Here comes the sun

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Einen Tag im strahlenden Sonnenschein zu verbringen, lässt unser Stimmungsbarometer steigen – die Haut aber leiden. Was wir tun können, um die wärmenden Strahlen unbeschwert zu genießen. 

Im Urlaubskoffer landet bei den meisten Reisenden auch ein Sonnenschutzmittel – zu Recht, schließlich setzen wir uns in den Ferien häufig vermehrt der Sonne aus, und gerade in südlichen Gefilden herrscht eine intensivere Strahlung. Zu Hause hingegen verzichten wir selbst im Frühling und Sommer häufig auf Creme, Lotion oder Spray mit Lichtschutzfaktor. Ein Fehler, warnen Experten, denn den überwiegenden Teil der Sonnendosis nehmen wir im Alltag auf. Ungeschützt kann das unsere Wahrscheinlichkeit, an Hautkrebs zu erkranken, massiv erhöhen. Deshalb gilt ab heute: Täglich auf den UV-Index achten! Liegt er bei 3 oder darüber, ist Ihre Haut ohne Schutz in Gefahr.

Das Strahlen-Abc

Das Tückische an der Sonne: ihre UV-A- und UV-B-Strahlen. Letztere sind sehr energiereich und kurzwellig; sie dringen in unsere Epidermis, die äußerste Hautschicht, ein und schädigen die DNA-Moleküle unserer Hautzellen. UV-B-Strahlung löst Sonnenbrand aus und erhöht so das Hautkrebsrisiko. Wie eine US-Studie zeigte, liegt die Wahrscheinlichkeit zur Entwicklung von gefährlichem schwarzem Hautkrebs bei Menschen, die bis zum 20. Lebensjahr fünf oder mehr Sonnenbrände hatten, um 80 Prozent über dem derer, die keinen erlitten. UV-A-Strahlen sind weniger energiereich, dafür aber langwellig. Sie lösen kaum Rötungen aus, dringen aber bis zur Lederhaut, also viel tiefer, in unsere sensible Hülle vor. Hier beschleunigen sie die Hautalterung und können ebenfalls Schäden in der Erbsubstanz der Haut auslösen.

Bedeckt halten und dick auftragen

Um negative Folgen zu verhindern, bitte stets maßvoll Sonne »tanken«: Meiden Sie die intensive Mittagssonne und halten Sie sich möglichst häufig im Schatten auf. Körperbedeckende Kleidung ist ebenso empfehlenswert wie eine Kappe oder ein Sonnenhut – und natürlich eine Sonnenbrille, um die empfindlichen Augen zu schützen. Wichtig: Die Gläser sollten über die Kennzeichnung »UV-400« verfügen; das bedeutet, sie blocken alle gefährlichen UV-Strahlen ab.

Selbstverständlich tragen auch Hautpflegeprodukte mit Lichtschutzfaktor aus der Apotheke maßgeblich zu Ihrem Sonnenschutz bei. Kalkulieren Sie dabei ein, dass es nach der Anwendung etwa 30 Minuten dauert, bis sich die volle Wirkung entfaltet hat. Studien zeigten zudem, dass viele Menschen die Präparate zu dünn auftragen. »Geizen« Sie also lieber nicht mit Creme oder Spray.

Was bedeutet der Lichtschutzfaktor?

Der Lichtschutzfaktor LSF (engl. Sun Protection Factor, SPF) gibt an, wie viel länger wir uns mit dem Mittel in der Sonne aufhalten können. Grundsätzlich gilt: Je höher der LSF, desto länger der Schutz. Würde sich die Haut ungeschützt nach zehn Minuten röten, verlängert eine Lotion mit LSF 25 die Schutzzeit auf 250 Minuten – allerdings nur theoretisch. Experten raten, bereits nach einem Drittel, in diesem Fall also nach knapp eineinhalb Stunden, das Sonnenbad zu beenden und eine UV-Pause einzulegen. Im Gebirge und in südlicher Sonne reduziert sich übrigens die Eigenschutzzeit unserer Haut aufgrund der intensiveren Strahlung. Hier sollten Sie daher einen höheren LSF wählen als zu Hause.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern

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