Starkes Immunsystem – Gesund durch den Corona-Sommer

Allgemein
mailenmailen druckendruckenvorlesen vorlesen

Pandemie und kein Ende? Von Normalität kann noch keine Rede sein. Jetzt heißt es: Durchhalten, Regeln befolgen und Abwehrkräfte stärken – nach Möglichkeit mit Wohlfühlfaktor.

Virologen geben derzeit diese vorsichtige Prognose ab: Bis zum Herbst könnte es dauern. Dann sind hoffentlich so viele Menschen in Deutschland geimpft, dass wir allmählich ohne Lockdowns leben können. Das Coronavirus und seine gefährlichen Mutanten verlieren also noch nicht ihre Schrecken. Und so steht uns nun der zweite, heiße Pandemie-Sommer bevor, der uns ein weiteres Mal vor die großen Herausforderungen stellt, gesund und gut gelaunt zu bleiben. Mit unseren Tipps für eine geballte Immunpower und die nötigen Streicheleinheiten für die Seele können Sie es schaffen. 

Abwehr in Bewegung bringen

Spüren Sie das? Diese angenehme Wärme auf der Haut und die milde Brise, die um die Nase weht. So fühlt sich Sommer an. Also genießen wir ihn, so gut es geht. Rausgehen, Sonne tanken, ausgedehnte Spaziergänge durch die Natur machen oder Radfahren. Hauptsache Bewegung an der frischen Luft. Moderate Fitnesseinheiten haben viele gesundheitsfördernde Effekte. Zahlreiche Studien belegen, dass Muskelaktivitäten immunschützende Prozesse im Körper anstoßen und Entzündungen verhindern können. Beim Sport schüttet der Körper Adrenalin aus. Dieses Power-Hormon treibt die natürlichen Killerzellen im Blut an, die dafür da sind, Viren zu bekämpfen. Sanftes Training fördert außerdem den Stressabbau und verschafft Glücksgefühle. Kräfte mobilisieren und die Abwehr stärken sind also ein gutes Team, um gesund und glücklich durch den Sommer zu kommen. 

Training zum Wohlfühlen

Dass Bewegung das Immunsystem stabilisiert, ist wissenschaftlich bestätigt. Aber übertreiben Sie es nicht. Auspowern bis zur völligen Erschöpfung hat nämlich einen gegenteiligen Effekt. Wer sich maximal verausgabt, flutet sich und seinen Körper zwar mit einer Vielzahl Immunzellen, die allerdings nach dem Training rapide sinken. Dann öffnet sich ein Zeitfenster, in dem Krankheitserreger besonders leichtes Spiel haben. Hochengagierte Fitnessfans sollten dieses Open-Window-Phänomen unbedingt im Hinterkopf behalten und lieber maßvoll, dafür regelmäßig sporteln, und zum Ausgleich für Entspannung sorgen. 

Gechillt gesund 

Apropos Erholung: Anhaltender Stress belastet das Immunsystem und raubt ihm sämtliche Energie. Da helfen nur Auszeiten und Entspannungsinseln im Alltag. Meditation und Yoga sind anerkannte Entspannungsmethoden, die helfen können, die innere Balance wiederherzustellen. In diesem Modus schaltet das Gehirn auf sogenannte Alphawellen um. Dies sind langsame Schwingungen, die uns in eine Art Wachtraum versetzen und so ein Gefühl der inneren Ruhe und Gelassenheit erzeugen. Nur im Schlaf sind wir noch gechillter. Während wir friedlich schlummern, durchströmen tiefenentspannte Deltawellen unser Oberstübchen. In dieser Slow-Motion-Phase finden wichtige Heilungsvorgänge im Körper statt. Deltawellen, auch Tiefschlafwellen genannt, halten die Funktionstüchtigkeit des Immunsystems aufrecht und fördern Wachstumshormone, die – ganzheitlich betrachtet – die Gesundheit auf ein stabiles Fundament stellen. Fehlen Wachstumshormone, bedingt durch unzureichenden Schlaf, sieht die Haut fahl und grau aus, die Knochenstruktur kann darunter leiden und möglicherweise verschlechtern sich sogar die Blutwerte. Ein Mangel äußert sich vor allem in schlechter Stimmung. Die Bandbreite reicht von Depressivität bis Gereiztheit. Folglich sind ausreichende Entspannung und wohltuender Schlaf die Garanten für eine verbesserte Lebensqualität, die uns helfen kann, diese Corona-Zeit gut zu überstehen.

Futter fürs Immunsystem

Letztlich fehlt noch ein Lebensbereich, der den Abwehrkräften ordentlich Futter gibt: die Ernährung. Ausgewogen und vitalstoffreich sollte sie sein und möglichst der pflanzlichen Kost den Vorzug geben. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt fünf Portionen Gemüse und Obst pro Tag. Karotten, Spinat und Aprikosen enthalten viel Betacarotin. Diese Vorstufe des lebenswichtigen Vitamins A mobilisiert die Abwehrzellen und aktiviert die Bildung von Antikörpern. Vitamin E fängt freie Radikale ab und schützt so das Immunsystem vor Angreifern. Top-Lieferanten sind Pflanzenöle, Nüsse und Leinsamen. Der Klassiker unter den Immun-Boostern ist Vitamin C. Rote Paprika, Acerolakirsche und Sanddorn bringen die körpereigene Abwehrtruppe in Hochform. Auch Spurenelemente wie Zink geben unseren Schutzzellen reichlich Treibstoff. In Hülsenfrüchten und Vollkorngetreide, aber auch in Eiern, Milch und Käse steckt viel Zink, das stark in der Bekämpfung von Infektionskrankheiten macht. 

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern

Bildnachweis: © peterschreiber.media– stock.adobe.com