So schützen Sie Ihr Herz - Vom: 01.08.2018

So schützen Sie Ihr Herz

Das Herz ist unser Lebensmotor – stark, unermüdlich und doch verletzlich. Viele Risikofaktoren können das Organ schädigen und Krankheiten nach sich ziehen. Steuern Sie gegen!

Mit rund 100.000 Schlägen pumpt unser Herz etwa 7.000 Liter Blut durch das Gefäßsystem – Tag für Tag. Organe, Muskeln und Zellen werden so mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Normalerweise arbeitet das Herz präzise und gleichmäßig, rund um die Uhr, ein Leben lang. Gefährlich wird es allerdings, wenn Herz und Blutgefäße hohem Stress durch Krankheiten oder durch ungünstige Lebensgewohnheiten ausgesetzt sind. Bluthochdruck, Diabetes, Rauchen und psychische Belastungen können das Herz-Gefäß-System schleichend schädigen und das Risiko für schwere Herzkrankheiten, für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen. Doch die gute Nachricht lautet: Vorbeugen ist möglich! Wer seine persönlichen Herzrisiken kennt, kann gezielt gegensteuern.

Risikofaktor Bluthochdruck

Über 20 Millionen Menschen in Deutschland leiden Schätzungen zufolge an Bluthochdruck, medizinisch Hypertonie. Viele Betroffene wissen allerdings gar nicht, dass ihre Werte zu hoch sind, denn die Krankheit verursacht keine Beschwerden. Umso wichtiger ist es, die eigenen Blutdruckwerte regelmäßig zu kontrollieren, zum Beispiel im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen beim Hausarzt. Auch in der Apotheke können Sie Ihren Blutdruck unkompliziert messen lassen. Stellt der Arzt die Diagnose Hypertonie und verschreibt Medikamente, müssen diese regelmäßig und dauerhaft eingenommen werden.

Risikofaktor Rauchen

Raucher leben gefährlich! Unter anderem wirken die Zigaretten-Giftstoffe verengend auf die Blutgefäße und begünstigen so Bluthochdruck. Nachweislich haben Raucher ein höheres Risiko für Gefäßverkalkung (Arteriosklerose), Herzinfarkt und Schlaganfall. Alles das spricht dafür, die Qualmerei aufzugeben – besser heute als morgen. Um dauerhaft von der Zigarette loszukommen, sollte man sich nicht scheuen, Hilfsangebote in Anspruch zu nehmen. Viele Krankenkassen bieten spezielle Programme zur Raucherentwöhnung an, der Arzt kann den Rauchstopp medikamentös unterstützen, und in der Apotheke gibt es rezeptfreie Mittel, die den Nikotinentzug erleichtern.

Risikofaktor Fettstoffwechselstörungen

Zu hohe Cholesterinwerte, wie sie bei Fettstoffwechselstörungen vorkommen, können zu Ablagerungen in den Blutgefäßen führen und diese verengen. Als schädlich fürs Herz gilt insbesondere zu viel vom „schlechten“ LDL-Cholesterin im Blut und ein niedriger Wert des „guten“ HDL-Cholesterins. Auch zu hohe Triglyzeridwerte bergen Risiken. Erhöhte Blutfettwerte lassen sich oft schon durch eine Ernährungsumstellung und ein Plus an Bewegung senken. Häufig raten Experten dazu, dem Herzen zuliebe wie am Mittelmeer zu essen – also viel frisches Gemüse, Obst, regelmäßig Fisch und hochwertige pflanzliche Öle. Zurückhaltung ist vor allem bei fettem Fleisch und Wurst geboten. Reicht gesundes Essen allein nicht aus, wird der Arzt Medikamente verordnen, zum Beispiel Statine zur Senkung des Cholesterinspiegels.

Risikofaktor Übergewicht

Wer zu viel wiegt, schadet nicht nur seinen Gelenken. Auch Herz und Gefäße ächzen unter der schweren Last. Vor allem zu viel Bauchfett gilt als riskant, denn es setzt bestimmte Botenstoffe frei, die Krankheiten wie Diabetes und Herzprobleme begünstigen können. Sehr oft haben dicke Menschen auch zu hohe Blutdruck- und Cholesterinwerte, was das Risiko fürs Herz noch einmal erhöht. Ganz klar: Übergewicht sollte abgebaut werden, langsam, aber stetig. Eine Ernährungsberatung kann helfen, gesteckte Ziele auf gesunde Weise zu erreichen und dem Jo-Jo-Effekt ein Schnippchen zu schlagen. Rat und Hilfe bekommen Sie auch in der Apotheke. Hier gibt es Präparate, die beim Abnehmen und bei der Gewichtskontrolle helfen.

Risikofaktor Stress

Wenn wir unter Strom stehen, schlägt unser Herz schneller und der Blutdruck steigt. Lässt der Druck wieder nach, normalisieren sich die Körperfunktionen. Mit gelegentlichem, kurzzeitigem Stress kommt unser Organismus meist gut klar. Halten Hektik oder seelische Belastungen jedoch an, leidet darunter auch das Herz. Denn das Leben unter Hochspannung kann z. B. Bluthochdruck begünstigen. Hinzu kommt: Wer ungesunden Dauerstress hat, neigt eher zu Zigaretten- und erhöhtem Alkoholkonsum – und bereitet seinem Herzen dadurch erst recht großen Kummer.

Risikofaktor Diabetes

Diabetes zieht oft weitere gesundheitliche Probleme nach sich. Unter anderem haben Diabetiker ein erhöhtes Arteriosklerose-Risiko. Sind die Herzkrankgefäße von dieser „Verkalkung“ betroffen, kann es zu einem Herzinfarkt kommen. Wichtig ist, einen Diabetes frühzeitig zu erkennen und gleich zu behandeln. Dadurch können Komplikationen oft noch verhindert werden. Lassen Sie Ihre Blutzuckerwerte regelmäßig messen – in der Arztpraxis oder auch in Ihrer Apotheke. Wer bereits Diabetiker ist, kann Folgeschäden an Organen und Gefäßen durch eine gute Blutzuckereinstellung und regelmäßige Kontrollen beim Arzt entgegenwirken.

Quelle: www.ratgebergesund.de

Uhrheberrechtliche Hinweise und Impressum
Diesen Artikel: per E-Mail mailen | Ausdrucken drucken | Ausdrucken vorlesen