Aktiv für gesunde Gelenke - Vom: 25.09.2018

Aktiv für gesunde Gelenke

Wer rastet, der rostet: Dieses Sprichwort nimmt sich die Generation 60+ zu Herzen. Gut so, denn Bewegung hält die Gelenke fit – und ist auch bei Gelenkschmerzen oft die beste Medizin.

Die Menschen in Deutschland werden immer älter. Statistiken zufolge liegt die Lebenserwartung von Männern mittlerweile bei rund 78 Jahren, die der Frauen bei etwa 83. Somit haben wir statistisch gesehen heute viele kostbare Lebensjahre mehr als noch unsere Eltern und Großeltern.

60+ und trotzdem jung

Die gewonnene Lebenszeit wird insbesondere von den über 60-Jährigen sehr bewusst genutzt. Waren Menschen um die 60 früher „steinalt“, werden sie mittlerweile als Best-Ager – also als Menschen im besten Alter – bezeichnet. Zu Recht: Die neuen Alten sind aktiv, pflegen Hobbys, bereisen die Welt, stehen voll im Berufsleben, ziehen die Enkel groß. Die Möglichkeiten der Freizeit- und Lebensgestaltung sind dabei genauso vielfältig wie die Menschen selbst.

Weil sie das Leben genießen und noch viel erleben wollen, liegt vielen Best Agern ihre Gesundheit sehr am Herzen. Um körperlich fit zu bleiben, treiben sie regelmäßig Sport. Und um die grauen Zellen auf Trab zu halten, engagiert sich die Generation 60+ ehrenamtlich, besucht Volkhochschulkurse, lernt Fremdsprachen oder büffelt noch einmal an der Uni.

Nicht für die Ewigkeit

Doch leider kann auch eine abwechslungsreiche, aktive Lebensweise nicht verhindern, dass der Körper altert – denn für ein ewiges Leben ist er nun einmal nicht konstruiert. Ab einem bestimmten Zeitpunkt beginnt er abzubauen – Wunden heilen langsamer, das Immunsystem schwächelt, man kommt schneller aus der Puste, und der Bewegungsapparat arbeitet nicht mehr reibungslos.

Der natürliche Alterungsprozess geht oft mit einem Abbau der Gelenkfunktion einher. Kein Wunder, denn durch jahrzehntelange tägliche Belastung nutzen sich diese wichtigen Scharniere des Körpers irgendwann ab: Das Knorpelgewebe zwischen den Gelenken verliert an Substanz, schließlich kommt es zu Verschleißerscheinungen, Beweglichkeitseinbußen und Schmerzen.

Aktiv gegen Arthrose

Gelenkverschleiß, medizinisch Arthrose genannt, plagt Millionen Menschen in Deutschland. Das schmerzhafte Leiden kann alle Gelenke betreffen: Wirbelsäule, Schulter, Finger, Hüfte, Knie, Sprunggelenke und sogar die Zehen. Wichtig ist eine rechtzeitige Behandlung. Oft verordnen Ärzte neben Physiotherapie, orthopädischen Hilfsmitteln und Medikamenten auch Bewegung, um den Verschleiß aufzuhalten. Das Körpertraining kräftigt die Muskulatur, trägt zur Stabilisierung und besseren Beweglichkeit der Gelenke bei.

Unerlässlich für die Gelenkgesundheit ist es, Bewegung in den Alltag zu integrieren. Erste Ansätze: Treppensteigen anstatt den Aufzug zu nutzen und das Auto in der Garage lassen, um Einkäufe zu Fuß oder mit dem Rad zu erledigen. Auch Haus- und Gartenarbeit können für ein Plus auf dem Bewegungskonto sorgen. Wichtig: Bei sämtlichen Alltagsaktivitäten auf den Körper hören und die Gelenke nicht schmerzhaft überlasten.

Besonders empfehlenswert für Menschen mit Gelenkproblemen ist Sport im Wasser, zum Beispiel Aquagymnastik oder Schwimmen. Denn im nassen Element wird das Körpergewicht um bis zu 80 Prozent reduziert – das entlastet die Gelenke. Zudem trainiert Wassersport die Bein-, Rumpf-, Schulter- und Armmuskulatur und verbessert die Ausdauer.

Hilfe aus der Apotheke

Für die Selbstbehandlung von Gelenkbeschwerden stehen in der Apotheke zahlreiche wirksame Mittel zur Verfügung. Das Spektrum reicht von klassischen Schmerzmitteln über pflanzliche Präparate bis hin zu homöopathischen Mitteln. Bitte lassen Sie sich in der Apotheke beraten, welches Präparat in Ihrem individuellen Fall geeignet ist.

Rheuma oder Arthrose?

Rheuma bzw. genauer: „rheumatoide Arthritis“ ist eine chronische, bis heute unheilbare Erkrankung, von der auch schon Kinder betroffen sind. Meist mehrere Gelenke im Körper sind dabei dauerhaft entzündet.

Arthrose, umgangssprachlich „Gelenkverschleiß“, ist die häufigste Gelenkerkrankung überhaupt. Das Leiden tritt sehr oft im höheren Alter auf. Meist sind die stark belasteten Gelenke wie Knie und Hüfte vom Verschleiß betroffen.

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