Wenn Vierbeiner auf Reisen gehen

Allgemein Tiermedizin
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Mit dem Hund in die Ferien? Das ist kein Problem, wenn Herrchen und Frauchen die Reise gut vorbereiten und unterwegs an das Wohlergehen des Vierbeiners denken.

Hunde sind sehr anpassungsfähig und fühlen sich dort am wohlsten, wo sich ihr Herrchen und Frauchen aufhalten. Deshalb ist es in der Regel gut möglich, den vierbeinigen Freund mit auf Reisen zu nehmen. Hingegen ist es für Katzen und Kleintiere wie Meerschweinchen und Kaninchen weitaus stressfreier, wenn sie zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung bleiben dürfen.

Check-up beim Tierarzt

Obwohl Hunde meist gute Reisebegleiter sind, sollten Ferien mit Vierbeinern gut vorbereitet werden. Wichtig ist es, den Hund rechtzeitig vor Reiseantritt vom Tierarzt untersuchen und erforderliche Impfungen vornehmen zu lassen. Gut zu wissen: Die Einreisebestimmungen für Haustiere variieren von Land zu Land. Urlauber sollten sich frühzeitig darüber informieren, beispielsweise bei der Urlaubsberatung des Deutschen Tierschutzbundes unter der Rufnummer 02 28 / 60 49 627.

Sinnvoll ist es auch, sich vom Tierarzt eine kleine Reiseapotheke für den Hund zusammenstellen zu lassen.
Hinein kommen unter anderem Mittel gegen Durchfall und Erbrechen, Verbandszeug und ein Medikament gegen Reisekrankheit, wenn der Vierbeiner das Autofahren nicht gut verträgt. Ins Reisegepäck des Hundes gehören unbedingt auch Näpfe für Wasser und Futter, Schlafdecke, Leine, wichtige Papiere (z.B. Impfdokumente EU-Heimtierausweis, Versicherungsnachweis), Futter, Zeckenpinzette und eventuell ein Maulkorb.

Entspannt ans Ziel

Um eine lange Anfahrt für das Tier stressfrei zu gestalten, gilt: Regelmäßige Pausen mit Bewegungs- und Trinkwasserangebot einlegen. Tropische Temperaturen im Wagen können Hunde gar nicht vertragen, da sie angestaute Körperwärme nur in geringem Maße abgeben können. Deshalb ist es grundsätzlich besser, die Fahrt auf die kühleren Stunden des Tages zu verlegen, etwa in die frühen Morgenstunden oder in die Nacht.

Gut am Ziel angekommen, freut sich der Vierbeiner über einen geregelten Tagesablauf und über Rituale, die er von zu Hause kennt. Herrschen am Urlaubsort hochsommerliche Temperaturen, gehört der Hund mittags unbedingt ins kühle Haus. Gut ist es, morgens, wenn die Sonne noch nicht brennt, einen ausgiebigen Spaziergang zu machen und abends, wenn es wieder frischer wird, noch einmal Gassi zu gehen.

Bekannte Kost schmeckt besser

Nicht nur Menschen haben bei Hitze einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf: Auch der Hund muss jetzt mehr trinken. Herrchen und Frauchen sollten immer viel frisches Wasser bereitstellen. Und fürs Futter gilt: Ideal ist es, die gewohnte Fütterung auch im Urlaub fortzusetzen. Denn viele Vierbeiner reagieren empfindlich auf unbekannte Kost. Kann das Futter nicht in ausreichender Menge mitgenommen werden, empfiehlt es sich, die Futterumstellung behutsam vorzunehmen – durch Zumischen steigender Anteile des neuen Futters in das gewohnte.

Mit Bello am Meer   

  • Erkundigen Sie sich, ob der Hund mit an den Strand darf bzw. wo es spezielle Hundestrände gibt.
  • Nach dem Bad im Meer braucht der Vierbeiner eine Süßwasserdusche, um Fell und Haut vom Salz zu befreien.
  • Eine wasserfeste Sonnencreme schützt den empfindlichen Nasenspiegel vor Sonnenbrand.
  • Tiere mit hellem, kurzem Fell und wenig Unterwolle (z.B. Dalmatiner) sollten möglichst im Schatten bleiben.

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Quelle: www.ratgebergesund.de

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