Po-Probleme: Gar nicht peinlich! - Vom: 11.10.2016

Abführmittel sind wirksam und gut verträglich, wenn sie bestimmungsgemäß eingenommen werden. Wir beraten Sie gern!

Po-Probleme: Gar nicht peinlich!

Chronische Verstopfung und vergrößerte Hämorrhoiden treten oft als qualvolles Duo auf und begünstigen sich gegenseitig. Höchste Zeit, den Teufelskreis zu durchbrechen.

Hämorrhoiden sind sehr nützlich – jeder Mensch hat und braucht sie. Die ringförmigen, gut durchbluteten Gewebepolster mit Schwellkörpern am Darmausgang haben eine wichtige Aufgabe: Die Feinabdichtung des Afters. Funktionieren die Hämorrhoiden problemlos, spüren wir sie nicht. Erst wenn sie sich vergrößern und krankhaft verändern, werden sie zur Last. Mediziner sprechen dann von einem Hämorrhoidalleiden. Typisch dafür sind Juckreiz, Nässen, Druck und Fremdkörpergefühl am After, nicht selten auch Blutspuren auf dem Toilettenpapier und Schmerzen beim Stuhlgang.

Schwellkörper unter Druck

Was genau zu einer krankhaften Veränderung der Hämorrhoiden führt, kann man oft nicht sagen. Eine häufige Ursache ist jedoch bekannt: Eine chronische Verstopfung. Das Problem ist das Pressen. Liegt eine Verstopfung vor, wird der Stuhl durch die längere Verweildauer im Darm oft sehr hart und kann nur unter starkem Pressen abgesetzt werden. Dadurch entsteht ein erhöhter Druck auf die Schleimhaut und die darunterliegenden Schwellkörper, was deren Einreißen zur Folge haben kann. Ein schmerzhafter Vorgang, der mitunter dazu führt, dass der Toilettengang lange aufgeschoben wird. Dadurch verschärft sich die Problematik zusätzlich.

Wichtig, dass Betroffene dem Teufelskreis aus Verstopfung, Problemen mit den Hämorrhoiden und noch größeren Schwierigkeiten auf dem stillen Örtchen entkommen. Der erste Weg sollte unbedingt in die Arztpraxis führen. Nur der Mediziner kann andere Erkrankungen, die ähnliche Beschwerden hervorrufen, ausschließen. Dabei sollten Sie zweierlei bedenken: Zum einen gibt es keinen Grund, sich zu schämen. Und zum anderen gilt: Je früher Po-Probleme wie Verstopfung und Hämorrhoidalleiden gezielt behandelt werden, umso größer ist die Aussicht auf Erfolg.

In Etappen zum Erfolg

Bei chronischer Verstopfung geht die moderne Medizin meist nach einem Stufenschema vor: Zunächst wird versucht, die Verdauung durch einfache Maßnahmen wie ausreichende Flüssigkeits- und Ballaststoffzufuhr sowie regelmäßige körperliche Aktivität positiv zu beeinflussen. Reicht dies nicht aus, kommen Abführmittel zum Einsatz, zum Beispiel Macrogole oder Wirkstoffe wie Bisacodyl und Natriumpicosulfat. Ziel der Therapie ist ein weich geformter Stuhl, der ohne Pressen absetzbar ist.

Auch vergrößerte Hämorrhoiden müssen behandelt werden. Bei ausgeprägten Problemen kann der Facharzt die Gefäßpolster veröden oder abklemmen. Gegen akute Schmerzen und den lästigen Juckreiz gibt es in der Apotheke rezeptfreie Salben, Cremes und Zäpfchen. Sitzbäder können die Therapie sinnvoll ergänzen. Das Apothekenteam berät Sie gern zu geeigneten Präparaten.

Uhrheberrechtliche Hinweise und Impressum
Diesen Artikel: per E-Mail mailen | Ausdrucken drucken | Ausdrucken vorlesen