Hunde für das nasskalte Herbstwetter fit machen - Vom: 16.10.2017

Hunde für das nasskalte Herbstwetter fit machen - Starkes Immunsystem

Der Herbst bringt viele wunderschöne Momente für Mensch und Hund mit sich: raschelndes, buntes Laub, letzte wärmende Sonnenstrahlen, die zum Spaziergang einladen. Aber es wird auch kühler, regnerischer, dunkler und stürmischer. Gerade das kühle, feuchte Wetter kann auch Hunden zu schaffen machen.

von Olaf Eybe

Gesundes Futter und ausreichend Bewegung an der frischen Luft unterstützen das Wohlbefinden des Hundes. Aber gerade bei Wind und Kälte sollte der Hundefreund immer darauf achten, dass sein Liebling nicht auskühlt. Gerade kleinen Hunden, die aufgrund ihrer niedrigen Körperhöhe recht bodennah laufen, Hunden mit wenig Fell, älteren und kranken Hunden können niedrige Temperaturen Probleme machen. Empfindliche Hunde können bei starkem Wind schnell eine Bindehautentzündung bekommen. Bei Rassen mit stehenden Ohren kann das feuchte und kühle Wetter ebenfalls für eine Erhöhung der Infektionsgefahr sorgen. Doch trotz aller Fürsorge können sich auch Hunde erkälten. Wie beim Menschen macht sich das durch Husten, Niesen, Nasenausfluss oder leichtes Fieber bemerkbar. Dann heißt es, einen Tierarzt aufsuchen.

Widerstandskräfte fördern

Aber soweit muss es gar nicht kommen. Je höher die körpereigene Widerstandskraft des Tieres ist, umso unempfindlicher und leistungsfähiger ist es. Dafür gibt es in der Apotheke Ergänzungsfuttermittel und biologische Kraftkonzentrate, die Aminosäuren, Eiweiß, Fettsäuren, Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente enthalten. Auch mit Bachblüten, Schüssler-Salzen und probiotischen Bakterien lässt sich das Immunsystem stärken. Für gute Abwehrkräfte sorgen vor allem Vitamine. Über eine gesunde und ausgewogene Ernährungsollte der Hund möglichst eine ausreichende Menge der wichtigsten Nährstoffe aufnehmen. Dazu gehören die Vitamine A, D, E und C. Vitamin A findet sich in Kalbsleber, Spinat, Möhren und Eigelb. Es schützt die Schleimhäute vor Infektionen. Vitamin D, das die Kalziumaufnahme fördert, ist in Fisch und Eigelb enthalten. Es ist wichtig für die körpereigene Immunabwehr gegen Viren, Pilze und Bakterien. Vitamin E hemmt entzündliche Prozesse.

Die Naturheilkunde hilft

Wer für die Immunabwehr seines Haustiers nicht allein auf die Ernährung vertrauen möchte: Es gibt hilfreiche Mittel aus der Naturheilkunde. Einer der Klassiker ist Echinacea, der Sonnenhut. Er wirkt antioxidativ, und steigert die körpereigene Immunabwehr. Das von Bienen produzierte Kittharz Propolis wirkt wie ein natürliches Antibiotikum – es hält Viren, Pilze und Bakterien fern. Es kann jedoch bei Hunden auch zu Unverträglichkeiten führen. Die Katzenkralle ist eine Heilpflanze aus Südamerika. Diese Urwaldliane wirkt entzündungshemmend und blutreinigend. Speziell für die Stärkung des Immunsystems und der Abwehrkräfte sind Minze und Melisse altbewährte Hausmittel. Die Minze stärkt durch ätherische Öle die Abwehrkräfte, wirkt desinfizierend, entzündungshemmend und durchblutungsfördernd. Die Melisse gilt als entspannend und stärkt die Abwehrkräfte des Körpers. Hagebutte ist ein Vitamin C-Booster. Mit Hilfe dieses Vitamins werden neue Immunzellen gebildet. Und je mehr Immunzellen vorhanden sind desto intensiver können eindringende Erreger mit den körpereigenen Kräften bekämpft werden. Neben dem hohen Gehalt an Vitamin C besticht die Hagebutte noch durch viele weitere wertvolle Inhaltsstoffe. Doch diese Kräuter sind nicht in allen der im Handel angebotenen Fertignahrung-Produkte für Tiere enthalten. Darum ist es empfehlenswert, sie in getrockneter Form von Zeit zu Zeit unter das Hundefutter zu mischen.

Sprechen Sie mit Ihrem Apotheker: Er hat Tipps für die Stärkung des Immunsystems Ihres Hundes.

Gesunde Pflege

Den feuchten oder nassen Hund nach dem Spaziergang gründlich trocken zu rubbeln und ein warmes Plätzchen für ihn bereit zu halten hilft, einer Erkältung vorzubeugen.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern

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