Ein Zahnimplantat ist eine künstliche Zahnwurzel, die in den Kieferknochen eingesetzt wird. Meist besteht sie aus Titan, alternativ auch aus Keramik und dient als stabile Basis für den späteren Zahnersatz, zum Beispiel eine Krone, Brücke oder Prothese.

Das Besondere: Das Implantat verbindet sich während der Einheilphase fest mit dem Knochen – ein Prozess, der als Osseointegration bezeichnet wird. Dadurch entsteht ein stabiler Halt, der dem eines natürlichen Zahns sehr nahekommt.

Viele Patientinnen und Patienten fragen sich, was genau bei einer Implantation passiert. Der Ablauf ist in der Regel gut planbar.

Ein typischer Ablauf ist:

Die Behandlung ist heute dank moderner Technik schonend und meist deutlich weniger belastend, als viele vermuten.

Während des Eingriffs selbst spüren Sie durch die Betäubung in der Regel keine Schmerzen. Nach der Behandlung kann es zu leichten Schwellungen oder Druckgefühlen kommen, die jedoch meist gut behandelbar sind und schnell abklingen.

Zahnimplantate zählen zu den hochwertigsten Versorgungen in der modernen Zahnmedizin. Sie bieten:

Im Alltag bedeutet das für viele Patientinnen und Patienten: wieder unbeschwert lachen, sicher sprechen und kraftvoll zubeißen.

Bei guter Pflege haben Zahnimplantate eine sehr hohe Erfolgsquote von über 95 %. Die durchschnittliche Haltbarkeit liegt häufig bei 15 bis 20 Jahren, oft auch deutlich länger. Unter optimalen Bedingungen können Implantate sogar ein Leben lang halten.

Wichtig zu wissen: Während das Implantat selbst sehr langlebig ist, kann der darauf befestigte Zahnersatz (z. B. die Krone) im Laufe der Zeit erneuert werden müssen.

Für eine lange Haltbarkeit entscheidend sind:

Grundsätzlich kommen Implantate für viele Patientinnen und Patienten infrage. Voraussetzung sind unter anderem ausreichend vorhandener Kieferknochen, ein gesundes Zahnfleisch und eine gute Mundhygiene.

Auch bei eingeschränktem Knochenangebot gibt es heute moderne Möglichkeiten wie den Knochenaufbau. Individuelle Faktoren, wie bestimmte Vorerkrankungen oder Rauchen, werden im Vorfeld sorgfältig berücksichtigt.

Zahnimplantate sind eine sichere und bewährte Möglichkeit, fehlende Zähne zu ersetzen. Sie verbinden Funktion, Ästhetik und Komfort auf hohem Niveau und tragen dazu bei, die natürliche Lebensqualität wiederherzustellen. Ein persönliches Beratungsgespräch in Ihrer Zahnarztpraxis hilft Ihnen, die für Sie passende Lösung zu finden.

Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de

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Hühner gibt’s wie Sand am Meer – jedenfalls sind es sehr viele. 34 Millionen leben auf der Erde. Damit ist das Huhn das häufigste Wirbeltier weltweit. Von 180 Rassen allein in Deutschland eignen sich Leghorn-Hühner am besten für die Haltung. Sie gelten als pflegeleicht und legefreudig. Araucana-Hühner auch, sie legen sogar grüne Eier.

Übrigens ist zum Trend geworden, Hühnern im eigenen Garten ein Zuhause zu geben. Seit der Coronapandemie hat die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen einen Anstieg um 25 Prozent registriert. Die Hauptmotivation dafür lautet: Immer Eier von glücklichen Hühnern! 

Jeden Tag ein Ei im Nest zu hinterlassen, liegt allerdings nicht unbedingt in der Natur des Huhns. Die Urform bringt nur maximal 15 Eier im Jahr zustande. 

Apropos Vorfahren: Wussten Sie, dass die Erblinie der Hühner bis in die früheste Erdgeschichte zurückgeht? Unsere heutigen Gackertiere, da sind sich Forscher einig, stammen direkt von den Dinosauriern ab. In seiner Knochen- und Kollagenstruktur ist das Huhn dem T-Rex ähnlicher als jedes andere Tier. Ein lebendes Fossil also, das eines der gesündesten Lebensmittel überhaupt hervorbringt. Das Ei steckt voller Leben!

Nahezu alle Vitamine – außer Vitamin C – sind im Ei enthalten, auch solche, von denen wir in der Regel zu wenig bekommen: Vitamin D für ein intaktes Immunsystem, stabile Knochen und starke Nerven; oder auch Vitamin B12, das an fast allen Stoffwechselfunktionen beteiligt ist. Und in Sachen Mineralstoffe und Spurenelemente ist das Ei ohnehin eine wertvolle Schatzkiste: Calcium, Eisen, Folsäure, Zink – alles, was wir zum Gesundbleiben brauchen, produziert die Henne binnen 24 Stunden. 

Eisern hält sich das Vorurteil, Eier seien Cholesterinbomben. Das stimmt aber nur oberflächlich betrachtet. Rund 200 Milligramm pro Ei sind zwar kein Pappenstiel. Gleichzeitig aber verbirgt sich eine Substanz im Dotter, die wie eine natürliche Cholesterinbremse wirkt. Lecithin hilft, Blutfette zu senken und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verringern. Außerdem gilt es als Treibstoff fürs Gehirn, es fördert das Denken und hält den Geist wach.

Noch können wir vor dem Eier-Regal wählen – aber wie lange noch? Der Bundesverband der deutschen Eiererzeuger rechnet damit, dass in etwa zehn Jahren die Schalenfarbe ein Einheits-Weiß sein wird. Der Grund ist rein wirtschaftlicher Natur: Denn Hühner, die genetisch bedingt Eier mit heller Schale produzieren, leben und legen länger. Bereits heute hat sich der Anteil brauner Eier in den Supermärkten halbiert und liegt derzeit nur noch bei 30 Prozent. Statistisch gesehen mögen ältere Konsumenten lieber ein braunschaliges Frühstücksei. Den Jüngeren ist die Farbe egal, für sie steht die artgerechte Haltungsform im Vordergrund.

Rund 230 Eier köpft jeder von uns im Jahr. Eine stattliche Zahl! Grund genug, um zu hinterfragen, aus welchem Stall sie kommen. Achten Sie erstens auf Regionalität, zweitens auf die Haltungsform – beides erkennbar am Stempel auf der Schale. Beginnt der Code mit „0“? Bravo! Dann haben Sie ein Bio-Ei von Hühnern, die Freiland und Biofutter genießen dürfen. So richtig glücklich sind die Hühner, deren Gelege eine Verbandszertifizierung wie Bioland, Demeter oder Naturland hat. Solche Siegel garantieren außerdem, dass keine männlichen Küken für die Produktion sterben müssen und sie fordern die Aufzucht von Bruderhähnen – für mehr Tierwohl. 

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

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Putzen, waschen, kochen, ein­kau­fen, Kinder in die Kita brin­gen … Es gibt Situationen im Leben, in denen wir das einfach nicht mehr schaffen. Sind die Gründe medizinisch bedingt, akut und/oder zeit­lich be­grenzt, können gesetzlich Versicherte bei der Krankenkasse eine Haushaltshilfe be­antragen. Möglich ist das etwa nach ei­ner größeren Operation, bei Verschlimmerung einer Erkrankung, stark belasten­den Behandlungen wie einer Chemotherapie, Risikoschwanger­schaft oder auch im Fall einer Reha. Damit Hilfe möglichst schnell zur Stelle ist und alles reibungslos läuft, gibt es einiges zu beachten. Was genau? 

Nicht warten, bis Ihnen das Chaos über den Kopf wächst! Sobald absehbar ist, dass Sie Unterstützung brauchen werden – etwa, weil eine planbare OP oder ein längerer Reha-Aufenthalt ansteht – sollten Sie mit dem behandelnden Arzt sprechen. Er muss eine Notwendigkeits­bescheinigung ausstellen, die Sie zusam­men mit dem Antrag auf eine Haushaltshilfe bei Ihrer Kasse einreichen. Müssen Sie ins Krankenhaus, sollte im Entlass-Management auch eine Haushaltshilfe eingeplant sein. Und wer besondere Bedürfnisse hat – etwa wegen kleiner Kinder –, klärt das am besten frühzeitig mit der Krankenkasse. Ansonsten können Sie den Antrag einfach online über die Website der Kasse stellen.

Zu den Aufgaben einer Haushaltshilfe gehören neben Kochen, Einkaufen, Put­zen, Waschen und Bügeln auch Kinderbetreuung und Säuglingspflege. Nicht zu den Aufgaben gehören hingegen Gartenarbeiten, Tierbetreuung, umfassende Grundreinigungen, Entrümpelungen oder auch pflegerische Maßnahmen. Letztere werden über die Pflegekasse geregelt. Manchmal übernehmen Haushaltshilfen auch die Begleitung zu Arztterminen oder Behördengängen – das muss aber individuell mit der Kasse ausgehandelt werden.

Tägliche Hilfe im Haushalt ist eine Kompetenz- und auch eine Vertrauensfrage, insbesondere wenn es um Kinderbetreuung geht. Bei der Suche nach der geeigneten Person unterstützt Sie die Kasse. Sie vermittelt Anbieter, etwa Wohl­fahrtsverbände oder örtliche So­zialstationen, und schließt meist auch die Verträge ab. Einige Kassen haben auch eigene Anbieter unter Vertrag. Zudem können Angehörige und Freunde als Haushaltshilfe einspringen. Dafür gibt es in der Regel einen Stundensatz von der Kasse oder finanzielle Entschädigung, zum Beispiel für Verdienstausfall bei unbezahltem Urlaub zur Zeit der Hilfeleistungen. Das variiert jedoch von Kasse zu Kasse. Gut zu wissen: Meist rechnet die Kasse dann mit dem Versicherten ab und er muss alles Weitere selbst regeln. 

In der Regel bewilligt die Kasse eine Haushaltshilfe für bis zu vier Wochen, maximal auf Basis von Acht-Stunden-Tagen. In Ausnahmefällen, wenn Kinder unter zwölf Jahren oder behinderte Kinder im Haushalt leben, kann die Unterstützung auf bis zu 26 Wochen ausgedehnt werden. 

Generell ist eine Zuzahlung erforderlich, wie auch bei Medikamenten oder Kuraufenthalten. Sie beträgt mindestens fünf und höchstens zehn Euro pro Tag – außer bei Schwangerschaft und Entbindung oder wenn Betroffene von der Zuzahlung befreit sind. 

Sie sind nicht akut erkrankt, verfügen aber über einen Pflegegrad und brauchen zusätzlich zur Pflege auch Hilfe im Haushalt? Dann können Sie diese folgendermaßen finanzieren: Mit Pflegegrad eins steht Ihnen ein Entlastungbeitrag (derzeit 131 Euro pro Monat) zur Verfügung. Ab Pflegegrad zwei können Betroffene das Budget für Verhinderungs- oder Kurzzeitpflege auch in eine Haushaltshilfe investieren. 

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Früher hätten wir diese Redewendung milde belächelt: »Kinder, wie die Zeit vergeht …« Heute spricht sie uns aus der Seele. So mancher fühlt sich in einer Zeitmaschine gefangen und fragt sich besorgt: »Verfliegen die Jahre im Alter immer schneller? Geht mir kostbare Zeit verloren?« Dabei kann Zeit doch gar nicht schneller, langsamer oder gar verloren gehen –­ oder vielleicht doch?

Grundsätzlich ist Zeit eine feste Größe: Jedes Jahr hat 365 Tage, alle vier Jahre einen mehr, und jede Stunde dauert 60 Minuten. Dennoch geben in einer britischen Studie 77 Prozent der Erwachsenen an, dass Weihnachten jedes Jahr (gefühlt) schneller vor der Tür steht. Kinder hingegen empfinden es als Ewigkeit. Neurowissenschaftler und Psy­chologen haben herausgefunden, wa­rum wir Zeit in verschiedenen Lebensphasen so unterschiedlich wahrnehmen und wie wir dem Gefühl der verlorenen Zeit entgegenwirken können. 

Unsere ersten drei Lebensjahrzehnte stecken voller neuer Erlebnisse: der erste Schultag, die erste Liebe, der erste Job … Das hält unser Gehirn ordentlich auf Trab und wird als Erinnerung gespeichert. Die Fülle der Ereignisse sorgt dafür, dass wir diese Phase in der Rückschau als besonders intensiv und »lange« empfinden. Dabei spielt der Hippocampus, unser Archiv im Gehirn, eine wichtige Rolle. Hier werden Ereignisse mit Zeit und Ort hin­terlegt. Der präfrontale Cortex, eine weitere Hirnregion, bewertet sie und versieht sie mit Emotionen. Je mehr neue, spannende und emotional bewegende Ereignisse gespeichert sind, desto erfüllter und länger erscheint die Zeit.

Die nachfolgenden drei Jahrzehnte – von 40 bis 70 – sind hingegen mehr von Routinen geprägt, im Job, in der Familie und im Alltag. Nehmen wir das Autofahren als Beispiel: Waren die ersten Touren mit dem frischen Führerschein noch richtig aufregend, fahren wir jetzt ohne nachzudenken, quasi mit Autopilot. Solche Routinen sorgen dafür, dass unser Gehirn weitgehend abschaltet und diese Phase mit wenig Erinnerungen und Emotionen verbunden ist. Da herausragende Ereignisse seltener sind, vergeht die Zeit tatsächlich wie im Flug, erscheint im Rückspiegel wenig bedeutsam und daher schneller vergänglich. Das Gefühl der Vergänglichkeit beunruhigt vor allem Menschen um die 60 und kann sogar in eine Alters­depression münden. Zum Glück gibt es Auswege aus dem Zeit-Dilemma.   

Psychologen raten, die kommenden Lebensjahre mit reichlich neuen Inhalten zu füllen und den Ruhestand aktiv zu gestalten: reisen, eine Sprache lernen, Koch-, Mal- oder Tanzkurse besuchen. Nicht so Ihr Ding? Dann ist ebenso hilfreich, Ihre Routinen zu durchbrechen. Öfter mal vom Auto aufs Rad umsteigen, beim Spazierengehen neue Wege erkunden oder in einem anderen Supermarkt einkaufen als gewöhnlich. Genießen Sie Alltagsmomente ganz bewusst: den Kaffeeduft am Morgen, das Wasserrauschen unter der Dusche, das Zwitschern der Vögel, wenn Sie das Fenster öffnen … Auch kleine Achtsamkeiten bieten dem Gehirn neue Ereignisse, die gespeichert werden und uns jeden Tag bewusster (und länger) erleben lassen. Um verlorene Zeit müssen wir uns dann nicht mehr sorgen.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

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Unsere Nase übernimmt wichtige Funktionen: Sie filtert Staub, Pollen und Keime aus der Luft, erwärmt und befeuchtet die Atemluft und unterstützt eine gesunde Sauerstoffaufnahme. Beim Atmen durch den Mund entfällt dieser natürliche Schutzmechanismus. Die Luft gelangt ungefiltert und trocken in den Rachenraum. Das hat Folgen.

Speichel ist ein entscheidender Schutzfaktor für unsere Zähne. Er neutralisiert Säuren, spült Speisereste weg und liefert Mineralstoffe zur Remineralisierung des Zahnschmelzes.

Wer häufig durch den Mund atmet, leidet oft unter:

·      Mundtrockenheit (Xerostomie),

·      vermehrtem Zahnbelag,

·      erhöhtem Kariesrisiko,

·      entzündetem Zahnfleisch.

Die trockene Mundschleimhaut bietet Bakterien ideale Bedingungen. Gerade nachts bleibt eine Mundatmung oft unbemerkt. Die Zähne sind dann über Stunden weniger geschützt.

Besonders bei Kindern kann eine dauerhafte Mundatmung die Entwicklung des Kiefers beeinflussen. Wenn die Lippen nicht geschlossen sind und die Zunge nicht am Gaumen anliegt, fehlt ein wichtiger Wachstumsreiz.

Mögliche Folgen können sein:

·      Schmalkiefer oder hoher Gaumen,

·      Fehlstellungen der Zähne,

·      erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine kieferorthopädische Behandlung.

Die richtige Zungenposition – oben am Gaumen – unterstützt die natürliche Entwicklung des Oberkiefers. Bei Mundatmung liegt die Zunge häufig unten im Mundraum.

Mundatmung tritt oft im Zusammenhang mit verstopfter Nase, Allergien oder vergrößerten Mandeln auf. Besonders nachts kann sie Schnarchen begünstigen, zu unruhigem Schlaf führen und die Sauerstoffversorgung beeinträchtigen. Eine gestörte Schlafqualität wirkt sich wiederum auf Konzentration, Leistungsfähigkeit und allgemeines Wohlbefinden aus.

Typische Anzeichen sind:

·      häufig geöffneter Mund in Ruhe,

·      trockene Lippen,

·      morgendliche Halsschmerzen,

·      vermehrte Karies trotz guter Zahnpflege

Bei Kindern kann zusätzlich eine „offene Mundhaltung“ auffallen.

Zunächst sollte die Ursache geklärt werden. Häufige Gründe sind: eine chronisch verstopfte Nase, Allergien, eine Nasenscheidewandverkrümmung oder vergrößerte Rachenmandeln.

Je nach Befund kann eine Zusammenarbeit zwischen Zahnarzt, HNO-Arzt oder Kieferorthopäde sinnvoll sein. In manchen Fällen helfen Atemübungen oder sogenannte myofunktionelle Therapien, um die Nasenatmung zu fördern und die Muskulatur im Mundbereich zu stärken.

Wer Anzeichen für eine Mundatmung bei sich oder seinem Kind bemerkt, sollte dies abklären lassen. Eine frühzeitige Behandlung kann helfen, langfristige Folgen zu vermeiden.

Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de

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Der Volksmund sagt „Einrenken“. Nur mit seinen Händen kann ein Chiropraktiker Blockaden lösen und die Beweglichkeit der Gelenke und Wirbel wiederherstellen. Er setzt dabei gezielte Impulse, sogenannte Justierungen, um den Druck zu nehmen, die Nerven zu entlasten und dem Körper zu helfen, sich selbst zu regulieren. Diese manuelle Therapieform stammt aus den USA, entwickelt hat sie der Na­turheilkundige Daniel David Palmer Ende des 19. Jahrhunderts. Wissenschaftlich erwiesen ist seine Methode nicht. Dennoch berichten viele Rückenschmerz-Geplagte, dass sie sich nach der Behandlung wie „entknotet“ fühlen. Wer das sanfte Knacken also mag, sollte sich ruhig mal auf die Liege eines Chirotherapeuten legen, am besten bei einem Arzt mit dieser Zusatzausbildung. 

Muskeln, Gelenke, Organe, Faszien und Nerven – sie alle stehen miteinander in Verbindung. Störungen können in sämtliche Bereiche des Körpers ausstrahlen – etwa in den Rücken –, obwohl die Quelle des Schmerzes ganz woanders liegt. Ein Osteopath kann den Ursprungsort ertasten und setzt genau dort an, um so die körpereigene Regulation zu fördern. 

Die Grundidee der Osteopathie stammt vom amerikanischen Arzt Andrew ­Taylor, der die Methode Ende des ­19. Jahrhunderts auf den Weg brachte. Heute dürfen osteopathische Behandlungen nur von Ärzten oder Heilpraktikern mit entsprechender Zusatzaus­bildung durch­geführt werden. Einige Kran­kenkassen beteiligen sich bei ärztlicher Verordnung an den Kosten. Studien zeigen zwar eine Besserung von Rückenschmerzen, die zugrunde liegenden Wirkmechanismen sind jedoch nicht eindeutig geklärt.

Wärme ist Balsam für die Muskeln, das wussten schon Menschen in der Antike. Seit jeher nutzen wir Bäder, heiße ­Steine und Umschläge gegen Schmerzen im Bewegungsapparat, eben weil ­Wärme die Durchblutung fördert, ­Mus­­­­­­­kelverspannungen löst und dabei ganzheitlich entspannt. Thermotherapie kann Rückenschmerzen deutlich lindern, Studien bestätigen das. Physiotherapeuten, medizinische Masseure und Ärzte bieten Moor- oder Fangopackungen an. Zu Hause helfen Wärmepflaster, Heiz- oder Körnerkissen. Ebenfalls in Ihrer Vor-Ort-Apotheke erhältlich: Wärmesalben mit Capsaicin aus der Chilischote. Sie dringen tief ins Gewebe ein und lockern die verkrampften Muskeln.

Im warmen Wasser fühlt sich der Körper plötzlich ganz leicht an. Alles wird ein bisschen einfacher – sogar Bewegung. Denn durch den Auftrieb werden Gelenke, Bandscheiben und Wirbel entlastet. Mithilfe von Aquafitness-Übungen – angeleitet von Physiotherapeuten oder einem medizinischen Bademeister – lassen sich so Verspannungen sanft lösen und Muskeln fast wie nebenbei aufbauen. Viele Krankenkassen fördern zertifizierte Präventionskurse.

Fühlt sich an wie ein sanftes Kribbeln: Bei der transkutanen elektrischen Nervenstimulation, kurz: TENS, setzen Physiotherapeuten oder medizinische Masseure Ihnen kleine Elektroden auf die Haut, diese geben sanfte Strom­impulse frei. Sie sollen die Weiterleitung von Schmerzsignalen dämpfen, damit sich die Muskulatur entspannt. Wissenschaftlich belegt ist diese Methode nicht, aber vor allem für Patienten mit chronischen Rückenschmerzen und Arthrose einen Versuch wert. Die Ergebnisse sind sehr individuell. 

Aus der Traditionellen Chinesischen Therapie (TCM): Feinste Nadeln werden gezielt wenige Millimeter in die Haut gesetzt. Diese Reize aktivieren körpereigene Botenstoffe, die – nach traditioneller Vorstellung – die Lebensenergie, das sogenannte Chi, zurück ins Gleichgewicht bringen sollen. Akupunktur bieten inzwischen viele Ärzte mit Zusatzausbildung an. Sogar in Reha-­Kliniken hat sich diese alternative Methode – als begleitende Maßnahme – etabliert. Viele Patienten berichten von guten Erfahrungen. Die Erfolgsquote liegt bei 80 Prozent. Im Fall von chronischen Schmerzen der Lendenwirbelsäule übernehmen die Krankenkassen die Kosten.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

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Bei einer Pollenallergie überreagiert das Immunsystem. Es stuft an sich harmlose Pollen­eiweiße als Angreifer ein und setzt Histamin frei – einen Botenstoff, der Juckreiz, Niesen und eine laufende Nase auslöst. Die Schleimhäute schwellen an, die Nase läuft, die Augen jucken – und bei frischer Frühlingsluft machen viele von uns einen anstrengenden Nies-Marathon durch.

Birke, Hasel oder Roggen? Wer seinen persönlichen Problem-Pollen kennt, kann früh gegensteuern. Medikamente mit dem Wirkstoff Cromoglicinsäure stabilisieren bestimmte Immunzellen und verhindern so, dass Histamin ausgeschüttet wird. Sie eignen sich zur Vorbeugung und sind als Nasenspray oder Augentropfen erhältlich. Entscheidend ist die regelmäßige Anwendung, am besten schon bevor es in Augen und Nase brennt. Sanft und unkompliziert wirkt auch die Nasendusche mit isotoner Salzlösung. Sie spült Pollen aus, befeuchtet die Schleimhäute, und es fühlt sich an wie ein kleiner Neustart für die Nase.

Sind die Beschwerden bereits da, kommen Antihistaminika ins Spiel. Sie blockieren die Wirkung von Histamin und lindern so Juckreiz, Niesen und eine laufende Nase. Als Tabletten wirken Arzneistoffe wie Cetirizin, Levocetirizin, Loratadin oder Desloratadin im ganzen Körper – oft bis zu 24 Stunden. Lokal lassen sich Antihistaminika ebenfalls einsetzen, etwa als Nasenspray oder Augentropfen mit dem antiallergischen Wirkstoff Azelastin. Bei stark verstopfter Nase können kortisonhaltige Nasensprays helfen. Diese nasalen Glucocorticoide wirken antientzündlich und abschwellend – genau dort, wo sie gebraucht werden. 

Wenn es in Augen und Nase juckt und kribbelt, können Sie auch auf pflanzliche Unterstützung setzen. Augentrost [Eu­phra­sia officinalis] kann die Augen be­ruhigen. Als Augentropfen aus der Apo­­­the­ke lindert er Brennen und Jucken, als Salbe pflegt er gereizte Lid­ränder, etwa wenn häufiges Reiben die Haut strapaziert hat. Brennnessel [Ur­tica dioica] wird bei Pollenallergie teils unterstützend eingesetzt. Ihre Extrak­te wirken entzündungshemmend und können Histamin abschwächen. Da Brennnessel selbst Allergien auslösen kann, sollten Sie die Anwendung vorab mit Ihrem Arzt oder Apotheker besprechen. Ergänzend können Sie während der Saison auch Schwarzkümmelöl probieren. Es wird häufig als unterstützende Option bei Heuschnupfen eingesetzt.

Wenn Sie zu den Heuschnupfen-Geplag­ten gehören, halten Sie Ihre Wohnung mög­lichst pollenfrei: Cleveres Lüften hilft. In der Stadt am besten früh morgens, wenn die Luft noch einigermaßen rein ist. Auf dem Land eher abends, da dort die Pollenbelastung morgens am höchsten ist. Tagsüber bleiben die Fenster möglichst geschlossen. Pollenschutzgitter halten allergieauslösenden Blütenstaub fern. Kleidung, die Sie draußen getragen haben, ziehen Sie am besten nicht im Schlafzimmer aus. Pollen verfangen sich leicht in den Haaren, daher abends ­auswaschen, damit Sie Ihre Allergie­auslöser nicht noch mit ins Bett nehmen. Und Wäsche trocknen Sie am besten drinnen – so bleibt sie pollenfrei. 

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Der Lenz ist da. Jetzt wird es jeden Tag ein bisschen grüner und auch unsere Haut ge­winnt an Glanz zurück – nur nicht so schnell, wie es die Natur da draußen schafft. Mit den Jahren braucht unsere Hülle nämlich etwas länger, um die Stra­pazen des Winters abzuschütteln und sich den neuen Bedingungen mit mehr Sonne und steigenden Temperaturen an­zupassen. Wie wäre es also mit einem Extra-Booster für Ihre Haut, der nicht nur Ihr Gesicht strahlen lässt, sondern den ganzen Körper. So wer­den Sie frühlingsfrisch von Kopf bis Fuß. 

Die Gesichtshaut ist die erste, die sich von der März-Sonne verwöhnen, aber eben auch reizen lassen kann. Eine Ta­ges­creme mit Lichtschutzfaktor, der schäd­liche UV-Strahlen abwehrt, ist also Pflicht. Inhaltsstoffe wie Hyaluron versor­gen die Haut mit Feuchtigkeit und helfen ihr dabei, Wasser zu binden und auch zu halten. Urea (Harnstoff) ist der Hautschmeichler überhaupt. Er pflegt die rei­fe, trockene Haut und macht sie ge­schmei­dig-weich. Noch mehr Glanz schenken fetthal­tige Bestandteile. Avocado-Öl hält den natürlichen Säureschutzmantel der Haut aufrecht. Peptide und Vitamine regen zudem die Zellrege­neration an. Für den strahlenden Teint am Tag arbeitet übrigens auch eine reichhaltige Pfle­ge in der Nacht. Nachtcremes enthalten viele Wachse und Öle und leisten so ihren Beitrag, dass sich die Haut im Schlaf besser erholen kann. Garanten für eine traumhaft rosige Frische sind Nachtkerzen- und Olivenöl. 

Eine Dusche am Morgen kurbelt den Kreislauf an, macht wach und gute Laune. Aber womit reinigen Sie dabei Ihren Körper? Finger weg von herkömmlichen Duschgels, die Duft- und Farbstoffe ent­halten und denen womög­lich Mineralöle, Parabene, Silikone oder andere che­mische Zusätze beigemischt sind. Damit die ohnehin empfindliche, reife Haut nicht so stark austrocknet, verwenden Sie lieber seifenfreie, pH-neutrale Produk­te, die mild und schonend reinigen. Linol­säure erhöht den Feuchtigkeitshaushalt, lindert Reizungen und stillt den Juckreiz. Neigen Sie zu Ekzemen, dann setzen Sie auf eine rückfettende Reinigung, die etwa Dexpanthenol oder Weizenkeimöl enthält. Hinterher eincremen nicht vergessen – am besten mit einer Lotion aus der gleichen medizinischen Pflege­serie Ihres Duschgels.

Unsere Füße tragen uns durch das ganze Leben und bekommen dafür meist recht wenig Aufmerksamkeit – erst recht, wenn sie den Winter lang in dicken Woll­socken gesteckt haben. Ehe die Bar­fußsaison beginnt, gönnen Sie ihnen eine Abreibung, die sich gewaschen hat. Ein lauwarmes Fußbad mit Salz aus dem Toten Meer ist der erste Schritt zu einer zarteren Fußhaut und gleichzeitig die ideale Vorbereitung für Schritt zwei. Leichte Verhornungen auf den Ballen und Fersen entfernen Sie nass mit einem Bimsstein oder trocken per Feile aus Keramik. Bei starken Schrun­den las­sen Sie lieber einen Fachmann ran. Im dritten Schritt verwöhnen Sie Ihre Füße mit einem hochwertigen Hautschmeichler aus der Apotheke, zum Bei­spiel einer hornhautreduzierenden Creme aus pflegendem Wollwachs, antibakteriellem Bisabolol und durchblutungsförderndem Rosmarinöl. Tipp: Abends mit einer Urea­haltigen Fußsalbe üppig einschmieren, Baumwollsöckchen drüber und ab ins Bett. Morgens wachen Sie mit Samtpfoten auf und starten erfrischt und leichten Fußes in den Frühling.

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Dass wir uns von Zeit zu Zeit verändern und verbessern möchten, ist an sich ein guter Gedanke. Noch dazu ist Selbstoptimierung im Trend und (fast) jeder von uns feilt gerne an seiner Performance – an der privaten oder beruflichen, oft auch an beiden. Angeheizt wird der Hype unter an­derem von Influencern, die zeigen wollen, wie wir »ganz easy« schöner, fit­ter, gesünder und erfolgreicher werden. Inzwischen warnen Psycho­logen vor diesem Selbstoptimierungswahn, denn die Grenze zum Perfektionismus ist schnell überschritten. Und der schadet uns mehr, als er nutzt.

Britische Psychologen haben festgestellt: Seit 1989 steigt der Drang zur Optimierung bei jungen Menschen stetig an. Verantwortlich sind zunehmender Leistungsdruck und Konkurrenzdenken. Hinzu kommen allgemeine Ver­unsicherung und oftmals auch unrealistische Erwartungen. Überbehütende Helikopter-Eltern spielen ebenfalls eine Rolle. Die gut gemeinte Absicht, Kinder vor sämtlichen Einflüssen von außen schützen zu wollen und die Kleinen stets zum Besten zu fördern, lässt kaum Raum, ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln. Die Folgen: Viele, vor allem junge Menschen, sind nie mit sich selbst zufrieden. 

Selbstoptimierung ist eine Endlos-Challenge und womöglich schnappt früher oder später die Perfektionismus-Falle zu. Dann ist der Punkt erreicht, an dem wir nicht weiterkommen und merken: »Ich schaff das nicht!« Sich kurz mal den Traumbody eines vermeintlichen Vorbildes anzutrainieren, nur noch »clean« zu essen oder im Job die Top-Karriere hinzulegen, ist tatsächlich unrealistisch. Oft stellt sich ein Gefühl von Versagen und Unzulänglichkeit ein, das in Frustration oder gar eine Depression münden kann. Manche machen verbissen weiter, riskieren dabei einen Burn-out oder Zwangsstörungen. Daher folgen wir doch lieber dem Gegentrend: mehr Selfcare und weg von der Selbst­optimierung! Hier unsere Tipps:

Cool bleiben, wenn du nicht alles von der To-do-Liste geschafft hast! Hinterfrage nicht dich selbst, sondern deine Aufgaben. Müssen tatsächlich alle E-Mails be­antwortet, das Fitnessziel täglich erreicht oder die Wohnung gesaugt sein?

Feiere die kleinen Momente deines Tages – die Tasse Tee am Nachmittag, das herrliche Abendrot am Himmel oder einfach nur den Duft des Duschgels. Diese Beiträge zur Selbstfürsorge wirken dem Optimierungsstress entgegen.

Notiere abends, was dich heute froh und glücklich gemacht hat – die spontane Kurznachricht einer Freundin, ­der Spaziergang im Park, die Schnee­flocken am Fenster … Das steigert dein persönliches Wohlbefinden und schützt vor dem Streben nach ständiger Verbesserung.

Lasse dich nicht von mega-erfolgreichen Vorbildern und deren Zielen blenden. So manches ist Fake und viele Influencer schummeln sich ihr Six-Pack oder den makellosen Teint mit geschönten Fotos und Videos zurecht. 

Vermeide ständiges Selftracking mit Fitness-Apps, Kalorien-Checkern, Schritt­­zäh­­lern oder Pulsmessern. Damit kommst du deinem Ziel nämlich nicht unbedingt näher. Im Gegenteil: Leistungsdruck und Kontrollzwang erhöhen die Gefahr stän­diger Enttäuschung und vermitteln das Gefühl, nie gut genug zu sein.

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Fast jeder dritte Erwachsene hat es schon einmal erlebt: Dieses Karussell im Kopf, das uns wackelig auf den Beinen macht. Es kann mit Sternchensehen verbunden sein, Übelkeit und Schweißausbrüchen. Vertigo, wie der Taumel medizinisch heißt, ist eines der häufigsten Symptome des Nervensystems und kann etliche Ursachen haben. Oft ist schlichtweg das Alter »schuld«, wenn Durchblutungsstörungen vorliegen oder Probleme mit dem Kreislauf bestehen, bedingt durch Blutzuckerschwankungen oder durch Flüssigkeitsmangel, weil wir zu wenig trinken. Auch als Nebenwirkung ganz bestimmter Medikamente taucht Schwindel womöglich auf, etwa bei Betablockern und Entwässerungstabletten, ebenso unter Schlaf- und Beruhigungsmitteln. Nicht immer steckt also eine körperliche Erkrankung dahinter. Um auf Nummer sicher zu gehen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt und beschreiben Ihre Attacken möglichst genau. Denn jede Schwindelform braucht ihre eigene Behandlung. 

Beim Drehschwindel scheint sich die Umgebung rings um Sie herum zu drehen – wie ein Kreisel. Vor Angst, Ihnen könnte schwarz vor Augen werden, haben Sie den dringenden Impuls, sich an der Wand oder einem Geländer festzuhalten, um nicht zu fallen. Ähnlich emp­finden wir mit einem Schwankschwindel. Damit fühlen wir uns wie auf einem Schiff bei heftigem Seegang. Und dann gibt‘s noch den Liftschwindel, der ein Gefühl auslöst, als wenn wir uns in einem Fahrstuhl befinden, der auf- und ab­saust. Grund für diese drei häufigsten Schwindelformen ist meist eine gestörte Kommunikation zwischen dem Gehirn und dem Gleichgewichtsorgan im Innenohr, weil Sinnesreize nicht richtig verarbeitet werden können. Unbedingt abklären lassen. 

Mit Störungen im Innenohr hat auch der gutartige Lagerungsschwindel zu tun. Er tritt bei ruckartigen Kopfbe­wegungen auf oder wenn wir abrupt ­d­ie Körperposition ändern. Weil die Schwummrigkeit wie aus dem Nichts erscheint und sich heftig äußert, sitzt der Schreck tief. Die Gründe gelten jedoch in der Regel als harmlos. Kristalle im Ohr, die sich gelöst haben, sind ­für diese Missempfindung verantwortlich. Erster Ansprechpartner ist ein Hals-Nasen-­Oh­ren-Arzt, der mit Ihnen eine Bewegungstherapie durchführt, sogenannte Lagerungsmanöver, die Sie mit etwas Übung zu Hause durchführen können. 

Kommen Ohrensausen und Hörprobleme hinzu, besteht der Verdacht auf Morbus Menière. Bei dieser Erkrankung sammelt sich Flüssigkeit im Innenohr und verursacht plötzlich heftige Schwin­delgefühle, sodass sich Patienten kaum auf den Beinen halten können. Linderung versprechen ärztlich verordnete Medikamente. Häufen sich solche Anfälle und bleiben sie unbehandelt, drohen Tinnitus und Hörverlust. 

Als Sonderform des Schwindels gilt die vestibuläre Migräne. Sie geht mit starken Kopfschmerzen, Licht- und Lärmempfindlichkeit einher. Übelkeit und Erbrechen sind weitere Begleiterscheinungen. Bei der Behandlung steht die Migräne im Vordergrund – und die Vorbeugung. 

Denn als Auslöser für viele Schwindelarten kommen Stress und Schlafmangel infrage. Die Psyche ist dabei nicht zu unterschätzen. Viele von uns reagieren empfindlich auf innere und/oder äußere Veränderungen. Hormonelle Schwankun­gen, ebenso wie Wetterumschwünge wie jetzt auf der Schwelle zum Frühling, bereiten nicht selten ein schwummriges Gefühl – zwar in der Regel harmlos, aber trotzdem unangenehm. Hilfe bekommen Sie in Ihrer Apotheke. Dort gibt es Tropfen und Kapseln zur sanften Kreislaufanregung und gegen den Schwindel. 

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Unsere Gene beeinflussen zahlreiche Faktoren, die für die Zahngesundheit entscheidend sind. Dazu gehören unter anderem:

Gerade beim Parodontitis-Risiko weiß man heute, dass bestimmte genetische Varianten die Entzündungsreaktion verstärken können. Das bedeutet: Selbst bei guter Mundhygiene kann eine erhöhte Anfälligkeit bestehen.

Die Entstehung von Karies hängt von mehreren Faktoren ab: Bakterien, Zucker, Zeit und Zahnhartsubstanz. Studien zeigen, dass die Kariesanfälligkeit teilweise genetisch geprägt ist, vor allem durch die Qualität des Zahnschmelzes und die Zusammensetzung des Speichels.

Aber: Gene allein verursachen keine Karies. Ohne regelmäßige Zuckerzufuhr und unzureichende Mundhygiene hätten kariogene Bakterien keine Chance. Ihre Gewohnheiten spielen also eine entscheidende Rolle.

Auch wenn Sie eine genetische Veranlagung mitbringen, können Sie Ihre Zahngesundheit aktiv beeinflussen. Besonders wichtig sind:

Bei erhöhtem Parodontitis-Risiko kann zudem eine individuell angepasste Prophylaxestrategie sinnvoll sein. Die moderne Zahnmedizin ermöglicht heute sogar genetische Tests, um bestimmte Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen. Dies ist jedoch nur in ausgewählten Fällen erforderlich.

Ihre genetische Ausstattung beeinflusst, wie widerstandsfähig Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch sind. Doch sie bestimmt nicht allein Ihr Schicksal. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Veranlagung, Mundhygiene, Ernährung und zahnärztlicher Betreuung.

Mit dem richtigen Wissen und einer individuell abgestimmten Vorsorge können Sie viel dafür tun, Ihre Zähne langfristig gesund zu erhalten – unabhängig davon, welche genetischen Voraussetzungen Sie mitbringen.

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Mit trockenen Augen plagt sich fast jeder Fünfte von uns. Das sogenannte Sicca-Syndrom äußert sich durch Brennen, Rötungen, Fremdkörpergefühl oder sogar verschwommenes Sehen. Daher befeuchten Sie Ihre Gucker – von innen und von außen. Dazu gehört, dass Sie ausreichend trinken, regelmäßig in Innenräumen lüften und draußen frischen Wind um die Nase wehen lassen. Außerdem hat Ihre Vor-Ort-Apotheke etwas gegen trockene Augen: Tropfen mit Hyaluronsäure und Dexpanthenol bauen einen feuchtigkeitsbindenden Film auf der Augenoberfläche auf. Ein natürlicher Inhaltsstoff ist Euphrasia (Augentrost), der ebenso gut vor Reizungen schützt. Außerdem: Blinzeln nicht vergessen.

Man sagt: Das Auge isst mit. Besonders gern mag es grü­nes Gemüse. Spinat, Brokkoli und Grünkohl liefern die Pflanzenstoffe Lutein und Zeaxanthin, die die Netzhaut vor oxidativen Schäden bewahren. Betacarotin – viel ent­halten ist in Möhren oder Paprika – unterstützt das Däm­merungssehen. Omega-3-Fettsäuren aus fettem Fisch und Nüssen beugen Trockenheit vor. Wer sich nicht täglich bunt durch den Speiseplan isst, kann die Augen mit Kom­bipräparaten aus der Apotheke gezielt mit Vitalstoffen versorgen. Vorher mit dem Arzt abstimmen!

Viele Augenerkrankungen entwickeln sich schleichend und bleiben lange un­bemerkt. Eine regelmäßige Kontrol­le beim Augenarzt ist daher entscheidend, um Probleme rechtzeitig zu erkennen. Spätestens ab 60 Jahren soll­­ten Sie einmal jährlich zur Untersuchung gehen – bei bestehenden Er­kran­kun­gen auch früher.

Warme Sonnenstrahlen auf der Haut tun einfach gut – vor allem jetzt nach dem langen, dunklen Winter. Doch für unsere Augen sind sie Stress. UV-Strahlen können Horn- und Bindehaut reizen und die Entstehung von Grauem Star begünstigen. Die einfachste Gegenmaßnah­me? An lichtdurch­fluteten Tagen eine gute Sonnenbrille mit der Aufschrift »UV400« oder »100 % UV-Schutz« tragen. Die­se Bezeichnungen bedeuten, dass die Gläser einen integrierten Filter haben, der alle schädlichen Strah­len blockiert. 

Dass Bewegung Körper und Seele guttut, ist bekannt. Aber wussten Sie, dass es auch die Sehkraft stärkt? Wie die Stiftung Auge erklärt, verbessert moderate Aktivität wie beim Laufen oder Radfahren die Durchblutung der Sehnerven und soll sogar den Augen­innendruck senken. Menschen, die sich fit halten, haben demnach ein ge­ringeres Risiko, an Grünem Star (Glaukom) und Altersabhängiger Makulade­generation (AMD) zu erkranken. Aus augenärztlicher Sicht sei Sport absolut zu begrüßen.

Gönnen Sie Ihren Augen eine Aus­zeit – durch Palmieren. Dafür reiben Sie Ihre Handflächen aneinander und legen sie dann über Ihre Augäpfel. Etwa eine Minute lang genießen Sie so die Wärme und Ruhe. Ebenfalls gut für die Augen: Akupressur. Der passende Druckpunkt liegt genau in der Mitte der Ohrläppchen. 90 Sekun­den sanft zwischen Daumen und Zeigefinger massieren. Außerdem öfter mal den Blick schweifen lassen – in die Ferne, ins Grüne – das entspannt.

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Ein starker, stechender Schmerz in der Brust – so stellen wir uns ein klares Anzeichen für einen Herzinfarkt (Myokardinfarkt) vor. Auf Männer trifft die­ses Bild in den meisten Fällen zu. Bei Frauen sieht die Sache ganz anders aus – was häufig dazu führt, dass dieser me­dizinische Notfall nicht oder zu spät erkannt wird – sowohl von den Patientinnen selbst als auch von Ärzten. 

300.000 Menschen erleiden hierzulande jährlich einen Herzinfarkt. Zwar sind Männer statistisch gesehen häufiger be­troffen als Frauen, doch sie haben deut­lich bessere Chancen auf Genesung. Das liegt zum einen an der verzögerten Behandlung. Laut einer Studie des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung und der Technischen Universität München vergehen bei Frauen mit Symp­tomen eines Herzinfarktes 4,5 Stunden, ehe sie in die Notaufnahme kommen. Männer hingegen werden im Schnitt ei­ne Stunde früher medizinisch versorgt.  

Denn wer denkt bei Rücken- oder Bauch­schmerzen schon an einen Herzinfarkt? Bei Frauen äußert sich akute Verschluss zum Herzen nun mal nicht durch den klassischen Stich in der Brust, der bis in den linken Arm ausstrahlt. Andere Symp­tome stehen im Vordergrund: plötzliches Ziehen zwischen den Schulterblättern, Schwindel, Übelkeit oder auch eine unerklärliche Schwäche bis zu extremer Er­schöpfung. Viele Frauen gehen zunächst von einer harmlosen Magenverstimmung oder einem Knacks im Kreuz aus. Hinzukommt, dass sie – vor allem im höheren Alter – allein leben und niemand da ist, der den Rettungsdienst ruft. Noch ein Knackpunkt: Sie möchten niemandem zur Last fallen und auf keinen Fall wegen einer solchen »Lappalie« für Aufsehen sorgen. Doch Experten raten: Treten Beschwerden in einem bisher nicht gekannten Ausmaß auf, lieber ein­mal mehr den Notruf wählen als zu ­wenig.

Frauen sind bei einem Herzinfarkt älter als Männer. Ab 65, also jenseits der Wech­seljahre, hat ein bedeutender Schutz nachgelassen: Östrogen. Das weib­liche Hormon reguliert nun mal nicht bloß den Zyklus, es beeinflusst auch eine Vielzahl an Stoffwechselprozessen, reguliert die Blutgerinnung, wirkt erweiternd auf die Blutgefäße. Lange Jahre bewahrt es vor Arterienverschlüssen durch Fett und Kalk. Ös­trogen puffert vor der Menopause sozusagen das Herz vor solchen Schäden ab. Danach lässt diese körpereigene »Versicherung« nach. Das Risiko für einen Herzinfarkt steigt bei Frauen mit dem Alter also deutlich. 

Daher sollten Frauen – am besten ab 50 mit Eintritt in die Wechseljahre – ent­sprechend vorsorgen: regelmäßig den Blutdruck kontrollieren und beim Gesundheits-Check die Cholesterinwerte prüfen lassen. Außerdem füllt ein gesunder Alltag das Frauenherz mit Leben: Ausdauersport fördert die Durch­blutung und trainiert die Arterien, vegetarische Ernährung mit bunter Pflanzenvielfalt gilt als herzgesunde Kost. Salz, Alkohol und Tabak hingegen sind »Gift« fürs Herz. Um den Lebensmotor zu stärken, können Sie auf die Kraft der Natur setzen: Weißdorn-Präparate aus Ihrer Apotheke unterstützen die Pumpkraft und halten die Blutgefäße elastisch. Vor der Einnahme fragen Sie Ihren Arzt. 

Apropos Arzt: Scheuen Sie sich nicht, gezielt »versteckte« Frauenherzprobleme anzusprechen. Die Kardiologie ist auf den Mann fokussiert. Viele Studien wurden an männlichen Patienten durch­geführt, die auf weibliche nicht zutreffen. Die Gendermedizin ist dabei nachzu­bes­sern, aber erst auf dem Weg …    

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So machten es unsere Vorfahren aus der Steinzeit: Sie beobachteten – vornehmlich Tiere – und ahmten nach. Hatte sich eines ihrer Torfschafe verletzt, wälzte es sich in Schafgarbe und fraß vermehrt von diesem Kraut. Bei der nächsten Schramme probierten es die Menschen selbst aus und stellten fest: Schafgarbe hat eine wundheilende Wirkung. Dies ist nur ein Beispiel von vielen; denn dass Bärenklau, Silberweide und Wiesenkerbel Parasiten fernhalten kön­nen, wusste man schon früh, weil man sah, dass Stare ihre Vogelnester damit polsterten. Auf ähnliche Weise muss Ötzi darauf gekommen sein, seine Wanderapotheke zu bestücken. Bei der 5.300 Jahre alten Gletschermumie fand man Birkenporlinge, die ihm – wie man heute vermutet – bei Verdauungs­beschwerden helfen sollten. 

Die ersten schriftlichen Hinweise, wie Pflanzen einst medizinisch genutzt wurden, stammen unter anderem aus dem alten Ägypten. „Papyrus Ebers“, der älteste aller Funde, ist datiert auf etwa 1.500 vor Christus. Auf dieser 19 Meter langen Schriftrolle befinden sich die frühesten Beschreibungen von Krankheiten und deren Behandlungen. In der Antike dann begann die Überlieferung von Heilpflanzenwissen, neue Formen anzunehmen. „De Materia Medica“ gilt bis heute als eines der wichtigsten pharmakologischen Kräuterbücher überhaupt. Verfasst hat es der griechische Arzt Dioskurides im ersten Jahrhundert. Mehr als 600 Pflanzen sind darin illustriert und systematisch aufgelistet, inklusive Wirkung und Anwendungsempfehlungen. Unter anderem findet sich bereits Safran darin als Mittel für Geist und Gemüt. 

Mit erstklassigem Kräuterwissen verbinden wir heute große Namen wie Hildegard von Bingen (1098-1179), die als Benediktinerin und wohl bekannteste Nonne des Mittelalters die Klostermedizin auf den Weg brachte. Ihre ganzheitliche Methode, die auf Kräuterkunde, Ernährung und der Verbindung von Körper, Geist und Seele basiert, ist heute aktueller denn je. Auch Paracelsus (1493–1494), der Schweizer Alchemist und Philosoph, lehrte, dass Heilmittel in der Natur zu finden sind. Zudem war er Arzt und gilt als einer der wichtigsten Vorreiter der wissenschaftlichen Phytotherapie. 

Der Weg von der Klostermedizin hin zu den ersten Apotheken war dann gar nicht mehr weit. Vor fast 800 Jahren entstanden die ersten ihrer Art, die zunächst als Lagerräume für Tee, Gewürze und Kräuter dienten. Neben Ärzten entwickelte sich eine ganz neue Berufsgruppe: Heilmittelkundige, die medizinische Rezepturen herstellten, vorwiegend aus „Drogen“, damit sind im Wesentlichen getrocknete Pflanzenteile gemeint. Heilen mit Kräutern gilt daher als die älteste Medizin der Welt. Vielfach stand Grünes sogar als Vorbild für die synthetische Herstellung. Bekanntestes Beispiel ist der schmerzstillende und fiebersenkende Wirkstoff Acetylsalicylsäure – er stammt ursprünglich aus der Weidenrinde. 

Mit dem Siegeszug der modernen Medizin und der industriellen Herstellung von Arzneien rückten die Heilpflanzen im 20. Jahrhundert weitgehend in den Hintergrund. Man wollte die schnell wirkende, weiße Tablette und nicht den Tee. Inzwischen besinnen sich viele von uns auf das alte Kräuterwissen zurück und verknüpfen es mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen von heute. Wir nutzen also das Beste aus zwei Welten, wenn wir leichte Alltagsbeschwerden auf natürliche Weise behandeln.

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Energiegetränke gehören für viele Menschen zum Alltag – ganz gleich, ob beim Lernen, Arbeiten oder Sport. Sie versprechen schnelle Energie und bessere Konzentration. Doch was für den Körper kurzfristig belebend wirkt, kann für Zähne und Mundgesundheit langfristig problematisch werden. Gerade das Zusammenspiel aus Säure, Zucker und häufiger Konsum stellt eine Herausforderung für die Zähne dar.

Energiegetränke enthalten meist eine Kombination aus Zucker (oder Zuckeraustauschstoffen), Koffein und verschiedenen Säuren wie Zitronen- oder Phosphorsäure. Diese Säuren senken den pH-Wert im Mund deutlich. Die Folge: Der schützende Zahnschmelz wird angegriffen und langsam entmineralisiert.

Der Zahnschmelz kann sich zwar teilweise durch Speichel remineralisieren, braucht dafür aber Zeit. Werden Energydrinks regelmäßig oder über einen längeren Zeitraum hinweg getrunken, bleibt der pH-Wert dauerhaft im sauren Bereich. Der Zahnschmelz hat kaum eine Chance, sich zu erholen.

Ein regelmäßiger Konsum von Energydrinks kann verschiedene Probleme begünstigen:

Besonders tückisch: Die Schäden entstehen schleichend und sind anfangs oft schmerzfrei.

Viele gehen davon aus, dass zuckerfreie Energydrinks harmloser sind. Doch auch diese enthalten Säuren, die den Zahnschmelz angreifen können. Zwar sinkt das Kariesrisiko ohne Zucker, das Risiko für Erosionen bleibt jedoch bestehen. Für die Zähne ist also nicht nur der Zucker entscheidend, sondern vor allem der Säuregehalt.

Ganz verzichten muss nicht jeder, entscheidend ist der bewusste Umgang:

Zahnschonende Alternativen wie Wasser, ungesüßter Tee oder stark verdünnte Saftschorlen entlasten die Zähne deutlich.

Energiegetränke sind kein harmloser Durstlöscher. Vor allem für Zähne und Zahnschmelz stellen sie bei regelmäßigem Konsum ein echtes Risiko dar. Wer gut informiert ist und ein paar einfache Schutzmaßnahmen beachtet, kann jedoch viel für seine Mundgesundheit tun. Bei Fragen oder ersten Anzeichen von empfindlichen Zähnen lohnt sich immer das Gespräch in Ihrer Zahnarztpraxis.

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Im Gemeinschaftsraum liegt Kater Moritz zusammengerollt auf dem Schoß einer Seniorin. Die 87-Jährige streicht über sein weiches Fell, ein Lächeln huscht über ihr Gesicht. »Seit er da ist, schlafe ich besser«, erzählt sie. Ein älterer Herr nickt zustimmend. »Moritz ist seit Monaten der heimliche Star des Hauses«, sagt er schmunzelnd.

Szenen wie diese sind in vielen Seniorenheimen längst Teil des Alltags. Immer mehr Einrichtungen setzen bewusst auf tierische Mitbewohner, weil sie spüren, wie sehr Hunde, Katzen oder Kleintiere das Wohlbefinden der Bewohner stärken. Ob ein schnurrender Kater auf dem Schoß, ein freundlicher Hund im Flur oder Zwergkaninchen im Gemein­schaftsbereich – Tiere bringen Wärme, Nähe und Lebendigkeit ins Haus. 

Die Bindung zwischen Mensch und Tier ist oft tief – und genau deshalb fällt der Schritt ins Seniorenheim vielen so schwer. Am meisten schmerzt oft der Gedanke, das vertraute Haustier zurücklassen zu müssen. In Einrichtungen, die Hunde und andere tierische Begleiter erlauben, gelingt dieser Übergang spürbar leichter: Gewohnte Routinen bleiben bestehen, die enge Beziehung hält, schenkt Halt – und erleichtert das Ankommen enorm.

Zahlreiche Studien zeigen: Tiere tun älteren Menschen auf vielen Ebenen gut. Sie schaffen eine harmonische, freundliche Atmosphäre, heben die Stimmung und können depressive Symptome lindern. Beim Streicheln sinken Herzfrequenz und Blutdruck, Schmerzen werden oft als geringer empfunden. Gleich­zeitig bringen Tiere Struktur in den Alltag – Füttern, Bürsten oder ein kleiner Spaziergang geben Orientierung und halten aktiv. Sie erleichtern die Kommunikation, fördern soziale Kontakte und schenken Trost. Auch Menschen mit Demenz oder Sprachproblemen finden über Berührung, Blickkontakt oder einfache Gesten Zugang zu Tieren – und reagieren darauf oft mit mehr Ruhe, Freude und Aufmerksamkeit.

In manchen Seniorenhäusern leben eigene Tiere dauerhaft vor Ort – häufig Katzen, kleine Hunde oder Kaninchen, mitunter auch Vögel, Schildkröten oder andere Kleintiere. Zusätzlich gibt es Besuchsdienste: Geschulte Teams kommen regelmäßig etwa mit Hunden ins Haus. Und dann gibt es eben Einrichtungen, die erlauben, dass ältere Menschen zusammen mit ihren Vierbeinern einziehen.

Tiere im Seniorenheim bringen viel Nähe und Freude, doch einige Punkte sollten im Vorfeld gut geklärt sein.­ Wenn zum Beispiel andere Bewohner eine Tierhaarallergie haben, wird Rücksicht genommen: Häufig reicht es, bestimmte Bereiche tierfrei zu halten. 

Auch beim Thema Hygiene gibt es klare Vorgaben. Die Tiere werden regelmäßig vom Tierarzt kontrolliert, und eine gute Reinigung gehört selbstverständlich zum Alltag. So bleibt das Miteinander angenehm und sicher.

Viele Anbieter werben inzwischen offen mit ihren Tierkonzepten – oft findet sich schon auf der Website ein Hin­weis darauf. Auch in Heimverzeichnissen lässt sich gezielt nach tierfreundlichen Einrichtungen suchen. Manchmal helfen sogar örtliche Tierschutzvereine oder Netzwerke für tiergestützte Angebote weiter.

Ein persönlicher Besuch sagt jedoch am meisten aus: Oft spüren Sie schon im Eingangsbereich, ob Ihr pelziger Liebling willkommen wäre – sei es durch Fotos, Hinweise oder durch Tiere, die Sie tatsächlich schwanzwedelnd oder miauend antreffen.

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Plötzliches Weinen, ein schmerzverzerrtes Gesicht – viele Eltern kennen die Szene nur zu gut: Der Nachwuchs hat Bauchweh. Und das nicht selten. Tatsächlich gehört das Zwicken im Bauch zu den häufigsten Beschwerden im Kindesalter.

Ein üppiger Nachtisch, hastiges Essen, Aufregung oder Kummer – alles kann dem empfindlichen Verdauungssystem zusetzen. Häufige Auslöser sind zu große Portionen, fettige Speisen, blähende Lebensmittel oder ein Infekt. Auch emotionale Belastungen wie Streit oder Leistungsdruck schlagen Kindern sprich­wörtlich auf den Magen.

Nicht zu vergessen: Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Manche Kinder reagieren auf Milchzucker (Lactose) oder Fruchtzucker (Fructose) mit Blähbauch, Krämpfen oder Durchfall. Für Babys sind Dreimonatskoliken eine Qual. Womöglich steckt sogar eine Blinddarmentzündung dahinter – im Kindesalter und in der Jugend gar nicht so selten. 

Wenn Beschwerden öfter auftreten, ist detektivischer Spürsinn gefragt. Überlegen Sie: In welchen Situationen zwickt es? Nach dem Essen? Vor Klassenarbeiten?

Ein Schmerztagebuch kann helfen, Zusammenhänge zu erkennen. Auch der Speiseplan verdient einen genauen Blick: Zuckerreiche Snacks, sprudelnde Getränke oder ballaststoffreiche Kost in zu großen Mengen belasten kleine Bäuche unnötig.

Mehr Struktur im Alltag, bewusste Pausen und ausreichend Bewegung fördern nicht nur die Verdauung, sondern auch das Wohlbefinden. Und ganz wichtig: Viel trinken – am besten stilles Wasser oder ungesüßten Tee.

Wenn keine ernste Ursache dahintersteckt (beim Kinderarzt abklären lassen), können kleine Maßnahmen erstaunlich viel bewirken: Wärme beruhigt den Bauch – ob Kirschkernkissen oder Wärmflasche – und eine behutsame Massage mit etwas Öl lockert, was gerade zwickt. Ein Tee aus Anis, Kümmel oder Kamille wirkt ebenfalls wohltuend; viele magenfreundliche Mischungen gibt es in der Apotheke, fein abgestimmt auf empfindliche Kinderbäuche. Leichte Kost wie Zwieback, Banane oder eine klare Brühe entlastet zusätzlich. Nähe tut sowieso gut: Kuscheln, Vorlesen oder ein Hörspiel schenken Geborgenheit. Ein kurzer Spaziergang bringt sanften Schwung in die Verdauung. Und treten solche Beschwerden wiederholt auf, ist eine Beratung in der Apotheke sinnvoll – das Team dort hat ein gutes Gespür dafür, was kleinen Bäuchen wieder Ruhe schenkt. 

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Lieder, die ins Ohr gehen und sich tief ins Gehirn fräsen, sind wie Kaugummi unterm Schuh. Sind sie da, verfolgen sie uns auf Schritt und Tritt und lassen sich nur schwer wieder abschütteln. Ohrwürmer, auch Klebelieder genannt, huschen heimlich durch unseren Gehörgang, nisten sich in unseren Hirnwindungen ein und drehen im Kopf beharrlich ihre Runden. Wie auf Repeat spult das Gehirn wieder und wieder den gleichen Jingle ab. 

Als harmlose Klänge sind diese penetranten Ohrwürmer getarnt und überfallen uns meist in Momenten, wenn wir geistig nicht allzu sehr gefordert sind. Bei Routineaufgaben wie Geschirr abtrocknen, Wäsche aufhängen oder Blumen gießen schnappen wir aus dem Radio nur diesen einen Fetzen auf: »Humba-tätärä«. Ob wir eine persönliche Vorliebe für Faschingslieder haben oder nicht, ist dem musikalischen Wurm egal. Er hat die vermeintliche Ruhe in unserem Kopf ausgenutzt und tanzt durch unsere Hirnwindungen Polonaise. 

Aus neurologischer Sicht spielt sich dabei Folgendes ab: Das Gehirn speichert im Schläfenlappen dieses kleine Teilstück einer Melodie ab, allerdings mit einem Wackelkontakt. Einzelne Songfetzen »dudeln« in unserem Kopf weiter und setzen wieder von vorne an – als hätte die Platte im Oberstübchen einen Sprung. Wir können gar nicht anders und singen in Gedanken mit. Immerhin kennt fast jeder von uns – 90 Prozent – dieses Phänomen. 

Glücklicherweise bleiben meist die Lieder haften, die wir mögen. Vielleicht lösen sie in uns bewegende Gefühle aus oder wecken schöne Erinnerungen. Manchmal ist jedoch das Gegenteil der Fall. Nervt uns der Song, wird der Ohrwurm zum Quälgeist. Die Emotionen, die wir mit dieser Musik verknüpfen, fördern den inneren Singsang. Jedoch bestimmen sie nicht allein, ob die Klänge im Kopf klebenbleiben. Entscheidend ist der melodische Aufbau. Forscher aus London haben eine Hitliste der anhänglichsten Ohrwürmer erstellt und sind dabei auf gemeinsames Baumaterial gestoßen: Tonhöhen, die zuerst ansteigen, dann abfallen, fordern förmlich ihr Da Capo. Kinderlieder wie »Alle meine Entchen« verfolgen häufig dieses Muster. Das gleiche Schema findet sich auch in der Welt der Party-, Schlager- und eben Karnevalsmusik. »Marmor, Stein und Eisen bricht« hat diesen tanzbaren Rhythmus und einen eingängigen Refrain, der idealerweise mitten ins Herz trifft – und als Ohrwurm im Kopf bleibt. Gibt es dafür ein Gegenmittel, etwa die ultimative Ohrwurm-Kur? 

Experten sagen: Konfrontation ist die beste Therapie. Das Klebelied in voller Länge zu hören, greift den sogenannten Zeigarnik-Effekt auf. Diesem psychologischen Phänomen liegt ­zu­grun­de, dass sich uns unerledigte Dinge permanent aufdrängen. Der Mu­sik­fetzen, den wir im Radio nur beiläufig aufgeschnappt hatten, drängt also nach Vollendung, indem er sich als Ohrwurm kontinuierlich in Erinnerung ruft. Eine andere Theorie meint: Wir sollten uns mit einer geistig herausfordernden Aufgabe beschäftigen und der »Liedfessel« keine weitere Aufmerksamkeit schenken. Über die Tricks, das trällernde »Tierchen« auszuwildern, scheiden sich also die Geister. Eine englische Studie wiederum hat herausgefunden, dass Kaugummikauen helfen soll. Denn jene Hirnwindungen, die den Ohrwurm hereingelassen haben, steuern gleichzeitig die Kiefermuskulatur. Durch die Kaubewegungen werde das Gehirn vom musikalischen Wiederkäuen abgelenkt, weil es Essen als existenziell wichtiger empfindet als Singen. Einfach mal ausprobieren und hoffen, dass die Ohrwurm-Karawane weiterzieht …

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Besonders jetzt im Karneval setzen sie jedem Kostüm die Krone auf: Falsche Wimpern gibt’s in allen Farben, sogar mit Federn und mit Strasssteinen. Von glamourös bis verführerisch ist für jeden Geschmack etwas dabei. Doch auch im Alltag mögen manche nicht auf diesen Butterfly-Effekt verzichten. Wer die eigenen Wimpern als zu kurz oder zu fein empfindet, kann im Handumdrehen etwas mehr Länge und Volumen hinzumogeln – ganz ohne Mascara. Fake Lashes, entweder einzeln oder am Band, sehen mitunter täuschend echt aus. Einfach etwas Kleber drauf, dann mit einer Pinzette möglichst nah auf den eigenen Wimpernkranz setzen und festdrücken. Fertig ist der Eye-Glow. Moment mal: Kleber so nah am Auge – ist das nicht gefährlich?

Experten mahnen immerhin zur Vorsicht. Die Inhaltsstoffe im Wimpernkleber sind zwar nicht mehr so schädlich wie früher, als noch Formaldehyd eingesetzt wurde, dennoch lohnt sich ein kritischer Blick auf die Packung. In der Regel ist heute Acrylat-Copolymer enthalten, ein synthetischer Kunststoff, noch dazu ein Weichmacher. Er kann allergische Reaktionen auslösen und auf der Haut, die rings ums Auge von Natur aus dünn und empfindlich ist, zu Reizungen führen. Gleiches gilt für Propylenglykol, eine chemische Substanz, die zwar im Allgemeinen als sicher gilt, doch ins Auge gelangen sollte sie trotzdem nicht. Wenn das doch passiert, sollten Sie für mehrere Minuten mit klarem Wasser ausspülen. Halten Rötungen, Brennen und Tränen an, dann ab zum Arzt. 

In jedem Fall ist in der Handhabung künstlicher Wimpern Fingerspitzengefühl gefragt. Bei unsachgemäßem Gebrauch kann es zu einer Blepharitis, einer Entzündung der Meibom-Drüsen entlang des Lidrandes, kommen.  

Gibt es denn keine schonende Methode, den eigenen Wimpern auf die Sprünge zu helfen – und sie dabei bestenfalls noch zu pflegen?

Doch! Mit den richtigen Pflegestoffen können Sie auf natürliche Weise mehr Schwung in Ihren Augenaufschlag bringen. Hochwertige Wimpernseren mit Olivenöl und Vitamin E fördern das Wachstum dieser feinen Härchen und lassen sie nach und nach kräftiger erscheinen. Mithilfe eines Wattestäbchens tröpfchenweise auf den Wimpernkranz tupfen und über Nacht einwirken lassen. Attraktiver Nebeneffekt: Das Olivenöl lässt die Wimpern eine Nuance dunkler erscheinen. Rizinusöl gilt als der Wimpern-Booster überhaupt: Es wirkt stimulierend auf den Haarfollikel und unterstützt so die natürliche Wachstumsphase der Wimpern. Außerdem versorgt es die bestehenden Wimpern mit reichlich Feuchtigkeit und macht sie widerstandsfähiger gegen Haarbruch. Beim Kauf Ihrer Produkte achten Sie auf Transparenz: Naturkosmetische Wimpernseren und -cremes sollten frei von Parfüm, Parabenen, Silikonen und Mineralölen sein. Bestenfalls sind sie vegan und PETA-zertifiziert – so tun Sie nicht nur sich selbst etwas Gutes, sondern auch Tier und Umwelt. Erhältlich sind sie in Ihrer Apotheke.

Seidig-glänzende Wimpern allein sind schon ein Eyecatcher. Um sie noch mehr in Szene zu setzen, legen Sie sich ein paar Utensilien zurecht: Eine Wimpernzange zaubert die perfekte Welle. Aber Vorsicht: Immer erst vor dem Schminken hochbiegen, sonst können die Härchen brechen. Dann einen Primer oder transparente Pflege-Mascara mit Bienenwachs, Jojobaöl oder Hyaluronsäure auftragen – für mehr Fülle und Volumen. Jetzt kommt die Wimperntusche aus Ihrer Apotheke dran. Intensives Schwarz lässt die Augen heller strahlen und mit dem geschwungenen Bürstchen – in leichten Zickzack-Bewegungen – fächern Sie den gesamten Wimpernkranz auf. Vom Ansatz bis zu den Spitzen ziehen, kurz antrocknen lassen und wiederholen. Mit jeder „Lage“ vertieft sich der Wow-Blick. Ein Look, der sich sehen lassen kann.

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Treppen steigen, zum Duschen in die Badewanne klettern, auf Tür­schwel­­len achten … Viele All­täg­lichkeiten wer­­den im Alter problema­tisch, erst recht im Pflegefall. Außerdem besteht erhöhte Stol­per- oder Sturzgefahr! Gut, wenn wir die eigenen vier Wände bei­­zeiten sicher und barrierefrei gestalten.

»Barrierearm«, »altersgerecht«, »senio­ren­freundlich«, »barrierefrei« oder »roll­stuhlgerecht« – rund um dieses Thema kursieren allerlei Begriffe. Allerdings sind nur die Bezeichnungen »barrierefrei« und »rollstuhlgerecht« genormt und umfassen alle erforderlichen Kriterien. Sie garantieren nicht nur die eigene Sicherheit, sondern sind auch maßgeblich für Zuschüsse und Fördergelder. 

Barrierefrei bedeutet: Die Wohnung und alle Räume sind ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar, auch mit Rollator oder Rollstuhl. Darauf kommt es an: 

Aufgang und Treppenhaus: Erforder­lich sind Aufzug, Treppenlift oder zumin­dest breite Rampen mit leichter Steigung von maximal sechs Prozent.

Flure und Zugänge: Es sollte keine (Tür-)Schwellen geben, auch nicht beim Ausgang auf den Balkon. Für Türen gilt eine Breite von 80 Zentimetern, für Roll­stuhlfahrer 90 Zentimeter. 

Bad: Zur Ausstattung gehören eine eben­erdige Dusche mit Haltegriff und Sitz sowie eine erhöhte Toilette (46 bis 48 Zentimeter) mit seitlichem Haltegriff. 

Wohn- und Essbereich: Vorgeschrieben sind ausreichende Manövrierflächen von 120  × 120 Zentimetern für Rollatoren, 150 × 150 Zentimetern für Rollstühle. Das gilt auch für Balkone.  

Küche: Ausziehschubladen auf Sitzhöhe sollten Geschirr und Vorräte gut erreich­bar unterbringen, Herd, Ofen, Spülbecken und -maschine ebenfalls im Sitzen bedienbar sein.

Schlafzimmer: Rund um das (Pflege-)Bett sollte genügend Platz für Pflegekräfte, Rollator oder Rollstuhl sein. Schrank­flächen und Regale sind auch im Sitzen gut erreichbar. 

Grundsätzlich gilt: Die gesamte Wohnung ist gut beleuchtet und mit rut­sch­festen Böden ausgestattet – ohne ­Stolperfallen wie Teppichkanten oder h­e­­rum­liegende Kabel. Lichtschalter, Steckdosen, Armaturen, Griffe und even­tuell auch ein Notrufsystem sollten im Sitzen bedienbar sein. Klingel- und Tele­fon­an­lagen mit Licht- oder Akustiksigna­len bieten sich für seh- und hörbehinderte Menschen an.

Für Umbauarbeiten beauf­tra­­gen Sie bitte immer eine Fachfirma. So können Sie sich auf eine seriöse Beratung, ei­nen realistischen Kos­ten­vor­an­schlag und die Einhaltung der DIN-Normen verlassen. Dies ist auch Voraussetzung für Zuschüsse von der Pflege­kasse (maximal 4.180 Euro, Stand 2025) und/oder zinsgünstige Darlehen (maximal 50.000 Euro, Stand 2025) der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Eigenleistungen werden nicht bezuschusst! 

So gehen Sie vor: Mieter holen das Einverständnis des Vermieters ein und klären, ob er sich an den Kosten beteiligt. Viele tun das, weil es sich um eine Wertsteigerung der Wohnung handelt. Antrag und Kostenvoranschlag bei der Pflegekasse und/oder der KfW einreichen. Bewilligung abwarten – das dauert in der Regel drei bis vier Wochen – und dann loslegen. Gut zu wissen: KfW-­Kre­dite können Sie über Ihre Hausbank beantragen.  

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Im Folgenden erfahren Sie, welche Medikamente häufig die Mundgesundheit beeinträchtigen und was Sie dagegen tun können.

Ein häufiges Problem, das durch viele Medikamente verursacht wird, ist die reduzierte Speichelproduktion. Speichel hat eine schützende Wirkung auf die Zähne, da er hilft, Nahrungsreste und Bakterien zu entfernen. Wenn weniger Speichel produziert wird, steigt das Risiko für Karies, Zahnfleischentzündungen und Mundgeruch. Einige Medikamente, die die Speichelproduktion verringern, sind:

Einige Medikamente können das Zahnfleisch direkt schädigen oder Veränderungen in seiner Struktur verursachen. Ein Beispiel sind Antiepileptika, die in seltenen Fällen eine Zahnfleischvergrößerung (Gingivahyperplasie) hervorrufen können. Diese können das Zahnfleisch schmerzhaft anschwellen lassen, was zu einer erschwerten Mundhygiene und einem höheren Risiko für Parodontitis führt. Ebenso können Kalziumkanalblocker, die bei der Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt werden, ähnliche Effekte haben.

Bestimmte Medikamente können den Zahnschmelz schwächen und damit die Zähne anfälliger für Karies machen. Dazu gehören:

Bestimmte Antibiotika können das natürliche Gleichgewicht der Mundflora stören und zu Pilzinfektionen wie Soor führen. Dieser Zustand zeigt sich häufig durch weiße Flecken auf der Zunge und den Schleimhäuten und ist besonders bei Menschen, die Antibiotika über längere Zeiträume einnehmen, ein häufiges Problem.

Es ist wichtig, dass Sie bei der Einnahme von Medikamenten Ihre Mundgesundheit regelmäßig überwachen und auf Anzeichen von Problemen achten. Hier einige Tipps, um Ihre Mundgesundheit zu schützen:

Sprechen Sie bei Bedenken immer mit Ihrem Zahnarzt oder Arzt, um Lösungen zu finden, die Ihre Mundgesundheit schützen und erhalten.

Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de

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Zehn Mal pro Minute atmen wir ein und wieder aus – mindestens. Insgesamt kom­men wir so beinah auf 20.000 Atemzüge am Tag. Mit jedem Luftholen gelangt etwa ein halber Liter Sauerstoff über die Lungen ins Blut und beeinflusst unser Gehirn und unse­re Gesundheit auf besondere Weise. Wenn wir richtig atmen, dann haben wir eine Superkraft gegen Stress, Ängste, Schmer­zen und viele andere Probleme von Natur aus immer bei uns. Im Umkehrschluss heißt das: Falsche, meist zu flache Atmung kann zu Kopfweh führen, die Konzentration blockieren, Müdigkeit fördern und vieles mehr. Aus Studien geht hervor: Fast 80 Prozent aller Menschen bleibt sozusagen die Luft weg – sie atmen zu kurz und nehmen sich selbst viel Lebenskraft. Wie können wir also besser atmen?

Im Idealfall fließt unser Atem gleichmäßig ein und aus. Wir können allerdings auch gezielt atmen, um damit gewisse Wirkungen zu erzeugen, zum Beispiel zur Nervenberuhigung oder als Einschlafhilfe. Vor allem in anstrengenden Zeiten ist eine bewusste Atmung ein wichtiges Mittel, um Herausforderungen besser meistern zu können. Die Rede ist von Pranayama. Darunter verstehen wir yogische Atemübungen, die die Verbindung zwischen Körper und Geist wieder herstellen und das Wohlbefinden steigern sollen. Der Begriff setzt sich nicht zufällig aus „Prana“ für Lebensenergie und „ayama“, das für Erweiterung steht, zusammen. Indem wir unsere Atmung steuern, tanken wir entspannt neue Kraft. Einfach ausprobieren – alles, was Sie tun müssen, ist tief ein- und wieder auszuatmen.  

Drei tiefe Atemzüge, bei der Sie Ihre ge­samte Lungenkapazität ausschöpfen – dies steckt hinter der Purna-Atmung, auch dreistufige Atmung oder yogische Vollatmung genannt. Denn „Purna“ bedeutet Fülle. 

Lassen Sie Ihren Atem nacheinander in diese drei Bereiche fließen: Bauch, Brust, Schlüsselbein. Nehmen Sie bewusst wahr, wie sich der jeweilige Bereich beim Einströmen der Luft weitet und wieder nach innen zieht. Diese intensive Atmung kann den Herzschlag beruhigen und Energieblockaden lösen. 

Vier Sekunden einatmen, sieben Sekun­den Luft anhalten und acht Sekunden lang ausatmen. Dies ist eine beliebte Atemübung, die Ihre Achtsamkeit fördert, bei Stress und Überforderung helfen kann. Auch als sanfte Einschlafhilfe hat sie sich bewährt. 

Zu Deutsch: Wechselatmung. Sie ist ideal, um neue Energie zu tanken. Und so geht’s: Sitzen Sie bequem. Führen Sie Ihre rechte Hand zur Nase und verschließen Sie mit dem Daumen Ihr rech­tes Nasenloch. Atmen Sie nun durch das linke Nasenloch ein. Schließen Sie jetzt mit dem Ring- und/oder Zeigefinger das linke Nasenloch, öffnen Sie das rechte Nasenloch und atmen dort aus. Danach durch das rechte Nasenloch wieder ein und links ausatmen. Mehrmals wiederholen, danach fühlen Sie sich bestimmt erfrischt und startklar für den Tag. 

Dies ist eine Atemübung aus dem Pranayama, die klingt wie eine Biene. Denn das Ausatmen verbinden Sie mit einem Summ-Ton. Dieses tiefe Brummen erreicht alle Resonanzräume des Körpers. Vor allem im Kopf, Nacken und im Brustraum ist es als Vibration spürbar. All diese Bereiche werden besser durch­blutet. Daher beruhigt Bhramarin den Geist und das Nervensystem und sorgt so zusätzlich für Entspannung. Durch die Nase einatmen, mit dem Mund summend ausatmen und eine innere Wärme genießen – wie entspannend.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

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In der Regel gilt ein ungesunder Le­bens­stil mit fettreicher Ernährung, Be­­we­gungsmangel, Rauchen und Al­ko­hol als Ursache für einen zu hohen Cho­les­terinspiegel. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel und können hier fatale Folgen haben: Schätzungsweise jeder 250. Deutsche leidet unter einer vererbten Fettstoffwechselstörung, ei­­ner fami­li­ären Hypercholesterinämie (griech. hyper: zu viel, ämie: im Blut). Betroffene ahnen meist nichts von die­ser tickenden Zeitbombe und leben mit einem rund 20-fach erhöhten Ri­siko für Gefäßverkalkun­gen, eine Arteriosklerose. Damit steigt die Gefahr für Herzinfarkt und Schlaganfall enorm.   

Im Fokus steht das »schlechte« LDL-Cho­lesterin. Anders als sein Gegenspieler, das »gute« HDL-Blutfett, lagert es an den Gefäßwänden, kann diese verengen oder gar verschließen. Passiert das in einem Herz- oder Hirngefäß, wird ein Infarkt ausgelöst. Generell gelten LDL-Werte bis 116 mg/dl (Milligramm pro De­ziliter Blut) als unbedenklich. Bei angeborener Hypercho­lesterinämie liegen sie bei 190 mg/dl und höher. Betroffene spü­ren davon lange nichts, daher erfolgt die Diagnose meist spät – oft erst, wenn junge, ansonsten gesunde Menschen wie aus heiterem Himmel einen Infarkt erleiden. 

Um die Gefahr rechtzeitig zu erkennen, sollte jeder in der Familie nach dieser Fettstoffwechselstörung fragen – frühe Herzinfarkte oder Schlaganfälle können ein Hinweis sein. Zudem ist ein Cholesterintest beim Hausarzt sinnvoll. Am bes­ten in jungen Jahren, also noch bevor so ein Test im Rahmen des Gesundheits-Check-up als Standard vorgesehen ist. In einigen Fällen deuten weiß-gelbliche Fettknöt­chen an Händen, Füßen, Knien, an der Achillessehne oder rund ums Auge, sogenannte Xanthome, auf die Fett­stoff­wechselstörungen hin. Letztlich sorgt ein Gentest für Klarheit. Er zeigt an, dass ein Gendefekt vorliegt. Auf den Zellen fehlen dann Andockstellen für Choleste­rin. Es gelangt nicht in die Zelle und wird dort verarbeitet, es bleibt im Blut und lagert sich an, wo es nicht hingehört.  

Eine familiäre Hypercholesterinämie ist nicht heilbar, aber mit Medikamen­ten gut behandelbar. Meist werden Statine verordnet. Sie blockieren ein Enzym, das Cholesterin in der Leber bildet, und verbessern dessen Abtransport im Blut. Al­ternativ kommen Medikamente zum Ein­satz, welche die Cholesterinaufnahme im Darm verhin­dern oder die Menge an LDL im Blut reduzieren. Eine konsequen­te Behand­lung mit Cholesterin- beziehungsweise Lipidblockern ist wichtig und kann das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall um bis zu 80 Prozent senken!

Begleitend fördert ein gesunder Le­bensstil die allgemeine Herzgesundheit. So gilt es, tierische Lebensmittel wie Fleisch, Käse, Butter und Sahne weitest­gehend zu meiden und sich vorwiegend pflanzlich zu ernähren. Ge­müse, Hülsen­früchte und hochwertige Pflanzenöle sollten bevorzugt auf dem Teller landen. Auch viel Bewegung und Ausdauersport können den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen, etwa Walken, Radfahren, Schwim­men. Der Verzicht aufs Rauchen versteht sich von selbst, ein sparsamer Umgang mit Alkohol ebenfalls.

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»Bingo!« ruft Sabine M.* und hält trium­phierend ihren Spielschein in die Höhe. Sie hat die passende Zahlenreihe. Jeden Donnerstagnachmittag trifft sich die 74-Jährige zu einer illus­tren Spielerunde mit drei Freundinnen im glei­chen Alter. Gegen Abend gibt’s ein paar Snacks und bei einem Gläschen Wein sitzen die vier Damen noch eine Weile gemütlich beisammen. Den Spiele­treff pla­nen sie alle stets fest ein – ein echtes Highlight der Woche, besonders jetzt in der dunklen, oft so öden Jahreszeit.  

Bingo ist absolut angesagt und längst aus den schummerigen Spielhallen in die gute Stube gezogen. Überhaupt liegen Gesellschaftsspiele im Trend, besonders bei älteren Menschen! Ob beim Kartenspielen, Würfeln, Halma oder eben Bingo, die Zeit vergeht wie im Flug. Das ge­meinsame Erlebnis bringt Spaß, Span­nung und gute Laune. So werden – nicht nur beim Gewinnen – jede Menge Wohl­fühlhormone gebildet und das Allge­mein­befinden verbessert sich. Beim Spiel entstehen neue Kontakte und alte werden gefestigt. Zudem geben regelmäßige Termine dem Alltag sowohl Sinn als auch Struktur. Ein prima Rezept gegen Einsamkeit und Depressionen im Alter! 

Auch die grauen Zellen freuen sich über spielerische Anregungen. Zahlreiche Stu­dien zeigen, dass Lang- und Kurzzeitge­dächtnis trainiert und die Konzentration gefördert werden. Eine Art mentale Gym­­nastik, bei der sich die Nervenzellen im Gehirn immer wieder neu vernet­zen. Dafür müssen es nicht unbedingt hochgradig anspruchsvolle Spiele wie Schach und Bridge sein. Als Fitmacher fürs Gehirn eignen sich grundsätzlich alle Spiele, die strategisches Denken, Ge­dächtnis und Aufmerksamkeit erfordern. Rommé, Rummi­kub, Scrabble, Canasta, Halma, Kniffel, Backgammon, Memory … Sie haben freie Wahl! Sogar Puzzle ha­ben’s in sich: Sie bauen Stress ab und schulen räumliches Denken. Letzteres gilt auch für Videospiele.

Neben den Klassikern stehen Video­spiele bei der Silver-Generation hoch im Kurs. Auch sie bieten neben dem Spaß­faktor reichlich Zusatznutzen. Lang­zeit­studien haben ergeben, dass Spiele von Tetris über Super Mario die graue Sub­stanz im Gehirn messbar vergrößern und die Aufmerk­sam­keit verbes­sern. Neu­ro­wissenschaft­ler der Psychia­trischen Uni­versitätsklinik der Charité Berlin konnten dies anhand von MRT-Untersuchungen nachweisen. Auch für Koordination und Reaktionsgeschwin­digkeit ist das Gaming ein super Training, insbe­sondere E-Sport-Spiele wie Tennis oder Tischten­nis. So bleiben Sie motorisch so­­wie tech­nisch fit und können sich selbst im Alter virtuell in Gruppen vernetzen.

Doch was tun, wenn die Sehkraft nachlässt oder es an der Feinmotorik hapert? Im Fachhandel und Internet gibt‘s Spiele mit großformatigen Karten, Maxi-Bingo-­Scheinen, griffigen Würfeln, Spielfiguren und Puzzleteilen. Auch Spielkonsolen und Zubehör sind mittlerweile senioren­gerecht gestaltet. Ihnen fehlen Mitspieler? Schauen Sie mal im örtlichen Senio­rentreff vorbei! Dort werden Spielenach­mittage veranstaltet, mancherorts auch mit Bingo und/oder Video-Games. Oder fragen Sie im Freundes- und Familienkreis. Oft erweisen sich Enkel als be­geisterte Mitspieler bei Canasta und Co. oder an der Spielkonsole. So können Alt und Jung auch noch etwas voneinan­der lernen.

*Name von der Redaktion geändert

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Kaum ist die eine Erkältung überstanden, steht schon die nächste vor der Tür – besonders im Herbst und Winter sind Kinder gefühlt ständig krank. Im Schnitt erwischt es die Kleinen sechs bis zehn Mal pro Jahr eiskalt. Das ist kaum vermeidbar und sogar wichtig: Jeder Kontakt mit Krankheitserregern trainiert das noch junge Immunsystem. Mit der Zeit baut dein Kind immer mehr Antikörper und somit eine starke Abwehr auf. Und dieser Prozess lässt sich unterstützen. Nur wie? 

Eine ausgewogene Ernährung bringt das Immunsystem in Schwung. Im Winter ideal und beliebt bei Kindern: Vitamin-C-reiches Obst wie Mandarinen, Orangen oder Kiwis. Gemüse wie Paprika, Feldsalat, Kürbis und Kohlsorten liefern außerdem Beta-Carotin – die Vorstufe des Vitamin A, und dies ­ist wichtig für gesunde Schleimhäute. Dein Kind mag kein Gemü­se? Dann hier ein Tipp: Milde Sorten wie Karotten oder Kürbis pürieren und als Suppe oder Soße »tarnen«. Vitamin D spielt ebenfalls eine wichtige Rolle für die Immunabwehr. Das Sonnenvitamin, das unsere Haut vor allem unter sommerlichem Tageslicht ­bildet, fehlt uns in den dunklen Wintermonaten. Daher kann die Einnah­me ­von Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll sein. Sprich vorher mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt.

Von der Schule zum Musikunterricht, hinterher noch schnell zum Fußballtraining und die Hausaufgaben warten am Abend. Um Himmels willen! Zu viel Action stresst die Kinder, macht dazu auf Dauer krank und infektanfällig. Daher sind Ruheoasen ein Muss: Hörspielen lauschen, Kinder-Yoga machen, und Zeit für Späße sollte auch sein. Denn Lachen regt die Produktion von schützenden Immunzellen an, ebenso wie ausreichend Schlaf. 

Das erste Hindernis für Viren und Co. sind unsere Schleimhäute, im Optimalfall halten sie Krankheitserreger auf Abstand. Sind sie jedoch gereizt – so wie jetzt durch die trockene Heizungsluft –, haben Viren leichtes Spiel. Deshalb gilt: regelmäßig lüften, insbesondere kurz vor dem Schlafengehen. Auch Trinken hilft, die Schleimhäute feucht zu halten. Softdrinks und gesüßte Säfte sind jedoch nicht ideal. Besser sind ungesüßte Tees oder Infused Water mit Orangenspalten. Trinkflaschen mit kind­gerechten Motiven motivieren zusätzlich, öfter mal einen Schluck zu nehmen.

Tägliche Bewegung draußen – auch bei Schmuddelwetter – hält den Kreislauf in Schwung und stärkt die Abwehr. Weiteres Plus: Aktiv zu sein, baut Stress ab und fördert einen erholsamen Schlaf. Ein bis zwei Stunden pro Tag an der frischen Luft sollten möglich sein. Wetterfeste Kleidung versteht sich von selbst. 

Händewaschen ist das A und O. Und zwar regelmäßig und gründlich. Als Faustregel gilt: 30 Sekunden einseifen, auch zwischen den Fingern, und dabei ein Lied singen, um die Sache lustiger zu gestalten. Danach gut abspülen. Auch eine aufregend duftende Seife macht das Hygieneritual spannender. Richtiges Niesen und Husten will ebenfalls gelernt sein. Hier gilt: immer in die Arm­beuge. Taschentücher nur einmal benut­zen und direkt danach entsorgen.

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Unter Stress schüttet der Körper vermehrt Stresshormone wie Cortisol aus. Das beeinflusst unter anderem Muskelspannung, Schlaf, Schmerzempfinden und sogar das Immunsystem. Der Mundraum ist dabei besonders sensibel: Kiefermuskeln reagieren schnell mit Anspannung – häufig unbewusst, etwa beim konzentrierten Arbeiten oder in belastenden Phasen.

Ein typischer Stresseffekt ist Bruxismus: Zähneknirschen oder Zähnepressen, meist nachts, manchmal auch tagsüber. Dabei wirken enorme Kräfte auf Zähne, Kiefergelenke und Muskulatur. Mögliche Warnzeichen sind:

Das Gemeine: Viele merken das Knirschen selbst nicht, häufig sind es Partnerinnen oder Partner, die es hören, oder Ihr Zahnarzt sieht die Spuren am Zahnschmelz.

Durch dauerhaften Druck können Mikrorisse (feine Haarrisse) im Zahnschmelz entstehen. Sie sind mit bloßem Auge oft nicht erkennbar, können aber Folgen haben:

Manchmal „wandert“ das Problem: Erst reagiert ein Zahn empfindlich, später kommt eine Verspannung dazu oder umgekehrt. Genau deshalb bleibt die Ursache Stress häufig lange unentdeckt.

Stress kann auch die Abwehrkräfte beeinflussen. Das ist relevant für das Zahnfleisch: Bei einer Parodontitis spielt die Immunreaktion auf Bakterien eine zentrale Rolle. Wer dauerhaft unter Stress steht, hat oft:

Wenn Sie Stresssymptome im Mund bemerken, lohnt sich ein früher Check. Je eher Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt Knirschspuren, Entzündungen oder Risse erkennen, desto besser können sie gegensteuern, z. B. mit einer Knirschschiene, gezielter Kontrolle von Füllungen und individuellen Tipps zur Entlastung von Kiefer und Zahnfleisch.

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Wärme ist mehr als ein angenehmes Gefühl. Sie lockert verspannte Muskeln, lindert Schmerzen, regt die Durchblutung an und unterstützt den Körper dabei, sich zu erholen. Gleichzeitig beruhigt sie das Nervensystem, senkt Stress und fördert den erholsamen Schlaf. Von dieser Kraft profitiert die ganze Familie. 

Ob bei kalten Füßen, Bauchschmerzen oder einfach zum Wohlfühlen – die Wärmflasche gehört seit Generationen in jede Hausapotheke. Für die sichere Anwendung gilt: Die Flasche nur mit heißem, nicht kochendem Wasser füllen. Zum Schutz vor Verbrennungen ein Handtuch zwischen Haut und Wärmflasche legen. 

Fango- und Moorpackungen bestehen aus Mineralschlamm oder Moor, die mit Paraffin vermischt werden. Sie speichern Hitze besonders lange und lassen die Wärme bis tief ins Gewebe dringen. Allerdings sollten die Packungen nicht zu heiß sein, sie dürfen aber 20 bis 30 Minuten wirken.

Ein wohliges Vollbad bei 36 bis 38 Grad wirkt wie Balsam für Körper und Seele. Mit Badezusätzen verstärkt sich der Effekt: Rosmarin regt die Durchblutung an, Arnika entspannt, Thymian unterstützt bei Erkältung. Die ideale Badedauer liegt bei 15 bis 20 Minuten.

Eine Tasse Tee wärmt von innen und kann sogar kleine Beschwerden lindern. Kamille beruhigt den Magen, Spitzwegerich stillt Reizhusten und Fenchel-Anis-Kümmel bringt den Bauch ins Gleichgewicht. Praktisch: In der Apotheke gibt es Arzneitees mit geprüften Pflanzenstoffen – genau richtig dosiert.

Ein Saunagang ist wie ein Kurzurlaub für den Körper: Die Mischung aus Hitze und Abkühlung bringt Kreislauf und Gefäße in Schwung. Faustregel: Acht bis zwölf Minuten schwitzen, dann raus an die frische Luft, anschließend kalt abduschen oder ins Tauchbecken – und danach unbedingt eine Ruhepause einlegen. Zwei bis drei Saunarunden genügen.

Bei Rücken- oder Muskelschmerzen sind Wärmepflaster eine einfache Lösung. Man unterscheidet zwei Arten: Pflaster mit dem Chili-Wirkstoff Capsaicin, die die Durchblutung kräftig anregen, aber manchmal die Haut reizen. Und arzneifreie Varianten, die sich durch Kontakt mit Sauerstoff erwärmen und über Stunden gleichmäßig Wärme abgeben.

So wohltuend Wärme ist – manchmal kann sie Beschwerden verschlimmern. Bei frischen Verletzungen wie Schwellungen oder akuten Entzündungen ist Kühlen die bessere Wahl. Vorsicht gilt bei Herzschwäche und Bluthochdruck, da Wärme den Kreislauf zusätzlich belastet. Bei Sensibilitätsstörungen wie Diabetes oder Polyneu­ropathie drohen womöglich unbemerkte Verbrennungen.

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Oft wirkt es, als komme alles gleichzeitig: Druck im Beruf, Sorgen im Alltag. In solchen Zeiten zeigt sich, wie viel Widerstandskraft in uns steckt. 

Psychisch gefestigte Menschen lassen sich von Problemen nicht entmutigen, sondern wachsen daran. Statt zu grü­beln, treffen sie Entscheidungen. Statt zu zwei­feln, vertrauen sie auf ihre Fähigkeiten.

Fachleute beschreiben diese Stärke mit dem 4C-Modell. Es umfasst vier Kräfte, die uns innerlich robust machen: Kon­trol­le über das eigene Leben behalten (Control), Dranbleiben und Rückschläge aushalten (Commitment), He­raus­for­de­­rungen als Chance sehen (Challenge) und ein gesundes Selbstvertrauen aufbauen (Confidence). Gemeinsam bilden sie das Fundament für innere Ruhe und Zuversicht. Eine echte Superkraft für den Alltag.

Nicht jeder startet mit derselben Portion Widerstandskraft – doch sie lässt sich Schritt für Schritt ausbauen. Diese Stra­tegien unterstützen Sie dabei:

1. Achtsamkeit üben

Oft hilft schon ein kurzer Moment, um den Kopf wieder frei zu bekommen: ein­mal tief durchatmen, die Schultern lockern, die Gedanken kurz ziehen lassen. Achtsamkeit heißt, ganz im Jetzt zu sein – nicht in den Sorgen von gestern oder den Terminen von morgen.

2. Entspannung integrieren 

Mentale Stärke entsteht nicht nur im Tun, sondern auch im Innehalten. Ob beim Spaziergang, in der Yoga-Stunde oder mit einem guten Buch – kleine Aus­zeiten sind Balsam für Körper und Geist. Wenn Sie regelmäßig abschalten, tanken Sie neue Kraft und finden die Ge­lassenheit, die Sie brauchen, um He­raus­forderungen ruhig zu begegnen.

3. Gedankenkreisel stoppen

Wenn etwas schiefgeht, rattert das Kopf­­kino gerne auf Dauerschleife. Doch Grübeln zieht nur weiter runter. Drücken Sie die Stopp-Taste: durchatmen, sich an die eigenen Erfolge erinnern. Statt „Warum passiert das ausgerechnet mir?“ denken Sie lieber: „Ich finde mei­nen Weg. Ich kann das.“ Ein kleiner Pers­pektivwechsel mit großer Wirkung.

4. Veränderungen nutzen

Nichts bleibt, wie es ist – und genau das macht das Leben spannend. Auch wenn wir uns manchmal nach Sicherheit sehnen: Veränderungen gehören dazu. Wer sie als Entwicklungsschritt begreift, bleibt innerlich beweglich und wächst mit jeder neuen Erfahrung. Eine gute Frage in solchen Momenten lautet: Was kann ich beeinflussen – und was darf ich loslassen?

5. Aufschieberitis ­überwinden 

Häufig schieben wir Dinge so lange vor uns her, bis sie doppelt so groß wirken. Doch wer wartet, bis der perfekte Moment kommt, zögert meist ewig. Mentale Stärke zeigt sich darin, einfach loszulegen – selbst wenn der Anfang win­zig wirkt. Jede erledigte Aufgabe stärkt das Vertrauen in die eigene Kraft.

6. Reflektieren lernen 

Reflektieren heißt, die eigenen Gedanken und Reaktionen wahrzunehmen – und sie bei Bedarf zu hinterfragen. Oft ist es gar nicht die Situation selbst, die stresst, sondern das, was wir darüber denken. Wenn Sie innehalten und bewusst hinschauen, erkennen Sie: Nicht alles ist so schlimm, wie es im ersten Moment scheint. Eine Niederlage ist sel­ten das Ende, meist nur eine Etappe auf dem Weg nach vorn – und eine Gelegenheit, zu wachsen. 

7. Fokussiert bleiben 

Wer mental stark ist, lässt sich nicht so leicht aus der Bahn werfen. Bleiben Sie bei dem, was wirklich zählt – Ihrem Ziel. Gerade in schwierigen Phasen hilft es, die Aufmerksamkeit bewusst auf die eigenen Stärken zu lenken, statt auf die Zweifel. Wer an sich glaubt, findet seinen Weg – auch wenn er mal steinig ist.

Tipp: Erfolgstagebuch führen

Ein kleines Ritual mit großer Wirkung: Schreiben Sie abends drei Dinge auf, die gut gelaufen sind – egal, wie unscheinbar sie wirken. So verschiebt sich der Blick weg vom Mangel hin zu dem, was bereits gelingt. Diese kleine Routine stärkt das Vertrauen in sich selbst, fördert Gelassenheit und macht Tag für Tag ein Stück mental ­stärker – wenn das keine tolle Aufgabe für 2026 ist …

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Überall Husten und Schniefen. Erkältungserreger lauern an jeder Ecke. Schützen Sie sich – vor allem, wenn Sie die 60 bereits überschritten haben. Denn mit dem Alter lässt die Leistungsfähigkeit des Immunsystems nach. Warum ist das so? 

Früher kamen Sie mit etwa drei Erkältungen pro Jahr aus, heute erwischen Sie die Schnupfenviren deutlich häufiger? Das ist ein Stück weit normal. Denn im Alter nimmt die Leistung der Immunabwehr deutlich ab. Mit den Jahren werden wir also anfälliger für Infektionskrankhei­ten und brauchen deutlich länger als da­mals, um zu genesen. Zum einen liegt dies daran, dass der Thymus schrumpft. Dieses kleine lymphatische Organ liegt hinter dem Brustbein und ist Teil des erworbenen Immunsystems. An sich ist der Thymus dafür zuständig, Krankheiten, die wir im Lauf des Lebens durch­gemacht haben, zu erkennen und uns vor einem erneuten Ausbruch zu schützen. Doch bildet er sich zurück, funktioniert dieses Abwehrsystem nicht mehr zu 100 Prozent. Unsere körpereigene Schutz­polizei hinkt also hinterher, erkennt eingedrungene Erreger nicht mehr richtig und bildet weniger neue T-Zellen. Noch dazu finden Veränderungen im Knochenmark statt, der Quelle aller Immunzellen, dort verbirgt sich unser ange­borenes Immunsystem. Fachleute nennen diesen Vorgang Immunseneszenz, wenn das Immunsystem altert und insgesamt weniger Fresszellen und weniger Antikörper gebildet werden. 

Ist es also Schicksal, dass die Infekte zu­nehmen, je mehr Kerzen auf der Geburts­tagstorte brennen? Nicht unbedingt. Mit einem gesunden Lebensstil und Vitalstoffen aus der Apotheke können Sie Ihre Konstitution verbessern und sich so einige Infekte und Entzündungen ersparen. Worauf kommt es also an? 

Eine gesunde Lebensweise basiert auf mehreren Faktoren: Schon moderate kör­perliche Aktivitäten wie tägliche Spa­ziergänge oder Radfah­ren fördern die Durchblutung. Bleiben Sie also in Bewe­gung – das stärkt Ihr Immunsystem nachhaltig. Achten Sie bei Ihrer Ernährung auf eine ausgewogene, vitaminreiche Kost mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und gesunden Fetten. Ausreichender und erholsamer Schlaf ist essenziell für die Regenera­tion des Körpers und die Abwehrkräfte. Nutzen Sie zur Stressreduktion Ent­span­nungs­techniken wie Meditation oder Atemübungen, die das Immunsystem entlasten – gerne in der Gruppe oder zu­sammen mit Freunden. Denn Ein­samkeit schwächt sonst nachweislich Ihre Immunabwehr. Indem Sie soziale Kon­tak­te pflegen, stärken Sie sie. Vermeiden Sie außerdem Risikofaktoren wie Rauchen, übermäßigen Alkoholkon­sum und Übergewicht, die allesamt Ent­zün­dungen im Körper begünstigen. Und trin­ken Sie täglich etwa 1,5 Liter Wasser. Flüssigkeit dient unter anderem als Trans­portmittel für Mikronährstoffe, die für die Immunfunktion unerlässlich sind. 

Mikronährstoffe wie Vitamine und Mine­ralstoffe tragen wesentlich dazu bei, den Körper optimal zu versorgen und die Abwehrkräfte zu stärken. Besonders Vi­ta­min C, Vitamin D, Zink und Selen fördern nachweislich die Funktion des Immunsystems. Mit zunehmendem Alter reicht häufig die Aufnahme über die Nah­rung allein nicht mehr aus. Lassen Sie sich dazu gern bei Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in Ihrer Vor-Ort-Apotheke beraten. 

Immununterstützende Mikronährstoffe und ihre Wirkung:

Mit gesundem Lebensstil und gezielter Mikronährstoffzufuhr erleben Sie einen »Jungbrunnen fürs Immunsystem« – und können Ihr biologisches Alter vielleicht ein wenig zurückdrehen. 

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Wenn wir im Winter vor die Tür gehen und uns ein eisiger Wind um die Nase weht, spüren wir sofort, wie der Körper reagiert: Wir ziehen die Schultern bis zu den Ohren, fangen von Kopf bis Fuß an zu zittern und klappern mit den Zähnen. Dies sind die äußeren Zeichen, dass wir frieren. Im Inneren ist jedoch noch viel mehr los. 

Denn bei eisiger Kälte ist der ganze Körper in Aufruhr. Er schaltet um in eine Art Schutzprogramm. Die Blutgefäße ­verengen sich, um die Kerntemperatur von etwa 37 Grad zu halten. Von einer Unterkühlung sprechen wir übrigens schon bei einem Absinken auf 35 Grad. Dies versucht der Organismus mit aller Kraft zu verhindern, indem er die Muskeln unkontrolliert zucken lässt. Dass wir also zittern wie Espenlaub, hat den Sinn, dass möglichst viel Wärme produziert werden soll. Noch dazu ziehen sich direkt unter der Körperoberfläche die winzigen Muskeln rings um die Haar­follikel zusammen. Dadurch richten sich die feinen Härchen auf, damit ein isolierendes Luftpolster entsteht. Mit anderen Worten: Wir bekommen eine Gänsehaut.

Apropos Haut. In ihren Schichten liegen 30.000 Kälterezeptoren, also spezialisierte Nervenenden, die dem Gehirn melden: »Alarm! Es ist kalt. Unternimm was!« Es zündet daraufhin ein Feuerwerk an Botenstoffen ab. Adrenalin und Cortisol erhöhen den Blutdruck, beschleunigen den Puls und machen uns kurzfristig hellwach. Sehr sinnvoll, denn durch die – kältebedingt – verengten Blutgefäße kommt weniger Sauerstoff im Oberstübchen an. Mit seinem Hormoncocktail steuert es dagegen. Dieses Gerangel kostet uns sehr viel Energie. Das ist der Grund, warum uns Kälte mit der Zeit müde macht, die Konzentration raubt und auf die gute Stimmung drückt. Doch auch dafür hat das Gehirn eine Lösung. Es schüttet Ghrelin und Leptin aus. Dies sind Hungerhormone, die den Appetit fördern. Wenn Sie also im Winter plötzlich unbändige Lust auf Pasta haben, dann wissen Sie jetzt, warum: Es liegt am Frieren. 

Mehr zu essen, reicht allein aber nicht aus, um die Winterkälte besser zu verkraften. Entscheidend ist, was auf den Teller kommt. Deftiges, scharf mit Chili und Ingwer gewürzt, heizt von innen ein. Grundsätzlich ist warm anziehen natürlich ein Muss – und dazu gibt’s einen Trick: den Zwiebellook. Ziehen Sie mehrere dünnere Lagen übereinander an, statt nur einen dicken Wollpullover. So bilden sich Luftkammern, die die Körperwärme einschließen.

Wie ein molliger Mantel wirkt auch eine Wärme­creme aus Ihrer Apotheke. Inhaltsstoffe wie Moorerde oder Latschenkiefer regen die Durchblutung an. Obendrein speichern sie Wärme, die dann in die tieferen Gewebeschichten eindringen kann. Gewöhnen Sie sich außerdem Wechselduschen an. Erst warmes, dann kaltes Wasser – so trainieren Sie Ihre Blutgefäße, damit sie sich an die kühleren Temperaturen da draußen besser anpassen können. Diese sogenannten Kneippschen Güsse mobilisieren Ihr Immunsystem und machen gute Laune. So kommen Sie gesund und glücklich durch die kalte Jahreszeit – dank wärmender Wonne.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

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Zahnfleischrückgang (medizinisch: Gingivarezession) ist ein weit verbreitetes Problem und betrifft viele Menschen – oft schleichend und zunächst unbemerkt. Dabei zieht sich das Zahnfleisch zurück, sodass die Zahnhälse freiliegen. Die Folge: Zähne wirken länger, reagieren empfindlicher und sind anfälliger für Karies. Doch Zahnfleischrückgang ist kein Schicksal, wer die Ursachen kennt, kann gezielt gegensteuern.

Ein beginnender Zahnfleischrückgang verursacht häufig keine Schmerzen. Typische Anzeichen sind:

Spätestens bei solchen Veränderungen sollte eine zahnärztliche Kontrolle erfolgen.

Zahnfleischrückgang kann verschiedene Gründe haben – oft wirken mehrere Faktoren zusammen:

Unbehandelt kann Zahnfleischschwund ernsthafte Folgen haben. Freiliegende Zahnhälse sind anfälliger für Karies, Entzündungen und Substanzverlust. Im fortgeschrittenen Stadium kann es sogar zu Zahnlockerungen oder Zahnverlust kommen. Wichtig zu wissen: Bereits verlorenes Zahnfleisch wächst in der Regel nicht von selbst nach.

Die Therapie richtet sich nach Ursache und Ausmaß des Zahnfleischrückgangs. Mögliche Maßnahmen sind:

Je früher die Behandlung beginnt, desto besser lassen sich Schäden begrenzen.

Zahnfleischrückgang ist ernst zu nehmen, aber gut behandelbar – besonders bei früher Diagnose. Regelmäßige Vorsorge, eine schonende Mundhygiene und professionelle Betreuung helfen, Ihr Zahnfleisch langfristig gesund zu halten. Bei ersten Anzeichen gilt: lieber früh zum Zahnarzt oder zur Zahnärztin als zu spät.

Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de

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Wir alle wissen es: Alkohol ist ein Nerven- und Zellgift, eine Droge und zugleich ein beliebtes Genuss- und Entspannungsmittel. Eine fatale Kombi und viele von uns trinken zu oft und zu viel. Das galt vor allem für die Fest- und Feiertage im Dezember. Da kommt uns der Dry January doch gerade richtig! Dahinter steckt die gleichnamige Initiative, die vor rund zehn Jahren in Großbritannien entstand und auch bei uns immer mehr Fans findet. So halbierte sich der Alkoholumsatz im Januar 2024 im Vergleich zum Dezember 2023.

Über einen promillefreien Monat freut sich in erster Linie die Leber – unsere Entgiftungszentrale, die im Dezember unter Dauerstress stand. Kürzlich noch musste sie womöglich nicht nur jede Menge Alkohol, sondern vielfach auch die vielen fetten und süßen Speisen verstoffwechseln. Eine Erholungsphase kann sie jetzt gut gebrauchen. Aber auch Herz und Kreislauf profitieren und bereits nach vier Wochen reguliert sich der Blutdruck. Darüber hinaus sinken das Krebsrisiko und die Gefahr, Depressionen zu entwickeln. Das Immunsystem regeneriert sich, wir schlafen besser, nehmen leichter ab und haben insgesamt mehr Energie.

Alkoholverzicht bedeutet auch ein Plus für das seelische Wohlbefinden. In einer Studie der University of Sussex berichten 42 Prozent der Dry-January-Probanden, dass sie sich auch mental fitter fühlen. 57 Prozent geben an, sich besser konzentrieren zu können. Außerdem bietet eine »trockene« Zeit die Möglichkeit, Konsum und Gewohnheiten zu hinterfragen: Wann, warum und wie viel trinke ich eigentlich? Brauche ich Alkohol, um Stress abzubauen oder Spaß zu haben? Wer übrigens glaubt, ohne Alkohol ist Schluss mit lustig, der irrt: 71 Prozent der Studienteilnehmer haben festgestellt, dass sie keine Drinks brauchen, um sich zu amüsieren. Für deinen Dry January sprechen also viele gute Gründe!

31 Tage ohne Alkohol scheinen erst mal überschaubar. Dennoch ist Durchhal­tevermögen gefragt und es macht Sinn, die Challenge mit Freunden und Familie zu teilen. Auch wenn nicht alle mitmachen, so sind sie informiert und versuchen (hoffentlich!) nicht, dich zum »Gläschen in Ehren« zu überreden. Schließlich gibt es reichlich Alternativen: Wasser, Tees, Limonaden und eine enorme Auswahl an alkoholfreien Bieren, Weinen und Sekt. Apropos »Gläschen in Ehren«: Während ein Glas Rotwein am Tag lange als herzgesund galt, rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) mittlerweile strikt zu »Null Promille«.

Noch ein halbes Jahr nach dem Dry ­January geben 49 Prozent der britischen Studienteilnehmer an, mehr Kontrolle über ihr Trinkverhalten zu haben. Durch das Ex­periment trinken 59 Prozent insgesamt weniger Alkohol als zuvor. Und auch in Deutschland geht der Durchschnittsverbrauch jährlich zurück. Dry ist Trend und du tust vor allem dir etwas Gutes! Und wenn es im Januar nicht klappen sollte – das Jahr hat noch elf weitere Monate … 

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

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Ab Januar steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 13,90 Euro pro Stunde. Wer Vollzeit arbeitet, hat damit im Schnitt etwa 190 Euro brutto mehr im Monat. Rund sechs Millionen Menschen profitieren – vor allem in Gastronomie, Einzelhandel oder Pflege. 

Auch für kleine Nebenjobs gibt es Rückenwind: Ab 2026 dürfen Minijobber bis zu 603 Euro im Monat verdienen – ganz ohne Sozialabgaben. Damit lohnt sich ein Zusatzverdienst für Studierende, Rentner oder Menschen mit flexiblen Arbeitszeiten noch mehr.

Viele Vor-Ort-Apotheken unterstützen ihre Kunden schon lange mit Blutdruckmessungen oder kleinen Checks. Ab 2026 wird diese Rolle offiziell gefördert: Apotheken sollen noch stärker in Prävention und Früherkennung eingebunden werden. Für Sie heißt das: Ihre Apotheke wird noch mehr zum Ort der Vorsorge – mit kurzen Wegen und vertrauter Beratung.

Auch beim Heizen gibt es Entlastung: Die 2022 eingeführte Gasspeicherumlage fällt weg. Damit verschwinden Zusatzkosten, die bislang auf die Gaspreise aufgeschlagen wurden – eine willkommene Erleichterung für alle Haushalte, die Wärme brauchen.

Die Bundesregierung hat den Entwurf für eine umfassende Steuerreform beschlossen, die auch die Pendlerpauschale betrifft. Ab dem 1. Januar 2026 soll für Berufstätige ein einheitlicher Satz von 38 Cent pro Kilometer gelten, und zwar vom ersten Kilometer der einfachen Strecke an. 

Ab 2026 plant die Bundesregierung eine Entlastung bei den Strompreisen: Mit einem Milliarden-Zuschuss sollen die Netzentgelte sinken und Verbraucher so vor weiter steigenden Energiekosten geschützt werden.

Auch auf dem Arbeitsmarkt tut sich etwas: Ab 2026 müssen Unternehmen in Stellenanzeigen und bei ihren Gehaltsmodellen transparenter werden. Für Bewerber bedeutet das: Schon vor der Jobsuche ist sichtbar, welche Gehaltsspanne vorgesehen ist. Das schafft Orientierung, stärkt die eigene Verhandlungsposition und sorgt für mehr Fairness.

Familien können jubeln: Das Kindergeld steigt auf 259 Euro pro Kind. Gerade Großfamilien spüren das Plus im Portemonnaie – und können Alltägliches wie Schulausflüge, Vereinsbeiträge oder neue Sportschuhe leichter stemmen.

Die Regelsätze beim Bürgergeld, beziehungsweise der neuen Grundsicherung, bleiben 2026 stabil. Zusätzlich sollen die Freibeträge beim Hinzuverdienst steigen – damit können Leistungsbeziehende mehr eigenes Einkommen behalten. Gerade Minijobs oder Teilzeitstellen bringen dann spürbar mehr im Portemonnaie, ohne dass gleich das Geld vom Staat gekürzt wird.

Ab 2026 wird der Besuch im Restaurant oder Café leichter fürs Portemonnaie: Für Speisen gilt wieder der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent. Damit können Betriebe ihre Preise senken – und Gäste dürfen sich auf günstigere Mahlzeiten und kleine Genussmomente im Alltag freuen.

Auch 2026 können sich viele Haushalte weiter über Wohngeld freuen. Grundlage dafür ist die Erhöhung aus dem Jahr 2025. Die Unterstützung wird abhängig von Einkommen und Miete berechnet. 

Bislang konnten Vor-Ort-Apotheken in der elektronischen Patientenakte (ePA) lediglich nachlesen, welche verschreibungspflichtigen Medikamente verordnet wurden. Ab 2026 kommt eine entscheidende Neuerung: Mit dem elektronischen Medikationsplan (eMP) dürfen Apotheken erstmals selbst Einträge ergänzen – etwa zu frei verkäuflichen Arzneimitteln. Für Sie bedeutet das: Ihre gesamte Medikation wird künftig an einem Ort gebündelt. So behalten Sie und Ihr Apothekenteam jederzeit den Überblick und mögliche Wechselwirkungen lassen sich leichter vermeiden. Das Ergebnis: mehr Transparenz, mehr Sicherheit.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

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Böllerverbot – ja oder nein?! Jedes Jahr die gleiche Diskussion. Gehen Sie doch mit gutem Beispiel voran und zünden Sie eine Alternative. Ob Feuertonne im Garten, Fackeln oder ein Schwedenfeuer – es gibt viele lichterfüllte Möglichkeiten, um das Jahr stimmungsvoll, aber mit deutlich weniger Feinstaub und Tamtam zu verabschieden. Besonders schön: selbstgebastelte Fackeln aus Tannenzapfen, Stoffresten oder Klopapierrollen – eine nachhaltige Upcycling-Idee, die auch Kindern Spaß macht.

Bleigießen ist seit 2018 durch die EU verboten – zum Glück! Denn die Bleidämpfe stehen unter Verdacht, das Zentralnervensystem zu schädigen. Eine weniger bedenkliche und doch lustige Variante ist das Wachsgießen. Aus Kerzenresten lassen sich kleine Rohlinge herstellen: Im Wasserbad schmelzen und in leere Adventskalender oder Eiswürfelformen füllen. Am Silvesterabend über einer Kerzenflamme schmelzen und in eiskaltes Wasser kippen. Die entstehenden Formen liefern spannende Zukunftsorakel. Noch eindrucksvoller sind sie, wenn Sie sie mit der Taschenlampe an die Wand projizieren.

Glückskekse kaufen kann jede*r. Selbst gebacken mit individuellen Wünschen sind sie eine schöne Geste und ein originelles Geschenk für Gäste. Auf klassische Weise besteht Glückskeks-Teig aus Eiweiß, Puderzucker, Mehl und Butter – die Geling-Garantie ist recht gering. Einfacher und mindestens genauso hübsch anzusehen sind Waffelröllchen. Nach dem Backen in die Mitte den Zettel mit der – eigens kreierten – Glücksbotschaft stecken, die Enden jeweils in flüssige Kuvertüre stecken – zum Verschließen, fertig. 

Knallbonbons sind die perfekte Alternative zu Böllern und Raketen – lustig, überraschend und ohne Feinstaub. Mit etwas Zeitungspapier, einer Toilettenpapierrolle und einer kleinen Überraschung sind sie schnell selbst gemacht. Extra-Idee: Butterbrottüten aufpusten, beschriften und platzen lassen – laut, aber unschädlich.

Fondue gehört zu Silvester wie die Kugeln am Baum hängen müssen. Leichte Küche sieht allerdings anders aus. Wie wär’s also mit einem bunten Gemüsefondue: Ob Paprika, Zucchini, Champignons – alles in mundgerechte Stücke schnibbeln, aufspießen und in Gemüsebrühe brodeln lassen. So ein Vegetarisches Fondue ist nicht nur köstlich und klimaschonend. Es passt auch perfekt zum guten Vorsatz, sich im neuen Jahr gesünder und fleischloser zu ernähren.

Zugegeben: Schwebende Heliumballons und hängende Pompons machen was her. Oftmals aber enthalten sie schädliche Stoffe wie Weichmacher oder Nitrosamide. Setzen wir doch lieber auf natürliche Silvester-Deko. Aus Holz, Glas, Naturstein oder Trockenblumen lassen sich ansprechende Arrangements gestalten. Wimpelketten aus Papier oder recyclebare Lichterketten runden das Bild ab – klimaschonend und festlich zugleich. Und Glücksklee geht sowieso immer. 

Tipp: Umtopfen – in ein größeres Gefäß – in eine flache Schale stellen und sozusagen nur von unten wässern. Nicht gießen und innen auf der Fensterbank platzieren. So wird aus einem Neujahrs-Geschenk eine Ganz­jahresfreude. Lassen Sie Ihr Glück wachsen! 

Feuerwerkskörper sind nicht nur laut und teuer, sie bergen auch enormes Verletzungsrisiko. 2024 wurden fast 50.000 Tonnen Feuerwerk nach Deutschland importiert – eine gewaltige Menge Abfall und unnötige zusätzliche Belastung für Luft und Klima. Die Folgen: drei Mal mehr Krankenhausaufnahmen als an anderen Tagen, amputierte Finger, Augenverletzungen und Hörschäden: Im vergangenen Jahr kam es zu fünf Todesfällen. Hinzu kommen das Leid von panischen Tieren, die Ausbeutung von Arbeiter*innen und Kinderarbeit in der Herstellung. Höchste Zeit, umzudenken! Wie wäre es also mit einer Feier, die ganz ohne Böller auskommt?

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Das alte Jahr endet, das neue beginnt. Auf dieser Schwelle feiern wir die Raunächte. Traditionell erstreckt sich dieser heidnisch-germanische Brauch vom 25. Dezember bis 6. Januar. Früher nutzten die Menschen diesen magischen Übergang, um Vergangenes hinter sich zu lassen, Schutzrituale zu vollziehen und sich auf das neue Jahr vorzubereiten. Heute erleben die Raunächte bei vielen von uns ein Comeback. Kein Wunder – diese stille Zeit bietet Gelegenheit, um innezuhalten, bewusst zu reflektieren und kleine Rituale zu zelebrieren, die Körper, Geist und Seele in Einklang bringen.

Jede Raunacht steht symbolisch für einen Monat des vergangenen und des kommenden Jahres. Ein einfaches Ritual: Schreibe auf, was du loslassen möchtest – Sorgen, schlechte Gewohnheiten oder alte Ängste. Wer mag, kann diese Zettel symbolisch ver­brennen. Ein Ritual mit Nachhall ist, 13 Wünsche fürs Jahr auf verschiedene Zettel zu notieren, zwölf davon verbrennst du, ohne sie erneut zu lesen. Der übrig gebliebene Wunsch ist deine Aufgabe für 2026.  

Räucherwerk begleitet die Raunächte seit Jahrhunderten. Salbei, Weihrauch oder getrocknete Kräuter wie Lavendel reinigen den Raum energetisch und schaffen eine beruhigende Atmosphäre. Viele Vor-Ort-Apotheken führen hochwertige Räucherwaren, die sich besonders für Rituale eignen. Wichtig dabei: immer gut lüften, hitzebeständige Gefäße verwenden und nie unbeaufsichtigt räuchern. So entsteht ein sicherer Rahmen für die eigenen Rituale.

Neben Schreiben und Räuchern lohnt es sich, einfach zu lauschen – auf die eigene Stimmung, auf Geräusche drau­ßen, auf Atem und Herzschlag. Meditation, Spaziergänge oder ein warmes Fußbad mit Pflanzenessenzen aus deiner Vor-Ort-Apotheke runden die Raunächte ab. Kleine Inseln der Ruhe inmitten der trubeligen Feiertage, in denen wir uns selbst spüren und neue Energie tanken können.

1. Raunacht – Januar

Zünde eine Kerze an und halte Rückschau.

2. Raunacht – Februar

Schreibe dir deinen Ballast von der Seele.

3. Raunacht – März

Stille: Meditiere und notiere, wofür du dankbar bist.

4. Raunacht – April

Was planst du fürs nächste Jahr? Schreib es auf. 

5. Raunacht – Mai

Spüre deine Lebensfreude: Höre Musik und tanze.

6. Raunacht – Juni

Verwöhne deine Sinne mit gutem Essen, Düften, Blumen.

7. Raunacht – Juli

Wunschritual: 13 Wünsche aufschreiben, zwölf verbrennen.

8. Raunacht – August

Nimm ein Bad und wasche symbolisch alles Alte von dir ab. 

9. Raunacht – September

Verschenke Glückssymbole an liebe Menschen. 

10. Raunacht – Oktober

Geh in die Natur, um Kraft zu tanken.  

11. Raunacht – November

Bilanz ziehen: Welche Erkenntnisse ziehst du aus den Raunächten?

12. Raunacht – Dezember

Segen: im Haus räuchern, sprich deine Wünsche laut aus.

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Es duftet nach Plätzchen, Lichter glänzen in den Fenstern und in den Straßen erklingt leise Musik. Weihnachten ist eine besondere Zeit – eine Zeit der Erinnerungen, der kleinen Rituale, der Wärme. Für viele ältere Menschen ist es aber auch eine Zeit, in der das Alleinsein spürbarer wird als sonst.

Einsamkeit ist mehr als ein flüchtiges Gefühl. Wer sich über längere Zeit allein und ausgeschlossen fühlt, erlebt körperliche und seelische Folgen. Studien zeigen: Einsamkeit kann das Risiko für Depressionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlafstörungen oder sogar Demenz erhöhen.

Auch das Immunsystem leidet, wenn der soziale Austausch fehlt. Wer sich gebraucht und zugehörig fühlt, bleibt geistig wacher, seelisch stabiler – und lebt im Durchschnitt sogar länger.     

Sechs Millionen Senioren leben in Deutschland allein. Doch das bedeutet nicht, dass auch Weihnachten einsam sein muss. Heute gibt es viele Möglichkeiten, die Festtage in Gesellschaft zu verbringen. Welche?

Viele Kirchengemeinden oder soziale Einrichtungen laden am 24. Dezember zu Zusammenkünften ein – mit Musik, Kerzenlicht und gemeinsamem Essen. Diese Angebote sind bewusst offen gestaltet: Wer mobil ist, kann sich oft kurzfristig anmelden. Informationen erhalten Sie bei der Stadtverwaltung, dem Seniorenbüro oder der Kirchengemeinde.

Auch wenn es sich manchmal anders anfühlt: Es gibt viele 65plus-Singles, die sich an Weihnachten Gesellschaft wünschen. Der erste Schritt fällt oft schwer – doch kleine Begegnungen können viel bewirken. Ein freundliches Wort oder ein offenes Ohr im Alltag kann der Anfang sein.

In vielen Gemeinden gibt es Besuchsdienste, die sich rund um die Feiertage gezielt um ältere Alleinlebende kümmern. Die Ehrenamtlichen schenken Zeit und hören zu. Träger solcher Angebote sind häufig Wohlfahrtsverbände und Kirchengemeinden. Fragen Sie bei Ihrer Stadtverwaltung nach.

Zahlreiche lokale Projekte bringen Menschen an den Feiertagen zusammen. Ein schönes Beispiel ist die Aktion »Wir Weihnachten« der Stiftung nebenan.de. Über www.wirweihnachten.de finden Gastgeber und Interessierte unkompliziert zueinander.

Wer sich körperlich und seelisch fit fühlt, kann sich selbst ein kleines Geschenk machen – indem er anderen hilft. Viele Tafeln oder Kirchengemeinden suchen in der Weihnachtszeit Unterstützung: beim Packen von Geschenktüten, beim Dekorieren oder beim Ausschank von Tee und Punsch.

Manche Seniorenresidenzen und betreute Wohnformen öffnen ihre Weihnachtsfeiern für Gäste aus der Nachbarschaft. Oft gibt es ein buntes Programm mit gemeinsamem Singen und kleinen Geschichten. Die Teilnahme ist meist kostenlos. 

Auch wenn Sie nicht außer Haus gehen möchten, können Sie die Festtage bewusst gestalten – mit kleinen, vertrauten Handlungen, die guttun. Eine Kerze anzünden, ein Weihnachtslied hören oder eine Tasse Tee im Lieblingssessel trinken. 

Nicht immer braucht es Besuch – manchmal reicht schon ein gutes Gespräch. Hier finden Sie jederzeit jemanden, der zuhört:

Silbertelefon

0800 4 70 80 90, täglich von 8 bis 22 Uhr – auch an Heiligabend, anonym & kostenfrei, www.silbernetz.de

TelefonSeelsorge Deutschland e. V.

0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222, rund um die Uhr erreichbar, www.telefonseelsorge.de

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Ob Zitronensaft, Backpulver oder Aktivkohle: Auf TikTok kursieren zahlreiche Hausmittel, die ein strahlendes Lächeln versprechen. Das Problem: Diese Methoden wirken entweder gar nicht oder greifen den Zahnschmelz an. Zitronensaft ist stark sauer und kann den Zahnschmelz dauerhaft erweichen. Backpulver und Aktivkohle wirken abrasiv, also wie Schleifpapier – die Zähne werden nicht weißer, sondern einfach dünner. Die moderne Zahnmedizin setzt stattdessen auf schonende, kontrollierte Bleaching-Verfahren beim Zahnarzt.

Ein besonders gefährlicher Trend: Menschen feilen sich ihre Schneidezähne selbst zurecht, um sie „ebenmäßiger“ zu machen. Für die Kamera wirkt das einfach – in Wirklichkeit wird dabei unwiederbringlicher Zahnschmelz entfernt. Zahnschmelz wächst nicht nach. Jede Beschädigung erhöht das Risiko für Empfindlichkeiten, Karies und langfristige Zahnprobleme bis hin zum Absterben des Zahns. Ein professionelles Contouring beim Zahnarzt ist dagegen minimalinvasiv und sicher.

Manche TikTok-Videos zeigen, wie kleine Zahnlücken mit Kunststoffen aus dem Bastelladen oder sogar Sekundenkleber „gefüllt“ werden. Das ist nicht nur unhygienisch – die Chemikalien sind absolut nicht für den Mundraum geeignet. Zudem können falsche Materialien Entzündungen verursachen oder sogar den Zahn schädigen. Für echte Zahnlücken gibt es bewährte, sichere Lösungen wie Komposit-Bonding oder kieferorthopädische Korrekturen mit einer Schienentherapie.

Anders als viele DIY-Hacks ist Ölziehen nicht per se schädlich. Die Methode stammt aus der ayurvedischen Medizin und soll helfen, Bakterien im Mund zu reduzieren. Studien zeigen: Ölziehen kann ergänzend zur Mundhygiene einen kleinen Effekt haben, ersetzt aber niemals Zähneputzen oder professionelle Prophylaxe. Es ist also ein optionales Extra – kein Wundermittel.

Auf TikTok wird heiß diskutiert, ob klassische Zahnseide oder Einweg-Floss-Picks besser sind. Aus fachlicher Sicht gilt: Hauptsache, die Zahnzwischenräume werden täglich gereinigt. Zahnseide ist ökologisch sinnvoller, während Zahnseide-Sticks für viele Menschen einfacher in der Anwendung sind.

TikTok kann inspirieren – aber nicht beraten. Wenn Sie Trends sehen, die an Ihren Zähnen „herumdoktern“, seien Sie skeptisch. Zahnbehandlungen gehören immer in die Hände von Fachleuten. Bei Fragen hilft Ihnen Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt gern weiter und erklärt, welche Methoden sicher, sinnvoll und wissenschaftlich fundiert sind.

Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de

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Gewürze geben Speisen das gewisse Etwas: ein kräftiges Aroma, eine süße Note, eine herbe Nuance. Meist genügen kleine Mengen. Denn in den Samen, Kernen, Rinden oder auch Wurzeln, aus denen Gewürze in der Regel hergestellt sind, stecken hochwirksame ätherische Öle. Ehe wir sie schmecken können, steigt uns ihr Duft in die Nase – und die Nase hat einen direkten Draht zum Gehirn. Der sogenannte Riechkolben (Bulbus olfactorius) bildet diese Verbindung. Er empfängt die Duftmoleküle und leitet sie an höhere Hirnareale weiter. Dort passiert dann allerhand – darum verwenden wir diese Gewürze doch am besten viel öfter, nicht nur zur Weihnachtszeit. 

Milchreis mit Zimt – da werden Kindheitserinnerungen wach. Das süße Gewürz hat eine wärmende Wirkung. Es fördert die Durchblutung und regt den Appetit an. Als Duftstoff macht es vielen von uns sogar gute Laune – und gibt uns einen Kick. Denn wie Studien zeigen, soll das Gewürz aus der Rinde des tropischen Zimtbaums die Gedächtnisleistungen steigern und beim Lernen helfen.

Tipp: Zimt ist nicht gleich Zimt. Auf die Sorte kommt es an. Cassia-Zimt hat viel Cumarin, einen leberschädigenden Stoff. Verträglicher ist der aromatischere, dafür aber teurere Ceylon-Zimt.

Würzig in der Küche, die pure Erfrischung für den Geist. Dass dieses mediterrane Kraut eine gedächtnisstärkende Wirkung hat, wussten schon die alten Griechen und trugen Rosmarinzweige zu einem Kranz gebunden um den Kopf. Inzwischen geben Wissenschaftler der Universität Salzburg unseren Vorfahren recht: Die Inhaltsstoffe sorgen nachweislich für mehr Sauerstoff im Gehirn. Rosmarinduft macht also wach und hat eine konzentrationssteigernde Wirkung. Borneol, so heißt das ätherische Öl, das in den Nadeln steckt, hilft sogar bei niedrigem Blutdruck und schwachem Antrieb – ideal für die dunkle und ermüdende Jahreszeit. 

Blumig-fruchtig mit einer leichten Schärfe. Kardamom schmeckt und duftet intensiv – und so wirkt es auch auf unser Gehirn: beruhigend, stressreduzierend, stimmungsaufhellend. Die ätherischen Öle aus den Samen dieses Ingwergewächses entspannen unser Nervensystem, können daher den Blutdruck regulieren und Schmerzen lindern. Aus diversen Studien geht sogar hervor, dass Kardamom Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen kann. Das Beste daran: Dieses indisch-asiatische Gewürz aus »Tausendundeiner Nacht« können Sie nicht bloß für Lebkuchen und Spekulatius verwenden; es verwandelt auch Currys, Reis und Gemüsegerichte in wahres Mood-Food – Essen, das gut für Geist und Seele ist. 

Tipp: Nicht das Pulver, sondern die frischen Samenkapseln mitkochen. Darin stecken die meisten entzündungshemmenden Antioxidantien. 

Ob Pudding oder Plätzchen – Vanille ist wie das Sahnehäubchen auf allen Süßspeisen. Allein der Duft vermittelt ein Gefühl von Geborgenheit. Forscher wissen, warum: Der Haupt­aromastoff Vanillin wirkt auf das limbische System, also unser Emotionszentrum im Gehirn, steigert die Produktion von Glückshormonen wie Serotonin und Dopamin, gleichzeitig hilft er, Ängste zu lindern. Bei depressiver Verstimmung und Schlafstörungen ist Vanille wie eine sanfte Umarmung. Das gilt jedoch nur für die echte und leider auch teure und rar gewordene Bourbon-Vanille, die aus der Orchideenpflanze mit mexikanischen Wurzeln stammt. Vanille-Aroma, wie es in industriell hergestellten Produkten verwendet wird, hat diese beruhigende und beglückende Wirkung nicht.

Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de

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 Die dunkle Jahreszeit bringt nicht nur gemütliche Abende daheim auf dem Sofa. Sie er­höht auch die Zahl der Wohnungseinbrüche – um stattliche 40 Prozent. Insgesamt kam es im Jahr 2024 hierzulande zu knapp 78.500 solcher Straftaten. Laut polizeilicher Kriminalsta­tis­tik passiert es jeden Tag also 215 Mal: Täter ver­­schaffen sich gewaltsam Zutritt zu fremden Wohn- und Geschäftsräumen und hinterlassen eine Schnei­se der Zerstörung. 68 Prozent der Opfer stellen fest: Es wurde sogar in per­sönlichen Dingen gewühlt. Aus einer Stu­die des Kriminologischen For­schungs­­instituts Niedersachsen geht her­­­vor: Drei Viertel der Geschädigten fühlen sich nach einem Einbruch nicht bloß um Wert­­gegenstände beraubt, sondern vor allem um ihre Sicherheit. 

Neben dem materiellen Verlust ist es vor allem der seelische Schaden, der belastet. Beinah jedes vierte Einbruchsopfer steht noch zwölf Monate später unter Stress und Anspannung. Ängste und Schlafstörungen gehören zu den häufigsten Folgen. Viele denken an einen Wohnortwechsel; manche davon verlas­sen tatsächlich die Gegend. Doch meistens zieht das mulmige Gefühl mit um. Bei etwa zehn Prozent aller Betroffenen bleibt die Panik – sie entwickeln eine anhaltende Posttraumatische Belastungs­störung, die in die Hände eines erfahrenen Psychotherapeuten gehört. Damit es so weit gar nicht erst kommt, ist schnelle Hilfe wichtig. Seelsorger oder Ehrenamt­liche des Weißen Ringes e. V. sind unbü­rokratisch zur Stelle und unterstützen in dieser schwierigen Lebenslage. 

Als erste Maßnahme raten Experten, nicht allein im Haus zu bleiben. Beim Aufräumen nach der polizeilichen Spurensicherung wirkt Gesellschaft ungemein erleichternd – vor allem, um über das Geschehene sprechen zu können. Manchen hilft es, Abstand zu gewinnen und vorübergehend bei Freunden oder im Hotel zu übernachten. Um das Wohl­gefühl zu Hause wiederherzustellen, tut jede Veränderung gut: Wände streichen, Möbel umstellen, neue Vorhänge anbrin­gen, … Am nötigsten ist jedoch, Vorkeh­rungen zu treffen, die einen weiteren Ein­bruch verhindern können. Worauf kommt’s da­bei an?

Viele klassische Alarmanlagen schlagen erst an, wenn sich der oder die Einbrecher bereits im Haus befinden. Moderne Sicherheitssysteme hingegen setzen auf Prävention. Ihr Ziel ist, ungebetene Gäs­te abzuschrecken, sodass sie sich aus dem Staub machen, ehe sie überhaupt versuchen, ein­­zusteigen. Von außen sicht­ba­re Über­­wachungskameras und entsprechende Warnhinweise wirken ent­mu­tigend auf die Täter. Licht und Lärm sind meist noch immer die effektivsten Maß­nah­men, um Ein­bre­­cher zu verscheuchen. Da­her dür­­fen Be­­­­we­gungs­mel­­der nicht fehlen und sind bes­­ten­­­falls mit Sirenen verknüpft, die schrillen, so­bald an Fenstern und Türen gerüttelt wird. Besonders innovativ erscheint Tech­nik, die selbst dann funktioniert, wenn der Strom ausfällt. Dank integrier­tem Akku überwacht das Sicherungssys­tem Haus und Umfeld zuverlässig und informiert Sie durchgehend per Smartwatch, was rings ums An­wesen gerade passiert. So erleben Sie beim Heimkommen keine böse Überraschung … Nichts- destotrotz ist die Installation nicht alles: Ein kompetenter Berater zeigt Ihnen die Schwachstellen Ihres Hau­ses und entwickelt mit Ihnen individuelle Lösungen. Maß­ge­schnei­der­te Sicherungssysteme leisten einen wich­­tigen Beitrag dazu, dass Sie nachts wieder be­ruhig­ter schla­fen können – vor allem jetzt in der dunklen Jah­reszeit.

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Die Zähne von Kindern befinden sich in der Entwicklung: Milchzähne fallen aus, bleibende Zähne wachsen nach, das Kieferwachstum verändert sich. In dieser Phase können kieferorthopädische Behandlungen, Fissurenversiegelungen oder professionelle Zahnreinigungen notwendig werden.

Während die gesetzliche Krankenkasse nur medizinisch notwendige Leistungen, wie zum Beispiel Vorsorgeuntersuchungen und Füllungen, übernimmt, bleibt vieles privat zu zahlen. Eine gute Zahnzusatzversicherung kann hier helfen, die finanzielle Belastung zu verringern.

Etwa jedes zweite Kind in Deutschland bekommt im Laufe der Schulzeit eine Zahnspange. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten allerdings nur bei medizinisch notwendigen Korrekturen und erst ab KIG-Stufe 3 (Kieferorthopädische Indikationsgruppen).

Das bedeutet:

Eine Zahnzusatzversicherung kann je nach Tarif einen Großteil dieser Kosten abdecken – oft auch rückwirkend, wenn sie rechtzeitig abgeschlossen wurde (idealerweise vor Beginn der Behandlung).

Beim Abschluss einer Zahnzusatzversicherung für Kinder sollten Eltern besonders auf folgende Punkte achten:

Eine Zahnzusatzversicherung für Kinder kann Eltern langfristig finanziell entlasten – vor allem bei aufwendigen kieferorthopädischen Behandlungen. Steht allerdings schon fest, dass keine größeren Eingriffe notwendig sind oder das Risiko für Zahnfehlstellungen gering ist, kann es wirtschaftlich sinnvoller sein, einzelne, kleinere Leistungen einfach selbst zu bezahlen. 

Tipp: Lassen Sie sich vor einem Abschluss individuell beraten, am besten in Kombination mit einer Einschätzung Ihres Zahnarztes oder Kieferorthopäden, welche Behandlungen in Zukunft wahrscheinlich sein könnten. 

Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de

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Es duftet nach Zimt und Orangen, Lichter glänzen in den Fenstern, und aus der Küche weht der süße Hauch frisch gebackener Kekse. Herrlich! Advent ist für viele die schönste Zeit im Jahr – mit liebevoll gedeckten Tischen, fröhlichem Beisammensein und süßen Verlockungen an jeder Ecke.

Doch gerade für Menschen mit Diabetes kann diese festliche Zeit zur Herausforderung werden. Die gute Nachricht: Wer ein paar Dinge beachtet, kann die Feiertage ganz entspannt genießen – mit Genuss, aber ohne Reue.

Ja! Wer selbst zubereitet, hat die Kon­trolle über die Zutaten. Plätzchen aus dem Supermarkt enthalten oft viel Zucker und versteckte Fette. Beim Selberbacken können Sie besser steuern: Statt Weißmehl lassen sich etwa gemahlene Mandeln oder Haferflocken verwenden. Auch bei der Süße gibt es Alternativen: Zuckeraustauschstoffe wie Stevia oder Datteln belasten den Blutzuckerspiegel weniger und sind kalorienärmer. Zudem gibt es viele Rezepte, die speziell für Menschen mit Diabetes entwickelt sind.

Nicht unbedingt. Zwar enthalten klassische Lebkuchen viel Zucker und können den Blutzuckerspiegel rasch ansteigen lassen, doch ein völliger Verzicht ist nicht nötig. Wer sich eine kleine Portion gönnt – am besten nach einer sättigenden Mahlzeit –, verträgt sie oft gut. Alternativ bieten sich Varianten mit weniger Zucker und mehr Nüssen oder Man­deln an. Versuchen Sie doch mal, Lebkuchen selbst zu backen – als Low-Carb-Variante.

Gänsebraten, Knödel, Soße – an Weihnachten wird traditionell groß aufgefah­ren. Wer ein paar einfache Regeln beachtet, kann das Menü trotz Diabetes ge­nießen. Ideal ist ein leichter Start, et­wa mit Suppe oder Salat. Beim Hauptgang gilt: Viel Gemüse, wenig Knödel, Soße nur sparsam. Beim Dessert: Statt Sahnetorte lieber ein Fruchtquark mit Zimt.

Auch Diabetiker müssen nicht ganz auf Glühwein verzichten. Wichtig ist aber: Alkohol kann den Blutzucker zuerst ansteigen lassen, später aber auch stark abfallen. Besonders bei Menschen, die Insulin spritzen, kann es dadurch in der Nacht zu einer Unterzuckerung kommen. Wer lieber auf Nummer sicher gehen will, greift zu einem heißen Gewürztee – schmeckt ebenfalls festlich und belastet den Blutzucker kaum.

Gebrannte Mandeln, Bratwurst, Schmalz­kuchen – auf dem Weihnachtsmarkt locken viele Leckereien, leider mit etlichen Kalorien und reichlich Zucker. Lieber nur in Maßen und ganz bewusst genießen. Tipp: Nie mit leerem Magen losziehen! Lieber vorher eine Kleinigkeit essen, dann ist die Gefahr geringer, dass Sie in die Naschfalle tappen.  

In der Adventszeit soll alles gelingen – Geschenke, Festessen, Familienharmonie. Doch der Druck, perfekt zu sein, kann Stress auslösen und den Blutzucker durch­einanderbringen. Auch un­regelmäßige Mahlzeiten, weniger Bewe­gung und ständiges Na­schen tragen dazu bei. Daher: Häufiger den Blutzucker kontrollieren und rechtzeitig an Medikamente und Insulin denken. Und sowieso wichtig: Bewegung – schon ein kurzer Spaziergang nach dem Essen hilft dem Körper, den Zucker besser zu verarbeiten. Und bauen Sie kleine Auszeiten in den Alltag ein. Advent steht schließlich im Zeichen der Besinnlichkeit.

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Im Alter selbstbestimmt leben, gut versorgt sein und das alles lieber gemeinsam statt einsam – so wünschen es sich die meisten. Daher werden alternative Wohnformen wie Senioren-Wohngemeinschaften immer beliebter. Schauen Sie mal, welche WG-Modelle es gibt und wo Vor- und Nachteile liegen. 

Sie sind gerne unter Menschen, gesundheitlich haben Sie (altersgemäß) alles im Griff? Dann kann eine Senioren-WG infrage kommen. Ja, so ähnlich wie eine Studenten-WG: Jeder hat sein Zimmer, man teilt sich Miete und Nebenkosten, Bad, Küche und Wohnzimmer, Aufgaben wie Kochen, Putzen und Einkaufen sowie gegebenenfalls Kosten für eine Haushaltshilfe. In der Regel wird das Ganze privat organisiert. Bewohner kennen sich bereits oder sie suchen und finden sich über Anzeigen. Stimmt die Chemie, wird eine (barrierefreie) Wohnung gemietet. Wichtig: Aufgaben verteilen und klare Absprachen treffen. Sonst kommt es schnell zu Stress, wie früher in der Studenten-WG … Auch sollte geklärt sein, was im Pflegefall passiert. Ist die WG bereit, Betroffene zu unterstützen?

Das klassische WG-Modell finden Sie prima, wollen aber auch unter Kindern und jüngeren Menschen sein? Dann ist ein Mehrgenerationenhaus eine Option. Hier leben meist drei Generationen unter einem Dach, in eigenen Zimmern, in Gemeinschafträumen und mit den üblichen WG-Aufgaben. Diese erledigt jeder nach Fähigkeit und Möglichkeit. Um hier Konflikte zu vermeiden, nutzen einige ein Punktesystem. Beispiel: Senioren, die Kinder hüten oder Hausaufgaben betreuen, erhalten dafür Punkte. Diese können sie bei jüngeren Mitbewohnern einlösen, etwa für einen Großeinkauf im Supermarkt. Ansonsten gilt wie bei jeder WG: Kompromisse, etwa bei Kinderlärm, müssen Sie eingehen. Eine gemeinsam erstellte Hausordnung ist hilfreich!

Sie haben einen Pflegegrad, wollen aber nicht in ein herkömmliches Heim? Dann kann eine Pflege-WG für Sie passend sein. Es gibt private und kommunale Anbieter. Sie können eine Pflege-WG auch selbst gründen, mit anderen Senioren und/oder Angehörigen. Ab Pflegegrad 1 zahlt die Pflegekasse einen Wohngruppenzuschlag (derzeit 224 Euro monatlich). Bedingung: Mindestens drei WG-Mitglieder haben einen Pflegegrad, für die Betreuung tagsüber wird eine Fachkraft, eine sogenannte Präsenzkraft, engagiert. Auf Antrag bewilligt die Pflegekasse einen Gründungszuschuss von derzeit 2.613 Euro pro pflegebedürftige Person. Auch Umbaumaßnahmen für barrierefreies Wohnen werden auf Antrag bezuschusst. Die Pflegeleistungen übernimmt ein ambulanter Dienst. Fazit: Eine tolle Sache, aber viel Papierkram.

Auch für Menschen mit Demenz gibt es Wohngemeinschaften, in denen sie ein Zimmer mit eigenen Möbeln in einem vertrauten Umfeld haben. Hier unterscheidet man zwischen Anbieter- und selbstverantworteter WG. Im ersten Fall kümmert sich der Anbieter, etwa ein Pflegedienstleister, um Wohnung, Essen, Betreuung und Pflege. In einer selbstverantworteten Demenz-WG übernehmen Angehörige und/oder gesetzliche Betreuer die Organisation und sind oft auch in der Betreuung aktiv. Eine erfüllende, aber sehr anspruchsvolle Rund-um-die-Uhr-Aufgabe.

>         Vor Ort im Pflegestützpunkt, bei einem ambulanten Pflegedienst oder Sozialdienst. 

>         Nützliche Adressen im Internet zu allen Formen einer Senioren-WG:

https://www.pflege.de/leben-im-alter/wohnen-im-alter/senioren-wg

https://pflegebox.de/ratgeber/wohnen-im-alter/senioren-wg

https://www.biva.de/alternative-wohnformen

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Wie praktisch: Nie mehr mit Kajalstift und Mascara hantieren, denn der Cat-Eye-Look sitzt immer akkurat. Kein Nachschminken, kein Verschmieren. Längerfristige Make-up-Lösungen wie Lidstrich-Tattoos und Wimpern-Extensions machen’s möglich. Von solchen Beauty-Behandlungen, wie sie viele Kosme­tikstudios anbieten, raten Augenärztinnen und Augenärzte eher ab. »Zu schwer sind die möglichen Nebenwirkungen«, warnt Pro­fessor Dr. Elisabeth M. Messmer von der Augenklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Wimpernverlängerungen mögen zwar für einen ausdrucksstarken Blick sorgen, sie können jedoch zu Augenreizungen führen – ausgelöst vom Klebstoff, der dafür verwendet wird. »Allergische Kontaktekzeme am Lidrand zählen zu den häufigsten akuten Störungen«, berichtet die Expertin. Infektiöse Entzündungen der Bindehaut sind ebenso keine Seltenheit. Auch langfristige Schäden gelten nicht als ausgeschlossen: So kann eine Verkalkung der Wimpernbasis zum Verlust der eigenen Wimpern führen. Und vor einer solchen Schönheitsbehandlung unbedingt zu bedenken ist: Sollte einmal eine kleine Operation am Auge anstehen, bei der mit Hitze zur Blutstillung gearbeitet wird, können die künstlichen Wimpern in Flammen aufgehen und müssen daher vorher entfernt werden. 

Wer sich einen Lidstrich tätowieren lässt, muss nach der Prozedur mit Lidschwellungen und -rötungen rechnen – diese Reaktionen sind normal und klingen in der Regel schnell wieder ab. »Es können aber auch allergische Reaktionen in Form von Ekzemen oder langwierige Entzündungen auftreten«, so Professor Messmer. Rötungen und Reizungen, die über mehrere Tage anhalten, sind ein Fall für deine Augenärztin oder deinen Augenarzt. Neue Untersuchungen haben gezeigt, dass Lid­strich-Tattoos womöglich sogar die Talgdrüsen des Lidrandes und somit den öligen Tränenfilm schädigen. Das sogenannte Sicca-Syndrom ist die Folge davon. Immer trockene, brennende und gerötete Augen – möchtest du das wirklich in Kauf nehmen? 

Noch fragwürdiger als Wunder-Wimpern und Endlos-Eyeliner sind Treatments, die direkt am Augapfel statt­finden. Dazu zählt etwa das I-Brite­­­­­-Ver­fahren, das – mittels chirurgischer Ent­fernung der geröteten Bindehaut – ­eine dauerhafte Weißfärbung verspricht – als ein Zeichen für Attraktivität, Gesundheit und Wachheit. Nie mehr Rötungen – künstlich erzeugt? Der Schuss kann buchstäblich ins Auge gehen. »I-Brite löst womöglich schwerste Komplikationen aus: Geschwüre, Aus­dün­nen der Lederhaut, Schädigung der Augenmuskeln mit Doppelsehen bis hin zum Augenverlust«, listet Professor Dr. Elisabeth Messmer auf. Neuerdings ist zudem möglich, die angeborene Au­gen­farbe zu ändern. Die sogenannte Kerato­pigmentierung ist eine komplizierte Ope­ration, die den Wunsch nach strahlend blauen Augen erfüllen mag, doch für einen hohen Preis: mehrere Tausend Euro zusätzlich zum Risiko für erhöhte Lichtempfindlichkeit, reduziertes Kontrast­sehen und Aussackungen der Hornhaut. 

Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e. V. (DOG) warnt vor derartigen Schönheitseingriffen in und rings um unsere Augen. Diese sind schließlich dazu da, um gut zu sehen, und nicht, um gut auszusehen. 

Mehr Informationen: www.dog.org

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Grauer Himmel, kaum Sonne und an manchen Tagen wird es gar nicht richtig hell. Kein Wunder, dass uns der Antrieb fehlt. In dieser finsteren Jahreszeit schüttet der Körper nun mal verstärkt Melato­nin aus, also viel mehr vom Schlafhormon als von Serotonin, unserem natürlichen Glücklichmacher. Daher: Trübes Wetter, triste Stimmung. Ein weit verbreitetes Phänomen. Morgens kommen wir nur schwer aus den Federn und tagsüber kaum in den Quark. Antriebslosigkeit, Gereiztheit und eine innere Schwere. Schluss damit! Bachblüten sind dafür da, dass Sie zurück ins emotionale Gleichgewicht finden und sie gelten ­als alternativmedizinische Helfer, um hoffentlich gelassen durch den Winter zu kommen. Nur was sind Bachblüten eigentlich?

Der Erfinder der Bach-Blüten-Therapie ist der englische Arzt und Philosoph Dr. Edward Bach (1886–1936). Er ordnete gewissen Wildpflanzen verschiedene Gemütszustände zu und stellte nach komplizierten Verfahren Essenzen her, die die negativen Gefühle ausgleichen und das emotionale Wohlergehen unterstützen sollen. Sie sind beispielsweise dafür da, um Ängste zu lösen und stattdessen Mut zu machen, pessimistische Gedanken zu vertreiben und Zuversicht zu fördern. Jede einzelne Bach-Blüte steht für eine ganz bestimmte seelische Befindlichkeit. Die Mittel – meist als Tropfen eingesetzt – gibt es in Ihrer Vor-Ort-Apotheke. Sie können sie entweder einzeln einnehmen oder in Kombination. Entscheidend ist, dass die Bachblüten zu Ihnen passen. Ärzt*innen für Naturheilverfahren, Heilpraktiker*innen und erfahrene Apotheker*innen helfen bei der Auswahl.

Auch wenn Bachblüten nicht (mehr) als Arzneien gelten und die Wirkung wissenschaftlich nicht erwiesen ist, berichten viele Menschen von positiven Erfahrungen – sowohl in akuten Stresssituationen als auch bei dauerhafter seelischer Belastung. Einfach ausprobieren – gedrückte Stimmung im Herbst und Winter und die typische Mattigkeit in der dunklen Jahreszeit sind vielleicht ein treffender Anlass dazu. Wir haben Ihnen eine kleine Auswahl an Bachblüten zusammengestellt. Von welcher davon fühlen Sie sich angesprochen? 

Die „Glaubensblüte“: Gentian (Nr. 12) unterstützt dabei, die Dinge anzunehmen, wie sie sind. Das Mittel aus dem Herbstenzian soll Mut und Ausdauer schenken, damit es uns leichter fällt, den Winter als Teil des Lebens zu akzeptieren – und ihm sogar schöne Seiten abgewinnen zu können.

Affirmation: „Ich ruhe in mir!“

Im Winter sind häufig nicht nur die Tage dunkler, sondern auch unsere Gedanken. Viele neigen dann zum Pessimismus. Gorse (Nr. 13, Stechginster), auch „Hoffnungsblüte“ genannt, soll das Vertrauen darin stärken, dass auch schwierige Zeiten vorübergehen. Die Essenz ist dafür da, dass Sie neue Hoffnung schöpfen und den Blick auf das Positive lenken können.

Affirmation: „Ich glaube an eine positive Zukunft.“

Manchmal überkommt uns scheinbar ohne Grund eine Schwermut mit negativen Gedanken und Gefühlen – wie eine dunkle Wolke, die plötzlich am Himmel auftaucht. Mustard (Nr. 21, Wilder Senf) gilt als die „Lichtblüte“ und kann helfen, solche Stimmungstiefs zu vertreiben und wieder Freude am Leben zu finden.

Affirmation: „Ich bin glücklich!“

Wenn es Ihnen an Vitalität und Kraft fehlt, der Alltag zur Last wird und Sie sich häufig erschöpft oder überfordert fühlen, dann versuchen Sie es mit der „Regenerationsblüte“ Olive. Nr. 23 der Bach-Blüten wird mit innerer Stärke und körperlicher sowie geistiger Leistungsfähigkeit in Ver­bin­dung gebracht.

Affirmation: „Ich gewinne neue Kraft!“

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Wenn Stress und Kälte an den Kräften zehren, lohnt der Griff zu einem echten Naturklassiker: roter Ginseng. Diese Wurzel aus Fernost gehört zu den sogenannten Adaptogenen – Pflanzen, die helfen, innere Stärke zu bewahren und den Körper ins Gleichgewicht zu bringen. Ihre Wirkstoffe können Stresshormone behutsam regulieren. Wie wäre es also mit einer Ginsengkur? Ein paar Wochen lang eine Kapsel oder ein Löffel Tonikum zum Frühstück.

Zärtliche Nähe tut nicht nur der Seele gut – sie ist auch ein kleines Trainingslager für unser Immunsystem. Beim Küssen werden unzählige Bakterien und Viren ausgetauscht, auf die der Körper mit der Produktion von Abwehrzellen reagiert. Studien zeigen sogar, dass regelmäßiges Küssen den Stresspegel senken und den Spiegel bestimmter Immunbotenstoffe erhöhen kann. Also ruhig einmal öfter die Liebsten in den Arm nehmen und knutschen … 

Unser Wohlbefinden beginnt im Bauch – hier sitzt ein großer Teil der körpereigenen Abwehr. Fermentierte Lebensmittel wie frisches Sauerkraut, Kefir oder Kimchi sind reich an lebendigen Milchsäurebakterien, die die Darmflora in Balance bringen. Schon ein Löffel am Tag wirkt wie ein kleiner Booster von innen: roh, unpasteurisiert und am besten ganz frisch. Und das Schönste daran: Diese natürlichen Helfer schmecken überraschend fein und belebend.

Manchmal genügt ein kleiner Reiz, um Körper und Geist zu beleben. Wechselduschen sind solch ein natürlicher Energie-Kick: Das Spiel zwischen warmem und kaltem Wasser bringt den Kreislauf in Schwung und weckt die Abwehrzellen sanft auf. Zwei- bis dreimal pro Woche nach einer warmen Dusche für etwa 30 Sekunden kalt abbrausen – erst Beine, dann Arme und Oberkörper. Drei Durchgänge sind ideal, immer warm starten und kalt enden. Danach gut abtrocknen.

Lachen ist ein echtes Wundermittel – ganz ohne Nebenwirkungen. Es hebt die Stimmung, senkt Stresshormone und aktiviert die natürlichen Killerzellen, die Viren besonders effektiv bekämpfen. Schon zehn Minuten herzhaftes Lachen können den ganzen Körper positiv beeinflussen. Ob bei einem Lieblingsfilm, einem Gespräch mit guten Freund*innen oder beim bewussten Lächeln in den Spiegel – ein kleiner Freudenmoment pro Tag wirkt wie Training für das Immunsystem.

Die Kobra (Bhujangasana) ist eine Yoga-Übung, die den Brustraum öffnet, die Atmung vertieft und den Lymphfluss anregt – einen der wichtigsten Reinigungswege unseres Körpers. So können Immunzellen leichter zirkulieren und ihre Aufgaben besser erfüllen. Legen Sie sich also auf den Bauch, platzieren Sie die Hände unter den Schultern und heben Sie den Oberkörper vorsichtig an. Drei tiefe Atemzüge in den Brustkorb – schon spüren Sie mehr Weite, Wärme und Energie. Am besten gleich morgens, um den Tag mit Leichtigkeit zu beginnen.

Kratzen im Hals? Dies ist das Signal für natürliche Helfer. Heilpflanzen wie Kapuzinerkresse, Thymian oder Sonnenhut (Echinacea) können das Immunsystem in Schwung bringen – besonders in der Frühphase einer Erkältung. Kombipräparate aus Ihrer Vor-Ort-Apotheke gibt es als Tropfen oder Tabletten, praktisch für unterwegs oder als kleine Kur durch den Herbst.

Ein feiner Duft kann graue Tage heller machen – fast wie ein kleiner Sonnenstrahl für die Seele. Das ätherische Öl von Ravintsara kann sogar noch mehr. Mit seinem frischen, klaren Eukalyptus-Aroma wirkt es wie ein natürlicher Virenblocker. Ein paar Tropfen morgens auf ein Taschentuch geben, tief einatmen, befreien die Atemwege und wecken die Lebensgeister. Abends auf einem Duftstein verteilt, entfaltet Ravintsara seine Kraft leise und behutsam – ein sanfter Begleiter durch die Nacht. 

Ein leichtes Summen kann mehr, als Sie denken: Es bringt nicht nur die Stimme zum Schwingen, sondern beruhigt auch das vegetative Nervensystem. Die feinen Vibrationen aktivieren den Vagusnerv, entspannen und fördern die Durchblutung der Schleimhäute – ein natürlicher Schutzschild in der Erkältungszeit. Schon zwei Minuten täglich wirken: beim Spaziergang, unter der Dusche oder nebenbei beim Gemüseschneiden. So wird Summen zur stillen Kraftquelle im Alltag.

Ein Spaziergang im Wald bringt Körper und Seele ins Gleichgewicht – und bei leichtem Wind wirkt er sogar noch intensiver. Dann verströmen Tannen, Kiefern und Fichten vermehrt Terpene – pflanzliche Duftstoffe, die laut Studien unsere natürlichen Killerzellen aktivieren. Nehmen Sie sich Zeit: langsam gehen, tief einatmen, die frische Luft bewusst wahrnehmen. So wird der Wald bei Wind zu einem stillen Kraftspender.

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In der Regel brechen die ersten Milchzähne zwischen dem 6. und 8. Lebensmonat durch. Bis etwa zum dritten Lebensjahr ist das Milchgebiss meist vollständig. Es besteht aus 20 Zähnen: je zehn im Ober- und Unterkiefer. Die Reihenfolge kann individuell unterschiedlich sein, häufig erscheinen zuerst die unteren Schneidezähne.

Der Zahnwechsel beginnt dann etwa mit 6 Jahren. Zuerst lockern sich die mittleren Schneidezähne, anschließend folgen die seitlichen Schneidezähne, Eckzähne und Milchbackenzähne. Etwa mit 12 bis 13 Jahren ist der Zahnwechsel in der Regel abgeschlossen, das bleibende Gebiss (ohne Weisheitszähne) umfasst dann 28 Zähne.

Obwohl sie später ausfallen, erfüllen Milchzähne mehrere wichtige Aufgaben:

Ein häufiges Missverständnis ist, dass Karies bei Milchzähnen „nicht so schlimm“ sei, weil sie ohnehin ausfallen. Tatsächlich kann unbehandelte Karies Entzündungen verursachen, die den darunterliegenden bleibenden Zahn schädigen.

Sobald der erste Zahn sichtbar ist, beginnt die Zahnpflege. Eltern sollten zunächst mit einer weichen Kinderzahnbürste und einer reiskorngroßen Menge fluoridhaltiger Kinderzahnpasta reinigen. Ab dem zweiten Geburtstag darf die Menge etwa erbsengroß sein.

Eine zuckerarme Ernährung ist der beste Schutz vor Karies. Vermeiden Sie häufige Zwischenmahlzeiten und süße Getränke – insbesondere aus Nuckelflaschen. Wasser und ungesüßter Tee sind ideale Durststiller.

Der erste Zahnarztbesuch sollte spätestens mit dem ersten Zahn, also im ersten Lebensjahr, stattfinden. So kann der Zahnarzt oder die Zahnärztin die Entwicklung kontrollieren und Eltern Tipps geben. Regelmäßige Kontrolltermine, am besten alle sechs Monate, helfen, Probleme frühzeitig zu erkennen. 

Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de

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Wenn der Wind um die Häuser pfeift, der Regen an die Fenster klatscht und der innere Schweinehund es sich auf dem Sofa gemütlich macht, wird es höchste Zeit für ein bisschen Bewegung – drinnen, versteht sich. Die neuen Indoor-Trends bringen nicht nur den Kreislauf in Schwung, sondern sorgen auch für einen echten Stimmungs-Booster.

Bei diesem noch jungen Fitness-Trend wechseln sich festgelegte Übungen – sie heißen etwa Rudern, Schlittenziehen oder Wall Balls – mit kurzen Laufeinheiten ab. Das Ergebnis: ein intensives Ganzkörpertraining, das inzwischen sogar auf Wettkampfniveau ausgetragen wird. Das Besondere an Hyrox: Es spricht nahezu alle Muskelgruppen an, stärkt das Herz-Kreislauf-System und verbessert Kraft, Ausdauer und Koordination in einem einzigen Training. 

High Intensity Interval Training (HIIT) steht für kurze, hochintensive Belastungsphasen, gefolgt von ebenso kurzen Pausen. Dabei kommen verschiedene Trainingsmethoden zum Einsatz: klassische Übungen mit dem eigenen Körpergewicht, Training an Geräten oder kurze Ausdauereinheiten auf dem Laufband, Rudergerät oder Fahrrad-Ergometer. Das Ganze dauert meist nur 20 bis 30 Minuten – und bringt trotzdem richtig viel. HIIT gilt als eine der effektivsten Trainingsmethoden überhaupt: Es kurbelt deine Fettverbrennung an, steigert die Ausdauer und spart Zeit. Praktisch: Durch den sogenannten Nachbrenneffekt verbraucht dein Körper auch nach dem Training noch Kalorien. 

Beim Flying Yoga, auch Aerial Yoga genannt, hängen die Teilnehmer*innen in Tüchern von der Decke – schwebend, gestützt oder sanft schaukelnd. Klassische Yogaübungen bekommen dadurch eine neue Dimension. Das Schweben entlastet Rücken und Gelenke, fördert die Beweglichkeit und kräftigt die Tiefenmuskulatur. Gleichzeitig beruhigt die Kombination aus Atem, Bewegung und Leichtigkeit den Geist.  

Surfen ohne Strand? Geht – und macht richtig Spaß! Beim Indoor-Surfen gleitest du auf künstlich erzeugten, stehenden Wellen durch die Halle – auf einem echten Surfboard, ganz ohne Ozean. Die ständigen Ausgleichsbewegungen auf dem Board trainieren intensiv deine Rumpfmuskulatur, fördern den Gleichgewichtssinn und verbessern Reaktion und Koordination. Vor allem die tief liegenden Muskeln, die im Alltag oft zu kurz kommen, werden hier richtig gefordert.

Das Barre Work-out kombiniert Übungen aus dem Ballett mit Elementen aus Pilates und funktionellem Training. Trainiert wird meist an der Ballettstange, wobei der Fokus auf kleinen, kontrollierten Bewegungen liegt. Kraft, Beweglichkeit und Haltung werden dabei gleichermaßen gefördert. Obwohl die Bewegungen eher sanft aussehen, haben sie es in sich: Die tiefe Muskulatur wird gezielt aktiviert, insbesondere im Bereich Bauch, Beine und Po. Gleichzeitig verbessert sich deine Körperhaltung, was gerade bei sitzenden Tätigkeiten im Alltag ein großer Pluspunkt ist.

Animal Moves ist ein Training, bei dem Bewegungsabläufe aus dem Tierreich imitiert werden – etwa der Bärengang, der Froschsprung oder das Krabbeln wie eine Spinne. Klingt verspielt, ist aber ein hochfunktionales Ganzkörpertraining, das du oft nur mit dem eigenen Körpergewicht durchführst. Die tierischen Bewegungen sprechen Muskelketten an, die wir im Alltag oder beim Sitzen oft vernachlässigen. Gleichzeitig verbessern sie Beweglichkeit, Kraft und Koordination – und fördern ein ganz neues Körpergefühl. 

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Rund 100.000 Mal am Tag schlägt unser Herz – und pumpt dabei frischen Sauerstoff bis in jede Zelle, auch ins Gehirn. Herz und Kopf sind dabei eng vernetzt: Über Blutbahnen, Nerven und feine Botenstoffe tauschen sie ständig Signale aus. Das Gehirn gibt Impulse, das Herz hält den Kreislauf am Laufen. Mediziner nennen dieses Zusammenspiel die »Herz-Hirn-Achse«. Was dem einen guttut, stärkt auch das andere.

Der Haken an der Sache: Gerät dieses fein abgestimmte System aus dem Takt, leiden beide Organe. So kann Bluthochdruck mit der Zeit die Blutgefäße verengen – im Herzen ebenso wie im Gehirn – und verheerende Folgen mit sich bri­n­gen. Verstopfte Herzkranzgefäße führen zum Infarkt, blockierte Arterien im Gehirn zum Schlaganfall. Besonders tückisch: Herzinfarkt und Schlaganfall können sich gegenseitig auf den Plan rufen. Ein schwaches Herz pumpt weniger Sauerstoff ins Gehirn. Umgekehrt bringt ein Schlaganfall womöglich auch das Herz aus dem Rhythmus. Ein Teufelskreis, der beide Organe bedroht.

Auch bei einer Depression besteht ein wechselseitiger Zusammenhang zwischen Herz und Hirn: So wie ein krankes Herz auf die Stimmung drückt, belasten depressive Verstimmungen, Antriebslosigkeit und negative Gedanken ebenso das Herz. Hinzu kommt, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen auch das Gedächtnis negativ beeinflussen können. Studien belegen: Wer einen Herzinfarkt oder eine koronare Herzkrankheit hinter sich hat, trägt ein erhöhtes Risiko für Demenz. 

Bluthochdruck, Diabetes, hohe Cholesterinwerte, Übergewicht, Bewegungsmangel und Rauchen – all diese Faktoren schädigen Herz und Gehirn gleichermaßen. Auch psychische Belastungen und anhaltender Stress setzen beiden Organen stark zu. Kritisch wird es, wenn mehrere dieser Risiken zusammentreffen – etwa Bluthochdruck in Kombination mit Diabetes oder starkem Übergewicht. Umso wichtiger ist, früh gegenzusteuern und Risikofaktoren konsequent zu reduzieren.

Die gute Nachricht: Viele Maßnahmen stärken Herz und Gehirn zugleich – und lassen sich leicht in den Alltag einbauen.

1. Aktiv schützt doppelt

Moderates Training wie zügiges Gehen, Radfahren oder Schwimmen bringt Herz und Kreislauf in Schwung, senkt Blutdruck und Stresshormone und versorgt das Gehirn mit Sauerstoff. Besonders effektiv sind Aktivitäten, die Ausdauer und Koordination verbinden – Tanzen etwa. Schon kleine Schritte zählen: Wer täglich eine Haltestelle früher aussteigt oder die Treppe statt des Aufzugs nimmt, sammelt wertvolle Bewegungsminuten.

2. Power aus der Küche

Die mediterrane Küche gilt nicht ohne Grund als Herz- und Hirnschutz: viel buntes Gemüse, Olivenöl, Fisch, Nüsse – und nur wenig rotes Fleisch. Besonders wertvoll sind Omega-3-Fettsäuren aus Lachs, Makrele oder Hering. Sie wirken entzündungshemmend, halten die Gefäße elastisch und unterstützen die Kommunikation zwischen den Nervenzellen. Auch ballaststoffreiche Lebensmittel wie Vollkorn, Hülsenfrüchte und Obst wirken positiv, da sie den Cholesterinspiegel senken und den Blutzucker stabilisieren.

3. Auszeiten

Entspannungstechniken wie Meditation senken den Puls, heben die Stimmung und stärken das Gedächtnis. Schon ein paar bewusste Minuten täglich können spürbar entlasten. Entspannung lässt sich überall finden: Beim bewussten Atmen in der U-Bahn, beim Lauschen der Vögel im Park oder beim achtsamen Genießen einer Tasse Tee. Wichtig ist, regelmäßige Auszeiten zu schaffen – auch wenn sie nur kurz sind.

4. Nachtruhe mit Wirkung

Im Schlaf regeneriert sich nicht nur das Herz-Kreislauf-System, auch das Gehirn sortiert Erlebnisse, baut schädliche Stoffwechselprodukte ab und tankt neue Energie. Ein regelmäßiger Schlafrhythmus und ausreichend Nachtruhe sind daher die beste Kur für Körper und Geist. Wer abends schwer zur Ruhe kommt: Entspannungsrituale mit einem warmen Bad, leichter Lektüre oder ruhiger Musik helfen beim Abschalten.

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Wie schnell ist es passiert: Auf ­Socken die Treppe hinunter, aus­gerutscht und hingefallen. Autsch! Oder auf der Straße die Höhe der Bordsteinkante falsch eingeschätzt, ins Straucheln geraten und aufs Knie gestürzt. Drinnen wie draußen lauern allerhand Stolperfallen, in die wir häufiger hineintappen, wenn wir älter werden. Wir sehen halt nicht mehr so gut wie früher – schon gar nicht im Dunkeln –, und die Beine sind auch wackeliger geworden. Vielleicht ist auch der Kreislauf nicht mehr stabil und das Reaktionsvermögen hat sich verlangsamt. Stürze sind dann nahe­zu vorprogrammiert. Gut, wenn Sie sich dessen bewusst sind und Gefahrenquel­len umgehen – beziehungsweise aus dem Weg räumen, nämlich in der Wohnung. 

Werfen Sie einen kritischen Blick in alle Räume: Liegen Kabel auf dem Boden he­rum, gibt es lose Teppichkanten oder blockieren Gegenstände den Gang? Weg damit! Die meisten Unfälle daheim passieren übrigens im Badezimmer auf nas­sen Fliesen. Rutschfeste Matten mit Saug­näpfen sind daher ein Muss. Weil im Alter Beweglichkeit und Muskelkraft nachlassen, können Haltegriffe in Dusche und Badewanne eine gute Stütze sein. Hier hat sich auch ein Hocker mit Gummifüßen bewährt. Wer nachts häu­­fig zur Toilette muss, sollte lieber nicht im Dunkeln tappen. Fluoreszierende Pfei­­le, die man auf den Boden klebt, weisen den richtigen Weg. Noch besser sind Bewegungsmelder – am besten in jedem Zimmer. Für Treppen gibt es nachtleuchtende Klebestreifen, die die Stufen im Dämmerlicht sichtbar machen. Geländer und Handläufe bieten außerdem viel Sicherheit vor Stürzen. Solch kleine, aber doch wirkungsvolle Maßnahmen kosten nicht viel Aufwand. Für größere Umbauten zur barrierefreien Wohnung lassen Sie sich beraten. 

Auch außerhalb der eigenen vier Wände besteht Sturzgefahr nahezu an jeder Ecke. Unebene Straßen, holpriges Kopfsteinpflaster, Sand und Schotter können ältere Menschen leicht zu Fall bringen. Besonders jetzt in der nass-kalten Jahreszeit sind die Wege draußen oft rutschig, entweder durch feuch­tes Laub oder ersten Frost. Um bei diesen Bedingungen trittsicher unter­wegs zu sein, statten Sie sich mit einem Gehstock oder Rollator aus. 

Der richtige Umgang mit sol­­chen Hilfsmit­teln will allerdings geübt sein. Hierfür bieten viele Se­nio­ren- und Pflegedienste spezielle Mobilitätstrainings an. Apropos: Wie steht’s eigentlich um Ihre Fitness?

Eine der effektivsten Maßnahmen, Stür­ze im Alltag zu verhindern, ist körperlich aktiv zu bleiben oder – egal in welchem Alter – zu werden. Daher inte­grieren Sie Bewegung in Ihren Alltag, sei es durch Spazierengehen, Gartenarbeit oder Aqua­­fitness. Hinzu kommen einfache Ba­­lance- und Kraftübungen. Denn damit können Sie Ihre Körperhaltung und Ihr Gleichgewicht verbessern. Etwa beim Zähneputzen auf einem Bein stehen, auf die Zehenspitzen stellen und wippen – Sturzprophylaxe kann so einfach sein. Trainieren Sie außerdem Ihre Muskeln. Elastische Bänder, die viel Widerstand bieten, eignen sich gut dafür. Möchten Sie nicht alleine sporteln? Dann schließen Sie sich doch einer Fitnessgruppe an oder gehen Sie mit Freunden zum Tai-Chi, Qigong oder Feldenkrais. Die langsamen, fließenden Bewegungen schulen Ihre Flexibilität und machen Sie stark gegen Stürze. 

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Der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen begleitet uns ein Leben lang – vom Krabbelkind bis ins hohe Alter. Doch gerade in bestimmten Lebensphasen braucht der Körper etwas mehr davon: in der Erkältungszeit, bei Stress oder wenn er wächst. 

Gerade in der Kindheit läuft alles auf Hochtouren: Zellen teilen sich, Knochen wachsen, das Immunsystem wehrt neue Keime ab – und im Gehirn entstehen ständig neue Verbindungen. Damit das klappt, braucht es Vitalstoffe. Regelmäßig – und in der richtigen Mischung.

Vitamin C ist ein Alleskönner: Es stärkt die Abwehr, fördert die Eisenaufnahme und unterstützt die Bildung von Bindegewebe – wichtig für Haut, Zähne und Knochen. Kinder brauchen besonders viel, da ihr Immunsystem laufend auf neue Keime trifft. Zu wenig davon zeigt sich in Infekten, Zahnfleischbluten oder schlechter Wundheilung. Gute Quellen sind Paprika, Brokkoli, Erdbeeren und Zitrusfrüchte. Vitamin C ist wasserlöslich und hitzeempfindlich, daher Gemüse möglichst roh essen oder nur kurz garen.

Vitamin D bildet die Haut bei Sonnenlicht, im Winter läuft diese »endogene Synthese« oft nur schleppend. Dabei ist das Sonnenvitamin für die Knochen wichtig: Es hilft, Calcium aufzunehmen und einzubauen. Auch Muskeln und Abwehr profitieren. Ein Mangel zeigt sich durch Infektanfälligkeit oder Muskelschwäche. Etwas Vitamin D steckt in Fisch, Eiern und Leber. Viele Kinderärztinnen und Kinderärzte empfehlen im Winter ergänzende Präparate.

Eisen transportiert Sauerstoff und fördert die geistige Leistungsfähigkeit. Fehlt es, drohen Blässe, Müdigkeit, Reizbarkeit oder eingerissene Mundwinkel. Kinder, die wenig Fleisch essen, sind häufiger betroffen – ebenso pubertierende Mädchen. Viel Eisen liefern rotes Fleisch, Linsen, Vollkorn oder grünes Gemüse. Ideal in Kombination mit Vitamin C, etwa Orangensaft.

Starke Knochen entstehen bis zur Pubertät – dafür braucht der Körper Calcium. Ohne ausreichende Versorgung drohen Wachstumsprobleme, Zahnschäden oder brüchige Knochen. Die besten Lieferanten? Milch, Joghurt, Käse, Brokkoli, Grünkohl und Mandeln. Wichtig: Calcium allein reicht nicht. Damit es im Körper ankommt und in die Knochen eingebaut wird, braucht es Vitamin D. 

Vitamin B12 unterstützt Blutbildung, Zellteilung und hält die Nervenbahnen in Schuss. Ein dauerhafter Mangel fällt oft erst spät auf: Kinder wirken müde, blass oder unkonzentriert. Der Grund? Der Körper speichert B12 in der Leber und verbraucht die Reserven nur langsam. Wichtig: B12 steckt fast nur in tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch, Eiern und Milch. Veganer*innen brauchen Supplemente, am besten mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt abgestimmt.

Nächtliche Wadenkrämpfe oder Reizbarkeit können bei Kindern auf einen Magnesiummangel hindeuten. Das Mineral reguliert den Energiestoffwechsel, unterstützt Muskeln, Nerven und Enzyme. Gute Quellen sind Vollkornprodukte, Nüsse, Spinat, Hülsenfrüchte und Brokkoli. Wenn nötig, helfen Ergänzungsmittel – kindgerecht dosiert.

Ohne Jod bildet der Körper keine Schilddrüsenhormone – und die steuern fast alles, was mit Wachsen, Denken und Energie zu tun hat. In Deutschland ist Jodmangel häufig – vor allem bei vegetarischer oder veganer Ernährung. Jodmangel zeigt sich oft in Müdigkeit, langsamen Wachstum oder Frieren. Gute Quellen sind Seefisch, Milchprodukte, Eier und jodiertes Salz.

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Kiefergelenksprobleme werden oft unter dem Begriff CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion) zusammengefasst. Typische Anzeichen sind:

Da diese Symptome nicht immer direkt mit dem Kiefer in Verbindung gebracht werden, bleibt die Ursache oft lange unentdeckt.

Eine gründliche Untersuchung beim Zahnarzt ist der erste Schritt. Neben einer ausführlichen Anamnese prüft der Zahnarzt oder die Zahnärztin die Beweglichkeit des Kiefers, tastet die Kaumuskulatur ab und kontrolliert den Biss. Ergänzend können bildgebende Verfahren wie Röntgenaufnahmen oder spezielle Funktionsanalysen eingesetzt werden, um die Gelenkstruktur und Bewegungsabläufe genauer zu beurteilen.

Die Therapie richtet sich nach den individuellen Ursachen und Beschwerden. Häufig kommt eine Aufbissschiene (Knirscherschiene) zum Einsatz, die die Zähne schützt und das Kiefergelenk entlastet. Begleitend können physiotherapeutische Maßnahmen helfen, Verspannungen zu lösen und die Beweglichkeit zu verbessern. In manchen Fällen ist auch eine kieferorthopädische Korrektur sinnvoll, wenn Zahn- oder Kieferfehlstellungen vorliegen. Unterstützend können Entspannungsverfahren, Stressmanagement oder in seltenen Fällen medikamentöse Therapien zum Einsatz kommen.

Neben der Behandlung spielt auch die Vorbeugung eine große Rolle. Wer sein Kiefergelenk gesund halten möchte, kann im Alltag einiges beachten:

Durch diese einfachen Maßnahmen können Beschwerden häufig vermieden oder zumindest abgemildert werden. 

Beschwerden sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden, da sie unbehandelt chronisch werden können. Wenden Sie sich frühzeitig an Ihren Zahnarzt oder Ihre Zahnärztin. Sie können die richtige Diagnose stellen und eine individuell passende Behandlung einleiten.

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Schäfchenzählen war gestern. Über Generationen wurde dieser „Schlaftrick“ weitergegeben, sich weiße, wollige Weidetiere vor dem geistigen Auge vorzustellen, die hintereinander über Zäune springen. Erst eins, dann zwei, dann drei, … Angeblich sollte uns das monotone Gedankenspiel den Eintritt ins Schlummerland erleichtern. Aus einer Studie der Oxford University wissen wir jedoch: Das Gegenteil ist womöglich der Fall. Denn das Zählen erfordert Konzentration und hält uns eher wach, als dass es schläfrig macht.

Wir kennen durchaus bessere Methoden, die uns in Morpheus‘ Arme sinken lassen. Die 4-7-11-Technik etwa. Vier Sekunden durch die Nase einatmen, sieben Sekunden Luft anhalten und elf Sekunden durch den Mund ausatmen. Diese Übung – aus dem Yoga – soll helfen, den Herzschlag zu beruhigen, den Blutdruck zu senken und ein Gefühl innerer Ruhe auszulösen. Wer mit Zahlen nichts an der (Schlaf-)Mütze hat, kann es mit Fantasiereisen versuchen. Eine Vielzahl an Podcasts ist mittlerweile auf dem Markt, die geführte Meditationen anbieten und dabei imaginär ans Meer, in den Wald, über Blumenwiesen führen. Im Kopf entstehen Bilder, die das Gehirn von negativen Gedanken ablenken. So sind dem Reich der Träume Tür und Tor geöffnet … 

Stress im Alltag, seelische Belastungen und Ängste sind die Schlafräuber Nummer eins. Sie setzen Grübelspiralen in Gang, die uns stundenlang kein Auge zumachen lassen. Wie wichtig erholsamer Schlaf jedoch ist, spüren wir schnell am eigenen Leib und Gemüt. Nach nur einer einzigen durchwachten Nacht schleppen wir uns müde, lustlos und unkonzentriert durch den nächsten Tag und haben nur diesen einen Wunsch: Ab ins Bett. Hält der Schlafmangel über einen längeren Zeitraum an, wird die Sache richtig ernst. Herz-Kreislauf-Probleme drohen, Gewichtszunahme, Diabetes und Depressionen, um nur einige der Folgen zu nennen. Laut Krankenkassendaten sind es 6,2 Millionen Menschen – also sieben Prozent der Gesamtbevölkerung –, die regelmäßig mit mehr als drei durchwachten Nächten pro Woche unter chronischen Schlafstörungen leiden. Insomnie ist also keine Lappalie, sondern verheerend für Körper, Geist und Seele.

Kraftquelle, Gedächtnisbooster, Seelenpuffer – Schlaf ist alles davon und darf daher kein unleistbarer Luxus sein. Vielmehr gilt er als elementar wichtig für unsere Gesundheit und hat mit Faulheit nichts zu tun. Dass wir nämlich bloß untätig unter der Decke liegen, ist nur ein äußerer Schein. In Wirklichkeit nutzt der Körper die nächtliche Ruhephase von circa sieben bis neun Stunden für ein intensives Großreinemachen. Während wir friedlich schlummern, laufen innere Reinigungsprozesse auf Hochtouren. Unser Immunsystem leistet Schwerstarbeit, schickt mögliche Krankheitserreger ins Bockshorn, damit wir erholt wach werden, um gesund und vital in den Tag zu starten. Auch das Gehirn macht ordentlich klar Schiff. Stoffwechselendprodukte werden ausgespült, Erinnerungen sortiert und Verknüpfungen zwischen Nervenzellen repariert. Passiert das nicht, weil Kopf und Körper keine Ruhe finden, sammeln sich sogenannte Beta-Amyloid-Proteine an. Diese stehen unter Verdacht, auf lange Sicht Demenz auszulösen.

Zur Ärztin oder zum Arzt gehen und sich Schlaftabletten verschreiben lassen? Nur im Ernstfall, wenn die Ein- und Durchschlafprobleme länger anhalten und an andere körperliche oder seelische Symptome gekoppelt sind, können starke Beruhigungsmittel, sogenannte Benzodiazepine oder Z-Substanzen, eine vorübergehende Notlösung sein. Grundsätzlich gilt, den Ursachen auf den Grund zu gehen. Bei leichten Schlafstörungen und gelegentlichen nächtlichen Grübelattacken kann die Natur Ihre Ruhestifterin sein. Wir haben hier eine kleine Auswahl an Traumkräutern für Sie. 

Für alle, die nicht einschlafen können, weil sie an morgen denken: Baldrian beeinflusst Schaltstellen im Gehirn, die den Schlafrhythmus steuern. Seine Wurzelextrakte wirken daher beruhigend auf das Nervensystem, machen aber nicht müde. Hochkonzentrierte Präparate aus der Apotheke sollen die Einschlafdauer am Abend verkürzen. In niedriger Dosierung – für den Tag – können sie die Konzentration fördern.

Viele Studien bestätigen: Lavendelduft sorgt für innere Ruhe. Über die Nase nehmen wir die ätherischen Öle auf, die im Gehirn ihre entspannende und schlaffördernde Wirkung entfalten. Wie Forscher*innen festgestellt haben, kann Linalool, der Hauptinhaltsstoff, sogar Ängste lösen und beim Stressabbau helfen. Lavendelöl-Kapseln sind die meist verkauften pflanzlichen Beruhigungs-Präparate in der Apotheke. 

Herrlich herb: Hopfen regt das Schlafhormon Melatonin an und hat daher eine ruhestiftende Wirkung. Besonders effektiv ist die Kombination mit Baldrian und Melisse. 

Wenn Stress schlaflos macht, ist Passionsblume die ideale Arzneipflanze. Mit ihren Inhaltsstoffen regt sie einen ganz bestimmten Botenstoff im Gehirn an: Gamma-Amino-Buttersäure, kurz GABA, dämpft nervliche Anspannung und beruhigt bei Ängsten. Passionsblumen-Extrakte sind sogar in der Lage, den stimmungsaufhellenden Effekt von Johanniskraut um ein Vielfaches zu verstärken. Sie verbessern also indirekt den Schlaf in der Nacht und erleichtern den Umgang mit Herausforderungen am Tag. 

„Herztrost“ nannte man die Pflanze im Mittelalter – zu Recht. Wenn Kummer und Sorgen wachhalten, gilt Melisse bis heute als sanftes Schlummerkraut, das die Nerven beruhigt, das Herz stärkt und die Stimmung erhellt. 

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Meist geht der Mann zuerst in Rente. Und während er sich auf das süße Nichtstun freut, ist die Partnerin oft noch voll im Arbeitsleben eingespannt oder hat als Hausfrau längst ihren eigenen Rhythmus gefunden. Aber plötzlich ist da jemand, der mitreden will – bei der Essensplanung, beim Einkaufen, ja sogar beim Abwasch. Und der Alltag, über Jahrzehnte gut strukturiert mit klar aufgeteilten Verantwortlichkeiten, wird gehörig durcheinandergewirbelt. Wenn der frischgebackene Ruheständler dann auch noch anfängt, Klei­nigkeiten wie das Ordnungssystem in der Küche zu »optimieren«, liegt der Ehe­streit nicht fern.

So weit muss es natürlich nicht kommen, tatsächlich aber fühlen sich viele Frauen in ihrer gewachsenen Alltagswelt gestört. »Jetzt will er plötzlich alles mitent­scheiden, dabei hat ihn das doch früher auch herzlich wenig interessiert«, heißt es dann. Männer hingegen erleben häu­fig einen Bruch mit ihrer bisherigen Rolle: keine »richtige« Aufgabe mehr, kein Status, keine Anerkennung. Das kratzt am Selbstwert. Die Rente wird da schnell zu einer Art Brennglas. Sie zeigt, ob die Beziehung tragfähig ist oder sich über Jahre unbemerkt auseinanderentwickelt hat. Konflikte, die lange unter der Oberfläche schlummerten, können nun offen zutage treten.

Ein häufiger Fehler: Das Paar redet nicht – oder tut das erst, wenn der Haussegen schon schief hängt. Doch wer frühzeitig Erwartungen klärt und Pro­bleme anspricht, kann vorbeugen und Missverständnisse verhindern. Eine andere »Rentenfalle« ist, wenn der Partner das Gefühl bekommt, zu Hause überflüssig zu sein. Gerade Männer brauchen im neuen Lebensabschnitt eine Aufgabe – und vor allem Wertschätzung. 

Wer sich bereits vor dem Ruhestand Ge­danken macht, wie die kommenden Jahre sinnvoll gefüllt werden sollen, ist klar im Vorteil. Idealerweise beginnen Paare schon einige Jahre vor dem Renteneintritt mit der gemeinsamen Planung. Was erwarte ich vom Ruhestand? Mehr gemeinsame Zeit oder lieber Raum für eigene Projekte? Welche Lebensbereiche könnten neu gestaltet werden? Was bleibt, was verändert sich? 

Der Eintritt in die Rente ist ein Wendepunkt. Und wie bei jedem neuen Lebens­abschnitt gilt: Sie können daran wachsen, als einzelne Person und als Paar. Wer bereit ist, zuzuhören, sich selbst zu hinterfragen und offen zu bleiben, erlebt diese Zeit häufig als große Chance. Viel­leicht entdecken Sie sich und Ihren Part­ner ja noch einmal ganz neu. Und erleben gemeinsam, was Udo Jürgens vor Jahren besang: »Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an, mit 66 Jahren, da hat man Spaß daran!«  

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Im Lauf des Lebens verändert sich vieles: Die Haut büßt an Spannkraft ein, die Haare werden grau, die Gelenke steifer – und leider lässt bei den meisten Menschen auch die Sehfähigkeit nach. Presbyopie, wie die Alterssichtigkeit medizinisch heißt, ist keine Krankheit, sondern ein natürlicher Alterungsprozess. Die Augenlinse verliert an Elastizität, wird härter und unbeweglicher. Deshalb fällt es dem Auge schwer, sich auf nahe Dinge einzustellen. Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, Diabetes oder Multiple Sklerose können den Prozess noch beschleunigen.

Bei ersten Lese-Schwierigkeiten sorgen viele von uns für helleres Licht in der direkten Umgebung. Oder wir halten das Buch weit weg, um wieder scharf sehen zu können. Ebenso wie dies sind Kopfschmerzen oder brennende Augen nach dem Lesen eindeutige Hinweise auf eine Alterssichtigkeit. Spätestens wenn die Arme zu kurz werden, um den nötigen Lese-Abstand herzustellen, wird der Gang zum Augenarzt unausweichlich …

Spätestens ab Mitte 40 lohnt sich eine regelmäßige Kontrolle beim Augenarzt oder Optiker – auch ohne Beschwerden. Dort wird die Brechkraft des Auges gemessen, oft mit einem speziellen Gerät, dem Autorefraktometer. Ergänzt wird dies durch Sehtests am Bildschirm oder mit Tafeln. So lässt sich bestimmen, welche Stärke eine Brille haben sollte – angegeben in Dioptrien.

Zum Glück gibt es heute verschiedene Möglichkeiten, eine Presbyopie auszugleichen und mehr Durchblick zu bekommen.

Eine individuell angepasste Lesebrille vom Optiker gleicht den Mangel an Brechkraft aus und sorgt für ein scharfes Bild in der Nähe. Tipp: Wenn für beide Augen dieselbe Dioptrienzahl festgestellt wird und keine Hornhautverkrümmung vorliegt, sind Fertigbrillen aus der Drogerie eine gute Ergänzung – beispielsweise, wenn man unterwegs nur kurz etwas lesen möchte.

Gleitsicht- oder Mehrstärkenbrillen sind die bessere Wahl, wenn Sie zum Beispiel zusätzlich kurzsichtig sind. Gleitsichtbrillen bieten mehrere Zonen im Glas: oben für die Ferne, unten für die Nähe – dazwischen ist ein gleitender Übergang. Bei einer Bifokalbrille ist der Übergang zwischen Nah- und Fernbereich als Kante sichtbar, was manche Menschen stört. Eine Trifokalbrille kann infrage kommen, wenn auch der mittlere Sehbereich, etwa für die Bildschirmarbeit, abgedeckt werden soll und eine Gleitsichtbrille nicht gewünscht wird. Gut zu wissen: Es kann einige Wochen dauern, bis Sie sich an diese Brillen gewöhnt haben.

Kontaktlinsen eignen sich für alle, die sich von einer Brille gestört fühlen. Es gibt auch Mehrstärken- beziehungsweise Multifokallinsen, die sowohl für die Nähe als auch für die Ferne scharfes Sehen ermöglichen. Beim Monovision-System wird ein Auge auf die Nähe, eins auf die Ferne eingestellt. Das erfordert Gewöhnung und funktioniert nicht für jeden Menschen.

Laserverfahren und operative Eingriffe, bei denen die Hornhaut bearbeitet oder eine Kunstlinse ins Auge eingesetzt wird, kommen vor allem bei Grauem oder Grünem Star und bei Kurzsichtigkeit zum Einsatz, nicht aber bei Alterssichtigkeit. Die Eingriffe bergen verschiedene Risiken; zur Korrektur der Presbyopie werden die Kosten nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Am besten lassen Sie sich individuell bei Ihrem Augenarzt und Optiker beraten. Gemeinsam finden Sie sicher die beste Lösung für mehr Durchblick und ungetrübte Lesefreuden.

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Vorteil der Anti-Baby-Pille: Sie ist einfach anzuwenden und bietet vom ersten Tag an zuverlässigen Schutz vor ungewollten Schwangerschaften. Manche Frauen nutzen sie zudem, um ihren Zyklus zu regulieren, ihr Hautbild zu verbessern oder Menstruationsbeschwer­den zu verringern. Die Pille ist verschreibungspflichtig und zusammen mit deiner Gynäkologin oder deinem Gynäkologen entscheidest du, ob ein Kombinationspräparat mit Östrogen und Gestagen oder die niedrig dosierte Minipille besser geeignet ist. 

Die tägliche Einnahme von Hormonen ist nicht ungefährlich und kann das Risiko für Thrombosen und Embolien erhöhen. Und überhaupt gehören Stimmungsschwankungen und Libidoverlust zu den möglichen Nebenwirkungen. Alles Gründe, weshalb viele Frauen inzwischen die Pille ablehnen. Laut Umfragen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) entscheiden sich heute nur noch 38 Prozent für diese Variante. Im Vergleich: 2007 waren es 55 Prozent. 

Das Kondom ist das einzige Verhütungsmittel, das auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie HIV schützt. Gleichzeitig gilt es – sofern richtig benutzt – als sichere Verhütungsmethode. Wei­te­res Plus: Du bist maximal flexi­­bel. Das macht das Kondom ideal für alle, die nicht täglich Hormone nehmen wollen. Das Kondom ist übrigens bei jungen Menschen das beliebteste Verhütungsmittel und kommt bei zwei Dritteln aller Befragten zum Einsatz. Gibt‘s ohne Rezept in deiner Apotheke.

Die Spirale wird dir in deiner gynäkologischen Praxis eingesetzt. Je nach Modell kann sie zwischen drei und acht Jahren im Körper bleiben. Hormonspiralen geben kontinuierlich Gestagen in die Gebärmutterschleimhaut ab und verhindern so eine Schwangerschaft. Im Gegensatz zur Pille treten Nebenwirkungen seltener auf. Risiko: Eierstockzysten können sich bilden. Eine hormonfreie Alternative ist die Kupferspirale. Sie beeinträchtigt zum einen die Spermienaktivität und verhindert noch dazu, dass sich eine befruchtete Eizelle in der Gebärmutter einnisten kann. Eine sichere Methode, erfordert aber regelmäßige Kontrollen.

Du bekommst sie in deiner Gyn-Praxis und brauchst dich danach drei Monate um Verhütung nicht zu kümmern. So lange verhindert ein hoch dosiertes Gestagen den Eisprung und unterdrückt den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut – eine sehr sichere Methode. Jedoch kann es neben den üblichen Nebenwirkungen bei einer Hormon­gabe außerdem zur Gewichtszunahme kommen. 

Dafür brauchst du ein Rezept. Das Hormonpflaster klebst du dann einfach auf den Oberarm oder Bauch. Über die Haut werden Hormone aufgenommen, die eine Schwangerschaft nicht zulassen. Es wirkt also ähnlich wie die Pille und hat vergleichbare ­Nebenwirkungen. Hautreizungen können hinzukommen. Noch ein Unterschied: Keine tägliche Anwendung, du brauchst nur einmal pro Woche ein neues Pflaster.  

Der Vaginalring ist – neben dem Hormonpflaster – die »jüngste« Verhütungsmethode. Das Prinzip ist wie bei Pflaster und Pille, nur wird der Vaginalring wie ein Tampon tief in die Scheide eingeführt und gibt dort kontinuierlich Hormone ab. Nach drei Wochen wird der Ring entfernt, anschließend setzt die Monatsblutung ein. Auch die Nebenwirkungen sind vergleichbar. 

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

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Bei Menschen mit Diabetes ist das Risiko für eine Parodontitis (Zahnbetterkrankung) deutlich erhöht. Entzündungen im Mund können wiederum den Blutzuckerspiegel negativ beeinflussen – ein Kreislauf, der vermieden werden sollte. Wichtig sind daher:

Rheumatische Erkrankungen können das Immunsystem schwächen und die Beweglichkeit der Hände einschränken, was die tägliche Zahnpflege erschwert. Tipps:

Entzündungen im Mund stehen im Verdacht, Herzkrankheiten negativ zu beeinflussen. Patienten mit Herzproblemen sollten deshalb besonders vorsorgen:

Chronische Erkrankungen und Mundgesundheit stehen in enger Wechselwirkung. Eine konsequente Zahnpflege und regelmäßige Zahnarztbesuche daher unverzichtbar, um Komplikationen zu vermeiden und die allgemeine Gesundheit zu unterstützen.

Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de

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Auf dem Sofa, auf dem Teppich, am Hosenbein – plötzlich überall Haare. Wer mit Hund oder Katze zusammenlebt, kennt das: Kaum wird es draußen kühler, haaren unsere tierischen Gefährten, was das Zeug hält. Der Fellwechsel ist in vollem Gang und bringt für Mensch und Tier so manche Herausforderung mit sich. Aber kein Grund zur Sorge: Mit ein paar einfachen Tricks kommen Sie gut durch diese flauschige Übergangszeit.

Der Wechsel vom Sommer- zum Winterfell ist ganz natürlich. Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, stellt sich der Organismus aufs Winterkleid ein: Das leichtere Sommerfell fällt aus, die wärmende Unterwolle wächst nach. Sie schützt vor Kälte, Wind und Nässe.

Neben der Jahreszeit beeinflussen Rasse und Genetik die Stärke des Fellwechsels. Doppelhaarkatzen und -hunde haaren besonders stark, weil sie beim Fellwechsel nicht nur das Deckhaar, sondern auch die dichte, wärmende Unterwolle vollständig erneuern – typisch dafür sind Rassen wie der Siberian Husky oder die Maine Coon. Weniger betroffen sind Tiere mit Einzelhaar wie Pudel oder Cornish Rex – sie haben keine oder kaum Unterwolle und verlieren deutlich weniger Flusen. 

Je nach Tier kann der Fellwechsel nur ein paar Wochen dauern oder sich über mehrere Monate hinziehen. Bei Wohnungstieren läuft dieser Prozess oft etwas langsamer ab, da Licht und Temperatur nicht so stark schwanken.

Juckreiz, kleine Schuppen oder stumpfes Fell sind in dieser Zeit keine Seltenheit. Denn durch das vermehrte Haarwachstum wird die Haut stärker beansprucht, alte Hautzellen werden schneller abgestoßen, und lose Haare können die Belüftung der Haut behindern. Bei empfindlichen Tieren kann es außerdem zu kleinen Rötungen oder Reizungen kommen – vor allem, wenn sich abgestorbene Haare verknoten oder verkleben.

Viele Tiere reagieren in dieser Umstellungsphase auch insgesamt sensibler: Sie schlafen mehr, sind weniger aktiv oder zeigen ein erhöhtes Bedürfnis nach Pflege und Nähe. Das ist ganz normal – der Körper arbeitet auf Hochtouren, um das neue Haarkleid aufzubauen. Ein bisschen zusätzliche Aufmerksamkeit tut jetzt besonders gut.

Bürsten, bürsten, bürsten – und zwar am besten täglich. Das entfernt lose Haare, verhindert Verfilzungen und regt die Durchblutung der Haut an. Besonders angenehm sind Bürsten mit Naturborsten oder spezielle Fellpflegehandschuhe. Viele Tiere genießen die kleine Massage – und ganz nebenbei landet weniger Fell auf Sofa und Teppich. Ein bewährter Tipp aus der Natur: ein paar Tropfen Nachtkerzenöl. Es wird sanft auf die Bürs­­te oder direkt ins Fell gegeben und be­ruhigt trockene, empfindliche Haut. Gleichzeitig sorgt es für mehr Geschmeidigkeit.

Auch innerlich lässt sich der Fellwechsel gut unterstützen – mit Nährstoffen, die Haut und Fell stärken. Besonders wertvoll sind Omega-3-Fettsäuren, zum Beispiel aus Lachsöl. Sie wirken entzündungshemmend, fördern die Hautgesundheit und sorgen für ein schön glänzendes Äußeres. Biotin, auch bekannt als Vitamin B7, spielt eine wichtige Rolle beim Haarwachstum und stärkt zusätzlich Krallen und Ballen. Und Zink? Das Spurenelement unterstützt die Zellerneuerung und hilft, kleine Hautirritationen schneller abklingen zu lassen. In Ihrer Vor-Ort-Apotheke sind passende Ergänzungen speziell für Hund und Katze erhältlich – ob als Tropfen, Kapseln oder in Leckerli-Form. Lassen Sie sich beraten, was für Ihr Tier geeignet ist.

Sanfte Fellwäschen mit pH-neutralem, tiergeeignetem Shampoo können bei star­kem Juckreiz für Linderung sor­gen – natürlich nur bei Bedarf. Ein weicher Schlafplatz mit kuscheliger Decke schont die Haut und verhindert zusätzlichen Reiz durch Reibung. Und nicht zuletzt: etwas mehr Zuwendung. Gerade während des Fellwechsels fühlen sich viele Tiere ungewohnt matt – ein paar Extra-Streicheleinheiten wirken da oft Wunder.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

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Rund 30.000 Artikel listet das Verzeichnis der Hilfsmittel auf, und es kommen immer neue hinzu. Sie gleichen eine Behinderung aus, beugen dieser vor oder tragen zum Erfolg einer Behandlung bei – so die Definition. Im Klartext: Hilfsmittel sind für viele, vor allem ältere Menschen, unerlässlich. So bekommen Sie diese wichtigen Helfer: 

Man unterscheidet zwischen Hilfsmitteln und Pflegehilfsmitteln. Für Hilfsmittel stellt der Haus- oder Facharzt ein Rezept aus und begründet den Bedarf, etwa für Geh- und Greifhilfen, Kompressionsstrümpfe, Anziehhilfen oder Inkontinenzartikel. Das Rezept wird bei der Krankenkasse eingereicht. Anders bei sogenannten Pflegehilfsmitteln für die häusliche Pflege. Dazu gehören Pflegebett, Badewannen-Lifter, Toilettenstühle oder Notrufsysteme sowie Verbrauchsartikel, etwa FFP2-Masken oder Bettschutzeinlagen. Hier ist ein Pflegegrad die Voraussetzung und bei der Pflegeversicherung ist ein Antrag zu stellen. 

Wurde das Rezept bewilligt, teilt die Kasse mit, wo Sie das Hilfsmittel, etwa den Rollator, beziehen können. Ob Apotheke, Sanitätshaus oder Online-Händler – beim genannten Anbieter kaufen oder bestellen Sie das Hilfsmittel. Teure Produkte, etwa ein Rollstuhl, werden häufig auf Leihbasis zur Verfügung gestellt. Bei Pflegehilfsmitteln ver­hält es sich ähnlich: Die Pflegeversicherung nennt Anbieter und einige Artikel, etwa Pflegebetten, bewilligt sie oft auch als Leihgabe.

Für Hilfsmittel, beispielsweise Rollatoren, ist eine Zuzahlung von maximal zehn Euro erforderlich, ebenso bei solchen zum Verbrauch, etwa Inkontinenz-Pants. Pflegehilfsmittel (Masken, Handschuhe …) im Wert von monatlich 42 Euro werden kostenfrei gestellt. Bei technischen Hilfsmitteln wie Pflegebetten sind bis zu 25 Euro Zuzahlung monatlich fällig. Wichtig: Kassen bewilligen immer Standardmodelle, etwa einen einfachen Rollator. Wer Wert auf Extras legt, etwa ein wendigeres Modell aus Leichtmetall, muss die Differenz selbst übernehmen. Es handelt sich dann um eine sogenannte Aufzahlung. 

Mobilität: Fallen Bewegungen schwe­rer, sind Gehstöcke, Gehwagen, Rollatoren und Rollstühle eine prima Sa­che. Es gibt zahlreiche Varianten und Extras: Gehstöcke mit Sitz, geländegängige Rollatoren und E-Rollstühle mit Sprachlenkung.

Hygiene: Toilettensitzerhöhungen, Hal­tegriffe im Bad, Duschhocker, Toilettenstühle und Badewannenlifter machen die Körperpflege einfacher und sicherer.

Anziehhilfen: Lassen Kraft und Fingerfertigkeit nach, leisten Anziehhilfen gute Dienste – etwa für Kompressionsstrümpfe oder zum Schließen von Knöpfen.

Haushalt: Drehhilfen für Schraubverschlüsse, Greifzangen mit verlängertem Griff oder ein Tritt mit Gestänge zum Festhalten helfen, wenn es an Kraft und Gleichgewicht fehlt.

Sicherheit: Notrufsysteme bieten schnelle Hilfe auf Knopfdruck. Das Angebot reicht vom stationären Hausnotruf über mobile Alarmknöpfe an Armband oder Halskette bis zur App mit GPS-Tracker.

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Ein verregneter Herbsttag lockt eh nicht nach draußen. Also machen wir es uns auf der Couch gemütlich. Kuscheldecke über den Beinen, Tasse Tee in der einen Hand und mit der anderen streicheln wir die Katze. Herrlich! Ein Zustand, zu dem die Dänen »hygge« ­sagen. Dabei entstehen Gefühle von Wärme und Geborgenheit, die Serotonin sprudeln lassen. Diese Glückshormone können wir gut gebrauchen, sie vertreiben Herbst­tristesse und heben die Stimmung. 

Goldener Oktober! Gemeint ist damit die Schönwetterperiode, wenn die Temperaturen noch mal steigen und die tief stehende Sonne das gelb, rot und orange verfärbte Herbstlaub in warmes Licht hüllt. Ein farbiges Naturschauspiel und ein Fest für alle Sinne. Denn Indian Summer ist nicht nur schön anzusehen, beim Waldspaziergang rascheln die heruntergefallenen Blätter hörbar unter den Füßen, der feuchte Boden riecht erdig und nach Pilzen. Alles Eindrücke, die nachweislich entspannen. Studien übers Waldbaden sagen: Unter Baumkronen reguliert sich der Herzschlag, der Blutdruck sinkt und die Produktion von DHEA steigt. Die Rede ist von einem Hormon, das uns Kummer, Sorgen und Stress vergessen lässt. Also nichts wie raus in den bunten Herbstwald.

Kommen wir mit roten Wangen und kalten Händen von draußen herein, gibt’s doch nichts Besseres als eine Tasse dampfenden, duftenden Tee. So ein heißer Aufguss wärmt nicht nur von innen, er zeigt auch willkommene Wirkungen. Holunderblütentee stärkt das Immunsystem – perfekt zu Beginn der Erkältungszeit. Pure Entspannung steckt im Melissentee, und mit Süßholzwurzeltee trinken wir uns Schluck für Schluck zum Glück. Voraussetzung ist: Teesorten wie diese stammen aus Ihrer Apotheke. Nur hier sind sie auf Wirksamkeit geprüft und gelten sogar als Medizin. 

Kürbis in leuchtendem Orange hat Hochsaison. Und dieser kernige Koloss eignet sich nicht nur, um schaurig-schöne Grimassen in seine Schale zu ritzen – als Hingucker für Halloween. Vor allem steckt das Herbstgemüse voller B-Vitamine für zahlreiche Stoffwechselvorgänge. Sie stärken Herz und Nerven und tragen zu unserer körperlichen wie geistigen Leistungsfähigkeit bei.

Übrigens: Kürbiskerne nicht achtlos wegwerfen. Sie sind reich an ungesättigten Fettsäuren, die positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel nehmen, entzündungshemmend wirken und wichtig für Zellwände und Hirnfunktion sind. Besonders effektvoll sollen die Kerne aus dem Steirischen Ölkürbis sein und haben es sogar in die Apotheke geschafft. Ihre Extrakte gelten als natürliche Helfer bei Reizblase und gutartiger Prostatavergrößerung.

Draußen dichter, grauer Nebel? Dann flüchten wir uns doch einfach in kunterbunte Welten und schlagen ein Buch auf. Eine spannende Lektüre lädt dazu ein, tief in Geschichten zu versinken, die uns beim Abschalten helfen. Lesen beflügelt die Fantasie und ist reines Gehirntraining. Laut Untersuchungen haben Leseratten ein auffallend gutes Kurzzeitgedächtnis, sie trainieren Zeile für Zeile ihre Konzentration. Angeblich leben Vielleser sogar länger, weil sie beim Schmökern Stress abbauen. Auch gut: Gedächtnisübungen wie hier in Ihrem »Kopf-fit-Magazin«. Die Knobelaufgaben vertreiben Herbstlangeweile für einen guten Zweck – sie halten Ihre geistige Fitness in Schwung. 

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Mundgeruch entsteht in den meisten Fällen im Mundraum selbst. Bakterien auf Zunge, Zähnen und im Zahnfleisch setzen beim Abbau von Speiseresten Schwefelverbindungen frei – diese verursachen den unangenehmen Geruch. Weitere Ursachen können sein:

Die Basis für frischen Atem ist eine konsequente Mundhygiene. Dazu gehören:

Auch kleine Helfer aus der Natur können unterstützend wirken. So können frische Kräuter wie Petersilie oder Minze unangenehme Gerüche neutralisieren. Ingwer wirkt ebenfalls antibakteriell und fördert die Speichelbildung. Knackiges Obst oder Gemüse wie Äpfel und Karotten regt die Speichelproduktion beim Kauen an und fördert die Selbstreinigung im Mund.

Wenn trotz guter Mundhygiene anhaltender Mundgeruch besteht, sollten Sie unbedingt Ihre Zahnärztin oder Ihren Zahnarzt aufsuchen. In der Praxis kann untersucht werden, ob Erkrankungen wie: Zahnfleischentzündungen, Karies oder Parodontitis die Ursache sind. Diese lassen sich nur durch eine professionelle Behandlung dauerhaft beseitigen.

Ihr Zahnarzt oder Ihre Zahnärztin kann mit verschiedenen Maßnahmen helfen, zum Beispiel:

Mundgeruch ist ein weitverbreitetes, aber gut behandelbares Problem. Mit sorgfältiger Mundpflege, gesunder Lebensweise und regelmäßigen Zahnarztbesuchen lässt sich in den meisten Fällen wieder ein frischer Atem erreichen. Und sollte doch eine Erkrankung die Ursache sein, kann Ihr Zahnarzt oder Ihre Zahnärztin diese rechtzeitig erkennen und gezielt behandeln.

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Ein Winzling mit großen Aufgaben: Die schmetterlingsförmige Schilddrüse ist klein wie ein Daumen, etwa 20 Gramm leicht, aber Schaltstelle für unsere körperliche und seelische Gesundheit. Sie sitzt unterhalb des Kehlkopfes und bildet die Hormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4). Diese steuern neben Herzschlag und Blutdruck wichtige Stoffwechselvorgänge, insbesondere im Nervensystem und Gehirn. So sorgen sie dafür, dass es zwischen den Nervenzellen funkt, also die Weiterleitung von Signalen funktioniert. Zudem beeinflussen sie Botenstoffe, die uns aufmerksam, aktiv und seelisch ausgeglichen halten.

Bildet die Drüse zu wenig oder zu viele Hormone spricht man von einer Unter- oder Überfunktion. Eine Unterfunktion macht uns müde, antriebslos, unkonzentriert und begünstigt Gedächtnisprobleme. Betroffene sind zusätzlich kälteempfindlich, nehmen grundlos zu, leiden häufig unter Darmträgheit und trockener Haut. Eine Überfunktion hingegen äußert sich durch Unruhe, Gereiztheit und Schlafstörungen. Hinzu kommen Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, häufige Durchfälle und verstärktes Schwitzen. Viele dieser Symptome gehen mit psychischen Störungen wie Ängsten und Depressionen einher oder können diese begünstigen. Eine verhängnisvolle Kombination, die sogar die Persönlichkeit verändern kann – wenn etwa zuvor lebenslustige, aktive Menschen sich zurückziehen, ängstlich oder gar lebensmüde werden. 

Was die Hormone aus dem Gleichgewicht bringt, ist noch nicht geklärt. Man weiß jedoch, dass Stress und hormonelle Umstellungen, etwa in den Wechseljahren, sowie zunehmendes Alter eine Rolle spielen. Bei einer Unterfunktion kann auch Jodmangel die Ursache sein, denn das Spurenelement ist für die Hormonbildung essenziell. Experten raten, konsequent jodiertes Speisesalz zu verwenden und regelmäßig Seefisch zu essen. Eine Jodunterversorgung erhöht sonst das Risiko für eine Schilddrüsen-Vergrößerung (Struma). Eine Überfunktion kann dagegen mit zu viel Jod oder einer Erkrankung der Schilddrüse zusammenhängen. Bei Frauen steckt häufig eine Entzündung, die Hashimoto-Thyreoiditis, dahinter. 

Wer sich unerklärlich müde und antriebslos fühlt, unter Gedächtnis- und Konzentrationsproblemen leidet, schnell gereizt, unruhig oder gar aggressiv ist, sollte die Schilddrüse beim Hausarzt checken lassen. Vor allem Frauen sollten nicht zu lange zögern, denn oft werden die Symptome auf die Wechseljahre geschoben und Betroffene erhalten nicht die erforderliche Behandlung. Der Arzt oder die Ärztin lässt die Schilddrüsenwerte im Blut bestimmen und tastet den Hals ab. Bei einer Unterfunktion kann er ausgleichende Schilddrüsenhormone in Tablettenform verordnen.

Morgens, nüchtern, mit einem Glas Wasser und mindestens 30 Minuten vor dem Frühstück oder der Einnahme anderer Medikamente – so lautet die Grundregel. Über mögliche Wechselwirkungen, auch mit Nahrungsergänzungsmitteln, informiert Sie Ihre Apotheke! Einige Wochen dauert es, bis die Hormontabletten spürbar wirken. Wichtig: Schilddrüsenwerte alle ein bis zwei Jahre beim Hausarzt oder bei der Hausärztin kontrollieren lassen. 

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Gepflegte Fingernägel gelten als Schönheitsideal. Doch häufig ist die natürliche Nageloberfläche nicht glatt und glänzend, sondern kleine Rillen zeigen sich in der oberen Hornschicht. Wir können sie sehen – und auch spüren. Wenn Sie mit dem Finger über den Nagel fahren, fühlt er sich ungewohnt rau an.

Bei den Rillen in den Fingernägeln unterscheiden wir zwischen Längs- und Querrillen. Die Längsrillen verlaufen vom Nagelbett zur Spitze, die Querrillen von einer Seite zur anderen.

Die gute Nachricht zuerst: Wer Längs­rillen auf den Fingernägeln entdeckt, braucht sich in der Regel keine Sorgen zu machen – die Natur hat hier oft einfach ein paar Alterszeichen hinterlassen. ­Sie treten häufig mit zu­nehmendem Alter auf, weil das Na­gelwachs­tum langsamer wird und die Durchblutung im Bereich des Nagelbetts abnimmt. Genetische Veranlagung oder trockene Hände – etwa durch häufiges Händewaschen – spielen ebenfalls eine Rolle.

Und dennoch lohnt sich ein zweiter Blick. Denn in manchen Fällen können Längsrillen Hinweise auf eine körperliche Belastung oder eine zugrunde liegende Erkrankung sein. Wer zum Beispiel dauerhaft zu wenig trinkt, riskiert nicht nur Kopfschmerzen, sondern auch eine rauere Nagelplatte.

Stress hinterlässt Spuren – nicht nur im Gesicht, sondern auch auf den Nägeln. Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte (Psoriasis) verändern mitunter das Nagelbild, ebenso wie Stoffwechselstörungen, bei denen der Körper wichtige Nährstoffe nicht ausreichend aufnimmt.

Erkrankungen der Schilddrüse oder der Leber kommen ebenfalls als Ursache infrage. Sie beeinflussen das Zellwachstum und damit auch die Struktur der Nägel. In seltenen Fällen können Längsrillen zudem mit rheumatischen Erkrankungen oder einer Infektion im Körper zusammenhängen.

Querrillen, auch Beau-Linien genannt, ziehen sich quer über den Nagel – wie kleine Schranken, die sagen: „Hier war mal kurz Pause mit dem Wachstum!“ Sie entstehen, wenn das Nagelwachstum zeitweise unterbrochen war – etwa durch eine Erkrankung, einen starken Infekt oder eine Verletzung. 

Oft sind die Rillen an mehreren Fingern sichtbar und auf gleicher Höhe. Auslöser können auch Verletzungen des Nagelbetts sein, zum Beispiel durch eine unsach­gemäße Maniküre oder eine Entzündung. Ebenso führen größere körperliche Belastungen wie Operationen oder eine Chemotherapie mitunter zu Querrillen. Ferner kommen massiver Stress und Stoffwechselerkrankungen – etwa Diabetes oder eine Schilddrüsenunterfunktion – als Ursache infrage.

Ärztlicher Rat ist gefragt, wenn die Rillen plötzlich auftreten, sich stark verändern oder mehrere Nägel gleichzeitig betroffen sind. Auch Begleitzeichen wie Müdigkeit, blasse Haut, Haarausfall, Schmerzen oder Entzündungen sind ein klares Signal: Hier lohnt sich eine medizinische Abklärung. Nägel wachsen übrigens lang­sam – etwa drei Millimeter pro Mo­nat. Was sich heute zeigt, hat seinen Ursprung meist Wochen zuvor. Der Körper erinnert sich – ganz still, aber sichtbar.

  1. Glätten mit Gefühl
    Eine sanfte Polierfeile kann kleine Unebenheiten mildern. Aber Vorsicht: Zu viel des Guten macht Nägel dünn und brüchig. Querrillen sind besonders hartnäckig. Sie brauchen vor allem eins: Geduld. Rauswachsen lassen, pflegen – und Nachsicht mit sich selbst.
  2. Ein Hauch von Zauberlack
    Sogenannte Rillenfüller schaffen schnelle Abhilfe. Die Speziallacke mit Kieselsäure oder Zellulose glätten die Oberfläche und lassen den Nagel ebenmäßiger erscheinen. Ein zarter Farblack darüber – und niemand sieht, was sich darunter verbirgt.
  3. Verwöhnen mit Öl und Creme
    Trockene Nägel lieben Pflege. Öle mit Jojoba, Mandel oder Neem schenken Feuchtigkeit und machen die Nagelplatte geschmeidig. In Kombination mit einer pflegenden Handcreme – etwa mit Panthenol, Urea oder Hyaluronsäure – bleibt die Haut rund um die Nägel weich und elastisch.
  4. Ein Schluck für die Schönheit
    Feuchtigkeit ist auch von innen wichtig. Wer regelmäßig Wasser oder ungesüßten Tee trinkt – am besten über den Tag verteilt –, unterstützt damit nicht nur Haut und Kreislauf, sondern auch das Nagelwachstum. Zwei Liter täglich sind ideal.
  5. Nährstoffe für starke Nägel
    Biotin, Zink, Eisen, Kieselerde und Vitamin A sind wahre Schönmacher von innen. Sie fördern die Bildung von Keratin – dem Baustoff unserer Nägel. Besonders praktisch: Nahrungsergänzungsmittel aus der Apotheke oder natürliche Quellen wie Nüsse, Eier, Hülsenfrüchte und grünes Gemüse.
  6. Schutzschild
    Wenn Nägel Rillen zeigen, sind sie oft auch empfindlicher. Ein pflegender Schutzlack mit Calcium, Keratin oder stärkenden Pflanzenextrakten legt sich wie ein glättender Film über die Nagelplatte und schützt sie vor äußeren Reizen.

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Unsere Knochen unterliegen einem ständigen Wandel – sie bauen sich auf und wieder ab. Bei Os­teo­porose gerät dieses ausgewogene Wechselspiel ins Wanken: Die Knochen­masse nimmt ab, die innere Struktur wird porös. Das Risiko für Knochenbrüche steigt, oft schon bei kleinen Anlässen, etwa beim Stolpern oder Heben einer schweren Einkaufstasche. Besonders häufig betroffen sind die Wirbelkörper, das Handgelenk und der Oberschenkelhals.

Die meisten der rund sechs Millionen Osteoporose-Patienten in Deutschland sind Frauen. Denn während und nach den Wechseljahren sinkt ihr Östrogenspiegel stark – und genau dieses Hormon spielt eine zentrale Rolle im Knochenstoffwechsel. Es hemmt den Kno­chenabbau und fördert indirekt den Knochenaufbau. Männer sind seltener betroffen, nicht zuletzt deshalb, weil sie generell größere und dichtere Knochen haben.

Hat der Arzt, unter anderem mithilfe ei­ner Knochendichtemessung (DXA), eine Osteoporose festgestellt, empfiehlt er in der Regel eine Basistherapie: Sie besteht aus der Einnahme von Calcium, Vitamin D – und möglichst viel Bewegung. Denn körperliche Aktivität ist ein echter »Knochen-Booster«: Belastung regt den Knochenstoffwechsel an, kräftigt die Muskulatur und schult das Gleichgewicht. Das hilft nicht nur vorbeugend gegen den Knochenabbau, son­dern auch gegen Stürze.

Empfehlenswert ist jede Form von Bewe­gung, bei der das eigene Körpergewicht auf den Knochen lastet – also Gehen, Nor­dic Walken, Wandern, Treppensteigen oder leichtes Joggen. Auch spezielle Gymnastikprogramme für Osteoporose-­Patienten, Gerätetraining oder Übungen auf einer Rüttelplatte (Fitnessstudio) ha­ben sich bewährt.

Weniger sinnvoll sind Schwimmen oder Radfahren: Sie stärken zwar das Herz-Kreislauf-System, belasten die Knochen aber kaum. Ist die Osteoporose bereits diagnostiziert, sollten Sportarten mit ho­hem Sturzrisiko oder starker Rotation, wie Tennis oder Golf, und Kontaktsport wie Fußball tabu sein.

Natürlich ist es prima, wenn Sie mehrmals pro Woche ein Fitnessstudio besuchen. Aber auch kleine Übungen zwischendurch wirken – vorausgesetzt, sie werden regelmäßig durchgeführt. Vieles lässt sich gut in den Alltag einbauen:

Eine Osteoporose-Trainingsgruppe kann Bewegungsmuffeln helfen, die mit ihrem inneren Schweinehund kämpfen. Viele Krankenkassen bieten passende Kurse an, manche werden auch online abgehalten. Selbsthilfegruppen sind gute An­laufstellen für Austausch und Motivation. Und gerade die ist wichtig, denn ein aktiver Lebensstil ist nun mal Balsam für die Knochen. Ob beim Spaziergang im Park, beim Training im Verein oder bei der täglichen Übungseinheit im Wohnzimmer: Für ein stabiles Leben zählt jeder einzelne Schritt.

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Warzen haben ein Imageproblem. Sie gelten als unansehnlich, gera­de im Gesicht und an den Händen fallen sie unangenehm auf. Aber keine Sor­ge: Warzen sind weit verbreitet und keines­wegs ein Zeichen mangelnder Hygiene. Fast jeder macht irgendwann mit der einen oder anderen Form Bekanntschaft.

Ausgelöst werden sie von Viren, genauer ge­sagt von Humanen Papillomviren (HP-Viren), von denen es mehr als 100 verschiedene ­Typen gibt. Durch kleine Risse oder Verletzungen dringen die Erreger in die Haut ein und regen dort das Zellwachstum an.

Warzen entwickeln sich an verschiedenen Körperstellen und sehen ganz un­ter­schiedlich aus. Hier einige häufige Formen.

Häufig verschwinden Warzen von selbst wieder, weil das körpereigene Immunsys­tem die Viren bekämpft. Wie lange das dauert, hängt vom Virus- und Warzentyp und vom allgemeinen Gesundheitszustand ab. Behandeln lassen sich Warzen oft in Eigenregie, manchmal sind sie aber auch ein Fall für den Hautarzt (Der­matologen).

Anders als Viruswarzen entstehen Al­ters­warzen nicht durch eine Infektion und sind auch nicht ansteckend. Diese Hautveränderungen treten meist ab dem 40. Lebensjahr auf. Die Ursachen sind nicht eindeutig geklärt. Oft wirken Alterswarzen, als seien sie auf die Haut »geklebt«, ihre Oberfläche kann fettig glänzen oder krustig sein. Die Farbe reicht von hellbraun über grau bis fast schwarz. Sie entstehen bevorzugt am Oberkörper, im Gesicht, auf dem Handrücken oder an Armen und Beinen, nie an Handflächen oder Fußsohlen.

Alterswarzen sind harmlos und müssen aus medizinischer Sicht nicht entfernt werden. Wer sich jedoch an ihnen stört, sollte mit Dermatologen sprechen. Sie können die Hautwucherungen mit dem Laser, einem speziellen Schabinstrument oder auch mit einer elektrischen Schlinge schonend entfernen. Für die Kosten dieser Behandlung kommen die gesetzlichen Kassen in der Regel nicht auf.

Viren vermehren sich gut in ­feuchtwarmem Klima und ver­breiten sich über direkten Haut­kontakt. Deshalb gilt:

  1. In Schwimmbädern, öffentlichen Duschen oder Saunen Badeschlappen tragen; Handtücher, Schuhe oder Rasierer nicht teilen.
  2. Nach dem Anfassen einer Warze die Hände waschen.
  3. Warzen niemals aufkratzen, denn das verteilt die Viren auf der Haut.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

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Igitt, Spucke … Die meisten Menschen zucken beim Gedanken an Speichel zurück. Eher eklig, finden viele. Doch was im ersten Moment abschreckt, ist in Wahrheit ein kleines Wunderwerk der Natur. Denn Speichel – medizinisch: Saliva – kann weit mehr, als man denkt. Er schützt unsere Zähne, macht das Kauen und Schlucken erst möglich, hilft beim Sprechen – und repariert sogar kleinere Schäden im Zahnschmelz ganz von selbst. Kein Wunder, dass der Tag der Zahngesundheit am 25. September in diesem Jahr unter dem Motto »Superkraft Spucke« steht.

Kaum zu glauben, aber wahr: Rund ein bis eineinhalb Liter Speichel produziert unser Körper – Tag für Tag, ganz ohne dass wir es merken. Zwar besteht er zu 99 Prozent aus Wasser, doch der Rest hat’s in sich: Enzyme, Abwehr-, Mineral- und Schleimstoffe sowie spezielle Puffersubstanzen. Gerade diese Ingredenzien machen den Speichel zu einem echten Multitalent.

Speichel schützt unsere Zähne auf mehreren Ebenen: Er reinigt, neutralisiert schädliche Säuren, stärkt den Zahnschmelz und hilft sogar bei der Abwehr von Krankheitserregern. Eine beeindruckende Leistung – und das ganz automatisch, rund um die Uhr. Jede dieser Aufgaben ist wichtig – und spielt sich ganz unbemerkt in unserem Mund ab:

Reinigung: Speichel ist die natürliche Munddusche: Er spült Essensreste, Bakterien und abgestorbene Zellen weg – noch bevor sie Schaden anrichten können. Das schützt Zähne und Zahnfleisch, ganz ohne Zahnbürste.

Säureneutralisation: Nach dem Essen entstehen Säuren, die den Zahnschmelz angreifen – vor allem durch Zucker. Speichel wirkt als natürlicher Puf­fer und neutralisiert diese Säuren. Das schützt vor Erosionen, also dem schleichenden Abbau des Zahnschmelzes.

Remineralisierung: Wichtige Mineralstoffe wie Calcium und Phosphat im Speichel helfen, kleinste Schäden im Zahnschmelz zu reparieren. Nach einem Säureangriff wird der Zahnschmelz so wieder gestärkt.

Abwehr: Krankheitserreger haben im Speichel starke Gegenspieler: Enzyme wie Lysozym und Abwehrstoffe, etwa Immunglobuline, bekämpfen Bakte­rien – und unterstützen so das Immunsystem direkt im Mund.

So stark Speichel auch ist – er ist nicht unbesiegbar. Eine einseitige Ernährung kann seine Schutzwirkung erheblich schwächen. Besonders bei Kindern zeigt sich das schnell: Häufiges Naschen, süße Getränke und Fertigsnacks sorgen für ein dauerhaft saures Milieu im Mund. In dieser Umgebung hat der Speichel kaum noch eine Chance, den Zahnschmelz zu schützen oder zu reparieren. Auch zu wenig Flüssigkeit kann zum Problem werden. Wer oft vergisst zu trinken, produziert nicht genug Speichel – und verliert damit einen wichtigen Helfer im Kampf gegen Karies und Mund­trockenheit. Deshalb gilt: frisches Obst, Gemüse und Vollkorn statt Zuckerbomben. Viel trinken, aber lieber Wasser als Saft. Und: Kauen hilft! Rohe Gemüsestücke oder zuckerfreier Kaugummi kurbeln den Speichelfluss an – ganz einfach und effektiv.

Funktioniert der Speichel nicht mehr richtig – etwa durch mangelnden Speichelfluss oder veränderte Zusammensetzung – gerät das Gleichgewicht im Mund durcheinander. Säuren bleiben länger aktiv, Keime können sich ungehindert ausbreiten. Die Folge: Der Zahnschmelz wird anfällig für Karies, das Zahnfleisch entzündet sich schneller, unangenehmer Mundgeruch entsteht. Auch Pilze wie Candida albicans fühlen sich in einem gestörten Mundmilieu wohl – besonders, wenn die Abwehrstoffe im Speichel fehlen.

Ein dauerhaft trockener Mund sollte ärztlich abgeklärt werden – oft sind Medikamente, Stress, hormonelle Veränderungen oder Erkrankungen die Ursache. Gegen das unangenehme Gefühl helfen spezielle Sprays, Lutschtabletten oder Gele aus der Apotheke. Auch künstlicher Speichel kann Linderung bringen.

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Laub ist keine Last, sondern eine ­natürliche Isolierung für Beete und wertvoller Rückzugsort für Tiere. Auf Wiesen muss der Rechen ran. Doch unter Sträuchern, zwischen Hecken oder auf Gemüsebeeten wirkt eine rund zehn Zentimeter dicke Laubschicht wie eine wärmende Decke. Tipp: Das Laub leicht anfeuchten und mit Zweigen oder Kompost beschwe­ren – so bleibt es an Ort und Stelle und schützt Bodenorganismen sowie Pflanzenwurzeln vor Frost.

Ein lockerer Haufen aus Laub, Reisig und Schnittgut in einer ­ruhigen Gartenecke ist ein echtes Naturhotel: Igel, Erdkröten, Spitzmäuse und sogar überwinternde Schmetterlinge finden hier ein sicheres Zuhause. Schichten Sie alles locker auf und beschweren Sie den Haufen mit ein paar Ästen. Ein praktischer Nebeneffekt: Im nächsten Frühling verwandelt sich das Ganze dann ganz nebenbei in wertvollen Kompost für Ihre Beete.

Verblühtes ist kein Makel – im Gegenteil! Samenstände und trockene Stängel setzen nicht nur reizvolle Winterakzente, sondern sind auch ökologisch wertvoll. Winterschönheiten wie Wilde Karde, Nachtkerze oder Sonnenhut liefern Vogelfutter bis in den Spätwinter. Die filigranen Silhouetten von vertrockneten Stängeln wie Engelwurz und Gräsern sind wunderschön anzusehen und wichtige Überwinterungsplätze für Insektenlarven. Gehölze, die ihren Fruchtschmuck bei Frost zeigen, sind nicht nur nahrhaft, sondern auch überlebenswichtiger Rückzugsort für Gartenschläfer und Vögel. Der Rückschnitt kann bis ins Frühjahr warten.

Boden umgraben? Nicht nötig. Bedecken Sie freie Flächen stattdessen mit Laub, Rasenschnitt, Bei­kräu­tern oder Pappe in Kombination mit etwas Kompost. Das schützt den Boden vor Erosion, fördert das Bodenleben und unterdrückt Beikräuter. Eine Mulchschicht von rund zehn Zentimetern wirkt dabei besonders effektiv – und spart Arbeit im kommenden Frühjahr.

Kompost ist Gold für Ihren Garten. Als kostenloser, nachhaltiger Dünger stärkt er das Bodenleben, hilft Pflanzen bei der Anpassung an ­Klimaextreme und verhindert die Ausbreitung von Krankheiten. Achten Sie auf das richtige Verhältnis: Feuchtes Grünmaterial, wie Gemüseabfälle oder Schnittgrün, braucht trockenes Strukturmaterial, etwa Laub oder zerkleinertes Astwerk als Ausgleich – so wird daraus wieder gesunder Humus.

Ein Totholzhaufen wird rasch zur lebendigen Begegnungsstätte: Insekten, Blindschleichen, Spechte, Eichhörnchen oder Erdkröten freuen sich über ein Plätzchen in Ihrem Garten. Wer es geordneter mag, kann aus Ästen eine Benjeshecke anlegen oder ein vertikales „Totholzregal“ errichten: Drei Holzstangen im Boden genügen, um dazwischen Äste und Zweige zu stapeln. Fertig ist das Insekten-Ressort.

Schon jetzt an den Frühling denken: Einige Wildbienenarten – wie die Ge­hörnte Mauerbiene oder die Früh­lings-Pelzbiene – schlüpfen besonders früh im Jahr, wenn das Nahrungsangebot noch knapp ist. Früh­blüher wie Krokusse, Schneeglöckchen oder Winterlinge, die Sie jetzt setzen, sind für unsere kleinen, pelzigen Freunde überlebens­wichtig.

Ihr Garten muss im Herbst nicht „aufgeräumt“ wirken – im Gegenteil. Wenn Sie bewusst etwas liegen lassen, schaffen Sie ein ökologisches Refugium, das Wildtieren über den Winter hilft und Ihren Garten im Frühling umso lebendiger und gesünder starten lässt. Und die Zeit, die Sie bei der Gartenarbeit sparen, lässt sich wunderbar für andere schöne Dinge nutzen.

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Auf der Schwelle zum Herbst braucht deine Haut besondere Aufmerksamkeit. Die Wärme ist vorbei, die Zeit der leichten Feuchtigkeitslotion auch. Um Rötungen, Trocken­heit oder Spannungsgefühlen vorzu­beu­gen, sind jetzt andere Pflege­stoffe an­ge­sagt. Mit unseren 5 Tipps bereitest du deine Haut auf die dunkle Jahreszeit vor.

Die Hautbarriere ist die oberste Schicht deiner Haut. Sie schützt vor Feuchtigkeitsverlust und schädlichen Umwelteinflüssen. Ein Film aus Lipiden und ein leicht saurer pH-Wert verstärken diese Schutzfunktion. Bei kühleren Temperaturen bilden die Talgdrüsen weniger Fette. Das schwächt ihren natürlichen Schutzschild: Die Haut trocknet schneller aus, wirkt fahl und schuppig. Außerdem wird sie anfälliger für Bakterien, was Unreinheiten und Entzündungen begünstigt. Oberstes Ziel im Herbst ist daher, die Oberhaut zu stärken – mit milden, pH-hautneutralen Reinigungsprodukten, die den Säureschutzmantel deiner Haut nicht angreifen. Bei Cremes und Lotionen darf es nun etwas reichhaltiger sein als noch im Sommer. Rückfettende Inhaltsstoffe wie Ceramide, Panthenol oder natürliche Öle (zum Beispiel Jojobaöl oder Sheabutter) helfen, die schützende Lipidschicht zu stabilisieren.

Deine Haut erneuert sich ständig. Ein sanftes Peeling einmal pro Woche entfernt abgestorbene Hautschüppchen und fördert die Durchblutung. Deine Haut wirkt gleich viel frischer und glatter. Eine schonende Alternative zum Rubbeln sind Enzympeelings. Diese eignen sich besonders für die empfindliche Gesichtshaut.

Feuchtigkeitsspendende Wirkstoffe wie Hyaluronsäure, Glycerin oder Urea binden Wasser in der Haut, das sie vor dem Austrocknen schützt und widerstandsfähiger macht. Durch diesen aufpolsternden Effekt werden zudem Fältchen gemildert. Verwende daher täg­lich eine hochwertige Feuchtigkeitscreme und gönne deiner Gesichtshaut zusätzlich einmal pro Woche eine pflegende Maske oder ein erfrischendes Serum. Und denke auch an den Rest deines Körpers und creme dich nach dem Duschen von Kopf bis Fuß ein, am besten solange die Haut noch feucht ist – so wird die Feuchtigkeit besser eingeschlossen.

Die richtige Feuchtigkeitspflege hilft, deine schöne Sommerbräune zu bewahren. Trockene Haut schuppt sich nämlich schneller, wodurch die Bräune ungleichmäßig verblasst. Sanft verlängern kannst du deinen sommerlichen Teint mit einem leichten Selbstbräuner. Damit das Ergebnis gleichmäßig wird, trage diesen nach dem Peeling auf. Passende Produkte bekommst du in deiner Apotheke vor Ort.

Zuletzt waren wir oft barfuß unterwegs und in Sandalen kam reichlich Luft an die Sohlen. Jetzt kramen wir allmählich wieder Socken und Strümpfe hervor – und die Füße bekommen in der Regel weniger Aufmerksamkeit. Hornhaut, trockene oder juckende Stellen, Risse und brüchige Nägel können die Folgen sein. Gönne deinen Füßen daher auch in der kühlen Jahreszeit regelmäßige Pflege. Warme Fußbäder und sanfte Peelings halten sie geschmeidig. Anschließend eine reichhaltige Fußcreme mit Urea oder Panthenol drauf und mit leichten Baumwollsocken ab ins Bett. So bleiben deine »Pfoten« immer weich und gepflegt.

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Pommes mit Mayo, Chicken-Nuggets, Fischstäbchen, Pancakes – die Auswahl und Vielfalt der Kindergerichte auf den Speisekarten hält sich in Grenzen. Klar, Fritten und Co. kommen bei kleinen Gästen meist gut an. Salat, Gemüse oder Vollkorn, Fehlanzeige! Von einer gesunden Mahlzeit kann da keine Rede sein. Zu dem Ergebnis kommt aktuell die Verbraucherzentrale Hessen. Sie hat bundesweit 100 Speisekarten mit insgesamt rund 450 Kinder-Gerichten unter die Lupe genommen. Nur ein Viertel konnte überzeugen.

Kritikpunkt Nummer eins: der hohe Kaloriengehalt, vor allem durch ungesunde Dickmacher wie Panaden, Ketchup und Sahnesaucen. Angesichts der Tatsache, dass mittlerweile knapp jedes fünfte deutsche Kind ab zwei Jahren (19,3 Prozent) übergewichtig ist, macht der Blick auf den Kinderteller durchaus Sinn.

Wichtige Nährstoffe wie Vitamine, Ballaststoffe …? Meist Mangelware, denn Salat, Rohkost, Gemüse, Vollkornnudeln oder -reis stehen oft gar nicht auf der Karte für die Kids. Dafür gibt‘s im Kinder-Menü häufig noch Limo und Eis dazu, also jede Menge Zucker inklusive.

Grundsätzlich gesünder und dennoch lecker sind Fleisch und Fisch naturbelassen gegrillt oder gebraten, Kartoffeln gekocht und nicht frittiert, dazu eine bunte Gemüsebeilage oder Rohkost zum Knabbern – alles appetitlich angerichtet, etwa mit Kräutern oder essbaren Blüten und leichten Dips statt fetten Saucen. Bei Reis und Nudeln sind Vollkornvarianten die bessere Wahl und mit Tomatensauce treffen sie fast immer den Geschmack. Als Durstlöscher eignen sich Saftschorlen, Mineral- oder Leitungswasser. So weit so gesund, aber auf den meisten Speisekarten nicht zu finden.

Zum Glück gibt es Alternativen zu klassischen Kindertellern: Du bestellst einfach nur eine Vorspeise oder einzelne Beilagen, die dem Nachwuchs schmecken. Meist ist der Hunger eh nicht so groß und das reicht vollkommen. Oder du fragst nach einem »Räuberteller«. Mit diesem leeren Teller gehen Kids auf Beutezug bei den Erwachsenen-Gerichten. Sie dürfen sich herauspicken, was sie anlacht. Da die Kleinen im Restaurant oft experimentierfreudiger als zu Hause sind, lernen sie so die Vielfalt an Lebensmitteln kennen und lieben. Dabei ist entscheidend, was es auf deinem Teller zu räubern gibt. Übrigens auch eine Aufforderung an dich, ein gesundes Gericht zu wählen.

Den Guide Michelin für Kinderküche gibt es nicht und du musst selbst prüfen, wo du mit der Familie essen gehen willst. Also die Speisekarte checken. Dabei musst du nicht unbedingt nach »Kindertellern« Ausschau halten, wichtiger ist die Auswahl der Gerichte überhaupt. Kläre, ob alles auch in kleinen Por­tionen bestellt werden kann und Dog­­gybags angeboten werden. Auch auf das Umfeld und Goodies für Kids kommt es an – gibt’s Kinderstühle, Spiel­ecken und genügend »Auslauf«? Die Kleinen mögen nicht stundenlang still am Tisch sitzen und gehen gern auf Erkundungstour. Manche Restaurants werben mit Extras für die kleinen Gäste, mit Lollis oder anderem Süßkram oder auch mit Tisch-Sets, die ausgemalt und mitgenommen werden können. Ganz klar, was da die bessere Wahl ist …

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Hobbys, Reisen oder einfach mal Nichtstun – diese Highlights des Rentnerdaseins kommen gerade etwas aus der Mode. Immer mehr »Ruheständler« entscheiden sich, weiterzu­arbeiten. Derzeit sind es 13 Prozent der Rentner und 36 Prozent der älteren Noch-Erwerbstätigen können sich das für später gut vorstellen, so die Zahlen des Instituts der Deutschen Wirtschaft. Da ist zum einen der finanzielle Anreiz, weil ein Zuverdienst jetzt nicht mehr mit der Rente verrechnet wird. Aber mindes­tens genauso wichtig sind soziale Kontakte, geistige Herausforderungen, die Struktur im Alltag, das Gefühl, gebraucht und wertgeschätzt zu werden. Das tut nicht nur gut, es hält auch länger gesund!

Eines gleich vorweg: Nicht jeder Rentner kann arbeiten und muss es auch nicht! Wer sich jedoch dafür entscheidet und in der Lage dazu ist, leidet seltener unter schweren Erkrankungen und Behinderungen. Das zeigen Lang­zeit­studien aus den USA und Israel mit Menschen, die im Alter weiterarbeiten. In einer Umfrage der Universität Michigan berichtet mehr als ein Drittel der 65plus-Berufstätigen von gesundheitlichen Vorteilen. 57 Prozent geben an, dass die Arbeit sie geistig fit hält, 37 Prozent schätzen die sozialen Kontakte und 40 Prozent fühlen sich damit insgesamt wohler.

Reicht nicht auch ein Hobby für diese positiven Effekte? Tatsächlich nicht! Es braucht schon eine gewisse Verpflichtung, einen festen Rahmen und eine angemessene Bezahlung. All das vermit­telt das Gefühl von Wertschätzung, Selbstwirksamkeit und bringt Struk­tur in den Tag. Eine Erwerbstätigkeit erfüllt diese Kriterien, egal ob im erlernten Be­ruf oder einem neuen Arbeitsfeld, ob an­gestellt, selbstständig oder als Minijob. Ehrenämter sind bedingt geeignet – zwar bieten sie spannende und erfüllende Aufgaben, allerdings ohne Bezah­lung. Die Wertschätzung erfolgt über Dankbarkeit oder das Bewusstsein, etwas Gutes zu tun. Das kann durchaus Lohn genug sein, nur soll­te man sich da­rüber im Klaren sein.

Grundsätzlich gilt: Der Job soll­te zur Person, zu ihren körperlichen und mentalen Voraussetzungen passen, Spaß machen und kein Stressfaktor sein. Wer in seinem früheren Beruf zufrieden war, kann sich in dem Bereich umsehen oder in der alten Firma bleiben. Viele Unternehmen bieten mittlerweile Job­mo­delle für Rentner an. Wer lieber neue Wege gehen will, kann sich je nach Qualifikation und Neigung vor Ort umsehen. Vom Betreuungshelfer in der Ki­ta, an der Kasse im Supermarkt bis zu Beratertätigkeiten in Unternehmen – in Lokalzeitungen, Online-Jobbörsen oder kostenlosen Vermittlungs-Portalen (etwa www.silvertalent.com) gibt es jede Men­ge Angebote. Damit der Rentner-Job nicht irgendwann zum Stressfaktor wird, unbedingt auf den Zeitrahmen achten. Teilzeit, freiberufliche Tätigkeiten oder Mi­nijobs – eine begrenzte Stundenzahl sichert den persönlichen Freiraum und Erholungszeiten. Schließlich sollte auch im Rentner-Job die Work-Life-Balance stimmen!

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Es schmerzt beim Wasserlassen, der Urin sieht gerötet aus, dazu kommen Mattigkeit und womög­lich eine erhöhte Körpertemperatur: typi­sche Anzeichen einer Blasenentzündung. Im Alter allerdings geht eine Harnwegs­infektion, kurz HWI, nicht selten mit an­deren, weniger eindeutigen Symptomen einher. Etwa dem unwillkürlichen Abgang von Urin. Eine bereits bestehende Inkontinenz kann sich bei einem Infekt verschlimmern. Auch dass auf der Toi­let­te nichts mehr geht, tritt öfter auf. Wichtig: Lässt sich die Blase trotz Drang nicht entleeren, ist sofortige medizinische Hilfe nötig. Das gilt ebenfalls, wenn sich der Allgemeinzustand von Betroffe­nen deutlich verschlechtert, sie hohes Fieber entwickeln oder Anzeichen von Verwirrtheit zeigen.

Zu solch unspezifischen Begleiterschei­nun­gen einer HWI kommt es, da die ­Im­munantwort von Senioren meist ge­rin­ger ausgeprägt ist als noch in jüngeren Jahren. Zudem kann die Einnahme von Medikamenten bestimmte Symptome ver­ändern, oder Vorerkrankungen wie Herz­probleme oder eine Demenz verdecken eigentliche Krankheitsmerkmale.

Aufgrund normaler altersbedingter Ver­än­derungen der Harntraktes kann es zu­dem vermehrt zu Infektionen kommen. Bei Frauen verkürzt sich die Harnröhre, und die Schleimhaut wird dünner; das schwächt die Schließmuskelfunktion der Blase. Die Menge an Urin, die nach dem Wasserlassen in der Blase verbleibt, nimmt mit den Jahren zu; das Volumen, das das Hohlorgan halten kann, hingegen ab.

Umso wichtiger sind Maßnahmen, die einer Blasenentzündung vorbeugen. Da im Alter das Durstgefühl nachlässt, gilt es, auf eine ausreichende Trinkmenge zu achten. Auch eine regelmäßige Entleerung der Blase ist hilfreich. Bei Frauen in der Postmenopause können vaginale Östrogene die Infektanfälligkeit reduzie­ren. Wer Inkontinenzprodukte nutzt, soll­te diese möglichst oft wechseln.

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen: Harnwegsinfekte gehören zu den häufigsten bakteriellen Erkrankungen im Alter. Die Wahrnehmung regelmäßiger medizinischer Kontrollen ist daher unerlässlich, um auch bei fehlenden oder untypischen Symptomen rasch reagieren zu können. Wurde eine HWI festgestellt, ist meist die Einnahme eines Antibiotikums sinnvoll. Der Grund: Blasenentzündung und Co. können bei älteren Menschen schneller zu Komplikationen wie einer Nierenbeckenentzündung oder gar Blut­vergiftung (Sepsis) führen. Viel Flüssigkeit, Schmerzmittel und Wärmeanwendungen aus der Apotheke unterstützen die Behandlung. Sowohl begleitend zur Akuttherapie als auch vorbeugend bewährt hat sich D-Mannose: ein natürlicher Einfachzucker, der verhindern kann, dass E.-coli-Bakterien, meist die Auslöser des Infekts, an der Blasenschleimhaut anhaften.

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Viele glauben, dass harte Borsten besonders gründlich reinigen. Tatsächlich können sie jedoch den Zahnschmelz abreiben und das Zahnfleisch verletzen.

Besser: Verwenden Sie eine Zahnbürste mit weichen bis mittleren Borsten und achten Sie auf die richtige Putztechnik – sanfte, kreisende Bewegungen sind deutlich schonender und ebenso effektiv

Direkt nach einer Mahlzeit, insbesondere nach säurehaltigen Speisen oder Getränken (z. B. Orangensaft, Softdrinks), ist der Zahnschmelz kurzfristig aufgeweicht. Wird sofort geputzt, kann es zu zusätzlichen Schädigungen kommen.

Besser: Warten Sie mindestens 30 Minuten, bevor Sie zur Zahnbürste greifen. In dieser Zeit kann der Speichel die Säuren neutralisieren und den Zahnschmelz wieder stabilisieren.

Schaum ist in erster Linie ein Effekt durch Tenside in der Zahnpasta und hat keinen Einfluss auf die Reinigungskraft. Entscheidend ist der Fluoridgehalt, der den Zahnschmelz stärkt und vor Karies schützt.

Merken Sie sich: Nicht der Schaum, sondern die Zusammensetzung der Zahnpasta macht den Unterschied.

Die Zahnbürste erreicht nur etwa 70 % der Zahnoberflächen. In den engen Zahnzwischenräumen bleiben Beläge zurück, die langfristig Karies und Zahnfleischentzündungen verursachen können.

Darum gilt: Ergänzen Sie das Zähneputzen täglich mit Zahnseide oder Interdentalbürstchen.

Zuckerfreie Kaugummis regen zwar den Speichelfluss an, was hilfreich gegen Säuren ist. Doch sie können Beläge und Bakterien nicht ausreichend entfernen.

Daher: Kaugummi kann eine sinnvolle Ergänzung sein – aber niemals die Zahnbürste ersetzen.

Für eine optimale Mundhygiene beachten Sie die wichtigsten Grundregeln:

Viele Zahnputz-Mythen sind gut gemeint, können aber langfristig schaden. Mit den richtigen Informationen und einer konsequenten Pflege sorgen Sie dafür, dass Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch dauerhaft gesund bleiben.

Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de

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Dass Schwangere aufs Sofa gehören und Bewegung schäd­lich ist, zählt längst zu den Ammenmärchen. Vielmehr belegen Studien, dass Fitness nach Maß nicht nur fit für die Geburt macht, sondern auch typische ­Be­schwerden wie Übelkeit, Rückenschmerzen und Kreislaufpro­bleme lindert. Zugleich sinkt damit das Risiko für Komplikationen, die auch dem Baby zusetzen können – etwa Schwan­ger­schafts­diabetes oder -bluthochdruck, Ödeme oder starke Gewichtszunah­me. Voraussetzung ist allerdings eine komplikationslose Schwan­gerschaft. Die Frauenärztin oder der Frauenarzt sollte grünes Licht geben, und die künftige Mama auf ihren Körper hören. Denn sobald sich Bewegung nicht gut anfühlt, Schwindel, Übelkeit oder Atemnot auftreten, sind das Stoppsignale!

Lassen Sie es in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen eher langsam angehen, da noch ein relativ hohes Fehlgeburtsrisiko besteht. Ideal sind dann Yoga, Pilates und ausgiebige Spaziergänge. In den beiden folgenden Trimes­tern ist (fast) alles erlaubt, insbesondere wird zu Ausdauersport wie Schwimmen, Laufen, Wal­­ken, Wandern und Radfahren geraten. Allerdings sollte die Belastung im moderaten Bereich bleiben, nach dem Motto: „Laufen, ohne zu schnaufen.“ Wie hoch das Pensum idealerweise sein sollte: Die WHO-Empfehlung für min­des­tens 150 Bewegungsminuten pro Woche gilt auch für Schwangere.

Zusätzlich zu den klassischen Ge­burts­vor­bereitungskursen tun ak­ti­ve Entspannungs­techniken wie Yoga und Pilates dem Körper und auch der Seele gut. Zertifizierte Schwangerschafts-Yogakurse vor Ort, etwa im Sportverein, oder in Online-Formaten werden von Krankenkassen bezuschusst. Die Zertifizierung stellt sicher, dass die Übungen die richtigen Muskeln, etwa den Beckenboden, stärken und sensible Partien wie den Bauch entlasten.

Wenn mit wachsendem Babybauch so manche Bewegungen mühsamer werden, bietet sich Aquafitness an. Warmes Was­ser ist ein echtes Wohlfühlelement: Der Auftrieb „trägt“ das zusätzliche Gewicht, entlastet Gelenke, Sehnen und Bänder und ermöglicht effektive, dennoch schonende Work-outs. Zudem verbessert der Wasserdruck die Gewebedurchblutung und beugt Schwangerschafts-Ödemen vor. Aquasport kann auch den Bedarf an Schmerzmitteln während der Entbindung senken. Das zeigt eine brasilianische Studie mit Schwangeren, die ab der 18. Woche bis zur Geburt dreimal pro Woche je 50 Minuten trainierten. Öffentliche Schwimmhallen und Bäder­länder bieten Aquafitness für Schwan­gere an.

Zu den No-Gos gehören Sportar­ten mit einem hohen Risiko für Stürze, Stöße und Verletzun­gen. Dazu zählen etwa Handball, Ten­­nis, Squash, Gerätetur­nen, Moun­­­tainbiken und Reiten. Rudern soll­­te ausfallen, weil es die Bauchmuskeln zu sehr stra­paziert. Beim Kraftsport kommt es auf einen guten Coach an, denn Ge­räte und Gewichte müs­­sen immer wieder angepasst wer­den. Bergwan­dern über 2.000 Höhenmetern ist nicht zu empfehlen, weil die Luft „dünner“, also sauerstoffärmer, wird und das Atmen schwerer fällt.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

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Seit Jahrtausenden sind wir Menschen fasziniert vom Nachthimmel. Und vor allem der Mond beflügelt unsere Fantasie. Seine dunklen Flecken, die wir von der Erde aus sehen können, erinnern an ein Gesicht – an den sprichwörtlichen »Mann im Mond«. Auch in der Musikwelt ist der Himmelskörper schon vielfach besungen worden. Angefangen bei Beethovens »Mondscheinsonate«, über Mike Oldfields »Moonlight Shadow« bis hin zu Matthias Claudius‘ Gedicht »Der Mond ist aufgegangen«. Offensichtlich fühlen wir uns vom kosmischen Schein kreativ inspiriert. Ob diese mystischen Liedzeilen in schlaflosen Vollmondnächten entstanden sind, wissen wir allerdings nicht. Fakt ist: Viele Menschen klagen darüber, einmal im Monat nachts wach in ihren Betten zu liegen – immer bei Vollmond. Versetzt der Glaube hier Berge oder haben Wissenschaftler inzwischen Beweise für den schlechten Vollmond-Schlaf?

Vorweg: Eine eindeutige Antwort darauf gibt es (noch) nicht. Die wohl bekannteste Studie über den Einfluss des Mondes auf den Menschen stammt aus der Schweiz und hat untersucht, ob es sie wirklich gibt: die innere Mond-Uhr, auch »Circalunar« genannt. Bei manchen Tierarten ist bewiesen, dass ihr Verhalten dem Mondrhythmus folgt. Und wir Menschen? Chronobiologen der Universität Basel beobachteten bei ihren Testpersonen, dass diese in einer Vollmondnacht aktiver waren als sonst. Ihre Einschlafphase dauerte fünf Minuten länger, die gesamte Schlummerzeit war 20 Minuten kürzer und die Tiefschlafphase verringerte sich um 30 Prozent. Außerdem soll ihr Melatoninspiegel vermindert gewesen sein. Die Ergebnisse überraschten selbst die Forschenden, die eigentlich lieber einen Volksglauben widerlegen wollten. Nichtsdestotrotz räumen sie bei ihrer eigenen Studie gewisse Schwächen ein. Anhand des Schlafverhaltens von 33 Teilnehmenden lasse sich nämlich längst noch nicht von einem fundierten Fazit sprechen. Für den »Vollmond-Effekt« gibt es vielleicht eine ganz einfache Erklärung?!

Dass wenig Melatonin, also von unserem Schlafhormon, im Blut gemessen wurde, kann so zustande kommen: Nur bei Dunkelheit bildet unser Körper den Schlummerbotenstoff. Und Vollmondnächte sind bekanntlich heller als andere Abende. Unser Biorhythmus kann sich also um Nuancen verschieben, sodass wir länger wachliegen, wenn der Erdtrabant wie eine riesige, runde Lampe durchs Fenster leuchtet. Noch dazu spielt uns möglicherweise der eigene Kopf Streiche. Das Wissen um diese bedeutungsvolle Mondphase kann diese selbsterfüllende Prophezeiung auslösen: schlaflos bei Vollmond. Schließlich empfinden sich – Umfragen zufolge – 40 Prozent der Deutschen als »mondfühlig«. Sie sehen in diesem Nachtgestirn einen Schlafräuber und »Stimmungsmacher«. Von Luna, der lateinischen Bezeichnung für unseren Erdbegleiter, stammt übrigens das Wort »Laune«. Die Namensähnlichkeit bezieht sich auf den vermeintlichen (lunaren) Einfluss auf unser Wohlbefinden.

Simple Lösung: Verdunkeln Sie Ihr Schlafzimmer. Jalousien runter, Vorhänge zu. Wer mag, zieht sich eine Schlafmaske über die Augen. Exemplare mit eingearbeiteten Kühlpads helfen doppelt. Zum einen schirmen sie Licht ab, zum anderen beugen sie Lidschwellungen am nächsten Morgen vor. Ihre Vor-Ort-Apotheke hat noch mehr für Sie: Melatoninhaltige Nahrungsergänzungsmittel in Form von Mundsprays, Dragees und Gummidrops gelten als sanfte Schlummerhilfen, die die Einschlafdauer verkürzen können. Manche davon sind mit Pflanzenextrakten angereichert. Lavendel sorgt nachweislich für innere Ruhe und ein ausgeglichenes Nervenkostüm – sodann auch in Vollmondnächten und beim häufigsten Auslöser für Schlafstörungen: Stress.

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Herkömmliche Parfüms bestehen hauptsächlich aus Alkohol und Duftmolekülen – nicht gerade das Beste für empfindliche Sommerhaut. „Skin First Fragrance“ denkt das Prinzip um: Die Basis sind keine reizen­den Stoffe, sondern sie besteht aus hautschonenden Substanzen wie Hyaluronsäure, Niacinamid, Aloe vera oder Mandelöl. Schließlich werden diese klassischen Feuchtigkeitsspender angereichert mit natürlichen Düften. So werden sie zu Körpersprays, -seren und -ölen, und sie zaubern Schönheit, die man nicht nur sieht und riecht, sondern auch spüren kann.

Das Besondere daran: Die enthaltenen Düfte – meist aus ätherischen Ölen aus Ihrer Apotheke – treffen auf Pflegestoffe, die Ihrer Haut guttun. Das Ergebnis ist ein zarter Glow, der ein geschmeidiges Gefühl mit einem individuellen Duft verbindet. Mehr Sinnlichkeit geht nicht.

Besonders jetzt im Sommer reagieren viele von uns empfindlich auf traditionelle Parfüms. Die Haut ist ohnehin gestresst durch Sonne, Hitze, Chlor- oder Salzwasser. Also belasten wir sie doch nicht unnötig mit Eau de Toilette und anderen synthetischen Duftwässern, die womöglich Allergien, Reizungen und Rötungen auslösen können.

Steigen Sie doch lieber um auf „Skin First Fragrance“. Diese neuen Pflege-Duft-Hybride setzen auf natürliche Duftstoffe aus der Aroma­therapie. Ätherische Öle wie Lavendel, Neroli oder Rose sind ein Fest fürs feine Näschen, noch dazu haben sie erwiesenermaßen eine Wirkung auf unsere Stimmung. Erfrischende Zitrone belebt die Sinne, während blumiger Lavendel beruhigt und Neroli aus der Orangenblüte Stressgefühle mildert. Lieben Sie Rosenduft, dann wissen Sie bestimmt seinen entspannenden Effekt zu schätzen. Und wussten Sie schon, dass ein Hauch von Grapefruit Heißhungergefühle dämpfen und Bergamotte die Stimmung erhellen kann? Dann probieren Sie doch die verschiedenen Nuancen einmal aus: Etwa ein feines Hautserum mit Rose am Morgen für einen entspannten Start in den Tag, ein Bodyspray mit Aloe vera und Zitrusdüften zur Erfrischung und ein Körperöl mit Sandelholz und Lavendel am Abend für einen ruhigen Schlaf – Haut und Seele freuen sich über „Skin First Fragrance“.

50 ml Aloe-vera-Gel  

5 Tropfen Zitronenöl

3 Tropfen Neroli

3 Tropfen Grapefruitöl

Alle Zutaten – erhältlich in Ihrer Apotheke – in eine dunkle Flasche füllen, gut schütteln und portionsweise auf der Haut verteilen – für Ihren Frische-Kick inklusive Feuchtigkeitspflege!

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In unseren Breitengraden übertragen Mücken in aller Regel keine schweren Erkrankungen – doch auch hierzulande können die kleinen Insekten die Sommerfreuden stören. Abends auf dem Balkon oder im Park, nachts im Schlafzimmer: In der Dämmerung und im Dunkeln gehen die nachtaktiven Tierchen bevorzugt auf Nahrungssuche – und wollen uns mit ihrem spitzen Rüssel stechen. Mit den bekannten Folgen: Es juckt, die Stelle rötet sich und schwillt an.

Ein vollständiger Schutz vor Mückenstichen gelingt kaum – aber tatenlos müssen sich weder Erwachsene noch Kinder den Attacken ergeben. Gerade bei den Kleinsten ist Achtsamkeit wichtig, weil sie sich, einmal gestochen, beim Kratzen kaum zurückhalten lassen. Dabei können Bakterien in die Haut gelangen und schlimmstenfalls entzündet sich die Stelle. Du solltest also schnell aktiv werden.

Aussperren: Insektenschutzgitter halten die winzigen Blutsauger aus der Wohnung fern. Spezielle Netze bewahren Babys im Kinderwagen oder Buggy und im Bettchen vor Mücken-Attacken.

Anziehen: Dicht gewebte, langärmlige Oberteile und lange Hosen in hellen Farben schützen vor Stichen, denn Mücken fliegen eher auf Dunkles.

Neutralisieren: Mücken erspüren uns nicht nur über Körperwärme und Atemluft, sondern auch über den Körpergeruch. Ein Bad oder eine Dusche vor dem Schlafengehen neutralisieren Gerüche.

Schützen: Insektenschutzmittel für Kinder sind besonders auf die zarte Haut abgestimmt. Unbedeckte Körperstellen gleichmäßig eincremen beziehungsweise das Mittel aufsprühen, dann mit den Händen verteilen. Fürs Gesicht Creme oder Spray zuerst auf die Hände geben, dann einreiben; den Kontakt mit Augen und Mund vermeiden.

Kühlen: Ob ein Coolpack aus dem Eisfach (Vorsicht: immer in ein dünnes Tuch einschlagen!) oder ein mit kaltem Wasser oder Franzbranntwein benetzter Waschlappen: Etwas Kühles lindert den Schmerz und beruhigt dein Kind.

Erwärmen: Thermische Stichheiler aus deiner Apotheke machen die Eiweißstoffe aus dem Mückenspeichel durch Wärme unschädlich. Sie eignen sich für Kinder ab etwa drei Jahren. Erkläre deinem Sprössling, was genau passiert, und achte darauf, wie viel Wärme er­ toleriert.

Cremen: Speziell für Kinder entwickelte juckreizlindernde Cremes und Gele empfiehlt man gern in deiner Apotheke. Ein entsprechendes Präparat sollte in der Haus- und Reiseapotheke immer griffbereit sein.

Schwellung, Rötung, Juckreiz – das ist nach einem Mückenstich normal. Nehmen die Symptome stark zu, kann das ein Anzeichen für eine Allergie sein. Kommen gar Atem- oder Schluckbeschwerden hinzu, ist schnelle ärztliche Hilfe nötig. Auch eine Nesselsucht mit juckenden Quaddeln am ganzen Körper kann auftreten. Schwere Verläufe, sogenannte anaphylaktische Reaktionen, wie man sie von einer Allergie auf Bienen- und Wespenstiche kennt, sind bei Mückenstichen zum Glück selten.

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Inlays und Onlays sind maßgefertigte Zahnfüllungen, die außerhalb des Mundes – meist im Dentallabor – gefertigt und anschließend in den Zahn eingesetzt werden. Sie bestehen in der Regel aus hochwertiger Keramik, seltener aus Gold oder Kompositkunststoff.

Diese Versorgung gilt als besonders langlebig und präzise. Im Vergleich zu herkömmlichen Kunststofffüllungen bieten Inlays und Onlays:

Die Versorgung mit einem Inlay oder Onlay erfolgt in der Regel in zwei Terminen. Beim ersten Termin wird der Zahn vorbereitet, Karies entfernt und ein Abdruck genommen. Der Zahn erhält ein provisorisches Inlay. Beim zweiten Termin wird das individuell angefertigte Inlay oder Onlay eingesetzt, überprüft und fest verklebt (zementiert).

In manchen Zahnarztpraxen kann das Inlay auch direkt vor Ort mit einem CAD/CAM-System (z. B. CEREC) gefertigt und noch am selben Tag eingesetzt werden.

Inlays und Onlays sind eine hochwertige Alternative zu herkömmlichen Füllungen – besonders dann, wenn neben Funktion auch Langlebigkeit und Ästhetik gefragt sind. Ihr Zahnarzt oder Ihre Zahnärztin berät Sie gern, ob diese Versorgung für Sie infrage kommt.

Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de

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Draußen ist es heiß – auch nachts. An Schlaf ist da nicht zu denken? Vor allem älteren Menschen machen diese Tropennächte arg zu schaffen. Der Kreislauf muss bei Hitze hart ­arbeiten. Denn er versucht, die Körper-Kern­temperatur stabil zu halten. Dies gelingt nur schleppend. Und die Wärme erschwert das Einschlafen, wir wachen häufiger mitten in der Nacht auf, sind unruhig. Was hilft jetzt, um endlich zur Ruhe zu finden?

Brand wie eine Bergziege? Kein Wun­der bei dieser Affenhitze. Denn wenn wir schwitzen, verliert der Körper nicht nur viel Flüssigkeit, sondern auch Mine­ralstoffe. Es ist daher nicht egal, was Sie trinken. Wasser ist zwar gut, Infu­sed Wa­ter aber hat’s in sich. Dafür geben Sie saftiges Sommerobst – klein geschnitten – und frische Kräuter in Ihre Karaffe und füllen sie auf. Dieses aromatische Früchtewasser ist randvoll mit Vitalstoffen und schmeckt herrlich erfrischend. Ideal für den Drink: Zitronenscheiben, Bee­ren und Melonenstücke, dazu Pfef­fer­minze, Zitronenmelisse oder Salbei. Bei Tropenwetter gilt: Mehr als die sonst empfohlene Menge trinken. Mindestens zwei Liter sollten es pro Tag sein.

Machen Sie es wie die Südländer: Halten Sie Siesta! Der »spanische Mittagsschlaf« ist dafür da, der größten Hitze des Tages zu entgehen. Lassen Sie also all Ihre Aufgaben zwischen 11 und 15 Uhr ruhen und stehen Sie dafür morgens ganz früh mit den Hühnern auf. Die angenehm kühlen Mor­gen­stun­den können Sie produktiv nutzen – zum Einkauf, Spaziergang oder Arztbesuch. 

Kalte Küche an heißen Tagen. Wer hat schon Lust, bei diesem Bilder­buchwetter stundenlang am Herd zu stehen? Deftige, dampfende Speisen würden Ihren Kreislauf ohnehin nur unnötig belasten. Ein knackiger Sommersa­lat ist schnell gezaubert und schmeckt bei diesen hohen Temperaturen sowieso viel besser. Tomaten, Gurken und Spi­nat sind bekömmlich, wasserhaltig und reich an Mineralstoffen. Auf lecker-leich­te Weise den Elektrolythaushalt aufzufüllen, bekommt uns gut: Auch an Hunds­tagen fühlen wir uns fit und vital.

Bei 30 Grad im Schatten ist eine kalte Dusche verlockend, aber kontraproduktiv. Zu groß ist der Tempe­raturunterschied. Der frostige Schauer kurbelt nämlich Ihre innere Heizung an. Und so kommt’s, dass Sie kaum aus der Nasszelle raus sind und mehr schwitzen als vorher. Lieber lauwarme Güsse nehmen und anschließend nicht abtrocknen, sondern das Wasser auf der Haut verdunsten lassen.

Thermalwasser zum Sprühen ist die pure Erfrischung für zwischendurch – immer und überall. Der ultrafeine Sprühnebel legt sich auf die Haut und wirkt belebend. Wie eine »Dusche aus der Dose« für Gesicht und Körper. Thermalwasserspray gibt’s übrigens im Handtaschenformat in Ihrer Apotheke.

Geschwollene, schwere Beine bei brütender Hitze? Das liegt daran, dass sich das Blut in den Venen staut. Gefäßflüssigkeit sackt durch die Schwer­kraft nach unten in die Waden und Füße. Daher: Beine hoch! Wenn das allein nicht hilft, sind kühlende Gele mit Rosskastanie oder Ro­tem Weinlaub eine Wohltat. Beide Pflanzenextrakte erhöhen die Spannkraft der Venen und kurbeln die Blutzirkulation an. Für leichte Sommerbeine gibt es die Cremes und Salben in Ihrer Apotheke, wahlweise auch Tabletten und Dragees zum Einnehmen.

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Rund zehn Millionen Menschen in Deutschland sind von einer Hörminderung betroffen, oft schleichend. Je älter wir werden, desto größer wird das Risiko: Im Innenohr verschleißen die winzigen Sinneszellen, die die Schallwellen eigentlich ans Gehirn weiterleiten sollen. Daher bleibt der Hörverlust oft lange Zeit unbemerkt – bis sich erste Einschränkungen in Alltag und Kommunikation zeigen.

Anzeichen für Hörprobleme zeigen sich oft in kleinen Alltagsmomenten: Gespräche werden mühsamer, weil wir öfter mit »Wie bitte?« nachfragen müssen. Und beim Fernsehen fällt – meist anderen, den Angehörigen oder Nachbarn – auf, dass der Ton immer lauter wird.

Wer Gesprächen nicht mehr gut folgen kann, fühlt sich schnell aus der Diskussionsrunde ausgeschlossen. Missverständ­nisse häufen sich, die Freude am Zusammensein schwindet. Viele Betroffene ziehen sich zurück, was auf Dauer zu Einsamkeit und einer deutlich schlechteren Lebensqualität führen kann.

Kommen durch eine Hörminderung weniger Informationen im Gehirn an, werden unsere grauen Zellen weniger gefordert – wie Muskeln ohne Training. Auf Dauer kann dies die geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Studien zeigen: Unbehandelter Hörverlust erhöht das Demenzrisiko deutlich. Deshalb gilt: Früh erkennen, früh behandeln – heute gibt es dafür gute Möglichkeiten.

Hörprobleme behandelt in der Regel der Hals-Nasen-Ohrenarzt. Meist rät er zu einem Hörverstärker oder Hörgerät. Beide Varianten erleichtern das Hören, funktionieren jedoch sehr unterschiedlich. Mit einem Hörverstärker erscheint die Welt um uns herum schlichtweg lauter – Gespräche, Vogelgezwitscher, aber auch Lärm. Eine solche Hörhilfe kostet zwischen 100 und 300 Euro und sie eignet sich für Menschen, die nur gelegentlich Unterstützung brauchen, etwa bei der Fernsehunterhaltung.

Hörgeräte hingegen sind kleine Technikwunder: Sie verstärken Sprache, dämpfen Störgeräusche und passen sich automatisch den Geräuschkulissen an. Bei dauerhafter Hörminderung sind sie die bessere Wahl – die Krankenkasse übernimmt die Basisversorgung, Extras kosten etwas mehr.

Wenn ein Hörgerät nicht mehr ausreicht, kann ein Cochlea-Implantat helfen. Eine solche elektrisch betriebene Innenohr-Prothese wird ins Innenohr eingesetzt, sie übernimmt die Funktion der geschädigten sensorischen Haarzellen und leitet die Töne direkt an den Hörnerv weiter. Die Krankenkassen übernehmen meist die Kosten, wenn eine ärztliche Prüfung die Notwendigkeit bestätigt.

Moderne Technik kann Hörverlust inzwischen gut ausgleichen. Doch allein auf die Geräte sollten wir uns nicht verlassen. Denn unser Gehirn muss neu lernen, die vielen feinen Töne, Klänge und Sprachmuster richtig zu verarbeiten. Genau hier setzt das Hörtraining an – es ist eine Art »Fitnessprogramm« für unsere Ohren und unser Hörzentrum im Kopf. Übungen fürs Gehör sind gleichzeitig Training fürs Gehirn. Hörmemory oder Hörspiele sind dazu da, um Geräusche besser zu erkennen, schneller zu verarbeiten und sich schließlich gut zu merken. Je nach Konzept werden wöchentliche Termine angeboten, ergänzt durch kleine Hausaufgaben für zu Hause – etwa bestimmte Hörübungen über Apps oder CDs.

Der Cocktailparty-Effekt beschreibt die Fähigkeit unseres Gehirns, aus einer Vielzahl von Geräuschen eine bestimmte Stimme herauszufiltern – etwa auf einer lauten Party. Obwohl um uns herum Stimmengewirr herrscht, können wir uns auf unser Gegenüber konzentrieren und gezielt zuhören. Diese Selektionsleistung wird bei Hörproblemen oder im Alter oft schwächer, weshalb Gespräche in lauter Umgebung dann besonders anstrengend werden. Hörtraining beim HNO-Arzt hilft – oder auch die richtige Einstellung des Hörgeräts.

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Kaum eine Frau hat noch keine Bekanntschaft mit ihm gemacht: Der Scheidenpilz, medizinisch Vaginalmyko­se oder Candidose, ist eine der häufigsten Frauenkrankheiten. Umso unverständlicher, dass Frauen nur selten offen darüber sprechen. Aber wer schamhaft schweigt, dem Sexualpartner nichts davon erzählt und eine notwendige Behandlung aufschiebt, riskiert eine Verschlimmerung der Symptome und kann andere zudem anstecken.

Hefepilze wie Candida albicans gehören zur natürlichen Scheidenflora – zum Pro­blem werden sie allerdings, wenn das Gleichgewicht im Intimbereich gestört ist, sich die Pilze übermäßig vermehren und eine Entzündung auslösen. Ein mög­licher Störfaktor für dieses Gleichgewicht sind die Hormone: So können etwa hormonelle Verhütungsmittel, also »die Pille«, und der erhöhte Östrogenspiegel in der Schwangerschaft das em­p­findliche Scheidenmilieu durcheinander­bringen.

In und nach den Wechseljahren wiederum kann ein sinkender Östrogen­spiegel Auslöser des Übels sein. Weil die Schleimhäute im Vaginalbereich jetzt dünner und trockener werden, verliert die Scheide ihren natürlichen Säureschutz gegen schädliche Keime und wird anfälliger für Infektionen. Ganz unabhän­gig vom Alter begünstigen außerdem die Einnahme von Antibiotika und Kortison, ein Diabetes und andere Krankheiten, die das Immunsystem schwächen, übertriebene Intimhygiene und sogar Stress eine Candidose.

Ganz gleich, wie alt eine Frau ist: die Be­schwerden ähneln sich. Dazu gehören starker Juckreiz im Intimbereich und ein unangenehmes Brennen, auch beim Was­serlassen oder Sex. Hinzu kommen ein weißlicher, krümeliger Ausfluss sowie eine Rötung und Schwellung der äußeren Schamlippen. Wer noch niemals Bekanntschaft mit diesen Symptomen gemacht hat, sollte zur Abklärung unbe­dingt den Frauenarzt aufsuchen, denn es könnte sich beispielsweise auch um eine bakterielle Vaginose handeln, die anders behandelt werden muss. Schon die Untersuchung von etwas Schei­den­flüssigkeit kann Gewissheit geben.

Scheidenpilz lässt sich zuverlässig mit re­zeptfreien Antimykotika behandeln: Es gibt sie in Form von Scheidenzäpfchen oder Creme, die mithilfe eines Applikators in die Scheide eingeführt wird. Beides wird oft auch in Kombipackungen angeboten. In unkomplizierten Fällen reicht eine Kurztherapie von wenigen Tagen. Eine Mitbehandlung des Sexualpartners kann sinnvoll sein, wenn sich Symptome wie Jucken oder eine Rötung an der Eichel zeigen. Bei wiederkehrenden oder schweren Infektionen wird manchmal eine Therapie mit Ta­bletten notwendig, die ärztlich verordnet werden.

Wenn die Beschwerden nach drei Tagen nicht abklingen oder Sie häufiger als vier­mal im Jahr darunter leiden, sollten Sie die Selbstbehandlung beenden und die Frauenarztpraxis aufsuchen. Das gilt auch, wenn Fieber, übel riechender Aus­fluss oder starke Schmerzen hinzukommen. Schwangere sollten immer zum Frauenarzt gehen.

Eine Freundin oder Kollegin empfiehlt Hausmittel, wie mit Joghurt oder Teebaumöl getränkte Tampons oder in die Scheide eingeführte Knoblauchzehen? Experten warnen: Maßnahmen wie diese können die empfindlichen Schleimhäute zusätzlich reizen oder sogar allergische Reaktionen auslösen.

Wenn Frauen in und nach den Wechseljahren unter wiederkehrenden Pilzinfek­tionen leiden, ist auch das ein Fall für den Arzt. Besteht Verdacht auf eine Ös­trogenmangel-Kolpitis, gibt eine Blutana­lyse Aufschluss über den Hormonstatus. Zusätzlich zu einer mikroskopischen Un­tersuchung des Scheidensekrets können Ärzte auch den pH-Wert des Scheidenmilieus messen. Ist dieser erhöht, wird der natürliche Säureschutz gegen Keime aufgehoben, die Scheide ist anfälliger für Infektionen. Außer der üblichen anti­my­kotischen Therapie helfen dann ver­schrei­bungspflichtige östrogen­haltige Va­ginalsalben oder -zäpfchen, die die Schleimhaut aufbauen und das Scheidenmilieu stabilisieren.

1. Atmungsaktive Baumwoll­unterwäsche tragen und bei 60 Grad waschen.

2. Den Intimbereich nur mit warmem Wasser und pH-neutraler Waschlotion reinigen. Keine ­Intimsprays, parfümierte Slipeinlagen oder Binden verwenden. Keine Scheidenspülungen ­durchführen.

3. Nach dem Toilettengang immer von vorn nach hinten wischen.

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Eine Parodontitis beginnt meist mit einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis), die durch bakterielle Zahnbeläge (Plaque) verursacht wird. Bleiben diese Beläge über längere Zeit bestehen, dringen die Bakterien tiefer in das Gewebe ein und lösen dort eine chronische Entzündungsreaktion aus. Der Körper versucht, die Erreger zu bekämpfen – doch diese Abwehrreaktion kann langfristig das umliegende Gewebe und sogar den Kieferknochen schädigen.

Eine parodontitisfreundliche Ernährung zielt darauf ab, entzündliche Prozesse im Körper zu reduzieren. Besonders wichtig sind Lebensmittel, die reich an Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren sind. Diese helfen dabei, freie Radikale zu neutralisieren und die Entzündungsreaktionen im Gewebe zu mildern.

Ein Mangel an bestimmten Vitaminen und Spurenelementen kann die Abwehrkräfte des Körpers schwächen und die Regeneration des Zahnfleisches erschweren. Achten Sie besonders auf folgende Mikronährstoffe:

Zucker fördert nicht nur Karies, sondern begünstigt auch eine Parodontitis, da er entzündungsfördernde Prozesse anregen kann. Besonders problematisch sind versteckte Zucker in Fertigprodukten, Softdrinks oder Süßigkeiten. Versuchen Sie, den Zuckerkonsum deutlich zu reduzieren, greifen Sie auf natürliche Süße aus Obst zurück und trinken Sie mehr Wasser.

Die richtige Ernährung kann zwar keine Parodontitis heilen, aber sie kann den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen und Ihre Behandlung sinnvoll unterstützen. In Kombination mit guter Mundhygiene und regelmäßigen Kontrollen in Ihrer Zahnarztpraxis schaffen Sie die besten Voraussetzungen für gesundes Zahnfleisch – ein Leben lang.

Tipp: Sprechen Sie bei Ihrem nächsten Zahnarztbesuch gezielt das Thema Ernährung an – Ihr Zahnarzt oder Ihre Zahnärztin berät Sie individuell.

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Draußen ist es heiß – auch nachts. An Schlaf ist da nicht zu denken? Vor allem älteren Menschen machen diese Tropennächte arg zu schaffen. Der Kreislauf muss bei Hitze hart ­arbeiten. Denn er versucht, die Körper-Kern­temperatur stabil zu halten. Dies gelingt nur schleppend. Und die Wärme erschwert das Einschlafen, wir wachen häufiger mitten in der Nacht auf, sind unruhig. Was hilft jetzt, um endlich zur Ruhe zu finden?

Halten Sie Ihr Schlafzimmer kühl, indem Sie tagsüber Fenster, Vorhän­ge und Jalousien ge­schlossen halten. Die Verdunklung am Tag sperrt die Hitze aus. In den Abendstunden dann heißt es: Rolladen hoch und gut lüften. Ein Ventilator sorgt für eine angenehme Luftzirkulation. Aber Vorsicht: Ausmachen, wenn es ins Bett geht. Der Zugluft sollten Sie nicht dauerhaft ausgesetzt sein. Feuchte Handtücher vor dem Fenster erzeugen einen kühlenden Effekt auf sanftere Art. Auch die richtige Bettwäsche verbessert den Schlafkomfort.

Schlafen Sie in atmungsaktiver, leichter Bettwäsche aus Baumwolle oder Leinen. Oder machen Sie es wie die Menschen in Südeuropa: die Bettdecke weglassen und sich nur mit einem Laken zudecken. Bewusste Entspannung vor dem Zubett­gehen erleichtert das Einschlafen.

Eine lauwarme Dusche vor dem Schlafen­gehen kann Wunder wirken. Sie senkt nämlich die Körpertemperatur. Die Haut öffnet ihre Poren und kann Wärme besser abgeben. Einen angenehmen Frische­kick hingegen gibt Ihnen die Nachtwäsche, wenn Sie sie zuvor im Kühlschrank gelagert haben. Erfrischende Fußbäder mit Salbeiextrakten aus Ihrer Vor-Ort-Apotheke helfen sowohl tagsüber als auch am Abend. Sie beruhigen das Ner­vensystem und können daher den Schlaf erleichtern. So sind Sie gut vorbereitet für den nächsten Sommertag.

Aktivitäten wie Einkaufen, Arzttermine oder Treffen mit Freunden planen Sie am besten für die kühleren Morgen- und Abendstunden. Im Schatten sind Sie ohne­hin besser aufgehoben als in der prallen Sonne. Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor niemals vergessen! Hochwertige Produkte bekommen Sie in Ihrer Apotheke. Noch dazu tragen Sie einen Sonnenhut, um sich vor einem Sonnenstich zu schützen. Leichte, luftige Kleidung, etwa aus Leinen, hält Sie angenehm kühl. Beingüsse sind bei hohen Temperaturen wohltuend.

Trinken ist an heißen Sommertagen das A und O. 1,5 bis 2 Liter sollten es sein, vor­zugsweise Wasser oder ein lauwarmer Kräuteraufguss. Pfefferminztee aus der Apotheke erfrischt durch seinen Men­tholgehalt. Verzichten Sie weitgehend auf dehydrierende, koffeinhaltige und alkoholische Getränke. Beim Essen gilt: lieber leichte Kost! Salate sind reich an Nährstoffen und gut kombinierbar mit proteinreichem Fisch oder Käse. Ein Obst­salat mit Erdbeeren oder Wassermelone liefert Vitamin C und stärkt das Immunsystem. Kalte Suppen kühlen den Körper von innen und sind leicht verdau­lich, sodass sie den Schlaf nicht stören.

Sanfte Helfer, um leichter in den Schlaf zu finden, gibt es auch in Ihrer Apotheke vor Ort. Lassen Sie sich zu Präparaten mit Lavendelöl beraten: Die enthaltenen ätherischen Öle beruhigen nachweislich. Manche dieser pflanzlichen Produkte set­zen zusätzlich auf Melatonin, unser körpereigenes Schlafhormon, um so einen gesunden Schlaf-Wach-Rhythmus zu un­terstützen.

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Psychologen beschreiben Glück als ein Gefühl subjektiven Wohlbefindens. Positive Emotionen, die wir wiederholt erleben. Wie schön. Aber Achtung! Gleichzeitig warnen sie davor, alles im Leben durch die rosa-rote Brille zu sehen und Empfindungen wie Trauer oder Unzufriedenheit schlichtweg zu verdrängen. Eine solche »toxische Positivität« führe nämlich nicht zum Glück.

»Geld macht glücklich!«, lautet eine bekannte Redensart. Eine Studie des Nobelpreisträgers Daniel Kahnemann kam 2010 zu dem Schluss, dass Geld das persönliche Glück nur bis zu einem Jahreseinkommen von 75.000 US-Dollar, umgerechnet also etwa 65.000 Euro, steigern kann. Später änderte der Forscher in einer neuen Untersuchung seine Meinung: Höhere Einkünfte können die meisten Menschen eben doch glücklich machen – sofern das Gewissen rein ist und die Moneten nicht auf unmoralischem Weg erwirtschaftet wurden. Dann sei Geld eher eine Last und kein Glücksfaktor.

Eine Studie der Harvard University erkannte eine viel bedeutendere Komponente für unser Glücksempfinden: gute Beziehungen, in denen wir uns unterstützt und geschätzt fühlen. Egal, ob in der Partnerschaft, Familie, unter Kollegen, Nachbarn oder Freunden: Soziale Kontakte, die das Gefühl von Verbundenheit und Zugehörigkeit vermitteln, machen uns nachweislich glücklicher und gesünder. Dafür gibt’s sogar wissenschaftliche Beweise.

Denn Dreh- und Angelpunkt für Glücksgefühle ist unser Gehirn. Oxytocin, unser Bindungshormon, wird aktiv, wenn wir viel Zeit zu zweit oder mit Gleichgesinnten verbringen. Passiert zudem etwas unerwartet Schönes, wird das Glückshormon Dopamin freigesetzt. Dieser Glücksbotenstoff ist eng mit unserem Belohnungszentrum im Gehirn verbunden und bewirkt, dass wir uns hochmotiviert fühlen. Wir sind bereit zu neuen Taten und könnten Bäume ausreißen.

Überraschenderweise sind laut Glücksforschern ältere Menschen trotz körperlicher Beschwerden und Krankheiten oft zufriedener als Erwachsene mittleren Alters. Mögliche Gründe dafür: Der Stress durch Arbeit, Kindererziehung und Co. hat deutlich nachgelassen. Außerdem haben wir mit steigenden Lebensjahren viele Höhen und Tiefen schon erlebt und wissen daher das Glück im Hier und Jetzt besser zu schätzen als in jungen Jahren. Umfragen zufolge steige die Lebenszufriedenheit ab 60 an und wir Menschen brauchen nicht mehr viel – keine großen Güter –, um glücklich zu sein.

Und wenn die gute Stimmung mal Anlaufschwierigkeiten hat oder äußere Umstände die innere Zufriedenheit überschatten, können wir zum Glück ein wenig nachhelfen, etwa indem wir uns bewusst entspannen. Das Malen von Mandalas ist ideal dafür. Diese kreisförmigen Bilder vermitteln uns Harmonie und haben großes Potenzial, uns in unsere eigene innere Mitte zu bringen. Denn beim Ausmalen befinden wir uns im Hier und Jetzt – wie in einer aktiven Meditation, die eine beruhigende Wirkung hat. Der Blutdruck sinkt, die Herzfrequenz normalisiert sich.

Ähnliche Effekte stecken im Sport, genauer gesagt in der gleichmäßigen Bewegung etwa beim Radfahren, Schwimmen oder Tanzen. Denn während hier die rechte und die linke Körperhälfte wechselseitig gefordert sind, aktivieren sie beide Hirnareale im wiederkehrenden Rhythmus. Dadurch fühlen wir uns im Einklang. Erst recht, wenn wir gemeinsam unterwegs sind – bei einer Radtour oder im Tanztreff. Zusammen ist man schließlich weniger allein und somit dem Glück ganz nah.

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Rund 70 Schläge pro Minute, mehr als 100.000 Mal am Tag – das Herz ist ein echtes Kraftpaket. Unermüdlich pumpt es fünf bis sechs Liter Blut durch den Körper und versorgt jede Zelle mit Sauerstoff und Nährstoffen. An einem einzigen Tag bewegt es mehr als 7.000 Liter – genug, um ein großes Schwimmbecken zu füllen. Doch das Herz kann noch mehr: Bei Anstrengung vervielfacht es seine Leistung. Trainierte Sportler*innen bringen es auf bis zu 40 Liter pro Minute. Und all das auf kleinstem Raum, kaum größer als eine Faust. Gleichzeitig ist unser Herz sensibel: Freude, Ärger, Stress – all das spiegelt sich sofort im Herzschlag wider. Grund genug, diesem erstaunlichen Organ täglich etwas Gutes zu tun. Denn oft sind es ­kleine Dinge im Alltag, die einen großen Unterschied machen.

1. Grüner Tee, gesunder Genuss

Grüner Tee ist viel mehr als ein wohltuendes Getränk. Seine Pflanzenstoffe, sogenannte Catechine, wirken wie kleine Schutzschilde für die Blutgefäße. Sie halten die Gefäßwände elastisch, fördern die Durchblutung und können Entzündungen bremsen. Besonders gut eignen sich Sorten wie Sencha oder Bancha.

2. Wohlfühlwetter

Unser Herz liebt es ausgeglichen. Ex­treme Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit oder plötzliche Temperaturschwankungen können das Herz-Kreislauf-System stark belasten. Besonders wohltuend sind Regionen mit mildem Klima wie die Nord- oder Ostsee. Denn Hitzetage, die bedingt durch den Klimawandel immer häufiger wer­den, belasten bekanntlich das Herz. Daher stellen Sie sich zu Hause darauf ein: An heißen Tagen früh morgens lüften, mittags im Schatten bleiben und viel trinken. Bei kühlerem Wetter hilft Bewegung an der frischen Luft, um den Kreislauf auf Trab zu halten.

3. Ein bisschen Aroma

Zu viel Salz ist ungesund fürs Herz. Weniger von dieser weißen Würze heißt aber nicht weniger Geschmack: Kräuter wie Rosmarin, Thymian, Basi­likum oder Dill bringen viel Aroma auf den Teller und enthalten gleichzeitig sekundäre Pflanzenstoffe, die die Blutgefäße schützen. Auch ein Spritzer Zitronensaft oder etwas frischer Ingwer können Speisen verfeinern. Besonders lecker: Frische Kräuter erst am Ende über die Gerichte streuen, damit ihr voller Geschmack erhalten bleibt.

4. Wundervoller Weissdorn

Schon seit Jahrhunderten wird Weißdorn genutzt, um die Herzleistung sanft zu unterstützen. Die enthaltenen Flavonoide und Procyanidine haben den guten Ruf, den Herzmuskel zu stärken und die Durchblutung der Herzkranzgefäße zu verbessern. Sie können helfen, leichte Herzschwäche oder Druckgefühle in der Brust zu lindern. Weißdorn-Präparate wirken zwar nicht sofort mit der ersten Einnahme, dafür langsam und nachhaltig – genau das macht ihn so wertvoll. Besonders Menschen, die sich schnell erschöpft fühlen oder gelegentlich ein leichtes Herzklopfen bemerken, können – in Abstimmung mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt – von einer regelmäßigen Weißdorn-Kur profitieren. 

5. Herzsport

Bewegung ist ein echtes Geschenk für das Herz. Schon kleine Einheiten wie Treppensteigen oder kurze Spaziergänge bringen Herz und Kreislauf in Schwung. Wichtig ist die Regelmäßigkeit: Lieber täglich ein bisschen aktiv sein als einmal pro Woche ein großes Sportprogramm. Schon 30 Minuten mo­­derate Bewegung pro Tag können das Herz nachhaltig stärken – dabei zählt jede Aktivität, sogar Trep­pen­stei­gen, Hausarbeit oder gemütliches Radfahren.

6. Pilze des„ewigen Lebens“

Vitalpilze sind kleine Naturwunder, die auch dem Herzen viel Gutes tun können. Vor allem Reishi, auch „Pilz des ewigen Lebens“ genannt, ist in der asiatischen Heilkunde seit Jahrhunderten für seine herzstärkenden Eigenschaften bekannt. Er soll helfen, den Blutdruck zu regulieren, Entzündungen zu hemmen und die Blutfettwerte günstig zu beeinflussen. Auch Maitake unterstützt Herz und Kreislauf, indem er die Durchblutung verbessert. Die wertvollen Inhaltsstoffe wirken antioxidativ und schützen die Zellen. Vitalpilze gibt es als Pulver oder in Kapselform, sie sind in ­Ihrer Vor-Ort-Apotheke erhältlich.

7. Freundschaften, die ans Herz gehen

Gemeinsames Lachen, ein gutes Gespräch oder einfach nur ein freundlicher Blick – kleine Begegnungen sind Balsam für Herz und Seele. Studien zeigen: Wer sich verbunden fühlt, hat we­niger Stress und stärkt Herz und Kreislauf nachhaltig. Es braucht dafür keine großen Feste und auch keinen riesigen Freundeskreis. Oft reicht eine Handvoll lieber Menschen – zum Beispiel Verwandte, Freund*innen oder Nachbar*innen. Wer möchte, findet über Hobbys, Kurse oder ein Ehrenamt neue Kontakte. Gemeinsame Interessen teilen, miteinander reden, zusammen lachen oder auch mal weinen – das erfüllt das Herz. 

8. Musik im Herzen

Musik berührt die Seele und das Herz. Schon ein paar Takte von Johann Sebastian Bach können Puls und Blutdruck spürbar senken. Aber auch die eigene Lieblingsmusik entfaltet eine entspan­nende Wirkung und bringt Körper und Geist in Einklang. Besonders wirkungsvoll wird Musik, wenn sie mit Bewegung verbunden wird. Daher rauf aufs Parkett und das Tanzbein schwingen!

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Das Knie aufgeschürft, an scharfen Muscheln geschnitten … Dafür solltest du Wunddesinfektionsmittel und Pflaster in verschiedenen Größen dabeihaben. Letztere am besten mit lustigen Kin­­dermotiven, die Schrecken und Schmerz schneller vergessen lassen. Kleine Splitter oder Steinchen in der Wunde entfernst du vorher mit einer Pinzette. Für größere Blessuren ein Pflaster mit steriler Wundauflage benutzen.

Geprellt, verstaucht, umgeknickt? Sportverletzungen treffen Groß und Klein, und für alle gilt die PECH-Regel: pausieren, Eis (kühlen), Compression (englisch für Druck, etwa durch das Anlegen eines Verbandes) und hoch­lagern. In deine Ausflugs-Apotheke gehören also etwas zum Kühlen, etwa Kältespray, ein Schmerzgel und ein elastischer Verband.

Im Urlaub nerven Husten und Schnupfen besonders. Deshalb dürfen Nasenspray, Hustensaft und ein Mittel gegen Fieber in deinem Gepäck nicht fehlen. Für Kinder erhältst du in deiner Apotheke entsprechend niedrig dosierte Präparate. Praktisch für die ganz Kleinen sind fiebersenkende Zäpfchen oder Säfte. Ansonsten viel trinken und es möglichst ruhig angehen lassen.

Reiseübelkeit oder den Magen verdorben? Dagegen helfen Tropfen mit Heilkräutern wie Kamille und Kümmel oder Mittel mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat. Hierbei unbedingt auf eine dem Körpergewicht angepasste Dosierung achten – dein Apotheken-Team kennt sich da aus!

Zecken gleich entfernen, am besten mit einer Karte oder Zange aus der Apotheke. Ansonsten Stiche erst mal kühlen. Anschließend beruhigen pflanzliche Gele die Haut und lindern den Juckreiz. Sie eignen sich auch für Kinder. Praktisch für unterwegs sind Stichheiler-Sticks. Sie sind in der Regel erst für Kinder ab sechs Jahren geeignet. Das gilt auch für kühlende Gele mit Hydrocortison, die Juckreiz und Entzündungen lindern.

Für die Kleinen können Sonnenbrand, Verbrennungen und Verbrühungen schnell gefährlich werden und sind im Zweifel ein Fall für die Ärztin oder den Arzt. Leichtere Rötungen kannst du erst mal mit feuchten Umschlägen (lauwarm, nicht kalt) behandeln, anschließend mit einem Brand- und Wund­gel versorgen, Verbrennungen mit einer sterilen Wundauflage abdecken.

Präparate mit Tanninen (Gerbstoffen) sind bewährte Durchfallmittel und auch speziell für Kinder erhältlich. Zusätzlich bitte beachten: Bei Durchfall gehen durch den Flüssigkeitsverlust wichtige Mineralstoffe verloren. Elektrolytlösungen aus der Apotheke schaffen Abhilfe.

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Glänzende Stirn, bröckelnde Mascara und ein verschmierter Kajal, der dunkle Panda-Augen verpasst – wollen wir nicht! Schminken im Sommer ist eine Herausforderung, aber machbar. Gewusst wie!

Schwere Make-ups, die sich in Mimikfalten absetzen, werden bei sommer­lichen Temperaturen schnell unangenehm und hinterlassen einen fleckigen Teint, sobald du schwitzt. Setze daher bei Hitze lieber auf BB- oder CC-Cremes. Diese punkten mit leichten Texturen und kreieren ein natürliches, ebenmäßiges Hautbild bei einem angenehmen Tragegefühl. Perfekt für deinen Sommer-Look! Außerdem spenden sie Feuchtigkeit und enthalten oft sogar einen Licht­schutzfaktor, der deine Haut schützt.

Extra-Tipp: Lagere die Cremes im Kühlschrank für den besonderen Frische-Kick beim Auftragen.

Gute Vorbereitung ist alles. Ein Primer, zu Deutsch Grundierung, glättet die Hautoberfläche, gleicht kleine Makel aus und soll verhindern, dass sich ­Make-up in Fältchen und Poren absetzt. Danach trägst du deine BB-Creme möglichst dünn auf und sprühst anschließend eine Fixierung auf. Gut dafür geeignet ist ein Thermalwasser-Spray aus deiner Apotheke. Es ist haut­schonend, verspricht optimalen Halt und erfrischt obendrein. Weiterer Pluspunkt: Der mineralisierende Sprühnebel ist sogar für sensible Haut geeignet, die etwa zu Neurodermitis neigt.

Absolutes Must-have im Sommer: wasserfeste Produkte. Egal ob Mascara, Eyeliner oder Lidschatten – bei Hitze solltest du unbedingt die wischfeste Variante wählen. Durch die besondere Zusammensetzung mit einem höheren Anteil an wasserunlöslichen Stoffen bleibt deine Schminke so auch im Sommer genau dort, wo sie hingehört – sogar beim Sprung ins kühle Nass.

Lip-Tints sind die absoluten Alleskönner, vor allem bei sommerlicher Hitze. Mit ihrer flüssig-cremigen Textur sorgen sie für ein angenehm leichtes Tragegefühl bei gleichzeitig langem Halt. Der Beauty-Trend aus Korea tönt die Lippen und hinterlässt einen frischen Hauch von Farbe. So kreierst du einen besonders natürlichen Look – die ideale Ergänzung zum Sommer-Make-up!

Extra-Tipp: Lip-Oil ist die glänzende Alternative für Gloss. Pflegt und klebt nicht.

Blotting Paper sind kleine Tücher, die wie Löschpapier funktionieren. Sie absorbieren Glanz, indem sie Schweiß und ölige Bestandteile aufsaugen. Zusätzlich befindet sich auf einer Seite des Papiers eine feine Puderschicht, die ebenfalls für ein mattes Erscheinungsbild sorgt. Blotting Paper passen in jede Handtasche und sind somit perfekt für unterwegs. Einfach das Gesicht abtupfen, fertig!

Sonne, Hitze, Schwitzen – deine Haut ist in der schönen Jahreszeit einigen Strapazen ausgesetzt. Gib ihr daher zurück, was sie verliert: Feuchtigkeit. Leichte Lotionen, Gele oder Fluids mit Matt-Effekt verwöhnen dein Gesicht am Morgen und am Abend. Tagescremes mit Lichtschutzfaktor sind ein Muss und schützen vor schädlichen UV-Strahlen. Das Apotheken-Team berät dich gerne, welche Produkte für deinen Hauttyp bestens geeignet sind, damit dein Sommerlook immer schön gepflegt und gleichmäßig erscheint.

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Während der Wechseljahre sinkt der Östrogenspiegel im Körper. Das kann sich auf verschiedene Weise im Mund bemerkbar machen:

Die gute Nachricht: Mit der richtigen Pflege und Vorsorge lassen sich viele Probleme vermeiden oder frühzeitig erkennen.

Tipps für gesunde Zähne in den Wechseljahren:

Die Wechseljahre stellen eine Herausforderung für viele Frauen dar – auch für die Zahngesundheit. Wer aber gut informiert ist und rechtzeitig handelt, kann Problemen vorbeugen und die eigene Mundgesundheit langfristig erhalten. Ihr Zahnarzt oder Ihre Zahnärztin steht Ihnen dabei als kompetente/r Ansprechpartner/-in zur Seite. Zögern Sie nicht, über Beschwerden oder Fragen zu sprechen.

Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de

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Ein luftiges Sommerkleid mit einem tiefen Ausschnitt. Die Haut strahlt … So ein gepflegtes Dekolleté zieht doch alle Blicke wie magisch auf sich. Es ist der Inbegriff von Weiblichkeit, zart und verführerisch zugleich. Doch genau diese empfindsame Zone zwischen Hals und Brust ist leider auch besonders sensibel. Die Haut hier ist dünner, besitzt kaum Unterhautfettgewebe und neigt deshalb schneller zu Fältchen, Trockenheit oder Pigmentflecken. Höchste Zeit also, ihr etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken – mit einer Pflegeroutine, die nicht nur verschönert, sondern auch schützt. Legen wir los …

Die richtige Reinigung ist der erste Schritt zu einem schönen Dekolleté. Herkömmliche Duschgels oder Seifen strapazieren die empfindliche Haut zu stark. Besser geeignet sind Produkte, die Sie auch für die sensible Gesichtspflege verwenden. Empfehlenswert ist etwa ein milder Reinigungsschaum, der die Haut nicht austrocknet. Bei Un­reinheiten helfen Waschgele und -lotio­nen mit Salicylsäure oder Heilerde. Erhältlich sind sie in Ihrer Apotheke.

Ein wöchentliches Peeling bringt Ihre Haut zum Strahlen. Es regt die Durchblutung an und entfernt abgestorbene Hautschuppen. Ganz einfach selbst her­stellen können Sie es mit Totes-Meer-Salz aus Ihrer Apotheke. Aufgrund seiner mineralstoffreichen Zusammensetzung ist das Salz auch für empfindliche Haut gut geeignet. Mischen Sie zwei Esslöffel davon mit einem Esslöffel Feuchtigkeitsöl, etwa Man­del- oder Jojobalöl, und tragen Sie das Gemisch in kreisenden Bewegungen auf die feuchte Haut auf. Danach mit warmem Wasser abspülen.

Nach der Rubbelkur ist eine Pflege mit viel Feuchtigkeit Pflicht. Ideal ist eine leichte Lotion oder ein zartes Creme-Gel mit Aloe vera oder Hyaluronsäure. Auch pflanzliches Kollagen aus Mais-, Soja- oder Weizenproteinen, oft in Naturkosmetik enthalten, stärkt die Haut­struktur, glättet und strafft. Antioxidantien wie Vitamin C oder E haben obendrein einen Anti-Aging-Effekt. Ihr Apotheken-Team vor Ort berät Sie gerne, welches Produkt am besten zu Ihren Bedürfnissen passt.

Wenn sich bereits erste Knitterfältchen zeigen oder die Haut zwischen Hals und Brust sehr trocken ist, lässt ein hochwertiges Serum Ihr Dekolleté gleich viel jünger aussehen. Inhaltsstoffe wie Retinol und wert­volle Pflanzenextrakte, etwa aus der Pfingstrose, wirken wie ein Booster und lassen die Haut wie aufgepolstert aussehen. Tragen Sie das Serum nach der Reinigung auf, dann wird Ihr Ausschnitt zum hinreißenden Highlight.

Die empfindliche Haut am Dekolleté ist zum einen besonders anfällig für Schä­den durch UV-Strahlung. Zusätzlich ist diese Hautpartie im Sommer stark der Sonne ausgesetzt. Täglicher Sonnenschutz ist deshalb unverzichtbar, um Sonnenbrand, vorzeitiger Haut­­alte­rung oder Pigmentflecken vorzubeugen. Ei­ne natürliche Son­nen­­creme mit mineralischem UV-Filter und hohem Lichtschutzfaktor finden Sie in Ihrer Apo­theke.

Dusche fürs Dekolleté

Wechselduschen regen die Durchblutung an und sorgen für ein straffes und rosiges ­Dekolleté. Kreisen Sie dazu einfach abwechselnd mit ­einem warmen und kalten Duschstrahl über Ihre Brust- und Halspartie. Enden sollten Sie immer mit kaltem Wasser.

Erfrischung pur

Thermalwasser-Spray aus der Apotheke wirkt nicht nur ­erfrischend bei hohen ­Tem­peraturen. Es mildert ­zudem Rötungen und Stressflecken im Dekolleté, ­beruhigt sensible Haut und stärkt die Hautbarriere.

Mini-Workout

Regelmäßiges Krafttraining ist ebenfalls wichtig für einen straffen ­Ausschnitt. Eine einfache Übung, um die Brustmuskulatur zu stärken, sind Liegestütze. Drei Sätze mit je zehn Wieder­holungen sind ­ideal. Wenn Ihnen das zu schwerfällt, lassen Sie zu ­Beginn die Knie am Boden.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

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Lieben Sie Musik? Dann haben Sie bestimmt Rhythmus im Blut. Tanzen trainiert nicht nur die Muskeln und Ausdauer, sondern schult auch die Koordination und das Gedächtnis. Indem Sie neue Tanzschritte lernen, passiert etwas im Oberstübchen. Neue neuronale Netzwerke bilden sich, insbesondere in Hirnbereichen, die für Aufmerksamkeit und Merkfähigkeit zuständig sind. Noch dazu wirkt Tanzen Einsamkeit entgegen. Soziale Kontakte entstehen in der Tanzschule, und vielleicht schlägt sogar das Herz für Ihren Tanzpartner höher? 

Armbrustschießen ist eine Trendsportart, die sich perfekt für Menschen jenseits der 60 eignet. Am Schießstand ist ­Körperspannung gefragt; dort fördern Sie Ihr Gleichgewicht und kräftigen die gesamte Rumpfmuskulatur. Und damit nicht genug. Während Sie die Zielscheibe fokussieren, läuft Ihre Konzentration auf Hochtouren. Der Sport mit Pfeil und Bogen erfordert also ein besonders hohes Maß an Acht­samkeit, was sich positiv auf die Denkleistung auswirken kann. Außerdem sind wohltuende Erfolgserlebnisse damit verknüpft, wenn die Pfeilspitze mitten ins Gelbe trifft.

Zumba ist ein Mix aus lateinamerikanischen Rhythmen und klassischen Fitness-Elementen. Und was macht Zumba Gold aus? Dieses Tanzprogramm ist speziell für Silversurfer entwickelt worden und besteht aus Choreografien, die leicht zu lernen sind. Schrittfolgen wiederholen sich und schulen somit Konzentration, Koordination und natürlich auch Ihre Kondition. Für Herz und Kreislauf ist Zumba Gold ein förderliches Training, ohne zu überfordern. Kurse – auch für Ungeübte – bieten viele Sportvereine und Fitnessstudios an.

Für die Wasserratten unter Ihnen besonders gut geeignet: Aquafitness mit sogenannten Poolnudeln fördert den Muskelaufbau. Durch den Wasserwiderstand ist der Kräftigungseffekt um ein Vielfaches höher als auf dem Land. Gleichzeitig müssen Sie in den Wogen nur ein Zehntel Ihres Körpergewichtes tragen, daher ist Aquafitness absolut gelenkschonend und toll für die Figur. 600 Kalorien verbrennen Sie dabei in nur 30 Minuten und werden spielend überflüssige Pfunde los. Eventuelles Übergewicht abzubauen, ist schließlich ein weiterer Schutz vor Demenz.

Sport hat bekanntlich eine Vielzahl positiver Effekte auf unsere körperliche und mentale ­Gesundheit. Studien belegen es. Schließlich entdeckten Altersforscher und Sportmediziner der Frankfurter Goethe-Universität einen interessanten Zusammenhang zwischen körperlicher Bewegung und der Gehirnaktivität. Demnach könnte sportliche Betätigung einen Anstieg des Stoffwechselprodukts Cholin verhindern. Denn eine erhöhte Konzentration davon steht in Verdacht, am Absterben von Nervenzellen beteiligt zu sein, und wird daher mit Demenz in Verbindung gebracht. Also – worauf warten Sie? Wählen Sie den Sport, der Ihnen Spaß macht, aber starten Sie klein.

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Bei der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) handelt es sich um eine der verbreitetsten Au­generkrankungen in Deutschland und zu­gleich um die häufigste Ursache für hoch­gradigen Sehverlust oder gar Erblindung. Schätzungen zufolge sind mehr als sie­ben Millionen Menschen in Deutschland von einer AMD betroffen – viele davon in einem frühen, noch un­di­ag­nostizierten Stadium. Umso wich­tiger sei es, in der Bevölkerung das Bewusstsein da­für zu schärfen, wie der eigene Le­bens­stil die Erkrankungs­wahr­scheinlich­keit beeinflussen kann. Etwa mit Sport: Bei körperlich aktiven Menschen fällt das AMD-Risiko nachweislich deutlich ge­rin­­ger aus als bei Vergleichspersonen, die sich nur wenig bewegen.

Eine AMD entwickelt sich meist schleichend. Es bilden sich zunächst Ablagerungen in oder unter der Netzhaut. Im weiteren Verlauf gehen dann die lichtempfindlichen Sehzellen zugrunde. Be­son­ders im zentralen Bereich der Netzhaut – der sogenannten Makula, die Stelle des schärfsten Sehens – nimmt die Sehkraft dann immer weiter ab. 

Als wichtigster Risikofaktor für die Ent­ste­hung einer AMD gilt neben dem ­Al­ter das Rauchen. Auch ein zu hoher Blut­druck trägt zu einem erhöhten AMD-­Risiko bei. Als Faustregel kann gelten: Was für die Gefäßgesundheit im übrigen Körper schlecht ist, schadet auch den Augen. Zwar ist ein direkter Zusammenhang zwischen Herz-Kreislauf-Leiden und AMD nicht nachgewiesen und schwer zu belegen. Die Parallelen sind jedoch so auf­fallend, dass viele Mediziner gemeinsame Erkrankungsmechanismen für wahr­scheinlich halten.  

»Körperliche Aktivität wirkt direkt auf einige wichtige Parameter ein, die sowohl das Herz-Kreislauf- als auch das AMD-Risiko beeinflussen«, erläutert Holz. Dazu zählen neben dem Körpergewicht und dem Blutdruck auch die Blutzucker­regulation und die Blutfettwerte. Vermutlich werden durch die körperliche Betätigung auch antioxidativ wirkende Enzyme aktiviert.

Wie groß der Effekt ist, der sich mit Sport erzielen lässt, hat eine Metaanaly­se mit insgesamt mehr als 14.500 älte­ren Personen gezeigt. Verglichen mit Teil­neh­mern, die sich regelmäßig bewegen, ent­­wickelten die­jenigen, die nicht oder nur mo­derat kör­perlich aktiv waren, um 19 Prozent häu­figer eine AMD. Am deut­lichsten war der Zusammenhang zwischen einer geringeren Betätigung und dem Neuauftre­ten einer AMD bei den jüngsten Proban­den, die im Mittel 61 Jah­­re alt waren: Hier waren körperlich we­niger Aktive um 74 Prozent häufiger von einer AMD betroffen als intensiv Sporttreibende. »Die Botschaft ist klar«, sagt Holz: »Auch wenn die AMD eine ty­­pische Erkrankung des höheren Le­bens­­alters ist, sollte spätestens in mittleren Jahren mit Sport oder anderen körperlichen Aktivitäten begonnen werden.« 

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Manche Nährstoffe sind vor allem in tierischen Produkten enthalten und werden bei veganer Ernährung oft nicht ausreichend aufgenommen. Veganer*in­nen sollten daher regelmäßig zur Blutuntersuchung bei ihrer Ärztin oder ihrem Arzt gehen. In Absprache müssen Sie sogenannte kritische Nährstoffe supp­lementieren – mit Nahrungsergänzungsmitteln aus Ihrer Vor-Ort-Apotheke.

Vitamin B12 findet sich in nennenswerten Mengen ausschließlich in tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch, Eiern und Milcherzeugnissen. Zwar enthalten auch Sauerkraut, fermentierte Sojaprodukte, Shiitakepilze sowie manches Wurzelgemüse Spuren von Vitamin B12. Doch die Mengen reichen zur Bedarfsdeckung längst nicht aus. Daher muss Vitamin B12 unbedingt über Nahrungsergänzungsmittel oder angereicherte Lebensmittel aufgenommen werden. Ein Mangel führt sonst zu Nervenschädigungen mit kribbelnden Händen und Füßen sowie zu einer Blutarmut, die sich in Müdigkeit und Abgeschlagenheit äußern kann.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gilt Vitamin D unabhängig vom Speiseplan als potenziell kritischer Nährstoff. Da Lebensmittel nur geringe Mengen an Vitamin D besitzen und die körpereigene Bildung – über Sonnenlicht – in der Haut nicht ausreicht, sollten Sie Vitamin D supplementieren. Schätzungen zufolge sind hierzulande 56 Prozent der Erwachsenen unzureichend mit Vitamin D versorgt. Muskel- und Knochenschwäche sowie eine erhöhte Infektanfälligkeit deuten auf einen Mangel hin.

Vorsicht: Viele Vitamin-D-Produkte werden aus Wollwachs hergestellt und sind daher nicht vegan. Ihr Apothekenteam vor Ort berät Sie gerne über vegane Alternativen.

Die Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure (zum Beispiel in Leinöl und Wal­nüssen enthalten) ist lebensnotwen­dig. Unser Körper wandelt sie in die beiden, ebenfalls wichtigen, langkettigen Fettsäuren Eicosapentaen­säure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) um. Da dieser Umbauprozess begrenzt ist, sollten Sie EPA und DHA auch über die Ernährung aufnehmen, etwa in Form von veganen Algenöl-Kapseln, die Sie in Ihrer Apotheke finden.

Calcium ist vor allem in Milch und Milchprodukten enthalten. Grünes Blatt­­gemüse, Brokkoli oder calciumreiches Mineralwasser liefern ebenfalls viel vom Mineralstoff, der für starke Knochen, Zähne, Muskeln und Nerven sorgt.

Zink findet sich ebenfalls häufig in tierischen Lebensmitteln, aber auch in Vollkornprodukten oder Nüssen. Ein Mangel zeigt sich in einer gestörten Wundheilung und erhöhten Infektanfälligkeit.

Tierisches Eisen verwertet der Körper besser als pflanzliches. Ein kleiner Trick: Mit etwas Vitamin C erhöhen Sie die Aufnahme. Trinken Sie zu grünem Gemüse, das reich an Eisen ist, ein Glas frischen Orangensaft, um dem Körper die Aufnahme zu erleichtern. Kapseln, die Eisen mit Vitamin C kombinieren, bekommen Sie in Ihrer Apotheke.

Laut Robert Koch-Institut weisen 32 Prozent der deutschen Erwachsenen ein erhöhtes Risiko für eine Jodunterversorgung auf. Ein Jodmangel beeinflusst vor allem die Funktion der Schilddrüse, was sich in Müdigkeit oder Gewichtszunahme ausdrückt. Wer sich vegan ernährt, kann über Algen, Spinat, Jodsalz oder Nahrungsergänzungsmittel den Bedarf decken.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

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Hyaluronsäure ist ein körpereigener Stoff, der Wasser bindet und für Volumen sorgt. In der ästhetischen Medizin wird sie häufig als Filler verwendet, um die Lippen voller und definierter erscheinen zu lassen.

Grundsätzlich sind moderne Lippenfiller darauf ausgelegt, Volumen und Form zu optimieren – nicht, die Zahnstellung zu beeinflussen. Doch bei sehr großen Mengen oder bei wiederholten Eingriffen kann es zu einem erhöhten Druck auf die Frontzähne kommen, vor allem beim Sprechen oder Kauen. Über Jahre hinweg kann dies in Einzelfällen zu leichten Zahnverschiebungen führen – insbesondere, wenn bereits eine Zahnfehlstellung oder kieferorthopädische Behandlung in der Vergangenheit bestand. Ein Retainer oder eine Nachtschiene kann in solchen Fällen helfen, die Zahnstellung zu stabilisieren.

Nach einer Lippenkorrektur verändert sich die Anatomie des Mundbereichs leicht. Das kann die Mundhygiene erschweren – vor allem, wenn durch die neue Lippenform bestimmte Bereiche schwerer erreichbar sind. Die Folge: Plaque, Karies oder Zahnfleischentzündungen können sich unbemerkt entwickeln.

Auch allergische Reaktionen auf die verwendeten Materialien sind – wenn auch selten – möglich. Diese können nicht nur die Lippen betreffen, sondern auch das Zahnfleisch reizen oder anschwellen lassen, was wiederum die Zahnpflege erschwert.

Bevor Sie sich für eine Lippenkorrektur entscheiden, sprechen Sie auch mit Ihrem Zahnarzt oder Ihrer Zahnärztin. Wir prüfen gern, ob Ihre Zahnstellung, eventuelle kieferorthopädische Vorgeschichten oder Ihre Mundgesundheit Besonderheiten aufweisen, die berücksichtigt werden sollten. Denn schöne Lippen und gesunde Zähne gehören zusammen.

Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de

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Start, Landung und dazwischen womöglich Turbulenzen. Da ist vielen Fluggästen etwas mulmig zumute. Etwa jeder Vierte kennt dieses bange Gefühl im Flieger. Bei zehn Prozent von ihnen spricht man sogar von einer echten Flugangst, medizinisch Aviophobie genannt. Und die Symptome gehen weit über kurze Momente der Anspannung hinaus – meist beginnen sie schon am Boden.

Fliegen gehört für die wenigsten Menschen zum Alltag – es ist etwas Be­sonderes. Schon am Flughafen sind wir ­mit außergewöhnlichen Szenen konfrontiert: Check-in, Sicherheitskon­trolle und dann die vielen Reisenden, die sich im Terminal lautstark tummeln. »Wir haben hier eine ganze Abfolge von ­potenziell angstauslösenden Situationen, die das Anspannungs­ni­veau deutlich erhöhen können«, weiß Dr. Udo Wortelboer, Facharzt ­für Psy­chia­­trie und Psychotherapie. Viel Stress also, bevor es überhaupt hoch ­in die Lüfte geht.

Auch wenn wir immer wieder hören, wie sicher Fliegen im Vergleich zu anderen Transportarten ist, kennen viele diese Angst, dass etwas passieren könnte, nicht nur wegen der Höhe. Besonders bei Auf- und Abwinden, sogenannten »Luftlöchern«, die das Flugzeug zum Ruckeln bringen, setzen bei manchen Passagieren »katastrophisierende Gedanken ein – bis hin zu einer Panikattacke«, weiß der Psychotherapeut. »Was ist, wenn wir abstürzen?«, ist die beklemmendste aller Fragen. ­Hinzu kommen Herzrasen, Atemnot, Schmerzen in der Brust und ein flaues Gefühl im Magen. Eine höchst unangenehme Lage für Betroffene – mit Folgen. 

Denn eine handfeste Flugphobie besteht auch außerhalb der eigentlichen Situati­on. Schon bei der Planung einer Flugrei­se kann sich Angst breitmachen, und beim bloßen Anblick des Jets zittern die Hände. Typischerweise vermeiden Aviophobiker jeglichen Kon­takt mit Flug­maschinen. Dass sie sich da­durch unvergessliche Urlaubserlebnisse verwehren, nehmen sie in Kauf. Über professionelle Hilfe nachzudenken, lohnt sich, wenn die Angst derart stark ist.

Wie andere Angststörungen auch, wird die Flugphobie in der Regel nach den Prinzipien der kognitiven Verhaltenstherapie behandelt. Im Rahmen eines ein- bis zweitägigen Flugangst-Seminars informieren Fachärzte zunächst über Ängste und ihre Entstehung, auch die objektiv hohe Sicherheit beim Fliegen ist ein Thema. »Im Zentrum steht jedoch die Konfrontation mit der angstauslösenden Situation«, erklärt Dr. Udo Wortelboer. Flugangst-Seminare finden daher oft in Kooperation mit Fluglinien statt und enden mit einem Rundflug.

Eine ganz neue Form der Flugangst-Behandlung bringt die VR-Brille ins Spiel. VR steht übersetzt für »virtuelle Realität«, die es ermöglicht, in eine dreidimensionale digitale Welt einzutauchen und dabei Erfahrungen zu sammeln. Mithilfe der VR-Brille wird die gesamte Abwicklung realitätsnah simuliert – vom Einchecken, dem Betreten des Flugzeugs bis zum Start und zur Landung. Moderne VR-Systeme setzen zudem sogenannte vibrotaktile Elemente in Handschuhen, Westen oder Stühlen ein und ahmen so die Bewegungen eines Flugzeuges nach. »Außerhalb der Forschung ist die VR-Therapie bei Flugangst allerdings kaum verfügbar«, bedauert Dr. Wortelboer. Er rechnet jedoch damit, dass sich dies demnächst ändert. Unter anderem weil ein simulierter Flug wesentlich kostengünstiger ist als ein echter. Außerdem liegen die Vorteile auf der Hand: Via VR lassen sich angstauslösende Flugsituationen individuell anpassen. Patienten können beliebig oft damit üben und schnell Fortschritte machen – um sich letztlich hoffentlich doch noch Reiseträume zu erfüllen, etwa in der Karibik …

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

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Alles, was Sie brauchen, sind zwei bis drei gleich schwere Bälle, Ringe oder Tücher. Und schon geht’s los: Werfen Sie die Gegenstände nacheinander hoch in die Luft. Auffangen und wieder nach oben schleudern. Was nach einem lustigen Kinderspiel aussieht, ist in Wirklichkeit eine verblüffende Leistung des Gehirns – mit nachhaltigen Effekten. Denn wie Forscher herausgefunden haben, kann Jonglieren die Koordination verbessern, die Konzentration schärfen und das Gedächtnis stärken. Kurz gesagt: Diese Wurfakrobatik macht schlau. Aber warum genau?

Bei der Jonglage passiert eine Menge gleichzeitig: Die Augen verfolgen die Flugbahn der Bälle und melden dem Gehirn, wo diese sich gerade befinden. Dabei senden Nervenzellen in Sekundenbruchteilen Signale an die Muskeln, damit die Hände im richtigen Moment zugreifen. Kopf und Körper arbeiten also perfekt zusammen, und das in einem rhythmischen Wechselspiel. Zeit zum Nachdenken bleibt nicht. Unser Gehirn muss sich laufend anpassen, Entscheidungen treffen und blitzartig Bewegungsabläufe koordinieren.  

Das Interessante daran: Damit wir überhaupt mit den Bällen jonglierend hantieren können, sind unsere zwei Gehirnhälften gleichermaßen gefragt. Schließlich steuert die rechte Hemisphäre unsere linke Körperseite und andersherum. Jonglage ist eine Überkreuz-Bewegung, die insbesondere jenen Bereich aktiviert, über den beide Hirnhälften miteinander verbunden sind. Dieser sogenannte Balken (Corpus callosum) besteht aus etlichen Millionen Nerven­leitungen, die zu »feuern« beginnen, wenn wir uns wechselseitig bewegen. Dabei wird die Durchblutung gesteigert, mehr Sauerstoff gelangt ins Gehirn. Wir werden also wacher, aufmerksamer und kon­zentrierter.

Noch dazu bildet sich das Protein BDNF (Brain-derived neurotrophic factor). Dies ist ein Wachstumsfaktor, der dafür sorgt, dass weitere Nervenzellen und -verknüpfungen entstehen. Mithilfe bildgebender Verfahren konnten Neurologen der Uniklinik Hamburg-Eppendorf diesen Effekt sogar nachweisen: Bei Menschen, die regelmäßig mit Bällen balancieren, hatten sich einige Hirnregionen vergrößert. Darunter solche, die fürs Lernen, für die Wahrnehmung und für die Bewegung im Raum zuständig sind. Teilgenommen hatten an dieser Studie übrigens Personen im Alter zwischen 50 und 67 Jahren. Wenn das kein Beweis dafür ist, dass Jonglage selbst im Alter fit im Kopf macht.

Jonglieren ist einfacher, als es aussieht: Stellen Sie sich locker auf und werfen Sie zunächst nur einen Ball zur anderen Hand hin – auf Augenhöhe und in einem immer höheren Bogen. Klappt das gut, nehmen Sie einen zweiten Ball. Schleudern Sie den einen hoch, sobald der andere etwa den höchsten Punkt erreicht hat. Auf die gleiche Weise steigern Sie sich zum dritten Ball. Nicht verzagen, wenn Ihre Hand mal ins Leere greift. Ihr Gehirn lernt schnell. Das Wichtigste ist das Dranbleiben. Experten empfehlen, täg­lich fünf bis zehn Minu­ten zu üben. Mit der Zeit trauen Sie sich immer mehr zu, Ihr Selbst­bewusstsein wächst. Und dann macht Jonglieren nicht nur klüger, sondern auch glücklich.

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Sonne tut Körper und Seele so gut und verleiht der Haut diesen wunderschönen Glow – ein Traum! Zum Albtraum wird’s jedoch, wenn sich deine Haut rötet, spannt und schließlich abschält. Mit Sonnenbrand ist nicht zu spaßen, erst recht nicht mit dem erhöhten Hautkrebsrisiko. Zu den absoluten Must­-haves gehört daher jetzt Sonnencreme.

Ob es in den Kindergarten, die Schule, zum Job oder an den Strand geht: Ohne Sonnenschutz sollte niemand das Haus verlassen. Am besten gleich morgens eine Creme fürs Gesicht und eine Lotion für den Körper auftragen. Hochwertige Sonnenschutzprodukte aus der Apotheke enthalten Feuchtigkeitsspender, Aufbaustoffe und Antioxidantien und erfüllen bei normaler Haut durchaus alle Pflegebedürfnisse. Ist deine sensibel, sehr trocken oder neigt zu Unreinheiten, wähle einen UV-Schutz passend zum Hauttyp und ergänze deine übliche Pflege.

Bei Kindern solltest du die Creme lückenlos auf Gesicht, Arme und Beine auftragen. Grundsätzlich gilt: Nicht kleckern, sondern klotzen! Erwach­sene brauchen mindestens drei Esslöffel voll Creme für den ganzen Körper, Kinder zwei bis drei Teelöffel. Geh beim Lichtschutzfaktor (LSF) am besten auf Nummer sicher und entscheide dich für 30 oder 50.

Deine Sonnencreme sollte explizit vor UVB- und UVA-Strahlen schützen. Du kannst zwischen chemischen und mineralischen Lichtschutzfiltern wählen. Bei den chemischen sicherheitshalber Octocrylen, Homosalat und DHHB meiden. Sie gelten als gesundheits- und umweltschädlich. Mineralische Filter wie Titandioxid und Zinkoxid sind hingegen unbedenklich, hinterlassen aber anfänglich einen weißlichen Film auf der Haut. Bei der richtigen Wahl für dich und deine Kids hilft dein Apotheken-Team gerne!

Ob Sonnencreme, -milch, -gel oder -spray – beim Baden und Abtrocknen, Schwitzen, Spielen und Toben geht immer ein wenig des Schutzes verloren. Daher solltest du alle zwei Stunden nachlegen, besonders bei kleinen Wasserratten. Übrigens, der Zusatz »wasserfest« bedeutet nur, dass die Creme nach zwei 20-minütigen Bädern noch zu 50 Prozent schützt. Also auch hier nachcremen, erst recht exponierte Stellen wie Nase, Wangenknochen, Ohren und Fußrücken. Zusätzlich textilen Sonnenschutz nutzen: Hüte, Caps, locker sitzende T-Shirts.

Hat die Haut doch etwas zu viel Sonne getankt, ist gerötet oder spannt, sind kühlende Gele und Lotionen, etwa mit Aloe vera oder Thermalwasser, eine echte Wohltat. Sie wirken hautberuhigend und leicht entzündungshemmend. Bei stärkeren Sonnenschäden tragen feuchte Umschläge und Hydrocorti­son-Gele aus der Apotheke zur Linderung bei.

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Bruxismus kann viele Ursachen haben: Häufig kommt es dazu, wenn jemand unter Stress und innerer Anspannung leidet. Aber auch Schlafstörungen, bestimmte Medikamente oder Zahnfehlstellungen können dahinterstecken. Nikotin, Alkohol und eine genetische Veranlagung spielen ebenfalls eine Rolle.

Tust du nichts dagegen, kann es auf Dauer zu Zahnschäden wie Rissen, abgeriebenem Zahnschmelz oder sogar Zahnverlust kommen. Häufig resultieren zudem Kiefer-, Nacken- und Kopfschmerzen aus dem meist nächtlichen Mahlen.

Oft bemerken Betroffene es tatsächlich nicht selbst. Achte deshalb auf Hinweise wie morgendliche Kieferschmerzen, emp­findliche Zähne oder ein verspannter Nacken. Auch deine Zahnärztin oder dein Zahnarzt sind gefragt, denn sie können Bruxismus an typischen Abnutzungsspuren auf deinen Kauflächen feststellen.

Selten, aber das ist von der Ursache abhängig. Knirschst du aufgrund einer akuten Stressphase, kann sich das Mahlen anschließend wieder geben. Allerdings »merkt« sich der Körper solche Techniken häufig, sodass du womöglich bei der nächsten Krise erneut damit beginnst. Knirschen Kids, was vor allem im Zahnwechsel vorkommt, legt sich dies in der Regel, wenn das Gebiss vollständig ausgebildet ist.

In der Zahnarztpraxis kann eine Schiene angepasst werden, die die Zähne schützt und die Kaumuskulatur entlastet. Ergänzend können Entspannungsverfahren, Physiotherapie oder psychologische Unterstützung helfen – je nach Ursache.

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Wie der Name bereits verrät, handelt es sich um eine zeitlich begrenzte Maßnahme. Eine Kurzzeitpflege dauert in der Regel vier Wochen und kann auf acht Wochen pro Jahr verlängert werden. In dieser Zeit sind Sie in einer anerkannten Einrichtung untergebracht, werden voll verpflegt und erhalten alle erforderlichen medizinischen Behandlungen.

Eine Kurzzeitpflege kommt in Betracht, wenn sich zum Beispiel Ihr Pflegebedarf kurzfristig erhöht hat und die Wohnung erst umgestaltet werden muss – etwa mit Treppenlift, barrierefreier Dusche und/oder Pflegebett. Oder Sie sind erstmalig pflegebedürftig geworden, (berufstätige) Angehörige wollen die Pflege übernehmen, können aber nicht sofort starten. Auch wenn Ihre Pflegeperson im Urlaub, in der Kur, krank oder anderweitig verhindert ist, begründet dies einen stationären Aufenthalt. Der wird dann als Verhinderungspflege bezeichnet. Zudem bietet sich eine Kurzzeitpflege für die Übergangszeit zwischen Krankenhaus und Heimkehr an – wenn Sie etwa nach einer OP den Alltag zu Hause noch nicht allein meistern können.

Ab Pflegegrad 2 besteht Anspruch auf eine Kurzzeitpflege und die Pflegekasse übernimmt wesentliche Teile der Kosten. Betroffene selbst oder Bevollmächtigte stellen dazu einen Antrag bei der Pflegekasse und begründen den Bedarf. Bei Pflegegrad 1 oder ohne Pflegegrad können Sie ebenfalls eine Kurzzeitpflege wahrnehmen. Dann ist aber die Krankenkasse zuständig, die in der Regel auch Zuschüsse leistet.

Die Tagessätze variieren von Einrichtung zu Einrichtung. Grundsätzlich setzen sich die Kosten aus drei Posten zusammen: Pflege, Unterbringung samt Verpflegung sowie Investitionskosten. Beispiel bei Pflegegrad 2 bis 5: Die Kasse steuert zur Pflege maximal 1.854 Euro pro Jahr bei, hinzu kommen Zahlungen für die Verhinderungspflege von maximal 1.685 Euro pro Jahr. Beides kann kombiniert und anteilig verrechnet werden.

Hier gilt ab 1. Juli 2025 eine vereinfachte Regel: Leistungen für Kurzzeit- und Verhinderungspflege können frei kombiniert werden und Versicherte haben insgesamt 3.539 Euro pro Jahr zur Verfügung. Für Unterbringung und Verpflegung sowie Investitions­kosten kommt jeder selbst auf. Sie ­können jedoch den Entlastungsbetrag (131 Euro pro Monat/1.572 Euro im Jahr) bei der Pflegekasse geltend machen. Bei Pflegegrad 1 erhalten Betrof­fene nur den Entlastungsbetrag. Zusätzlich gilt: Das Pflegegeld für pfle­gende Angehörige wird zu 50 Prozent auch während der Kurzzeitpflege weitergezahlt. 

Pflege- und Krankenkassen nennen anerkannte Einrichtungen in der Nähe. Träger sind etwa die Diakonie, das Deutsche Rote Kreuz oder die Arbeiterwohlfahrt. Dort sollten Sie sich bei Bedarf baldmöglichst nach den Tagessätzen, Leistungen und freien Plätzen erkundigen.

Erste Ansprechpartner:

Pflegekasse oder Krankenkasse, Sozialdienst vor Ort oder im Krankenhaus

Mehr Informationen:

www.pflege.de/altenpflege/kurzzeitpflege/

www.deutsche-seniorenbetreuung.de

Pflegetelefon des Bundesamts für Familie und zivilgesell­schaftliche Aufgaben (BAFzA):
030 20279131

E-Mail: info@wege-zur-pflege.de

Bürgertelefon zur Pflegeversicherung des Bundesministeriums für Gesundheit: 030 340606602  

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

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Alles steht in voller Blüte, die Gartensaison ist längst im Gang. Für Fans des lauschigen Grüns läuft die schönste Zeit des Jahres – jetzt wird wieder nach Herzenslust gepflanzt, gejätet und geerntet! Doch das Werkeln im Topf, Beet und Gras ist weit mehr als nur ein Hobby; es fördert sowohl die physische Gesundheit als auch unser seelisches Wohlbefinden. Ob im eigenen Garten oder auf dem Balkon, aktiv zu sein inmitten von Pflanzen hat zahlreiche positive Effekte auf unseren Organismus und unsere Stimmung – schauen Sie mal …

Gärtnern beinhaltet vielfältige körperliche Aktivitäten, die unsere Beweglich­keit fördern,  die Muskulatur stärken und auch die Ausdauer verbessern. Zudem wird unser Herz-Kreislauf-System ange­regt, was das Risiko für chronische Erkrankungen wie Diabetes oder Über­gewicht senken kann. Gartenarbeit ver­­braucht zudem reichlich Kalorien, eine Stunde Rasenmähen beispielsweise rund 350  – willkommen im grünen Fitnessstudio!

Schon eine halbe Stunde Gartenarbeit kann den Spiegel des Stresshormons Cortisol deutlich senken. ​Vermutlich ist ein spezieller Keim in der Erde, das Mycobacterium vaccae, mitverantwortlich dafür, dass uns das Graben im Grün ent­spannen lässt und happy macht. Untersuchungen zeigen, dass die Mikroben die Produktion der Glückshormone Serotonin und Dopamin anregen und sogar Depressionen entgegenwirken können.

Wer im Garten hantiert, tut auch seinem Oberstübchen Gutes. Das belegt eine Langzeitstudie der Universität Edinburgh in Schottland: Die Forschenden unter­such­ten 467 Proband*innen über Jahrzehnte; erstmalig als Kinder und schließ­lich mit 79 Jahren. Zum Check gehörte, neben Fragen zu Gesundheit, Beruf und Lebensstil, sowohl zum Start als auch am Studienende ein ausführlicher kogni­tiver Test. Dieser deckte Erstaunliches auf: Wer nach eigenen Angaben im Lauf der Jahre häufig im Garten gearbeitet hatte, wies im Alter eine gute geistige Fitness auf, deutlich besser als Buddel-Muffel. Auch zahlreiche weitere wissen­schaftliche Untersuchungen legen nahe, dass Pflanzen, Graben und Co. unsere Denkprozesse und Konzentration verbessern.

Mhmm, so lecker! Nichts schmeckt besser als selbst gezogenes Obst und Gemüse. Kein Wunder, dass der Anbau von Früch­ten und „Grünzeug“ oft zu einer bewuss­teren und gesünderen Ernährung führt. Schließlich sind frische, unbehandelte Lebensmittel aus dem eigenen Garten oder vom Balkon reich(er) an Nährstoffen und vor allem frei von Pestiziden – eine Sicherheit, die wir gern auf unser gesamtes Essen übertragen.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

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Bevor Sie überhaupt zum Spender wer­den, muss sichergestellt sein, dass Sie gesund sind. Daher erfolgt zunächst ein Check-up: Das Fachpersonal misst Ihre Körpertemperatur und Ihren Blutdruck. Anhand einer kleinen Blutprobe vorab werden außerdem Leber- und Nierenwerte bestimmt, Ihr Cholesterin und ­Eisen im Blut. Ein Test auf Infek­tionskrankheiten gehört ebenfalls da­zu. Ist alles in Ordnung, dürfen Sie spenden und wissen zudem mehr über Ihren »Ist-Zustand«. Noch dazu bekommt jeder ab der ersten »guten Tat« einen Ausweis, darin ist Ihre Blutgruppe vermerkt – wichtig für den Notfall, falls Sie selbst einmal Hilfe brauchen …

Herausgefunden haben dies Forscher der Charité Berlin. Allerdings bezieht sich diese Erkenntnis hauptsächlich auf Men­schen mit Hypertonie. Bei denjeni­gen, die unter leichtem Bluthochdruck litten, sank sowohl der systolische als auch der diastolische Wert schon nach dem ersten »Aderlass«. Der Effekt hielt  meh­rere Wochen an. Regelmäßige Blut­spen­den sollen den Blutdruck sogar dauerhaft stabilisieren. Warum, weiß man nicht genau. Eine Theorie besagt, die Blutentnahme habe positiven Einfluss auf die Elastizität der Blutgefäße. Als Ersatz für eine Bluthochdruck-Behandlung gilt Blutspenden jedoch nicht, höchstens als ergänzende Maßnahme.

Jede Blutspende verbraucht etwa 800 Kalorien. Warum? Bei jeder Vollblutspen­de geben wir 500 Milliliter unseres Lebenssaftes her – also circa zehn Prozent unseres gesamten Blutvolumens. Den Verlust gleicht der Körper von allein wieder aus. Blutplasma ist innerhalb von nur 24 Stunden vollständig ersetzt. Um alle roten Blutkörperchen neu zu bilden, brauchen wir etwas länger. Insgesamt ist dies Schwerst­arbeit für den Organismus, kostet ihn also jede Menge Energie.  

Den meisten Blutspendern ist dies sogar anzusehen. Die Rede ist vom »Warm-­Glow«. Dieses »warme Leuchten« in den Augen spiegelt das gute Gefühl, etwas Sinnvolles getan zu haben und vielleicht Leben retten zu kön­nen. Noch dazu schafft Blutspenden ein neues Bewusst­sein für den eigenen Körper. Bei der Vor­untersuchung erfah­ren wir mehr über ihn. Und hinterher gibt es eine Stärkung – gratis. Bei Kaffee, Kuchen und ein paar Leckereien kommen wir mit anderen Menschen zusammen. Soziale Kontakte können entstehen – so viel Glück auf einmal mit nur einer Blutspende …!

Mit nur einer einzigen Blutspende kön­nen Sie drei Leben retten. Wie geht das? Meistens benötigen Ärzte für die Behandlung eines Menschen nur einzelne Bestandteile des gespendeten Blu­tes. Daher wird zunächst das Blut in seine Hauptkomponenten zerlegt, und zwar in rote Blutkörperchen (Erythrozyten), Plasma und Blutplättchen (Thrombozyten). So entstehen drei Blut­präparate, die bis zu drei Patienten Hoffnung schenken – und ihren Liebsten, den Angehörigen und Freun­den, gleich mit.

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Info:

Blutspenden kann jeder ab 18 Jahren. Seit 2023 gibt es keine Altersbegrenzung mehr nach oben. Nur für Erstspender gilt: Nicht älter als 60.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

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Die gute Nachricht zuerst: Mehr als 54 Prozent unseres Stroms stammen mittlerweile aus Sonnen-, Wind- und Wasserkraft sowie aus Biomasse. Allerdings: Im Netz lassen sich grüner und konventioneller Strom nicht trennen und es handelt sich immer (noch) um einen Mix, der aus der Streckdose kommt. Mit der Wahl des Anbieters können Sie jedoch Einfluss nehmen und die Energiewende weiter vorantreiben – nach dem Motto „keine Kohle für fossile Energie“!

Folgende Kriterien gelten für „echten“ Ökostrom: Der Anbieter verkauft ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen, nachweisbar durch direkte Lieferverträge mit Erzeugern oder Zwischenhändlern, die über solche Verträge verfügen. Der Anbieter muss komplett unabhängig von Atom- oder Kohlekraftwerken sein und mit seinem Tarif einen Beitrag zum Ausbau der erneuerbaren Energien leisten. Das heißt: Ein fester Förderbetrag fließt in diese Projekte und liegt je nach Unternehmen zwischen 0,5 und zwei Cent des Kilowattstundenpreises.

Den richtigen Anbieter zu finden, ist nicht so einfach. So manche werben mit Ökostrom-Tarifen, kaufen aber auch Strom aus Kohle und/oder Atomkraft dazu und halten ihre Anteile an fossilen Erzeugerkraftwerken. Oftmals irreführend, aber nicht illegal, denn der Begriff Ökostrom ist nicht geschützt. Da hilft nur: genau hinschauen! Angaben zur Herkunft des Stroms und zur Höhe der Anteile an erneuerbaren Energien kann jede*r auf der Jahresabrechnung seines Anbieters oder auf dessen Website sehen. Wer’s genauer wissen und vergleichen will, schaut in den Ökostrom-Report 2025 der Umwelt- und Naturschutzorganisation Robin Wood hinein. Mehr als tausend Anbieter hat diese Initiative unter die Lupe genommen, dabei allerdings nur zwölf für gut befunden.

Verbraucher*innen können sich zudem an Ökostrom-Siegeln orientieren. Dazu gehören das „Grüner-Strom-Label“ unter der Regie von Umweltverbänden wie NABU und BUND, das ok-power-Siegel des gemeinnützigen Vereins EnergieVision sowie „Geprüfter Ökostrom“ des TÜV-Nord. Verfügt ein Anbieter über eines dieser Siegel, kann sich ein Wechsel lohnen – einerseits für Klima und Umwelt, andererseits auch für den Geldbeutel. Denn mittlerweile ist Ökostrom nicht mehr automatisch teurer als der aus Kohle und Co. Und keine Sorge, ein Wechsel ist supereinfach!

Sie haben einen passenden Anbieter und Tarif gefunden? Dann Wechselantrag online ausfüllen oder diesen postalisch anfordern. Name des alten Anbieters, Kundennummer, Jahresverbrauch und Zählernummer eintragen – die Angaben finden Sie auf Ihrer Abrechnung. Den Rest erledigt der neue Anbieter. Zum Tag des Wechsels muss nur noch der aktuelle Zählerstand festgehalten werden, und ab dann geht’s los mit Ökostrom!

Nützliche Links:

www.gruenerstromlabel.de

www.ok-power.de/ok-power-siegel.html

www.robinwood.de/oekostrom-report-2025

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

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