Anti-Mücken-Düfte – Natürliche Insektenabwehr

Allgemein
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Bestimmte Pflanzen und deren Aromastoffe können uns lästige Brummer  vom Leib halten.

Sie können Insekten auch ohne Chemiekeule von Ihrer Kaffeetafel fernhalten. Machen Sie sich deren sensiblen Geruchssinn zunutze und umgeben Sie sich mit Düften, die Plagegeister nicht mögen.

Aromen gegen Insekten

Mücken mögen keine Zitrusdüfte. Die ätherischen Öle aus Zitrone, Limette, Zitronengras und Zitronenmelisse schrecken sie ab. Vermutlich lösen sie bei den Insekten unangenehme Reize aus und erschweren ihnen die Ortung von Körpergerüchen. Der Klassiker in nsektenabwehrmitteln (Repellentien) ist Citronellol, bekannt als Citronella. Es stammt hauptsächlich aus den Blättern und Stielen von Zitronengräsern und ist sehr intensiv. Ein vergleichbarer Wirkstoff in natürlichen Anti-Mücken-Mitteln ist ein Extrakt aus dem Zitronen-Eukalyptus. Weitere Mückenschreck-Düfte sind Bergamotte, Teebaumöl und Menthol sowie die ätherischen Öle mancher Gewürzpflanzen: Anis, Muskat, Nelke, Knoblauch und Zimt. Ätherische Öle sind hoch konzentriert, sie dürfen nicht unverdünnt auf die Haut. In Sprays, Mückenschutzstiften oder Lotionen beträgt ihr Anteil nur wenige Prozent. Alternativ können Sie einige Tropfen auf Stoffstreifen oder Duftsäckchen geben. Beliebt sind Anti-Mücken-Aromen in Kerzen oder Duftlampen. Setzen Sie diese nur im Freien ein, um Atemwegsreizungen und allergischen Reaktionen vorzubeugen.

Korrekte Anwendung Entscheidend

Tragen Sie Repellentien frühzeitig und möglichst lückenlos auf alle freiliegenden Hautregionen auf. Bei sehr dünner oder eng anliegender Kleidung auch darunter, hier stechen Mücken manchmal hindurch. Sparen Sie Augen, Lippen, Nase und Wunden aus. Schleimhäute, verletzte und sonnengeschädigte Hautstellen können auf die ätherischen Öle gereizt reagieren. Für Kinder unter zwei Jahren sind Aromaöle in der Regel nicht geeignet. Sie könnten die Mittel verschmieren oder ablecken. Warten Sie etwa 30 Minuten nach dem Auftragen von Körperpflegeprodukten und Sonnenschutz, bevor Sie Insektenmittel anwenden.

Pflanzliche Duftstoffe verfliegen mit der Zeit. Im Vergleich zu synthetischen Substanzen ist ihre Wirksamkeit oft kürzer. Erneuern Sie natürlichen Insektenschutz bei längeren Aufenthalten im Freien deshalb regelmäßig gemäß der Gebrauchsanweisung. Das gilt besonders bei hohen Temperaturen, starkem Wind sowie beim Sport und anderen schweißtreibenden Aktivitäten. Die richtige Produktauswahl und eine sachgemäße Anwendung sind für die Schutzwirkung entscheidend. Natürliche Repellentien halten nicht immer Zecken oder exotische Insekten ab, sind also nicht für jeden Ausflug oder Urlaub die beste Wahl. Lassen Sie sich in der Apotheke beraten.

Pflanzen Sie Mückenschutz

Es gibt Blumen und Kräuter, deren Duft Mücken nicht mögen. So können Sie dekorative Sommerbepflanzung und natürlichen Insektenschutz miteinander kombinieren. Geranien und Pelargonien enthalten wie Zitronengras den Wirkstoff Citronellol. In Blumenkübeln rund um Balkon oder Terrasse bilden sie eine blühende Abwehrbarriere gegen Insekten. Oder Sie stellen Töpfe mit Basilikum, Lavendel, Minze, Thymian und Rosmarin auf den Tisch. Ihre ätherischen Öle kommen bei Mücken gar nicht gut an, ebenso die Aromen von Tomatenpflanzen und Eisenkraut. Darüber hinaus wird einigen Holzarten eine insektenabwehrende Wirkung nachgesagt. Dazu zählen Kiefer, Zeder und Zirbe.

Zusätzlichen Schutz bieten Moskitonetze, Mückenschutzgitter sowie helle, lange und dicht abschließende Kleidung. Verzichten Sie auch auf blumige, süße Parfums und verbannen Sie potentielle Mückenbrutstätten aus Ihrer Umgebung: offene Regentonnen, leere Blumentöpfe und Gießkannen, in denen sich Wasser sammeln kann.

ExpertenratJuckreiz stoppen

Hat eine Mücke Sie trotzdem erwischt? Dann helfen natürliche Mittel gegen Schwellungen und Juckreiz. Silke Megens, pharmazeutisch-technische Assistentin in der Bahnhof-Apotheke in Goch, empfiehlt: „Damit aus einem Mückenstich keine große Beule wird, hilft ein kühlendes Gel mit Arnikaextrakt oder ein Umschlag mit essigsaurer Tonerde. Das Auflegen einer Kühlkompresse kann die typischen Beschwerden ebenfalls eindämmen.“

„Außerdem lindern homöopathische Mittel das typische Brennen, Schwellungen und Jucken nach Insektenstichen“, sagt die Expertin. „Hier eignen sich Apis D6, Ledum D6 und Caladium D6. Um Entzündungsreaktionen durch Aufkratzen der Stichwunde oder eine Verschlimmerung der Symptome zu lindern, nehmen Sie Belladonna.“ Silke Megens empfiehlt Tabletten oder Globuli, sie sind auch unterwegs schnell und einfach zu dosieren.

Kommt es nach einem Insektenstich zu Komplikationen wie Übelkeit, Atemnot, Hautausschlag, Schwindel oder Schwellungen im Mundbereich, verständigen Sie unverzüglich einen Arzt.

Quelle: www.ratgebergesund.de

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