Das pflegt unreine Haut

Dermatologe
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Pusteln, Mitesser & Co.: In der Pubertät sind die Hormone in Aufruhr – und damit leider auch die Haut. Systempflege hilft, die Pickelplage einzudämmen.

Stirn, Nase, Kinn – in der berüchtigten T-Zone zeigen sich Pickel und Mitesser am liebsten. Denn hier befinden sich besonders viele Talgdrüsen, die Fett produzieren. Angefeuert wird diese Fettproduktion durch die Geschlechtshormone, die in der Pubertät den Körper fluten. Wird zu viel Fett gebildet, können die Poren verstopfen und Mitesser entstehen. Kann das Fett abfließen, verschwinden die dunklen Punkte zum Glück wieder. Sitzen die Poren allerdings richtig „dicht“, können Entzündungen und damit eitrige Pickel entstehen. Dann heißt es: Nur nicht mit bloßen Händen oder gar Fingernägeln daran herumquetschen und -kratzen. Sonst drohen noch dickere Pickel, schlimmstenfalls Entzündungen und Narben. Besser und gesünder für die Haut ist es, Mitesser und Pickel fachgerecht von einer Kosmetikerin entfernen zu lassen und bei ausgeprägter Akne zum Hautarzt zu gehen!

Rundum gut versorgt

Grundsätzlich gilt in der Pubertät: Die Neigung zu unreiner Haut lässt sich leider nicht verhindern. Aber die Pickelplage lässt sich meist in Schach halten. Je besser die Haut von innen und außen versorgt ist, umso weniger Probleme wird sie bereiten. Gute Versorgung von innen bedeutet vor allem: Auf eine ausgewogene Ernährung achten, also viel frisches Obst, Gemüse und reichlich Vollkornprodukte essen, und genug trinken. Gesunde Durstlöscher sind Wasser und Kräutertees. Zu viel Zucker und Fastfood verträgt die Haut hingegen gar nicht gut, Alkohol und Nikotin schaden ihr.

Für eine gute Versorgung von außen sorgen hochwertige Reinigungs- und Pflegeprodukte aus der Apotheke. Speziell für Teenager gibt es hier kosmetische Pflegeserien, die auf die Bedürfnisse junger, unreiner Haut abgestimmt sind. Entsprechende Waschemulsionen, Gesichtswässer und Feuchtigkeitscremes enthalten beispielsweise Salicylsäure, die hornlösend wirkt und so effektiv gegen Mitesser mobil macht. Auch pflegende Substanzen, die die Talgproduktion regulieren, die antibakteriell und hautberuhigend wirken, kommen in Anti-Pickel-Kosmetik zum Einsatz.    

Sauberkeit muss sein

Sauberkeit ist für unreine Teenagerhaut das A und O. Deshalb sollte sie morgens und abends sorgfältig mit einem milden Reinigungsmittel gesäubert werden. Ein alkoholfreies Gesichtswasser sorgt für porentiefe Reinheit, ohne die junge Haut auszutrocknen oder zu reizen. Gut geeignet für die anschließende Hautpflege ist eine fettarme, aber feuchtigkeitsreiche Creme speziell für unreine Haut.  

Auf Make-up müssen junge Mädchen trotz lästiger Pickel nicht verzichten. Voraussetzung: Es ist frei von Öl, Fett und Parfum. Ganz wichtig ist es natürlich auch, sich abends gründlich abzuschminken. Spezielle Pickelstifte sind praktisch, um vereinzelte Unreinheiten zu behandeln und zu kaschieren.

Pickel noch mit 30?

Akne und unreine Haut machen nur Teenagern zu schaffen? Weit gefehlt! Auch viele Erwachsene leiden darunter. Mögliche Ursachen sind hormonelle Veränderungen, psychische Faktoren, Umweltstress, falsche Kosmetika. Rauchen begünstigt Akne im Alter. Bei leichten Akne-Ausprägungen im Erwachsenenalter hilft medizinische Kosmetik aus der Apotheke, bei schweren Formen der Hautarzt.

Quelle: www.ratgebergesund.de

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