Nackenschmerzen – Schnell entspannen

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Unser Nacken gehört zu den Partien, die im Alltag besonders leiden. So helfen wir ihm … 

Stundenlang sitzen wir, oftmals gebeugt übers Handy oder mit starrem Blick auf den Bildschirm – kein Wunder, dass unser Nacken Alarm schlägt. Überlastete Muskeln sind die häufigste Ursache für dieses unangenehme Ziehen und den bohrenden Schmerz. Stress spielt dabei oft eine verhängnisvolle Rolle, weil wir unter seelischer Anspannung meist auch körperlich verspannen. Zudem können äußere Einflüsse wie Zugluft die Muskeln belasten.

Wärme wirkt Wunder

Heilmittel Nummer eins ist Wärme. Sie erweitert die Gefäße, fördert die Durchblutung und die Muskulatur kann sich wieder lockern. Zudem tut sie der Seele gut und fördert die allgemeine Entspannung. Akut helfen eine Wärmflasche oder in Ofen oder Mikrowelle erwärmte Kirschkern- und Körnerkissen. Für besonders effektive Tiefenwärme sorgen Fango-Kompressen und Wärmepflaster aus der Apotheke, die speziell auf die Nackenpartie zugeschnitten sind und über mehrere Stunden wirken. Auch Rotlichtlampen erreichen tiefere Gewebeschichten.

Salben und Tabletten

Für eine gezielte, lokale Anwendung eignen sich zudem Schmerzsalben und -gele mit durchblutungsfördernden, wärmenden Wirkstoffen oder schmerzlindernden Entzündungshemmern wie Diclofenac oder Ibuprofen. Für besonders hartnäckige Beschwerden sind auch Schmerztabletten geeignet. Diese sollten allerdings nur kurzzeitig und nach fachlicher Beratung eingesetzt werden. Über das passende Mittel und die korrekte Anwendung informiert Sie auch Ihr Apothekenteam.

Ausgleich schaffen

Massagen, etwa mit einem Igelball, und sanfte Übungen zur Dehnung lockern einen verspannten Nacken. Auch sollten wir versuchen, den Alltag nackenfreundlicher zu gestalten: Gerade sitzen, öfter mal aufstehen, sich bewegen und den Nacken sanft zu allen Seiten beugen. Aktive Entspannungsmethoden, wie etwa Yoga, können Schmerzen vorbeugen und sie lindern. Hilft das alles nicht oder sind Nackenschmerzen mit starken Kopfschmerzen, Kribbeln oder Taubheitsgefühlen verbunden, sollte der Arzt das abklären.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern

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