Kleine Wunden richtig versorgen - Vom: 16.11.2016

Bagatellverletzungen können meist in Eigenregie verarztet werden. Voraussetzung: Sie haben Verbandzeug, Desinfektionsmittel und Heilsalbe griffbereit in der Hausapotheke.

Kleine Wunden richtig versorgen

Eine Schnittwunde bei der Hausarbeit, eine Schürfwunde durch eine unbedachte Bewegung: Bei Hautverletzungen ist rasches Handeln gefragt. Was zu tun ist, hängt von der Art der Blessur ab.

Schürfwunden sind besonders infektionsgefährdet. Die Keime werden regelrecht in die Haut gerieben, eine reinigende Blutung bleibt meist aus. Richtig ist es, verschmutzte Wunden sorgfältig mit klarem Wasser zu reinigen und anschließend zu desinfizieren. Größere Abschürfungen müssen mit einem Pflaster oder einer sterilen Kompresse abgedeckt werden, Mini-Schrammen können auch offen heilen.

Schnittwunden bluten oft sehr stark und haben so einen hohen selbstreinigenden Effekt. Eine kleine Schnittverletzung am besten kurz bluten lassen. Dann wird die Wunde desinfiziert und mit einem Pflaster abgedeckt. Tiefere und stark blutende Schnittwunde müssen vom Arzt versorgt werden.

Platz- und Risswunden können häufig nicht ohne Probleme abheilen. Der Grund: Die Wundränder sind nicht glatt, oft stark verschmutzt oder klaffen auseinander. Vor allem größere Platzwunden sollten vom Arzt behandelt werden, mitunter müssen sie genährt werden. Erstversorgung: Wunde reinigen, desinfizieren und mit einer sterilen Kompresse abdecken.

Biss- und Kratzwunden werden meist von Tieren verursacht. Von ihnen geht eine sehr hohe Infektionsgefahr aus. Deshalb müssen diese Wunden immer vom Arzt versorgt werden.

Verbrennungen sind schmerzhaft. Die wichtigste Erste-Hilfe-Maßnahme: Sofort und ausreichend lange mit fließendem, nicht zu kaltem Wasser kühlen. Bei kleinen Verbrennungen ohne Blasenbildung kann ein Wund- und Brandgel helfen. Verbrennungen mit Blasenbildung sind ein Fall für den Arzt, bei großflächige Verbrennungen muss sofort der Notarzt gerufen werden.

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