Zahnbrücken - Vom: 11.11.2015

Zahnbrücken

Brücken bei Zahnverlust

Fällt ein Zahn aus oder muss gezogen werden, sollte die entstandene Lücke möglichst im nächsten halben Jahr geschlossen werden. Eine Zahnlücke sieht zum einen nicht schön aus, der Hohlraum kann auch die Aussprache beeinträchtigen und Platz für Essensreste bieten. Ein Ersatz für den fehlenden Zahn ist auch wichtig, damit sich die Stellung der Nachbarzähne nicht verändert.

Festsitzender Zahnersatz bietet gegenüber einer herausnehmbaren Prothese wesentlich mehr Komfort. Viele entscheiden sich für Brücken oder Implantate, um die Lücke zu schließen. Dieser ästhetische Zahnersatz stellt die Kaufähigkeit und Sprachfunktion wieder her.

Festsitzender Zahnersatz

Brücken werden meist aus Metall gegossen und im sichtbaren Bereich mit einer zahnfarbenen Kunststoff- oder Keramikschicht überzogen. Für Brücken kann auch Vollkeramik verwendet werden. Die Pfeilerzähne nachbarseits der Lücke werden beschliffen, um Platz für die Aufnahme von Kronen oder Inlays zu bieten. Sie sollten stabil sein, keine Parodontitis haben und möglichst noch lange halten. Sind die Zähne dann überkront, tragen sie die zu ersetzenden Zähne. Die Brücke wird anhand von Abdrücken aus Metall gegossen oder aus einem Keramikblock gefräst. Sie wird fest eingeklebt und kann nicht herausgenommen werden.

Vorteile von Brücken

Brücken sind eine klassische Versorgungsart bei einzelnen Zahnlücken, es handelt sich hier um eine Routinebehandlung. Mit Ihnen können bis zu drei nebeneinander fehlende Zähne im Seitenzahnbereich ersetzt werden, im Frontzahnbereich sogar vier fehlende Frontzähne mit den Eckzähnen als Brückenpfeiler. Sind die Lücken sehr groß, sollte eine Brücke einen zusätzlichen Pfeiler in der Mitte haben, z.B. ein Implantat. Brücken sind gut verträglich und halten etwa 10 bis 15 Jahre. Der Aufwand für eine Brücke ist geringer als der für ein Implantat, das kostspieliger ist. Es gibt einen Festzuschuss von den gesetzlichen Krankenkassen für die Zahnersatzkosten.

Nachteile von Brücken

Der größte Nachteil ist, dass an den Pfeilerzähnen gesunde Zahnsubstanz abgetragen werden muss. Sind beide Zähne noch gesund, sollte über eine Implantatbehandlung nachgedacht werden. Haben die Zähne aber bereits eine Krone oder große Füllungen, ist die Brücke in der Regel die bessere Alternative. Durch das Beschleifen besteht zudem das Risiko, dass Zähne absterben. Da bei einer Brücke beim fehlenden Zahn keine Zahnwurzel im Kiefer steckt, fehlt die außerdem die natürliche Belastung des Kieferknochens und dieser wird nach und nach abgebaut. Am Kronenrand kann sich unter Umständen Karies bilden.

Stehen Sie vor der Entscheidung, wie Sie eine Zahnlücke schließen lassen möchten, wird Ihr Zahnarzt Sie umfassend beraten und für Ihren individuellen Fall die besten Möglichkeiten darstellen.

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