Tipps für mehr Frische - Vom: 07.08.2018

Tipps für mehr Frische

„Puh, ist das heiß!“ Wenn die Außentemperaturen fast Körpertemperatur erreichen, ist nur noch eins gefragt: Abkühlung! So beugen Sie dem Hitzekoller vor.

Die Hundstage im Hochsommer sind für viele Menschen eine körperliche Strapaze. Selbst wer nicht in die südliche Sonne reist, ächzt unter tropischen Temperaturen. Die Hitze staut sich in den Städten zwischen den Hauswänden. Die schwül-warme Luft ist wie zum Schneiden. Kaum ein Lüftchen weht. Nachts können viele nicht schlafen, tagsüber macht Müdigkeit matt. Kopfweh und Schwindel, Sonnenstich und Hitzschlag drohen.

Trinken, trinken, trinken

Tatsächlich steigt die Körpertemperatur an superheißen Sommertagen auf über 37 Grad an. Durch Schwitzen reguliert der Körper den drohenden Hitzestau herunter. Der Schweiß verdunstet auf der Haut und kühlt. Doch mit dem Schweiß verliert der Körper Flüssigkeit und Natriumsalz. Das Ergebnis: Wer stark schwitzt, fühlt sich müde, matt und kraftlos. Die Reaktionsfähigkeit verringert sich, das Sichtfeld wird enger, im Extremfall droht Verwirrtheit. Der wichtigste Rat an heißen Sommertagen lautet deshalb: Viel trinken! Gut zwei Liter sollten es sein, heißt der Richtwert.

Aber wer jetzt von einem eiskalten Cocktail oder kühlen Weizenbier träumt, tut seinem Körper nicht wirklich etwas Gutes: Denn der große Temperaturunterschied muss wieder ausgeglichen werden. Außerdem begünstigt Alkohol den Flüssigkeitsverlust. Alkoholische Getränke sind als Durstlöscher deshalb völlig ungeeignet. „Sowohl Alkohol als auch Hitze erweitern die Blutgefäße und in der Folge können Kreislaufprobleme auftreten oder sich verstärken“, erklärt Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Besser geeignet sind Mineralwasser, Fruchtschorlen und Kräutertees, am besten nur leicht gekühlt.

Kühlen Kopf bewahren

Die beste Entlastung schafft leichte Kleidung, zum Beispiel aus Leinen oder Seide. Sport und andere körperliche Anstrengungen verlegen Sie nach Möglichkeit in die frühen Morgenstunden. Wer eben kann, sollte die Mittagshitze meiden, die Füße hochlegen und ab in den Schatten. Und wer sich doch der Sonne aussetzen muss, sollte an Sonnenschutz mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor denken.

Aromen gegen Hitzestress

Für Abkühlung sorgt am besten eine lauwarme (nicht eiskalte!) Dusche. Aromen aus Zitrone, Bergamotte und Orange wirken kühlend und belebend. Ein Sprühstoß Thermalwasser ins Gesicht sorgt für einen kühlen Kopf und fixiert nebenbei noch das Make-up. Auch Körpermilch, zum Beispiel mit erfrischender Eukalyptus-Note, kann den Hitzestress hemmen. Und ein medizinisches Venengel aus der Apotheke entlastet schwere Beine.

Wer sich eine eiskalte Abkühlung wünscht, kann sich kaltes Wasser über die Handgelenke laufen lassen oder sich mit einem kühlen Fußbad mit Kamille-Essenzen erfrischen. Große Körperflächen sollten aber besser nicht eiskalt erwischt werden. Denn der Organismus würde nur umso schneller wieder „aufheizen“, der Kreislauf belastet.

Hitze aussperren

Wer sich vor glühender Hitze in den eigenen vier Wänden schützen möchte, sollte nach Möglichkeit die Mittagshitze aussperren. Gut durchlüften in den späten Abend- oder frühen Morgenstunden, dann tagsüber die Fenster geschlossen halten und am besten verdunkeln, damit die Sonne die Räume nicht aufwärmen kann. Beim Lüften würde ohnehin nur heiße Luft ins Zimmer ziehen. Zu groß sollten die Temperaturunterschiede zwischen Innenräumen und Außenluft aber nicht sein. Fünf Grad gelten als Richtwert. Sonst wird der Temperaturunterschied bei jedem Raumwechsel nur wieder zu einer weiteren körperlichen Belastung.

Schöner schlafen

Erholsamen Schlaf sichert sich, wer sommertags seine dicke Bettdecke gegen eine leichte Decke oder ein Laken austauscht. Auch kühle Kompressen auf der Stirn, an den Handgelenken oder an den Füßen können für wohltuende Abkühlung vor dem Einschlafen sorgen. Dazu kann man einen Waschlappen oder ein Handtuch in kaltem Wasser kühlen, auswringen und auf die Haut legen. Entlastung schaffen auch Ventilatoren und mobile Klimaanlagen. Vor Zugluft sollte man sich aber schützen. Denn sie trocknet die Schleimhäute aus und Erkältungsviren haben bessere Angriffsflächen.

Warnsignale beachten

Kopfschmerz, Schwindel, Kreislaufprobleme, Verwirrtheit, eine Bewusstseinstrübung und allgemeines Unwohlsein sind im Hochsommer ernsthafte Warnsignale. Sonnenstich und Hitzschlag können die Ursache sein.

Risikofaktor Hitze

Menschen stellen sich unterschiedlich schnell auf die besonderen körperlichen Anforderungen der Hitze ein. Gefährlich werden kann die Sommerhitze für Demenzkranke, chronisch Kranke, Übergewichtige und Ältere. Babys und Kleinkinder können noch nicht schwitzen und müssen daher besonders geschützt werden. Bei älteren Menschen ist die Selbstregulierung der Körpertemperatur verlangsamt. Zudem kann das Durstgefühl nachlassen. Die Gefahr einer Dehydrierung (Austrocknung) droht. Ähnliches gilt für Demenzkranke, die teilweise das Trinken schlicht vergessen. Bei Warnsignalen sollte schnell ein Notarzt hinzugezogen werden.

Quelle: www.ratgebergesund.de

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