Gebissabformung beim Zahnarzt - Vom: 02.01.2019

Gebissabformung beim Zahnarzt

Vor der Erstellung von Zahnersatz, wie Kronen, Brücken oder Prothesen, muss zuerst eine Abformung des Gebisses vorgenommen werden. In der Zahnarztpraxis wird dafür oft der Begriff „Abdruck“ verwendet. Zahnabdrücke dienen schon seit Jahrzehnten der originalgetreuen Abbildung von Zähnen und Kiefer. Aus dem Abdruck wird dann im Dentallabor ein Modell des Gebisses erstellt, anhand dessen der Zahnersatz hergestellt wird.

Wie läuft die Abformung ab?

Meist bekommt der Patient dazu einen passenden Abformlöffel (gebogene Metallformen) in den Mund, der mit einer speziellen Masse gefüllt ist. Oft kommen als Material bei der Abformung Silikon, Alginat und Polyäther zum Einsatz. Der Abformlöffel wird auf den Zahnbogen des Ober- oder Unterkiefers gesetzt. Die Masse legt sich an die Zähne an und dringt durch Andrücken auch in kleine Zwischenräume ein. Dann härtet sie nach kurzer Zeit aus. In der Regel ist die Abformung für den Patienten schmerzfrei.

Wozu dient der Abdruck?

Die Zahnreihen werden durch den Abdruck exakt dargestellt. Dies ist wichtig, da so der Übergang des späteren Zahnersatzes zur natürlichen Zahnsubstanz passgenau gestaltet werden kann. Teilprothesen können bei weiterem Zahnverlust oft erweitert werden. Nach einem Gebissabdruck kann der Zahntechniker einen neuen Kunstzahn in die bestehende Zahnprothese einarbeiten. Auch in der Kieferorthopädie ist eine Abformung für das Anfertigen von Zahnspangen notwendig.

Arbeit im Dentallabor

Durch den Abdruck entsteht eine „Negativform“ des Gebisses. Diese wird an das Dentallabor geschickt. Auf dieser Basis wird dort durch Ausgießen mit Gips oder Kunststoff ein Modell erstellt. Der Abdruck liefert die Vorgaben für ein dreidimensionales Gebissmodell. Aus diesem nimmt der Zahntechniker die weiteren Arbeiten für den Zahnersatz, wie zum Beispiel Zahnbrücke oder Zahnprothese, vor. Der fertige Zahnersatz wird dann in der Zahnarztpraxis eingesetzt.

Digitaler Zahnabdruck

Viele Angstpatienten haben einen sehr starken Würgereiz, der einen genauen Abdruck erschwert. Digitale Abformung ist noch ein sehr neues Thema in den Zahnarztpraxen. Für Patienten mit Würgereiz bedeutet die neue Technik allerdings eine enorme Erleichterung. Hierbei wird ein kleiner Intraoralscanner in den Kiefer eingebracht, der ein dreidimensionales Abbild der Zähne als CAD-Modell erstellt. Die digitale Datensatz kann direkt in das Dentallabor übermittelt werden.

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