Kommen Sie gesund durch den Urlaub! - Vom: 07.07.2017

Wer dauerhaft Medikamente einnimmt, sollte nicht nur die tatsächlich benötigte Menge, sondern auch eine großzügig bemessene Reserve mit auf Reisen nehmen.

Chronisch Kranke

Kommen Sie gesund durch den Urlaub!

Ob Bluthochdruck, Diabetes oder Asthma – chronische Erkrankungen sind meist kein Grund, auf Urlaub zu verzichten. Wohl aber Anlass, die Reise besonders gut vorzubereiten.

Für Menschen mit einer chronischen Erkrankung ist es doppelt wichtig, sich vor einer Reise gut zu informieren – nicht nur über Klima und hygienische Gegebenheiten am Ferienort, sondern auch über wichtige Aspekte rund um die Mitnahme ihrer Arzneimittel. Ratsam ist es auf jeden Fall, dass sich chronisch Kranke rechtzeitig mit ihrem Arzt besprechen. Er kann ausreichend Arzneimittel für die gesamte Reisedauer verordnen und einen Medikamenten-Pass ausstellen, in dem die medikamentöse Therapie dokumentiert wird.

Wichtiges ins Handgepäck

Bei Flugreisen gilt: Auf der sicheren Seite sind Globetrotter, wenn sie Arzneien für ein paar Tage als „Notfallpuffer“ im Handgepäck mitnehmen. Dies gewährleistet, dass sie die Medizin auch dann einnehmen können, wenn sich der Koffer verirrt und erst später am Reiseziel eintrifft. Bei Reisen mit Zeitverschiebung sollten sich chronisch Kranke zudem bei ihrem Arzt und Apotheker erkundigen, wie sie die Einnahmezeiten und Medikamenten-Dosierungen anpassen müssen.

Das Klima an Bord eines Flugzeuges kann die Wirkung von Medikamenten verstärken und bei Flügen von mehr als zwei Stunden Dauer zur Austrocknung von Schleimhäuten beziehungsweise zur Reizung der Haut führen. Insbesondere Hautallergiker und Asthmatiker sollten darum notwendige Medikamente wie etwa ein Asthma-Spray griffbereit im Handgepäck verstauen.

Grundsätzlich können Flugpassagiere vom Arzt verschriebene Medikamente in einer Menge mitnehmen, die der Reisedauer angemessen ist. Allerdings kann es bei der Einreise in ein anderes Land bei manchen Mitteln zu Schwierigkeiten kommen, beispielsweise bei starken Schmerzmitteln, die unter das Betäubungsmittel-Gesetz fallen. Patienten, die auf solche Arzneimittel angewiesen sind, sollten sich daher vorher über die Einfuhrbestimmungen des Reiselandes informieren und einen Arzt befragen.

Auch an Bagatellen denken

Neben Medikamenten, die regelmäßig eingenommen werden müssen, sollten chronisch Kranke auch Medizin gegen typische „Urlaubsleiden“ wie Durchfall, Sonnenbrand und Insektenstiche in die Reiseapotheke packen. Außerdem gehören Arzneimittel gegen Magen-Darm-Probleme wie Verstopfung oder Sodbrennen, grippale Infekte, Reisekrankheit, Fieber und Schmerzen sowie Verbandszeug und Fieberthermometer in den Koffer. Abhängig von den persönlichen gesundheitlichen Problemen und besonderen Risiken am Urlaubsort sind weitere Medikamente erforderlich. Am besten ist es, Arzneimittel mit auf Reisen zu nehmen, die man bereits kennt und erfahrungsgemäß gut verträgt. Der Apotheker kann Reisende hier kompetent beraten.

Unterwegs gut versichert

  • Unverzichtbar für Auslandsurlaube ist eine private Auslandskrankenversicherung, insbesondere wenn das Reiseziel außerhalb Europas liegt. Denn dort kommen die gesetzlichen Krankenkassen nicht für die Behandlungskosten auf.
  • Nicht nur für chronisch Kranke sinnvoll ist eine Reise-Rücktrittsversicherung. Sie übernimmt die Stornokosten und springt auch bei einem verspäteten Reiseantritt ein.

Quelle: www.ratgebergesund.de

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