Impfungen nicht verschleppen

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Gerade in Zeiten von Corona gilt: Schutzimpfungen im Blick behalten! Wir sagen, warum die kleinen Pikser jetzt so wichtig sind.

Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Pneumokokken und Co. – Impfungen schützen vor schweren, oft lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten. Und das in allen Lebensphasen, vom Säuglings- bis ins Seniorenalter. Doch sollten anstehende Schutzimpfungen auch jetzt, während der SARS-CoV-2-Pandemie, durchgeführt werden?

„Auf jeden Fall“, sagen Experten. Ein umfassender Impfschutz ist in der Coronazeit sogar besonders bedeutsam, um gegen Infekte gewappnet zu sein, die die Gesundheit zusätzlich gefährden können. 

Für Kinder gilt: Wichtig ist es zunächst, dass die Grundimmunisierungen im Säuglingsalter sowie die erste Impfung gegen Mumps, Masern, Röteln und Windpocken (MMR(V)-Impfung) zeitgerecht durchgeführt werden. Deshalb sollten Eltern rechtzeitig beim Kinderarzt anrufen und einen Impftermin vereinbaren. Tipp: Im Gespräch auch nachfragen, worauf es beim Praxisbesuch ankommt, um keine Ausbreitung von Covid-19 zu riskieren. 

Für Erwachsene heißt es: Unbedingt einmal im Impfausweis nachsehen, ob der Schutz vollständig ist und Impflücken gegebenenfalls schließen. Senioren und Menschen mit chronischen Grunderkrankungen sollten unter anderem gegen Pneumo-kokken immun sein. Diese Bakterien rufen recht häufig Lungenentzündungen hervor. Eine Pneumokokken-Impfung schützt uns leider nicht vor Coronaviren, aber Covid-19-Patienten möglicherweise vor weiteren Komplikationen.   

Beruhigend zu wissen: Angst, sich während der Pandemie impfen zu lassen, muss niemand haben. „Es gibt keinen Hinweis darauf, dass die Auseinandersetzung des Immunsystems mit dem neuartigen Coronavirus durch eine in zeitlicher Nähe verabreichte Impfung beeinflusst wird“, so das Robert Koch-Institut (RKI).

Impfungen schützen schon die Kleinsten vor gefährlichen Erregern.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern

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