Wieder an der Uhr gedreht

Tiermedizin
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Sommerzeit – Winterzeit: zwei Mal im Jahr irritiert die Zeitumstellung nicht nur den menschlichen Biorhythmus, sondern auch den unserer Haustiere. Aber an der inneren Uhr Ihres Schützlings zu drehen, ist mit einem einfachen Trick kein Problem.

Wird der Futternapf von einem Tag auf den anderen plötzlich eine Stunde früher gefüllt, kann das unsichere Hunde, die feste Abläufe gewohnt sind, schon mal ein wenig aus dem Rhythmus bringen. Die innere Uhr Ihres Vierbeiners auf die bevorstehende Sommerzeit vorzubereiten, ist ganz einfach: Verlegen Sie zum Monatsende hin alle gewohnten Abläufe wie das Füttern und den täglichen Gassigang immer wieder mal um eine Viertelstunde nach vorne. Dann ist Ihre Fellnase pünktlich zur Zeitumstellung auf den neuen Tagesrhythmus vorbereitet. Katzen kommen normalerweise auch ohne diese Vorbereitung mit der am 31. März wegfallenden Stunde problemlos zurecht.

Fische in der Zeitblase

Auch den Tag-Nacht-Rhythmus von Aquarienbewohnern um eine Stunde vor- oder zurückzuverlegen, ist normalerweise kein Problem. Hier genügt es schon, die Zeitschaltuhr des Beckens über den Monat verteilt immer wieder mal um eine Viertelstunde vorzustellen, sodass die Tiere am Morgen des 31. März in der neuen Zeit angekommen sind. „Am einfachsten ist es aber, wenn das Aquarium immer, sowohl im Sommer als auch im Winter, in seiner eigenen Zeitzone läuft“, sagt Florian Grabsch vom Verband Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde.

Autofahrer aufgepasst

Auch wild lebende Tiere bekommen es zu spüren, wenn wir Menschen mal wieder an der Uhr gedreht haben. Denn Rehe, Wildschweine, Füchse und andere Waldbewohner, die in der Dämmerung auf Futtersuche sind, haben jetzt plötzlich vermehrt mit dem morgendlichen Berufsverkehr zu tun.

Damit es dadurch nicht zu Wildunfällen kommt, sollten Sie in ländlichen Gebieten und auf Straßen entlang von Waldrändern in den nächsten Tagen nach der Zeitumstellung in der Morgendämmerung besonders vorsichtig und bremsbereit fahren.

Tierärztin Kerstin Wittig aus Moers rät:

Ist Ihr Vierbeiner auf eine regelmäßige, zeitlich genau festgelegte Einnahme von Medikamenten angewiesen, müssen Sie gegen Ende des Monats auch die Zeiten der Medikamentengabe vorziehen und anpassen. Gehen Sie dabei in Viertelstundenschritten genauso vor wie bei der Umstellung der Fütterungszeiten.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern