesund oder kann das weg?

Zahlreiche (Un-)Kräuter haben im Herbst ebenfalls noch Saison: Etwa der Gundermann, der bereits vor 800 Jahren als Heilpflanze verwendet wurde und volksmedizinisch bei Bronchialerkrankungen und Nieren- sowie Harnwegsleiden zum Einsatz kommt. Auch als homöopathische Zubereitung und in der Spagyrik findet das Kraut Anwendung. Von Gartenfans verhasst, von Heilkundigen geliebt ist Giersch: Der hat nachweislich entzündungshemmende Wirkung und entwässernde Eigenschaften, strotzt zudem vor Vitamin C. Rheumatische Beschwerden, leichte Hautentzündungen sowie Blasenkatarrhe lassen sich durch Bäder, Tee oder auch wie Spinat zubereitetes Giersch-Gemüse lindern. Spitzwegerichblätter sind ein traditionelles pflanzliches Arzneimittel und gerade jetzt zu Beginn der Erkältungssaison unverzichtbar. Sie bremsen nicht nur Erkrankungen der oberen Atemwege aus, sondern wirken auch wohltuend bei gereiztem Mund- und Rachenbereich. Die Schafgarbe gehört ebenfalls zu den Heilkräuter-Klassikern:  Bis heute nutzen wir Sud und Tinktur der Pflanze für alle Leiden rund um Blutungen, von Wunden bis hin zur Menstruation. Schafgarbenkraut wirkt zudem appetitanregend und lindernd bei Verdauungsbeschwerden. Wie Spitzwegerich und Gundermann treibt auch die entkrampfende und beruhigende Schafgarbe im Herbst ein zweites Mal aus, sodass wir jetzt zarte junge Blätter ernten können. Alternativ erhalten Sie in Ihrer Apotheke Arzneitees mit den getrockneten Kräutern.

Wir wollen Wellness!

Wenn Sie zu denen gehören, die sich im Herbst nach wohltuender Wärme sehnen, sollten Sie Sauna für sich entdecken: Das Schwitzbad verspricht Entspannung für Geist und Körper. Zudem haben regelmäßige Saunagänge belebende und abhärtende Wirkung. Auch der Stoffwechsel wird angeregt, und wir schütten Glückshormone aus. Und wenn Sie dann nach einem Besuch in der Therme in die erfrischende Oktoberluft hinaustreten, oder mit einer Tasse heißem Kräutertee auf Ihrem Balkon sitzen, sehen Sie’s vielleicht ähnlich wie der Dichter Johann Wolfgang von Goethe: „Der Herbst ist immer unsere beste Zeit.“

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Bekommen wir genug Vitamine und Mineralstoffe? In manchen Lebenslagen brauchen wir eine Extraportion.

Gesunde Menschen, die ausgewogen essen, können in der Regel auf Nahrungsergänzungsmittel getrost verzichten. Bei Ernährungsfehlern hingegen können und sollen Multivitamin-Tabletten nicht ausgleichend „einspringen“. Insbesondere Kombi-Präparate liefern in den wenigsten Fällen das, was tatsächlich individuell benötigt wird. In ganz bestimmten Lebenssituationen jedoch kann in der Tat eine gezielte Ergänzung einzelner Nährstoffe sinnvoll sein. Wer schwanger ist oder es werden möchte, sich vegan ernährt oder eine chronische Erkrankung hat, sollte kritische Vitamine und Mineralstoffe substituieren. Ebenso können dauerhaft verschriebene Medikamente sowie Allergien und Unverträglichkeiten gegenüber wichtigen Lebensmittelgruppen dazu führen, dass Vitalstoffe fehlen und wir „nachlegen“ müssen. 

Zuerst die Werte überprüfen 

In allen Fällen gilt jedoch: Nahrungsergänzungsmittel – auch wenn sie keine Arzneimittel sind – wahllos und auf eigene Faust einzunehmen, ist keine gute Idee. Sprechen Sie immer vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin. Beim Verdacht auf einen Vitamin- oder Mineralstoffmangel wird der Status ermittelt, meist anhand der Blutwerte, und gegebenenfalls ein geeignetes Präparat ausgewählt. Tabletten, Pulver oder Tropfen über das notwendige Maß hinaus zu schlucken, macht nicht bloß keinen Sinn, sondern kann sogar gefährlich sein. Bei einer Überdosierung kann es zu Nebenwirkungen kommen. Durchfall, Osteoporose und Nierenschäden sind nur einige der eventuellen Risiken, die mit einem Zuviel an konzentrierten Mikronährstoffen in Verbindung stehen. Nicht umsonst gelten Höchstmengen für Vitamin- und Mineralstoff-Präparate. Eine langfristige Einnahme sollte daher nur unter ärztlicher Beobachtung erfolgen. Die Frage ist: Wer braucht welche Nahrungsergänzungsmittel und wie viel?

Schwanger? Folsäure!

Viele werdende Mütter widmen ihrer Ernährung vor allem zu Beginn der Schwangerschaft besondere Aufmerksamkeit. Gut so, denn die Lebensweise hat großen Einfluss auf die Gesundheit des Kindes – bis ins hohe Alter. Ob wir im Lauf des Lebens übergewichtig werden, Allergien oder Diabetes entwickeln, ist unter anderem auch von der Nährstoffversorgung im Mutterleib abhängig. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfiehlt daher Schwangeren neben einer ausgewogenen Ernährung auch Nahrungsergänzungsmittel, allen voran Folsäure. Dieses Vitamin ist vor allem in den ersten Schwangerschaftswochen für eine gesunde Entwicklung des Babys wichtig, insbesondere für das Nervensystem. Auch bei Frauen mit Kinderwunsch sollte das Augenmerk auf einer guten Folsäureversorgung liegen, also schon bevor sie schwanger sind. Hier kann zunächst eine vollwertige Ernährung mit reichlich grünem Gemüse, wie Spinat, Grünkohl, Feldsalat und Brokkoli, sowie Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten ausreichen. Spätestens zu Beginn der Schwangerschaft kommt Folsäure als Nahrungsergänzung hinzu. Die tägliche Dosis liegt bei 400 bis 450 Mikrogramm, mindestens bis zum Ende des ersten Trimenons. Um frühen Entwicklungsstörungen vorzubeugen, sollte auch Jod möglichst vor der Schwangerschaft ergänzt werden. Geeignete Quellen sind Milchprodukte, Meersalz sowie jodiertes Speisesalz. Algen enthalten viel Jod, sind für werdende Mütter aber ungeeignet. Achtung: Bei einer Schilddrüsenerkrankung erst Ihre Ärzt*innen fragen. 

Veganer*in? Vitamin B12!

Ja, es ist möglich, mit reiner Pflanzenkost und einem gut durchdachten Speiseplan alle nötigen Nährstoffe in ausreichender Menge aufzunehmen – mit einer Ausnahme: Vitamin B12. Diese Substanz, auch Cobalamin genannt, kommt nämlich ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vor. Für Veganer*innen ist demzufolge ein Vitamin-B12-Präparat ein Muss! Weiterhin wichtig: Eisen, Jod, Calcium, Zink, Omega-3-Fettsäuren und Vitamin B2. Ein jährlicher Check beim Arzt oder der Ärztin gibt Sicherheit. 

Sportler*in? Mineralstoffe!

Wer viel schwitzt, verliert mehr wasserlösliche Vitamine als Couch-Potatos. In erster Linie sind es Vitamin B1, B2 und B6. Außerdem Mineralstoffe wie Natrium, Kalium und Magnesium. Entsprechende Tests und Nahrungsergänzungsmittel können daher für Menschen, die sportlich sehr aktiv sind oder die körperlich hart arbeiten, durchaus sinnvoll sein. 

Senior*in? Checken lassen!

Ob die Energie- und Vitalstoffversorgung in höherem Alter ausreichend ist, hängt von vielen Faktoren ab. Oftmals schwinden sowohl der Appetit als auch die Motivation, sich frische Speisen zuzubereiten. Gleichzeitig werden Erkrankungen und die Einnahme von Medikamenten, die Einfluss auf Essverhalten, Nährstoffversorgung und -bedarf nehmen, häufiger. Pauschale Ergänzungsempfehlungen für Senior*innen gibt es nicht; Studien lassen jedoch vermuten, dass viele der Generation 65 plus generell unterversorgt sind. Der Grund dafür ist: Die Produktion von Verdauungsenzymen nimmt im Alter ab. Vitamine und Mineralstoffe kann der Körper nicht mehr so gut verarbeiten und für sich nutzen wie früher. Dazu gehört etwa Vitamin B12, insbesondere bei Entzündungen in Magen und Darm, chronischer Nierenschwäche oder Leberzirrhose. Ob Sie typischerweise auch eine erhöhte Zufuhr von Vitamin C und B6, Calcium, Jod, Eiweiß oder mehr brauchen, verrät Ihnen die medizinische Kontrolle. 

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Wenn die Nerven blank liegen, warten Sie nicht, bis Ihnen der Kragen platzt. Kneten Sie lieber einen Ball.

Das kennen wir alle: Ein wichtiges Gespräch steht an. Wir sind perfekt vorbereitet und haben uns die passenden Worte gut zurechtgelegt. Und dann das: Black-out! Der Kopf scheint wie leer gefegt zu sein. Stress pur! Was nun? Fingernägel kauen, am Hemdsärmel nesteln, auf die Lippe beißen? Es gibt einen einfachen Trick, der viel besser funktioniert: Einen Ball in die Hand nehmen, ihn kräftig kneten, knautschen und quetschen. Eine winzige, wenn auch enorm wichtige Feinheit gibt es dabei allerdings zu beachten.

Entspannung mit links 

Wissenschaftler der Technischen Universität München haben herausgefunden, dass sich beim festen Drücken eines Anti-Stress-Balls die Blockaden im Gehirn lösen und Gedanken wieder frei fließen können. Offenbar ist es jedoch nicht egal, welche Hand wir dafür benutzen. »Es muss die linke Hand sein«, betont der Psychologe Professor Jürgen Beckmann. Er und sein Team wissen inzwischen, woran das liegt. Sie haben Hirnstrommessungen ausgewertet und dabei zeigte sich: Während die linke Hand versucht, den Knautschball wie eine Zitrone auszupressen, entspannen sich jene Hirnregionen, die für logisches Denken zuständig sind. Und diese liegen in der linken Hirnhälfte. Dass beim linkshändigen Faustballen nicht die rechte Seite aktiviert wird, ist erstaunlich, denn das periphere Nervensystem im Körper verläuft über Kreuz. Im EEG aber wird deutlich, dass das Brett vorm Kopf verschwindet, wenn die linke Hand den Ball bearbeitet. Dann lassen die angstbedingten, hemmenden Einflüsse in der linken Hemisphäre nach. 

Balltrick löst Blockaden

Der Balltrick löst sozusagen eine Art Reset-Mechanismus im Gehirn aus. »Das heißt, dass sich im Gehirn eine gewisse Entspannung  einstellt«, erklärt  Dr. Vanessa Wergin, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Arbeitsgruppe Sport- und Gesundheitspsychologie an der TU München. Bei Sportlern übrigens zeigt sich das Phänomen sehr eindrucksvoll: Rechtshändige Tennis-Asse massieren den Ball – wie beiläufig – in ihrer linken Faust, ehe sie ihn hoch in die Luft werfen und es zum Aufschlag kommt. Mit dieser Taktik können sie verhindern, dass im alles entscheidenden Match der Ball im Aus landet. Bei Profi-Golfern wiederum lässt sich häufig beobachten: In der Endrunde verfehlen sie das Loch, obwohl sie nur Zentimeter davon entfernt stehen. »Choking under pressure«, zu Deutsch »Versagen unter Druck«, nennt sich dieses Phänomen, wenn Bewegungsabläufe, die tausendfach geübt und bis zur Perfektion einstudiert wurden, plötzlich nicht mehr abrufbar sind. 

Gegen die Wut

In der Aufregung, etwas besonders gut machen zu müssen, blockiert sich das Gehirn offenbar selbst. Auch viele Künstler kennen dieses Gefühl und leiden kurz vor ihren Auftritten unter Lampenfieber. Und wir alle wissen, wie es sich anfühlt, wenn wir eine einmalige Chance nutzen und uns beweisen möchten: Ob es um mehr Gehalt vom Chef geht, Singen vor Publikum oder um ein bedeutendes Therapiegespräch beim Arzt. Um in solchen und ähnlichen Fällen die Nerven zu behalten, sollten wir einen sogenannten Anti-Stress-Ball ordentlich durchkneten – mit links versteht sich. Ob für Linkshänder die rechte Hand zur Entspannung besser geeignet ist, ist leider noch nicht erforscht.

Übrigens: Anti-Stress-Bälle eignen sich auch gut als Finger- und Handtrainer, etwa zur Rehabilitation nach einem Knochenbruch oder zur Vorbeugung von Arthrose. Hand-Pressbälle gibt es in verschiedenen Größen und Härtegraden, um gezielt Muskeln zu trainieren und die Gelenke geschmeidig zu halten. 

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Mit schönen Zähnen und festem Zahnfleisch hat man gut lachen. Damit das ein Leben lang so bleibt, sollte man die tägliche Mundhygiene sehr genau nehmen. Worauf es dabei ankommt, fassen unsere Zahnpflege-Regeln zusammen. 

1. Zweimal täglich drei Minuten 

Die Zahnbürste ist das wichtigste Werkzeug, um Zahn- und Zahnbetterkrankungen wie Karies und Parodontitis vorzubeugen. Sie muss regelmäßig zum Einsatz kommen. Profis sagen: Die Zähne mindestens zweimal, besser noch dreimal täglich gründlich putzen – jeweils drei Minuten lang. Wer Säurehaltiges wie Obst oder Fruchtsaft verzehrt hat, sollte mindestens 30 Minuten warten, ehe er zur Zahnbürste greift. 

2. Bitte mit Fluorid 

Auf die Bürste gehört unbedingt fluoridhaltige Zahnpasta. Der Grund: Das Spurenelement Fluorid stärkt den Zahnschmelz und schützt die Zähne vor Karies. Das haben viele Studien bestätigt. Erwachsenen-Zahncremes haben einen höheren Fluoridgehalt als Produkte für Kinder.  

3. Effektiv elektrisch putzen   

Praktisch für die tägliche Mundhygiene sind elektrische Zahnbürsten. Untersuchungen zufolge können sie Parodontitis besonders zuverlässig vorbeugen. Ein weiteres Plus von Elektrozahnbürsten: Sie müssen nur von Zahn zu Zahn geführt werden und übernehmen die richtige Putzbewegung von selbst. 

4. Besser weich als hart 

Wer eine klassische Handzahnbürste bevorzugt, sollte ein Modell mit weichen bis mittelharten Borsten wählen und zu viel Druck beim Putzvorgang vermeiden. Gute manuelle Zahnbürsten haben einen kurzen Kopf und abgerundete Borsten. Tipp: Mittlerweile gibt es in Apotheken auch nachhaltige Zahnbürsten, etwa aus Bambus. 

5. Regelmäßig wechseln  

Damit das Zähneputzen eine hygienische Angelegenheit bleibt, ist es unerlässlich, die Zahnbürste regelmäßig zu wechseln. Spätestens nach drei Monaten sollte das alte Modell gegen ein neues ausgetauscht werden.  

6. Zwischenräume systematisch säubern   

Etwa 40 Prozent der Zahnflächen liegen zwischen den Zähnen. Dort kommt die Zahnbürste kaum hin. Deshalb sind Spezialisten gefragt: Mit Zahnseide und Interdentalbürsten werden Zahnzwischenräume effektiv von Speiseresten und Bakterien befreit. Zahnseide ist ideal für enge Lücken; um sie richtig anzuwenden, muss man allerdings ein wenig üben. Leichter zu handhaben sind Interdentalbürsten, die es in verschiedenen Größen gibt – für enge und für weitere Zwischenräume. 

7. Die Zunge nicht vergessen 

Nicht jedermanns Sache, aber grundsätzlich gut ist es, die Zunge am Morgen mit einem speziellen Zungenschaber von Bakterienbelägen zu befreien. Zungenbelag ist oft auch die Ursache von Mundgeruch. Schon deshalb macht es Sinn, die Zunge ins Putzritual einzubeziehen. 

8. Spülen & kauen 

Mundspüllösungen, etwa mit ätherischen Ölen oder Fluoriden, können den Atem erfrischen und die Mundhygiene sinnvoll ergänzen – die Zahnbürste ersetzen können sie aber nicht. Gut für die Pflege zwischendurch geeignet sind zudem spezielle Zahnpflegekaugummis aus der Apotheke, die die Speichelproduktion ankurbeln – und Spucke schützt den Zahnschmelz. Klar, dass die Kaugummis keinen Zucker enthalten, dafür aber meist den Zuckeraustauschstoff Xylit. Er hilft dabei, Karies zu verhindern.  

9. Zahnfreundlich essen

Viele kauaktive Lebensmittel wie Vollkornbrot und knackiges Gemüse, regelmäßig kalziumreiche Kost wie Käse und Quark, aber so wenig Zucker wie möglich – wer so isst, hat schon viel für seine Zahngesundheit getan. Tipp: Nicht nur in Süßigkeiten wie Fruchtgummis und Schokolade steckt reichlich Zucker, sondern auch in vielen Softdrinks und Fertiglebensmitteln. Hier gilt: Weniger ist mehr – und das nicht nur den Zähnen zuliebe!  

10. Zweimal jährlich zum Zahn-Check 

Sind Zähne und Zahnbett gesund? Um Probleme in der Mundhöhle rechtzeitig zu erkennen, sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen in der Zahnarztpraxis Pflicht. Faustregel: Das Gebiss zweimal im Jahr vom Fachmann checken und die Zähne dabei bei Bedarf auch gleich professionell reinigen lassen.  

Gesunde Milchzähne  

Zuerst die Kauflächen, dann die Außenflächen und zuletzt die Innenflächen – mit der KAI-Methode lernen Kinder spielerisch, ihre Zähne systematisch  zu putzen. Doch auch, wenn die Jüngsten mit dieser Putztechnik bald gut zurechtkommen, sollten Eltern noch etwa bis ins Grundschulalter gründlich nachputzen. Gut geeignet für den Nachwuchs sind spezielle Kinderzahnbürsten mit dickem rutschfestem Griff und kleinem Bürstenkopf. Auf die Bürste gehört eine fluoridhaltige Kinderzahncreme.  

Auch die Dritten brauchen Pflege 

Prothesenträger sollten herausnehmbaren Zahnersatz nach jeder Mahlzeit unter fließendem Wasser abspülen und regelmäßig gründlich reinigen. Das klappt gut mit einer speziellen Prothesenzahnbürste. Tipp: Ein Handtuch ins Waschbecken legen oder es mit Wasser füllen, damit die Dritten keinen Schaden nehmen, wenn sie beim Reinigen versehentlich aus der Hand gleiten.  

Quelle: www.ratgebergesund.de

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Während der Auszeit in Morpheus’ Armen finden in ­unserem Körper umfassende Regenerationsmaßnahmen statt. Tiefer Schlummer ist wichtig für unsere mentale wie physische Gesundheit – und fürs Herz von entscheidender Bedeutung.

Ein- und Durchschlafprobleme sind eine Volkskrankheit: Rund ein Drittel der Deutschen leidet öfter unter einem gestörten Schlummer, und die Häufigkeit durchwachter Nächte steigt mit dem Alter an. Dabei benötigt unser Organismus die vermeintliche Nachtruhe für vielerlei Reinigungs- und Reparaturprozesse. Denn im Schlaf kommen Blutdruck und Herzschlag zur Ruhe, die steigende Anzahl von Killerzellen stärkt unsere Abwehr, die Wundheilung wird angekurbelt und der Stoffwechsel optimiert. Ist unser Schlaf jedoch oft zu kurz oder nicht erholsam, stellt dies ein Risiko für Körper und Seele dar.

Gesundheitliche Gefahren

Schon eine schlechte Nacht lässt unsere Stimmung, Konzentration und Leistungsfähigkeit messbar sinken. Leiden wir chronisch unter Schlafmangel, schwächt das unser Immunsystem – Infekte haben leichteres Spiel, Kopfschmerzen treten häufig auf, wir entwickeln vermehrt Übergewicht. Unser Herz-Kreislauf-System wird besonders in Mitleidenschaft gezogen: Schlummerprobleme gehen nachweislich mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für kardiovaskuläre Erkrankungen einher; vor allem das Risiko für Herzinsuffizienz und -infarkt steigt. Doch in vielen Fällen sind Hyposomnien, wie Mediziner Schlafstörungen nennen, gut behandelbar. Oft genügt es schon, den Alltag ein wenig umzustellen. 

Geeignete Gewohnheiten

So sollten Sie sich immer zur gleichen Zeit ins Bett begeben und im Schlafzimmer nicht mehr aufs Smartphone oder Tablet schauen: Das helle Licht der elektronischen Geräte signalisiert unserem Gehirn »es ist Tag, sei wach«. Besser ist ein beruhigendes Abendritual, etwa das Lesen einer leichten Lektüre oder das Lösen eines (einfachen!) Rätsels. Solch wiederkehrende Tätigkeiten helfen da­bei, uns mental auf die Nachtruhe vorzubereiten. Im Schlafraum sollte es nicht zu warm sein; rund 18 Grad gelten als ideale Temperatur. Und treiben Sie mindestens drei Stunden vor dem Zubettgehen keinen Sport mehr – körperliche Aktivität über Tag hilft uns zwar dabei, uns die nötige »Bettschwere« anzueignen, doch gegen 18 Uhr sollte das Training beendet sein.

Schlaue Schlaf-Stärker

Will es trotz Schäfchenzählen nicht mit dem Schlummern klappen, hält Ihre Apotheke sanfte Begleiter für den Weg in Morpheus’ Arme bereit. So helfen Arzneimittel mit Heilpflanzen wie Passionsblume, Lavendel, Hopfen und Melisse dabei, zur Ruhe zu kommen, und wirken schlaffördernd – ohne die von verschreibungspflichtigen Medikamenten oft bekannten Nebenwirkungen wie Tagesmüdigkeit und Abhängigkeitspotenzial. In aller Munde sind zurzeit Präparate mit Melatonin: Der als »Schlafhormon« bekannte Botenstoff ist unter anderem an der Regulierung unseres Schlaf-Wach-Rhythmus beteiligt. Insbesondere für Menschen ab 55 kann die Einnahme hilfreich sein: Der abendliche Melatonin-Spiegel sinkt häufig altersbedingt. 

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

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Von wegen „goldener Herbst“: Wenn draußen die Blätter fallen, schwindet bei vielen auch die gute Laune. Kälte, Dunkelheit und Dauerregen setzen nicht wenigen Menschen erheblich zu. Mit unseren Tipps bringen Sie den Herbstblues aus seinem traurigen Takt. 

Einfach ohne Jacke, Schal und Regenschirm aus dem Haus gehen? Gemütlich eine Stunde in der Sonne sitzen? Vorbei ist die schöne Zeit! Draußen pfeift ein kalter Wind, Regen füllt tiefe Pfützen. Und manchmal wird es tagelang kaum richtig hell. An manchen Tagen ist der Herbst selbst für Menschen mit sonnigem Gemüt eine echte Herausforderung. Es mangelt an Motivation, und Lustlosigkeit macht sich breit. Und diese schlechte Stimmung ist keinesfalls nur Einbildung. Die körperliche Reaktion ist längst sogar messbar: Allein schon der Lichtmangel stellt unsere innere Uhr dauerhaft einige Stunden vor in Richtung Schlafenszeit. Das Gehirn signalisiert: Es ist Nacht! Und wenn es kaum noch hell wird, fährt der Körper die Produktion des Schlafhormons Melatonin hoch – deshalb fühlt sich manch einer dauernd müde.  

Lustlosigkeit überlisten 

Nachgeben sollte man der Müdigkeit allerdings nur in Maßen. Ein Stündchen mehr Schlaf darf es schon sein. Den lieben langen Tag zu vertrödeln oder gar zu verschlafen, das wäre aber zu viel des Guten. Der erste Tipp gegen den Herbstblues lautet deshalb: Licht an! Schon helles künstliches Licht kann die innere Uhr überlisten. Eine Lichtdusche unter einer speziellen Tageslichtlampe kann die Stimmung merklich aufhellen. Noch besser ist natürliches Licht. Daher heißt der zweite Tipp: Sonne tanken!

Die letzten Sonnenstrahlen des Jahres sollte man bei jeder sich bietenden Gelegenheit einfangen – und sei es nur mit einem kleinen Spaziergang in der Mittagszeit. Denn jeder Aufenthalt im Freien bei Tageslicht fördert die Produktion von Vitamin D, das wiederum die Produktion des Glückshormons Serotonin ankurbelt. Und Bewegung in der frischen Luft senkt ohnehin ganz allgemein das Stressempfinden. Dabei kommt es nicht darauf an, ob man sportlich unterwegs ist oder nur eine kurze Runde durch den Stadtpark dreht. Wer jetzt bei einem Waldspaziergang tief einatmet, wird sogar mit einem besonderen Duftcocktail belohnt: In der nasskalten Luft nach einem Regenguss riechen die letzten verbliebenen Blätter besonders schön. 

Die Anpassungsfähigkeit trainieren

Auch die Abwehrkräfte können am Ende der Sommerzeit einen Kick vertragen. Nasskaltes Wetter und sinkende Temperaturen sind eine echte Herausforderung für die Anpassungsfähigkeit des Körpers. Denn dann fährt der Stoffwechsel herunter, die Durchblutung verlangsamt sich. Schmerzhafte Muskelverspannungen können die Folge sein, was wiederum die Beschwerden bei Rheuma und Arthrose verstärken kann. Ganz generell steigt das Risiko für Infektionen. 

Auch hier lautet der Tipp: Frischluft schnuppern, so oft es geht. Das trainiert unsere Anpassungsfähigkeit. Wer den Körper kräftigen möchte, findet auch ein großes Angebot im Kräutergarten der Natur – das Team in Ihrer Apotheke berät Sie gern zu Präparaten, die die Abwehr unterstützen. Auch gegen leichtere seelische Verstimmungen kann man Ihnen dort pflanzliche Arzneimittel empfehlen, beispielsweise Präparate mit Johanniskraut. In ausreichend hoher Dosierung können Johanniskraut-Arzneimittel Ausgeglichenheit und Belastbarkeit steigern sowie die Schlafqualität verbessern.

Wenn das Tief bleibt

In keinem Fall sollte das Stimmungstief aber ein Dauerzustand werden. Wer Missmut und Melancholie über Tage und Wochen beim besten Willen nicht vertreiben kann, der sollte seine Ärztin bzw. seinen Arzt aufsuchen. Denn auch eine echte Depression kann im Herbst beginnen. Die Symptome sind anfangs oft ähnlich, Appetitlosigkeit und Schlafstörungen gelten als Alarmsignale. 

Quelle: www.ratgebergesund.de

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Schöner Haarschimmer ohne Chemie? Das geht – mit Farben aus Pflanzen!

Für jeden Schopf ist ein Kraut gewachsen. Pflanzen, die von Natur aus Färbeeigenschaften haben, eignen sich hervorragend, um das Beste aus Ihrem Haarton herauszuholen. Ganz ohne Chemie, nur mit purer Pflanzenkraft bringen Sie Strähne für Strähne zum Leuchten, ohne dabei die Struktur zu schädigen. Denn anders als die künstlichen Colorationen dringen die natürlichen Inhaltsstoffe nicht in die Schuppenschicht ein, sondern legen sich nur von außen ums Haar herum. Sie funktionieren wie eine sanfte Tönung und sind dabei schonend zur Kopfhaut. Obendrein tun sie der Umwelt etwas Gutes, weil sie das Abwasser nicht mit Wasserstoffperoxyd oder anderen bedenklichen Substanzen verschmutzen. Nachteil: Aufhellen und die totale Typveränderung mit einem Wandel von Braun zu Blond – das geht nicht. Etwas Geduld brauchen Sie auch, Sie werden aber mit einem Farbergebnis belohnt, das natürlicher nicht sein kann. 

Sommerblond

Mit Kamille wird helles Haar strahlend blond. In den gelb-weißen Blütenköpfen stecken Pflanzenfarbstoffe, sogenannte Flavone, die für die sonnige Farbe verantwortlich sind. Naturblonde Köpfe erzielen dank Kamille eine Aufhell-Wirkung mit einer Portion Extrapflege. Die enthaltene Gerbsäure macht die Haare zudem seidenweich und leicht kämmbar.

So geht’s: Drei Esslöffel Kamillenblüten aus der Apotheke in eine Kanne geben und mit einem halben Liter kochendem Wasser aufgießen. Deckel drauf, 30 Minuten ziehen lassen, danach abseihen. Den lauwarmen Kamillenblütentee in eine Sprühflasche füllen, so lässt er sich einfacher im frisch gewaschenen, noch feuchten Haar verteilen. Nicht ausspülen und an der Luft trocknen lassen – am besten draußen, wenn es warm ist. Die Sonne verstärkt die bleichende Wirkung. Eine regelmäßige Kamillen-Kur zaubert sommerblondes Haar. Tipp: Außerdem Shampoo mit Kamillenextrakt benutzen.

Schokobraun

Kaffee- und Teetrinker kennen das: Häufig benutzte Tassen haben dunkle Ränder. Diesen Effekt können sich Brünette zunutze machen, um ihre Haare eine Nuance dunkler erscheinen zu lassen – besonders jetzt im Sommer, wenn die Mähne durch zu viel Sonne einen Stich zu stumpf aussieht. Kaffee hat viele Gerbstoffe und Rostöle, die die Haarstruktur wie „Kitt“ versiegeln. So bleibt die Feuchtigkeit im Haar erhalten und die rehbraune Pracht glänzt in allen Facetten von Kakao bis Kastanie.

So geht’s: Kaffeesatz nicht wegwerfen! Verwenden Sie das feuchte Pulver lieber wie eine belebende Tönung. Ins frisch gewaschene Haar einmassieren – auch auf die Kopfhaut –, eine Weile einwirken lassen, danach ausspülen. Bei häufiger Anwendung intensiviert die ­Kaffee-Kur ihre nussbraune Haarfarbe und schenkt ihr einen schönen Schoko-Schimmer.

Kupferrot

Jeder, der gerne mit frischer Roter Bete kocht, weiß: Die Küche sieht hinterher aus wie nach einem blutigen Massaker. Wenn das Wurzelgemüse so zuverlässig Schneidebrett und Arbeitsfläche kirschrot einfärbt, macht es vor den Haaren nicht Halt. Der Pflanzenfarbstoff Betanin kann naturrotes Haar sanft nachtönen, vor allem dann, wenn zu viel Sonnenlicht der feurigen Mähne die Strahlkraft genommen hat.

So geht’s: Den Saft der Roten Bete mit feuchtem Kaffeesatz-Pulver zu einer cremigen Paste vermengen. Ein paar Tropfen Klettenwurzel-Haaröl aus der Apotheke erhöhen den Pflegefaktor. Die rot-braune Creme in den Haaren verteilen und die Kopfhaut damit einmassieren – Kosmetikhandschuhe anziehen! Nach einer großzügigen Einwirkzeit von etwa 60 Minuten – unter der Haube – gründlich ausspülen. Tipp: Etwas leichter geht’s mit Hennapulver oder Naturhaarfarben aus der Apotheke, die dem Kupferrotschopf zusätzlich Volumen verleihen.

Platinsilber

Graue Haare gibt’s nicht. Sie sehen nur so aus. Mit den Jahren verlieren Haare nach und nach ihre Pigmente. Was grau erscheint, ist in Wirklichkeit ein Mix aus weißen und noch farbigen Haaren. Salbei kann diesen Prozess zwar nicht aufhalten, aber immerhin etwas kaschieren. Ist das Haar schon fast weiß, droht bei zu viel Sonne ein fieser Gelbstich. Salbei schützt davor und kann ihn sogar vertreiben. Die Heilpflanze tönt und pflegt in einem. Die enthaltenen Gerbstoffe „dichten“ die Kopfhaut ab und hindern ein zu schnelles Nachfetten. Haare bleiben länger frisch, duften gut und behalten ihren Schwung. 
So geht’s: Eine Handvoll Salbeiblätter mit ebenso viel Schwarztee mischen, heißes Wasser aufgießen und lange ziehen lassen. Den erkalteten Sud durch ein Sieb geben und wie eine Spülung verwenden. Nach 30 Minuten erst ausspülen. Schneller geht es mit Spezial-Shampoos aus der Apotheke, die mehr Glanz im Silbergrau versprechen.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

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Die Backenzähne sind die stärksten Zähne im Gebiss und befinden sich weiter hinten im Mund. Sie haben vielfältige Funktionen im menschlichen Gebiss. Wir stellen hier mal die Backenzähne vor. 

Welche Backenzähne gibt es?

Zu den Backenzähnen zählen alle Zähne nach den Front- und Eckzähnen. Im bleibenden Gebiss gibt es im Unter- und Oberkiefer je zwei kleinere vordere Backenzähne – die Prämolaren. Dahinter sind zwei größere Backenzähne (sind Weisheitszähne angelegt drei größere Backenzähne), die Molaren genannt werden. 

Den ersten großen Backenzahn bezeichnet man als Sechsjahrmolar, da er im sechsten Lebensjahr des Kindes in die Mundhöhle durchbricht. Da er hinter den Milchzähnen durchbricht, fällt dafür kein Milchzahn aus.

Viele Menschen haben im Kiefer zu wenig Platz für die Weisheitszähne, die ca. im Alter von 17 bis 25 Jahren im Gebiss erscheinen, und lassen diese ziehen oder operativ entfernen. 

Was unterscheidet die Backenzähne von anderen Zähnen?

Die Backenzähne haben eine breite Kaufläche mit Höckern und Furchen („Fissuren“) auf der Zahnkrone. Dadurch unterscheiden sie sich optisch von den dünnen, scharfkantigen Schneidezähnen im Frontzahnbereich und den langen, spitzen Eckzähnen. 

Zudem besitzen die Backenzähne im Gegensatz zu Schneide- und Eckzähnen oft mehrere Zahnwurzeln. Die Prämolaren haben eine oder zwei Wurzeln. Hingegen verfügen die hinteren Backenzähne (Molaren) in der Regel über drei Zahnwurzeln, im Unterkiefer aber auch über zwei Wurzeln. Sie sind besonders fest im Kiefer verankert. Die Zahnwurzeln der Weisheitszähne können hinsichtlich Anzahl und Form variieren, in manchen Fällen sind sogar fünf Zahnwurzeln vorhanden. 

Funktion der Backenzähne

Durch die breite Kaufläche sowie Höcker und Furchen können die Backenzähne die aufgenommene Nahrung gut zermahlen. Vor allem die Molaren (auch Mahlzähne genannt) zerkleinern die Nahrung ganz fein. Hierfür ist die Verzahnung mit den gegenüberliegenden Zähnen im Kiefer ein entscheidender Faktor. Zahnfehlstellungen können das Mahlen erschweren. Die Backenzähne sind daher ein wichtiger Bestandteil im Verdauungsprozess. Sie können auch größere Kräfte aushalten, fangen die Last des kauenden Kiefers ab und schützen die Frontzähne vor Überlastung. 

Durch die Fissuren und die Lage weiter hinten im Mund gestaltet sich das Zähneputzen der Backenzähne schwieriger als im Frontzahnbereich. Die Kariesgefahr ist höher. Deshalb sollten Sie die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen bei Ihrem Zahnarzt wahrnehmen, damit Probleme frühzeitig erkannt und behandelt werden können. 

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Zwei Punkte und ein Strich – mehr braucht das Gehirn nicht. Gesichter können wir immer und überall erkennen, und müssen es sogar. Eine Pareidolie – wofür ist sie gut? 

Wenn uns der Cappuccino liebevoll zuzwinkert oder uns das Auto grimmig anschaut, haben wir zum Glück keine Meise, sondern ticken völlig normal. Pareidolie nennt sich dieses Phänomen, wenn wir Gesichter erkennen, wo gar keine sind. Übersetzt heißt Pareidolie so viel wie Sinnestäuschung oder Trugbild und ist eine Form der Illusion. Dahinter steckt ein ganz natürlicher Mechanismus, der sogar überlebenswichtig ist – für jeden von uns.

Gegenstände haben Gesichter

Forscher haben herausgefunden: Das Gehirn ist darauf programmiert, in fremden Formen etwas Vertrautes finden zu wollen. Dass wir uns ausgerechnet auf die Suche nach Gesichtern machen, hat evolutionäre Gründe. Für das soziale Zusammenleben ist es unerlässlich, bekannte Menschen identifizieren und von Feinden oder Angreifern unterscheiden zu können. Die einen geben uns Schutz, die anderen können eine Bedrohung darstellen. Blitzschnell die Mimik unseres Gegenübers zu interpretieren, ist also eine Fähigkeit, die uns angeboren ist und über Leben und Tod entscheiden kann. So weit, so nachvollziehbar. Aber was haben abstrakte Muster und alltägliche Gegenstände mit Gesichtszügen zu tun?

Zwei Punkte, Komma, Strich

Das liegt daran, dass in unserem Gehirn eine permanente Gesichtserkennung abläuft. Sämtliche visuellen Reize sortiert es nach Kategorien. Sobald er zwei Punkte, Komma und einen Strich registriert, geht unser Denkapparat von Augen, Nase und Mund aus. So kommt es, dass wir Gesichter in Wolkenformationen, auf Hauswänden und an Elektrogeräten sehen, wenn die Rahmenbedingungen dafür stimmen. Neurowissenschaftler, die mehr über diese besondere Form der Wahrnehmung erfahren wollten, konnten anhand von Hirnscans zeigen, dass exakt die gleiche Hirnregion aktiv wird – egal, ob wir in ein »echtes« Gesicht blicken oder nur ein vorgetäuschtes vor uns haben. Die Fusiform Face Area, zu Deutsch: das spindelförmige Gesichtsareal, befindet sich in der Großhirnrinde und ist gewissermaßen störanfällig. 

Überall Gesichter?

Übermüdung, Alkohol und der Konsum anderer Drogen können Gründe sein, warum die Gesichtserkennung außer Kontrolle gerät. Sich von Gesichtern verfolgt zu fühlen, die zudem furchteinflößend wirken, trägt die besondere Bezeichnung »Apophänie« und gilt als Warnsignal. Möglicherweise steckt ein psychisches Leiden dahinter. Im Allgemeinen vermutet man, dass bei ängstlichen und seelisch angespannten Menschen die Pareidolie besonders stark ausgeprägt ist. Manche Psychologen arbeiten gezielt mit dieser Fähigkeit und benutzen sogenannte Rorschach-Tests. Was Patienten in diesen symmetrischen Farbkleksen erkennen, soll Einblicke in die Persönlichkeit eines Menschen geben. Übrigens spielt auch die Automobilindustrie mit unserer Gabe, in Gegenständen Gesichter zu sehen, indem sie jedem Pkw ein eigenes Antlitz verleiht. Sportwagen haben in der Regel einen angriffslustigen und zähnefletschenden Ausdruck wie ein wildes Tier, während Kleinwagen eher lieblich »aus der Wäsche« schauen. Möglicherweise ist dies ein Grund, warum manche Halter eine persönliche Bindung zu ihrem fahrbaren Untersatz aufbauen. Es soll Autos geben, die haben – wegen ihres »Gesichtes« – sogar einen Kosenamen. 

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In den fächerförmigen Blättern des Ginkgobaums verbergen sich Inhaltsstoffe, die dem Oberstübchen neuen Schwung verleihen. Hochdosierte Extrakte können hilfreich bei kognitiven Beeinträchtigungen sein – und vermutlich noch mehr.

Sekundäre Pflanzenstoffe wie Terpenoide, Sitosterine, Anthocyane und das Flavonoid Quercetin zählen zu den bedeutendsten Substanzen im Ginkgoblatt und haben eine antioxidative Wirkung. Dies bedeutet: Sie wehren Angriffe durch aggressive Sauerstoffmoleküle ab und schützen die grauen Zellen vor Schädigungen. Außerdem können sie auf zweierlei Weise die Fließeigenschaften des Blutes verbessern: Zum einen weiten sie die Gefäße bis in die feinsten Verästelungen hinein, zum anderen verhindern sie ein Verkleben der Blutplättchen. Auf diese Weise optimieren die pflanzlichen Inhaltsstoffe die Durchblutung des Gehirns und beugen Gerinnseln vor. Mehrere Studien konnten eine Verbesserung von altersbedingten kognitiven Beeinträchtigungen bestätigen: Bei beginnenden mentalen Leistungsverlusten nahmen Konzentration und Merkfähigkeit zu. Zudem stieg die Lebensqualität von Menschen mit leichter und mittlerer Demenz.

Hilfe bei Tinnitus

Es gibt deutliche Hinweise, dass Ginkgo Beschwerden lindern kann, die durch mangelnde Durchblutung in einzelnen Körperregionen, insbesondere in den Beinen, entstehen. Dazu zählt beispielsweise die »Schaufensterkrankheit«, im Fachjargon periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) genannt. Nach dem gleichen Prinzip kann der Blattextrakt auch bei Tinnitus vorteilhaft sein. Wie groß das Potenzial von Ginkgo in der Behandlung der akuten und chronischen Ohrgeräusche sein kann, ist bislang unklar. Aktuell besteht eine vorsichtige medizinische Empfehlung, entsprechend gehören Maßnahmen zur Durchblutungsverbesserung oft zur Tinnitus-Standard-Behandlung, auch mit Ginkgo. Selbst wenn ein eindeutiger wissenschaftlicher Nachweis noch fehlt: Einen Versuch ist das hübsche Zweiblatt wert.

Richtig anwenden

Ginkgoextrakte finden sich in zahlreichen Produkten. Die Verbraucherzentrale betont, dass sich die Inhaltsstoffe und Dosierungen von ginkgohaltigen Nahrungsergänzungsmitteln zum Teil erheblich von denen standardisierter Arzneimittel unterscheiden. Wer auf die gesundheitsfördernde Wirkung setzt, sollte also auf das Angebot in der Apotheke vertrauen. Am erfolgversprechendsten ist eine Therapie in Absprache mit dem behandelnden Arzt, um eine optimale Auswahl und Dosierung zu erreichen. 

Fossil mit Heilwirkung

Als einer der ältesten Baumarten wächst Ginkgo biloba, auch Fächerblattbaum genannt, seit über 100 Millionen Jahren auf der Erde. In China diente er ursprünglich als spirituelle Tempelbepflanzung und als Lieferant essbarer Samen. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) nutzt Ginkgo darüber hinaus seit Jahrtausenden als Heilpflanze, unter anderem gegen Senilität. Wie andere heimische Laubbäume verliert er im Herbst seine Blätter, die anhand ihres charakteristischen fächerförmigen Aussehens leicht erkennbar sind.

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Wir möchten uns in ihr wohlfühlen und nicht verstecken, dass wir schon so einiges erlebt haben. Dass wir keine 18 mehr sind, darf man uns gern ansehen – da wir trotzdem gut aussehen!

Attraktivität ist keine Frage der Kerzenzahl auf der Geburtstagstorte, sondern der geeigneten Pflege. Dass unsere Haut altert, ist ganz natürlich. Wie schnell dieser Vorgang vonstattengeht, hängt allerdings von verschiedenen Faktoren ab: von Hautdicke und -typ, von Hormonen und Umwelteinflüssen, ebenso von eigenen Lebensgewohnheiten. Wer nicht raucht, sich ausgewogen ernährt und regelmäßig Sport treibt, bei dem läuft’s meist lange glatt. Doch irgendwann begleiten die Zeichen der Zeit jeden von uns: Mimikfältchen, erweiterte Äderchen … Widmen wir unserem größten Organ aber etwas mehr Aufmerksamkeit und versorgen es mit reichhaltigen Pflegeprodukten aus der Apotheke, belohnt es uns – mit einem tollen Look und einem guten Gefühl! 

Hauthelfer …

… AB 30 JAHRE

Schon ab Mitte 20 beginnt der Alterungsprozess der Haut. Allmählich regenerieren sich die Zellen langsamer. Ab etwa 30 nimmt die Aktivität von Talg- und Schweißdrüsen ab und oxidativer Stress begünstigt vorzeitige Faltenbildung. 
Jungbrunnen: Antioxidanzien wie Vitamin C, das Coenzym Q10 und Omega-3-Fettsäuren wirken freien Radikalen entgegen, haben hautberuhigende Effekte und regen die Bildung von Kollagen in der Haut an. Das Strukturprotein verleiht Festigkeit. Ebenfalls wichtig ist ein hochwertiger Sonnenschutz, da intensive UV-Strahlung für unsere sensible Hülle puren Stress bedeutet.

… AB 50 JAHRE

In den Wechseljahren nimmt die Speicherfähigkeit von Flüssigkeit in der Haut ab, da die Produktion feuchtigkeitsbindender Hyaluronsäure sinkt. Unsere Haut macht sich dünner, neigt vermehrt zu Fältchen. Nachlassende Lipidbildung mindert zusätzlich die Hautelastizität; der veränderte Östrogenspiegel kann zu Hautunreinheiten führen. 

Jungbrunnen: Retinol, ein Vitamin-A-Abkömmling, beschleunigt die Zellerneuerung, wirkt unreiner Haut entgegen, stimuliert die Kollagenproduktion und reduziert Hautschäden durch UV-Strahlung. Traubenkernöl hat zellmembranschützende, regenerierende und antioxidative Effekte. Zudem bremst es Entzündungen und Verhornung aus. 

… AB 60 JAHRE

Mit fortschreitendem Alter verstärkt sich der Feuchtigkeitsverlust: Die Trockenheit nimmt zu, die Spannkraft unserer Haut dagegen ab, Fältchen vertiefen sich. Zudem zeigen sich nun vermehrt rote Äderchen im Gesicht. 

Jungbrunnen: Kollagenpeptide stärken das Bindegewebe und verbessern die Feuchtigkeit der Haut. Ähnliches gilt für Hyaluron: Kurzkettige Säuren ziehen tief in die Haut ein, langkettige bilden einen entzündungshemmenden Film auf der Hülle. Auch bei Rötungsneigung hilft Hyaluron; zudem sind Vitamin B3 (Niacinamid) und die Hauterneuerung anregendes Bisabolol empfehlenswert.

… AB 70 JAHRE

Aufgrund der verstärkten Trockenheit bilden sich nun tiefere Linien und die Haut wird empfindlicher gegenüber Umwelteinflüssen. Auch die Wundheilung verlangsamt sich, sodass Hautschäden länger zur Heilung benötigen. 
Jungbrunnen: Neben Hyaluron und Kollagen sowie einem Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktorbenötigt die Haut rückfettende Substanzen wie Urea. Der Harnstoff bindet viel Feuchtigkeit in der Haut, polstert sie so optisch auf und macht sie weich und geschmeidig. 

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Viele Sonnencremes werben inzwischen damit, „korallenfreundlich“ zu sein.  Was bedeutet das – für uns und für die Meeresbewohner?

Entscheidend für eine Sonnencreme sind ihre Lichtschutzfilter, die UVA- und UVB-Strahlen zuverlässig abwehren sollen. Einige davon stehen allerdings in Verdacht, unserer Gesundheit und der Umwelt zu schaden, insbesondere den ohnehin bedrohten Korallenriffen. Dabei geht es speziell um die chemischen Lichtschutzfilter Octinoxat, Oxybenzon und Octocrylen. Man vermutet, dass sie bei Menschen hormonaktiv wirken und bei Meeresbewohnern, etwa Korallen, das Erbgut verändern und ihr Wachstum behindern. 

Gefahr für die bunten Riffe

Korallen sind winzigste Organismen, die in ihrem Stoffwechsel Kalk bilden und daraus diese faszinierenden, bunt schillernden Riffe bauen. Diese gehören zu den ältesten Ökosystemen der Welt und bieten Lebensraum für etwa ein Viertel aller Meerestiere. Rund drei Viertel der Korallenriffe sind jedoch bedroht, verlieren ihre Farbe, sterben ab und zurück bleibt ein totes Kalkgerüst. Experten sprechen von der sogenannten Korallenbleiche. Als verantwortlich gelten neben Klimaerwärmung und Meeresverschmutzung auch Chemikalien, zum Beispiel erbgutverändernde UV-Filter.

14.000 Tonnen Sonnencreme im Meer

Sonnenschutzprodukte, selbst die wasserfesten, lösen sich beim Baden von der Haut. So gelangen schätzungsweise pro Jahr weltweit 14.000 Tonnen Sonnencreme in die Meere und können die Riffe schädigen. Besonders betroffen sind die großen Korallengebiete im Pazifik und in der Karibik. Doch auch an der Ostsee wurden die UV-Filter Octinoxat und Oxybenzon bereits im strandnahen Wasser gefunden. Auf Hawaii sind daher seit 2021 beide Substanzen in Sonnencremes verboten. Produkte, die darauf verzichten, tragen das Siegel mit der Aufschrift „Gemäß dem Hawaii-Riff-Gesetz“. Der dritte verdächtige UV-Filter, Octocrylen, lässt sich ebenfalls im Wasser, in Korallen, Fischen und sogar bei Menschen nachweisen. So zeigt eine Studie der Ruhr-Universität Bochum, dass nach der Verwendung von octocrylenhaltiger Sonnencreme im Urin der Proband*innen noch Spuren des Filters erkennbar sind. Produkte ohne Octocrylen werden als „korallenfreundlich“ ausgewiesen.

Ein Blick auf die INCI-Liste

Die Auswirkungen dieser UV-Filter sind bislang noch nicht eindeutig wissenschaftlich belegt und werden weiter erforscht. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte Produkte mit diesen UV-Filtern meiden und kann einen Blick auf die Inhaltsstoff-Tabelle, die INCI-Liste, werfen. Sie führt sämtliche Substanzen auf, allerdings unter ihren englischen oder lateinischen Bezeichnungen. Diese sind im Kleingedruckten nicht immer leicht ausfindig zu machen. Im Zweifelsfall fragen Sie in Ihrer Apotheke. 

Mineralisch statt chemisch

Eine Alternative zu chemischen UV-Filtern sind die mineralischen Sonnencremes auf der Basis von Titanoxid oder Titandioxid. Sie legen sich wie kleine Spiegel auf die Haut und reflektieren das Sonnenlicht. Allerdings bilden sie zunächst einen weißlichen Film und kleben ein wenig. Da viele Sonnenanbeter*innen das als unangenehm empfinden, werden mineralische Filter oft in kleinster Form, als Nanopartikel, verwendet und ziehen dann besser ein. Solch winzige Teilchen gelangen aber auch leichter über die Haut in den Organismus und man befürchtet, dass sie krebserregend wirken. 

Wer sich also für gesundheitlich unbedenklichen Sonnenschutz mit Umwelt-Plus entscheiden möchte, sollte auf den Zusatz „korallenfreundlich“ und das Riff-Siegel achten oder kann eine mineralische Sonnencreme ohne Nanopartikel wählen. Natürlich spielen dabei auch Ihr Hauttyp und der Verwendungszweck eine Rolle – das Team in Ihrer Apotheke berät Sie gerne und kompetent! 

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Antibiotika werden bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts zur Therapie diverser bakterieller Erkrankungen eingesetzt. Auch in der Zahnarztpraxis kann eine Antibiotikatherapie bei bakteriellen Entzündungen erforderlich sein. Der Antibiotikaeinsatz sollte allerdings mit Augenmaß erfolgen, da mit der Einnahme auch Risiken verbunden sein können. Nach einer ausführlichen Untersuchung entscheidet Ihr Zahnarzt, ob die Einnahme eines Antibiotikums erforderlich ist. 

Was ist ein Antibiotikum?

Ein Antibiotikum hilft zur Behandlung von bakteriell bedingten Infektionen, es hat keine Wirkung gegen Viren oder Pilze. Das Mittel tötet Bakterien ab oder hemmt die Vermehrung der bakteriellen Erreger. Dadurch konnten bereits viele Menschenleben gerettet werden. Es können sich allerdings Antibiotikaresistenzen bilden. Dann sprechen Bakterienstämme auf eine Antibiotikabehandlung nicht mehr an. Daher sollte die Verschreibung eines Antibiotikums möglichst restriktiv erfolgen. Außerdem sollte das Antibiotikum nicht länger als nötig eingenommen werden. 

Wofür werden Antibiotika in der Zahnarztpraxis eingesetzt?

In den meisten Fällen handelt es sich um eine Zahninfektion, die oralchirurgisch behandelt wird. Eine Antibiotikatherapie kann zum Beispiel angezeigt sein bei Kieferhöhlenentzündung, schwerwiegender Zahnfleischentzündung, akuter Wurzelentzündung, bakteriellen Infektionen im Mundraum, eitriger Speicheldrüsenentzündung und Zahnabszessen. 

Bei einer Wurzelkanalbehandlung ist ein Antibiotikum in zwei Situationen notwendig. Zum einen bei bestimmten Vorerkrankungen des Patienten und zum anderen, wenn die Bakterien drohen, sich stark auszubreiten. Hingegen sind Zahnschmerzen keine Indikation für die Gabe eines Antibiotikums. 

Zur Behandlung einer Parodontitis werden Antibiotika besonders gezielt eingesetzt. Beim Keimtest werden Proben aus Zahnfleischtaschen entnommen und im Labor analysiert. Der Keimtest zeigt, welche Bakterien in welcher Anzahl vorliegen. Somit kann eine gezielte Therapie mit minimalem Einsatz von Antibiotika erfolgen.

Prophylaktisch kann ein Antibiotikum vor zahnchirurgischen Maßnahmen gegeben werden, um eine Infektion zu vermeiden. Dies ist zum Beispiel beim Setzen von Implantaten und bei der Zahnentfernung ratsam. Eine Antibiotika-Prophylaxe ist vor allem bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem, Erkrankungen des Herzens oder der Herzklappen erforderlich. 

Wie ist bei der Antibiotikagabe zu beachten?

Vor dem Einsatz des Antibiotikums erfolgt eine umfassende Anamnese durch den Zahnarzt. Allergien, Vorerkrankungen etc. werden dabei abgefragt. Ebenso müssen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten beachtet werden. Ihr Zahnarzt kann abwägen, ob ein Antibiotikum angezeigt ist und gegebenenfalls die Wahl des individuell passenden Antibiotikums treffen. In manchen Fällen ist die Gabe unumgänglich. 

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Auf Prophylaxe wird heutzutage in der Zahnarztpraxis ein hoher Stellenwert gelegt. Der Erhalt der natürlichen Zähne hat oberste Priorität, eine Zahnentfernung sollte immer die letzte Alternative sein. Mitunter kommt es aber vor, dass ein Zahn nicht mehr zu retten ist und gezogen werden muss. Es liegt dann eine medizinische Notwendigkeit für die Zahnentfernung, der Fachausdruck lautet Zahnextraktion, vor. Die Entscheidung wird immer im Einzelfall getroffen, Ihr Zahnarzt wird Sie gegebenenfalls über mögliche Alternativen informieren. 

Karies oder Parodontitis als Ursache

Ein häufiger Grund für eine Zahnentfernung ist eine Zerstörung der Zahnhartsubstanz durch eine unbehandelte Karies. Deshalb sollte Karies möglichst frühzeitig erkannt werden, um die Ausbreitung zu stoppen. Mitunter kann es zu einer Entzündung im Wurzelspitzenbereich kommen, die nicht mehr durch eine Wurzelkanalbehandlung oder Wurzelspitzenresektion geheilt werden kann. 

Ebenfalls ist eine fortgeschrittene Erkrankung des Zahnhalteapparats (Parodontitis) eine mögliche Ursache für eine Zahnentfernung. Es kommt dann zu einer Zahnlockerung. Ein Zahn kann auch durch einen Unfall sehr geschädigt sein oder im Bereich der Zahnkrone oder -wurzel gebrochen sein.  

Fehlstellung oder Platzmangel

Manchmal liegen kieferorthopädische Gründe wie eine Fehlstellung der Zähne vor, so dass Zähne, wie zum Beispiel kleinere Seitenzähne, entfernt werden müssen. Auch aus Platzmangel kann eine Zahnentfernung (z. B. der Weisheitszähne) nötig sein, ebenfalls bei einer prothetischen Behandlung. 

Vorbeugende Entfernung

Eine Zahnentfernung kann auch wegen einer Chemotherapie oder eines geschwächten Immunsystems bei bösartigen Erkrankungen oder Tumoren angezeigt sein. Der Zahn kann dann nicht anders behandelt werden. Kleine chronische Infektionen am Zahn könnten sonst einen akuten und bedrohlichen Verlauf nehmen. 

Fällt ein Milchzahn nicht von allein heraus und hindert einen neuen Zahn am Wachstum, kann eine Zahnentfernung empfehlenswert sein.

Manche Patienten möchten auch keine alternative Behandlung durchführen lassen und bevorzugen die Zahnentfernung. Oder sie können die Kosten für eine alternative Behandlung nicht bezahlen.

Unterschied zur operativen Zahnentfernung

Der Zahn wird bei einer Zahnextraktion ohne weitere operative Maßnahmen entfernt. Er wird zunächst mit speziellen Instrumenten gelockert und anschließend aus dem Zahnfach herausgelöst. Eine operative Zahnentfernung wird hingegen nur bei komplizierten Fällen, wie z. B. der Entfernung von Weisheitszähnen oder verlagerten Zähne durchgeführt. 

Die Kosten der Zahnextraktion übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung. 

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Via Smartphone den Krankheitsverlauf überwachen, ­Beschwerden lindern, die Genesung fördern … Möglich machen es digitale Gesundheitsanwendungen. Und die gibt’s auf Rezept!

Sie erleichtern uns den Einkauf, unterstützen die Urlaubsplanung, hel­­fen beim Sparen, Abnehmen, Fitbleiben … Längst haben Apps Einzug in unseren Alltag gehalten, für alle Lebens­la­gen gibt’s passgenaue Angebote. Aus­schließ­­­lich medizinischen Zwecken dienen sogenannte digitale Gesundheitsan­wen­dun­­gen, kurz DiGA. Die meisten gibt es als mobile App für Smartphone und Tablet, manche können auch über den Internetbrowser genutzt werden. Im Gegensatz zu klassischen Fitness- und Gesundheits-Apps handelt es sich bei digitalen Gesundheitsanwendungen um Medizinprodukte, die von Ärzten und Psychotherapeuten verschrieben werden. Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) übernimmt dann die Kosten.

Gründlich gecheckt 

Damit eine digitale Anwendung als »App auf Rezept« verordnet werden kann, muss sie allerlei Voraussetzungen erfüllen: Unter anderem muss sie als Medizinprodukt zertifiziert sein und eine medizinische Indika­tion haben, sprich der Diagnose oder Behandlung einer Erkrankung dienen. Zudem muss sie nachweislich nützlich sein, indem sie beispielsweise die Krankheitsdauer verkürzt, den Gesundheitszustand oder die Lebensqualität verbessert. Ob eine App alle Kriterien erfüllt und erstattungsfähig ist, prüft das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). 

Vielfältige Unterstützung   

Bei unterschiedlichen Krankheiten können DiGA motivieren, erinnern, unterstützen oder Beschwerden lindern. Mittlerweile gibt es unter anderem webbasierte Programme für Menschen mit Angst- und Panikstö­rungen, Apps für die Tinnitus-Therapie, das Diabetes-Management und die Schlaganfall-­Nachsorge. Auch Patienten, die von Schlafstörungen oder Kreuzweh geplagt werden, kann der Arzt die passende Anwendung verordnen. Manche Apps sind so konzipiert, dass sie mit weiteren Geräten, etwa dem Blutdruckmessgerät, verbunden werden. Bislang am häufigsten verschrieben wurden Apps gegen Rückenschmerzen und Tinnitus, hat der kürzlich veröffentlichte DiGA-Report der Techniker Krankenkasse (TK) und der Universität Bielefeld gezeigt. Frauen nutzen die digitalen Medizinproduk­te häufiger als Männer, das Durchschnittsal­ter der Anwender liegt bei knapp 46 Jahren. 

Zukunftsmusik   

Noch spielen die schlauen Helfer in der Arztpraxis eine eher untergeordnete Rolle. Laut DiGA-Report haben bisher lediglich vier Prozent der Mediziner entsprechende Rezepte ausgestellt. Dass in den nächsten Jahren weitere digitale Gesundheitsanwendungen zertifiziert und verordnet werden, ist anzunehmen. Schließlich können sie so manchem Patienten helfen. Was sie jedoch nicht können: Den Arztbesuch, verordnete Medikamente oder andere Behandlungen ersetzen.

Welche Apps auf Rezept verordnet werden können, zeigt ein Blick ins DiGA-Verzeichnis. ­Interessierte finden es hier: diga.bfarm.de

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Die Sonne lacht vom Himmel, das Thermometer knackt lässig die 25-Grad-Marke –  der Sommer ist da! Welches Essen uns jetzt besonders gut schmeckt und auch dem Körper guttut. 

Aufläufe und Co. gehen jetzt in die Sommerpause: Ist die schönste Jahreszeit gekommen, bleibt die Küche öfter kalt. Denn die Wohnung bei hohen Temperaturen noch zusätzlich durch langes Kochen oder Backen aufzuheizen, muss nicht sein. Aber braucht unser Organismus denn kein warmes Essen? Die Antwort: Nein, auch durch kalte Gerichte lassen sich die benötigten Nährstoffe wunderbar zuführen. Allerdings werden manche Lebensmittel im Rohzustand nicht so gut vertragen. Wer etwa von ungegarten Paprikaschoten Verdauungsbeschwerden bekommt, gibt sie einfach kurz in Topf oder Pfanne. Abgekühlt dann zum Beispiel im Salat verzehren. 

Frisch & fruchtig

Apropos Salat: Er gehört zu den Top-Speisen bei Hitze. Denn er schmeckt nicht nur köstlich, sondern punktet gleichzeitig mit vielen Vitaminen, Mineralstoffen und Pflanzenfasern. Toppings wie Thunfisch, Eier, (Ziegen-) Käse oder auch Nudeln und Kartoffeln sorgen dafür, dass die Salatschüssel gut sättigt. Manche schwören auch auf fruchtige Zutaten wie Mango, Erdbeeren und Granatapfel: Sie bringen eine exotische Note ins Rezept. Zudem versorgen uns viele Obstsorten – natürlich auch pur – mit einer Extraportion Feuchtigkeit. Allen voran die Wassermelone mit einem Flüssigkeitsanteil von über 90 Prozent. Lust auf ein gesundes Eis? Dazu die Melone in pizzaförmige Stücke schneiden, ein Holzstäbchen ins Ende mit der Schale stecken und eine halbe Stunde tiefgefrieren. Mmh …!

Salat & Suppe satt

Gurken und Tomaten gehören ebenfalls zu den Stars des sommerlichen Speiseplans: Ihre Inhaltsstoffe erfrischen und kühlen von innen. Wie wär’s zum Beispiel mit einer kalten Suppe? Neben dem Klassiker Gazpacho lassen sich noch viele weitere raffinierte Varianten kreieren. Etwa mit Joghurt, der sich auch perfekt für einen belebenden Drink eignet. Ob als salzige Variante, wie der türkische Ayran, oder fruchtig-süß mit Mango, wie ein indisches Lassi: So lassen wir uns den Sommer auf der Zunge zergehen! 

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Sonnenstich oder Hitzschlag? Wenn die Sommersonne zu Kopf gestiegen ist, sollten Sie diese Unterschiede kennen.

Sonnenstich 

Sonne satt den ganzen Tag. Damit steigt das Risiko für einen Sonnenstich – vor allem, wenn Kopf und Nacken ungeschützt sind. 

Was passiert?

Infrarotstrahlen des UV-Lichts reizen die Hirnhäute. Es entsteht eine Entzündung, die zu Kopfschmerzen führt und schlimmstenfalls zu einer Hirnschwellung. 

Wer ist gefährdet?

Alle, die zu lange ungeschützt in der Sonne bleiben, besonders jedoch Säuglinge, Kleinkinder und ältere Menschen. Bei ihnen ist der Haarwuchs noch oder nicht mehr so dicht und der Kopf weniger abgeschirmt.

Symptome?

Roter Kopf, Kopfweh, Schwäche, Schwindel, Fieber und Übelkeit. Typisch für einen schweren Sonnenstich: steifer Nacken, Verwirrtheit und Krampfanfälle. 

Was ist zu tun?

Sofort raus aus der Sonne, Kopf und Nacken mit feuchten Tüchern oder Coolpacks kühlen. Coolpacks erst in ein Tuch einschlagen! Viel kühles, aber kein eiskaltes Wasser trinken. Bei Bedarf eine Schmerztablette mit Wirkstoffen wie Ibuprofen oder Paracetamol nehmen. Da ein Sonnenstich meist mit Sonnenbrand einhergeht, empfehlen sich kühlende, beruhigende After-Sun-Lotionen aus der Apotheke, etwa mit Thermalwasser, Dexpanthenol oder Hyaluron. Ruhen Sie sich aus. Bei schweren oder andauernden Symptomen den Arzt verständigen.

So beugen Sie vor!

Sonne in Maßen genießen, Mittagssonne meiden und unbedingt Hut, Tuch oder Cap tragen. Bei lichtem Scheitel, Geheimratsecken und Glatze diese Partien sicherheitshalber auch eincremen. Dafür eignen sich Sonnensprays aus der Apotheke. 

Hitzschlag  

30 Grad und mehr, die Luft steht, nachts kühlt es kaum ab – solche Wetterlagen begünstigen einen Hitzschlag. Ein Notfall! Immer sofort den Arzt rufen. 

Was passiert?

Die körpereigene Klimaanlage ist überfordert und die Wärme kann nicht mehr durch Schwitzen ausgeleitet werden. Durch den Wärmestau steigt die Körpertemperatur oft auf 40 Grad und höher.

Wer ist gefährdet?

Grundsätzlich jeder, der sich zu lange der Hitze aussetzt. Körperliche Anstrengung und Flüssigkeitsmangel erhöhen das Risiko. Ältere Menschen sind besonders anfällig, da der Kreislauf meist labiler ist, das Durstgefühl nachlässt und viele zu wenig trinken.

Symptome?

Heiße und trockene Haut, erhöhter Puls, niedriger Blutdruck, schnelle Atmung, Schwindel und Benommenheit. Möglich sind auch Übelkeit, Erbrechen und Bewusstlosigkeit.

Was ist zu tun?

Sofort in den Schatten, Beine hochlagern. Körper mit feuchten Tüchern kühlen. Den Notarzt verständigen und bis zum Eintreffen dem Betroffenen, wenn er bei Bewusstsein ist, vorsichtig zu trinken geben.

So beugen Sie vor!

Im Schatten oder in kühlen Räumen bleiben. Mittagshitze zwischen 11 und 15 Uhr meiden, körperliche Anstrengung auch. Ausreichend viel trinken, bis zu drei Liter über den Tag verteilt.

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Ob Natur pur oder farbenfroh lackiert – schöne Nägel sind einfach tolle Hingucker! Allerdings brauchen sie auch Schutz und Pflege. Mit pfiffigen Tipps und cleveren Helfern aus der Apotheke ist das kein Problem.

Feilen statt schneiden

Eine Feile ist das sicherste und schonendste Handwerkszeug, um Nägel zu kürzen und in Form zu bringen. Mit Schere und Knipser geht’s zwar schneller, aber durch den Druck splittern die Nägel häufig oder reißen ein. Immer von außen zur Nagelmitte feilen, zum Schluss die Ecken leicht abrunden. Glasfeilen arbeiten besonders sanft und versiegeln die sensible Nagelkante optimal. Sie eignen sich daher für weiche und brüchige Nägel. Ihre Apotheke hält eine Auswahl an Glas-, Sandblatt- und Metallfeilen bereit, und das Team berät Sie gerne.

Ab in die Wanne

Ein Handbad in lauwarmem Wasser mit ein paar Tropfen Olivenöl tut auch den Nägeln gut. Es reinigt sanft, das Öl regeneriert und spendet Feuchtigkeit. Hände rund zehn Minuten eintauchen, trockentupfen, dann eine Hand- und Nagelcreme einmassieren oder das Bad als Auftakt zur Maniküre nutzen. 

Nagelhaut schonen

Das zarte Häutchen schützt das Nagelbett, ist jedoch superempfindlich. Überstehende Nagelhaut daher nicht abknibbeln oder abschneiden. Immer erst eincremen oder Pflegeöl einmassieren, anschließend mit einem Watte- oder Rosenholzstäbchen sanft zurückschieben.

Verwöhnen mit Ölen

Händewaschen und -desinfizieren, Haus- und Gartenarbeit setzen auch den Nägeln zu. Sie werden oft stumpf, spröde, rissig und freuen sich über eine Extraportion Pflege mit Nagelöl. Es verleiht neuen Glanz, mehr Elastizität und hilft ganz nebenbei auch bei Verfärbungen. Ob mit Jojoba-, Traubenkern- oder Nachtkerzenöl – in Ihrer Apotheke erhalten Sie hochwertige Produkte. Am besten über Nacht einwirken lassen!

Schutz von außen

Härtende Lacke aus der Apotheke können strapazierte Nägel stärken und schützen. Sie enthalten Aufbausubstanzen wie Calcium, Keratin und/oder Kieselsäure und werden eine Zeit lang täglich angewendet. 

Glänzendes Finish 

Natur pur oder Lust auf Lack? Wer es natürlich mag, bringt die Nägel mit einem Polierkissen auf Hochglanz. Wer ein bisschen dicker auftragen möchte, kann Trendfarben wie Pink oder »Very Peri« (helles Violett) ausprobieren, den angesagten Nude-Look in Zartrosé oder die French-Maniküre mit verschiedenfarbigen Nagelspitzen. Wichtig: Erst Unterlack auftragen, dann den Farblack – das schont den Nagel!

Lack ab, aber sanft

Irgendwann muss der Lack ab und ohne Lösungsmittel funktioniert‘s leider nicht. Anstelle von Aceton, das Haut und Nagel austrocknet, werden jetzt oft sanftere Mittel eingesetzt: Essig-Verbindungen oder Zitrusöle, kombiniert mit Bio-Alkohol. Aber auch die sollten nur gezielt eingesetzt werden: Wattepad mit Entferner tränken, auf den Nagel drücken, damit sich der Lack löst, dann mit dem Pad vom Nagelbett zur Nagelspitze streichen. Häufiges Hin- und Herwischen vermeiden. Anschließend macht ein wenig Pflegeöl die Nägel wieder happy!

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – https://leserservice.sud-verlag.de

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Sonnige Tage, laue Abende verbringen wir am liebsten draußen im Freien. Wir lieben den Sommer – wären da nicht diese winzigen, piksenden und stechenden Plagegeister. Wie schützen wir uns vor Mücken, Zecken & Co.

Ob abends auf der Terrasse oder nachts im Bett – dieses Geräusch kann uns glatt in den Wahnsinn treiben. Mücken surren mit einer Frequenz von 600 Hertz. Ein hoher Ton, der an den Nerven sägt und uns in Alarmbe­reitschaft versetzt. Zu Recht! Denn mit dem Summen setzen die penetranten Plagegeister zur Landung an – auf unserem Körper, um ihren spitzen Rüssel in unsere feinen Blutgefäße zu bohren. Mit diesem Stich inji­ziert uns die Mücke einen Proteinmix, der zum einen die Einstichstelle leicht be­täubt und zum anderen die Blutgerinnung verhindert. So kann der Mini-Vampir ungehindert Blut saugen. Ist die Mücke satt, dackelt sie ab und lässt uns mit unserer Immunantwort zurück. Auf das Gift der Mücke reagiert der Körper nämlich mit einer Ausschüttung an Botenstoffen. Sogenannte His­ta­mine bewirken die unverkennbare rote Quaddel, die fürchterlich juckt und obendrein schmerzen kann. Ein Mückenstich – was verhindert ihn und wie können wir ihn lindern?

Was schützt vor Stechbiestern?

Moskitonetze am Schlafzimmerfenster und Citronella-Geranien rings um die Sitzgruppe im Garten haben schon viele ungebetene Brummer ferngehalten, reichen aber manch­mal nicht aus. Dann müssen härtere Geschütze her. Als Repellents bezeichnet man sogenannte Vergrämungsmittel, die beispielsweise den un­aussprechlichen, aber hochwirksamen Anti-­Mücken-Wirkstoff Diethyltoluamid (DEET) enthalten. DEET legt sich wie ein Duftmantel um die Haut, der auf die lästigen Blutsauger derart abstoßend wirkt, dass sie schleunigst das Weite suchen. Alternativ bieten manche Hersteller natürliche Varianten an, die mit dem pflanz­lichen Wirkstoff aus dem Zitronen-Eukalyptus einen vergleichbaren lang anhaltenden Schutz vor Stechbiestern bieten – nicht nur vor Mücken, auch vor Zecken. 

Was stillt den Stich?

Hat es die Mücke doch geschafft, lindern Antihistaminika in Form von Salben und Gelen den quälenden Juckreiz und die Quaddelbildung. Schnelle Hilfe – auch für unterwegs – versprechen spezielle Roll-ons, die mit Ethanol, Aloe vera und Panthenol die Einstichstelle beruhigen und zusätzlich angenehm kühlen. Bei allergischer Reaktion oder einer Entzündung gibt es in Ihrer Apotheke cortisonhaltige Topika, die entzündungshemmend wirken und gleichzeitig pflegende Eigenschaften haben.

Übrigens

Wer glaubt, nur Mücken seien die Angreifer der Nacht, der irrt. Zecken sind in der Abenddämmerung besonders aktiv und lauern auf Grashalmen und Büschen. Die meisten DEET-Sprays gegen Mücken schrecken auch die Zecken ab. Bei längeren Aufenthalten im Freien lieber öfter nachlegen und danach den Körper absuchen. Fündig geworden? Dann das Spinnentier mit einer Zeckenzange oder -karte vollständig aus der Haut entfernen und die Stichstelle mit einem Wunddesinfektionsmittel behandeln. Eine leichte Rötung ist vorerst normal. Breitet sie sich aus, gehen Sie sofort zum Arzt! Zecken können schwere Krankheiten übertragen, zum Beispiel eine Hirnhaut- oder Rückenmarkentzündung, die im Fachjargon Frühsommer-Meningoenzephalitis heißt. Vor allem in Risikogebieten ist die FSME-Impfung ratsam.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – https://leserservice.sud-verlag.de

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Die meisten Seniorinnen und Senioren leben in den eigenen vier Wänden und wollen dort auch bleiben. Schön, dass es zahlreiche nützliche Helfer gibt, die im Alter für häusliche Unabhängigkeit und Sicherheit sorgen. 

Der Segen des hohen Alters hat seinen Preis: Irgendwann, manchmal schon mit 70 Jahren, häufig aber auch erst weit jenseits des 80. Geburtstags, lässt die körperliche Fitness allmählich nach. Mehr und mehr werden dann vor allem die alltäglichen Wege zum Problem: der Gang zum Briefkasten, in den Keller oder zum Supermarkt, der Besuch bei Nachbarn und der Ausflug mit der Familie. Vor allem das Treppensteigen bereitet älteren Menschen oft Schwierigkeiten, und viele schaffen es irgendwann gar nicht mehr, die Stufen zu erklimmen.  

Doch trotz fehlender körperlicher Vitalität, trotz Gelenkschmerzen und trotz nachlassender Sehkraft möchten Seniorinnen und Senioren verständlicherweise dort alt werden, wo sie sich besonders wohlfühlen und sich auskennen: in ihrer eigenen Wohnung. 

Vorsicht, Sturzgefahr   

Zum Glück gibt es Hilfsmittel, die für mehr Sicherheit sorgen. Dazu zählen beispielsweise Haltegriffe und rutschsichere Matten im Bad. Gerade hier ist die Sturzgefahr groß, schon allein durch die oft feuchten, glatten Böden. Wer im Bad ausrutscht und fällt, kann sich schmerzhafte Prellungen, Platzwunden und Knochenbrüche zuziehen. 

Weil viele ältere Menschen nicht mehr so beweglich sind, kann vor allem das Einsteigen in die Badewanne zu einem akrobatischen Akt werden. Sicheres Gleiten in die Wanne ermöglicht dann ein Badewannenlifter. Und: Eine gute Alternative zur Badewanne ist eine Dusche mit geringer Einstiegshöhe, die sich häufig auch nachträglich ins Bad einbauen lässt. 

Mehr Komfort und Unabhängigkeit  

Ein paar Umbaumaßnahmen können auch in der Küche für mehr Wohnkomfort, Sicherheit und Lebensqualität sorgen: Eine wesentliche Erleichterung ist es für Senioren, wenn sie möglichst alle Tätigkeiten im Sitzen erledigen können. Dazu könnte zum Beispiel ein Teil der Arbeitsplatte tiefer angebracht und der Platz darunter frei gelassen werden. Um beschwerliches Bücken zu vermeiden, sollten Kühlschrank, Backofen und Mikrowelle möglichst in Greif- und Blickhöhe eingebaut sein. 

Menschen, die nur noch wenig Kraft in den Armen haben oder auf einen Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind können von Innentüren profitieren, die sich automatisch öffnen. Ist der persönliche Tür-Assistent erst eingebaut, reagiert die Tür entweder auf leichten Druck oder lässt sich durch Taster oder Sender nahezu berührungsfrei öffnen und schließt automatisch. 

Mobil dank Treppenlift 

Wenn Laufen und Treppensteigen immer beschwerlicher und schließlich vielleicht sogar unmöglich wird, sind Treppenlifte nützliche und komfortable Helfer. Sie überwinden mühelos Barrieren im eigenen Häuschen, können aber, die Erlaubnis des Vermieters vorausgesetzt, auch in Treppenhäusern von Mietwohnungen oder Mehrfamilienhäusern angebracht werden. 

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten von Treppenliften: Sitzlifte, die mit einem „Sessel“ ausgestattet sind, und Plattformlifte, die auch Rollstuhlfahrer von einer Etage in die andere befördern können. Moderne Lifte haben selbst mit kurvenreichen oder steilen Treppen kaum Probleme und auch der Einbau ist weit weniger aufwändig, als viele vermuten. 

Wichtig zu wissen: Die Pflegekasse kann für Pflegebedürftige der Pflegegrade ein bis fünf auf Antrag bis zu 4.000 Euro als Zuschuss für sogenannte wohnumfeldverbessernde Maßnahmen zahlen. Diese Maßnahmen sollten die häusliche Pflege in der Wohnung ermöglichen, erheblich erleichtern oder eine möglichst selbstständige Lebensführung der pflegebedürftigen Person wiederherstellen.

Augen auf im Alltag 

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Rote Flecken, Bläschen, Juckreiz: Viele Menschen reagieren empfindlich auf Sonnenstrahlen. Doch mit dem passenden Schutz können die meisten Sommer und Sonne trotzdem genießen.

Sonnenallergie, Sonnenekzem, Mallorca-Akne, Lichtausschlag: Hautveränderungen durch Sonnenschein haben viele Namen. Die meisten Menschen, die die UV-Strahlen der Sonne nicht gut vertragen, leiden unter der polymorphen Lichtdermatose. Typischerweise reagiert ihre Haut Stunden bis Tage nach dem Sonnenbad mit juckenden Rötungen, Knötchen und Bläschen. Das ist lästig, doch meist verschwinden die Symptome bei konsequentem Sonnenschutz rasch von selbst.


Es brennt, juckt, schmerzt


Ebenfalls durch das Sonnenlicht ausgelöst werden die Mallorca-Akne sowie phototoxische Hautreaktionen. Bei Mallorca-Akne kommt es zu juckenden Pickelchen an besonnten Hautstellen mit vielen Talgdrüsenfollikeln – meist sind Rücken, Dekolleté, Schultern und Oberarme betroffen. Wer Medikamente einnimmt und an unbedeckten Hautstellen schneller als sonst eine brennende Rötung bekommt, der sollte an eine phototoxische Reaktion denken. Beispielsweise harntreibende Medikamente, bestimmte Antibiotika und Herzmittel können solche Beschwerden auslösen, weil sie die Haut lichtempfindlicher machen.

Wenn die Haut auf Sonnenlicht empfindlich reagiert, ist es sinnvoll, die Ursache ärztlich abklären zu lassen. Um die juckenden Hautausschläge zu behandeln, wird der Arzt eventuell eine Kortisonsalbe verordnen. In der Apotheke gibt es milde Hydrokortison-Präparate rezeptfrei, die für die erste Hilfe in die Reiseapotheke gehören. Später sollten Sie mit Ihrem Hautproblem einen Dermatologen aufsuchen.


Vorbeugen ist besser


Noch besser ist es natürlich, sonnenbedingten Hautreaktionen vorzubeugen. Hier leistet ein Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor gute Dienste. Ideal sind Produkte speziell für empfindliche, allergiegefährdete Haut. Bei Mallorca-Akne sollten ausschließlich fett- und emulgatorfreie Produkte verwendet werden. Der Apotheker berät Sie gerne. Er weiß auch, ob es zusätzlich sinnvoll sein kann, vorbeugend spezielle Vitalstoff-Präparate einzunehmen, die die Haut auf die Sonnenstrahlen vorbereiten sollen.

5 Tipps für Sonnenallergiker

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Egal ob Aktivurlaub oder Ferien am Strand: Auf Reisen sind Hunde nicht vor Krankheiten und Verletzungen gefeit. Gut, wenn Herrchen und Frauchen dann die richtige Medizin im Koffer haben.

Wenn das Familienrudel verreist, ist der Hund am liebsten mit von der Partie. Doch gerade unterwegs ist es schnell passiert: Der Vierbeiner verträgt die lange Autofahrt nicht, bekommt in der fremden Umgebung Durchfall, verletzt sich die Pfote. Typische Situationen, in denen eine gut bestückte Reiseapotheke nützlich ist. Wir helfen Ihnen beim Packen!

Medikamente:


Alle Medikamente, die der Hund regelmäßig einnehmen muss, gehören in ausreichender Menge in den Koffer. Zusätzlich sollte man Mittel gegen Durchfall, Schmerzen, Fieber und Reisekrankheit mitnehmen. Der Tierarzt stellt die geeigneten Präparate zusammen. „Auf keinen Fall Medikamente, die für den Menschen bestimmt sind, einfach dem Hund verabreichen“, warnt Dr. Klaus Kutschmann, Fachtierarzt für Kleintiere aus Magdeburg, „Diese können beim Tier ganz anders wirken!“.

Wundversorgung:


Verbandmaterial, sterile Einmalhandschuhe, Verbandschere, sterile Kochsalzlösung zur Wundreinigung, Desinfektionsspray und entzündungshemmende Wund- und Heilsalbe gehören zur Basisausstattung.

Insekten- und Zeckenschutz:

Insekten und Zecken können Krankheiten übertragen. Spot-on-Präparate und Halsbänder gegen Flöhe und Zecken schützen den Vierbeiner davor. Hat sich der Hund dennoch eine Zecke eingefangen, muss der Parasit so schnell wie möglich mit einer speziellen Zeckenzange entfernt werden.

Pflegemittel für die Ballen:


Im Urlaub sind die Pfoten häufig anderen Beanspruchungen ausgesetzt als zu Hause. So strapazieren beispielsweise längere Wanderungen oder Salzwasser und Sand die Hundeballen stark. Zusätzliche Pflege ist daher empfehlenswert.

Außerdem wichtig:


Pinzette, Fieberthermometer und Maulkorb als Beißschutz. Denn Hunde können, etwa wenn sie Schmerzen haben, auch einmal zuschnappen. Abhängig von Urlaubsregion und geplanten Aktivitäten kann es sinnvoll sein, die Reiseapotheke um weitere Arzneimittel zu ergänzen. „Ist das Tier verletzt oder erkrankt, sollten Hundehalter mit ihrem Vierbeiner nach der Erstversorgung sicherheitshalber auch zum Tierarzt vor Ort gehen“, rät Kutschmann.

Mit dem Hund ins Ausland


Wer mit dem Hund ins Ausland reisen möchte, sollte sich rechtzeitig über die Bestimmungen im Urlaubsland informieren. Die Botschaften der Länder geben Auskunft über Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen für Tiere. Der Tierarzt hilft, die notwendigen Unterlagen zusammenzustellen (EU-Heimtierausweis, gegebenenfalls auch ein Gesundheitszeugnis) und prüft, ob Impfungen aufgefrischt werden müssen.

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Viele Menschen haben gelegentlich einen trockenen Mund, besonders bei Aufregung oder Stress. Ungünstig ist es, wenn ein dauerhaft trockener Mund besteht. Dieser schadet nicht nur den Zähnen, sondern kann auch zu anderen gesundheitlichen Problemen wie z. B. Schluckbeschwerden, Entzündungen der Mundschleimhaut, Zahnfleischbluten sowie Mundgeruch führen. Liegt eine anhaltende Mundtrockenheit vor, sollten Sie die Ursachen in Ihrer Zahnarztpraxis abklären lassen. 

Rolle des Speichels

Der Speichel hält den Mund feucht. Er hat für die Zähne eine wichtige Schutzfunktion, da er Essensreste wegspült, Säuren neutralisiert und die Zähne remineralisiert. Durch einen Mangel an Speichel bildet sich vermehrt Zahnbelag, der Zahnkrankheiten wie Karies hervorrufen kann. 

Ursachen für Mundtrockenheit

Oft haben ältere Menschen mit Mundtrockenheit (Fachausdruck Xerostomie) zu tun, da sich die Schleimhäute nicht mehr so gut regenerieren. Flüssigkeitsmangel (zu wenig trinken, Flüssigkeitsverlust durch Sport, Durchfall) kann eine Rolle spielen. Auch manche Krankheiten können zu einem trockenen Mund führen wie beispielsweise Diabetes mellitus, Sjögren-Syndrom, Entzündung der Speicheldrüsen, Bestrahlung bei einer Krebserkrankung im Kopf- oder Rachenbereich. Ebenfalls können bestimmte Medikamente (gegen Bluthochdruck etc.) eine Mundtrockenheit als Nebenwirkung bewirken, ebenso Rauchen sowie Hormonumstellungen in den Wechseljahren. 

Symptome eines trockenen Mundes

Mundtrockenheit erschwert das Sprechen und Schlucken. Dauerhafter Speichelmangel kann zu verschiedenen Probleme führen wie beispielsweise Geschmacksverlust, Mundgeruch, Schleimhautentzündungen, aufgesprungene Lippen, kariesbefallene Zähne, Pilzerkrankungen im Mund sowie Schmerzen beim Tragen von Prothesen. 

Was kann man gegen Mundtrockenheit machen?

Zunächst sollten die Ursachen abgeklärt und falls möglich beseitigt werden. Liegt die Mundtrockenheit an Medikamenten, kann zum Beispiel eine andere Dosierung oder der Wechsel des Produkts erfolgen. Produzieren die Speicheldrüsen zu wenig Speichel, kann ein Medikament die Speicheldrüsen in ihrer Funktion unterstützen. 

Wie kann ich die Behandlung unterstützen bzw. Mundtrockenheit vorbeugen?

Sie können die Behandlung mit verschiedenen Maßnahmen unterstützen. Trinken Sie häufiger kleine Mengen Wasser oder zuckerfreie Getränke. Allerdings ist es empfehlenswert, Getränke mit Koffein wie Kaffee und Tee zu vermeiden. Ebenfalls sollten Sie keinen Tabak und Alkohol zu sich nehmen, da diese den Mund austrocknen. Zuckerfreie Kaugummis oder Bonbons fördern hingegen den Speichelfluss. Entsprechende Mundspülungen bzw. -sprays halten die Mundhöhle feucht. 

Achten Sie besonders auf eine gute Mundhygiene. Bei bestehender Mundtrockenheit ist eine erweiterte Kariesprophylaxe bei Ihrem Zahnarzt erforderlich. 

Sprechen Sie uns direkt an, wenn Sie das Gefühl haben, an Mundtrockenheit zu leiden. Wir beraten Sie eingehend. 

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Ständiger Stress und Leistungsdruck führen oft zu innerer Unruhe und Nervosität. Schließlich droht ein Burnout: die körperliche und seelische Erschöpfung. Lassen Sie es nicht so weit kommen!

Keine Zeit, Hektik, Termindruck, Kopfzerbrechen: Das tägliche Pensum wird größer und größer. Immer gibt es dringend etwas zu tun, die Anforderungen am Arbeitsplatz steigen stetig, zu Hause bleibt notgedrungen vieles liegen, Familie und Freizeit kommen chronisch zu kurz. Das ungute Gefühl, dass ständig Dinge unerledigt bleiben oder Wichtiges versäumt wurde, kennen viele Menschen nur zu gut. Es macht sie zunehmend unzufrieden und nervös. Betroffene verspüren eine innere Unruhe, fühlen sich gehetzt und gereizt. Werden innere Anspannung, Nervosität und Stress zum Dauerzustand, droht schließlich ein chronischer Erschöpfungszustand, ein sogenanntes „Burnout-Syndrom“. Wer darunter leidet fühlt sich „ausgebrannt“, innerlich völlig leer, ist körperlich und seelisch auf dem Nullpunkt. Ernste Gesundheitsstörungen können die Folge sein.


Frühe Anzeichen erkennen


Ein Burnout steht am Ende einer langen Entwicklung – die Krise schleicht sich langsam ins Leben. Ein frühes Anzeichen ist oft ein allgemeines Unwohlsein: Unlust, Abgeschlagenheit und Schlafstörungen sind typische Symptome. Nicht selten greifen Betroffene dann verstärkt zu Zigaretten, Kaffee und Alkohol, viele nehmen ihr Problem nicht ernst. In der folgenden Zeit können psychosomatische Beschwerden wie Verspannungen und Magenschmerzen auftreten.

Burnout-Patienten fühlen sich häufig als Versager, geraten schließlich in einen Teufelskreis aus Überforderung und Unzufriedenheit. Kein Wunder, dass ein unbehandeltes Burnout-Syndrom letztlich in die Depression führen kann. Regelmäßige Entspannung ist das wichtigste Mittel, um einem Burnout vorzubeugen. Der tägliche Spaziergang, Sport, ein Bad, Saunagänge und Massagen wirken Unruhe und Nervosität entgegen. Gezielte Entspannungsmethoden wie autogenes Training, progressive Muskelrelaxation, Yoga, Tai Chi oder Meditation helfen dabei, Hektik und Zeitdruck besser zu meistern und Stressreaktionen abzubauen.


Leben in Balance


Auch Pausen sind wichtig: Regelmäßiges, bewusstes Abschalten trägt zur Stressbewältigung bei. Genauso wichtig sind ausreichende Regenerationsphasen. Mehr Freiraum kann man schaffen, wenn man lernt, auch einmal „Nein!“ zu sagen und bestimmte Aufgaben zu delegieren. Der Beruf sollte nicht der alleinige Lebensinhalt sein. Gesünder ist es auf Dauer, wenn Job, Familienleben und persönliche Freizeit in einem vernünftigen Verhältnis zueinander stehen.

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Im Auto, Bus, Flugzeug oder auf dem Schiff: Viele Menschen kennen und fürchten die Reisekrankheit. Wir sagen, wie Sie vorbeugen können.

Die schönsten Wochen des Jahres beginnen idealerweise schon mit einer entspannten Anreise. Für viele Menschen verläuft der Start in den Urlaub allerdings unerfreulich, denn sie werden von der Reisekrankheit geplagt. Sie fängt gewöhnlich mit einem flauen Gefühl im Magen an, oft begleitet von Blässe, Schweißausbrüchen und Schwindel. Die Übelkeit kann sich rasch verschlimmern und häufig müssen sich Betroffene schon bald übergeben.


Chaos im Gehirn


Eigentlich ist die Reisekrankheit, Mediziner sprechen von Kinetose, eine normale Reaktion des Körpers auf die ungewohnten und widersprüchlichen Reize, denen wir unterwegs ausgesetzt sind. Sei es auf kurvenreicher Strecke im Bus, bei schneller Fahrt im Auto, Turbulenzen im Flugzeug oder Wellengang auf See: Hier sind Konflikte im Gehirn programmiert, weil es irritierende Signale empfängt – während der Mensch sitzt und seine Augen die unmittelbare Umwelt als stillstehend wahrnehmen, registriert das sensible Gleichgewichtsorgan im Innenohr sehr wohl, dass der Körper bewegt wird. Diese Sinneskonfusion bringt die Gleichgewichtszentrale im Kleinhirn aus dem Konzept – dem Reisenden wird schlecht.


Entspannt in die Ferien


Grundsätzlich ist es ratsam, ausgeruht in den Urlaub zu starten. Unterwegs sind weder ein ganz leerer noch ein voller Magen günstig. Achten Sie außerdem darauf, immer genügend zu trinken, auf Kaffee und Alkohol sollten Sie verzichten. Falls sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ein flaues Gefühl im Magen einstellt, können Sie die Kinetose mit rezeptfreien Kaugummis oder Tabletten in den Griff bekommen. Sie enthalten Wirkstoffe wie Dimenhydrinat oder Diphenhydramin. Auch Ingwer-Präparate können hilfreich sein. Am besten lassen Sie sich in der Apotheke beraten!

Oft helfen schon ein paar einfache Tricks, der Reiseübelkeit vorzubeugen:

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Brüchig, fettig oder schuppig: Fast jeder von uns kann ein (Klage-)Liedchen von seinen Haaren singen. Zum Glück lassen hochwertige Pflegeprodukte aus der Apotheke den Hair-Blues rasch verstummen.

Für poröses, zu Trockenheit und Spliss neigendes Haar ist das tägliche Styling eine Belastung. Damit die Frisur nicht stumpf und strapaziert  aussieht, sollten Sie Hair-Care-Präparate mit reichhaltigen Ölen verwenden, etwa Mandel-, Oliven- oder Macadamianussöl. Sie versorgen das Haar und vor allem die trockene Kopfhaut mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, versiegeln die geschädigte Haarsubstanz. Wildrosenextrakt ist gut gegen Haarbruch: Er punktet mit feuchtigkeitsspendenden Lipiden, Harzen und Wachsen, die glätten, reparieren und die gereizte Kopfhaut beruhigen. Ein Conditioner nach der Haarwäsche und ein- bis zweimal wöchentlich eine Haarkur fördern Glanz und Kämmbarkeit.

Das Fett wegbekommen

Fettiges Haar möglichst morgens waschen, da die Talgdrüsen dann besonders aktiv sind. Der Schopf benötigt keine reichhaltige Pflege, sondern klärende Wirkstoffe, die nicht zusätzlich beschweren. Sehr gut wirken Kräuter wie Minze und Melisse: Sie reinigen und kräftigen, haben gleichzeitig ausgleichende und antibakterielle Eigenschaften. Produkte mit Eichenrindenextrakt tun bei öligem Ansatz ebenfalls gut, da sie die Talgbildung reduzieren. Experten raten zudem, die zur Fettbildung neigende Kopfhaut täglich zu massieren, lieber einen Kamm statt einer Bürste zu verwenden und auf das Tragen von Kappen und Hüten zu verzichten. Auf eine Spülung hingegen nicht, denn die Haarspitzen können trotz fettigem Ansatz strapaziert sein. Die Pflege jedoch nur auf die letzten drei Zentimeter des Kopfschmucks geben.

Schuppen sind kein Schicksal

Landen bei Ihnen häufig weiße Griesel auf der Schulter, kann das zwei Ursachen haben – entweder zu trockene oder zu fettige Kopfhaut. Wer jetzt zu aggressivem Shampoo greift, liegt in jedem Fall falsch: Trockene Kopfhaut trocknet noch stärker aus, was die Schuppenbildung begünstigt. Und fettige Kopfhaut erhält das Signal, dass jetzt wieder mehr Talg produziert werden kann. Besser ist ein Haarwaschmittel mit Tonerde; sie säubert gründlich, aber schonend, ohne die Hautschutzbarriere zu irritieren. Kräuter wie Rosmarin und Thymian versorgen die Kopfhaut mit Feuchtigkeit; Kamille, Schafgarbe oder Lavendel wirken fettigen Schuppen entgegen.

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Wer den Wechseljahren aktiv begegnet, leidet meist weniger unter den hormonellen Veränderungen. Welches Workout ideal ist? Hier eine Auswahl effektiver Sportarten für Frauen um die 50.

Joggen:


Für alle, die keine Gelenkprobleme haben, ist Laufen eine unkomplizierte und preiswerte Möglichkeit, die Kondition zu verbessern, überflüssige Pfunde loszuwerden und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken. Durch die Bewegung an der frischen Luft wird zudem der Sauerstoffgehalt im Blut erhöht, was sich positiv aufs Immunsystem auswirkt. Weiterer Pluspunkt: Beim Joggen lässt sich wunderbar abschalten und dem Stress im wahrsten Sinne des Wortes davonlaufen.


Schwimmen:


Was liegt bei Hitzewallungen und Schweißausbrüchen näher als ein Sprung ins kühle Nass? Schwimmen kann jedoch noch mehr, als bloß für Abkühlung sorgen. Wer schwimmt, stärkt seine Muskulatur, verbessert seine Haltung, erhöht die Beweglichkeit der Gelenke und trainiert die Ausdauer. Bewegung im Wasser zählt zu den gesündesten Sportarten überhaupt, denn der Auftrieb im Wasser entlastet den Bewegungsapparat. Gleichzeitig wird die Muskulatur durch den Wasserwiderstand effektiv trainiert.


Walken:


Das zügige Gehen ist besonders für Einsteiger eine optimale Möglichkeit, körperlich aktiv zu werden. Frauen, die intensiver trainieren möchten, sollten zu Stöcken greifen und die Variante des Nordic
Walking bevorzugen. Wer sich alleine nur schwer motivieren kann,
schließt sich einem Walkingtreff an oder sucht sich selbst Walking-Partnerinnen.


Radfahren:


Ob Muskeln oder Gelenke, Herz oder Immunsystem, Fettverbrennung oder Kondition – Radeln bringt den ganzen Körper in Top-Form. Zudem lässt es sich ganz einfach ohne großen Zeitaufwand in den Alltag integrieren. Wer den Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen mit dem Rad zurücklegt, hat schon viel für seine Fitness getan.

Tanzen:


Der dynamische Sport macht viel Spaß und setzt Glückshormone frei. Durch die Kombination von Musik und schwungvoller Bewegung werden Stresshormone abgebaut und der Serotoninspiegel steigt. Genau das Richtige für Frauen, die in den Wechseljahren gelegentlich unter niedergeschlagener Stimmung leiden.

Hilfe bei Beschwerden


Bewegung ist sehr hilfreich – aber natürlich kein Allheilmittel. Bei starken Beschwerden mit den Wechseljahren kann der Frauenarzt eine individuell dosierte Hormontherapie verordnen. Bei leichteren bis mittelstarken Problemen kann die Einnahme gut untersuchter pflanzlicher Präparate hilfreich sein. Bitte sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt und Apotheker.

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Der Begriff Farbenblindheit umfasst verschiedene Farbsehstörungen. Auch farbenblinde Menschen sehen ihre Umgebung meist farbig, wenn auch wahrscheinlich weniger bunt.

Schätzungsweise vier Millionen Menschen in Deutschland sind farbenblind. Experten unterscheiden zwischen vier verschiedenen Arten: Rot-Grün-Schwäche, Rot-Grün-Blindheit, Blau-Gelb-Störungen und die totale Farbenblindheit. Wenn wir von Farbenblindheit sprechen, ist meist eine Rot-Grün-Schwäche gemeint. „Betroffene nehmen zwar Farben wahr, aber in der Regel schwächer. Und sie haben Schwierigkeiten, die Farben voneinander zu unterscheiden“, sagt Anja Debrodt, Ärztin im AOK-Bundesverband. 

Nach Angaben des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands sind etwa acht Prozent der Männer, aber nur 0,4 Prozent der Frauen von einer Rot-Grün-Schwäche betroffen. Der Grund: Die Farbschwäche ist genetisch bedingt, die Gene für die Farbrezeptoren liegen auf dem X-Chromosom. Bei Frauen gleicht das zweite gesunde X-Chromosom die Genveränderung in der Regel aus, Männer haben aber kein zweites X-, sondern ein Y-Chromosom. Menschen kommen also mit der Rot-Grün-Schwäche auf die Welt, und es sind immer beide Augen betroffen.

Bestimmte Sinneszellen fehlen

Die fehlerhafte Erbinformation sorgt bei ihnen dafür, dass die Sinneszellen der Netzhaut, die die Grün- oder Rottöne wahrnehmen können, defekt sind oder ganz fehlen. Der Mensch kann Farben sehen dank der Millionen von sogenannten Zapfen, die in der Netzhaut liegen. Das sind spezielle Sinneszellen, die auf Licht reagieren. Es gibt drei Arten von Zapfen: Die einen nehmen rotes Licht wahr, andere grünes und die dritte Art reagiert auf blaues Licht. Aus diesen drei Farben setzt sich unser Farbensehen zusammen. Liegt nun bei den Rot- oder Grünzapfen eine Störung vor, ist das Sehen von Rot oder Grün beeinträchtigt. Das reicht von einer Rot-Grün-Schwäche bis hin zu einer echten Rot- oder Grünblindheit, bei der die Betroffenen die jeweilige Farbe gar nicht mehr erkennen können. Sehr selten sind die Blauzapfen betroffen, dann kommt es zu einer Blaublindheit oder Blausehschwäche, was auch als Blau-Gelb-Blindheit bezeichnet wird.

Nur wenige sind wirklich farbenblind

Ebenfalls sehr selten ist jemand wirklich farbenblind. Unter 100.000 Menschen lässt sich ein Betroffener finden, rund 3.000 Menschen in Deutschland. In der medizinischen Fachsprache heißt diese angeborene Störung Achromatopsie (achromatos = farblos, opsis = Sehen). „Bei den Betroffenen funktioniert keiner der Zapfentypen, sie können nur Hell-Dunkel-Stufen erkennen“, so Medizinerin Debrodt. Im Unterschied zur Rot-Grün-Schwäche, bei der die Sehschärfe normal ist, ist das Sehvermögen bei einer Achromatopsie insgesamt stark beeinträchtigt. Zudem sind die Betroffenen extrem lichtempfindlich. Bisher kann diese schwere Form der Farbenblindheit nicht behandelt werden. Hoffnung macht eine erste klinische Studie aus dem Jahr 2020 aus Tübingen zu einer Gentherapie, bei der ein gentherapeutischer Wirkstoff unter die Netzhaut des Patienten eingebracht wird.

Strategien für den Alltag

Auch gegen eine Rot-Grün-Schwäche gibt es keine Behandlung. Das ist allerdings nicht so dramatisch wie bei der echten Farbenblindheit. „Menschen mit dieser Einschränkung bemerken ihre Farbschwäche oft gar nicht, weil sie ja keine andere Farbwahrnehmung kennen und ansonsten gut sehen können“, so Debrodt. „Zudem haben sie automatisch Strategien entwickelt, um mit der Schwäche zurechtzukommen.“ Etwa wenn die Ampel von Rot auf Grün springt, nehmen die Betreffenden wahr, dass es oben, also bei Rot, dunkel wird und sich unten, also bei Grün, etwas in Richtung Helligkeit tut. Wenn Eltern unsicher sind, ob ihr Kind farbfehlsichtig ist, können sie sich beim Augenarzt Klarheit verschaffen. Mit speziellen, auch kindgerechten Tests können die Ärztin oder der Arzt das Farbensehen überprüfen.

Quelle: www.ratgebergesund.de

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Forscher*innen sagen: Verweilen Sie jede Woche für zwei Stunden unter Bäumen und Sie sind glücklich und gesund. 

Der Boden federt feucht unter den Füßen, wir hören das Laub rascheln und in die Nase steigt ein erdig-moosiger Duft. Einen Spaziergang im Wald genießen wir mit allen Sinnen. Vor allem in stressigen Lebensphasen zieht es viele von uns hierhin, weil wir wissen: Es tut einfach gut, unter einem Schatten spendenden Blätterdach zu schlendern und die vielen verschiedenen Grüntöne von Farnen und Wildkräutern auf sich wirken zu lassen. So geht „Waldbaden“, dieser Begriff hat sich inzwischen etabliert. Gemeint ist das sinnliche Eintauchen in die einzigartige Waldatmosphäre. Weltweit haben Wissenschaftler*innen untersucht, was dabei im Körper und im Geist passiert, und sie bestätigen, was wir instinktiv immer schon spürten. 

„Der Wald gehört zu den besten Tankstellen, um seine Batterien wieder aufzuladen.“

(Ernst Fertl)

Wir stehen im Wald und es geht uns gut. Expert*innen sagen: Das liegt an der guten Waldluft. Sie ist ein Potpourri gesundheitsfördernder Substanzen. Rund 2.000 bioaktive Duftstoffe tummeln sich in ihr, allen voran sogenannte Terpene. Dies sind ätherische Öle, die auf uns beruhigend wirken, weil sie helfen, die Ausschüttung von Stresshormonen zu reduzieren. Gleichzeitig fördern die Baumaromen die Bildung eines ganz bestimmten Wohlfühl-Botenstoffs. Die Rede ist vom unaussprechlichen Dehydroepiandrosteron, kurz DHEA, ein Steroidhormon, das den Muskelaufbau fördert, die Knochen stabilisiert, das Herz ebenso wie das Immunsystem stärken soll. Mehr noch: Es gilt als natürlicher Cortisol-Gegenspieler und hat eine stimmungsaufhellende Wirkung. Auf den Lichtungen tief einzuatmen, bringt also den entspannenden Effekt: Sorgen sind wie weggepustet, der Kopf wird frei, das Herz schlägt ruhiger. Studien haben ergeben: Schon nach fünf Minuten sinkt der Blutdruck und der Puls normalisiert sich. Der Wald als Krafttankstelle für Körper und Seele sorgt dafür, dass wir ihn gestärkt wieder verlassen – und immer wieder zu ihm zurückkehren wollen.

„Frieden findet man nur in den Wäldern.“

(Michelangelo)

In Wäldern mit vielen Fichten, Kiefern und Tannen ist die Dichte an therapeutisch wirksamen Terpenen am höchsten. Ihre Nadeln, Zapfen und Zweige verströmen diese unverkennbaren Duftmoleküle, mit denen die Bäume untereinander kommunizieren. Auf diese Weise warnen sie sich gegenseitig vor Schäden durch Fressfeinde oder Wasserknappheit. Gleichzeitig ziehen sie nützliche Insekten an. Für uns haben die holzig-harzigen Aromastoffe aus dem Wald eine ähnliche Wirkung. Sie reinigen zum einen unsere Atemwege. Zum anderen erhöht sich beim Einatmen automatisch die Zahl der Killerzellen im Organismus. Diese schützen uns vor Krankheitserregern und sollen sogar potenzielle Tumorzellen in die Flucht schlagen. Das Erstaunliche daran: Ein Besuch bei „Doktor Wald“ hallt noch lange nach. Etwa eine Woche lang bleiben unsere Abwehrkräfte hochaktiv und profitieren von der Luft der „grünen Lunge“. 

Der Wald als ­Therapie

Heilwälder – eine Sonderkategorie – gibt es in Deutschland erst seit 2011. Dabei handelt es sich um Waldgebiete, die aufgrund verschiedener Eigenschaften als besonders gesundheitsfördernd gelten. Heil- und Kurwälder sind speziell zur therapeutischen Nutzung gestaltet und bieten Patient*innen mit Erkrankungen der Atemwege, des Bewegungsapparates, der Haut und des Herz-Kreislaufsystems sowie mit psychosomatischen Indikationen verschiedene Wald-Heilwege und Stationen. Balancierbalken, Findlingsparcours, Sensorikpfade – um nur wenige zu nennen – dienen dem Muskelaufbau, der Sturzprophylaxe, ebenso dem Koordinations-, Gleichgewichts- und Konzentrationstraining. Meditative Achtsamkeits- und Bewegungstherapien helfen Menschen mit Ängsten, Burnout und Depressionen, zurück zu ihrem seelischen Gleichgewicht zu finden. Die ersten Heil- und Kurwälder entstanden in Heringsdorf in Mecklenburg-Vorpommern, inzwischen gibt es sie in fast allen Bundesländern.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – https://leserservice.sud-verlag.de

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Eine Amalgamsanierung ist eine Behandlung, bei der Amalgam entfernt wird. Das Füllmaterial Amalgam wird weltweit bereits seit Jahrzehnten zur Rekonstruktion kariöser Defekte an Zähnen verwendet. Es ist preisgünstig, leicht zu verarbeiten und lange haltbar. Deshalb wird es in Deutschland als Standardversorgung im Seitenzahnbereich eingesetzt und der Füllstoff wird von den Krankenkassen bezahlt. 

Empfehlung der EU

Die EU gibt allerdings die Empfehlung, den Einsatz von Amalgam bis zum Jahr 2030 komplett einzustellen. Außerdem soll zuvor die Behandlung von Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren sowie schwangeren und stillenden Frauen mit diesem Füllmaterial nur noch in Ausnahmefällen erfolgen. Kompositfüllungen im Seitenzahnbereich sind in diesen Fällen als zuzahlungsfreie Versorgung möglich. 

Nachteile von Amalgam

Amalgam besteht aus einer Mischung unterschiedlicher Metalle, vor allem giftiges Quecksilber (etwa 50 Prozent). Das silber- bis schwarzgraue Füllmaterial ist im Frontzahn- und auch Seitenzahnbereich sehr unästhetisch. Ebenfalls gibt es heute besser formbare Füllmaterialien, die Defekte im Zahn optimaler verschließen können. 

Zudem steht Amalgam bereits seit einiger Zeit im Verdacht, dass Quecksilber auf verschiedenen Wegen in den Organismus gelangen und dort Schäden hervorrufen kann. Bisher konnte dies in Studien nicht nachgewiesen werden. Vor allem ganzheitlich arbeitende Zahnärzte vermuten jedoch, dass lokale und systemische Reaktionen bei Patienten auf Amalgamunverträglichkeiten zurückzuführen sind. 

Durch den Abrieb der Füllungen beim Kauen und durch nächtliches Zähneknirschen können ständig minimale Mengen an Quecksilber freigesetzt werden. Dadurch können Gesundheitsbeschwerden (z. B. Kopfschmerzen, Sehstörungen, Magen-Darm-Entzündungen) im Körper ausgelöst werden. Außerdem wird vermutet, dass verschiedene Metalle oder Legierungen im Mund zusammen mit dem Speichel, ähnlich wie bei einer Batterie, einen galvano-elektrischen Stromfluss erzeugen. 

Der Austausch vorhandener Amalgamfüllungen kann zum Beispiel aufgrund von Unverträglichkeit, Allergie oder aus kosmetischen Gründen in alternative Füllungen nötig werden.

Ablauf einer Amalgamsanierung 

Bei einer Amalgamsanierung wird der zu behandelnde Bereich zunächst betäubt. Das Entfernen einer alten Amalgamfüllung geht mit einer erhöhten Freisetzung von Quecksilber einher. Deshalb sind besondere Schutzmaßnahmen (z. B. spezielle Luftzufuhr) nötig, da giftige Quecksilberdämpfe beim Entfernen der Füllung durch die Hitze des Bohrers entstehen. Damit der Patient kein Amalgam verschluckt, wird zudem der Mund mit einem Gummischutztuch (Kofferdam) ausgekleidet. 

Dann werden die alten Amalgamfüllungen mit einem speziellen Bohrer entfernt. Sie müssen in speziellen Behältern entfernt werden (Sondermüll), damit sie nicht in die Umwelt gelangen. Die entstehenden Löcher in den Zähnen werden dann durch ein anderes Material oder Inlays verfüllt.

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Ferien mit dem Auto oder Wohnmobil – vor Reiseantritt braucht nicht nur das Fahrzeug einen Check, sondern auch der Verbandkasten.

Endlich wieder Urlaub! In den vergangenen Jahren standen Reisen wegen der Pandemie unter keinem guten Stern. Jetzt zieht es viele wieder in die Ferne. Mit dem eigenen Pkw unterwegs zu sein, hat Vorteile: Sie bestimmen selbst, wann es losgeht, können nach Belieben Zwischenstopps einlegen und sind flexibel im Reisegepäck. Keine Kompromisse hingegen lässt der Verbandkasten zu. Dass er zwischen Koffern, Taschen, Luftmatratze und Sonnenschirm – am besten neben der Warnweste – stets griffbereit sein sollte, ist die eine Sache. Die andere Frage ist: Ist er überhaupt noch tauglich?

Masken rein

Seit Kurzem gilt für Verbandkästen nämlich eine neue DIN-Norm. Erste-Hilfe-Sets der jüngsten Generation mit der Aufschrift »DIN-Norm 13164:2022« enthalten jetzt zwei medizinische Masken und entsprechen somit bereits den aktuellen Bestimmungen. Wer einen älteren Verbandkasten hat, dessen Mindesthaltbarkeit noch nicht verstrichen ist, muss ihn nicht gleich wegwerfen, aber mit dem Mund-Nasen-Schutz ergänzen. 

Verbandtuch raus

Im Gegenzug fliegen andere Dinge aus dem Verbandkasten, die laut Expertenmeinung ausgedient haben. Ab sofort ist ein Dreiecktuch ausreichend, vorher mussten es zwei sein. Weiterhin ist das Verbandtuch (40 × 60 cm) ersatzlos gestrichen. Bei dieser Gelegenheit werfen Sie auch einen Blick auf das Verfallsdatum der anderen Materialien im Kfz-Kasten. Ist es überschritten, muss es erneuert werden. Was alles hineingehört – abgesehen von Rettungsdecke, Fixierbinden und Kompressen – erfahren Sie unter: www.bvmed.de.

Übrigens: Andere Länder, andere Sitten – auch in Bezug auf Erste-Hilfe-Sets im Auto. Informieren Sie sich vor Reiseantritt, welche Regeln in Ihrer Urlaubsregion gelten.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – https://leserservice.sud-verlag.de

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Lachfältchen haben die meisten von uns lieben gelernt – doch wenn sich Fältchen und kleine Dellen an Bauch, Beinen und Po zeigen, hört für viele der Spaß auf. Dass fast alle Frauen irgendwann Cellulite bei sich entdecken, ist da nur ein sehr schwacher Trost. 

Cellulite ist, kurz gesagt, das Gegenteil von straffer Haut. Schuld daran, dass dieses Phänomen vor allem Frauen trifft, ist ihr schwächeres Bindegewebe. Während es beim Mann wie ein Fischernetz angelegt ist, das die Fettzellen schön festhält, ist das innere Haltegerüst der weiblichen Haut dehnbarer und durchlässiger. Die Folge: Fettpölsterchen drücken sich aus den untersten Hautschichten an die Oberfläche. 

Die Ursache liegt viele Jahrtausende zurück in der Evolution: Fettvorräte sollten gespeichert werden können für schlechte Zeiten. Die Dehnbarkeit der Haut war und ist zudem wichtig fürs Kinderkriegen. Bis heute ist deshalb nahezu jede Frau früher oder später von Cellulite betroffen: Schätzungen zufolge trifft es zwischen 80 und 100 Prozent. 

Erste Zeichen meist schon früh

Sichtbar werden erste Anzeichen meist schon im frühen Erwachsenenalter: Wer die Haut der Oberschenkel mit zwei Händen zusammendrückt, sieht dann kleine Dellen. Je nach genetischer Vorbelastung entwickelt sich diese Orangenhaut zu allem Übel meist auch noch weiter und ist im nächsten Stadium schon bei einer bloßen Anspannung der Muskeln erkennbar. Im schlimmsten Fall zeichnen sich die unschönen Dellen auf dem Oberschenkel auch im Stehen oder Liegen ab und schimmern durch Leggins oder enge Skinny Jeans. Geschickt verhüllt, bleiben sie meist ein gut gehütetes Geheimnis. Doch spätestens, wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen zum Schwimmbadbesuch einladen, wünschen sich viele Frauen ihre straffe Haut zurück.  

Schönheit von innen

Die schlechte Nachricht: Cellulite ist nicht „heilbar“. Das eine wahre Wundermittel ist noch nicht erfunden. Doch es gibt ein paar Tricks, um der Orangenhaut die Stirn zu bieten. Da es Fettzellen sind, die sich unfreiwillig in den Vordergrund drängen, lautet der wichtigste Tipp: Übergewicht reduzieren. Generell profitiert die Haut als unser größtes Organ von einer vitaminreichen und fettarmen Vollwertkost. Zucker, Weißmehl und Fett vergrößern die Fettzellen nur. Auch Alkohol und Nikotin wird ein negativer Einfluss nachgesagt. 

Viel bewegen, regelmäßig pflegen

Regelmäßiger Ausdauersport dagegen – zum Beispiel in Form von Joggen, Schwimmen, Tanzen oder Wandern – stärkt die Muskulatur und wirkt den weichen Pölsterchen entgegen. Wechselwarme Kneipp-Kuren, bei denen die Beine abwechselnd mit warmem und kaltem Wasser begossen bzw. abgeduscht werden, kurbeln den Kreislauf und damit auch den Hautstoffwechsel an. Sanfte Massagen, Duschpeelings und Cremes mit auswählten Wirkstoffen können das kosmetische Problem lindern – das Team in der Apotheke berät Sie kompetent zu geeigneten Produkten. Auch Schüßler-Salze können, innerlich in Form von Globuli und äußerlich als Creme angewandt, gegen Cellulite eingesetzt werden. Entwässernde Kräutertees – zum Beispiel Birkenblätter- oder Brennnesseltee – können den Stoffwechsel von innen unterstützen. 

Ganz generell gilt: Die pflegenden Maßnahmen müssen unbedingt regelmäßig erfolgen. Ausdauer und Geduld werden belohnt durch ein gepflegtes Hautbild, das über kleinere Unebenheiten hinwegsehen lässt. Und vielleicht lernen wir die Grübchen an den Oberschenkeln und am Po ja eines Tages als das hinzunehmen, was sie sind: Eine gar nicht so tragische Alterserscheinung – genau wie die Lachfältchen im Gesicht. 

Quelle: www.ratgebergesund.de

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Sonnenbrillen sind modische, schicke Accessoires. Viel wichtiger aber: Sie sollen die Augen vor Sonnenlicht schützen. Wir sagen, woran man eine gute Brille erkennt.

Unsere Augen sind empfindlich und reagieren sensibel auf ein Zuviel an UV-Licht. Wer sich zu lange ungeschützt in der Sonne aufhält, riskiert Augenschäden: Schmerzen, Rötungen, Juckreiz und unscharfes Sehen sind oft erste Anzeichen für eine Schädigung der Augenoberfläche. Diese Beschwerden treten oft erst Stunden später auf und sollten immer Anlass sein, schnellstmöglich einen Arzt aufzusuchen. 

Keine Schäden riskieren 

Eine intensive oder langfristige UV-Strahlenbelastung kann auch ernste Schäden des Augeninneren hervorrufen. Neben einer Trübung der Augenlinse sind frühzeitige Abbauprozesse der Netzhaut zu befürchten. Ein besonders hohes Risiko besteht für Kinder und Erwachsene, wenn sie sich in einer stark reflektierenden Umgebung aufhalten. Schnee beispielsweise reflektiert bis zu 100 Prozent der einfallenden UV-Strahlung, weißer Sand immerhin noch etwa 80, bewegtes Wasser rund 50 Prozent. 

Unsere Augen besitzen einen natürlichen Blendschutz: Je heller das Licht, desto stärker zieht sich die Pupille zusammen, sodass weniger Strahlen in das Auge eindringen können. Ist die Lichteinstrahlung aber zu intensiv, reicht diese Reaktion nicht aus – wir fühlen uns geblendet.    

Augen auf beim Brillenkauf   

Einen sicheren Schutz für die Augen bieten hochwertige Sonnenbrillen mit UV-Filter. Nur auf die Brillenglas-Tönung sollte man sich beim Kauf nicht verlassen, da sie lediglich vor einer lästigen Blendung schützt. Entscheidend für die Schutzfunktion des Sonnenbrillen-Glases ist jedoch der zusätzliche UV-Filter. Getönte Gläser ohne UV-Schutz können den Augen sogar schaden, denn durch die Verdunkelung öffnen sich die Pupillen weiter, und es dringen sogar mehr UV-Strahlen ins Auge als ohne Brille.

Auch die Brillengröße spielt eine wichtige Rolle. Das Modell der Wahl sollte bis zu den Augenbrauen und seitlich bis zum Gesichtsrand reichen, sodass das Sonnenlicht weder seitlich noch von oben auf das Auge fallen kann. 

Auf der Sonnenbrille sollten unbedingt das CE-Zeichen und der Hinweis „UV-400“ zu finden sein. Wer ganz sicher gehen möchte, dass die Brille tatsächlich den bestmöglichen UV-Schutz bietet, sollte sich bei einem Optiker beraten lassen. Der Fachmann kann in der Regel auch beurteilen, wie es um die Qualität einer vorhandenen Sonnenbrille bestellt ist.

Mit heiler Haut durch den Sommer 

Ob hierzulande oder in fernen Urlaubsgefilden: Die Haut sollte immer sorgfältig vor UV-Strahlen geschützt werden. In der Apotheke bekommen Sie hochwertige Sonnenschutzmittel für jeden Anspruch – als Lotion, Creme, Gel, Stift oder Spray. Der passende Lichtschutzfaktor richtet sich übrigens nicht nur nach Ihrem individuellen Hauttyp, sondern auch danach, wo auf dieser Welt Sie sich der Sonne aussetzen.

Quelle: www.ratgebergesund.de

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Der Begriff Bauchgefühl trifft es auf den Punkt. Denn die Quelle unseres Wohlbefindens liegt in unserer Körpermitte, genauer gesagt: im Mikrokosmos Darm.

Unser Darm beherbergt eine bunte Wohngemeinschaft. Bis zu 100 Billionen – also 100.000 Milliarden oder in Ziffern 1.000.000.000.000 – Mikroorganismen leben dort, verwerten die ankommende Nahrung und produzieren Vitamine sowie andere nützliche Substanzen. Dieses sogenannte Mikrobiom in unserer Mitte ist gleichzeitig eine wichtige Komponente des Immunsystems. Die Kleinstlebewesen in der Darmschleimhaut und die von ihnen erzeugten Substanzen kommunizieren außerdem stetig mit dem Gehirn; die unzähligen Bakterien, Einzeller und Pilze spielen sogar eine entscheidende Rolle für unser Denken, Handeln und Fühlen. Größe und Zusammensetzung der Mikroben-WG nehmen Einfluss auf Gesundheit und Krankheit, auf Emotionen und Stimmungen. Beispielsweise senkt anhaltender Stress die Anzahl spezieller Darmbakterien und erhöht so das Risiko für Depressionen. Aber der Reihe nach …

Nachrichten aus dem Darm

Die Mikroorganismen im Darm produzieren bei ihrer Verdauungsarbeit nicht nur verwertbare Nahrungsbestandteile, sondern auch Bausteine für das Immunsystem und Botenstoffe wie das Wohlfühlhormon Serotonin. Je nach Zustand des Mi-krobioms fallen die Botschaften, die der Darm ans Gehirn sendet, besser oder schlechter aus. Einfach gesagt: Eine ungünstige Zusammensetzung von Darmbakterien führt zu ungünstigen Effekten im Gehirn bis hin zu Stimmungstiefs und psychischen Beschwerden. Umgekehrt ist ein vielfältiges, gut ausbalanciertes Leben im Mikrokosmos Darm mit seelischem Wohlbefinden verknüpft.

Wissenschaftler identifizieren immer mehr Kleinstlebewesen aus dem Darmmikrobiom, die unsere Psyche entscheidend beeinflussen. Bakterienarten wie Coprococcus und Dialister produzieren Dopamin, den „Glücks-Botenstoff“ für mehr Motivation und emotionale Ausgeglichenheit. Menschen mit vielen Darmbewohnern dieser Gattungen fühlen sich wohl und haben eine hohe Lebensqualität. Ähnliches gilt für die Gattungen Lactobacillus und Bifidobacterium. Geraten sie dagegen in Unterzahl, drohen depressive Gefühlslagen. Verschiedenste Studien bestätigten solche Zusammenhänge zwischen einer auffälligen Bakterienwelt im Darm und psychischen Störungen wie Schizophrenie, ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom), Autismus oder Depression, außerdem beim Reizdarmsyndrom und bei neurologischen Erkrankungen. Die gute Nachricht aus der Wissenschaft: Wenn sich das Mikrobiom wieder regeneriert, verschwinden auch die Symptome.

Vagusnerv, die direkte Verbindung

Wie kommen nun Informationen aus dem Bauch zu den grauen Zellen? Die entscheidende Datenautobahn vom Kopf zu den Bauchorganen heißt Nervus vagus. Als direkte Leitung zwischen Gehirn und Darm sorgt die Nervenverbindung für regen Informationsaustausch in beide Richtungen. Über diese Darm-Hirn-Achse gelangen unablässig Statusmeldungen über die Aktivität einzelner Organe aus dem Mikrobiom zum Gehirn – und in umgekehrte Richtung. Ergänzt wird das Nachrichtensystem Vagusnerv durch bioaktive Substanzen, die das Darm-Mikrobiom direkt in die Blutbahn schickt. Auf diesem Weg erreichen sie ebenfalls das Gehirn und nehmen Einfluss auf die Ausschüttung von Hormonen – eine weitere Methode, wie Darmbakterien unsere Stimmungen mitbestimmen.

Pflegen Sie Ihr Mikrobiom!

Die Balance der Darmbakterien ist also enorm wichtig für das Wohlbefinden. Lässt sich die Mini-Welt im Bauch beeinflussen? Ja, das funktioniert. Wissenschaftler prüfen derzeit etwa Stuhltransplantationen als therapeutische Maßnahme gegen psychische Erkrankungen. Welche WG-Zusammensetzung die Idealbesetzung ist oder welche Mitbewohner bei welchen Erkrankungen am besten helfen, ist jedoch noch nicht bekannt. Doch Mikrobiom-Pflege funktioniert auch alltagstauglich im Kleinen: Empfehlenswert sind Zurückhaltung bei Fast Food, Fettreichem und Zucker. Besser ist die Hinwendung zu ballaststoffreicher Kost mit einer bunten Obst- und Gemüseauswahl, zu Omega-3-Fettsäuren aus Fisch und Pflanzenölen.

Eine weitere Maßnahme zur Unterstützung der Darm-WG sind Probiotika. Dies sind Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel, die lebende Mikroorganismen mit positiven Eigenschaften enthalten. Beim Verzehr gelangen sie über den Verdauungstrakt in den Dickdarm, wo sie sich ansiedeln und das Mikrobiom bereichern sollen. Die bekanntesten Vertreter sind Lactobazillen und Bifidobakterien, sie sind oft Joghurts und anderen Milchprodukten zugesetzt. Darüber hinaus stecken die nützlichen Lebewesen in fermentierten Speisen wie Sauerkraut, Kefir, Kimchi und Miso. Um den neuen WG-Bewohnern ihren Einzug so angenehm wie möglich zu gestalten, sind Prä- oder Prebiotika von Vorteil: unverdauliche Ballaststoffe, die als optimales Futter für die Probiotika dienen. Gute natürliche Quellen für Präbiotika sind Zwiebeln, Chicorée, Getreide oder Bananen. Pro- und Präbiotika in hoher Qualität und geprüfter Zusammensetzung gibt es außerdem als Kapseln, Kautabletten, Suspension oder Pulver in der Apotheke.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – https://leserservice.sud-verlag.de

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Crêpes sind die Lieblinge der Bretonen, aber mittlerweile stehen sie auch bei uns auf der Speisekarte. Mit einer feinen Spargelfüllung können Sie die Crêpes sogar Gästen als leichte Mahlzeit servieren.

Zubereitung:

Den Spargel schälen, die Enden abschneiden, waschen und in kochendes Salzwasser mit Zucker geben. 15 bis 20 Minuten garen lassen. Spargel herausnehmen und abtropfen lassen. Mehl, Speisestärke, Milch, Ei und zerlassenes Fett zu einem glatten Crêpeteig verrühren. Mit Salz abschmecken. In heißem Öl 6 Crêpes backen. Kräuter waschen und hacken. Die Hollandaise in 400 ml Wasser einrühren und unter Rühren aufkochen, gewürfelte Butter dazugeben und schließlich die Kräuter einrühren. Crêpes einmal zusammenklappen, Spargel darauflegen und einklappen. Je zwei Crêpes auf Teller anrichten und Kräuter-Hollandaise darüber geben.

Zutaten (für 3 Portionen):

TIPP


Sie können auch grünen Spargel verwenden! Er schmeckt etwas aromatischer und herzhafter als der weiße Spargel. Die Stangen sehen in den Crêpes knackig und wunderbar frisch aus!

Pro Portion: 508 kcal/2129 kJ, 2,1 BE

Quelle: www.ratgebergesund.de

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Jeder von uns möchte es sein, und im Alter stehen die Chancen dafür besonders gut: Was uns glücklich macht – und wie wir selbst bei uns und anderen für Glücksgefühle sorgen.

»Glück, das ist eine gute Gesundheit und ein schlechtes Gedächtnis«, meinte Ernest Hemingway. »Glück ist Liebe, nichts anderes«, befand Hermann Hesse. An beiden Aussagen ist etwas Wahres dran. Aktuellen Glücksforschungen zufolge war es jedoch der Psychoanalytiker Erich Fromm, der das Wesen des Glücks am besten beschrieb: »Glück ist kein Geschenk der Götter, sondern die Frucht innerer Einstellung.«

Wir sind tatsächlich unseres Glückes Schmied, sind Wissenschaftler heute sicher: Wer positiv denkt, beeinflusst sein Leben auch entsprechend. Und noch eine gute Nachricht: Mit zunehmenden Alter nimmt auch die innere Zufriedenheit, die einen guten Teil des Glücksgefühls ausmacht, in den meisten Fällen zu. Denn wie Statistiken zeigen, formen unsere Emotionen im Laufe des Lebens ein »U«.

Beste Kurvenlage

In der Jugend starten wir voller Optimismus ins Erwachsenendasein, und dann geht’s meist erstmal mit der Stimmung bergab. Schließlich haben wir bis zur Lebensmitte mit vielen Herausforderungen zu kämpfen: Kindererziehung, Karrierepläne, finanzielle Unabhängigkeit – und womöglich kommen Krisen wie Scheidung, Jobverlust oder Ähnliches hinzu. Das alles dämpft die Stimmung für eine ganze Weile. Doch ist die emotionale Talsohle durchschritten, meist ab etwa Mitte 50, geht es wieder aufwärts. Dann ist der Nachwuchs flügge, die beruflichen Ziele sind erreicht, und wir haben für uns selbst wieder mehr Zeit. Und genau diese »Me-Time«-Momente sind, Psychologen zufolge, ein entscheidender Faktor für die seelische Balance. Als Selbstläufer dürfen wir das Glück in der zweiten Lebenshälfte allerdings nicht ansehen. Denn zufrieden macht uns die nun stetig mehr werdende Freizeit nur dann, wenn wir sie sinnvoll gestalten.

Aufgaben nicht aufgeben

In der Glückswissenschaft wird unterschieden zwischen hedonistischem und eudaimonischem Glück: Während bei Ersterem die Begriffe »Spaß« und »Lust« synonym fürs Glück stehen, wird Letzteres auch als »Werteglück« bezeichnet. Dieses beinhaltet Sinnhaftigkeit und persönliche Entwicklung, basiert also auf innerer Erfüllung. Viele von uns erreichen diese, wenn wir etwas für andere tun. Unseren Lieben oder auch Fremden eine Unterstützung sein, gebraucht werden – das macht nachweislich glücklich. Ob wir nun Freunden helfen oder uns ehrenamtlich engagieren, zum Beispiel Kindern vorlesen oder im Tierschutz aktiv sind: Gutes zu tun, tut auch uns selbst gut. Wie schon der Arzt und Philosoph Albert Schweitzer wusste: »Glück ist das Einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.«

Die Momente (auf-)zählen

Natürlich fühlt sich nicht jeder Tag unseres Lebens nach Lottogewinn an. Doch addieren wir die kleinen Augenblicke, die uns täglich ein Lächeln ins Gesicht zaubern, steht da unterm Strich meist eine ordentliche Portion Glück. Um sich das bewusst zu machen, hilft ein Glückstagebuch, in das wir jeden Abend mindestens drei Dinge notieren, die uns an diesem Tag gefreut haben. Frische Beeren, die wir im Garten sammelten und gleich verspeisten. Ein gutes Schwätzchen mit der Nachbarin, der hilfreiche Tipp des Apothekers gegen den nervigen Reizhusten, der bunte Schmetterling, der kurz auf unserer Fensterbank Halt gemacht hat – wer offen und achtsam lebt, erlebt viele solcher Glücksszenarien. 

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In die Pedale treten und sich den Sommerwind um die Nase wehen lassen – das entspannt wunderbar, ist supergesund und auch die grauen Zellen kommen so richtig in Fahrt.

Sie haben einen Drahtesel im Keller stehen oder sich vielleicht eines der neuen E-Bikes geleistet? So oder so – jetzt ist die ideale Zeit, sich aufs Rad zu schwingen, unsere wunderschöne Umgebung zu erkunden und grundsätzlich das Auto öfter mal stehen zu lassen. Radfahren liegt voll im (Energiespar-)Trend und unsere Gesundheit profitiert gleich mehrfach davon. Schon nach ein paar Kilometern, spätestens bei einer 20- bis 30-minütigen Tour, werden Sie es spüren, versprochen! 

Aktiv für Herz und Hirn  

Zahlreiche Studien belegen, dass Radfahren den Blutdruck senkt, schädliches Cholesterin abbaut und das Herz stärkt. Zusätzlich werden die Gelenke geschont und überflüssige Pfunde bleiben gleich mit auf der Strecke. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) senkt regelmäßiges Radeln das Infarktrisiko um bis zu 50 Prozent. Das ist aber noch nicht alles: Auch unser Oberstübchen kommt auf Touren – Konzentration, Gedächtnisleistung und logisches Denken verbessern sich. 

Die Chemie stimmt  

Wählen Sie einen niedrigen Gang, sodass Sie locker und gleichmäßig in die Pedale treten und nicht aus der Puste kommen. Ein solch moderates Ausdauertraining regt die Durchblutung an und optimiert die Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff und Nährstoffen. Überdies beeinflusst es den Hirnstoffwechsel auf positive Weise: Stresshormone werden abgebaut und dafür jede Menge Glücksbotenstoffe ausgeschüttet – Serotonin, das uns zufrieden macht und entspannt, sowie Dopamin, das wie ein Energieschub wirkt. Beide sind für die Signalübertragung im Gehirn wichtig. Radeln bringt zudem ein Schlaumacher-Protein, kurz BDNF genannt, ordentlich auf Trab. Es sorgt dafür, dass sich Nervenzellen neu bilden und sich die Neuronen miteinander vernetzen. Stimmt die Chemie im Hirn, ist dies die beste Voraussetzung für geistige Fitness bis ins hohe Alter.

Entspannt auf Tour

Damit Sie sicher und bequem auf zwei Rädern unterwegs sind, sollten Lenker und Sattel richtig eingestellt sein. Den Sattel immer gerade ausrichten. Tipp für die passende Sattelhöhe: Wenn das Pedal auf dem tiefsten Punkt steht, sollte das Bein gestreckt und nicht angewinkelt sein. Den Lenker so einstellen, dass der Oberkörper leicht nach vorne geneigt ist und die Handgelenke nicht abknicken. Mit Helm, atmungsaktiver Kleidung im Zwiebel-Look, einer Flasche Wasser und einer kleinen Radler-Apotheke im Gepäck kann’s sofort losgehen. 

Radler-Apotheke

Für kleine Un- und Notfälle sollten Sie gut gerüstet sein.
In der Apotheke bekommen Sie alles, was Sie dafür
brauchen, und die kompetente Beratung gleich dazu: 

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Manchmal sind Zähne so stark beschädigt, dass eine Füllung oder ein Inlay nicht mehr ausreichen. Doch nicht immer ist es nötig, den Zahn komplett mit einer Krone zu überziehen. In manchen Fällen kann eine Teilkrone zum Schutz der Zahnsubstanz eingesetzt werden. Gesunde Zahnsubstanz kann so erhalten bleiben. 

Was sind Vollkronen?

Vollkronen ersetzen fast die gesamte Zahnkrone. Sie werden eingesetzt, wenn eine Versorgung mit einer Füllung oder einer Teilkrone nicht mehr möglich ist. Der Zahn wird dazu abgeschliffen und der Zahnstumpf von der Krone ummantelt. Dabei sind Vollkronen vergleichbar stabil und fest wie ein natürlicher Zahn und haben eine lange Haltbarkeit. 

Kronen können aus verschiedenen Materialien bestehen wie Gold oder Silber (Vollgusskrone) oder Vollkeramik. Vollkeramikkronen sind ästhetisch eine sehr hochwertige Lösung und sind kaum vom natürlichen Zahn zu unterscheiden. Daher besteht eine Vollkrone im Frontzahnbereich idealerweise aus Vollkeramik oder Zirkonoxid. Vollgusskronen werden eher im nicht sichtbaren Backenzahnbereich eingesetzt. 

Was sind Teilkronen?

Eine Teilkrone ist nicht so hoch wie eine Vollkrone (ca. 2 – 3 mm hoch statt bis zu 10 mm). Sie umschließt nicht den kompletten Zahn. Da sie nur in Teilbereichen des Zahns eingesetzt wird, bleibt mehr natürliche Zahnhartsubstanz übrig. Nur die beschädigte Zahnsubstanz wird abgetragen. Teilkronen werden meist eingesetzt, wenn sich Zahnfüllungen und Inlays nicht eignen, aber der Substanzverlust noch zu geringfügig für eine Vollkrone ist. Teilkronen werden indirekt (außerhalb des Mundes des Patienten) angefertigt und dann im präparierten Zahn dauerhaft befestigt. 

Vor allem wenn der nach außen hin sichtbare Teil des Zahnes noch intakt ist, lässt man ihn stehen, um ein Abweichen der Zahnfarbe zu den Nachbarzähnen zu vermeiden. Viele Patienten entscheiden sich im Frontzahnbereich, aber auch vermehrt im sichtbaren Seitenzahnbereich für Teilkronen aus Vollkeramik. Man unterscheidet je nach Größe der zu bedeckenden Fläche in Halb- und Dreiviertelkronen. 

Beratung bei Ihrem Zahnarzt

Ob Vollkrone oder Teilkrone – Ihr Zahnarzt berät Sie gern, welche Lösung in Ihrem Fall individuell am besten geeignet ist. Die Entscheidung ist von verschiedenen Faktoren abhängig wie z. B. der konkreten Situation im Mund, den gewünschten Materialien, mögliche Allergien oder Bruxismus (Zähneknirschen) und den finanziellen Möglichkeiten des Patienten. 

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Calcium, Magnesium & Co. – was haben Mikronährstoffe mit Kopfschmerzen zu tun? Studien haben ergeben: eine ganze Menge!

Dass Mineralstoffe viele Funktionen im Körper steuern, wissen wir. Calcium verbinden die meisten mit der Knochengesundheit. Bei Magnesium denken wir an Muskeln. So weit, so unvollständig. Dass beide Stoffe nämlich sozusagen Hand in Hand gehen und auch auf den Kopf und auf das Gehirn Einfluss haben, war Gegenstand einer groß angelegten Untersuchung mit rund 10.000 Teilnehmern. Das Fazit: Diejenigen, die vergleichsweise schlechter mit Mineralstoffen versorgt sind, leiden häufiger unter Kopfweh und Migräne als die anderen, die deutlich mehr Wert auf gesunde Ernährung und Vitalstoffzufuhr legen. Ältere Studien untermauern dieses Ergebnis: Mithilfe von Magnetresonanzspektroskopie lässt sich bei Menschen mit Migräne eine verringerte Magnesiumkonzentration im Gehirn, in Blut, Speichel und Nervenwasser nachweisen. Daher liegt die Vermutung nahe: Zwischen Magnesiummangel und der Entstehung eines Brummschädels könnte eine Verbindung bestehen. 

Gut versorgt?  

Der Zusammenhang wird klar, wenn man sich vor Augen führt, welche Aufgaben Magnesium im Körper übernimmt: Es kontrolliert die Reizweiterleitung von Nerven- auf Muskelzellen, dämpft Stresshormone und trägt so zu einer stabilen Funktion des Nervensystems bei. Fehlt es an Magnesium, kann es zu Krämpfen, innerer Unruhe und eben auch zu Migräne kommen. Schließlich sind die Kopfschmerzattacken auf eine Überaktivität der Nervenzellen im Hirnstamm zurückzuführen. Ein Magnesiummangel gilt zwar nicht als Auslöser für das Gewitter im Kopf, möglicherweise aber als Verstärker. Es macht also Sinn, auf eine gute Versorgung mit Magnesium zu achten, aber auch mit Calcium. Denn beide Mineralstoffe bedingen einander. Zu wenig von dem einen Element zieht ein Defizit des anderen nach sich. Daher empfiehlt die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) allen Betroffenen, Mikronährstoffe vorbeugend einzunehmen, um Schmerztage zu reduzieren, die Intensität der Beschwerden zu verringern und folglich die Lebensqualität zu steigern.   

Gemüse, Heilwasser und Präparate 

Selbstverständlich spielt auch die Ernährung eine Rolle. Viel Calcium ist bekanntlich in Milch und Milchprodukten enthalten. Ein guter Magnesiumlieferant ist Vollkorngetreide. Beides steckt in Hülsenfrüchten, grünem Gemüse, Kräutern und Nüssen. Mit Mineralstoffen angereicherte Heilwässer sind ebenfalls eine gute Quelle. Zur gezielten Einnahme gibt es hoch dosierte Magnesium- und Calcium-Präparate als Kapseln, Pulver oder Granulat in der Apotheke. Sie sind gut verträglich, eignen sich zur längerfristigen Einnahme und sind
zudem problemlos mit Migräne-Medikamenten und Schmerzmitteln kombinierbar. 

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Brennende Schmerzen hinter dem Brustbein, häufig verbunden mit saurem Aufstoßen – Sodbrennen ist quälend. Wann sollte man zum Arzt gehen, welche Arzneimittel lindern den Schmerz und was ist bei der Anwendung zu berücksichtigen?   

Millionen Menschen kennen Sodbrennen aus eigener Erfahrung und wissen, wie hartnäckig und unangenehm es sein kann. Was das Feuer im Rachen entfacht, ist ätzende Magensäure, die in die falsche Richtung – also zurück in die Speiseröhre – fließt. Unterschiedliche Faktoren können für diesen schmerzhaften Prozess, den Mediziner als Reflux bezeichnen, verantwortlich sein: Ein schwacher Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen ist eine häufige Ursache, ein Überschuss an Magensäure eine weitere. Fettreiche Mahlzeiten und XXL-Portionen können Sodbrennen ebenso begünstigen wie Süßigkeiten, Alkohol, Kaffee oder hastiges Essen. Auch Stress ist bei saurem Aufstoßen oft mit von der Partie: ein allzu hektischer Alltag schlägt eben nicht selten auf den Magen. 

Wann zum Arzt? 

Die Fülle an möglichen Ursachen macht klar, dass man Sodbennen nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Treten Symptome wie Schmerzen hinter dem Brustbein und saures Aufstoßen häufiger oder gar regelmäßig auf, ist in jedem Fall ein Arztbesuch anzuraten. Wird ein Reflux nämlich nicht richtig behandelt, kann die aufsteigende Säure die Speiseröhre massiv schädigen und ernsthafte Folgekrankheiten nach sich ziehen. Auch Sodbrennen in der Schwangerschaft ist immer ein Fall für den Arzt.  

Sie werden nur selten davon geplagt, etwa nach einer üppigen Mahlzeit? Dann besteht in der Regel kein Grund zu großer Sorge. Ihre Apothekerin und Ihr Apotheker können mit rezeptfreien Medikamenten helfen und beurteilen, welches im Einzelfall am besten geeignet ist. Bitte lassen Sie sich vor Ort individuell beraten!  

Wie wirken Antazida? 

Antazida heißen Arzneimittel, die überschüssige Magensäure binden und so eine puffernde Wirkung haben. Die basischen Substanzen sind bei gelegentlichem, leichterem Sodbrennen eine gute Wahl. Ihr Vorteil: Sie sind insgesamt gut verträglich und helfen rasch, schon nach 15 bis 30 Minuten lassen die brennenden Schmerzen meist nach. 

Sehr zuverlässig wirken Antazida, wenn sie fein verteilt in den Magen gelangen. Deshalb ist es richtig, Präparate in Beuteln, sogenannte Suspensionen, vor der Einnahme gut zu schütteln oder den Beutel gründlich durchzukneten. Kautabletten sollten keinesfalls geschluckt, sondern gut zerkaut werden. Da es zwischen Antazida und anderen Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen kann, muss zwischen der Einnahme ein zeitlicher Abstand von mindestens zwei Stunden liegen. Was genau zu beachten ist, erläutert Ihnen der Apotheker im Beratungsgespräch.  

Wie wirken PPI? 

Protonenpumpenhemmer, kurz PPI, sind Medikamente, die die Bildung von Magensäure hemmen und den Reflux so unterbinden. Umgangssprachlich werden sie auch als Säureblocker bezeichnet. Viele dieser Arzneimittel werden vom Arzt verordnet; Präparate mit den Wirkstoffen Omeprazol, Pantoprazol und Esomeprazol sind in geringer Dosierung auch ohne Rezept in der Apotheke erhältlich. Sie dürfen ohne ärztlichen Rat jedoch nur kurzzeitig eingenommen werden.  

Generell eignen sich PPI für Menschen, die öfter unter Sodbrennen leiden und heftigere Beschwerden haben. Sie lindern die stechenden Schmerzen allerdings nicht sofort – dafür hält ihre Wirkung länger an. Da die Magensäurehemmer auch Nebenwirkungen haben können, ist es immer ratsam, sich in der Apotheke zu informieren.  

Wie können Betroffene vorbeugen?  

Weil ungünstige Essgewohnheiten Sodbrennen hervorrufen können, ist es sinnvoll, die eigenen Vorlieben einmal kritisch unter die Lupe zu nehmen: Um Speisen, die Ihrem Magen sauer aufstoßen, sollten Sie besser einen Bogen machen. Häufig sind sehr fettreiche Leckerbissen die Hauptübeltäter, aber auch allerlei andere Lebensmittel können bei empfindlichen Zeitgenossen zu Refluxbeschwerden führen – zum Beispiel Zitrusfrüchte, scharfe Gewürze, Schokolade und kohlensäurehaltige Getränke. Oft werden mehrere kleine Mahlzeiten am Tag besser vertragen als wenige üppige. 

Generell gilt: Verzichten Sie aufs Rauchen, trinken Sie Alkohol, wenn überhaupt, nur maßvoll und halten Sie sich unnötigen Stress vom Hals. Wer nachts des Öfteren von Sodbrennen gepeinigt wird, sollte mit leicht erhöhtem Oberkörper schlafen. Tipp: Das Kopfteil des Bettes etwas höherstellen oder einfach ein zweites Kissen unter den Kopf schieben. 

Quelle: www.ratgebergesund.de

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Endgültig von der Kippe loskommen und das Leben qualmfrei genießen – das wünschen sich viele Raucher. Doch oft fällt der Rauchstopp schwer.

Nikotin macht süchtig. Viele Raucher wollen das zwar nicht wahrhaben – doch wie groß die Abhängigkeit von der Droge ist, belegt allein die Zahl der gescheiterten Aufhörversuche. Obwohl die meisten Raucher immer wieder mit dem Gedanken spielen, die Qualmerei aus gesundheitlichen Gründen einzustellen, kommen sie einfach nicht weg von der Kippe. Und viele, die es zumindest vorübergehend schaffen, werden wieder rückfällig. Doch davon sollten sich Aufhörwillige nicht beirren lassen: Jeder Versuch, vom Glimmstängel loszukommen, lohnt sich. 

Für Erreichtes belohnen  

Wer sich entschließt, in ein rauchfreies Leben zu starten, kann verschiedene Strategien ausprobieren. Für viele ist die Unterstützung des Partners, von Freunden oder der Familie Gold wert. Denn wer von seinen Mitmenschen zum Durchhalten ermutigt wird, dem fällt es oft leichter, stark zu bleiben. Ein Ansporn kann es auch sein, sich persönliche Etappenziele zu stecken und zu belohnen, wenn ein Ziel erreicht ist – etwa mit einem schönen Kleidungsstück oder einem Kinobesuch. Manchen Menschen hilft es auch, das eingesparte Zigarettengeld Tag für Tag in ein Sparschwein zu stecken. 

Wer es erfahrungsgemäß nicht im Alleingang schafft, von der Kippe wegzukommen, kann Profis mit ins Boot holen – sich beispielsweise an den Hausarzt, die Krankenkasse und den Apotheker wenden. Mittlerweile werden vielerorts spezielle Kurse zur Raucherentwöhnung angeboten und die Kosten oft sogar von der Krankenkasse übernommen. Gute Erfahrungen haben einige Ausstiegswillige auch mit Hypnose, verhaltenstherapeutischen Ansätzen oder fundierter Ratgeberliteratur gemacht. 

Harte Zeiten 

Vor allem die ersten Tage und Wochen ohne Zigarette sind meist hart. Denn dem Körper fehlt das gewohnte Nikotin und es treten Entzugserscheinungen auf: Man wird unruhig oder aggressiv und hat ein unbändiges Verlangen, doch zur Kippe zu greifen. Solche Entzugserscheinungen kann die Nikotinersatz-Therapie lindern. Nikotinpflaster, -tabletten, -kaugummis und -sprays aus der Apotheke wirken unterschiedlich schnell und stark und nehmen den heftigen Nikotin-Schmacht. Eine Beratung in der Apotheke hilft, das passende Präparat zu finden. Rezeptpflichtige Arzneimittel wirken auf das Gehirn ähnlich wie Nikotin, dürfen aber nur unter ärztlicher Kontrolle genommen werden. 

Nikotinersatz-Präparate und verschreibungspflichtige Arzneien können den Rauchstopp erleichtern. Den eigenen Willen und den festen Wunsch, endgültig Nichtraucher zu werden, können sie jedoch nicht ersetzen.

Kippen weg, Pfunde drauf?!

Leider kein Gerücht: Nach dem Rauchstopp nehmen die meisten Menschen ein paar Kilo zu. Und zwar nicht nur, weil sie die „Zigarettenlücke“ mit Süßigkeiten füllen. Auch der Stoffwechsel verändert sich, Nikotin bremst außerdem den Appetit. Um zu verhindern, dass die Waage immer mehr Gewicht anzeigt, hilft es, die alten Raucherrituale durch neue Bewegungsrituale zu ersetzen. Mindestens eine Stunde sparen viele Ex-Raucher pro Tag ein. Das schafft Freiräume für Spaziergänge, Radeln, regelmäßige Termine im Fitnesstempel oder Walking-Verabredungen.

Quelle: www.ratgebergesund.de

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Ferien vom Diabetes gibt es nicht, Ferien mit Diabetes hingegen sind kein Problem. Voraussetzung für unbeschwerte Urlaubstage ist eine gute Planung. Wir sagen, worauf es ankommt. 

Entspannt im Flieger: Bei längeren Flugreisen kann es sinnvoll sein, vorab ein spezielles Diabetikeressen zu bestellen. Gibt es das nicht, am besten das vegetarische Menü auswählen. Während des Fluges auf Alkohol verzichten, denn Hochprozentiges erhöht über den Wolken die Gefahr einer Unterzuckerung und das Thromboserisiko. Außerdem wichtig: Unterwegs öfter mal aufstehen, wenn möglich im Gang auf und ab laufen und auch im Sitzen Fußgymnastik machen.

Gute Fahrt: Wer mit dem Auto verreist, sollte alle zwei bis drei Stunden eine Pause einplanen und den Blutzucker messen. Macht sich beim Fahrer eine Unterzuckerung bemerkbar, sofort anhalten und schnell wirkende Kohlenhydrate (z. B. Traubenzucker, Obstsaft, Softdrinks) zu sich nehmen. Traubenzucker und ein paar Kekse gehören griffbereit ins Handschuhfach. Längere Nachtfahrten möglichst vermeiden, denn die Hell-Dunkel-Anpassung der Augen kann durch den Diabetes gestört sein. 

Keine Risiken eingehen

Gesund vor Ort: Am Hotelbuffet und im Restaurant sollten Sie aus der Fülle des Angebots mit Bedacht wählen und eine allzu einseitige, fettlastige Kost vermeiden. Salate und Obstteller, frische Fischgerichte und Gemüse bieten viel gesunde Abwechslung und helfen auch, das Gewicht unter Kontrolle zu halten. Für Getränke gilt: Zuckerfreie Durstlöscher bevorzugen! 

Vorsicht, Brechdurchfall: Fremdes Essen kann die Verdauung belasten. Lässt man dann Mahlzeiten aus, müssen die Blutzuckermedikamente entsprechend angepasst werden. Bei schweren Brechdurchfällen können die Mahlzeiten, die man vorher zu sich genommen hat, vom Körper vielleicht nicht richtig verwertet werden, aber die blutzuckersenkenden Medikamente eventuell trotzdem wirken. Wer sich unsicher fühlt, sollte einen Arzt kontaktieren. 

Blick auf die Füße: Auch in den Ferien sollten Sie ihre Füße pfleglich behandeln und Verletzungen vermeiden. Das bedeutet zum Beispiel: Wanderschuhe frühzeitig so einlaufen, dass man vor Blasen gefeit ist. Am Strand oder Badesee bequeme Badeschuhe tragen, denn spitze Steine, Muscheln oder Glasscherben können zu kleinen Schnitten führen. 

Im Notfall: Tasche gestohlen, Medikamente weg? Innerhalb Europas sollte man für diesen Fall ein Ersatzrezept dabei haben – der Hausarzt kann es vor der Reise ausstellen. Geht Insulin in fernen Ländern verloren oder verdirbt es, am besten bei einem Arzt oder Krankenhaus erfragen, wo man Ersatz erhalten kann. Im Notfall hilft auch die deutsche Botschaft.

Bitte nicht vergessen!

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Sommer, Sonne, Urlaubszeit – hurra! Egal, wo wir jetzt sind … Sonnenschutz haben wir immer dabei!

Was gibt es Schöneres, als diese herrlichen Sommertage draußen zu genießen – am Wasser, beim Wandern, auf dem Spielplatz oder auch zu Hause im Garten oder auf dem Balkon? Groß und Klein zieht es hinaus und oberste Pflicht ist jetzt ein guter Sonnenschutz.

Nie ohne ins Freie

Sonnenschutz sollte jetzt einen festen Platz in unserem Pflegeritual haben. Am besten gleich morgens auftragen, bevor wir das Haus verlassen, und im Gesicht unter dem Make-up. Im Sommer sollte der Lichtschutzfaktor (LSF) zwischen 30 und 50plus liegen und es gilt: Je heller der Hauttyp, desto höher der LSF, und im Zweifel sollte man sich für den höheren LSF entscheiden. Kinderhaut ist sehr sonnenempfindlich – Sonnenbrand sollte unbedingt vermieden werden, denn die Haut vergisst auch die frühen Schäden nicht!

Nicht kleckern, klotzen!

Mit UV-Schutz bloß nicht zu sparsam umgehen, denn es kommt auf lückenlose Sicherheit an. Ein Erwachsener braucht im Schnitt drei Esslöffel Creme oder 15 Sprühstöße eines Sprays für den gesamten Körper. Das Produkt sorgfältig verteilen, auch auf die Rück- und Innenseiten der Arme, die Kniekehlen, Fußrücken, Ohren, den Haaransatz, und bei schütterem Haar oder einer Glatze an die Kopfhaut denken! Kindern fällt das gleichmäßige Eincremen oft schwer, und schnell werden entscheidende Hautpartien »vergessen«. Sicherheitshalber sollten Eltern, je nach Alter der Kids, das übernehmen oder den Kindern zur Hand gehen. Am besten funktioniert das mit Sonnenschutz, der schnell einzieht und nicht klebt. In Ihrer Apotheke finden Sie eine große Auswahl an Produkten: von leichten Gelen, Fluids und Sprays bis zu reichhaltigen Cremes, auch speziell für Kinder und für Erwachsene mit Hautproblemen wie Neurodermitis, (Sonnen-)allergie oder Mallorca-Akne.

Die Sache mit dem LSF …

Der Lichtschutzfaktor sagt aus, wie lange wir uns ohne Verbrennungsgefahr in der Sonne aufhalten können, und errechnet sich folgendermaßen: Hellere Hauttypen haben eine eigene Schutzzeit von etwa zehn Minuten. Mit LSF 30 verlängert sich die geschützte Zeit um das Dreißigfache, also auf 300 Minuten. Das ist jedoch nur ein ungefährer Wert und keine Garantie. Daher raten Experten, spätestens nach zwei Dritteln der Zeit in den Schatten zu wechseln. Auch können starkes Schwitzen, Baden und Abtrocknen den Schutz durchlässig machen und wir sollten dann immer wieder nachcremen. Das ist besonders bei Kindern wichtig, die gerne toben und im Wasser plantschen. Doch Achtung: Das Nachcremen verlängert nicht die Schutzzeit!

Vorsicht auch im Schatten!

Die beste Sonnencreme wirkt nur, wenn wir uns rechtzeitig in den Schatten zurückziehen. Das gilt vor allem für die Mittagszeit zwischen elf und 15 Uhr. Doch auch ein Sonnenschirm oder Blätterwald halten UV-Strahlen nicht komplett ab. Eine prima Unterstützung zum Sonnenschutz aus der Tube bieten breitkrempige Hüte oder Caps mit Nackenschutz sowie Kleidung. Helle Stoffe lassen etwa ein Zehntel der Strahlen durch, dunkle und fest gewebte Stoffe etwa ein Zwanzigstel. Für sehr sonnenempfindliche Kinder und Erwachsene gibt es auch Spezialkleidung, die fast wie ein Sunblocker wirkt.

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Ein Großteil aller Schlaganfälle ließe sich vermeiden. Vor allem durch gesunde Lebensgewohnheiten und die konsequente Behandlung gefäßschädigender Vorerkrankungen. Lesen Sie hier, wie Sie sich schützen können.  

Jahr für Jahr erleiden hierzulande rund 270.000 Menschen einen Schlaganfall, Mediziner sprechen von Apoplex. Er ist bei uns die dritthäufigste Todesursache. Und er kann jeden treffen! Zwar steigt das Risiko im Alter, aber auch junge Menschen und sogar Kinder bleiben nicht verschont. Meist ist eine Minderdurchblutung des Gehirns verantwortlich, häufig ausgelöst durch ein Blutgerinnsel. Im Medizinerdeutsch heißt die Diagnose dann: ischämischer Schlaganfall.  

Bessere Prognose 

Wer einen solchen Hirninfarkt bekommt, hat heute wesentlich bessere Überlebenschancen als noch vor einigen Jahrzehnten. Das konnten Wissenschaftler der Universitäten Würzburg und Erlangen in einer Studie zeigen, für die die Forscher die Daten von über 3.300 Patienten auswerteten. Verbesserte Therapien haben mit Sicherheit dazu beigetragen, dass Schlaganfall-Patienten heute eine deutlich günstigere Prognose haben. Zudem verfügen sehr viele Kliniken mittlerweile, anders als noch vor 30 Jahren, über spezielle Schlaganfall-Stationen. Auf diesen Stroke Units werden Betroffene umfassend von erfahrenen Spezialisten behandelt.   

Verhindern statt behandeln 

Unbestritten ist: Bei einem Apoplex zählt jede Minute, und eine rasche Behandlung ist oft lebensrettend. Noch besser wäre es allerdings, ihn von Vornherein zu verhindern. Und auch das ist in vielen Fällen möglich! Unbestritten ist nämlich auch, dass bestimmte Risikofaktoren für den überwiegenden Teil aller Hirninfarkte verantwortlich sind. Nur auf wenige davon haben wir keinen Einfluss, etwa auf unsere genetische Veranlagung und auf unser Alter. Die meisten hingegen können wir gut beeinflussen und so auch unser persönliches Schlaganfall-Risiko senken. Experten betonen, dass etwa 70 Prozent aller Schlaganfälle vermeidbar sind.  

Risikofaktoren kennen 

Zu den Hauptrisiken gehören ungesunde Lebensgewohnheiten wie Rauchen, Bewegungsmangel, hoher Alkoholkonsum und ein Übermaß an Stress. Hinzu kommen Übergewicht und bestimmte Vorerkrankungen, die die Gefäße schädigen. Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte und Diabetes, aber auch Herzprobleme wie Vorhofflimmern öffnen dem Apoplex Tür und Tor, wenn sie nicht frühzeitig erkannt und konsequent behandelt werden.  

Ein ungünstiger Lebensstil und gefäßschädigende Zivilisationskrankheiten gehen oft Hand in Hand. Wer sich beispielsweise kaum bewegt, hat häufig mit überflüssigen Kilos zu kämpfen – sein Risiko für Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes steigt. Dauerstress kann den Blutdruck ebenfalls in die Höhe treiben, ungesunde Kost den Zucker- und Fettstoffwechsel durcheinanderbringen, Zigaretten schädigen die Gefäße und begünstigen Arteriosklerose … Das Fatale: Kommen mehrere Risikofaktoren zusammen, potenziert sich die Schlaganfall-Gefahr.  

Mehr Bewegung, weniger Stress  

Diese Zusammenhänge machen klar: Wer vorbeugen möchte, sollte unbedingt gesunde Gewohnheiten pflegen. Das bedeutet: 

Krankheiten auf der Spur  

Um die Hirnschlag-Gefahr zu senken, ist es zudem wichtig, Vorerkrankungen rechtzeitig auf die Spur zu kommen. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ermöglichen es, hohe Blutdruck-, Blutfett- oder Blutzuckerwerte, die anfangs meist keinerlei Beschwerden verursachen, früh zu erkennen und zu behandeln, ehe sie im Körper massiven Schaden angerichtet haben.  

Bei Diabetes kommt es beispielsweise auf eine gute Blutzuckereinstellung an, und ein hoher Blutdruck muss konsequent auf Normalniveau gesenkt werden. Besonders tückisch ist Vorhofflimmern, eine spezielle Form der Herzrhythmusstörung, die das Schlaganfall-Risiko mindestens um das Fünffache erhöht. Um die Gefahr einzudämmen, wird der Arzt Medikamente verordnen und den Behandlungserfolg engmaschig kontrollieren.

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Nicht nur Zähne und Zahnfleisch, auch die Dritten benötigen Zuwendung. Was brauchen festsitzende Brücken und Implantate sowie herausnehmbare Prothesen, damit wir mit ihnen auch morgen noch kraftvoll zubeißen können?

Ein funktionierendes Gebiss, ob mit eigenen oder dritten Zähnen, ist unersetzlich für die Lebensqualität. Schließlich benötigen wir es zum Kauen unserer Leibgerichte, zeigen die Beißerchen beim Lachen und begrenzen damit beim Reden unsere Zunge, sodass wir klar verständlich sprechen. Um die Mundgesundheit aufrechtzuerhalten, sollten wir festsitzenden Zahnersatz ebenso gründlich reinigen wie die natürlichen Zähne. Das heißt: Beides möglichst dreimal täglich jeweils eine halbe Stunde nach den Mahlzeiten putzen. Verwenden Sie hierzu fluoridhaltige Zahnpasta und nutzen Sie einen Schaber, um die Zunge von bakteriellen Belägen zu befreien.

Spezielles »Werkzeug«

Auch die Zahnzwischenräume bitte ausgiebig reinigen; Interdentalbürsten und Zahnseide helfen hierbei. Besonderes Augenmerk sollten wir auf die Übergänge unserer Zähne zum Zahnersatz richten, da sich in diesen Bereichen vermehrt Speisereste sammeln und Keime ansiedeln.

Herausnehmbare Zahnprothesen morgens und abends säubern; dazu empfiehlt sich eine spezielle Zahnprothesenbürste aus der Apotheke. Vor allem die Flächen, die an Gaumen und Zahnfleischkamm aufliegen, sorgfältig reinigen, um die Gefahr einer Zahnfleischreizung zu reduzieren. Tragen Sie eine Vollprothese, massieren Sie aus diesem Grund Ihr komplettes Zahnfleisch täglich mit einer weichen Zahnbürste. 

Fachmännische Reinigung

Für den »Spülgang« der Dritten eine spezielle Prothesenreinigungscreme, Flüssigseife oder Reinigungstabletten wählen. Verzichten Sie auf herkömmliche Zahnpasta; sie verursacht Abrieb und kann so den Zahnersatz schädigen. Ab und an eine professionelle Säuberung der Prothese in einem Dentallabor oder beim Zahnarzt (ca. 20 Euro) bietet sinnvolle Unterstützung. Insbesondere, wenn die Kraft in den Händen zum Putzen nachlässt und es zu hartnäckigen Ablagerungen kommt. 

Nicht nur deshalb sollten wir unsere Prothese in regelmäßigen Abständen beim Zahnarzt checken lassen: Der Doktor prüft auch, ob Anpassungen erforderlich sind oder Reparaturen erledigt werden müssen. Professionelle Zahnreinigungen (ca. 80 bis 120 Euro), die nicht nur bei festsitzendem Zahnersatz, sondern ebenso bei Teilprothesen möglich sind, werden ebenfalls in der Praxis durchgeführt und sollten Ihre Mundpflege zweimal jährlich ergänzen.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – https://leserservice.sud-verlag.de

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Sommerzeit ist Sandalenzeit! Doch zu schicken Schuhen gehören auch fitte Füße. Nach einer Extraportion Beachtung mit diesen Pflegetipps können sich die Sohlen sehen lassen.

Wer kennt das nicht: Kaum ein paar Stunden auf den Beinen, fühlen sich die Füße bei sommerlichem Wetter oft überhitzt, verschwitzt und geschwollen an. Grund für die intensive Wärme ist die durch hohe Temperaturen verstärkte Durchblutung der Füße. Da gibt’s nur eins: die Beine so oft wie möglich hochlegen, um Schwellungen zu reduzieren und unsere fleißigen Gehwerkzeuge zu entlasten. Denn die sind wahrlich Leistungsträger: Sie transportieren unser gesamtes Gewicht von A nach B – und bringen uns so umgerechnet bis ans Lebensende rund dreimal um die ganze Welt.

Abkühlung im Wasserbad

Höchste Zeit, unseren Sohlen etwas zurückzugeben. Etwa ein vitalisierendes Fußbad: Kühles Wasser (zwischen 18 und 24 Grad) erfrischt, ein Rosmarinzusatz belebt zusätzlich. Alternativ beschleunigt Kamille die Wundheilung, Eichenrinde wirkt Schweißfüßen entgegen. Geben Sie zudem etwas Meersalz ins Wasser, hat das Bad auch entzündungshemmende und antiseptische Effekte. Knöcheltief bis zu 20 Minuten »abtauchen«, dann die Füße gut abtrocknen. So aufgeweicht sind sie bestens vorbereitet, um nun möglichen Verhornungen zu Leibe zu rücken: Mit Bimsstein und Hornfeile lassen sich die verdickten, trockenen Hautpartien gut bearbeiten. Anschließend noch ein Peeling aus der Apotheke auftragen, einwirken lassen und warm abspülen.

Nett zu den Nägeln

Jetzt ist die perfekte Gelegenheit, einen Blick auf die Fußnägel zu werfen. Benötigen sie einen neuen Schnitt? Dann bitte gerade kürzen, damit sie nicht in die Haut einwachsen. Scharfe Kanten mit einer Sandblattfeile glätten; sie ist zur einmaligen Nutzung gedacht, sodass auch bei einem Nagelpilz hygienisch gearbeitet werden kann. Übrigens: Die Nagelhaut bitte nicht abschneiden, da sie sich ansonsten leicht entzünden kann. Schonender ist es, sie mit einem Holzstäbchen vorsichtig zurückzuschieben. Beeinträchtigen Schwielen oder ein Hühnerauge den gelungenen Auftritt, aktiv gegensteuern: Mit Hühneraugenpflastern und Salicylsäurelösung aus der Apotheke sind Sie rasch wieder gut zu Fuß.

Crème de la Crème

Für Schrunden und Rhagaden – tiefe, schmerzhafte Risse in der Lederhaut – empfehlen sich Apotheken-Produkte mit Urea (Harnstoff). Sie reduzieren die Hornhaut, versorgen die trockene Fußhaut mit viel Feuchtigkeit und wirken entzündungshemmend. Auch Füße, die von Schrunden verschont bleiben, wünschen sich nun einen ordentlichen Klecks Fußcreme. Diese gibt es mit verschiedensten Inhaltsstoffen, etwa für trockene, stark schwitzende oder strapazierte Füße. Ihre Apotheke berät Sie gern zu geeigneten Produkten. Tipp: Die Füße abends vor dem Schlafen dick eincremen, Baumwollsocken darüberziehen und über Nacht wirken lassen. Am Morgen sind die Füße herrlich zart und regeneriert – da macht das Aufstehen gleich mehr Spaß!

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Sie brennen, jucken, sind gerötet: Viele Millionen Menschen in Deutschland klagen über trockene Augen. Wer betroffen ist, sollte die empfindlichen Augen gezielt befeuchten und vor schädlichen Einflüssen schützen.  

Wenn es unseren Augen an Tränenflüssigkeit mangelt und die Augenoberfläche deshalb nicht ausreichend befeuchtet wird, sehen die sensiblen Sehorgane regelrecht Rot: Missempfindungen wie Brennen, Juckreiz und das scheußliche Gefühl, als würde ein Sandkorn im Augen reiben, sind typische Symptome des trockenen Auges; Mediziner sprechen von Sicca-Syndrom. Hinzu kommen oft weitere Beschwerden wie Augenrötung und Druckgefühl. Und, so paradox es klingen mag: Nicht selten macht ein trockenes Auge durch vermehrten Tränenfluss auf sich aufmerksam. 

Schuld an der Misere sind meist Probleme mit dem Tränenfilm, der für gutes Sehen und gesunde Augen enorm wichtig ist. Wird zu wenig Tränenflüssigkeit produziert oder verdunstet sie zu rasch, ist Augentrockenheit die unangenehme Folge. Mögliche Ursachen und potenzielle Risikofaktoren gibt es wie Sand am Meer. 

Augen im Stress 

Neben Alter und Geschlecht – Senioren und Frauen haben ein höheres Risiko –, sind es oft vermeintlich banale Alltagseinflüsse, die unsere Augen nicht vertragen: Klimaanlagen- und Heizungsluft setzen ihnen ebenso zu wie Autoabgase und Tabakrauch; und sogar das digitale Zeitalter bereitet ihnen reichlich Stress. Der Grund: Wer lange konzentriert auf Smartphone, Tablet oder PC-Bildschirm blickt, blinzelt weniger. Gar nicht gut, denn häufiges Blinzeln ist wichtig, damit sich die Tränenflüssigkeit gleichmäßig auf der Augenoberfläche verteilt. Bleibt der Lidschlag aus, wird das Auge trocken. Experten sprechen in diesem Zusammenhang vom Office-Eye-Syndrom. 

Quälender Begleiter  

Wichtig zu wissen ist zudem, dass trockene Augen Belgleiterscheinung verschiedener Krankheiten sein können. Wer zum Beispiel Probleme mit der Schilddrüse, Diabetes oder Rheuma hat, wird oft auch vom Sicca-Syndrom geplagt. Allein dieser Zusammenhang macht klar, warum gereizte, brennende Augen immer Anlass für einen Besuch bei der Augenärztin bzw. beim Augenarzt sein sollten, damit über die weitere Therapie entschieden werden kann. 

Nicht zuletzt können auch Medikamente wie beispielsweise Betablocker, Schlafmittel und Hormonpräparate das Sicca-Syndrom als unerwünschte Nebenwirkung haben. Ein Blick in die Packungsbeilage gibt Auskunft. Ganz wichtig: Ein verordnetes Medikament niemals auf eigene Faust absetzen, sondern bei Verdacht immer mit dem behandelnden Arzt sprechen. Auch das Apothekenteam vor Ort kann kompetent beraten und bei der Suche nach einer verträglicheren Alternative helfen.

Künstliche Tränen  

Um die Beschwerden zuverlässig zu lindern, gibt es in der Apotheke sogenannte künstliche Tränen. Diese rezeptfreien Augentropfen befeuchten die Augenoberfläche und können den Tränenfilm stabilisieren. Erhältlich sind wässrige und zähflüssige Präparate – welches ideal ist, hängt unter anderem davon ab, wie stark die Beschwerden sind. Für empfindliche Augen sind Tränenersatzmittel ohne Konservierungsstoffe die bessere Wahl; für intensive Befeuchtung in der Nacht eignet sich eine spezielle Augensalbe oder ein -gel. Hilfreich ist es in jedem Fall, sich in der Apotheke zu informieren.  

Augen auf im Alltag 

Generell gilt: Ein augenfreundlicher Alltag kann trockenen Augen vorbeugen und auch helfen, akute Beschwerden zu lindern. Hier sind wichtige Tipps.  

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Ein kleines Trainingsprogramm, das Konzentrationsvermögen, Merkfähigkeit und Gedächtnisleistung effektiv unterstützt. Alle Übungen lassen sich je nach persönlicher Verfassung im Stehen oder auch im Sitzen ausführen.

Alte Menschen verlieren oft die Fähigkeit, mehrere Handlungen gleichzeitig auszuführen. Beispielsweise fällt es ihnen schwer, spazieren zu gehen und währenddessen mit ihrer Begleitung ein Gespräch zu führen. Um das zu fördern, können bestimmte Bewegungsabfolgen trainiert werden. „Das unterstützt die Gedächtnisleistung und kräftigt den Körper auf schonende Weise. Zudem hilft es den Trainierenden, sich selbst bewusster zu spüren und wahrzunehmen“, erklärt der Fitness- und Bewegungstrainer Bernhard Koch. Die folgenden Übungen hat er speziell für hochaltrige Menschen und Menschen mit Demenz entwickelt.

Übung 1: Kreisen und klopfen

Bringt Freude und fördert das Konzentrationsvermögen 

Legen Sie die rechte Hand auf Ihren Bauch und die linke Hand auf Ihren Kopf. Jetzt kreisen Sie mit der Handfläche über Ihren Bauch und klopfen sanft zeitgleich auf Ihren Kopf. Danach die Seiten wechseln. 30 Sekunden pro Seite  

Übung 2: Arme strecken und beugen 

Hilft, Bewegungsabfolgen zu meistern 

Senken Sie die Schultern und strecken Ihre Arme nach vorne aus. Dann winkeln Sie Ihren rechten Arm an und legen die Hand auf die linke Schulter. Danach die linke Hand auf der rechten Schulter ablegen. Im Anschluss die Arme wieder hintereinander nach vorne ausstrecken. 5 – 10 Durchgänge

Übung 3: Fersen und Fußspitzen hintereinander aufsetzen

Trainiert die Beingefäße und verbessert das Reaktionsvermögen

Nehmen Sie Ihre Hände in die Taille und stellen Ihre Beine nah am Körper auf die Fußspitzen. Dann strecken Sie Ihr linkes Bein mit angewinkeltem Fuß nach vorne und setzen es auf der Ferse auf. Erweitern Sie die Anforderung, indem Sie die zweite Ferse vorne aufsetzen. Danach setzen Sie die Beine wieder hintereinander zurück auf die Fußspitzen. 5 – 10 Durchgänge

Übung 4: Finger spreizen

Stärkt die Schultern, mobilisiert die Hände und schult die Aufmerksamkeit  

Strecken Sie Ihre Arme bei gesenkter Schulter nach vorne. Halten Sie zu Beginn Finger und Daumen nah beieinander. Dann starten Sie, indem Sie den kleinen Finger spreizen und zurückziehen. Dann den kleinen Finger und Ringfinger zusammenhalten und spreizen, sodass die Öffnung zwischen Mittel- und Ringfinger entsteht. Danach wieder schließen. Nun den Zeigefinger abspreizen und wieder anlegen, bevor zum Schluss noch der Daumen nach außen und wieder zurückzieht. Immer mit beiden Händen gleichzeitig arbeiten. 3 – 5 Wiederholungen

Diese und weitere Übungen finden Sie in den Buchkarten „Training mit Demenz“ (13,95 € zzgl. Versand). Im Internet zu bestellen unter www.sportartverlag.de oder telefonisch unter 0221/534 76 42.

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„Hurra, ein Baby kommt!“ Bis zur Geburt liegt eine aufregende Zeit vor Ihnen. Wir begleiten Sie mit 9 Tipps durch 9 Monate. 

1) Pflege für den „Baby-Glow“

Eine Schwangerschaft verändert viel, auch die Haut. Der Östrogenschub verleiht dem Teint diesen zarten „Baby-Glow“, pusht aber auch die Pigmentierung und macht die Haut besonders sonnenempfindlich. Um bräunlichen Flecken und UV-Schäden vorzubeugen, verwenden Sie eine Tagespflege mit Lichtschutzfaktor und zusätzlich eine Sonnencreme aus der Apotheke. 

2) Mama-Food vom Feinsten

Vitamine, Mineralstoffe: Davon kann’s jetzt gar nicht genug geben. Der Nährstoffbedarf steigt, der Kalorienverbrauch allerdings kaum. Dass Sie für zwei essen müssen, ist ein Mythos. Power-Food gehört allemal auf den Speiseplan: frisches Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, fettarme Milchprodukte, Meeresfisch, ab und zu mageres Fleisch – am besten in Bio-Qualität. Mit Zucker und tierischen Fetten sparsam umgehen. Rohes Fleisch, rohe Schinkensorten und Wurst meiden, da Toxoplasmose-Erreger enthalten sein können. Die Infektion erhöht das Risiko für Frühgeburten sowie Organ- und Hirnschäden des Babys.

3) Wohl im Magen

Ein flaues Gefühl im Bauch, Übelkeit … keine Seltenheit, solange die Hormone im ersten Trimester noch in der Umstellungsphase sind. Oft können ein paar Schritte an der frischen Luft, Ingwertee oder „Riechfläschchen“ mit Lavendel- oder Rosmarinöl den rebellischen Magen beruhigen.

4) Streicheleinheiten für zwei

Hochwertige Öle mit Kamillen- und Ringelblumenextrakten, mit Vitamin A und E beugen Dehnungsstreifen an Bauch, Beinen und Po vor. Eine Zupfmassage regt die Durchblutung an und tut dem Bindegewebe gut: Das Öl verteilen, Hautpartien mit den Fingern vorsichtig anheben und loslassen. Am Bauch immer von außen zum Nabel hin massieren. Zwei bis drei Wochen vor der Geburt das Öl nur noch sanft im Uhrzeigersinn auftragen, da sonst die Gebärmutter gereizt wird und Wehen ausgelöst werden könnten. Jede Massage übrigens  streichelt die Seele und – das weiß man – gefällt Ihrem Baby auch. Es spürt nämlich, was Sie fühlen. 

5) Sodbrennen sanft löschen

Je mehr der Babybauch wächst, desto enger wird es für den Magen. Saures Aufstoßen begleitet daher oft die zweite Schwangerschaftshälfte. Dagegen hilft: Nur kleine Snacks essen und bei akutem Sodbrennen ein Stück trockenes Brot, einige Mandeln oder eine gekochte Kartoffel langsam kauen.

6) Beine hoch & kalte Güsse

Die Venen leisten jetzt Schwerstarbeit, da das Baby über den Blutkreislauf mitversorgt wird. Kein Wunder, dass die Beine müde werden und manchmal anschwellen. Kalte Bein- oder Kniegüsse halten die Gefäße fit. Legen Sie die Beine öfter mal hoch (über Herzhöhe) und verwöhnen Sie die Beine mit angenehm kühlenden und durchblutungsfördernden Gelen oder Tonika. Ihre Apotheke bietet vitalisierende Venenhelfer mit Extrakten aus Rosskastanie oder rotem Weinlaub sowie ätherischen Ölen an.

7) Stillkissen zum Schlummern

Mit der Nachtruhe ist es so eine Sache … Etwa ab dem sechsten Monat wird die Rückenlage unbequem, und auf der linken Seite schläft es sich besser. Schmerzt der Rücken oder drückt der Bauch, dann klemmen Sie zur Entlastung ein Kissen zwischen die Beine. Ein Stillkissen ist dafür übrigens wie gemacht.

8) Entspannung, auch für den Rücken

Auszeiten zum Auftanken sind jetzt wichtig! Schwangerschafts-Yoga erfüllt da gleich mehrere Aufgaben: Die Übungen entspannen wunderbar und können auch Rückenprobleme lösen, wenn mit wachsendem Bauch die Belastung der Wirbelsäule zunimmt. Kurse gibt’s online, in Sportvereinen und in Volkshochschulen. Tipp: Hartnäckige Rückenbeschwerden kann eine Akupunktur lindern – sicher und ohne Nebenwirkungen.

9) Endspurt mit HypnoBirthing

Trotz aller Vorfreude stellen sich auch bange Fragen: Läuft bei der Geburt alles gut? Ist das Baby gesund? Werde ich das alles schaffen …? Ein Geburtsvorbereitungskurs klärt viele Fragen und Unsicherheiten, aber nicht immer alle. Besonders intensive Vorbereitung bietet HypnoBirthing. In Kursen lernen Paare, sich mit Entspannungstechniken und Selbsthypnose von Ängsten zu lösen und die Geburt gelassen zu erleben. Infos: www.hypnobirthing.de

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – https://leserservice.sud-verlag.de

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Die dicken Röhrennudeln werden mit einer feinen Mischung aus Spinat, Ricotta, Eiern und
Parmesan gefüllt und dann im Ofen überbacken. Ein Klassiker der italienischen Küche.

Zutaten für 4 Portionen:

Zubereitung:

Blattspinat in der Mikrowelle oder in einem kleinen Topf auftauen. Anschließend ausdrücken und grob hacken. Zwiebel und Knoblauch schälen, fein hacken und im heißen Olivenöl dünsten. Spinat zufügen und ca. 5 Minuten mitdünsten. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Spinat abkühlen lassen und mit Ricotta, 80 g Parmesan und den Eiern mischen. Die Masse in einen Spritzbeutel mit großer Lochtülle füllen und in die Nudelröllchen spritzen. Nebeneinander in eine gefettete Auflaufform legen. Pasta Sauce und Gemüsebrühe aufkochen und über die Cannelloni gießen. Im vorgeheizten Backofen bei 200° C (Umluft: 175° C) ca. 35 Minuten backen. 

Pro Portion: 436 kcal/1821 kJ, 4,3 BE

Ricotta: Doppelt gekocht

Ricotta wird aus der Molke gemacht, die bei der Produktion anderer Käse angefallen ist. Wörtlich übersetzt bedeutet Ricotta „doppelt gekocht“: Einmal wird die Milch für die Herstellung von Käse erhitzt, ein zweites Mal dann bei der Ricotta-Herstellung. Ricotta schmeckt mild und hat eine leicht körnige Konsistenz. Alternativ können Sie für unser Rezept auch Hüttenkäse verwenden, den Sie vor der Verarbeitung evtl. etwas abtropfen lassen sollten.

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Es zieht im Nacken, reißt im Kreuz: Häufig sind Bewegungsmangel und ungünstige Alltagsgewohnheiten für Rückenschmerzen verantwortlich. Steuern Sie gegen! 

„Ich habe Rücken!“ – Die schmerzhafte Realität hinter diesem inzwischen schon geflügelten Wort kennen Millionen Menschen aus eigener Anschauung. Denn Rückenschmerzen sind ein Volksleiden. Zum Glück haben die quälenden Beschwerden häufig keine ernsthaften Ursachen und verschwinden nach einiger Zeit von selbst wieder.
Unsere Tipps verraten, was Rückenschmerzen lindert und wie Sie ihnen vorbeugen können. 

Bewegter Alltag 

Stundenlanges Sitzen ist Gift für die Rückenmuskulatur, während Bewegung Verspannungen und Schmerzen entgegenwirken kann. Bringen Sie ein Plus an körperlicher Aktivität in den Alltag. Schon kleine Veränderungen können viel bewirken: Wie wäre es, künftig Fahrstühle und Rolltreppen zu meiden und stattdessen Treppen zu steigen? Oder nur noch Strecken ab zwei Kilometern mit dem Auto zurückzulegen? Alles was kürzer ist, wird zu Fuß oder mit dem Rad erledigt. 

Ausdauer beweisen 

Sport stärkt den Rücken. Ideal fürs Kreuz sind Ausdauersportarten mit gleichmäßigen und symmetrischen Bewegungen, etwa Radfahren, Nordic Walking, Inlineskaten und Schwimmen. Auch gezielte Rückengymnastik hat sich bewährt.  

Vitaminreich schlemmen 

Gesunde Kost, die den Körper ausreichend mit Calcium und Vitaminen versorgt, leistet einen wichtigen Beitrag zur Osteoporose-Vorbeugung. Außerdem schützt eine vollwertige, ausgewogene Ernährung vor Übergewicht – das wäre auch für den Rücken eine Last. 

Weniger Stress, weniger Schmerz 

Stress, Angst, Ärger, Sorgen – all das kann Muskelverspannungen in den Schultern oder im Rücken nach sich ziehen. Stressabbau, regelmäßige Entspannungsphasen und eine generell positive Lebenseinstellung können dazu beitragen, den Rücken gesund zu halten. 

Rückengerechtes Umfeld schaffen 

Ein klappriger Schreibtischstuhl, eine uralte Matratze, ein unhandliches Gartengerät – viele Möbel und Geräte in unserem Umfeld belasten den Rücken. Das muss nicht sein, denn mittlerweile gibt es viele rücken-schonende Alternativen. Ein nützlicher Anhaltspunkt beim Kauf kann das AGR-Gütesiegel sein, mit dem die „Aktion Gesunder Rücken“ rückengerechte Alltagsgegenstände auszeichnet.

Hilfe bei akuten Schmerzen

Quelle: www.ratgebergesund.de

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Die meisten in Deutschland gesetzten Zahnimplantate bestehen aus Titan (Reintitan oder Titan-Legierungen). Die Zahnimplantate aus Titan werden bereits seit Jahrzehnten verwendet, um verlorene Zähne zu ersetzen. Sie werden direkt im Kieferknochen verankert und wachsen dort ein – eine Wartezeit von ca. 3 bis 6 Monaten ist dafür in der Regel nötig. Der darauf befestigte Zahnersatz (Krone oder Brücke) sieht nahezu aus wie die natürlichen Zähne, auch Vollprothesen können sicher auf Zahnimplantaten befestigt werden. 

Was sind die Vorteile von Titanimplantaten?

Die hohe Körperverträglichkeit und Stabilität von Titanimplantaten sind durch Langzeitstudien belegt. Sie gelten als biokompatibel und werden vom Körper gut aufgenommen. Titanimplantate verbinden sich besonders gut mit dem Kieferknochen. Ebenfalls können sie schnell belastet werden, teilweise sogar schon am Tag der Operation. Abstoßungsreaktionen treten vor allem bei Reintitan nur selten auf, für die meisten Menschen ist Titan sehr verträglich. Die Implantate können viele Jahre und manchmal auch ein Leben lang im Mund verbleiben.   

Nachteile von Titanimplantaten

In seltenen Fällen kann es allerdings vorkommen, dass Patienten nach dem Einbringen eines Implantates an unklaren Beschwerden leiden. Bei manchen Patienten kommt es zu einer Entzündungsreaktion, das Risiko für einen Implantatverlust steigt dann. Die Wahrscheinlichkeit für Nebenwirkungen ist bei Legierungen allerdings höher als bei Reintitan. Ebenfalls steigt das Risiko, wenn der Patient unter Vorerkrankungen leidet. 

Für wen sind Keramikimplantate eine Alternative?

Keramikimplantate aus metallfreiem Zirkonoxid sind in hohem Maße biokompatibel und lösen nach derzeitigem Kenntnisstand keine Allergien und Unverträglichkeiten aus. Zudem können sich bakterielle Beläge kaum auf den Keramikimplantaten anlagern. Davon können Patienten mit chronischen Beschwerden bzw. Erkrankungen, wie z. B. Unverträglichkeiten, Allergien, Rheuma oder Diabetes, profitieren. 

Vor allem im sichtbaren Frontzahnbereich sind Keramikimplantate eine Alternative zu Titanimplantaten. Im Laufe der Jahre kann es durch Erkrankungen, falsche Putztechnik usw. zu Zahnfleischrückgang kommen. In solchen Fällen sind mitunter graue Ränder am Zahnfleischrand sichtbar, wenn das Titanimplantat durchscheint. Die weißen Keramikimplantate sehen dann ästhetisch besser aus. 

Nachteile von Keramikimplantaten

Zu Keramikimplantaten gibt es im Gegensatz zu Titanimplantaten noch keine Langzeitstudien, es gibt daher weniger Erfahrungswerte. Bisherige Studien deuten auf die Belastbarkeit und Langlebigkeit der Zahnimplantate aus Keramik hin. Ferner dauert die Einheilzeit bei Keramikimplantaten länger. Ein weiterer Nachteil für den Patienten ist, dass Keramikimplantate wesentlich teurer als Titanimplantate sind. 

Die Entwicklung geht derzeit in Richtung Keramikimplantate vor allem wegen der besseren Ästhetik. Bislang sind sie aber noch kein Ersatz für Titanimplantate, die weiterhin der Standard sind und sich über viele Jahre hinweg als Werkstoff für Zahnimplantate bewährt haben. 

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Einen Tag im strahlenden Sonnenschein zu verbringen, lässt unser Stimmungsbarometer steigen – die Haut aber leiden. Was wir tun können, um die wärmenden Strahlen unbeschwert zu genießen. 

Im Urlaubskoffer landet bei den meisten Reisenden auch ein Sonnenschutzmittel – zu Recht, schließlich setzen wir uns in den Ferien häufig vermehrt der Sonne aus, und gerade in südlichen Gefilden herrscht eine intensivere Strahlung. Zu Hause hingegen verzichten wir selbst im Frühling und Sommer häufig auf Creme, Lotion oder Spray mit Lichtschutzfaktor. Ein Fehler, warnen Experten, denn den überwiegenden Teil der Sonnendosis nehmen wir im Alltag auf. Ungeschützt kann das unsere Wahrscheinlichkeit, an Hautkrebs zu erkranken, massiv erhöhen. Deshalb gilt ab heute: Täglich auf den UV-Index achten! Liegt er bei 3 oder darüber, ist Ihre Haut ohne Schutz in Gefahr.

Das Strahlen-Abc

Das Tückische an der Sonne: ihre UV-A- und UV-B-Strahlen. Letztere sind sehr energiereich und kurzwellig; sie dringen in unsere Epidermis, die äußerste Hautschicht, ein und schädigen die DNA-Moleküle unserer Hautzellen. UV-B-Strahlung löst Sonnenbrand aus und erhöht so das Hautkrebsrisiko. Wie eine US-Studie zeigte, liegt die Wahrscheinlichkeit zur Entwicklung von gefährlichem schwarzem Hautkrebs bei Menschen, die bis zum 20. Lebensjahr fünf oder mehr Sonnenbrände hatten, um 80 Prozent über dem derer, die keinen erlitten. UV-A-Strahlen sind weniger energiereich, dafür aber langwellig. Sie lösen kaum Rötungen aus, dringen aber bis zur Lederhaut, also viel tiefer, in unsere sensible Hülle vor. Hier beschleunigen sie die Hautalterung und können ebenfalls Schäden in der Erbsubstanz der Haut auslösen.

Bedeckt halten und dick auftragen

Um negative Folgen zu verhindern, bitte stets maßvoll Sonne »tanken«: Meiden Sie die intensive Mittagssonne und halten Sie sich möglichst häufig im Schatten auf. Körperbedeckende Kleidung ist ebenso empfehlenswert wie eine Kappe oder ein Sonnenhut – und natürlich eine Sonnenbrille, um die empfindlichen Augen zu schützen. Wichtig: Die Gläser sollten über die Kennzeichnung »UV-400« verfügen; das bedeutet, sie blocken alle gefährlichen UV-Strahlen ab.

Selbstverständlich tragen auch Hautpflegeprodukte mit Lichtschutzfaktor aus der Apotheke maßgeblich zu Ihrem Sonnenschutz bei. Kalkulieren Sie dabei ein, dass es nach der Anwendung etwa 30 Minuten dauert, bis sich die volle Wirkung entfaltet hat. Studien zeigten zudem, dass viele Menschen die Präparate zu dünn auftragen. »Geizen« Sie also lieber nicht mit Creme oder Spray.

Was bedeutet der Lichtschutzfaktor?

Der Lichtschutzfaktor LSF (engl. Sun Protection Factor, SPF) gibt an, wie viel länger wir uns mit dem Mittel in der Sonne aufhalten können. Grundsätzlich gilt: Je höher der LSF, desto länger der Schutz. Würde sich die Haut ungeschützt nach zehn Minuten röten, verlängert eine Lotion mit LSF 25 die Schutzzeit auf 250 Minuten – allerdings nur theoretisch. Experten raten, bereits nach einem Drittel, in diesem Fall also nach knapp eineinhalb Stunden, das Sonnenbad zu beenden und eine UV-Pause einzulegen. Im Gebirge und in südlicher Sonne reduziert sich übrigens die Eigenschutzzeit unserer Haut aufgrund der intensiveren Strahlung. Hier sollten Sie daher einen höheren LSF wählen als zu Hause.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – https://leserservice.sud-verlag.de

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Unsere Füße müssen uns ein Leben lang tragen. Sie freuen sich über ein kleines
Fitnessprogramm, das die Muskulatur trainiert und entlastet. Ausprobieren lohnt sich!  

1 : Im Stehen oder im Sitzen ein Tuch mit den Zehen greifen und aufheben. Dann die Zehen lockern und das Tuch fallen lassen. Die Übung mit jedem Fuß zehn Mal durchführen. 

: Auf einen Stuhl setzen und beide Füße anheben. Einen kleinen, weichen Ball mit kräftigem Druck zwischen den Fußballen einklemmen. Dann den Ball mit beständigem Druck von den Fußballen bis zur Ferse und wieder zurück rollen – fünf Mal hin und her, danach die Füße absetzen und ausschütteln. Übung fünf Mal wiederholen.

: Eine Euro-Münze auf den Boden legen. Beim Abrollen und Abstoßen des Fußes das Geldstück mit dem Vorfuß „mitnehmen“. Wie ein „Saugnapf“ soll das Quergewölbe die Münze vom Boden heben. Die Zehen dabei nicht verkrampfen und anziehen! Man kann auch mehrere Geldstücke im Raum verteilen und wie in einem Parcours aufsammeln. Linker und rechter Fuß üben jeweils zehn Mal.

4 : Im Stehen beide Füße auf einer Serviette oder Zeitung
abstellen. Mit den Zehen des einen Fußes das Papier greifen und langsam zerreißen. Fuß wechseln und wiederholen.
Dabei sollten möglichst viele kleine Papierschnipsel entstehen. Die Übung jeweils fünf Mal links und rechts wiederholen. 

Erst bewegen, dann pflegen   

Gesunde Füße brauchen nicht nur kräftige Muskeln, sondern auch eine intakte, streichelzarte Haut. Gönnen Sie sich deshalb regelmäßig ein kleines Fußpflege-Programm: 

Quelle: www.ratgebergesund.de

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Cola und Salzstangen helfen bei Durchfall, Schnaps fördert die ­Verdauung – um unsere Körpermitte ranken sich viele Gerüchte. Wir haben sie unter die Lupe genommen.  

Mythos 1: Milch lindert Sodbrennen.

Jein. Zwar spült die Flüssigkeit die Speiseröhre frei von der aggressiven Magensäure. Mit einem Glas Wasser erzielen Sie jedoch den gleichen Effekt. Dass die selbst leicht saure Milch Magensäure neutralisiert, ist hin­­gegen ein Ammenmärchen. Bei Sodbrennen hilft sie also nicht nur nicht, im Gegenteil: Wie eine Studie der Universität von Texas (USA) vermuten lässt, kann Milch die Entstehung von Sodbrennen gar begünstigen. Was im Akutfall wirklich hilft, sind Antazida. Diese Arzneimittel neutralisieren überschüssige Magensäure. Auch Heilpflanzen wie Kamille, Süßholzwurzel, Eibischwurzel und Mädesüß können in Form von Arzneitees und Tropfen das Feuer hinterm Brustbein löschen.

Mythos 2: Cola und Salzstangen helfen bei Durchfall.

Falsch! Nur auf den ersten Blick gleichen die vermeintlichen Helfer Flüssigkeits- und Elektrolytverluste aus. Denn durch den überreichlich enthaltenen Zucker, kombiniert mit dem hohen Koffeingehalt, kann sich die Diarrhö sogar verschlimmern. Salzstangen enthalten zwar viel Natrium, was wir benötigen, punkten aber nicht mit weiteren wichtigen Nährstoffen wie Kalium. Besser: Bananen. Sie enthalten den Stuhl andickende Pektine und wirken mit Kalium und Magnesium entkrampfend. 

Mythos 3: Antibiotika können der Darmflora schaden.

Das stimmt. Denn Penicillin und Co. töten Bakterien zuverlässig ab – leider nicht nur die »bösen«. So machen die Arzneimittel auch guten Darmbakterien zu schaffen und bringen das Mikrobiom nicht selten aus der Balance. Wer sein Mikrobiom wieder aufbauen möchte, kann mit Lebensmitteln wie Sauerkraut und Kefir, aber auch mit Arzneihefe aus der Apotheke die mikrobielle Vielfalt im Darm fördern.

Mythos 4: Schnaps fördert die Verdauung.

Im Gegenteil! Der enthaltene Alkohol wirkt vielmehr kontraproduktiv und verlangsamt den Transport des Speisebreis nachweislich. Wer Völlegefühl, Blähungen und andere Verdauungsbeschwerden, insbesondere nach üppigem Essen, vermeiden möchte, sollte auf den »Klaren« oder Kräuterbitter verzichten. Stattdessen setzen Sie besser auf Heilpflanzenkraft, etwa als Verdauungstropfen aus der Apotheke. Auch gut: Fette Speisen gleich mit Bitterstoffen servieren, zum Beispiel einen Endivien-, Chicorée- oder Rucolasalat als Beilage oder Gemüse wie Mangold, Spinat oder Rosenkohl. 

Mythos 5: Nach dem Essen sollst du ruh’n oder tausend Schritte tun.

Zum Teil richtig. Während Ersteres nicht empfehlenswert ist – im Liegen kann es nach der Mahlzeit vermehrt zu Sodbrennen kommen –, gilt Letzteres als absolut sinnvoll. Denn Bewegung fördert gleichzeitig die Aktivität in unserer Mitte und kurbelt so den Verdauungsprozess an. Auch bei Obstipation, wie Mediziner Verstopfung nennen, ist sportliche Betätigung aus diesem Grund als sanfte Gegenmaßnahme hilfreich. Ebenfalls wichtig, wenn es im Darm »rien ne va plus« heißt: viel Wasser trinken! 

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – https://leserservice.sud-verlag.de

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Immer mehr Menschen leiden unter Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien. Für die Betroffenen heißt das: Die Begegnung mit dem reizenden Stoff hat unangenehme Folgen von einer harmlosen Hautrötung über Verdauungsbeschwerden bis hin zu Atemnot. Wir erklären den Unterschied zwischen Allergie und Intoleranz und wie Sie mit der Diagnose gesund leben. 

Dieses eine wunderbar leckere Nuss-Plätzchen hätte sie besser nicht gegessen: Aus heiterem Himmel ein heftiger Hustenreiz. Die Atmung erschwert und pfeifend. Plötzlich Atemnot – begleitet von unbändiger Angst. Der ganze Körper im Alarmzustand. Eine Nahrungsmittelallergie kann bei Erwachsenen ganz plötzlich auftreten. Nüsse und Erdnüsse, Eier, Fisch, Schalentiere und Milchprodukte kommen als Auslöser in Frage. Manchmal reagieren Betroffene auch auf bestimmte Obstsorten, Gemüse oder Gewürze. Die Reaktion kommt meist sofort nach dem Verzehr einer Speise, manchmal aber auch erst Stunden später. 

Und auch wenn Allergiker die üblichen Verdächtigen schon kennen: Auslöser kann manchmal auch ein verborgener Inhaltsstoff sein, der mit bloßem Auge nicht zu erkennen ist. Viele Lebensmittelverpackungen enthalten deshalb Warnhinweise wie „…kann Spuren von Erdnüssen enthalten“.  

Die Reizstoffe meiden 

Etwa fünf bis sieben Prozent der Bevölkerung in Deutschland leiden Schätzungen zufolge an einer behandlungsbedürftigen Nahrungsmittelallergie. In diesem Fall reagiert das körpereigene Immunsystem auf einen bestimmten Bestandteil der Nahrung. Die Folgen können ein leichter Juckreiz, eine Hautrötung, Brennen und Schwellungen im Mundraum oder Gesicht, Fließschnupfen und schlimmstenfalls sogar ein anaphylaktischer Schock mit Kreislaufversagen und Bewusstlosigkeit sein. Alkohol, Stress und körperliche Anstrengung können die Symptome verstärken. Ein allergischer Schock kann in kurzer Zeit zum Herz-Kreislauf-Stillstand führen.  

Neben dieser echten Allergie gibt es aber auch Pseudoallergien. An ihnen ist das Immunsystem nicht beteiligt. So kann der Verzehr zum Beispiel von Nüssen in kleiner Menge über eine lange Zeit gut gehen. Nimmt der Betroffene aber zum Beispiel einmal Nüsse in größerer Menge zu sich, treten Beschwerden auf. Auslöser einer Pseudoallergie können auch Zusatzstoffe sein, die für Färbung, Konservierung oder Aromatisierung eingesetzt werden und an den E-Nummern erkennbar sind.

Auch bei einer Intoleranz ist das Immunsystem außen vor. Dem Körper fehlen bestimmte Enzyme oder Proteine, um bestimmte Bestandteile des jeweiligen Nahrungsmittels abzubauen. Die Milch- und Fruchtbestandteile Laktose und Fruktose, Histamin, das in Rotwein, Schokolade und gereiftem Käse vorkommt, aber auch Zusatzstoffe wie Glutamat können dann nicht verarbeitet werden. Typische Folgen sind meist Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall. In Einzelfällen können die Symptome auch denen einer Allergie ähneln: Rötungen und Juckreiz, Niesattacken, Fließschnupfen, Atemnot, Husten oder Verschleimung können auch ein Hinweis auf eine Unverträglichkeit sein. 

Allergie oder Intoleranz? 

Klarheit über die Ursache von untypischen Reaktionen auf Nahrungsmittel schafft eine Untersuchung beim Haus- oder Facharzt. Das Mittel der Wahl zur Feststellung einer Allergie ist meist der sogenannte Pricktest. Dabei werden typische Allergieauslöser auf den Unterarm aufgebracht. Alternativ kann aber auch bei einer Blutuntersuchung getestet werden, ob Antikörper gegen bestimmte Nahrungsmittel vorhanden sind. Die Diagnose einer Intoleranz ist meist aufwändiger: Erst spezielle Laboruntersuchungen, eine Auslassdiät und Provokationstests schaffen Sicherheit. 

Während Kinder gute Chancen haben, dass ihre Nahrungsmittelallergie mit der Zeit wieder verschwindet, weil ihr Körper lernt, bestimmte Allergene zu tolerieren, müssen Erwachsene meist länger oder sogar dauerhaft mit der Reizreaktion leben. 

Wichtigste Strategie: Vermeidung

Die wichtigste Strategie sowohl bei Nahrungsmittel-Intoleranzen als auch bei Allergien heißt: Meiden Sie die Auslöser! Kommt es doch einmal zu einer anaphylaktischen Reaktion, kann nur ein Notfallset helfen. Dies enthält meist ein schnell wirkendes Antihistaminikum, das über den Mund eingenommen werden kann, ein Glukokortikoid und eine Adrenalin-Fertigspritze. Da in der Regel nur wenige Nahrungsmittel Allergien auslösen, ist eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung meist trotzdem gesichert.  

Ein allergischer Schock ist nicht zu befürchten bei einer Intoleranz. Betroffene sollten allerdings genauer auf die Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen achten. Hier ist eine gute Beratung nötig, denn zum Beispiel eine Laktoseintoleranz erfordert meist eine erhöhte Zufuhr von Kalzium. Bei einer Fruktoseintoleranz muss auf eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen geachtet werden. Individuell abgestimmte Enzympräparate können den Mangel unter Umständen ausgleichen, so dass der vollständige Verzicht auf liebgewonnene Lebensmittel nicht in jedem Fall zwingend nötig wird. Wer die Ursache seiner Beschwerden kennt, findet längst leckere Lebensmittel, die auch bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien bekömmlich sind und gut schmecken.  

Quelle: www.ratgebergesund.de

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Stress haben nur die jungen Hüpfer? Wenn Sie 65 plus sind, wissen Sie es vermutlich besser. Relaxen im rüstigen Rentenalter ist essenziell wichtig. Wie gelingt’s wirklich? 

Einfach mal herzhaft lachen, die Lieblingsmusik hören, ein warmes Bad nehmen. Es gibt viele Methoden, um sich von kreisenden Gedanken zu befreien. Wichtig ist nur, es immer wieder zu tun. Entspannung lebt von der Wiederholung. Gönnen wir uns nicht regelmäßig Auszeiten, entsteht nämlich ein biologisches Ungleichgewicht. Stresshormone gewinnen die Oberhand und bringen das vegetative Nervensystem in Schieflage: Blut­druck und Puls pendeln sich auf hohem Niveau ein, Muskelanspannung geht womöglich in schmerzhafte Verkrampfung über, das Immunsystem verliert an Schlagkraft, auch die Konzentration wird müde. Hingegen bleibt der Fokus an dem haften, was erst zur Belastung geführt hat – und dies sind im Alter meist andere Themen als in jüngeren Jahren. Existenzängste, Trauer um einen geliebten Menschen, die eigene Erkrankung oder Einsamkeit. Raus aus dieser Abwärtsspirale finden wir, indem wir uns bewusst für Pausen entscheiden – am besten täglich. 

Bleiben Sie im Austausch

Kaffeekränzchen, Kartenspielrunde oder Klönschnack am Gartenzaun: Beim Treffen mit lieben Freunden oder vertrauten Nachbarn ruhig mal über Persönliches sprechen. Geteiltes Leid ist doch immer noch halbes Leid. Freude hingegen verdoppelt sich. Gemeinsam in schönen Erinnerungen an früher zu schwelgen, stärkt das Miteinander und gibt das gute Gefühl, nicht allein zu sein.  

Entdecken Sie Ihre kreative Ader

Um Löwenzahnkränze zu basteln, ist die Jahreszeit gerade günstig. Völlig unabhängig vom Wetter sind Malen, Stricken, Töpfern. Auch das Alter spielt dabei überhaupt keine Rolle. Im Gegenteil: Manch einer entdeckt erst spät im Leben, wie befreiend es sich anfühlt, auf künstlerische Weise den eigenen Emotionen neuen Ausdruck zu verleihen. Beim kreativen Tun ist meist der Weg das Ziel – es entspannt Herz und Hirn.

Lieben Sie Ihr Leben

Wenn Sie Ihr Leben im Rückspiegel betrachten, was sehen Sie? Verpasste Chancen? Es nützt wenig, mit dem Schicksal zu hadern. Zu jeder Zeit unseres Lebens gab es immer gute Gründe für unsere Entscheidungen. Daher ziehen Sie eine positive Bilanz der bisherigen Jahrzehnte. Mit einer zufriedenen Grundeinstellung blicken Sie gelassener in die Zukunft. 

Werden Sie Meister im Entspannen

Selten funktioniert Abschalten auf Knopfdruck. Nicht umsonst gibt es Kurse, die stets die gleichen Einheiten wiederholen. Progressive Muskelrelaxation (PMR) ist so aufgebaut: Gliedmaße für Gliedmaße anspannen, kurz halten, abrupt lösen. Der Grundgedanke dahinter: Wenn die Muskeln loslassen, lässt auch die Seele los – immer wieder von Neuem. Auch beim Entspannen gilt: Übung macht den Meister.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – https://leserservice.sud-verlag.de

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Wohl jede Frau wünscht sich einen gleichmäßigen, klaren Teint ohne Unreinheiten, Rötungen oder Trockenheitsfältchen. Mit hochwertiger Systempflege und gesunden Lebensgewohnheiten können Sie die Schönheit Ihrer Haut unterstützen. Worauf es dabei ankommt, verrät unser Beauty-Fahrplan. 

1 Die Haut analysieren 

Robust und widerstandsfähig, sehr sensibel oder extrem anspruchsvoll? Unsere Haut ist so individuell wie unsere Persönlichkeit. Generell unterscheidet man vier Hauttypen: normale, trockene, fettige Haut und Mischhaut. Jeder Typ hat seine Eigenarten, von denen die Wahl der Schönheitspflege abhängt. So freut sich trockene Haut zum Beispiel über reichhaltige Pflege mit wertvollen Lipiden, fettige hingegen über eine leichte Feuchtigkeitspflege. Sie sind nicht ganz sicher, wie Ihre Haut beschaffen ist und was sie gerade braucht? Dann lassen Sie sich in Ihrer Apotheke vor Ort kompetent beraten.  

2 Die persönlichen Lebensumstände berücksichtigen  

Reinigungs- und Pflegeprodukte müssen nicht nur zum Hauttyp, sondern auch zu Ihrer Lebenssituation passen. Sie sind jetzt im Frühling viel draußen in der Natur? Dann ist Gesichts- und Lippenpflege mit Lichtschutzfaktor empfehlenswert. Sie stehen zurzeit oft unter Strom, Ihre Haut wirkt dadurch gestresst, ist gerötet und fleckig? Dann sind sanfte Produkte mit hautberuhigenden Substanzen gefragt. Sie arbeiten schwer und geraten auch im Gesicht leicht ins Schwitzen? Dann ist leichte Kosmetik mit mattierendem Effekt gut geeignet.       

3 Die beste Systempflege finden

Reinigungslotion, Tages- und Nachtcreme, Augenpflege und Co.: Nur wenn Ihre Beautyelixiere perfekt aufeinander abgestimmt sind und sich optimal ergänzen, hat Ihre Haut gut lachen. Das Apotheken-Team hilft Ihnen dabei, die ideale Pflegeserie zu finden.  

4 Auf Unverträglichkeiten achten 

Auch die teuerste Creme nutzt nichts, wenn Sie sie nicht vertragen. Viele Menschen haben sehr empfindliche Haut, die nicht nur auf Klima- und Umwelteinflüsse mit Reizungen reagiert, sondern auch auf bestimmte Inhaltsstoffe von Kosmetika. Oft sind es Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe, die Irritationen hervorrufen. Ihre Haut ist ein solches Sensibelchen und neigt vielleicht sogar zu Allergien? Dann ist hypoallergene Kosmetik aus der Apotheke eine gute Wahl. Sie kommt ohne möglicherweise unverträgliche Stoffe aus und verwöhnt empfindliche Haut mit Substanzen, die sie beruhigen und ihre Schutzbarriere stärken. 

Bei anhaltenden störenden Beschwerden der Haut, allergisch bedingten Hautkrankheiten und auffälligen Hautveränderungen ist der Dermatologe der richtige Ansprechpartner.

5 Die Haut konsequent pflegen   

Heute mit Creme und Co. klotzen und morgen in Sachen Pflege schludern? Das nimmt sogar robuste Haut krumm! Besser ist es, die zarte Körperhülle regelmäßig und mit System zu verwöhnen. Nehmen Sie sich deshalb morgens und abends genug Zeit fürs Pflegeritual. Nicht vergessen: Die Haut jeden Abend gründlich von Schmutz und Make-up-Resten befreien, ehe die Nachtcreme aufgetragen wird. Reinigungslotion oder -milch und Gesichtswasser sorgen für porentiefe Sauberkeit.  

6 Wohltuende Extras wählen  

Intensiv pflegenden Seren, regenerierende Ampullen, erfrischende Gesichtsmasken, klärende Peelings und, und, und: Von Zeit zu Zeit freut sich die Haut über ein Pflege-Extra, das zum Hauttyp passt. Gönnen Sie sich diesen kleinen Luxus ruhig regelmäßig – Ihre Haut wird es Ihnen danken.  

7 Auf Schönheit von innen setzen

Frisches Obst und knackiges Gemüse der Saison, viel Vollkorngetreide, regelmäßige Fischmahlzeiten, reichlich kalorienfreie Getränke: Ein gesunder Lebensmittelmix und viel Flüssigkeit schmeckt auch der Haut. Hochwertige Beauty-Drinks und -Kapseln aus der Apotheke können zusätzlich hilfreich sein. Solche Nutrikosmetika enthalten Substanzen wie Vitamin C, Biotin, Kollagen und Kieselsäure, die wichtig sind für straffe Haut und eine jugendliche Ausstrahlung. Regelmäßig oder als Kur angewandt, unterstützen sie die Hautgesundheit von innen. 

8 Viel Frischluft tanken 

Bewegung an der frischen Luft hält nicht nur unser Herz-Kreislauf-System fit, sondern ist auch Balsam für die Haut. Sie wird draußen kräftig durchblutet und zeigt sich nach einem flotten Spaziergang rosig und frisch. Vergessen Sie aber bitte nie, die Haut auch schon jetzt im Frühjahr gut vor den UV-Strahlen der Sonne zu schützen. Eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor ist bei sonnigem Wetter Pflicht! 

9 Auf Zigaretten verzichten

Nikotin lässt unsere Haut vorzeitig altern, macht sie faltig und grau. Auch deshalb sollten sich Raucherinnen und Raucher vom blauen Dunst verabschieden. Tipp: Nikotinersatzpräparate aus der Apotheke erleichtern den Rauchstopp – und der kommt nicht nur der Schönheit, sondern auch Herz-Kreislaufsystem und Lunge zugute. 

10 Mit der Zeit gehen 

Unsere Haut verändert sich im Laufe des Lebens, das ist völlig normal. Schweiß- und Talgdrüsen drosseln ihre Aktivität, es werden weniger hauteigene Feuchthaltefaktoren produziert, die Oberhaut wird dünner. In der Folge verliert unser größtes Organ an Elastizität und Festigkeit, Falten entstehen.

Exklusive Anti-Aging-Pflege aus der Apotheke kann die Hautalterung zwar nicht verhindern, aber das Hautbild sichtbar straffen und glätten. In Cremes und intensiv pflegenden Ampullen speziell für reife Haut stecken zum Beispiel antioxidative Wirkstoffe wie Vitamin C, E und Coenzym Q10 sowie straffende Schönmacher wie Hyaluronsäure und Peptide. Eine stadiengerechte Anti-Aging-Behandlung bietet der Dermatologe an.

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Der Vorbiss, auch Unterbiss genannt, ist eine Zahn- bzw. Kieferfehlstellung. Hierbei stehen die unteren Schneidezähne zu weit vorn, sie können sich bei geschlossenem Gebiss vor den oberen Zähnen befinden. Bei einer normalen Zahnstellung schieben sich die unteren Schneidezähne beim Zubeißen an die Rückseiten der oberen Schneidezähne.

Der Unterkiefer ist beim Vorbiss meist vorverlagert (Progenie) oder in manchen Fällen auch zu groß. Häufig ist dies begleitet von einem vorstehenden Kinn. Ein Vorbiss kann aber auch durch eine Oberkieferrücklage (Pseudoprogenie) bedingt sein. Außerdem kann er vorliegen, wenn die unteren Schneidezähne schräg nach vorn stehen oder die oberen Schneidezähne schräg nach hinten geneigt sind. 

Die Zähne beißen dann nicht richtig ineinander. Die Kanten der unteren Schneidezähne stoßen beim Schließen des Mundes gegen die Kanten der oberen Schneidezähne. Bei einem starken Vorbiss schieben sich beim Zubeißen sogar die unteren Schneidezähne vor die oberen. 

Welche Folgen können auftreten?

Durch die Fehlstellung werden die Frontzähne ungünstig belastet. Es kann zu einer Abnutzung von Zahnsubstanz kommen und sogar der Halt im Knochen beeinträchtigt werden. Ist der Unterkiefer gezwungen weiter nach vorn zu beißen, kann es zu einer Überbelastung des Kiefergelenks und zu Schmerzen kommen. Unter Umständen bilden sich Lücken in den Zahnreihen. Zudem kann der Patient unter dem veränderten Aussehen leiden, da oft das Kinn vorsteht oder bei zu kleinem Oberkiefer das Mittelgesicht unterentwickelt ist. Der Mundschluss ist in vielen Fällen nicht optimal.

Welche Ursachen gibt es für einen Vorbiss?

In der Regel wird ein Vorbiss vererbt. Hat ein Elternteil einen Vorbiss, sollte eine kieferorthopädische Untersuchung des Kindes bereits beim Milchzahngebiss erfolgen. Im frühen Wechselgebiss sollte auf eine Fehlverzahnung der Schneidezähne geachtet werden, da sich dadurch im Laufe des Wachstums ein Vorbiss entwickeln kann.  

Wie wird behandelt?

Liegt ein Vorbiss vor, sollte mit einer kieferorthopädischen Behandlung früh begonnen werden. Die Kieferfehlstellung kann im Kindes- und Jugendalter oft mit einer Zahnspange behoben werden. Hierbei wird das Wachstum des Unterkiefers gehemmt und das des Oberkiefers gefördert. Bei einer starken Fehlstellung kann eine Behandlung im Milchzahngebiss bereits sinnvoll sein. 

Bei einer frühzeitigen Behandlung vor dem Wachstumsende kann eine spätere Operation oft vermieden werden. Liegen starke Fehlstellungen vor, kann bei manchen Patienten ein nachträglicher chirurgischer Eingriff im Mundraum ab dem 18. Lebensjahr erforderlich sein. Bei Erwachsenen ist eine ergänzende kieferchirurgische Therapie in der Regel erforderlich. 

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Während wir die Stangen aus dem Garten meist als Kompott genießen, sind andere Arten für ihre Arzneiwirkung bekannt. Ob zur bewussten Ernährung, bei Wechseljahrs- oder Zahnfleischbeschwerden: Ran an den Rhabarber!

Auf unserem Teller landen hierzulande meist »Holsteiner Blut« und »Goliath«, zwei sehr beliebte Vertreter der Gemüsegattung Rheum rhabarbarum. Tatsächlich gehört das Knöterichgewäch Rhabarber, auch wenn wir es wie Obst zubereiten, botanisch zu den Gemüsesorten – macht nix, schmecken wir ja nicht. Apropos schmecken: Die kalorienarme Pflanze, die neben reichlich Vitamin C und K auch die Mineralstoffe Kalium und Calcium enthält, ist bekannt für ihre säuerliche Note. Wie sauer, unterscheidet sich von Sorte zu Sorte, aber es gibt eine kleine Faustregel: Je rötlicher Schale und Fruchtfleisch, desto süßer. Sie lieben es sauer? Dann sind die grünen Varianten genau richtig für Sie. Welche Sorte Sie auch bevorzugen, noch bis 24. Juni haben Sie Gelegenheit, das ostasiatische Saisongemüse zu ergattern. Wir profitieren vom Rhabarber, auch medizinisch, denn einige Sorten kommen als Arzneimittel zum Einsatz.

Vielseitige Heilpflanze 

Bekannt ist etwa der Rhapontik-Rhabarber: Sein Wurzelextrakt enthält Rhaponticin, das östrogenartig wirkt und so die unangenehmen Begleiterscheinungen des Klimakteriums, wie etwa Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen, ausbremst. In Ihrer Apotheke gibt’s Fertigpräparate mit dem Wirkstoff. Auch weitere Rhabarbersorten sind dort vertreten, unter anderem etwa als alkoholischer Auszug, der Reizungen der Mundschleimhaut sowie Zahnfleischentzündungen lindert. Im Gegensatz zum frischen Garten-Rhabarber sind die Medikamente natürlich das ganze Jahr über erhältlich.

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»Und täglich grüßt das Murmeltier« – dieser Kultfilm treibt auf die Spitze, was viele von uns tatsächlich hin und wieder erleben: ein Déjà-vu. Wie kommt es dazu und welche Bedeutung hat es für uns?

Das Wort Déjà-vu kommt aus dem Französischen und heißt übersetzt so viel wie »schon mal gesehen«. Eine Wahrnehmung – sei es ein Duft, ein Gesprächsfetzen oder ein Ort – kommt uns seltsam bekannt vor, als hätten wir genau diese Situation schon einmal erlebt. Unheimlich erscheint das – jedenfalls für einen kurzen Moment. Meist ist der Spuk so schnell vorbei, wie er gekommen ist. Ein Déjà-vu ist nämlich ein flüchtiges Phänomen, bei dem uns das Gehirn einen Streich spielt. Aber wofür ist das gut? Wissenschaftler sind den Ursachen noch nicht zu 100 Prozent auf die Spur gekommen. Ihre Erklärungsansätze gehen teilweise weit auseinander.

Erinnerung – wahr oder falsch? 

Manche Hirnforscher halten das Déjà-vu für eine Art Fehlschaltung im Oberstübchen, vergleichbar mit einer optischen Täuschung. Sinneseindrücke, die wir heute wahrnehmen, ordnet das Gehirn fälschlicherweise einer alten Erinnerung zu und gaukelt uns so ein irriges Gefühl von Vertrautheit vor. Wir glauben, einen Hauch Vergangenheit mitten in der Gegenwart zu spüren. Was mystisch klingt, kann noch einen anderen simplen Hintergrund haben: Wir können nicht alle Ereignisse unseres Lebens durchgehend präsent haben. Daher ist durchaus möglich, dass ein aktuelles Erlebnis einen verborgenen »Schatz« tief in unserem Gedächtnisspeicher anstößt und Bilder von früher wachrüttelt, an die wir jahrzehntelang keine Gedanken verschwendet haben. Eine dritte Hypothese sagt, bei einem Déjà-vu handele es sich um einen Schutzmechanismus, der aktiv wird, wenn wir uns in einer schwierigen Lebensphase befinden. Im Fall einer Trennung oder eines Abschieds von einem geliebten Menschen können alte Gefühle hochkommen, die aus einer Zeit stammen, in der wir etwas Ähnliches durchgemacht haben wie jetzt. Ein derartiges selbst kreiertes Déja-vu kann dazu dienen, uns die Situation zu erleichtern, weil wir spüren: Wir werden damit klarkommen. Schließlich haben wir es schon einmal geschafft.

Täuschend echt

Untersuchungen haben gezeigt, dass Déjà-vus keine Seltenheit sind. Angeblich macht jeder Zweite mindestens einmal im Leben diese Erfahrung, die sich täuschend echt anfühlt. Wer ab und zu mal ein Déjà-vu hat, braucht sich in der Regel keine Sorgen um sein Wohl zu machen. Ein neurologisches Problem steckt unter Umständen erst dahinter, wenn solche Erinnerungstäuschungen gehäuft vorkommen. Menschen mit Epilepsie zum Beispiel berichten oft über Déjà-vus als Vorboten eines epileptischen Anfalls. Auslöser ist eine Störung im Gehirn, bei der interessanterweise jene Hirnregion betroffen ist, die für das Wiedererkennen zuständig ist: der Hippocampus im limbischen System. Er speichert Informationen und ruft gleichzeitig das Gefühl der Vertrautheit auf.

Ausgelöst durch Stress oder durch Demenz?

Das Gegenteil von Déjà-vu heißt übrigens »Jamais-vu« und bedeutet »noch nie gesehen«. Es beschreibt die Unfähigkeit, sich zu erinnern, obwohl es sich um eine alltägliche Angelegenheit handelt. Auslöser können Stress, Schlafmangel oder auch Drogen sein. Tauchen derartige Gedächtnislücken vermehrt und ohne naheliegende Erklärung auf, könnte eine Demenz in einem frühen Stadium dahinterstecken – muss aber nicht. Um eine Erkrankung auszuschließen, sollte ein Arzt weitere Tests durchführen. Sollten häufige Jamais-vus – oder auch Déjà-vus – Angst machen, liegt das Problem vermutlich ganz woanders – etwa in der Seele. Ein Therapeut kann weiterhelfen. 

Dé jà-vu – und dann?

Um mit einem Déjà-vu gut umzugehen, können Sie Folgendes tun:

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Regelmäßig körperlich aktiv zu sein, hilft gegen überflüssige Pfunde, baut Stress ab und fördert die Gesundheit. Viele Sportler fragen sich: Welche Nährstoffe geben den richtigen Schwung? 

Fit zu sein ist in. Laut Umfrage waren hierzulande rund 14 Millionen Menschen im letzten Jahr mehrmals wöchentlich sportlich aktiv. Besonders beliebt sind Wandern und Schwimmen sowie Workouts im Fitnessstudio. Wer viel trainiert, braucht ausreichend Energie und Nährstoffe. 

Energie aus Kohlenhydraten …

Auch wenn es überzähligen Kilos an den Kragen gehen soll, braucht der Körper Energie für sportliche Tätigkeiten. Entscheidend ist die Art des Kraftstoffs. Kohlenhydrate sollten hier an erster Stelle stehen und gut die Hälfte der Kalorien ausmachen, denn sie stellen die nötige Energie für Muskelarbeit und körperliche Leistungsfähigkeit bereit. Gute Quellen sind Ballaststofflieferanten wie Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Kartoffeln und Gemüse.

… und Proteinen

Je höher die Sportintensität, desto mehr Eiweiß wird benötigt – insbesondere wenn Muskelaufbau, lange Trainingseinheiten oder hohe Konzentration gefordert sind. Intensive Muskelarbeit, aber auch vermehrtes Schwitzen, erhöhen den Proteinbedarf. Nachschub liefern mageres Fleisch, Fisch, fettarmer Käse, Milchprodukte sowie Hülsenfrüchte und Getreide, bei anspruchsvollem Training auch Eiweißshakes oder -riegel. Achtung: Viel Eiweiß fordert die Nieren, also genug trinken!

Magnesium

Die beste Prophylaxe gegen Muskelkrämpfe beim Sport – außer sich nicht zu überlasten, genug zu trinken und richtige Schuhe – ist eine ausreichende Versorgung mit Magnesium. Der Mineralstoff unterstützt die Kontraktionsfunktionen im Muskel und sorgt für Ausdauer. Da er außerdem über den Schweiß verloren geht, ist es wichtig, die Vorräte regelmäßig aufzufüllen. Gute Begleiter für Sportler sind magnesiumreiches Mineral- und Heilwasser, Getreide, Nüsse und Hülsenfrüchte.

Eisen 

Sportliche Höchstleistungen unter Eisenmangel sind nicht möglich, denn das Spurenelement wird für den Sauerstofftransport und den Energiestoffwechsel im Körper benötigt. Zusätzlich kann es bereits bei moderater Aktivität knapp werden, denn der Körper braucht mehr Eisen bei zunehmendem Energieverbrauch. Auch über den Schweiß geht etwas davon verloren. Regelmäßig nachfüllen, heißt also die Devise, etwa mit magerem Fleisch, Hülsenfrüchten und Samen. Vitamin C steigert die Eisenaufnahme, etwa in Form von Saft, Paprika oder Obst als Ergänzung zum Essen.

Zink

Ein weiteres Spurenelement, das aktive Menschen im Blick haben sollten, ist Zink. Als unterstützender Faktor des Immunsystems kann es Entzündungen und Infektanfälligkeit, die durch sportliche Belastungen drohen, entgegenwirken. Zudem ist es wichtig für den Muskelstoffwechsel und die Regeneration nach dem Sport. Passende Sparringspartner sind mageres Fleisch, Milchprodukte, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte und Nüsse.

Wasser

Beim Schwitzen geht viel Flüssigkeit verloren. Diese Verluste gilt es niedrig zu halten. Am besten vor dem Training schon trinken, maximal einen halben Liter. Wer bis zu einer Stunde am Stück aktiv ist, muss dabei nicht unbedingt zur Flasche greifen. Ab 60 Minuten Fitness sollten es zwischendurch etwa 500 Milliliter pro Stunde sein. Egal wie lange die Sporteinheit dauert: Anschließend wieder nachfüllen. Wasser ohne Kohlensäure sowie isotonische Getränke sind dafür am besten geeignet. Je nach Sportart, Trainingsumfang und -intensität gelten unterschiedliche Anforderungen an die Ernährung. Spätestens ab einem Training von fünf- bis sechsmal pro Woche für jeweils mehr als zwei Stunden sind spezielle Speisepläne und die Betreuung durch eine qualifizierte Ernährungsfachkraft empfehlenswert. Nahrungsergänzungsmittel sind geeignet, bei erhöhtem Bedarf eine gesunde Ernährung zu unterstützen. Besser als eine unkontrollierte Einnahme auf Verdacht ist hier immer die Beratung beim Arzt oder in der Apotheke.

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Wohl niemand spricht gern über Blasenschwäche, doch Millionen Menschen leiden darunter. Zum Glück können Betroffene selbst viel tun, um den Alltag entspannter zu meistern. 

Sport treiben, Freunde treffen, reisen … Wenn die Blase nicht mehr dichthält und unfreiwillig Urin abgeht, glaubt manch einer, dass es mit all dem vorbei ist. Doch weit gefehlt: Unter Harninkontinenz, wie das belastende Problem im medizinischen Fachjargon heißt, muss die Lebensfreude nicht leiden. 

Generell gilt: Blasenschwäche ist gut behandelbar. Abhängig von individueller Ursache und Ausprägung helfen zum Beispiel vom Arzt verordnete Arzneimittel, Physiotherapie, gezieltes Blasentraining oder auch ein operativer Eingriff. Das alles setzt natürlich voraus, dass sich Betroffene ein Herz fassen und sich ihrer Ärztin bzw. ihrem Arzt anvertrauen. Auch wer nur gelegentlich kleinere Mengen Urin verliert, sollte unbedingt einen Termin in der Praxis vereinbaren. Für Hausärzte, Urologen und Gynäkologen gehören Blasenprobleme zum Berufsalltag – es gibt überhaupt keinen Grund, sich zu schämen. 

Was Betroffene selbst tun können, um ihre Blase zu entlasten, sich im Alltag sicherer zu fühlen und ihre Lebensqualität zu erhalten, zeigen unsere sieben Tipps.  

1. Auf Inkontinenzhilfen vertrauen 

Aus Angst vor peinlichen Situationen und Missgeschicken ziehen sich Menschen mit Harninkontinenz mitunter aus dem gesellschaftlichen Leben zurück und bleiben lieber zu Hause. Das ist nicht erforderlich. Denn für maximale Sicherheit und zuverlässigen Schutz sorgen passgenaue Inkontinenzhilfen aus der Apotheke. Die saugstarken und geruchsneutralisierenden Einlagen, Einweg-Slips und Co. gibt es in unterschiedlichen Größen, Saugstärken und Ausführungen. Lassen Sie sich am besten direkt in Ihrer Apotheke vor Ort diskret beraten. 

2. Ans Trinken denken 

Die Flüssigkeitszufuhr reduzieren, um nicht so oft müssen zu müssen? Was plausibel klingt, ist leider grundverkehrt. Zum einen, weil eine zu geringe Trinkmenge das Risiko für Harnwegsinfekte erhöht. Und zum anderen, weil sehr konzentrierter Harn die Blase erst recht reizt und das Problem verstärken kann. Empfehlenswert ist es, täglich anderthalb bis zwei Liter zu trinken. Wasser und Tees, die nicht harntreibend wirken, sind ideale Durstlöscher. 

3. Gewicht reduzieren  

Unter Übergewicht leidet auch die Blase – der Druck auf das Speicherorgan steigt. Wer überflüssigen Kilos die Rote Karte zeigt und abnimmt, wirkt dadurch auch Harninkontinenz entgegen. 

4. Den Beckenboden kräftigen  

Eine schwache Beckenbodenmuskulatur ist oft verantwortlich für eine sogenannte Belastungsinkontinenz. Typisch dafür: Erhöht sich der Druck in der Harnblase, etwa beim Lachen, Husten oder Anheben schwerer Gegenstände, geht unfreiwillig Urin an. Helfen kann ein spezielles Beckenbodentraining. Tipp: Wer die Übungen unter fachlicher Anleitung erlernt hat, kann sie mühelos in den Alltag integrieren.  

5. Aktiv bleiben 

Sport zu treiben ist in jedem Alter wichtig für Fitness und Wohlbefinden. Und zum Glück auch mit Blasenschwäche möglich. Günstigen Einfluss auf die Blasenfunktion haben sanfte Sportarten wie Walking, Radfahren, Yoga und Pilates. Ausprobieren lohnt sich!

6. Gut vorbereitet reisen 

In den Urlaub fahren, obwohl die Blase Probleme macht? Aber klar! Eine gute Reiseplanung sorgt unterwegs für Sicherheit und verhindert „Toilettenstress“. Mit dem eigenen Auto zu fahren, ist für Betroffene oft am einfachsten, denn dann kann jederzeit die nächste Raststätte oder ein Restaurant angesteuert werden. Navi oder Toiletten-App lotsen schnell ans Ziel. Sinnvoll ist es, Inkontinenzhilfen und vorsichtshalber auch Ersatzunterwäsche und Einmalwaschlappen unterwegs immer griffbereit zu haben. 

7. Naturkraft nutzen 

Um die Blasenfunkton zu stärken und eine Reizblase zu besänftigen, haben sich pflanzliche Präparate aus der Apotheke bewährt. Darin entfalten Heilpflanzen wie Arzneikürbis, Hopfen und Gewürzsumach ihre Wirkung. Sie können unterstützend hilfreich sein, zum Beispiel bei häufigem Harndrang. Bitte lassen Sie sich beraten.

Quelle: www.ratgebergesund.de

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Immer mehr Menschen müssen mit Typ-2-Diabetes leben. Wenn der Blutzucker aus dem Ruder läuft, können Betroffene aber eine Menge tun, um die Stoffwechselkrankheit in den Griff zu bekommen.

„Ich habe Zucker“, das sagen die meisten Diabetiker, wenn sie nach ihrer Erkrankung gefragt werden. Das stimmt sogar – sie haben Zucker im Blut, und zwar viel zu viel davon. Diabetes ist eine Störung des Zuckerstoffwechsels, bei es zu überhöhten Blutzuckerwerten kommt. Steht die Diagnose „Typ-2-Diabetes“ fest, heißt es: Rasch handeln! Häufig tragen nämlich schon ein paar Änderungen des Lebensstils dazu bei, den Blutzuckerspiegel günstig zu beeinflussen. 

Runter mit den Pfunden

Etwa 80 Prozent der Typ-2-Diabetiker bringen zu viel auf die Waage. Konsequent abzunehmen lohnt sich, denn vor allem zu Beginn der Erkrankung kann man weitgehend normale Blutzuckerwerte erzielen, wenn man sein Idealgewicht erreicht. Aber bitte keine radikale Diät machen! Besser ist es, die Ernährung langfristig umzustellen und mehr Bewegung in den Alltag zu bringen.  

Grundsätzlich ist eine gesunde Ernährung für Diabetiker ein wesentlicher Teil der Therapie. Gemüse sollte täglich auf dem Speiseplan stehen. Denn Gemüsegerichte helfen, Gewicht zu reduzieren, und ihre Kohlenhydrate lassen den Blutzucker nur langsam ansteigen. Zudem sind sie wichtige Vitaminquellen. Ebenfalls sinnvoll: Anstelle klassischer Weißmehl-Produkte häufiger Knackiges aus vollem Korn genießen. Denn das Plus an Ballaststoffen in Vollkornreis, Vollkornbrot & Co. beeinflusst den Blutzucker positiv. 

Plus an Vitalstoffen 

Eine ausgewogene, vollwertige Mischkost sorgt normalerweise dafür, dass wir genug Vitamine und Mineralstoffe aufnehmen. Doch, Vorsicht: Manchmal ist es für Diabetiker allein durch gesunde Kost nicht möglich, den Körper ausreichend mit allen erforderlichen Mikronährstoffen zu versorgen. Ein Grund: Bei Menschen mit Diabetes gehen wichtige Vitalstoffe verstärkt mit dem Urin verloren, etwa die wasserlöslichen Vitamine der B-Gruppe und das Spurenelement Zink. Dann kann der Apotheker – eventuell in Absprache mit dem behandelnden Arzt – zu einer gezielten Nahrungsergänzung raten. 

Hochwertige Nahrungsergänzungsmittel für Diabetiker enthalten mitunter auch Zimtextrakt, weil dies den Zuckerstoffwechsel günstig beeinflussen kann. Der Apotheker weiß, welche Zimtpräparate ausreichend hoch dosiert und empfehlenswert sind. 

Mehr Bewegung bitte 

Körperliche Aktivität ist für Diabetiker ebenfalls unerlässlich, denn sie ist der Schlüssel für eine gute Insulinwirkung. Durch Bewegung werden die Zellen „sensibler“ für das lebenswichtige Hormon Insulin: Dieses kann seine Wirkung viel besser entfalten und der Blutzucker wird normalisiert. Es muss gar kein schweißtreibender Sport sein. Wer jeden Tag eine halbe Stunde spazieren geht, öfter mal das Tanzbein schwingt, schwimmen geht oder sein Rad für die täglichen Wege nutzt, der hat schon viel für seine Gesundheit getan. 

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Gesund und glücklich älter werden: Ein starkes Herz, strahlend-schöne Haut und ein wacher Geist sind die besten Voraussetzungen. So bleiben Sie ein Leben lang fit und vital!

Warum werden manche Menschen steinalt? Und wieso wirken andere jenseits der 60 noch wie junge Hüpfer? Die Gene spielen eine Rolle, sind aber nur die halbe Miete. Umwelteinflüsse und der persönliche Lebensstil bestimmen mit, ob wir voller Elan alt werden und dabei aussehen wie das blühende Leben – oder ob alles ganz anders verläuft.

Vital bis ins hohe Alter  

Unbestritten ist: Es gibt Faktoren, die zur Gesundheit bis ins hohe Alter beitragen können. Eine ausgewogene und vollwertige Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Fisch, aber mit wenig Fleisch, tierischen Fetten und Zucker hat einen positiven Einfluss auf die Blutdruck-, Blutfett- und Blutzuckerwerte. Den gleichen Effekt können diejenigen erzielen, die sich oft, aber moderat bewegen – am besten draußen an der frischen Luft. Gesunde Kost und körperliche Aktivität sind nicht bloß gute Voraussetzungen für ein gesundes Herz-Kreislauf-System, auch das Gehirn profitiert davon. Bewegung hält den Geist fit – ebenso wie regelmäßiges Gedächtnistraining. Immer wieder Neues lernen, das hält die grauen Zellen bei Laune. Und was ist mit der Seele? Wie bleibt das Gemüt gesund und munter? 

Mit Freude dabei 

Freunde halten im Herzen jung. Sie bringen uns zum Lachen und zum Weinen. Gefühle – insbesondere Freude – machen das Leben bunt. Wer viel Abwechslung statt Alltagstrott genießt, hat ein wertvolles Ass im Ärmel, das dem Wohlergehen zuträglich ist – egal, in welchem Alter. Positives Denken ist eine wichtige Säule der Gesundheit.

Extras aus der Apotheke 

Ein Leben lang vorbeugen: immer genug schlafen, wenig Alkohol trinken und nicht rauchen. Das sind weitere Parameter, die zwar keine ewige Jugend versprechen können, aber einen Beitrag leisten für Gesundheit und Schönheit über viele Jahrzehnte. Für alle, die noch mehr tun möchten, gibt es in der Apotheke hochwertige »Jungbrunnen« für Haut, Herz und Hirn. 

Für die Haut  

Unsere Körperhülle verändert sich mit den Jahren. Sie wird dünner und verliert an Spannkraft. Reife Haut braucht vor allem eins: viel Feuchtigkeit. Hyaluronsäure füllt die leeren Speicher in der Haut auf. Die Gesichtskonturen wirken straffer, frischer und jünger. Viele Kosmetikprodukte aus der Apotheke enthalten den Stoff, der als Faltenglätter gilt: Hyaluronsäure. Sind diese Cremes und intensiv pflegenden Seren zusätzlich mit Beautywirkstoffen wie Coenzym Q10 oder Urea angereichert, sind sie die idealen Anti-Aging-Produkte für die reife, trockene Haut. Dermatologen bieten Faltenbehandlungen mit Hyaluronsäure an.

Für das Herz  

Weißdorn ist ein Herzfreund par excellence. In den Blättern und Blüten stecken Heilkräfte, die nachweislich das Herz stärken. Die pflanzlichen Wirkstoffe können die Durchblutung des Herzens spürbar verbessern: Auch die körperliche Fitness steigt und das seelische Wohlbefinden kommt in Balance. Bei leichter Herzschwäche kann eine Therapie mit Weißdorn-Präparaten sinnvoll sein. Fragen Sie Ihren Arzt. Herzstärkende Weißdorn-Extrakte gibt es in Form von Dragees, Kapseln und Tropfen in der Apotheke.  

Für das Hirn

Der Ginkgo-Baum macht es vor: Er kann tausend Jahre alt werden und bleibt so robust wie eh und je. Seit Menschengedenken ist er als Heilpflanze bekannt. Die Wirkstoffe, die in seinen fächerförmigen Blättern stecken, sollen das Gedächtnis stärken, die Konzentration verbessern und die Nervenzellen im Gehirn schützen. Angeblich sollen Zubereitungen aus der Pflanze sogar den Verlauf einer Demenz verlangsamen. Bewiesen ist es nicht. Einig sind sich die Fachleute jedoch über die wirkungsvollste Darreichungsform. Ginkgo-Tee allein reicht nämlich nicht. 

Es müssen hoch dosierte Fertigpräparate, zum Beispiel Tabletten, Kapseln oder Dragees, aus der Apotheke sein. Eine Wirkung erzielen sie meist nicht sofort, sondern erst nach längerer Anwendung. Für Menschen, die Blutverdünner einnehmen, sind die Ginkgo-Extrakte nicht geeignet; das Apotheken-Team kennt sich aus. 

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – https://leserservice.sud-verlag.de

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Sie kommen ohne Vorwarnung und schlagen ein wie der Blitz: Wadenkrämpfe schmerzen höllisch. Gezieltes Dehnen lindert die Pein im Akutfall. Was Sie sonst noch vorbeugend und zur Behandlung tun können. 

Sonnenschein und milde Temperaturen: Viele Menschen nutzen das herrliche Maiwetter, um sich draußen zu bewegen, endlich wieder durch den Park zu joggen, die Wanderschuhe zu schnüren oder im Garten zu arbeiten. Das ist prima, denn regelmäßige körperliche Aktivität hält fit und gesund. 

Wer sich am Tag jedoch zu viel zugemutet und seine Muskeln übermäßig gefordert hat, bekommt die Quittung dafür oft mitten in der Nacht: Plötzlich macht sich ein reißender Schmerz im Unterschenkel bemerkbar, der sich womöglich bis in den Fuß fortsetzt und auch die Zehen in Mitleidenschaft zieht. Der Krampf lässt uns aus dem Schlaf hochschrecken – mit der Nachtruhe ist es erst einmal vorbei. 

Kurz, aber schmerzhaft 

Ausgelöst wird ein solcher Wadenkrampf durch einen unbeabsichtigten Nervenreiz, den das Nervensystem an die Muskulatur sendet. In der Folge ziehen sich die Muskeln zunächst teilweise, dann schlagartig und mit hoher Intensität zusammen. Dabei entsteht ein intensiver Schmerz, der manchmal nur wenige Sekunden, mitunter aber auch minutenlang andauert. 

Ist die Pein erst da, tun die meisten Menschen intuitiv das Richtige: Sie dehnen die Wadenmuskulatur – zum Beispiel, indem sie die Zehen mit den Händen umfassen und die Fußspitze in Richtung Schienbein ziehen. Alternativ kann das schmerzende Bein nach hinten gestellt und die Ferse fest auf den Boden gedrückt werden. Für Entspannung und Linderung können auch eine sanfte Wadenmassage oder eine warme Dusche sorgen.  

Nach den Ursachen forschen

Ein allzu anstrengendes Körpertraining ist ein häufiger Grund für nächtliche Wadenkrämpfe. Vor allem Menschen, die beim Sport heftig schwitzen und zu wenig trinken, müssen damit rechnen. Auch andere körperliche Belastungen, etwa einseitige Haltungen, ungewohnt schweres Arbeiten oder eine ungünstige Schlafposition können die Beschwerden hervorrufen. Doch nicht immer sind die Ursachen so harmlos: Mitunter liefern Wadenkrämpfe auch Hinweise auf ernsthafte gesundheitliche Störungen, etwa auf Hormon- und Stoffwechselerkrankungen. Treten die Beschwerden in den Unterschenkeln beim Gehen auf, können sie Frühwarnzeichen gefährlicher Durchblutungsstörungen in den Beinen sein. Anhaltende oder wiederkehrende Krämpfe unklarer Ursache sollten deshalb immer Anlass für einen Arztbesuch sein. 

Sind ernsthafte Ursachen ausgeschlossen, können Betroffene selbst einiges tun, um den Wadenschmerzen die Rote Karte zu zeigen. Vorbeugend raten Experten dazu, die Unterschenkelmuskulatur regelmäßig passiv zu dehnen. Eine gute Übung: Den Körper im Stand vorbeugen, die Fersen bleiben am Boden. 

Mineralstoffe im Blick   

Wichtig ist es zudem, viel zu trinken und den Körper gut mit Magnesium zu versorgen. Zu wenig von diesem lebenswichtigen Mineralstoff kann Wadenkrämpfen Vorschub leisten. Magnesium steckt in vielen Lebensmitteln, unter anderem in Getreide, Nüssen, Hülsenfrüchten, grünem Gemüse und einigen Mineralwässern. Zusätzlich kann es insbesondere für sportlich aktive Menschen sinnvoll sein, ein hochwertiges Magnesium-Präparat einzunehmen. Neben Klassikern wie Tabletten und Kapseln gibt es in der Apotheke auch praktische Direktgranulate, die ohne Flüssigkeit eingenommen werden können. Am besten lassen Sie sich in Sachen Magnesium-Versorgung in Ihrer Apotheke vor Ort beraten. 

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Normalerweise liegt das Zahnfleisch eng an den Zahnhälsen an, es besteht nur eine ganz kleine Nische von etwa einem halben Zentimeter dazwischen. Bakterien können sich hier nicht ablagern. Als Zahnfleischtasche bezeichnet man hingegen einen kleinen Spalt zwischen Zahnhals und Zahnfleisch. Liegen vergrößerte Nischen vor, sind sie nur schwer zu reinigen und bilden ideale Nistplätze für ungünstige Bakterien.

Ursachen von Zahnfleischtaschen

In den meisten Fällen sind Zahnfleischtaschen ein Zeichen für eine Parodontitis. Es liegt dann eine bakterielle Infektion vor. Wird Zahnbelag (Plaque) nicht regelmäßig entfernt, kann sich eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) ausbilden. Aus dieser kann sich unter Umständen eine Parodontitis entwickeln. Das Zahnfleisch geht zurück und löst sich vom Zahn – die Zahnfleischtaschen entstehen. Neben mangelnder Mundhygiene sind auch Krankheiten, wie z. B. Diabetes und Rheuma, Rauchen, ein schwaches Immunsystem und hormonelle Umstellungen, Risikofaktoren für die Bildung von Zahnfleischtaschen. 

Allerdings können auch Zähneknirschen (Bruxismus), schlechtsitzende Brücken oder eine falsche Zahnputztechnik zu Zahnfleischtaschen führen. Die Behandlung gestaltet sich dann einfacher: mit einer Knirscherschiene, Abschleifen des Zahnersatzes sowie der Änderung der Zahnputztechnik. 

Diagnosestellung

Zahnfleischtaschen entstehen meist schleichend. Erste Symptome sind empfindliche Zähne und Zahnfleischbluten, das Zahnfleisch entzündet sich. Ferner kann es zu Mundgeruch, unangenehmem Geschmack im Mund und freiliegenden Zahnhälsen kommen. Unbehandelt werden Zahnfleischtaschen zunehmend tiefer. 

Ihr Zahnarzt kann die Zahnfleischtaschen nach einer Reinigung mit einer Zahnfleisch-Sonde messen, um die Tiefe der Taschen festzustellen. Die Schwere der Parodontitis wird mit einem Bluttest, dem Parodontalen Screening-Index (PSI), ermittelt. Röntgenaufnahmen der betroffenen Areale lassen die Situation noch besser bewerten. 

Behandlung von Zahnfleischtaschen

Oft erfolgt als Vorbehandlung eine Professionelle Zahnreinigung, um Ablagerungen und Bakterien zu entfernen. Zudem werden die Zahnfleischtaschen mit Scalern (Handinstrument mit Haken) gereinigt. Ist die Parodontitis schon weit fortgeschritten und sind die Zahnfleischtaschen tiefer als fünf Millimeter, kann es erforderlich sein, das betroffene Gewebe chirurgisch zu entfernen. Haben sich Bakterien festgesetzt, kann eine Antibiotikagabe nötig sein. 

Wie kann ich Zahnfleischtaschen vorbeugen?

Eine gute Mundhygiene ist sehr wichtig zur Vorbeugung. Sie sollten Ihre Zähne zweimal täglich putzen und die Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalbürsten säubern. Nehmen Sie außerdem die regelmäßigen Kontrolltermine in der Zahnarztpraxis wahr. Eine regelmäßige Professionelle Zahnreinigung befreit die Zähne von hartnäckigen Ablagerungen und senkt damit das Risiko für Zahnfleischtaschen. 

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Bluthochdruck lässt sich gut behandeln – mit Medikamenten und gesunden Gewohnheiten. Doch viele Menschen wissen gar nicht, dass ihre Werte deutlich über dem Normalniveau liegen. Das muss sich ändern, fordern Experten.  

„Jeder Mensch sollten seinen Blutdruck kennen“, appelliert Professor Dr. Thomas Meinertz in der Zeitschrift „Herz heute“ von der Deutschen Herzstiftung. Meinertz weiß, wovon er spricht. Denn der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Deutschen Herzstiftung gehört nicht nur zu den renommiertesten Kardiologen des Landes, sondern ist auch selbst Hochdruckpatient. Schon in jungen Jahren wurde bei ihm die Diagnose „Hypertonie“ gestellt. 

Thomas Meinertz tat damals gleich das Richtige: Er ging die hohen Blutdruckwerte entschieden an. „Zunächst habe ich mit einem regelmäßigen Ausdauertraining begonnen und fünf Kilogramm abgenommen“, erinnert sich der Mediziner. „Meinen Alkoholkonsum habe ich eingeschränkt und versucht, den Stress in der Klinik so weit wie möglich zu reduzieren.“ Auch seine blutdrucksenkenden Arzneimittel habe er konsequent eingenommen, berichtet der Kardiologe in seinem Artikel anlässlich der diesjährigen Herzwochen. Mit Erfolg: Seither liegt sein Blutdruck im normalen Bereich, Komplikationen sind ihm erspart geblieben.     

Gefährliche Unwissenheit  

Professor Thomas Meinertz ist kein Einzelfall: Millionen Bundesbürger haben Bluthochdruck – viele allerdings, ohne davon zu wissen. Denn Hypertonie verursacht lange Zeit keine Beschwerden und bleibt deshalb häufig unentdeckt. Das ist tückisch, denn unbehandelt richtet der hohe Druck schweren Schaden an: Er ist einer der größten Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall. 

Vor diesem Hintergrund leuchtet ein, warum es unerlässlich ist, die eigenen Werte zu kennen. Faustregel: Jeder sollte spätestens ab dem 40. Lebensjahr seinen Blutdruck selbst kontrollieren oder regelmäßig messen lassen, etwa in der Arztpraxis oder in der Apotheke. „Ist ein hoher Blutdruck in der Familie bekannt, ist die routinemäßige Blutdruckmessung auch schon früher sinnvoll“, erklärt Professor Meinertz. 

Erfolgreiche Therapie 

Die schlechte Nachricht: Hypertonie ist nicht heilbar. Die gute: Bluthochruck lässt sich behandeln und die Gefahr für Herz und Gefäße dadurch bannen. Zum nachhaltigen Therapieerfolg führt meist die Kombination aus blutdrucksenkenden Medikamenten, die vom Arzt verordnet und in aller Regel dauerhaft eingenommen werden müssen, und einem herzgesundem Lebensstil.  

Worauf es im Alltag ankommt, um Bluthochdruck Paroli zu bieten? Unbedingt darauf, Übergewicht abzubauen und das angestrebte Normalgewicht anschließend zu halten. Wer deutlich zu viel auf die Waage bringt, sollte individuell geeignete Strategien zur Gewichtsreduktion unbedingt mit dem behandelnden Arzt bzw. der Ärztin besprechen. 

Herzgesund genießen   

Gesunde Essgewohnheiten sind generell wichtig, um die Blutdruckwerte zu senken. Als besonders günstig gilt es, nach dem Vorbild der Mittelmeerküche zu essen. Im Mittelpunkt der mediterranen Ernährung stehen naturbelassene und nur geringfügig verarbeitete Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Vollkornprodukte und frischer Fisch. Mit Zucker sollte man geizen, Salz nur sparsam einsetzen. Denn zu viel Salz kann den Blutdruck in die Höhe treiben, zumindest bei Menschen mit entsprechender Veranlagung.  

Tipp: Wer im Alltag mit frischen Lebensmitteln der Saison selbst kocht und um Fertiggerichte, Instantsuppen, Knabbergebäck und Co. einen Bogen macht, spart automatisch Salz – und isst meist gleichzeitig auch deutlich weniger Zucker. Zum herzgesunden Lebensstil gehört es zudem, den Alkoholkonsum zu reduzieren und das Rauchen aufzugeben.      

In Wallung kommen 

Bewegung ist ein weiterer Baustein, um hohen Blutdruck auf natürliche Weise in den Griff zu bekommen. „Ein Mangel an Bewegung steigert die Blutdruckwerte – Ausdauertraining kann die Werte senken“, bringt es Herzspezialist Meinertz auf den Punkt. Gut geeignet sind Sportarten mit mäßiger Ausdauerbelastung – etwa schnelles Gehen, Wandern, Joggen und Radfahren. Hypertonie-Patienten sollten mit ihrem Kardiologen klären, wie oft und in welcher Intensität trainiert werden darf. 

Richtig messen

Regelmäßig den Blutdruck zu checken hilft, einer Hypertonie frühzeitig zu erkennen. Unerlässlich ist das Messen daheim, wenn der Arzt bereits einen Bluthochdruck diagnostiziert hat. Gut für die Selbstmessung geeignet sind hochwertige, leicht zu bedienende Blutdruckmessgeräte aus der Apotheke. Es gibt Modelle für die sehr genaue Messung am Oberarm und praktische Handgelenk-Messgeräte. Lassen Sie sich in der Apotheke die richtige Handhabung zeigen und erklären, worauf es bei der Blutdruckkontrolle ankommt. Wichtig ist unter anderem, dass immer zur gleichen Zeit, am selben Arm und in aller Ruhe gemessen wird. 

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Pulsierend oder hämmernd? Gut zu ertragen oder kaum auszuhalten? In einer Kopfhälfte oder beidseitig? Jeder Kopfschmerz ist anders. Oft kann die Pein mit rezeptfreien Schmerzmitteln gelindert werden, mitunter ist aber auch ein Besuch bei der Ärztin bzw. dem Arzt ratsam.

Kopfschmerzen kennen die meisten Menschen aus leidvoller Erfahrung und wissen allzu gut, wie quälend ein heftiger Brummschädel sein kann. Wenn es unter der Schädeldecke unentwegt klopft, zieht oder pulsiert, ist an normale Alltagsaktivitäten nicht mehr zu denken. Und manch ein Schmerz ist so heftig, dass nur noch der Rückzug ins Bett bleibt. 

Was wir allgemein als „Kopfschmerzen“ bezeichnen, ist für Mediziner ein vielgestaltiges Krankheitsbild. Sie unterscheiden zunächst zwischen primären und sekundären Kopfschmerzen. Letztgenannte sind Folge oder Begleitsymptom einer anderen gesundheitlichen Beeinträchtigung. Wird die zugrundeliegende Erkrankung erfolgreich behandelt, verschwindet auch der Kopfschmerz in aller Regel wieder. 

Anders bei primären Kopfschmerzen, die Millionen Menschen in Deutschland gelegentlich oder sogar regelmäßig plagen. Ihnen liegt keine erkennbare Ursache zugrunde, sie gelten als eigenständige Erkrankung. Die häufigsten primären Kopfschmerzarten sind Spannungskopfschmerzen und Migräne. Weitaus seltener ist der Clusterkopfschmerz.  

Spannungskopfschmerzen werden oft als drückend, dumpf oder ziehend wahrgenommen. Meist machen sie sich in beiden Kopfhälften bemerkbar. Viele Betroffene verspüren einen heftigen Druck – so, als hätten sie einen zu engen Hut auf. Der Schmerz, der stunden- aber auch tagelang anhalten kann, ist meist leicht bis mittelstark ausgeprägt. Stress, Angst, Schlafmangel, langes Sitzen vor dem Computermonitor – vieles kann den Schmerz auslösen. 

Erste Hilfe:

Leichte Bewegung, etwa ein Spaziergang an der frischen Luft, tut gut und kann die Schmerzen häufig vertreiben. Bewährt hat es sich auch, ein paar Tropfen Pfefferminzöl (Apotheke) auf Schläfen und Stirn zu geben. Bei stärkeren Beschwerden sind rezeptfreie Schmerzmittel effektive Helfer. Für die Selbstbehandlung kommen Mittel mit Wirksoffen wie Paracetamol, Acetylsalicylsäure und Ibuprofen infrage, auch in Kombination mit Koffein. 

Wichtig zu wissen:

Ohne ärztlichen Rat dürfen Schmerztabletten maximal drei Tage hintereinander und nicht öfter als zehnmal im Monat eingenommen werden. Welcher Wirkstoff im Einzelfall geeignet ist, kann der Apotheker beurteilen. Wer häufiger von Spannungskopfschmerzen geplagt wird, sollte zur Ärztin bzw. zum Arzt gehen, um nach den Ursachen zu forschen. 

Migräne trifft die Patienten oft wie ein Hammerschlag und zwingt sie zum Rückzug in ein ruhiges, dunkles Zimmer. Typisch für das Leiden, das Frauen übrigens häufiger zu schaffen macht als Männern, sind heftige, pulsierende oder hämmernde Schmerzen, die oft in einer Kopfhälfte lokalisiert sind. Unbehandelt kann eine Migräneattacke bis zu 72 Stunden dauern. Bei vielen Betroffenen werden die Schmerzen von Übelkeit, Erbrechen, Geräusch-, Licht- oder Geruchsempfindlichkeit begleitet. Bewegung macht alles nur noch schlimmer. 

Erste Hilfe:

Für die Akutbehandlung eignen sich Triptane. Diese speziellen Schmerzmittel verordnet der Arzt, einige Präparate sind allerdings auch ohne Rezept in der Apotheke erhältlich. Triptane dürfen nur eingenommen werden, wenn die Diagnose „Migräne“ gesichert ist. Manchen Migränepatienten helfen auch klassische Schmerztabletten, wenn sie rechtzeitig – also möglichst gleich zu Beginn der Attacke – und in ausreichend hoher Dosierung eingenommen werden. Ruhe und ein kalter Waschlappen auf der Stirn können den Kopf zusätzlich besänftigen. 

Wichtig zu wissen:

Regelmäßig moderaten Ausdauersport treiben, Entspannungsübungen machen, Akupunktur ausprobieren… es gibt einige Möglichkeiten, Migräneattacken vorzubeugen bzw. ihre Anzahl zu reduzieren. Patienten, die häufig von Migräne geplagt werden, kann der Arzt auch Medikamente verordnen, die vorbeugend eingenommen werden. 

Clusterkopfschmerzen sind die stärksten primären Kopfschmerzen. Betroffene berichten über schier unerträgliche brennende oder bohrende Beschwerden, die jeweils zwischen 15 Minuten und drei Stunden anhalten können. Clusterkopfschmerzen treten in Episoden, die einige Wochen dauern, gehäuft auf. In diesem Zeitraum kommt es oft täglich zu den gefürchteten Schmerzattacken, die nur in einer Kopfseite, meist im Bereich des Auges, lokalisiert sind. Häufige Begleitsymptome sind unter anderem eine verstopfte Nase und ein tränendes Auge auf der Schmerzseite. 

Erste Hilfe:

Für die Akutbehandlung hilft es einem Großteil der Patienten, reinen Sauerstoff über eine Atemmaske einzuatmen. Auch verschreibungspflichtige Triptane sind bei Clusterkopfschmerzen oft wirksam. Schneller als Tabletten wirken Nasensprays oder Injektionen unter die Haut.  

Gut zu wissen:

Die Behandlung von Clusterkopfschmerzen gehört grundsätzlich in die Hände eines erfahrenen Arztes, der auch Medikamente zur Vorbeugung verordnen kann. 

Werden die Kopfschmerzen von Symptomen wie Sinusschmerzen, Hörverlust oder Schwindel begleitet, sollten Sie einen HNO-Arzt aufsuchen.

Auch beherdete Zähne können Kopfschmerzen oder Migräne auslösen. Ein Gang zum Zahnarzt ist zur Abklärung ratsam.  

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Wir leben in unruhigen Zeiten. Die Corona-Pandemie, Umweltkatastrophen wie das Jahrhunderthochwasser im vorigen Sommer und weitgreifende gesellschaftliche Veränderungen sind in aller Munde. Kein Wunder, dass Sorgen und Ängste zunehmen. Was lässt sich tun, um wieder Ruhe und Ausgeglichenheit zu finden?

Selbst Menschen, die bislang entspannt und selbstsicher durchs Leben gingen, fühlen sich heute häufig verunsichert. Denn das vorige Jahr hat tiefgreifende Veränderungen mit sich gebracht. Umweltkatastrophen wie das Hochwasser im Westen Deutschlands und Waldbrände im Süden Europas und den USA zeigen, wie schnell sich das Blatt des Lebens wenden kann. Vor allem aber die Corona-Pandemie hat mit ihren vielen Einschränkungen tiefe Spuren hinterlassen. Viele, die sich vorher in sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht sicher fühlten, wurden hart getroffen: Ob im Einzelhandel, in der Gastronomie oder im Kulturbereich, in Branchen wie Messebau oder Flugverkehr gingen Jobs verloren. Angehörige von Heilberufen wie Ärztinnen und Ärzte, Pflegerinnen und Pfleger, Apothekerinnen und Apotheker sahen sich mit völlig neuen Herausforderungen konfrontiert. 

Psychische Belastung ist gestiegen

Nicht nur Selbstständige und Kleinunternehmer wurden von massiven Existenzängsten geplagt. Auch die psychische Belastung vieler festangestellter Berufstätiger in Deutschland ist durch die Corona-Pandemie gestiegen, wie Zahlen der Kaufmännischen Krankenkasse KKH zeigen. Arbeitnehmer mit seelischen Leiden waren 2021 in den ersten sechs Monaten im Bundesdurchschnitt 42,5 Tage wegen Depressionen, Angststörungen und Burnout krankgeschrieben – das sind drei Tage mehr als 2019, also vor der Pandemie. 

Neben den wirtschaftlichen Einschränkungen hat die Pandemie ihre Spuren auch an vielen anderen Stellen unseres Lebens hinterlassen: Besuchsverbote, etwa in Altenheimen und Krankenhäusern, sorgten für Vereinsamung. Homeoffice und Corona-Schutzmaßnahmen ließen Betroffene häufig in ein soziales Loch fallen. Bei Kindern und Jugendlichen wurden durch Homeschooling wichtige Lerninhalte vernachlässigt und soziale Kontakte massiv eingeschränkt. Schulabgänger hatten Probleme, einen Ausbildungsplatz zu finden: Im April 2021 wurden zwölf Prozent weniger Ausbildungsplätze angeboten als 2019. 

Eine Gesellschaft im Wandel

Eine Folge: Innere Unruhe und Zukunftsängste bestimmen immer häufiger unser Leben. Jeder Zweite sorgt sich um die finanzielle Zukunft, jeder Dritte macht sich Sorgen um die eigene Gesundheit oder die naher Angehöriger und ist mit der eigenen Schlafqualität unzufrieden, so das Ergebnis einer Forsa-Umfrage. Wer innerlich aufgewühlt ist, wer aus seinem Gedankenkarussell nicht mehr herausfindet, der kommt auch nachts nicht mehr richtig zur Ruhe. Fehlt die nächtliche Erholung, startet man bereits gerädert in den Tag und fühlt sich noch schneller überfordert. Damit steigt dann wieder die innere Unruhe. Derart geschwächt, kann man sich Sorgen und Ängsten noch schlechter stellen.

Wer sich dauerhaft überfordert fühlt, sollte unbedingt handeln. Warnsignale wie anhaltende Nervosität, innere Unruhe, Schlafstörungen, trübe Gedanken oder diffuse Ängste sollten immer Anlass für einen Arztbesuch sein. Die Hausärztin bzw. der Hausarzt sind die ersten Ansprechpartner. Sie können Patientinnen und Patienten bei Bedarf an Experten wie Psychiater und Psychotherapeuten weiterleiten. 

Hilfe aus der Apotheke 

Bei leichteren stressbedingten Beschwerden können pflanzliche Präparate aus der Apotheke hilfreich sein. In diesen Mitteln entfalten gut untersuchte Heilpflanzen mit beruhigenden, schlaffördernden, stimmungsaufhellenden und/oder angstlösenden Eigenschaften Wirkung. Baldrian beispielsweise hilft gegen Unruhe, Angst und Schlafstörungen. Johanniskraut wirkt nicht nur gegen Nervosität und Unruhe, sondern auch antidepressiv. Unruhe und ängstliche Verstimmungen lindern Fertigarzneimittel mit Lavendelöl. Melisse ist bekannt für ihre entspannenden und beruhigenden Eigenschaften, und Passionsblume wird aufgrund ihrer ausgleichenden, schlaffördernden und angstlösenden Eigenschaften geschätzt. Arzneimittel mit Extrakten aus diesen Heilpflanzen führen in der Regel nicht zu Tagesmüdigkeit und machen nicht abhängig. Bitte lassen Sie sich in Ihrer Apotheke vor Ort beraten, welches Präparat in Ihrem speziellen Fall das richtige ist. 

Quelle: www.ratgebergesund.de

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Ob Allergiker oder Krebspatient: Manchmal gibt es für kranke Menschen kein passendes Fertigarzneimittel. Dann brauchen sie maßgeschneiderte Medizin. 

Rezepturarzneimittel sind Medikamente, die der Apotheker im eigenen Labor herstellt – ganz individuell für jeden einzelnen Kunden. Obwohl die meisten Medikamente heute industriell gefertigt werden, sind solche „Maßanfertigungen“ nach wie vor unverzichtbar. Der Grund: Nicht jedes Arzneimittel und nicht alle Wirkstoffkombinationen und Dosierungen gibt es als Fertigpräparate. Diese Versorgungslücke durch individuell angefertigte Medikamente zu schließen, zählt zu den wichtigen Aufgaben und besonders anspruchsvollen Dienstleistungen des Apothekers und seiner pharmazeutischen Mitarbeiter. 

Anspruchsvolle Aufgabe    

Allein für die Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen stellten deutsche Apotheken im Jahr 2013 mehr als zwölf Millionen Rezepturarzneimittel her. Oft sind es Salben, Cremes, Tropfen und Zäpfchen, die in den Labors der Apotheken unter Einhaltung strengster Hygiene- und Sorgfaltsvorschriften angefertigt werden. 

Bei den meisten Medikamenten nach Maß handelt es sich um allgemeine Rezepturen. So beispielsweise um eine vom Arzt verordnete Salbe, deren Inhaltsstoffe genau auf die Bedürfnisse eines einzelnen Patienten abgestimmt sind, oder auch um Kapseln, die im apothekeneigenen Labor für ein krankes Kind hergestellt werden. 

Für Kinder unverzichtbar 

Gerade in der Kinderheilkunde sind Rezepturarzneimittel von unschätzbarem Wert. Denn längst nicht alle Wirkstoffe industrieller Medikamente sind in kindgerechter Dosierung verfügbar. Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass gerade Kinderärzte ihren kleinen Patienten recht häufig Medizin nach Maß verordnen. 

Sehr oft werden Rezepturen auch von Hautärzten verschrieben. Denn so kann der Mediziner eine Salbe oder Creme verordnen, die genau zum Hauttyp und Krankheitsbild des Patienten passt. Möglich ist es dank Rezepturarzneimitteln auch, individuelle Unverträglichkeiten oder Allergien zu berücksichtigen. Verträgt der Patient eine bestimmte Substanz in der Fertigsalbe nicht, so kommt diese eben nicht in die verordnete Rezeptur.   

Während klassische Salben und Kapseln in jeder deutschen Apotheke hergestellt werden können, gibt es auch Spezialrezepturen, die nur spezialisierte Apotheken unter sehr hohem technischem und organisatorischem Aufwand anfertigen können. Dazu gehören etwa Zytostatika für die Behandlung von Krebspatienten und Ernährungslösungen.

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Gemeinsam aus dem Seelentief: Wenn Depressionen einen geliebten Menschen völlig verändern und einen dunklen Schatten auf das Leben werfen, leiden Angehörige mit. Doch gerade jetzt werden sie gebraucht – und sind nicht selten selbst auf Hilfe angewiesen.

Niedergeschlagenheit, Freud- und Lustlosigkeit: Wohl jeder Mensch kennt graue Tage, an denen er sich am liebsten unter der Bettdecke verkriechen würde. Kleine Seelenkrisen und Gemütsschwankungen gehören zum Leben. Oft treten Verstimmungen in extrem stressigen Zeiten auf, werden durch Ärger im Job, private Sorgen oder durch ein trauriges Ereignis ausgelöst. Zum Glück vergeht die Trübsal meist innerhalb einer gewissen Zeit wieder von allein. 

Hellhörig werden 

Doch leider nicht immer. Bei manchen Menschen schleichen sich Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit und innere Leere dauerhaft ins Leben, und ihnen fällt es zunehmend schwer, den Alltag zu bewältigen. Angehörige merken oft zuerst, dass etwas nicht stimmt. Da fällt beispielsweise auf, dass der sonst so schwungvolle Ehemann plötzlich keine Lust mehr auf Aktivitäten hat, oft abwesend und niedergeschlagen wirkt. Oder dass die eigentlich lebensfrohe Mutter auf einmal von innerer Leere und Schuldgefühlen gepeinigt wird, schlecht schläft und sich nicht gut konzentrieren kann … 

Derartige Warnsignale sollten Angehörige unbedingt ernst nehmen: Verstimmungen, die länger als zwei Wochen anhalten oder im Laufe der Zeit immer wieder auftreten, können auf eine Depression hinweisen. Und dabei handelt es sich nicht etwa um harmlosen Seelenkummer, sondern um eine ernsthafte Erkrankung.  

Profis einschalten 

Betroffene brauchen die Unterstützung ihrer Angehörigen, um wieder gesund zu werden – und sie brauchen professionelle Hilfe. Das ist bei psychischen Leiden wie Depressionen nicht anders als bei organischen Erkrankungen! Unerlässlich ist es, schnellstmöglich medizinischen Rat einzuholen. Angehörige sollten hier die Initiative ergreifen und einen Arzttermin vereinbaren, raten die Experten der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Denn oft halten Betroffene selbst den Arztbesuch nicht für erforderlich oder es fehlt ihnen die Kraft, um sich in die Praxis zu begeben.  

Die wohl wichtigste Botschaft für Menschen mit Depressionen und ihre Familien lautet: Die Krankheit ist gut behandelbar, je früher, desto besser. Eine Psychotherapie und maßgeschneiderte Medikamente gehören häufig zum Therapiekonzept, bei leichteren depressiven Verstimmungen kommen auch pflanzliche Arzneimittel wie Johanniskrautextrakte (siehe Kasten) zum Einsatz. 

Geduldig bleiben 

Natürlich vergehen Depressionen nicht von heute auf morgen. Oft ist der Weg auf dem Seelentief lang und steinig – und erfordert von Angehörigen viel Geduld und Fingerspitzengefühl. Wichtig ist es, den Erkrankten ernst zu nehmen, ihm Gespräche anzubieten und Verständnis für seine Situation zu zeigen. Was Familie und Freunde besser nicht tun sollten ist, dem psychisch Erkrankten gute Ratschläge zu geben, die er nicht umsetzen kann. Hinweise wie: „Reiß dich doch zusammen!“ oder „Unternimm einfach mal was!“ mögen gut gemeint sein, setzen einen depressiven Menschen womöglich aber noch mehr unter Druck und verstärken seine Schuldgefühle. 

Familienmitglieder und enge Freunde, die gut über die Krankheit und die damit verbundenen Wesensveränderungen Bescheid wissen, können sich oft besser in den Betroffenen hineinversetzen und souveräner mit der belastenden Situation umgehen. Informiert sein sollten Angehörige auch darüber, wie sie in Extremsituationen die Nerven behalten und richtig reagieren, etwa dann, wenn der depressive Partner Selbstmordgedanken hat.   

Professionelle Hilfe suchen 

Einen depressiven Angehörigen einfühlsam zu begleiten, ist ein Kraftakt. Nicht selten geraten Helfer dabei an ihre seelischen und körperlichen Grenzen. Vorbeugen kann, wer frühzeitig selbst psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nimmt. Auch der Austausch mit anderen Angehörigen in einer Selbsthilfegruppe und Gespräche mit Freunden können enorm entlasten.  

Wichtig ist es zudem, dass Angehörige auch an sich denken. Jeder Mensch braucht Auszeiten, um auf andere Gedanken zu kommen und die Akkus aufzuladen. Freunde treffen, durch den Winterwald wandern, ins Kino gehen, sich einen Tag in der Wellnessoase verwöhnen lassen: Zeit für sich einzuplanen und schöne Momente zu genießen, das ist nicht egoistisch, sondern notwendig, um die eigenen Ressourcen zu schonen und so auch den depressiven Angehörigen bestmöglich unterstützen zu können.   

Johanniskraut für die Seele

Bei leichten und mittelschweren Depressionen können Arzneimittel mit hochdosiertem Johanniskrautextrakt hilfreich sein. Ob diese pflanzlichen Stimmungsaufheller im Einzelfall infrage kommen, sollte ein Arzt entscheiden, der diese dann auch verordnen kann. Manche Präparate sind freiverkäuflich in der Apotheke erhältlich. Dort erklärt man Ihnen gern, was bei der Einnahme zu berücksichtigen ist.

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Weniger OP-Komplikationen und anschließend schnell wieder auf die Beine kommen – das ist das Ziel von Prähabilitation. Das Konzept: Durch gezielte Vorsorge und spezielles Körpertraining werden Patienten bereits vor einem geplanten Eingriff ganzheitlich gestärkt.

Rund 16 Millionen chirurgische Eingriffe werden pro Jahr in deutschen Kliniken durchgeführt. Überproportional oft müssen alte Menschen und Patienten mit schwerwiegenden Vorerkrankungen operiert werden. Das Problem: Sie befinden sich häufig in einer schlechten Verfassung; viele betagte Patienten sind schwach und gebrechlich. Frailty-Syndrom nennen Mediziner die Kombination aus geringer körperlicher Belastbarkeit und verminderter Widerstandsfähigkeit gegenüber kleinen Veränderungen oder Stressereignissen. Kaum jemanden wird es verwundern, dass es bei gebrechlichen und vorerkrankten Menschen während und nach Operationen häufiger zu Komplikationen kommt, als bei jüngeren und insgesamt fitten Zeitgenossen. Und anschließend brauchen betagte Patienten mitunter sehr lang, um wieder zu Kräften zu kommen. 

Risikofaktoren senken   

Hier setzt die Prähabilitation – eine Wortschöpfung aus präoperativ und Rehabilitation – an. Ihr Ziel ist es, das Komplikationsrisiko zu senken und dafür zu sorgen, dass sich frisch Operierte schneller erholen. Konkret geht es darum, den Einzelnen bereits im Vorfeld eines chirurgischen Eingriffs körperlich zu stärken und falls erforderlich auch psychisch zu stabilisieren, damit er mit den damit verbundenen Strapazen besser fertig wird. Voraussetzung für Prähabilitations-Maßnahmen ist natürlich, dass nicht sofort operiert werden muss.  

In der Orthopädie wird das Konzept bereits seit einiger Zeit erfolgreich praktiziert, beispielsweise bei Patienten, die auf ein neues Knie oder eine neue Hüfte angewiesen sind. Durch ein mehrwöchiges Fitness- und Aufbautraining werden sie gezielt auf den Eingriff vorbereitet, damit sie sich danach möglichst rasch wieder schmerzfrei bewegen können. 

Reserven auffüllen 

Auch in die Krebstherapie hat Prähabilitation mittlerweile Einzug gehalten. Viele Patienten sind mangelernährt, sodass ihnen für Operation und anschließende Heilung wichtige Ressourcen fehlen. Dann kommt es im Vorfeld darauf an, diese Reserven wieder aufzufüllen, etwa durch eine geeignete Ernährungstherapie. Physiotherapie kann dabei helfen, die Konstitution von Krebspatienten vor kräftezehrenden Eingriffen und Therapien zu verbessern.  

Statistische Daten über die positiven Auswirkungen von Prähabilitation sind bislang spärlich. Doch das soll sich ändern: So will beispielsweise die bundesweite Langzeitstudie »PRÄP-GO« herausfinden, inwiefern ein mehrwöchiges OP-Vorbereitungsprogramm – mit Krankengymnastik, Ergotherapie und Co. – dazu beitragen kann, Selbstständigkeit und Lebensqualität über 70-jähriger Patienten nach chirurgischen Eingriffen zu erhalten. Mit ersten Studienergebnissen ist 2023 zu rechnen.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – https://leserservice.sud-verlag.de

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Wenn der Frühling naht, entscheiden sich viele Menschen fürs Fasten. Was bringt der Verzicht auf feste Nahrung für die Gesundheit? Und worauf kommt es dabei an?

Kein Wein, keine Schokolade, kein Steak: In der Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Ostern üben sich viele Menschen in Verzicht. Jeder zweite Deutsche findet es sinnvoll, über mehrere Wochen ohne bestimmte Genussmittel oder Konsumgüter auszukommen, hat eine Umfrage im Auftrag der DAK ergeben. Beim Fasten würden 67 Prozent der Befragten demnach am ehesten auf Alkohol verzichten. Es folgen Süßigkeiten (60 Prozent), Fleisch (41 Prozent) und Rauchen (35 Prozent). 

Hartgesottene Fastenfans gehen jedoch deutlich weiter: Sie verzichten eine Zeit lang vollständig auf feste Nahrung – um das Wohlbefinden zu steigern, um den Körper von innen zu „reinigen“ oder um überflüssige Pfunde loszuwerden. Fasten, so seine Anhänger, belebt Körper und Geist und sorgt für gute Laune. 

Wirklich gesund?  

Ob Fastenkuren unter gesundheitlichen Aspekten sinnvoll sind oder nicht, darüber herrscht in Expertenkreisen Uneinigkeit. „Zur langfristigen Gewichtsreduktion ist Fasten der falsche Ansatz“, sagt Dr. Johanna Hoffmann, Ärztin im AOK-Bundesverband und warnt. „Wer übertreibt, kann seine Gesundheit sogar gefährden.“ Fest steht andererseits jedoch auch, dass ein kurzfristiger Verzicht auf feste Kost für gesunde Erwachsene durchaus ein geeigneter Auftakt in ein bewussteres, gesünderes – und damit auch schlankeres – Leben sein kann. 

Bevor es losgeht, sollten Fastenwillige auf jeden Fall mit ihrem Hausarzt Rücksprache halten. Denn für viele Menschen – beispielsweise für Kinder, Schwangere und chronisch Kranke – sind Fastenkuren grundsätzlich tabu. Gibt der Mediziner grünes Licht, steht der Enthaltsamkeit auf Zeit nichts mehr im Wege. 

Welche Kur?  

Ob Buchinger-Fasten mit Gemüsebrühe und Säften, F. X. Mayr-Kur mit Milch und Semmeln, ob Suppen-, Molke- oder Basenfasten – wichtig ist es, die Fastenvariante auszuwählen, die Ihnen persönlich am besten zusagt. Oft beginnt die eigentliche Fastenperiode mit Entlastungstagen, an denen nur noch bestimmte Lebensmittel erlaubt sind. 

Unabhängig von der gewählten Fastenkur gibt es einige grundlegende Dinge zu beachten: 

Wer fastet, muss viel trinken.

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Ein kleines Trainingsprogramm, das Konzentrationsvermögen, Merkfähigkeit und Gedächtnisleistung effektiv unterstützt. Alle Übungen lassen sich je nach persönlicher Verfassung im Stehen oder auch im Sitzen ausführen.

Alte Menschen verlieren oft die Fähigkeit, mehrere Handlungen gleichzeitig auszuführen. Beispielsweise fällt es ihnen schwer, spazieren zu gehen und währenddessen mit ihrer Begleitung ein Gespräch zu führen. Um das zu fördern, können bestimmte Bewegungsabfolgen trainiert werden. „Das unterstützt die Gedächtnisleistung und kräftigt den Körper auf schonende Weise. Zudem hilft es den Trainierenden, sich selbst bewusster zu spüren und wahrzunehmen“, erklärt der Fitness- und Bewegungstrainer Bernhard Koch. Die folgenden Übungen hat er speziell für hochaltrige Menschen und Menschen mit Demenz entwickelt.

Übüng 1: Kreisen und klopfen

Bringt Freude und fördert das Konzentrationsvermögen 

Legen Sie die rechte Hand auf Ihren Bauch und die linke Hand auf Ihren Kopf. Jetzt kreisen Sie mit der Handfläche über Ihren Bauch und klopfen sanft zeitgleich auf Ihren Kopf. Danach die Seiten wechseln. 30 Sekunden pro Seite  

Ü2

Arme strecken und beugen 

Hilft, Bewegungsabfolgen zu meistern 

Senken Sie die Schultern und strecken Ihre Arme nach vorne aus. Dann winkeln Sie Ihren rechten Arm an und legen die Hand auf die linke Schulter. Danach die linke Hand auf der rechten Schulter ablegen. Im Anschluss die Arme wieder hintereinander nach vorne ausstrecken. 5 – 10 Durchgänge

Ü3

Fersen und Fußspitzen hintereinander aufsetzen

Trainiert die Beingefäße und verbessert das Reaktionsvermögen

Nehmen Sie Ihre Hände in die Taille und stellen Ihre Beine nah am Körper auf die Fußspitzen. Dann strecken Sie Ihr linkes Bein mit angewinkeltem Fuß nach vorne und setzen es auf der Ferse auf. Erweitern Sie die Anforderung, indem Sie die zweite Ferse vorne aufsetzen. Danach setzen Sie die Beine wieder hintereinander zurück auf die Fußspitzen. 5 – 10 Durchgänge

Ü4

Finger spreizen

Stärkt die Schultern, mobilisiert die Hände und schult die Aufmerksamkeit  

Strecken Sie Ihre Arme bei gesenkter Schulter nach vorne. Halten Sie zu Beginn Finger und Daumen nah beieinander. Dann starten Sie, indem Sie den kleinen Finger spreizen und zurückziehen. Dann den kleinen Finger und Ringfinger zusammenhalten und spreizen, sodass die Öffnung zwischen Mittel- und Ringfinger entsteht. Danach wieder schließen. Nun den Zeigefinger abspreizen und wieder anlegen, bevor zum Schluss noch der Daumen nach außen und wieder zurückzieht. Immer mit beiden Händen gleichzeitig arbeiten. 3 – 5 Wiederholungen

Die Sommerzeit soll dazu beitragen, das Tageslicht besser auszunutzen und Energie zu sparen. Doch empfindlichen Zeitgenossen bereitet die Umstellung alljährlich eher Kummer als Freude. 

Seit über 30 Jahren wird uns Jahr für Jahr am letzten Wochenende im März eine Stunde Zeit „gestohlen“. In der Nacht von Samstag auf Sonntag rückt der Zeiger dann mit einem Schlag um eine Stunde vor.  Für zahlreiche Menschen bleibt das nicht ohne Folgen: Sie fühlen sich auch Tage oder gar Wochen nach der Zeitumstellung noch müde und unkonzentriert. 

Innere Uhr aus dem Takt  

Verantwortlich dafür ist der biologische Rhythmus, die innere Uhr des Menschen, die sich dem Wechsel aus Tag und Nacht anpasst. Besonders das Tageslicht gibt wichtige Impulse. Jede Zeitumstellung bringt diese innere Uhr durcheinander – das hat ein Forscherteam um Professor Till Roenneberg von der Universität München herausgefunden. Besonders die Umstellung auf die Sommerzeit macht vielen zu schaffen, hat eine Befragung von 55.000 Menschen im Auftrag der Münchner Wissenschaftler gezeigt. Wenn beispielsweise der Wecker nach Beginn der Sommerzeit um 7.00 Uhr klingelt, ist es für den Körper erst 6.00 Uhr. Blutdruck, Puls und Hormonhaushalt sind noch auf Ruhe programmiert. 

Die Folge ist eine Art „Mini-Jetlag“, also eine Anpassungsstörung der inneren Uhr an den neuen Tag-Nacht-Rhythmus. „Einige Menschen sind da-durch schlapp, antriebslos, gereizt oder niedergeschlagen und haben weniger Appetit“, erläutert Dr. Astrid Maroß, Ärztin im AOK-Bundesverband. Besonders betroffen sind die sogenannten Eulen – also Menschen, die am liebsten spät ins Bett gehen und morgens gerne länger schlafen. 

Was die Umstellung erleichtert 

Einige Tricks können jedoch helfen, sich schneller an die Sommerzeit zu gewöhnen: Hilfreich ist es beispielsweise, bereits einige Tage vor der Zeitumstellung täglich eine Viertelstunde früher schlafen zu gehen. Und auch in den ersten Wochen danach sollten sich Spät- und Frühaufsteher abends möglichst früh hinlegen und morgens zeitig aufstehen. Sinnvoll ist es auch, direkt nach der Umstellung auf einen Mittagsschlaf zu verzichten. 

Um abends gut einschlafen zu können, ist es empfehlenswert, lediglich ein leichtes Abendessen zu sich zu nehmen und vor dem Schlafengehen auf aufputschende Getränke zu verzichten. Schlaffördernd wirken spezielle Schlaf- und Beruhigungstees aus der Apotheke, die Kräuter wie Baldrian und Melisse enthalten. Auch Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung oder autogenes Training können helfen, besser ein- und durchzuschlafen.

Andere Ursachen? 

Die gute Nachricht: Selbst bei den „Eulen“ hat sich der Körper meist nach     14 Tagen auf den neuen Rhythmus eingestellt. Halten Müdigkeit und Antriebslosigkeit jedoch noch Wochen nach der Zeitumstellung an, sollten Sie nach den Ursachen forschen. Manchmal steckt hinter anhaltendem Energiemangel im Frühjahr auch die berüchtigte Frühjahrsmüdigkeit oder ein Eisenmangel, der mit Eisenpräparaten aus der Apotheke ausgeglichen werden kann. Ein Check-up beim Arzt bringt Klarheit.  

Schluss mit schlapp! 

Der Frühling ist da, aber Sie „ticken“ immer noch im Wintermodus, sind müde und schlapp? Diese Muntermacher sagen der Frühjahrsmüdigkeit den Kampf an: 

Morgens noch hundemüde? Vielen Menschen macht die veränderte Uhrzeit zu schaffen.

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Ein Körper, der über neun Monate ein Baby heranwachsen lässt, benötigt natürlich mehr Nährstoffe. Diese Vitamine unterstützen den besten Start ins Leben.

Während einer Schwangerschaft steigt der Bedarf bestimmter Substanzen so stark an, dass er sich kaum über die Ernährung decken lässt. Solche Nährstoffe sollten Sie substituieren, also in Form eines Nahrungsergänzungsmittels zuführen. Hier­zu gehören etwa Folsäure und Jod. Folat ist ganz besonders in der Frühschwangerschaft wichtig, da es an der Zellteilung und an Wachstumsprozessen beteiligt ist. Schwangere brauchen deshalb rund 50 Prozent mehr Folsäure: Die Einnahme eines Apotheken-Präparats ist sinnvoll, um etwa einem »offenen Rücken« vorzubeugen. Starten Sie mit der Einnahme schon, wenn’s an die konkrete Nachwuchsplanung geht, nicht erst bei zwei Strichen auf dem Test.

Die optimale Dosis

Jod ist ebenfalls zur Vermeidung von Fehlbildungen und einer Fehlgeburt erforderlich. Zusätzlich zu jodhaltiger Ernährung mit jodiertem Speisesalz, Meeresfisch und Milchprodukten sollten es 100 bis 150 Mikrogramm täglich sein, die Sie als Tablette oder Kapsel zu sich nehmen. Außerdem benötigen Sie in der Schwangerschaft vermehrt Eisen, Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D für die gesunde Entwicklung Ihres Kindes. Vor der Einnahme von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, insbesondere von Kombipräparaten, sollten Sie jedoch gynäkologischen Rat einholen, um eine Unter- ebenso wie eine Überdosierung auszuschließen. 

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Das Herz ist unser Lebensmotor und darf im Gegensatz zu uns keine Pause machen:  Das Hohlorgan in unserer Brust muss andauernd Leistung bringen. Wie können wir es sinnvoll unterstützen?

Was kann ich tun, um einer Herzerkrankung vorzubeugen?

Durch regelmäßigen Sport sowie eine gesunde Ernährung halten Sie Blutdruck-, Blutfett- und Blutzuckerwerte in Schach und fördern die Gesundheit Ihrer »Pumpe«. Empfehlenswert ist die sogenannte Mittelmeerdiät mit reichlich Gemüse, Salat und Obst, wenig Salz und Zucker, guten Fetten und Fisch statt Fleisch und Wurst. Lauschen Sie außerdem öfter sanften Klängen. Wie Studien zeigten, kann ruhige klassische Musik den Blutdruck und die Schlagfrequenz unseres Herzens regulieren.

Welchen Einfluss hat der Schlaf auf mein Herz?

Großen! Wer dauerhaft zu wenig schlummert, bringt seine Gesundheit in Gefahr. Wie Untersuchungen belegen, ist das Herzinfarktrisiko von Menschen, die nachts weniger als sechs Stunden schlafen, um fast 50 Prozent erhöht. Grund: Die fehlende Ruhe sorgt dafür, dass unser Körper Stresshormone freisetzt, die Blutdruck und Herztätigkeit ansteigen lassen – eine massive Belastung fürs Herz. Finden Sie öfter nicht den Weg in Morpheus‘ Arme, kann ein schlafförderndes Mittel aus der Apotheke, etwa mit Extrakten aus Passionsblume, Lavendel oder Hopfen, hilfreich sein. Auch Schnarcher sollten aufpassen: Hierbei kann es zu Atemaussetzern kommen, die ein Sauerstoffdefizit in den Organen bewirken. Die Folge: Wir erwachen kurz, Blutdruck und Herzfrequenz steigen an. 

Warum ist Zähneputzen auch eine Herzenssache?

Nur eine umfassende Hygiene kann die bakterielle Besiedelung im Mund reduzieren. Putzen wir unsere Beißerchen nicht mindestens zweimal täglich, nehmen die Erreger überhand und produzieren Giftstoffe, die zur Entzündung von Zahnfleisch und Kieferknochen führen können. Gelangen die Bakterien und deren gefährliche Stoffwechselprodukte in unsere Blutbahn, lösen sie auch im Körper Entzündungen aus. In Studien wurden bei Probanden, die mehrere Tage ihre Zähne nicht reinigten, erhöhte Werte des Proteins CRP gefunden, das bei Entzündungen entsteht und einen Hinweis auf ein erhöhtes Infarktrisiko gibt.

Woran erkenne ich, ob ich eine Herzschwäche habe?

Rund drei Millionen Menschen in Deutschland leiden darunter, viele ohne es zu wissen. Wenn Sie häufiger Symptome wie Atemnot, rasche Ermüdung und nachlassende Leistungsfähigkeit sowie Schmerzen im Brustbereich verspüren, sollten Sie einen Termin beim Hausarzt oder Kardiologen vereinbaren. Auch Wassereinlagerungen in den Beinen, vermehrtes Wasserlassen und nächtlicher Husten sind Anzeichen, die Sie nicht ignorieren sollten.

Kann ich mein Herz natürlich unterstützen?

Klar! Neben herzschützenden Heilpflanzen wie Weißdorn, die in Arzneitees und Medikamenten aus der Apotheke enthalten sind, können sich auch hochdosierte Omega­3-Fettsäuren positiv auf die Gefäß- und Herzgesundheit auswirken. Sie tragen, konzentriert in Kapselform eingenommen, zur Aufrechterhaltung der normalen Herzfunktion bei. Naschen Sie zudem öfter frische Ananas: Die Frucht enthält Salicylsäure, die das Blut verflüssigt. Ebenso Heidelbeeren, die zudem reichlich Anthocyane enthalten; die Pflanzenfarbstoffe entspannen unser Gefäßsystem und beugen so Bluthochdruck vor.

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