Über den Durst - Vom: 23.06.2017

Über den Durst

Sommerliche Temperaturen sind für Mensch und Tier gleichermaßen angenehm, lassen aber auch bei unseren vierbeinigen oder gefiederten Hausgenossen den Bedarf nach frischem Nass ansteigen. Tierhalter sollten deshalb in den Sommermonaten einen besonders aufmerksamen Blick auf die Trinkgewohnheiten ihrer Schützlinge werfen.

Wie hoch der Wasserbedarf eines Haustiers ist, hängt in hohem Maß von den Außenbedingungen, also der Lufttemperatur und der Tagesaktivität ab. Eine faul in der warmen Sonne dösende Katze hat dabei natürlich einen geringeren Zusatzbedarf an Wasser als ein Hund, der bei warmen Temperaturen lange Strecken neben dem Fahrrad von Herrchen oder Frauchen herlaufen soll. Da Hunde aber ihre Körpertemperatur fast ausschließlich über ihre Zunge regulieren können, sollte bei längeren Ausflügen stets auch an einen ausreichenden Wasservorrat und eine Trinkschale für den Vierbeiner gedacht werden. Und bei unangenehm hohen Temperaturen ist es für die Gesundheit des Vierbeiners besser, auf einen ausgiebigen Ausflug zu verzichten.

Samtpfotige Trinkmuffel

Bei sommerlichen Temperaturen ist es auch für Katzenbesitzer sehr ratsam, einen Blick auf den Durst ihres Stubentigers zu werfen. Denn viele Katzen neigen dazu, schon bei normalen Temperaturen eher zu wenig zu trinken. Wassermangel kann gerade bei älteren Vertretern ihrer Art jedoch schnell zu Nierenproblemen führen. Wird es in der Wohnung sommerlich warm, kann es daher sehr ratsam sein, an den Lieblingsplätzen der Katze zusätzliche Trinkgelegenheiten aufzustellen, um das Tier dadurch vermehrt zur Wasseraufnahme anzuregen.

Frei Zugänglich

Da gerade bei sehr warmen Temperaturen eine ausreichende Aufnahme von Wasser ganz besonders wichtig ist, sollte ein Haustier stets freien Zugang zu sauberem Wasser haben. Dafür eignen sich am besten offene Trinkschalen, die leicht zu befüllen sind und zudem durch eine Reinigung in der Spülmaschine hygienisch einwandfrei bleiben. Ein weiterer Vorteil: Da bei abnehmendem Wasserpegel am Gefäßrand immer ein feuchter Rand bleibt, kann der Tierhalter anhand dessen Breite immer sehr gut einschätzen, ob sein Schützling den Tag über ausreichend trinkt.

Die bei Kleintieren sehr häufig verwendeten Nippelflaschen sind aus gesundheitlicher Sicht für ihre vierbeinigen Benutzer dagegen eher weniger geeignet, den Durst zu stillen. Denn zum einen zwingen sie das Tier bei der Wasseraufnahme in eine sehr unnatürliche Haltung, und zum anderen sind sie im Gegensatz zu einer Trinkschale weitaus schwieriger zu reinigen, und werden gerade bei warmen Temperaturen dadurch schnell zu einer Keimfalle.

So viel sollte es mindestens sein

Hund: 0,6 bis 1,1 Liter

Katze: 0,3 bis 0,6 Liter

Kaninchen: 0,2 bis 0,3 Liter

Wellensittich: 3 ml

Meerschweinchen: 10 ml pro Kilogramm Körpergewicht

Pferd: 30 bis 40 Liter

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern

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