Husten, Schnupfen, Heiserkeit – Gut gerüstet durch die Erkältungszeit

Allgemein HNO-Arzt
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Herbstzeit ist Erkältungszeit. Doch mit verstopfter Nase und Halsschmerzen muss sich niemand abfinden. Gut wirksame Arzneimittel aus der Apotheke lindern die Beschwerden effektiv.

Husten, Schnupfen und Halsweh – diese drei Symptome sind typisch für eine Erkältung bzw. einen grippalen Infekt. Doch nicht immer tritt das Trio gemeinsam auf, und schon gar nicht in fixer Reihenfolge. Das hat eine Umfrage gezeigt: Während Erkältungsbeschwerden bei mehr als jedem dritten Befragten nacheinander auftreten, erwischen sie etwa jeden Vierten auf einen Streich. Und das bedeutet auch: Jeder grippale Infekt ist anders und bedarf einer individuellen Therapie.

Welche Erkältungssymptome Betroffene am meisten nerven? Für jeden Dritten ist die verstopfte Nase am lästigsten. Kopf- und Gliederschmerzen empfindet jeder Vierte als besonders störend, jeden Fünften belastet Husten am meisten. Für 16 Prozent sind Halsschmerzen das größte Ärgernis. Die gute Nachricht: Keines dieser Symptome müssen Erkältungsgeplagte tagelang klaglos ertragen. Denn rezeptfreie, gut verträgliche Arzneimittel aus der Apotheke lindern Beschwerden zuverlässig, erleichtern den Alltag und unterstützen den Genesungsprozess.

Wenn  feststeht, dass man sich tatsächlich nur einen banalen Schnupfen eingefangen hat und nicht etwa eine COVID-19-Infektion oder die echte Grippe, ist oft eine Behandlung in Eigenregie möglich. Stärkere oder unklare Beschwerden erfordern immer einen Arztbesuch.

Schnupfen: Endlich wieder durchatmen  

Wohl jeder kennt Erkältungsschnupfen aus eigener, leidvoller Erfahrung: Gleich zu Beginn der Infektion läuft und läuft die Nase. Was uns auf die Nerven geht, ist jedoch eine sinnvolle Abwehrreaktion des Körpers: Das glasige Sekret soll die Krankheitserreger aus der Nase befördern. Im weiteren Erkältungsverlauf wird das Sekret meist zähflüssiger, die Nasenschleimhäute schwellen an – und schon ist die Nase dicht.  

Was jetzt hilft, sind abschwellende Nasentropfen oder -sprays mit Wirkstoffen wie Oxymetazolin oder Xylometazolin. Diese Präparate befreien die Nase für viele Stunden, sind allerdings nur für den kurzzeitigen Gebrauch geeignet. Zusätzlich können Nasenspülungen mit isotoner Salzlösung (Apotheke) helfen. Eine Nasensalbe mit Dexpanthenol beruhigt die gereizte Nase.

Halsschmerzen & Heiserkeit: Hilfe für den rauen Rachen

Halsweh tritt oft zu Beginn einer Erkältung auf. Um den rauen, entzündeten Rachen zu besänftigen und die Schmerzen zu lindern, kommen Gurgellösungen, Rachensprays oder Lutschtabletten zum Einsatz. Diese lokal wirksamen Therapeutika enthalten schmerzstillende, entzündungshemmende, örtlich betäubende und/oder desinfizierende Wirkstoffe. Wichtig: Lutschtabletten nicht zerbeißen oder kauen, sondern langsam im Mund zergehen lassen. So können sie ihre Wirkung richtig entfalten.  

Greift die Halsentzündung auf Kehlkopf oder Stimmbänder über, kommt es zu Heiserkeit. Die Stimme krächzt, mitunter kommt kaum noch ein Wort über die Lippen. Was hilft? Möglichst wenig sprechen, genug trinken und den gereizten Rachen befeuchten. Salzhaltige Rachensprays und Halstabletten mit Hyaluronsäure leisten bei Heiserkeit gute Dienste.

Husten: Die „Bellerei“ beenden

Erkältungshusten ist quälend. Doch er ist auch ein wichtiger Schutzreflex: Mit jedem Hustenstoß werden Krankheitserreger und überschüssiges Sekret aus den Atemwegen befördert. Deshalb sollte Husten auch nicht vorschnell mit Medikamenten unterdrückt werden. Faustregel: Trockener Reizhusten, der oft in den ersten Erkältungstagen quält, darf vor allem nachts mit Hustenstillern behandelt werden. Bei produktivem Husten mit Schleimbildung kommt es hingegen darauf an, das zähe Hustensekret zu lösen und das Abhusten zu erleichtern. Rezeptfreie Hustenlöser enthalten Wirkstoffe wie Ambroxol oder Acetylcystein.

Auch pflanzliche Präparate kommen gegen Husten infrage, zum Beispiel Säfte, Tropfen oder Tabletten mit Efeu, Thymian und Spitzwegerich. Einige pflanzliche Arzneimittel verfügen sowohl über schleimlösende als auch über reizlindernde Eigenschaften. Das Team in Ihrer Apotheke kennt sich aus und kann gut verträgliche Präparate empfehlen.

Erste Hilfe für Kopf und Glieder

Gegen erkältungsbedingte Kopf- und Gliederschmerzen helfen Schmerztabletten mit Wirksoffen wie Paracetamol, Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure. Diese Wirkstoffe sind oft auch in Kombinationspräparaten enthalten. So heißen Arzneimittel, die gegen mehrere Erkältungssymptome gleichzeitig wirken, zum Beispiel gegen Schmerzen und gegen Husten. Welches Medikament für Sie infrage kommt? Lassen Sie sich bitte von Ihrer Apothekerin oder Ihrem Apotheker beraten. 

Quelle: www.ratgebergesund.de

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