Zahnfleischbluten - Vom: 05.09.2018

Zahnfleischbluten - was kann man tun?

Jeder kennt Zahnfleischbluten. Oft tritt es nach dem Zähneputzen oder der Verwendung von Zahnseide auf. Ist dies vorübergehend, ist es nicht weiter bedenklich. Es gibt einige Maßnahmen, die Ihnen dabei helfen, Zahnfleischbluten vorzubeugen. Wird Zahnfleischbluten jedoch zum Dauerzustand oder haben Sie Schmerzen, sollten Sie Ihren Zahnarzt aufsuchen. Es besteht die Gefahr, dass die Entzündung im Mund in eine Parodontitis übergeht, einer Entzündung des gesamten Zahnhalteapparats. Dies kann zu einem Abbau des Knochens und zur Lockerung bzw. Verlust von Zähnen führen.

Ursachen von Zahnfleischbluten

Im Mundraum leben Hunderte verschiedener Bakterienarten. Es kann passieren, dass die Mundflora aus dem Gleichgewicht kommt und sich das Zahnfleisch entzündet. Eine Gingivitis entsteht, dies ist eine Vorstufe der Parodontitis. Das Zahnfleisch ist gerötet, blutet schon bei leichtem Druck und kann Mundgeruch hervorrufen. Mangelnde Mundhygiene ist oft ein Grund dafür. Hierbei lagern sich Bakterien (Plaque) in den Zahnzwischenräumen und am Übergang zum Zahnfleisch ab.

Mögliche Risikofaktoren

Verschiedene Faktoren können das Auftreten von Zahnfleischbluten verstärken. Füllungen, Prothesen und Spangen begünstigen die Ablagerung von Plaque. Häufiges Rauchen und Alkoholkonsum sowie Stress zählen ebenfalls zu den Risikofaktoren. Einige Medikamente, wie z. B. Gerinnungshemmer, führen zu verstärktem Zahnfleischbluten. Körperliche Krankheiten oder Mangelzustände können ebenfalls mit Zahnfleischbluten einhergehen. In der Pubertät und Schwangerschaft können Schwankungen im Hormonhaushalt die Ursache sein. Generell beeinflusst alles, was das Immunsystem schwächt, auch die Mundflora und kann Zahnfleischbluten fördern.

Gründliche Zahnhygiene

Ist das Zahnfleisch gerötet oder blutet, sollten Sie dennoch nicht weniger mit der Zahnbürste putzen. Das entzündete Zahnfleisch braucht gerade jetzt eine gründliche, regelmäßige Pflege. Eine leichte Zahnfleischentzündung (Gingivitis) lässt sich dann noch beheben. Vor allem in den schwer zugänglichen Zwischenräumen lagern sich Bakterien ab, hier sollte besonders gereinigt werden, z. B. mit Zahnseide oder Interdentalbürstchen. Eine Mundspüllösung kann dabei helfen, die Entzündung einzudämmen. Die professionelle Zahnreinigung bei Ihrem Zahnarzt trägt zu einer guten Mundhygiene bei.

Wann zum Zahnarzt?

Blutet Ihr Zahnfleisch nur gelegentlich, sprechen Sie Ihren Zahnarzt beim nächsten Kontrolltermin darauf an. Sollte sich das Zahnfleischbluten trotz gründlicher Zahnhygiene nicht bessern oder sogar stärker werden, vereinbaren Sie dringend einen Termin bei Ihrem Zahnarzt. Dieser verschafft sich in einer Untersuchung einen genauen Überblick und nimmt die passende Behandlung vor.

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