Das macht Kinderzähne stark - Vom: 25.11.2016

Für den Nachwuchs sind spezielle Kinderzahnpasten geeignet. Sie haben u.a. weniger Fluorid als Zahncremes für Erwachsene und haben einen kindgerechten Geschmack.

Das macht Kinderzähne stark

Viel Kalzium und wenig Zucker: Kinder, die von Anfang an zahnfreundlich essen, haben später kaum Ärger mit Karies & Co. Wir sagen, was Milchzähnen gut tut.

Eine ausgewogene Kost legt den Grundstein für feste Zähne und gesundes Zahnfleisch. Ebenso wie für die Knochen spielt der Mineralstoff Kalzium auch für die Zähne eine wichtige Rolle. Milch und Milchprodukte sind die wichtigsten Quellen, aber auch grüne Gemüsesorten wie Brokkoli und Fenchel sowie kalziumreiches Mineralwasser sind gute Lieferanten.

Die Milch macht‘s

Säuglinge erhalten über die Muttermilch oder über die Säuglingsmilch fürs Fläschchen ausreichend Kalzium. Bei Ein- bis Dreijährigen reichen zum Beispiel ein Glas Milch und eine Scheibe Käse täglich, um den Bedarf zu decken. Die Älteren brauchen mehr Kalzium, weshalb Milch und Milchprodukte täglich auf dem Speiseplan stehen sollten.

Doch nicht nur von Milch & Co. profitiert die Zahngesundheit, sondern insgesamt von einer ausgewogenen Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Getreideprodukten. „Dabei ist das gute Kauen ganz wichtig, denn es regt den Speichelfluss an. Der Speichel wiederum schwemmt Lebensmittelreste und Säuren weg und bringt die Mineralstoffe in die Zähne“, sagt Dr. Gudrun Schlautmann, Zahnärztin bei der AOK.

Zahnfeind Zucker

Schlecht für die Zähne sind hingegen sämtliche Arten von Zucker – leider auch Sirup, Honig, Fruchtzucker und süße Getränke. Die für Karies verantwortlichen Bakterien können nämlich jeden Zucker so verwerten, dass er die Zähne angreift. Deshalb ist es wichtig, den Zuckerkonsum einzuschränken. Eine kleine Süßigkeit am Tag, etwa ein Eis, ein Stück Schokolade oder einer Handvoll Gummibärchen, sollte Kindern aber erlaubt sein. Am besten ist es, gleich nach der Hauptmahlzeit zu naschen und danach direkt die Zähne zu putzen! Hat der Nachwuchs hingegen säurehaltige Lebensmittel wie Fruchtsaft oder Süßigkeiten mit Zitronensäure verzehrt, sollte er gleich danach den Mund ausspülen und erst nach einer halben Stunde die Zähne putzen. Sonst kann das Zähneputzen den Zahnschmelz verletzen.

Dauernuckeln vermeiden

Fürs Trinken gilt: Wasser und ungesüßte Tees sind für Kids am besten, Fruchtsäfte sollten stark verdünnt werden. Auf keinen Fall sollten Kleinkinder an Bechern oder Trinkflaschen dauernuckeln dürfen. Schon früh kann der Nachwuchs lernen, aus der Tasse zu trinken.

Zahnpflege: Ein Kinderspiel!

Zuerst die Kauflächen, dann die Außenflächen und zuletzt die Innenflächen – jedes Kind kann mit KAIrichtig Zähne putzen lernen. Doch auch, wenn die Jüngsten mit dieser Putztechnik schon bald gut zurechtkommen, müssen Eltern noch etwa bis zum Schulalter nachputzen. Gut geeignet für den Nachwuchs sind spezielle Kinderzahnbürsten mit dickem, rutschfestem Griff und kleinem Bürstenkopf mit abgerundeten Borsten. Auf die Bürste gehört eine fluoridhaltige Kinderzahncreme.

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