Richtig vorbeugen und behandeln - Vom: 18.08.2018

Richtig vorbeugen und behandeln

Die beste Hilfe bei Kopfschmerzen

Jede dritte Frau und jeder fünfte Mann leiden mehr als einmal im Monat

unter den quälenden Symptomen. Dann kommt es auf richtiges Handeln an.

Es gibt viele Arten von Kopfschmerz, am weitesten verbreitet sind jedoch Spannungskopfschmerzen und Migräne. Beim Griff zum Schmerzmittel zeigen sich Leidgeplagte eher zurückhaltend, belegen Studien: Alltägliche Beschwerden wie Kopfweh werden von über 60 Prozent eher ertragen als bekämpft. Es ist ganz sicher klug, nicht leichtfertig Schmerzmittel zu schlucken! Doch gerade bei wiederkehrenden Schmerzen gilt: Wer rechtzeitig zum ausreichend hoch dosierten Medikament greift, hat bessere Chancen, dass der Schmerz schnell wieder verschwindet und so bald nicht wiederkommt. Welches Mittel hilft, hängt von der Art des Kopfschmerzes ab — das Team in Ihrer Apotheke berät Sie hierzu gern.

Dumpfer, drückender Schmerz

Spannungskopfschmerzen — sie treten beidseitig eher mäßig stark auf und kriechen vom Nacken in den Kopf: Ein Gefühl, als ob ein viel zu enger Hut drückt. Die Ursachen beim Spannungskopfschmerz liegen oft in Halswirbelblockierungen bzw. in muskulären Rückenverspannungen. Häufig hilft bereits ein Spaziergang an der frischen Luft oder eine Entspannungsübung. Auch ein Kühlpack im Nacken oder eine Rückenmassage — jedoch keine direkte Hals- bzw. Nackenmassage — können hilfreich sein. In der Akutphase unterstützen Arzneien mit Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Paracetamol oder eine Kombination aus Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein das rasche Abklingen der Kopfschmerzen. Bei sehr häufigen oder ungewöhnlich starken Schmerzen muss der Arzt die Ursache klären.

Migräne und ihre Vorboten

Migräne unterscheidet sich deutlich vom „normalen“ Kopfweh: Der Schmerz hämmert, sticht und pocht meist nur in einer Kopfhälfte, hinzukommen können Übelkeit, Erbrechen und Lichtscheu. Ein Migräneanfall kann mehrere Tage andauern. Ausgelöst wird er meist durch bestimmte Faktoren bzw. Trigger. Bei genetischer Vorbelastung führen sie zu einer Aktivierung der Schmerzzentren. Manchmal kündigt sich der Migräneanfall durch Vorboten, sogenannte Auren an: Seh- und Sprachstörungen sowie Kribbeln in Armen und Beinen. Spätestens nach einer Stunde verschwinden die Vorboten wieder. Migräne-Geplagte können dem Anfall häufig vorbeugen, wenn sie ihre persönlichen Trigger kennen. Viele Patienten führen deshalb ein Migränetagebuch, um z. B. Intensität und Häufigkeit der Anfälle zu dokumentieren und mit bestimmten Auslösern in Zusammenhang zu bringen. Bei leichteren Migräneattacken helfen rezeptfreie Schmerzmittel, bei schweren Attacken kann der Arzt spezielle Migräne-Medikamente verschreiben. Einige dieser sogenannten Triptane gibt es heute auch rezeptfrei: Sie sollten aber zunächst immer die Diagnose vom Arzt stellen lassen, bevor Sie Migräne in Eigenregie behandeln.

Selbsthilfe mit Köpfchen

Warme Temperaturen können Kopfschmerzen fördern. Frische Luft und reichlich Flüssigkeit beugen vor.

Quelle: www.ratgebergesund.de

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