Das hält die Gefäße jung

Allgemein Internist
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Flexibel und frei müssen unsere Arterien sein, damit das Blut ungehindert fließen kann. Doch bei vielen Menschen weisen die Gefäße gefährliche Engpässe auf. Steuern Sie rechtzeitig gegen!

Arteriosklerose nennen es Ärzte, der Volksmund spricht meist von Gefäßverkalkung. Typisch für diese weit verbreitete Erkrankung: Die Arterien, die frisches, sauerstoffreiches Blut vom Herzen aus zu allen Organen befördern, sind verengt und verhärtet. Substanzen wie Fette, Kalk und andere Stoffe aus dem Blut haben sich in den Gefäßinnenwänden abgelagert. Diese Engpässe behindern den normalen Blutfluss.  

Bedenkliche Engstellen

Arteriosklerose ist gefährlich, oft sogar lebensbedrohlich. Beispielsweise dann, wenn Ablagerungen die Herzkranzgefäße verengen. Dann kann es zu einem Herzinfarkt kommen. Ist der Blutfluss in der Halsschlagader beeinträchtigt, kann ein Schlaganfall die Folge sein.

Sind die Gefäße im Becken und in den Beinen von Arteriosklerose betroffen, kann das eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) verursachen. Durchblutungsstörungen in den Beinen machen es Betroffenen unmöglich, längere Wegstrecken schmerzfrei zurückzulegen. Weil sie immer wieder stoppen und Pause machen müssen, wird die Krankheit umgangssprachlich Schaufensterkrankheit genannt. Auch andere Gefäße kann Arteriosklerose in Mitleidenschaft ziehen und dann beispielsweise die Nierenfunktion beeinträchtigen.   

Risikofaktoren ausschalten

Zahlreiche Risikofaktoren begünstigen die Entstehung des gefährlichen Gefäßleidens. Auf einige davon haben wir leider keinen Einfluss, etwa auf unser Lebensalter oder unsere Erbanlagen. Andere hingegen können wir gezielt beeinflussen – und deshalb ist Arteriosklerose kein unabwendbares Schicksal.  

So erhöht zum Beispiel Rauchen das Arteriosklerose-Risiko, denn Tabakrauch begünstigt Ablagerungen in den Gefäßwänden. Auch andere ungesunde Lebensgewohnheiten wie sehr fettreiches Essen und Bewegungsmangel machen den Blutgefäßen zu schaffen. Das liegt unter anderem daran, dass sie zu hohe Cholesterinwerte und Bluthochdruck begünstigen. Vor allem das metabolische Syndrom – eine Kombination aus Übergewicht, Diabetes, erhöhten Blutfettwerten und Bluthochdruck – öffnet Arteriosklerose und ihren Folgekrankheiten Tür und Tor.

Diese Zusammenhänge machen klar: Gesunde Lebensgewohnheiten tragen nicht nur zu persönlichem Wohlbefinden bei. Vielmehr können sie unsere Adern vor bedenklichen Ablagerungen bewahren – und uns somit auch vor Herzinfarkt und Schlaganfall schützen.

Gesund essen, viel bewegen

Worauf es insbesondere ankommt? Auf Nikotinverzicht, den Abbau von Übergewicht, auf regelmäßige, moderate Bewegung und gesundes Essen. Experten raten zu ausgewogener, frischer und vollwertiger Kost – idealerweise nach dem Vorbild der Mittelmeerküche. Hier kommen traditionell sehr viel Gemüse und Obst auf den Tisch, ebenso Fisch und Meeresfrüchte. Fleisch sollte zurückhaltend genossen werden. Eine gute Wahl ist Brot aus vollem Korn, das wesentlich besser und länger sättigt als Weißmehlprodukte.

Gut zu wissen: Ein gesunder Lebensstil kann Arteriosklerose nicht nur vorbeugen, sondern wirkt sich auch günstig aus, wenn der Arzt bereits eine Gefäßverkalkung festgestellt hat. Ist die Diagnose klar, kann der Mediziner zum Beispiel Medikamente verordnen, die das Blut verdünnen, so dass es besser durch die Adern fließen kann. Mitunter sind auch operative Eingriffe erforderlich, um verengte Blutgefäße zu erweitern oder den Blutfluss umzuleiten.

Natürliche Gefäßfreunde Rezeptfreie Präparate aus der Apotheke können dazu beitragen, dass die Arterien elastisch und frei bleiben. Sie enthalten zum Beispiel Omega-3-Fettsäuren oder Antioxidantien. Das sind bestimmte Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe, die aggressive freie Radikale abfangen, zerstören und so auch einer Gefäßverkalkung entgegenwirken können. Um die Elastizität der Arterien zu verbessern, kommen auch Mittel mit dem Eiweißbaustein Arginin infrage. Ob die Einnahme entsprechender Präparate sinnvoll ist, sollten Sie mit dem Arzt und Apotheker besprechen.

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Quelle: www.ratgebergesund.de