Silvester-Unfälle vermeiden

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Kinder und Kracher: Das ist eine explosive Mischung. So kommt der Nachwuchs sicher ins neue Jahr.  

An Silvester passieren alljährlich schlimme Unfälle mit Raketen und Böllern. Häufig sind Kinder zwischen acht und 15 Jahren die Opfer von Verbrennungen. Vorbeugen können Eltern, wenn sie ein paar Sicherheitshinweise beachten.

Geprüftes kaufen: Knaller, Raketen und Co. müssen bei uns eine Registriernummer der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) haben. Zudem auf das CE-Zeichen achten. Jugendfeuerwerk der Kategorie F1 ist für Kinder ab zwölf Jahren zugelassen. Dazu gehören z. B. Knallerbsen und Wunderkerzen. F2-Feuerwerk dürfen nur Erwachsene nutzen.

Darüber sprechen: Eltern und Kids sollten Feuerwerkskörper gemeinsam kaufen und die Gebrauchsanweisung rechtzeitig lesen. Wenn die Großen erklären, warum bestimmte Alters- und Verhaltensvorschriften gelten, entwickeln die Kleinen ein besseres Bewusstsein für Gefahren. 

Abstand halten: Einen Sicherheitsabstand von mindestens acht Metern zum Feuerwerk einhalten – und den Nachwuchs lückenlos beaufsichtigen. Darauf achten, dass Kinder keine Böller in die Hosentasche stecken. Durch Reibung können sie sich entzünden. 

Finger weg: Knaller, die nicht explodiert sind, nie aufheben – die Blindgänger könnten doch noch in die Luft gehen. Richtig: Mindestens 15 Minuten warten, dann in einen Eimer mit Wasser legen und später im Hausmüll entsorgen. 

Nüchtern bleiben: Um sich ganz auf den Nachwuchs konzentrieren und schnell reagieren zu können, sollten
Erwachsene nicht alkoholisiert sein.

Keine Kapuze: Kinder sollten schwer entflammbare Textilien, also z. B. Baumwolle statt Synthetik-Gemische, tragen. Auf Kapuzenjacken, in denen sich Böller verfangen könnten, besser verzichten. Ein Gehörschutz ist sinnvoll.

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ist ein Unfall passiert? Bei einer kleinen Brandverletzung gilt: Mindestens zehn bis 20 Minuten mit lauwarmem Wasser kühlen. Wund- und Brandgel und sterile Kompressen gehören in jede Hausapotheke. Bei größeren Verbrennungen oder Augenverletzungen den Rettungsdienst mit 112 alarmieren.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern

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