Arthrose: Beugen Sie vor!

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Der schmerzhafte Gelenkverschleiß macht Millionen Deutschen zu schaffen. Lesen Sie hier, wie Sie dem Leiden vorbeugen und akute Beschwerden lindern können.   

Arthrose ist eine Verschleißerkrankung, von der nicht nur alte Menschen betroffen sind. Mediziner sprechen von Arthrose, wenn sich der Gelenkknorpel durch Abnutzung soweit zurückgebildet hat, dass die Gelenkflächen aufeinanderreiben. Dadurch kommt es zu Entzündungsreaktionen, die das Fortschreiten der Krankheit bewirken. Das Hauptsymptom einer Arthrose ist der Schmerz. Er tritt häufig als Anlauf- oder Belastungsschmerz auf. Beim Aufstehen und oftmals auch beim Treppenabsteigen schmerzt dann beispielsweise das Knie. Bei weit fortgeschrittener Arthrose haben Patienten selbst im Ruhezustand dauerhaft Beschwerden.  

Bewegung ist das A und O 

Arthrose ist nicht heilbar, da sich einmal abgenutzter Knorpel leider nicht mehr neu bilden kann. Umso wichtiger ist es, dem Gelenkverschleiß vorzubeugen – und das möglichst schon in jungen Jahren. „Wer sich regelmäßig bewegt und Übergewicht sowie Fehlbelastungen vermeidet, hat ein geringeres Risiko, später an den Gelenken zu erkranken“, weiß Dr. Martin Buchholz, Facharzt für Chirurgie und Orthopädie. „Empfehlenswert sind gelenkfreundliche Sportarten wie Radfahren, Schwimmen, Walken oder Wandern.“ 

Sportarten wie Tennis, Fußball oder intensives Lauftraining gelten hingegen als gelenkunfreundlich, da sie mit starken Stoßbelastungen und häufigen Richtungswechseln verbunden sind. Sie setzen den Gelenken auf Dauer eher zu und sind daher nicht das Richtige.  

Weg mit dem Speck 

Entscheidend ist es auch, Übergewicht zu vermeiden. In den Gelenken, die das Körpergewicht tragen müssen – im Knie, der Hüfte und der Wirbelsäule – ist Übergewicht oft sogar der Hauptauslöser für Arthrose. 

Von Bedeutung für belastbare und stabile Gelenke ist auch eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse. Fleisch, fette und zuckerreiche Speisen hingegen enthalten entzündungsfördernde Stoffe und sollten nur in Maßen genossen werden. Auch regelmäßiges Trinken gehört zu den Grundvoraussetzungen für die Gelenkgesundheit. 

Was aber tun, wenn die Gelenke bereits abgenutzt sind und empfindlich schmerzen? Dann sollten Betroffene unbedingt den Arzt aufsuchen. „Bei leichten Schmerzen helfen Kälte- oder Wärmebehandlungen sowie Physiotherapie“, so Martin Buchholz. „In akuten schmerzhaften Phasen werden kortisonfreie Antirheumatika eingesetzt. Hilft das nicht mehr, kann im akuten schmerzhaften Schub auch ein Kortisonpräparat ins Gelenk gespritzt werden.“

Rat aus der Apotheke

Therapiebegleitend können bei Arthrose hilfreich sein: 

• Knorpelschutz-Präparate (z.B. Glucosamin)

• Enzympräparate 

• Trink-Kollagen 

• Gelenk-Gele und -Salben zum Einreiben

Arthrose-Schmerzen können die Lebensqualität erheblich einschränken.

Quelle: www.ratgebergesund.de

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