Sonnenschutz nach Maß - Vom: 10.07.2017

Sonnenschutz nach Maß

Am Strand, in der City, im Wasser, in den Bergen: Überall und zu jeder Zeit muss unsere Haut vor den ultravioletten Strahlen der Sonne geschützt werden. Lesen Sie hier, worauf es beim Eincremen ankommt.

Einmal täglich einschmieren, mit Sonnenmilch für die ganze Familie: Diese Zeiten gehören zum Glück der Vergangenheit an. Sonnenanbeter von heute sind besser über Sonnenschutz informiert als frühere Generationen. Und sie legen größten Wert auf Produkte, die auf die individuellen Hautbedürfnisse abgestimmt sind, zuverlässig vor Sonnenbrand schützen, angenehm aufzutragen sind und die Haut zusätzlich pflegen.

Insbesondere Apothekenkunden sind in Sachen Sonnenschutz äußerst anspruchsvoll. Das bestätigen die Ergebnisse einer Studie, für knapp 1.000 Verbraucher befragt wurden. Fast drei Viertel bevorzugen demnach zum eigenen Hauttyp passende Produkte und legen Wert auf entsprechende Informationen bzw. fachlichen Rat. Zudem gehen die meisten Befragten auf Nummer sicher und greifen sehr häufig zu Produkten mit hohem bis sehr hohem Lichtschutzfaktor (LSF).

Mehr als drei Viertel der befragten Apothekenkunden benutzen Sonnenschutzmittel in ihrer Ferienzeit – ganz gleich, ob sie die schönsten Wochen des Jahres im Ausland oder in hiesigen Gefilden verbringen. Und das ist auch gut so. Doch wichtig zu wissen ist auch, dass lückenloser Sonnenschutz nicht nur im Urlaub und auf der Strandliege unverzichtbar ist. Vielmehr benötigt die Haut auch sonst während der sonnigen Jahreszeit in vielen Situationen Schutz nach Maß.

In der Stadt:

In der Mittagspause ein paar Einkäufe erledigen, sich am Nachmittag auf eine Parkbank setzen und das schöne Wetter genießen – auch im Alltag und in der City tut Sonnenschutz not. Ist die Haut nicht allzu blass und sonnenempfindlich, reicht für kurze Aufenthalte im Freien oft eine Tagescreme oder Teint-Grundierung mit integriertem Lichtschutzfaktor. Eine sichere Wahl für hellere Hauttypen ist eine Sonnencreme fürs Gesicht mit hohem LSF, die zudem wertvolle Pflegesubstanzen enthält. Nicht vergessen: Nicht nur das Gesicht, auch andere unbedeckte Hautpartien wie Hände, Dekolleté und Nacken brauchen Schutz. Und natürlich die sonnenempfindlichen Fußrücken, wenn sie in offenen Schuhen stecken.

In den Bergen:

Auch im Hochsommer ist es im Gebirge oft frisch, vor allem wenn ein kräftiger Wind bläst. So kommt es, dass manch ein Naturliebhaber die Kraft der Sonne unterschätzt und es mit dem Sonnenschutz nicht so genau nimmt. Ein fataler Fehler: Richtig ist nämlich, dass die UV-Belastung in den Bergen besonders hoch ist, mit den Höhenmetern zunimmt und die Haut deshalb unbedingt gut geschützt werden muss. Das gilt auch bei bewölktem Himmel. Auf der sicheren Seite sind Wanderer, die unbedeckte Hautstellen etwa 30 Minuten, bevor es nach draußen geht, eincremen – und zwar mit hohem LSF und dick genug. Faustregel: Für den ganzen Körper benötigt ein Erwachsener etwa drei Esslöffel Sonnencreme. Das Sonnenschutzmittel gehört natürlich auch in den Wanderrucksack, denn Nachcremen ist Pflicht.

Im Wasser:

Durch Reflexion intensiviert Wasser die UV-Strahlung; rund 80 Prozent der Sonnenstrahlen durchdringen die Wasseroberfläche bis in mindestens 30 Zentimeter Tiefe. Das bedeutet: Wasserratten brauchen im Freibad, im Badesee und natürlich auch im Meer ein hochwertiges wasserfestes Sonnenschutzmittel. Achtung: Die Bezeichnung „wasserfest“ heißt nicht, dass der Sonnenschutz vollständig auf der Haut bleibt und gar nicht abgespült wird. Deshalb ist Nachcremen nach dem Baden und dem Abtrocknen unerlässlich. Tipp: Wer länger im kühlen Nass verweilt, etwa zum Schnorcheln, sollte dicht gewebte UV-Schutzkleidung tragen, um keinen Sonnenbrand zu riskieren.

Im Schatten:

Dass ein Schatten spendender Sonnenschirm sämtliche UV-Strahlen fernhält und somit vor Sonnenbrand schützt, glauben viele. Aber das ist ein Irrtum – auch unterm Sonnenschirm bekommt die Haut noch reichlich Strahlung ab. Ähnlich verhält es sich bei bedecktem Himmel: Trotz Wolken gelangt ein großer Teil der UV-Strahlen an die Haut. Das sind die Gründe, warum Sonnenschutz auch im Schatten wichtig ist. Die gute Nachricht für alle, die einen gebräunten Teint mögen: Auch im Schatten dunkelt die Haut, allerdings langsamer und somit schonender. Es ist also gar nicht nötig, sich der prallen Sonne auszusetzen, um mit attraktiver Urlaubsbräune heimzukehren.

Am Morgen und am Abend:

In den frühen Morgenstunden und ab dem späteren Nachmittag hat die Sonne nicht so viel Power wie in der Mittagszeit. Trotzdem ist sie grundsätzlich von früh bis spät stark genug, Schaden anzurichten. Dabei gilt: Je sonnenempfindlicher die Haut, umso größer das Risiko, sich morgens um neun oder nachmittags um 17 Uhr einen Sonnenbrand zu holen. Menschen mit rotem oder hellblondem Haar, sehr heller Haut und Sommersprossen sind am meisten gefährdet. Ihre Haut kann sich aus eigener Kraft nur etwa fünf bis maximal zehn Minuten vor UV-Strahlen schützen, ehe sie rotsieht. Zum Vergleich: Menschen mit dunklem Haar, dunklen Augen und von Natur aus gebräuntem Teint haben eine Eigenschutzzeit von etwa 45 Minuten.

Am Mittag:

Mittags knallt die Sonne am intensivsten vom Himmel, weshalb Experten grundsätzlich dazu raten, die pralle Mittagssonne zu meiden. Das heißt: zwischen 11 und 15 Uhr raus aus der Sonne und ab in den Schatten oder in die kühle Behausung. Dort ist man an sehr heißen, sonnenreichen Tagen ohnehin besser aufgehoben als im Freien.

Quelle: www.ratgebergesund.de

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