Rasche Hilfe bei Übelkeit

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Rasche Hilfe bei Übelkeit

Es beginnt mit einem flauen Gefühl im Magen und endet oft mit schwallartigem Erbrechen: Übelkeit kennt jeder. So werden Sie Unwohlsein wieder los.

Ob auf schwankendem Schiffsboden, infolge einer Magen-Darm-Infektion oder nach einer zu üppigen Mahlzeit: Übelkeit ist eine Qual. Nimmt das Unwohlsein im Magen zu, kommt es dann unvermeidbar und meist urplötzlich zum Erbrechen. Ist der Mageninhalt erst einmal draußen, können Betroffene oft erleichtert aufatmen, denn die Übelkeit hat deutlich nachgelassen. 

Sinnvolles Warnsignal

Übelkeit und Erbrechen sind keine eigenständigen Krankheiten, sondern natürliche Schutzmechanismen des Körpers. Durch Erbrechen versucht unser Organismus beispielsweise, schädliche Stoffe oder Krankheitserreger wieder loszuwerden. Das Brechzentrum, das seinen Sitz im Gehirn hat, empfängt dann bestimmte Signale, die den Brechreiz auslösen.

Mögliche Ursachen für akute Übelkeit und Erbrechen gibt es viele: Oft sind verdorbene Lebensmittel, unverträgliche Speisen, zu viel Alkohol oder Infektionen im Magen-Darm-Trakt dafür verantwortlich. Aber auch eine bevorstehende Migräneattacke oder die Reisekrankheit sind typische Ursachen.

Frische Luft tut gut

Oft helfen bereits bewährte Hausmittel und körperliche Schonung, um akute Übelkeit wieder zu vertreiben. Sinnvoll kann es bei einem flauen Gefühl in der Magengegend sein, einen kleinen Spaziergang zu machen. Die Mischung aus frischer Luft und gleichförmiger Bewegung wirkt oft Wunder.

Wer sich übergeben muss, sollte darauf achten, den dadurch verursachten Flüssigkeitsmangel im Körper wieder auszugleichen. Gut eignen sich hier Arzneitees mit Heilkräutern wie Kamillenblüten, Pfefferminzblättern, Schafgarbenkraut, Melissenblättern oder Fenchel. Bewährt gegen Übelkeit und Brechreiz hat sich Ingwertee. Um den strapazierten Magen nicht zu überlasten, sollte er vorläufig nur leichte Schonkost bekommen, zum Beispiel Zwieback, einen geriebenen Apfel oder eine zerdrückte Banane. Eine Wärmflasche auf dem Bauch besänftigt die Körpermitte.

Bewährte Helfer bei Übelkeit und Erbrechen sind Medikamente mit Wirkstoffen wie Dimenhydrinat, die direkt auf das Brechzentrum im Gehirn wirken und gleichzeitig die Magen-Darm-Motorik beruhigen. Bei heftigem Erbrechen können Zäpfchen sinnvolle Alternativen zu Tabletten sein.  

Ein Fall für den Arzt

Übelkeit und Erbrechen können die Symptome einer ernsthaften Erkrankung sein. Wenn Ihnen häufig schlecht ist und Sie unter heftigen oder anhaltenden Brechattacken leiden, ist ein Arztbesuch unerlässlich. Manchmal ist Übelkeit sogar Vorbote eines Herzinfarktes. Treten gleichzeitig Schmerzen im Oberkörper und in den Armen auf, sollten Sie unverzüglich den Notarzt rufen!

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