Einmaleins für gesunde Beine - Vom: 22.06.2016

Hilfreich gegen Beinschwellungen und Schmerzen sind pflanzliche Venenmittel. Sie enthalten zum Beispiel Extrakte aus Rosskastanie, rotem Weinlaub und Mäusedorn.

Einmaleins für gesunde Beine

Wer bei sommerlichen Temperaturen lange sitzen oder stehen muss, klagt abends oft über geschwollene Beine. Das kann das frühe Symptom eines Venenleidens sein.

Wenn die Beine nach einem anstrengenden Arbeitstag geschwollen sind, unangenehm spannen und schmerzen, machen sich viele Menschen kaum Gedanken darüber. Das liegt sicher dran, dass die lästigen Beschwerden häufig wieder von selbst nachlassen, wenn die Beine eine Zeitlang hochgelegt werden. Auch Besenreisern, die sich als bläulich-rote Venengeflechte an Ober- und Unterschenkeln abzeichnen, schenken viele kaum Beachtung. Doch genau das sollten sie tun, denn obwohl die nur millimeterbreiten Mini-Krampfadern normalerweise harmlos sind, können sie – genau wie geschwollene Beine – Vorboten einer Venenschwäche sein.

Schwache Venen?

Verschiedene Faktoren, allen voran eine familiäre Vorbelastung und zunehmendes Alter, können dazu führen, dass die Elastizität der Venen nachlässt. So kommt es, dass das „verbrauchte“ Blut nicht schnell genug zurück zum Herzen gepumpt wird, sondern vermehrt in den Beinvenen versackt. Krampfadern, Wassereinlagerungen, Hautverfärbungen und Durchblutungsstörungen bis hin zu schlecht heilenden Wunden sind häufige Symptome einer fortgeschrittenen Venenschwäche. Gleichzeitig steigt das Risiko, dass sich Blutgerinnsel bilden. Diese so genannten Thrombosen können wichtige Gefäße verschließen und schlimmstenfalls eine Lungenembolie verursachen. Ein Venenleiden ist also alles andere als harmlos.

Die gute Nachricht: Wenn man frühzeitig aktiv wird, lässt sich das Fortschreiten der Venenveränderungen verlangsamen, vielleicht sogar ganz stoppen. Anhaltende Probleme mit den Beinen sollten unbedingt Anlass für einen Besuch beim Venenspezialisten (Phlebologen) sein. Er kann durch einfache Untersuchungen herausfinden, wie es um die Venengesundheit bestellt ist.

Druck machen

Behandelt werden kann eine Venenschwäche mit Kompressionsstrümpfen, die einen genau definierten Druck auf die Beingefäße ausüben, und mit wirkungsvollen pflanzlichen Medikamenten. Um Besenreiser und Krampfadern ursächlich zu behandeln, kommt eine Sklerotherapie infrage. Dabei spritzt der Arzt mit einer feinen Nadel ein Arzneimittel in die betroffenen Gefäße, die sich daraufhin verschließen und in den folgenden Wochen vom Körper abgebaut werden. Größe Krampfadern können mit einer Stripping-Operation unter Narkose entfernt werden.

Gesund leben

Um die Venengesundheit langfristig zu fördern, kommt es auf einen gesunden Lebensstil an. Das bedeutet: Übergewicht abbauen und sich so viel wie möglich bewegen. Ausdauersportarten die Walken, Radfahren und Schwimmen tun den Venen besonders gut, da sie auf natürliche Weise die Wadenmuskulatur aktivieren und die Durchblutung ankurbeln, ohne die Beine zu sehr zu belasten. Auch kalte Beingüsse und abendliches Hochlegen sind Balsam für beanspruchte Beine.

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