Gute Gründe fürs Abnehmen

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Die Lieblingsjeans kneift bedenklich, und der kritische Blick in den Spiegel lässt keinen Zweifel: Ein paar Kilo weniger auf den Rippen würden wirklich guttun! Aber nicht nur das äußere Erscheinungsbild – auch die Gesundheit kann von einer sinnvollen Diät profitieren.

Es gibt viele gute Gründe fürs Abspecken: Wer schlanker ist, kommt mit mehr Energie besser durch den Alltag und die Treppe hinauf, ohne zu schnaufen. Weniger Gewicht entlastet außerdem die Gelenke. Wer unter Arthrose leidet und übergewichtig ist, kann sich nach einer Diät meist leichter und schmerzfreier bewegen.

Ein weiterer Grund: Insbesondere ein dicker Bauch begünstigt das metabolische Syndrom. Dieser Begriff beschreibt die Kombination aus hohem Blutdruck, hohen Blutfettwerten und einem deutlich erhöhten Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes. Denn anders als der Speck an Hüften und Oberschenkeln ist das Bauchfett aktiv und greift durch bestimmte Botenstoffe in die Stoffwechselvorgänge des Körpers ein. 

Bauchumfang und Körpermasse-Index

Um festzustellen, ob Sie wirklich zu viel wiegen, hilft eine Überprüfung von Bauchumfang und Body Mass Index (BMI). Und so geht’s: Messen Sie den Bauch morgens nüchtern im Stehen unter den Rippenbögen an der dicksten Stelle und legen Sie das Maßband in gerader Linie um den Bauch. Atmen Sie leicht(!) aus: Bei Männern bedeutet ein Umfang von 102 Zentimetern und mehr ein stark erhöhtes Risiko, bei Frauen gelten 88 Zentimeter als Grenze.

Der Body-Mass-Index (BMI) zeigt das Verhältnis vom Gewicht zur Körpergröße, als optimal gelten Werte zwischen 19 und 25. Ein Wert bis 30 zeigt leichtes Übergewicht an, ab 30 beginnt starkes Übergewicht. So berechnen Sie den BMI: Körpergröße mal Körpergröße (Beispiel: 1,80 m x 1,80 m = 3,24). Teilen Sie Ihr Gewicht dann durch den Ergebniswert (Beispiel: 87 kg : 3,24 = 26,85 BMI)

Wichtige Tipps: So wird die Diät ein Erfolg 

  • Überlegen Sie zunächst – vielleicht auch zusammen mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt – welches Zielgewicht Sie erreichen könnten. 
  • Machen Sie sich dann einen Plan mit Startpunkt, schrittweiser Ernährungsumstellung und realistischen Etappenzielen. Sie müssen nicht alle auf einmal erreichen.
  • Kein falscher Ehrgeiz: Jeden Monat ein bis zwei Kilo abzunehmen, ist ein toller Erfolg. Langsames Abnehmen ist nachhaltiger und hilft, den Jojo-Effekt nach der Diät zu verhindern.
  • Lernen Sie Ihre (heimlichen) Gewohnheiten kennen: Notieren Sie drei Tage lang genau, was Sie essen und trinken – wirklich alles! So erkennen Sie Ihre Schwachstellen.
  • Gehen Sie nie hungrig einkaufen und schreiben Sie vorher auf, was Sie brauchen. Wählen Sie immer die fettarme Variante von Fleisch und Milchprodukten und verwenden Sie in der Küche hochwertige pflanzliche Öle sparsam.
  • Planen Sie feste Essenszeiten ein und essen Sie in Ruhe, nicht nebenher am Kühlschrank, am Computer oder vor dem Fernseher. Sie merken dann kaum, was Sie alles essen.
  • Bauen Sie Bewegung in Ihren Alltag ein. Die Treppe statt den Aufzug zu nehmen, jeden Tag ein Gang um den Block, mit dem Rad fahren statt mit dem Auto: All das erleichtert das Abnehmen.
  • Suchen Sie Gleichgesinnte, das stärkt den Rücken. Gerade auch sportliche Aktivitäten, die das Abnehmen generell erleichtern, machen gemeinsam mit anderen meist mehr Spaß.
  • Statt Trostessen bei Frust: Gönnen Sie sich schöne kleine Alltags-Erlebnisse, z. B. ein entspannendes Bad mit aromatischen Ölen oder eine ruhige Viertelstunde mit einem Buch und einer Tasse Tee.
  • Sie haben eine kleine „Ess-Sünde“ begangen? Oder ein wenig zu- statt abgenommen? Das ist normal. Lassen Sie sich nicht entmutigen und bleiben Sie weiter am Ball!
  • In den verschiedenen Phasen einer Diät, etwa in der Startphase und auch später, wenn Sie das erreichte Gewicht stabilisieren möchten, können Formuladiäten aus der Apotheke das Abnehmen erleichtern. Sie ersetzen einzelne Mahlzeiten und versorgen den Körper mit allem, was er braucht.

Quelle: www.ratgebergesund.de

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