Allergien der Atemwege – Besser durch die Heuschnupfen-Saison

HNO-Arzt
mailenmailen druckendruckenvorlesen vorlesen

Die Nase läuft, die Augen sind gerötet, ein ständiger Niesreiz quält – allesamt Anzeichen der nahenden Heuschnupfen-Saison.

Gut, wenn Pollenallergiker jetzt schon die richtigen Medikamente in die Hausapotheke packen.

Noch ist der Frühling nicht in Sicht, doch unaufhörlich rückt er näher. Die meisten Menschen sehnen sich nach steigenden Temperaturen und den ersten wärmenden Sonnenstrahlen. Doch Heuschnupfen-Patienten bereitet das Frühlingserwachen alljährlich auch Kummer. Denn für sie beginnt pünktlich mit der Birkenpollen-Flugsaison wieder die Leidenszeit – mit allergischem Dauerschnupfen, Niesen, Augentränen und -jucken.

Handeln, ehe es losgeht

Gut, wenn Pollenallergiker bereits handeln, ehe die ersten Symptome aufgetreten sind. Das bedeutet: Vereinbaren Sie möglichst bald einen Termin bei Ihrem Allergologen und decken Sie sich mit vorbeugenden und lindernden Medikamenten ein, die Ihnen helfen, Schlimmeres zu vermeiden. 

Heuschnupfen sollte nämlich nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Darauf weist auch Professor Harald Morr von der Deutschen Lungenstiftung hin und erklärt: „Bei unbehandeltem Heuschnupfen kann die allergische Entzündung der Nasenschleimhaut und des Augenbindegewebes chronisch werden und dann von den oberen Atemwegen auf die unteren übergreifen – also auf die Bronchien und das Lungengewebe.“ Experten sprechen in diesem Zusammenhang von einem Etagenwechsel. Die Betroffenen leiden dann unter allergischem Asthma mit heftigen Krankheitssymptomen wie Husten, Atembeschwerden und anfallsartiger Luftnot. 

Medikation nach Maß

Um einem Etagenwechsel vorzubeugen und die typischen allergischen Beschwerden gezielt zu lindern, kommen die meis-ten Heuschnupfen-Patienten zumindest zeitweise nicht an Medikamenten vorbei: 

  • Mastzellstabilisatoren verhindern, dass der Botenstoff Histamin, der für die allergischen Symptome verantwortlich ist, im Körper freigesetzt wird. Entsprechende Augentropfen und Nasensprays müssen schon einige Wochen vor der Pollensaison und auch in der beschwerdefreien Zeit eingesetzt werden, um ihre volle Wirkung zu entfalten.
  • Antihistaminika sind antiallergische Tabletten, Augentropfen und Nasensprays, die die Wirkung des Histamins blockieren. Moderne Präparate machen – im Gegensatz zu ihren Vorgängern – nicht mehr müde. Vorteil der Antihistaminika ist ihre rasche Wirkung. Viele dieser Medikamente gibt es rezeptfrei in der Apotheke.
  • Homöopathische Heuschnupfen-
  • Mittel verfügen über ein breites Wirkspektrum auf die gereizten Schleimhäute der Atemwege und auf die Augen. Sie sollen die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren. Die Tropfen oder Tabletten enthalten entweder nur einen homöopathischen Wirkstoff oder eine Wirkstoff-Kombination. Erkundigen Sie sich bitte in der Apotheke danach.
  • Kortisonhaltige Arzneimittel wird der Arzt verschreiben, so es erforderlich ist.
  • Nasenspülungen können therapiebegleitend zum Einsatz kommen, um die gereizte Nasenschleimhaut von allergieauslösenden Substanzen zu befreien. 
  • Die Spurenelemente Zink und Selen können ergänzend dazu beitragen, das überaktive Immunsystem zu beruhigen.

Quelle: www.ratgebergesund.de