Behandlung mit Botox

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Botox (Botulinumtoxin) ist heutzutage vor allem als Mittel zur Faltenbehandlung bekannt und bietet die Möglichkeit, jugendlich und natürlich auszusehen. Wohldosiert glättet es Falten auf sanfte Art – der Effekt ist bereits nach wenigen Tagen zu sehen und hält mehrere Monate an. Doch es gibt auch andere Anwendungsgebiete. So lindert Botox zum Beispiel auch Migräne und vermehrtes Schwitzen. Die Behandlung sollte immer ein speziell ausgebildeter, erfahrener Arzt durchführen.  

Was ist Botox?

Botulinumtoxin ist ein Eiweiß, das von dem Bakterium Colstridium botulinum hergestellt wird. Es gehört zu den Nervengiften, die die Signalübertragung von Nervenzellen auf Muskeln hemmen. Zur Behandlung wird es hochverdünnt in die Haut gespritzt. Dadurch kann sich ein überaktiver Muskeltonus wieder normalisieren.  

Faltenbehandlung mit Botox

Botox (Botulinumtoxin) wird besonders in der Faltenbehandlung eingesetzt – für ein frischeres, jüngeres Aussehen. Durch Überaktivität der mimischen Muskulatur bilden sich tiefe Zornes- und Stirnfalten sowie Krähenfüße. Diese lassen das Gesicht oft unfreundlicher und älter wirken.

Mit einer besonders feinen Nadel wird Botox in der Praxis injiziert. Die Botox-Injektionen blockieren die Nervenimpulse im Muskel. Dadurch wird der überaktive Muskel entspannt. Die mimischen Falten werden geglättet oder verschwinden vollständig. Bereits nach ein bis zwei Tagen sind sie deutlich weniger sichtbar. Die Dosierung ist so gering, dass die Mimik kaum beeinträchtigt ist. 

Die Faltenbehandlung ist unkompliziert und nahezu schmerzlos. Weil der Körper das Botox wieder abbaut, hält die Wirkung in der Regel 3 bis 8 Monate an. Dann kann die Behandlung wiederholt werden. 

Migräne

Bei einem Migräne-Anfall werden die Gesichtsmuskeln sowie die Muskeln von Nacken und Schultern stark angespannt. Dies führt zu einer mangelnden Blutversorgung, zu starken Kopfschmerzen und Begleiterscheinungen wie z. B. Übelkeit. Botox-Injektionen reduzieren die Spannungen der Muskeln. Dadurch wird die Schmerzweiterleitung im Gesicht gehemmt und die Migräneanfälle werden weniger und schwächer. Die Wirkung wurde bereits in mehreren Studien bewiesen.  

Vermehrtes Schwitzen (Hyperhidrose)

Botox ist auch zur Behandlung des krankhaften Schwitzens in den Achselhöhlen geeignet. Es unterbricht die Impulsweiterleitung vom Nerv zu den Schweißdrüsen. Dadurch wird die Schweißproduktion gehemmt. Der Effekt ist deutlich sichtbar und hält ca. 7 Monate an. Danach kann die Behandlung erneut erfolgen. 

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