Schwanger & schön

Gynaekologe
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Ausnahmezustand Schwangerschaft: Wenn das Baby im Bauch wächst und die Hormone Achterbahn fahren, verändert sich oft auch die Haut. Jetzt kommt es auf Systempflege an.  

Viele schwangere Frauen sehen einfach blendend aus: Ihre Haut zeigt sich frisch und glatt, das Haar fest und glänzend. Mitverantwortlich für den gewissen »Glow«, der werdende Mütter umgibt, sind die Hormone. Wenn der Östrogenspiegel im Blut ansteigt, läuft die Erneuerung der Hautzellen auf Hochtouren. Der Teint wirkt rosig und jung. Weiterer Beauty-Faktor: Der Körper lagert vermehrt Wasser ein, wodurch kleine Knitterfältchen verschwinden. Und die verbesserte Durchblutung im Körper sorgt für gesunde Farbe im Gesicht – auch ohne Make-up und Puder.   

Lästige Pickelplage 

Leider können sich nicht alle werdenden Mütter über streichelzarte Pfirsichhaut freuen: Einige müssen sich mit lästigen Pickeln und Mitessern herumplagen, ähnlich wie in der Pubertät. Schuld daran sind Androgene. Diese männlichen Geschlechtshormone schüttet der Körper in der Schwangerschaft ebenfalls vermehrt aus. Und sie kurbeln die Talgproduktion an. 

Präsentiert sich die Haut fettig und unrein, sind »leichte« Feuchtigkeitscremes mit geringem Fettgehalt eine gute Wahl. Für porentiefe Sauberkeit sorgen Reinigungscremes mit Heil- oder Tonerde sowie hochwertige Gesichtswässer, etwa mit entzündungshemmenden Extrakten aus der Hamamelis.

Sonnenschutz muss sein 

Unabhängig vom Hautzustand gilt: Vor dem Spaziergang in der Februarsonne sollten werdende Mütter unbedingt eine Tagespflege mit hohem UV-Schutz auftragen. Denn in der Schwangerschaft wird die Haut noch sonnenempfindlicher. Durch den Hormonschub kann zudem die Pigmentbildung zunehmen. Bei einigen Frauen treten bräun-liche Verfärbungen im Gesicht auf, besonders auf Wangen, Nasenrücken und Stirn. Diese »Schwangerschaftsmaske«, Experten sprechen von Melasma, kann durch UV-Strahlen noch stärker werden. Auch deshalb ist es das Beste,
direkte Sonne ganz zu meiden!

Sonnenhut, -brille und eine Creme mit hohem Lichtschutzfaktor sind an sonnigen Frühlingstagen unverzichtbare Begleiter. Für empfindliche, zu Allergien neigende Haut gibt es in der Apotheke Sonnenschutz-Produkte ohne Duft- und Farbstoffe.  

Dehnungsstreifen vorbeugen 

Besonders viel Aufmerksamkeit und eine Extra-Portion Pflege braucht der Babybauch. Weil das Bindegewebe in der Körpermitte sehr schnell und stark gedehnt wird, können hier feine Risse unter der Haut entstehen. Schwangerschaftsstreifen heißen die rötlich-violetten Gebilde, die sich auf Bauch, Oberschenkeln, Po und Hüften ausbreiten. 

Um den wenig schmeichelhaften Dehnungsstreifen vorzubeugen, sollten Frauen die Haut rund um Bauch und Brust schon ab dem vierten Schwangerschaftsmonat regelmäßig mit speziellen Cremes oder Ölen pflegen. Darin entfalten hochwertige Beauty-Elixiere wie Mandel-, Jojoba- und Weizenkeimöl, Extrakte aus Ringelblume, Arnika und Aloe vera sowie Vitamin E und hautberuhigendes Bisabolol Wirkung. Die Pflegewirkstoffe sorgen für Elastizität und Spannkraft. Profis raten häufig zu einer sanften Zupfmassage, am besten zwei Mal am Tag.

Pflege von innen

Worüber sich die Haut sonst noch freut? Über gesundes, vollwertiges Essen, das Schönheit von innen verspricht. Frisches Obst und Gemüse sollten die Hauptdarsteller auf dem Teller sein. Außerdem gut für gesunde Haut: viel Wasser trinken und Bewegung in den Alltag bringen.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern

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