Wer braucht ein Vitalstoff-Plus? - Vom: 12.10.2018

Wer braucht ein Vitalstoff-Plus?

Vitamine und Mineralstoffe sind Bausteine des Lebens – und an nahezu allen wichtigen Körperfunktionen beteiligt. Wichtig, dass wir von allen Vitalstoffen genug bekommen und rasch reagieren, wenn eine Unterversorgung droht.

A, B, C, D und Co: 13 verschiedene Vitamine sind für den Menschen lebenswichtig. Allerdings kann unser Körper die meisten dieser Vitalstoffe nicht selbst herstellen. Und das bedeutet: Wir müssen sie tagtäglich mit der Nahrung aufnehmen. Die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K können in den Fettzellen über einen längeren Zeitraum gespeichert werden, das wasserlösliche Vitamin B12 wird in der Leber gelagert. Hingegen werden die anderen Vitamine der B-Gruppe sowie Vitamin C bereits nach kurzer Zeit über die Nieren wieder aus dem Körper gespült. Ein Grund, warum unser Organismus ständig auf Vitamin-Nachschub angewiesen ist.

Auch Mineralstoffe müssen wir täglich zu uns nehmen. Diese lebenswichtigen Mikronährstoffe werden vom Organismus in unterschiedlichen Mengen benötigt und daher in zwei Gruppen eingeteilt: Mengenelemente wie zum Beispiel Calcium und Magnesium brauchen wir in höheren Dosen, von Spurenelementen wie Eisen und Jod reicht eine kleinere Menge.

Keinen Mangel riskieren

Wer im Alltag gesund, ausgewogen und vollwertig isst, nimmt in der Regel alle Vitamine und Mineralstoffe auf, die er braucht. Wer hingegen nicht ganz so vorbildlich schlemmt oder auf bestimmte Nahrungsmittel komplett verzichtet, riskiert womöglich einen Vitalstoff-Mangel. Auch in manchen Lebenssituationen – etwa in der Schwangerschaft und Stillzeit, während einer strengen Diät und bei hoher körperlicher Belastung – kann es problematisch sein, den Körper optimal mit allen Mikronährstoffen zu versorgen. Zu den Vitalstoff-Mangelkandidaten gehören auch folgende Personengruppen:

Senioren

Im Alter verringert sich der Energie-, nicht aber der Vitalstoffbedarf. Das heißt: Senioren müssen sehr bewusst und gesund essen, um von allen Vitaminen und Mineralstoffen genug zu bekommen. Stehen knackige Frischkost und Vollkornprodukte aufgrund von Appetitmangel oder Kauproblemen eher selten auf dem Speiseplan, kann ein Vitalstoff-Defizit entstehen. Erschwerend kommt hinzu, dass der Körper Vitamine im Alter nicht mehr so gut aufnehmen kann und viele Krankheiten, die insbesondere im höheren Lebensalter auftreten, einen Mehrbedarf an bestimmten Vitalstoffen mit sich bringen.

Chronisch Kranke

Wer regelmäßig Medikamente einnehmen muss, riskiert unter Umständen einen Vitalstoff-Mangel. Denn zahlreiche Arzneimittel bewirken, dass der Körper Vitamine und Mineralstoffe aus dem Essen schlechter aufnehmen kann. So können zum Beispiel Magensäureblocker einen Vitamin-B12-Mangel begünstigen und Medikamente gegen Bluthochdruck den Zinkspiegel im Blut beeinträchtigen.

Veganer

Menschen, die nicht nur auf Fleisch, sondern auch auf Milchprodukte, Eier und Fisch verzichten, laufen Gefahr, zu wenig von jenen Vitalstoffen zu sich zu nehmen, die überwiegend in Lebensmitteln tierischen Ursprungs stecken. Bestimmte B-Vitamine, Eisen und Kalzium gehören dazu. In jedem Fall brauchen Veganer ein fundiertes Lebensmittelwissen, um keinen Mangel zu riskieren.

Raucher

Sie sind oft mit Vitamin C und E, aber auch mit einigen Mineralstoffen schlecht versorgt. Denn Zigaretten sind nun einmal Vitalstoff-Räuber.

Viel hilft nicht viel

Ist die Mikronährstoff-Versorgung gefährdet oder gar lückenhaft, können Betroffene von ausgesuchten Vitalstoff-Präparaten aus der Apotheke profitieren. Hier gilt jedoch: Vitamine und Mineralien nicht nach dem Gießkannenprinzip zuführen, sondern ganz individuell mit dem Arzt und dem Apotheker klären, welche Substanzen im Einzelfall

Vitalstoffe satt

Wer diese Tipps beherzigt, hat beste Chancen, dass die Vitalstoff-Vielfalt in unseren Lebensmitteln tatsächlich auf dem Teller ankommt.

  1. Einkauf: Saisonal und regional ist Trumpf. Denn Treibhauszucht und lange Transportwerge aus fernen Ländern verringern den Nährstoffgehalt vieler Lebensmittel. Daher besser einkaufen, was auf heimischen Feldern wächst.
  2. Lagerung: Kälte, Hitze und Licht sind die Feinde vieler Vitamine. Deshalb gilt: Obst und Gemüse dunkel, kühl und trocken lagern
  3. Zubereitung: Ernährungsexperten empfehlen, Lebensmittel so lange wie nötig und so kurz wie möglich mit wenig Wasser bzw. Fett bei mäßiger Hitze zuzubereiten. So bleiben die meisten Nährstoffe erhalten.

Quelle: www.ratgebergesund.de

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