Wirksame Hilfen aus der Apotheke

Internist
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Völlegefühl und Blähungen sind eine Qual. Ungünstige Essgewohnheiten und Stress gehören zu den häufigen Auslösern. Wir sagen, wie Sie dem Tumult in der Körpermitte ein rasches Ende bereiten.

Hätte ich doch bloß auf den Nachtisch verzichtet, keine Bohnen gegessen, mir mehr Zeit zum Essen genommen… Wer nach einer leckeren, aber deutlich zu üppigen Mahlzeit oder dem Genuss stark blähender Kost prompt von Verdauungsbeschwerden gepeinigt wird, weiß meist gleich, woher der Wind weht. Ein stark aufgeblähter, angespannter Bauch, lautes Rumoren und heftige Blähungen, die nicht nur peinlich, sondern auch sehr schmerzhaft sein können, folgen oft auf hemmungslose Schlemmerei. 

Völlegefühl und Blähungen sind quälend, aber zum Glück meist harmlos. Zu ihrer Ärztin bzw. zu ihrem Arzt sollten Betroffene dennoch gehen, wenn die Beschwerden heftig, häufig oder ohne offensichtlichen Grund auftreten. Denn manchmal kann sich dahinter auch eine ernste Krankheit verbergen, die ursächlich behandelt werden muss. 

Essgewohnheiten überprüfen 

Sind gravierende Ursachen ausgeschlossen, ist es sinnvoll, die eigenen Ess- und Trinkgewohnheiten genauer unter die Lupe zu nehmen. Menschen mit einer empfindlichen Verdauung können stark blähende Kost wie Kohlgemüse, Hülsenfrüchte und Zwiebeln oft gar nicht gut vertragen. Auch Zuckeraustauschstoffe wie Xylit und Sorbit, die in manchen Lebensmitteln stecken, sowie kohlensäurehaltige Getränke können für vermehrte Winde verantwortlich sein. Und: Wer gerne XXL-Portionen und Fettes isst, wird vermutlich auch schon Bekanntschaft mit Völlegefühl gemacht haben. Kein Wunder, denn die Verdauung von Schweinebraten, Sachertorte oder Sahnesauce ist Schwerstarbeit – und kann sensible Verdauungsorgane überfordern. 

Oft gehen auch Stress und Seelenkummer mit Verdauungsbeschwerden einher. Das liegt nicht selten daran, dass gesundes Essen in turbulenten Zeiten meist zu kurz kommt. Wer hastig isst, schluckt viel Luft – und ebnet dem Tumult in der Körpermitte damit den Weg.  

Diese Zusammenhänge machen deutlich, dass man selbst einiges tun kann, um Völlegefühl und Blähungen in den Griff zu bekommen: individuell gut verträgliche Lebensmittel auf den Tisch bringen, in Ruhe essen, kleine Portionen bevorzugen und jeden Bissen gründlich kauen. Nach dem Essen hilft ein kleiner Spaziergang, die Verdauung anzukurbeln, ebenso ein verdauungsfördernder Kräutertee. Stressgeplagte können zudem von kleinen Auszeiten im Alltagstrubel und von gezielten Entspannungstechniken profitieren, die auch Atemübungen einbeziehen.

Die Fettverdauung verbessern

Die Beschwerden sind schon da? Der Bauch ist schmerzhaft aufgebläht? Dann kann rezeptfreie Medizin aus der Apotheke Abhilfe schaffen. Gegen eine Vielzahl von Magen-Darm-Beschwerden wirken pflanzliche Kombinationspräparate, in denen bewährte Heilpflanzen wie Kamille, Angelika, Schafgarbe und bittere Schleifenblume stecken. Auch Pfefferminz- und Kümmelöl lindern Druckgefühl und Blähungen effektiv. Präparate mit Artischocke und Kurkuma fördern die Fettverdauung. Das Team in Ihrer Apotheke berät Sie gern, welche Arzneimittel in Ihrem individuellen Fall die beste Wirkung versprechen.

Hilfreich gegen Blähungen sind zudem Arzneimittel mit den Wirkstoffen Dimeticon und Simeticon, die es ebenfalls ohne Rezept in der Apotheke gibt. Diese gut verträglichen „Entschäumer“ sorgen dafür, dass sich angesammelte Gasbläschen im Darm auflösen.

Kleine Auszeiten für innere Balance

1.  Schließen Sie die Augen, legen Sie eine Hand auf Ihren Bauch und spüren Sie bei jedem Atemzug, wie sich die Bauchdecke hebt und wieder senkt. Achten Sie darauf, bis tief in den Bauch einzuatmen. 

2. Genießen Sie eine Tasse wohltuenden Kräutertee – bewusst und mit allen Sinnen. Riechen Sie den köstlichen Duft, der aus der dampfenden Tasse strömt. Kehren Sie erst dann wieder zu Ihren Alltagsaufgaben zurück, wenn Sie die Tasse – langsam und in kleinen Schlucken – leer getrunken haben. Verdauungsfördernde Tees empfiehlt man Ihnen gern in der Apotheke.

3. Öffnen Sie zwischendurch immer mal wieder ein Fenster und lüften Sie gründlich durch. Atmen Sie dabei ganz bewusst die frische Luft tief ein und aus. 4 Bewegung nach Feierabend hilft, Stress abzuschütteln. Gehen Sie zum Beispiel so lange spazieren, bis Sie nicht mehr daran denken, was am Arbeitsplatz noch zu tun wäre. Das kann dazu beitragen, stressbedingten Bauchbeschwerden vorzubeugen.

Quelle: www.ratgebergesund.de

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