Haustiere: Schluss mit dem Flohzirkus!

Tiermedizin
mailenmailen druckendruckenvorlesen vorlesen

Wenn sich Mieze unaufhörlich kratzt und Bello ständig an seinen Hinterbeinen nagt, kann das ein Hinweis auf Flohbefall sein. So werden Sie die Parasiten wieder los.  

Meist macht Flohbefall durch heftigen Juckreiz auf sich aufmerksam. Herrchen und Frauchen bemerken zudem, dass ihr vierbeiniger Liebling extrem unruhig ist, Hautrötungen oder gar Fellschäden und Verletzungen aufweist. Diese Blessuren entstehen durch Kratzen und Benagen der stark juckenden Haut. Weitere Hinweise sind helle Krümel (Floheier) und dunkle Krümel (Flohkot) im Tierfell. 

Flöhe, die sich im Fell von Vierbeinern pudelwohl fühlen und vom Blut ihrer Wirte ernähren, sind eine echte Plage: immer lästig und quälend, manchmal sogar gesundheitsschädlich. Etwa dann, wenn das Haustier überempfindlich auf Flohspeichel reagiert. Dann reicht ein einziger Flohstich, um heftige Hautreaktionen hervorzurufen. Noch problematischer ist, dass Flöhe Bandwürmer übertragen können. Wenn der vierbeinige Hausgenosse bei der Fellpflege einen infizierten Floh erwischt, zerbeißt und verschluckt, können sich die Würmer in seinem Darm entwickeln. Nicht ausgeschlossen, dass sich im Anschluss sogar der Mensch damit ansteckt. 

Flöhe sind flexibel 

Flöhe sind nicht auf einen Wirt spezialisiert und leben auch nicht dauerhaft auf ihrem Opfer. Vielmehr verkriechen sich die winzigen Blutsauger zwischen den Mahlzeiten – etwa in Teppichen, und Ritzen von Polstermöbeln. Hier verbringen die Parasiten, unsichtbar für das menschliche Auge, einen Großteil ihres Lebens und vermehren sich in rasantem Tempo. 

Während seines etwa einjährigen Lebens kann ein weiblicher Floh rund 400 Eier legen. Aus ihnen schlüpfen Larven, die sich zu Puppen entwickeln, aus denen dann der Floh schlüpft. Das flinke Tier kann mit seinen starken Sprungbeinen bis zu einen halben Meter weit springen. Haben sich Flöhe erst im Haushalt breitgemacht, gibt es für Haustiere und auch für den Menschen so gut wie kein Entkommen mehr.

Die Plagegeister vertreiben  

Um Flöhe dauerhaft loszuwerden, sollten Sie taktisch und konsequent vorgehen: Unerlässlich ist zum einen die Flohbekämpfung direkt am Tier, zum Beispiel mit wirkstoffhaltigen Spot-on-Präparaten, die auf Nacken-, Schulter- und Schwanzwurzelbereich des Vierbeiners aufgetragen werden. Diese Mittel töten die Flöhe im Fell innerhalb kurzer Zeit zuverlässig ab. Wichtig ist es aber auch, die Umgebung zur „flohfreien Zone“ zu machen, etwa mit einem geeigneten Umgebungsspray, das Flöhen, Eiern und Larven den Garaus macht. 

Zur Vorbeugung eines neuen Flohbefalls sollten Vierbeiner in regelmäßigen Abständen mit geeigneten Spot-on-Lösungen behandelt werden. Auch spezielle Flohhalsbänder schützen Haustiere vor den Parasiten.  

Hund und Katze sind bei hungrigen Flöhen gleichermaßen beliebt.

Quelle: www.ratgebergesund.de

Bildnachweis: ©adogslifephoto – stock.adobe.com