Kleiner Erste-Hilfe-Kurs - Vom: 30.12.2018

Kleiner Erste-Hilfe-Kurs

Was Sie im Notfall wissen sollten

Notfälle passieren plötzlich, Zeit für langes Überlegen hat man nicht. Als Ersthelfer müssen Sie zügig und richtig reagieren.

Weniger als zehn Prozent aller Unfälle ereignen sich im Straßenverkehr. Viel häufiger geschieht das Unglück in unserem direkten Lebensumfeld: Im Haushalt, in der Freizeit, am Arbeitsplatz. Erste Hilfe kommt also überall zum Einsatz und kann, richtig durchgeführt, Schlimmeres verhindern und oft sogar Leben retten.

Sofortmaßnahmen

Als Ersthelfer vor Ort sind Sie in der Rettungskette unverzichtbar und müssen umgehend die wichtigsten Sofortmaßnahmen durchführen. Das heißt:

Die Rettungsstelle benötigt folgende Fakten, um schnell und richtig handeln zu können:

Ist der Rettungsdienst informiert, müssen die bereits eingeleiteten Erste-Hilfe-Maßnahmen fortgesetzt werden. Dann ist es auch Zeit, mit nachrangiger Hilfe, beispielsweise der Wundversorgung, zu beginnen.

Richtige Wundversorgung

Schürfwunden: Sie sind meist nicht gefährlich, aber schmerzhaft. Außerdem ist das Infektionsrisiko groß. Deshalb sollten Sie verschmutzte Wunden unter fließendem Wasser ausspülen, anschließend desinfizieren und mit einem keimfreien Verband abdecken. Kleine Glassplitter oder Steinchen können mit der Pinzette entfernt werden. Größere Fremdkörper sollte nur der Arzt entfernen.

Brandwunden: Kleinere Verbrennungen und Verbrühungen sofort mit kaltem Wasser (10 – 20 Grad) kühlen – die Kühlung ist nur bis zwanzig Minuten nach dem Vorfall sinnvoll. Brandblasen auf keinen Fall aufstechen! Wichtig: Eine Kühlung großflächiger Verbrennungen (über 20 Prozent der Körperoberfläche) und auch ein Eintauchen des ganzen Körpers wird wegen der Unterkühlungsgefahr nicht empfohlen. Prüfen Sie als Ersthelfer Bewusstsein und Atmung des Betroffenen, decken Sie die Brandwunde locker und ohne Druck steril ab (Ausnahme: Gesichtsverletzungen) und veranlassen Sie den Notruf 112!

Blutungen: Während eine schwache Blutung nach kurzer Zeit wieder aufhört, ist eine starke immer ein Alarmsignal. Sie muss gestillt werden. Dazu Einmalhandschuhe anziehen, den Verletzten hinlegen und keimarmes Material (z.B. Kompressen aus dem Verbandkasten) auf die Wunde pressen. Fast jede starke Blutung kann durch ausreichend starken Druck von außen gestillt werden. Lagern Sie den Körperteil mit Wunde höher und veranlassen Sie den Notruf 112!

Tipp: Experten raten, regelmäßig einen Erste-Hilfe-Auffrischungskurs zu besuchen, um Wissen zu verfestigen sowie Neuerungen und Veränderungen zu trainieren.

Bei Unfällen im Haushalt ist eine gut bestückte Hausapotheke wichtig.

Quelle: www.ratgebergesund.de

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